TEST: Panasonic Edge LED-LCD TX-L55DT50E mit Display Basic Check

23.11.2012 (phk/sw)

Einführung

Der Smart VIERA LED LCD-TV TX-L55DT50E kostet mit 139cm Bilddiagonale 2099 EUR UVP. Dank blitzschnellem 1600 Hz Bildaufbau und V-real 3D-Signalverarbeitung sorgt der Panasonic LCD für eine ruhige 3D-Signalausgabe und ein Crosstalk-armes Bild. Auch der DT50E verfügt über ein integriertes WLAN-Modul und sorgt so für drahtlose Flexibilität im Multimedia-Bereich. DLNA-Support, VIERA Connect und ein Web-Browser ist an Bord. HbbTV wird ebenfalls unterstützt wie USB-Recording mit einem angeschlossenen USB-Massenspeicher. Der HD Triple Tuner sorgt für den Empfang der verschiedenen digitalen Signalarten. Mit der VIERA Remote App steuert man den TV oder sendet Bilder/Musik/Videos direkt an den TV, auch als Game Controller oder zum Posten auf Facebook lässt sich das Mobilgerät verwenden. Dank der Lichtdurchlässigkeit des LCD-Panels wird nicht nur ein ausgezeichnetes Kontrastverhältnis sichergestellt, sondern auch Energie gespart. Mit Energieeffizienzklasse A+ und bis zu 60.000 Stunden Lebensdauer präsentiert sich auch der DT50E als umweltfreundliches Produkt.

Stromverbrauch:

• Standby: 0,1 bis 0,2 Watt
• TrueCinema-Bildmodus: ca.  Watt
• Mit aktiviertem Eco-Modus:  Watt

Verarbeitung

Detail Front links

Kantenverarbeitung

Solider Standfuß

Rückseite

Integrierter WLAN-Adapter

Bedienelemente Rückseite

Beiliegende Fernbedienung

Der Panasonic 55-Zöller mit sehr geringer Bautiefe und Metallrahmen präsentiert sich beinahe als Design-Objekt im Wohnzimmer. Der Rahmen im geschliffenen Alu-Look wirkt solide und ist sauber und passgenau am Gehäuse angebracht. An der Unterseite ist eine Plexiglasleiste, in der auch das Panasonic-Logo eingeprägt ist. Auch der breite Standfuß ist mit einer Metalloberfläche versehen und verschafft dem großen 55-Zöller stabilen Halt. An der Rückseite sind stationäre Bedienelemente angebracht, die als Drucktasten ausgeführt sind. Die Anschlüsse sind ebenfalls sauber integriert und halten auch mehrmaligem Umstecken problemlos stand. Das Display ist leider nicht entspiegelt, bei hohem externem Lichteinfall wird der Sehkomfort dadurch eingeschränkt. Die Fernbedienung ist hochglanzschwarz und kann mit einem Tastendruck komplett beleuchtet werden.

Die aktive Shutterbrille ist sehr leicht und sitzt komfortabel

Dem Lieferumfang des TX-L55DT50E liegen leider keine 3D-Brillen bei sondern müssen hinzugekauft werden. Unter den kompatiblen Brillen findet sich auch die vierte und aktuelle Generation von Panasonics aktiven Shutterbrillen. Die TY-ER3D4SE/-ME arbeiten via Bluetooth und nicht Infrarot, Signal- bzw. Synchronisationsfehler sind quasi ausgeschlossen. Die Brillen lassen seitlich kein Umgebungslicht herein und umschließen die Augen recht gut, allerdings sollte natürlich trotzdem im Dunkeln 3D genossen werden. Ein weiterer Vorteil der Brillen ist das sehr geringe Gewicht und der komfortable Sitz.

Anschlüsse

Anschlüsse seitlich

Rückseite unten

  • HDMI 4x
  • USB 3x
  • SD-Karte
  • Kopfhöreranschluss
  • Komponentenvideo + Stereo Cinch via AV2 (Adapter)
  • RGB/FBAS via AV1 (Adapter)
  • PC VGA Eingang
  • Digitaler optischer Audioausgang
  • Ethernet
  • LNB-Satellitenanschluss
  • Antenne

Vier HDMI-Eingänge sollten auch hohen Anforderungen genügen um ausreichend Quellgeräte anschließen zu können. Auch drei USB-Slots reichen in der Regel aus, auch wenn Skype-Kamera und Festplatte für USB-Recording angeschlossen ist. Mit dem SD-Kartenanschluss kann man direkt aus dem Foto heraus die gemachten Aufnahmen problemlos am Bildschirm betrachten. AV1 und AV2 können leider nur via Adapter angeschlossen werden, das benötigte Adapterkabel liegt aber bei. Die Verbindung mit dem Heimnetzwerk kann sowohl kabelgebunden als auch drahtlos mit dem integrierten WLAN-Modul vorgenommen werden.

Menüs

Installations-Assistent

Land wählen

Automatischer Suchlauf

Netzwerk-Konfiguration

DHCP oder manuelle Einstellung

Erfolgreicher Verbindungstest

Abschluss der Erstinstallation

Bildeinstellungen

weitere Bildeinstellungen

Ton-Menü

Netzwerk-Konfiguration

Setup

Dem TX-L55DT50E wohnt das typische Panasonic-Menü inne. Zunächst startet der Installations-Assistent, mit dem bereits eine Sprachwachl, ein automatischer Sendersuchlauf und sogar die Netzwerk-Konfiguration erfolgen kann. Beim Sendersuchlauf können die verschiedenen Signalarten DVB-S, DVB-T und DVB-C sowie analog ausgewählt werden und ob auch nach verschlüsselten Sendern gesucht werden soll. Die Netzwerk-Integration kann kabelgebunden oder drahtlos, auch mit WPS-Funktion, eingerichtet werden.

Nach Abschluss der Erstinstallation wird mit der Menü-Taste auf der Fernbedienung eben dieses geöffnet. Bild- und Toneinstellungen können hier ebenso vorgenommen werden wie eine Setup-Konfiguration mit Kindersicherung, Aufzeichnungs-Setup, etc. Die Bedienung erfolgt zügig, träge Reaktionen von Tasteneingaben kennt der Panasonic nicht.

Multimedia-Features

VIERA Tools

Erkannte DLNA-Mediaserver

FLAC-Wiedergabe mit Album-Cover

JPEG-Anzeige über Netzwerk

VIERA Connect Seite 1

Seite 2 mit ZDF/arte Mediathek

Seite 3

VIERA Market

Browser

Damit man mit dem Panasonic DT50 alle möglichen Netzwerk-Features nutzen kann, muss der TV ins heimische Netzwerk und dem Internet verbunden werden. Dies kann kabelgebunden oder über ein vorhandenes WLAN-Netzwerk (b/g/n) erfolgen. Bei kabelbasierter Einbindung und automatischer IP-Adressvergabe sind nach dem Anstecken des Ethernet-Kabels keine weiteren Schritte notwendig. Bei Funkverbindung kann konventionell der Bereich durchsucht und sich, mit manueller Passworteingabe, in erkannte WLAN-Netzwerke eingelogged werden. Für mehr Komfort sorgt die WPS-gebundene Einbindung, bei der mittels Tastendruck am Router der TV sich automatisch verbindet. Ein WPS-fähiger Router ist Voraussetzung.  Ist der TV erfolgreich mit dem Internet verbunden, meldet sich bei Bedarf das Software-Update.

Am einfachsten greift man jetzt mit der VIERA Tools-Leiste auf mögliche Features zu, darunter DLNA-Betrieb, VIERA Connect und ein freier Web-Browser. Der Web-Browser kann auch direkt mit der Taste "Internet" auf der Fernbedienung geöffnet werden. Die VIERA Connect Inhalte sind umfangreich und so werden sowohl Informationsdienste, Entertainment-Angebote, Social Media, etc. angeboten. Unter Media Server werden im Netzwerk vorhandene DLNA-Server angezeigt. Nach Auswahl des Servers wird in Fotos, Videos und Musik unterteilt. Unter Videos ist die Formatauswahl am größten DivX, WMV, MKV, MP4 und Quicktime MOV-Trailer werden wiedergegeben, auch FullHD-Auflösungen sind kein Problem. Unter Bildern werden JPEGs und MPO 3D-Bilddateien erkannt und angezeigt. Bei Musik wird MP3, AAC und FLAC wiedergegeben.

TV-Aufnahmen gelingen mit dem TX-L55DT50E in Kombination mit einer externen USB-Festplatte. Diese muss eine Speicherkapazität von mindestens 160 GB aufweisen und wird bei der ersten Verwendung automatisch formatiert. Ein Timer wird einfach im EPG programmiert oder die Aufnahme direkt mit der REC-Taste gestartet. Möchte man Timeshift nutzen, muss im Menü die "Permanente Aufzeichnung" gestartet werden, nun kann das Programm mit der Pause-Taste angehalten und zu einem späterem Zeitpunkt fortgesetzt werden.

Mit der VIERA Remote App, die sowohl für iOS als auch Android kostenlos erhältlich ist, kann der DT50 gesteuert werden, der Web-Browser bedient und außerdem vorhandene Medieninhalte vom Smartphone mit einem Handgriff auf den Fernseher übertragen werden. Wir haben dies sowohl mit Fotos als auch 720p-Videodateien erfolgreich realisieren können. Das Video wird zunächst wiedergegeben und kann dann einfach mit Drücken oder Verschieben an das Display gesendet werden.

Bild

Display Basic Check powered by

Über den Display Basic Check

Als Basis für den Display Basic Check, dient die sehr flexible Bildkalibrierungs-Software "Calman", aktuell Version v4.5. Als Sensor kommt der SpectraCal C6 zum Einsatz. Damit auch korrekt gemessen wird, ist eine spezielle Blu-ray mit Calman-Testbildern nötig, die wir zum Test in den BD-Player einlegen. Auf dieser sind die Testbilder, die für die Messungen gebraucht werden, enthalten. Vorteil von Calman ist, dass man sich sogenannte "Workflows" selber programmieren kann, die individuell auf das jeweilige Aufgabengebiet abgestimmt sind. So wird nur das gemessen, was auch benötigt wird, das ist gut für effizientes, schnelles Arbeiten. So kann der "Display Basic Check" hervorragend in die Testarbeit eingebunden werden. Der Display Basic Check umfasst die folgenden Parameter:

  • Gamut (Farbraum)/Weißpunkt
  • Farbdecoding
  • Farbtemperatur
  • Gamma

Zusätzlich kommen noch Testbilder zum Thema Bildhelligkeit (Pluge), Farbdecoding, Bildschärfe, Kontrast und Scaling von der DVE - HD Basics von Joe Kane Productions hinzu.

Der TX-L55DT50E im Display Basic Check

Für unsere Testreihen müssen wir uns zunächst für eines der vorhandenen Bildfelder entscheiden. Die üblichen Verdächtigen wie Normal und Dynamik fallen aufgrund der zu kalten Farbtemperatur schnell weg. Die Wahl zwischen Kino und TrueCinema fällt etwas schwerer, wobei wir letztendlich bei Kino landen. Es scheint uns noch einen Tick authentischer. Die einzige Änderung die wir hier vornehmen ist, den Gamma-Wert von 2.2 auf 2.4 zu setzen.

Mit dem PLUGE Testbild können wir sowohl die korrekte Helligkeitseinstellung feststellen als auch Aussagen über eine homogene Helligkeitsverteilung treffen. Der DT50 zeigt stellenweise Hot-Spots, besonders am rechten Displayrand. Hier sieht man eben, dass es sich um einen EDGE LED LCD-TV handelt. Für die hohe Bildschirmdiagonale wirkt die Helligkeit aber noch ordentlich verteilt, im Praxisbetrieb fallen die Hot Spots nicht so sehr auf wie hier.  Die Helligkeit des DT50 ist im Standardwert zu gering. Hier kann man deutlich nach oben schrauben, erst bei +13 sehen wir den Unterschwarzbalken, Wert +12 ist somit richtig. Bei den Reverse Grey Ramps & Steps können wir einen soliden Kontrastverlauf ohne Clipping beobachten. Feine Abstufungen kommen sauber heraus, etwas Potential ist noch im Unterschwarz zu sehen. Beim Overscan-Testbild sehen wir dank der Einstellung "16:9 Overscan" in den Erweiterten Einstellungen auf "Aus" eine pixelgenaue Darstellung, mehr muss nicht konfiguriert werden. Der Schärferegler ist ausreichend fein und beim Wert 5 auch recht gut eingestellt, 4 wäre auch noch möglich. Höher als 5 würden wir nicht gehen. Horizontal kann das Display einen ausgezeichnet breiten Blickwinkel aufweisen, vertikal nicht ganz so stark. Es handelt sich um ein Non-Glare Display, so kann auch bei hohem Umgebungslicht mit nicht allzu vielen Reflektionen der Programminhalt genossen werden.

Übersicht der Messungen 1

Ausgezeichnete Farbtemperatur

Auch im Balkendiagramm sichtbar

Exakter Weißpunkt, leichte Abweichungen vom definierten Farbraum

Übersicht der Messungen 2

RGB Balance

Der Premium LED LCD-TV von Panasonic kann mit hervorragender 6500 K Farbtemperatur überzeugen und trifft auch den Weißpunkt durch die ganze Bank der IRE-Bereiche ausgezeichnet. Die RGB-Linien im letzten Screenshot verlaufen beinahe parallel, so soll es sein. Beim Farbraum sind leichte Abweichungen zu erkennen. Grün liegt schon fast außerhalb des Toleranzbereiches, die Sekundärfarben Gelb und Cyan sind auch nicht ganz optimal. Der Gammapunkt liegt mit Schwankungen solide um den Wert 2.4,  die Kurve macht ebenfalls einen sehr soliden Eindruck. Insgesamt ein sehr gutes Ergebnis bei den verschiedenen Messungen.

Blu-ray

Casino Royale, 1080p24, 2D und Wandlung

Der Panasonic LCD bleibt beim Kameraschwenk über die provisorische Kampfarena auf Madagascar sehr ruhig. Zitternde Kanten oder ein unruhiger Verlauf der Kamerafahrt bleiben aus. Während sich Frettchen und Giftschlange im Zentrum des Bildes einen erbitterten Kampf liefern, zeichnet der DT50 die übrigen verschiedenen Bildebenen sauber durch. Die Zuschauer auf der Tribüne können in ihren Ebenen klar differenziert werden und auch Objekte im Randbereich wie die auf den Hüttendächern aufliegenden Gummireifen wirken sehr plastisch. Die Bildruhe überzeugt, aufgrund von Wetteinsätzen schnell bewegte Arme und zuckende Hände bereiten dem Panasonic TV keine Probleme, auch in der Verfolgungsjagd in der nächsten Einstellung zeigt sich eine ausgezeichnete Bewegungsschärfe. Die Farbgebung ist authentisch und zeigt sich im kino-gerechten Look, auch die Grüntöne der Dschungelflora überzeugen. Als James am verkohlten Holzbalken lehnt, präsentiert der TV eine ausgezeichnete Schwarz-Graudifferenzierung und guten Schwarzwert. Auch in den dunkleren Bereichen bietet der DT50 solide Detailtreue, am Balken und sogar im Halsbereich von 007 wird noch gut strukturiert. Auf der Baustelle liefert sich Bond und sein Gegenspieler eine turbulente Verfolgungsjagd. Plastizität, Tiefenstaffelung und Bewegungsschärfe verhelfen wieder zu einer lebhaften und authentischen Darstellung des Geschehens. Aktiviert man 24p Smooth Film, wird der 24p-Judder sehr gut ausgemerzt. Allerdings ist das Processing nicht ohne Schwächen. Unruhe an einzelnen Kanten und auch Bildzittern ist festzustellen. Wir finden das Bild ohne zusätzliche Frame-Interpolation angenehmer und ruhiger, allerdings halten sich die entstehenden Artefakte und Bildfehler in Grenzen.

Die 3D-Wandlung wird beim Panasonic LCD mit der 3D-Taste auf der Fernbedienung gestartet. Die Synchronisation mit der 3D-Brille ist nach wenigen Sekunden erledigt. Mit Erhöhung der Bildhelligkeit wird dem unweigerlichen Helligkeitsverlust bei der aktiven Shutterbrillen-Technologie entgegen gewirkt. Dies führt zu einem detailreichen und recht kontraststarkem Bild. Gleichzeitig wird die Farbgebung kaum negativ beeinflußt, die Dynamik bleibt erhalten. Etwas weniger Bildruhe als im 2D-Betrieb ist aber schon festzustellen, hier und da zittert mal eine Kante. Objektplastizität und Tiefenstaffelung ist deutlicher ausgeprägt und die Wandlung bietet hier schon einen soliden Benefit. Man sollte aber bei sehr schwachem oder keinem Umgebungslicht die gewandelten Inhalte genießen, da vor hellem Hintergrund das Flackern der Brillen bemerkbar ist.

Avatar, Blu-ray 3D

Die native 3D-Wiedergabe mit dem Panasonic LCD gefällt mit enormer Plastizität, Ebenenstaffelung und ausgezeichnet ruhigem Bild. Selbst die Bewegungswiedergabe ist hervorragend. In den ersten Sekunden, als die Kamera über die Baumwipfel von Pandoras Dschungel hinwegfliegt, bietet der DT50 hervorragende Detaillierung und eine tolle Strukturierung einzelner Blätter trotz der recht rasanten Kamerafahrt. Dabei zeigt sich auch die Farbgebung authentisch, verschiedene Grüntöne werden sauber erfasst und differenziert dargestellt. In der nächsten Szene erwacht Jake Sully aus seinem langjährigen Cryo-Schlaf und wird aus seiner Druckkammer entlassen. Der Panasonic TV zeichnet bis in die hinteren Ebenen sauber durch und bleibt dabei detailscharf, bei der Bewegung des Helfers, der durch den Raum gleitet, ist kein Zittern festzustellen. Auch als Jake durch das Raumschiff hin zum Schrank seines Bruders gleitet, bleibt der DT50 stabil und sauber. Auch die langsame, kontinuierliche Bewegung des Satelliten um das Raumschiff bietet der 55-Zöller eine flüssige, ruhige Darstellung. Ghosting bzw. Crosstalk ist zwar noch minimal vorhanden, fällt im Praxisbetrieb aber kaum bis gar nicht auf. Auch an den Untertiteln, an denen dies häufig recht deutlich auffällt, merkt man beinahe gar nichts. Wie bereits bei der Wandlung angemerkt, wird die Bildhelligkeit im 3D-Betrieb angehoben, so dass dem Helligkeitsverlust sehr gut entgegen gewirkt wird. Auch die Farbdynamik und Authentizität bleibt erhalten. Sehr positiv ist auch die quasi überhaupt nicht vorhandene Anfälligkeit gegenüber einer Neigung des Kopfes. Weder Helligkeitsverlust noch Farbverfälschung ist festzustellen. Auch bei mehreren bewegten Objekten wie in Kapitel 7 bleibt die Bildruhe hoch und Objektkanten stabil. So liefert der Panasonic DT50 ein angenehmes und sehr plastisches 3D-Erlebnis bei nativen 3D-Inhalten.

DVD

Star Wars Episode III - Die Rache der Sith, Filmmaterial 576i auf 1080p

Die gelbe Laufschrift läuft bis zur Bildschirmmitte sauber und zitterfrei ab, lediglich Treppenstufenbildung an den Buchstabenkanten schmälert die Performance. Leider ist auch die inhomogene Helligkeitsverteilung, besonders im rechten Randbereich, zu erkennen. Ab der Mitte stellt sich dann schon etwas Zittern an den Buchstaben ein, dass sich bis in die hinteren Ebenen zieht. Leichte Unschärfe ist auch im hinteren Bildbereich zu erkennen, Wellenbewegungen oder ein Ausbleichen der gelben Farbe ist nicht nachvollziehbar. Beim Kameraschwenk auf den Sternzerstörer bleibt das Bild bis auf leichtes Kantenzittern stabil. Im Heckbereich zeichnet der Panasonic TV recht solide durch und überstrahlt bei der Turbine des großen Schiffes nur geringfügig. Die kleinen Raumjäger, die über das Schiff hinwegfliegen zittern nur leicht und machen sonst einen ebenfalls stabilen Eindruck. Beim Abknicken auf Coruscant zeigt der Panasonic ein scharfes Bild auch in den unteren Ebenen und zeichnet plastisch durch. Die verschiedenen Bildebenen kommen klar heraus und die darin befindlichen Belagerungsschiffe grenzen sich klar von der Planetenoberfläche ab. Im folgenden Kampfgeschehen bleibt die Bildruhe trotz vieler fliegender Objekte erhalten. Die Nahaufnahmen gelingen scharf und detailliert, im Cockpit und den Gesichtern der Hauptdarsteller ist das Bild gut durchzeichnet. Insgesamt bietet die Upconversion eine solide Gesamtperformance mit ein paar Schwächen.

AVEC Professional TEST DVD, Videomaterial 576i auf 1080p

  • Laufschriften in verschiedenen Geschwindigkeiten: Die Laufschriften wirken allesamt etwas unscharf und zittern ab der ersten Geschwindigkeit leicht. Insgesamt ist die Schrift aber durchweg gut erkennbar und die Farbtrennung gelingt gut.

  • Schwingendes Pendel: Beim Pendel ist ab der Mitte ein Nachzieheffekt erkennbar und die innenliegenden Balken sind nicht mehr eindeutig differenzierbar. Hin zur Pendelspitze verschlechtert  sich dies ein wenig. Die Linie, über die das Pendel gleitet, steht stabil.

  • Stadtbild Esslingen: Das dynamische Stadtbild von Esslingen wirkt subjektiv besser als die vorherigen beiden Testbilder. Struktur und Details an Pflastersteinen und Rasen ist gut zu sehen und beim Kameraschwenk über die Hausdächer ist nur etwas Scalingrauschen und sonst keine Artefakte zu sehen. Der Bildhintergrund wirkt aber wieder etwas unscharf.

Tuner

Der Tuner im Panasonic LCD punktet mit detailgetreuer Darstellung und hoher Kantenschärfe. Etwas negativ macht sich Bildrauschen bemerkbar, dies fällt auch beim hochwertigen 720p-Signal der öffentlich-rechtlichen Sender auf und macht sich besonders bei Farbverläufen bemerkbar. Plastizität und Ebenenstaffelung gefällt, das Bild wirkt dank authentischer und dynamischer Farbgebung realitätsnah. Stellenweise kann man auch bei HD-Material auch mal eine unruhige Kante entdecken, im Großen und Ganzen wird aber ein solider Bildstand geboten. Dies trifft auch auf SD-Material zu, wenn auch das Rauschen ausgeprägter und die Farben etwas weniger lebendig wirken. Auch die Detailschärfe und der Kontrast geht etwas zurück. Bilanzierend eine solide Performance mit leichten Schwächen.

Ton

Bei der Tonwiedergabe gewinnt der Panasonic zwar keine Preise, kann sich aber im alltäglichen TV-Betrieb und auch bei der Beschallung etwas größerer Wohnzimmerräume auf jeden Fall behaupten. Sprachlastige TV-Sendungen gelingen ohne Probleme, kein Durchschlagen der schmalen Woofer und recht charakteristische Sprachwiedergabe. Metallisch und blechern klingt es erst bei Filmen oder Konzerten, hier wird der etwas anspruchsvollere Anwender, der nicht nur TV genießt, gerne auf zusätzliche Lautsprecher zurückgreifen. Mit den vorhandenen Ton-Einstellungen wie beispielsweise V-Audio Surround kann man etwas Räumlichkeit und eine breitere Bühne gewinnen, aber keine großen qualitativen Schritte machen. Die automatische Lautstärkekorrektur hingegen ist ein sinnvolles Feature, welches die verschiedenen Pegel bei Werbeeinblendungen angleicht.

Konkurrenzvergleich
  • Philips 46PFL7007: Der Philips TV ist leider nur in 46 Zoll verfügbar und ist im Vergleich nur unwesentlich günstiger. Im Display Basic Check schneidet er ebenfalls recht solide ab, beim Gamma kann er aber nicht mithalten. Problem des Philips PFL7007 ist die träge Reaktion bei der Bedienung, hier zieht der Panasonic dank des schnellen Ansprechverhaltens und dem problemlosen Handling am Philips vorbei. Einzig die Tastatur an der Philips Fernbedienung gefällt bei der Browser-Bedienung. Auch der 3D-Betrieb sowie die Wandlung wirkt beim Japaner ruhiger, angenehmer und plastischer. Optisch machen sich beide schick im Wohnzimmer.
  • Sony KDL-46HX855: Unser Testsample hatte lediglich 46 Zoll, den HX855 gibt es aber auch in 55 Zoll und der Sony kostet mit der 139 cm Bilddiagonale, wie der Panasonic, 2099 EUR UVP. Im Praxisbetrieb überzeugt der Sony TV ebenfalls mit hoher Detailtreue, ausgeprägter Plastizität und einer guten Upconversion. Auch im Display Basic Check schneidet der Sony gut ab, ist aber insgesamt etwas wärmer als der DT50. Mit inhomogener Helligkeitsverteilung haben beide zu kämpfen, der Sony zeigt insgesamt etwas weniger Hotspots. Im 3D-Betrieb setzt der Panasonic dem Sony noch eins drauf und überzeugt mit höchst angenehmer Bewegungswiedergabe und tollem Kontrastverhältnis, der Sony ist zudem etwas anfällig gegenüber Kopfneigung. Die Frame-Interpolation gelingt am Sony etwas besser und auch bei den akustischen Qualitäten überzeugt das Soundsystem des HX855. Insgesamt herrscht hier wohl eine Patt-Situation.
Fazit

Panasonics Premium EDGE LED LCD-TV TX-L55DT50E macht sowohl optisch als auch bezüglich der Verarbeitungsqualität  einen ausgezeichneten Eindruck. In der Paradedisziplin Bildqualität beweist er Stärke und hinterlässt sowohl im Praxisbetrieb als auch beim Display Basic Check einen hervorragenden Eindruck. Besonders authentische Farbgebung, enorme Plastizität und Detailtreue sprechen für den DT50. Eine Schwäche sehen wir klar bei der Helligkeitsverteilung, hier machen sich besonders bei dunklem Hintergrund Hot Spots bemerkbar. 3D-Brillen liegen nicht bei, Panasonics aktuelle Bluetooth-Brillen sind aber ideal geeignet und begeistern durch ihr geringes Gewicht und dem Tragekomfort. Im 3D-Betrieb zeigt sich der Panasonic EDGE LED LCD-TV absolut unanfällig gegenüber Kopfbewegungen, enorm angenehm und ruhig wird das Bild präsentiert, auch Crosstalk ist beinahe überhaupt nicht zu sehen. Die DVD-Upconversion ist sehr gut, zeigt aber noch Potential auf. Im Handling überzeugt er mit den bekannten Panasonic Menüs und spricht flott auf Eingabebefehle an. Im Multimedia-Bereich zeigt sich der DT50 ebenfalls flexibel, bietet ein integriertes WLAN-Modul, umfangreiche App-Features für iOS und Android und natürlich Zugriff auf VIERA Connect. Auch PVR-Aufnahmen sind mit einer geeigneten Festplatte kein Problem.

Panasonic EDGE LED LCD-TV mit hoher audiovisueller Performance und multimedialer Flexibilität

Flachbildschirme bis 55 Zoll Oberklasse
Datum 23. November 2012

+ Hohe Bildgüte in 2D & 3D
+ Stabile 3D-Signalausgabe
+ Solide Upconversion
+ Integriertes WLAN-Modul

- Inhomogene Helligkeitsverteilung

Text: Philipp Kind
Messung: Philipp Kind
Fotos: Sven Wunderlich
Datum: 23. November 2012

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