TEST: Panasonic DMP-BDT320 - Bildstarker 3D Blu-ray Player mit
Touchpad-Remote
21. März 2012 (phk/sw)

Einführung
Nach dem äußerst erfolgreichen Test des neuen Panasonic-Einsteigers DMP-BDT220
wollen wir nun auch das nächst größere Geschwister - den DMP-BDT320 -
vorstellen. Im Gegensatz zum eher traditionellen Design des BDT220 kommt dieser
im sehr flachen Slimline-Format daher und sieht insgesamt etwas futuristischer
aus. Dieser Eindruck setzt sich auch bei der mitgelieferten Fernbedienung fort,
die nur über wenige Tasten dafür aber ein Touchpad verfügt. Blu-ray Discs und
DVDs nimmt der
BDT320 mit einem Slot-In-Laufwerk auf. Exzellente Bildqualität wird mit dem
verbesserten Uniphier Pro² garantiert, der von Panasonic eigens entwickelte und
bei uns oft hochgelobte Bildprozessor sorgt für authentische Wiedergabe von
sowohl Blu-ray Discs als auch DVDs. Natürlich ist der Player auch
DLNA-zertifiziert und bietet Zugang zu Panasonics Internetportal VIERA Connect,
auch drahtlos mit integriertem WLAN-Modul. Der DMP-BDT320 ist zur UVP von 269
EUR erhältlich.
Verarbeitung

Frontansicht

Geräte-Display

Oberflächen-Finish Oberseite

Detailaufnahme rechte Seite

Front- und Seitenblende links

Disc-Einschub

Touch-Bedienelemente

Power-Druckknopf

Stromzufuhr

Laufwerk

Gesamtansicht

Rückseite

Touchpad-Fernbedienung
Der Panasonic DMP-BDT320 präsentiert sich in etwas futuristischem Design in
umgekehrter Trapezfrom im sehr schlanken Format. Die Oberfläche oben ist
ähnlich dem Vorgänger strukturiert, auf einen Touchfree-Sensor für das
Öffnen und Schließen der Disc-Lade wurde aber nunmehr verzichtet. Dafür
finden sich im rechten unteren Bereich nun Touch-Bedienelemente für Play/Stop
und Herausgeben der Disc, die schnell und präzise reagieren, der Power-Button
links ist als Druckknopf konzipiert, um nicht aus Versehen das ganze Gerät
auszuschalten. Der Übergang zur Frontblende ist mit einem kleinen Spalt
versehen, dieser bleibt aber gleich und ist nicht überdurchschnittlich breit.
Die Front selbst ist silber verspiegelt, rechts lässt sich eine mit
Kunststoffscharnieren versehene Klappe angebracht, hinter der sich USB- und
SD-Kartenslot befinden. In der Mitte befindet sich das Slot In-Laufwerk und
links das kleine Segment-Display. Clou: Nähert sich eine Hand dem Slot
In-Laufwerk, beginnt ein blaues LED-Licht zu leuchten. Auch im Dunkeln findet
man sich so zurecht. Dies wird mit dem integrierten Smart Eco Sensor realisiert,
der auch Personen im Raum wahrnimmt und das Gerät in den Schnellstartmodus
versetzt. Seitlich schließen sich Kunststoffblenden in Hochglanzschwarz an. Auf
der Rückseite sind fest sitzende Anschlüsse gut eingepasst. Der HDMI-Slot
sitzt minimal tiefer als die übrigen, Probleme gibt es dadurch aber nicht. Auf
der Unterseite sind kleine Gumminoppen als Standfüße untergebracht, für ein
Gerät diesen Gewichts und dieser Größe völlig ausreichend. Der DMP-BDT320
bringt nicht nur ein neues Design sondern auch eine neue Fernbedienung mit.
Abgesehen von einigen wenigen Tasten wie Home, Option, Internet, 3D, etc. ist in
der Mitte ein großes Touchpad integriert, das vorwiegend für die Steuerung
genutzt wird.
Anschlüsse

Rückseite

Front-Anschlüsse
- HDMI
- FBAS
- Stereo Cinch analoger Audio-Ausgang
- Optischer Digitaler Audio-Ausgang
- Ethernet-Anschluss
- USB für Skype-Kamera
Vorne
Der Panasonic DMP-BDT320 bietet ein übersichtliches, aber ausreichendes
Anschluss-Angebot. Über HDMI kann Video- und Tonsignal an ein
Bildwiedergabegerät oder AVR geleitet werden aber auch der optische digitale
Ausgang kann für Bitstreaming der konventionellen Tonformate genutzt werden.
Ein Ethernet-Slot für die kabelgebundene Integration ins Netzwerk ist ebenso
vorhanden wie ein im Gerät sitzendes WiFi-Modul. Missen wird manch Anwender den
zweiten HDMI-Ausgang, der beim BDT-310 noch vorhanden war. Vorne befinden sich
ein USB- und SD-Kartenslot für multimediale Zwecke, der hintere USB-Slot gilt
der Skype-Kamera.
Menüs, Setup und Bedienung

Home-Menü

Setup

Einstellen verschiedener Hintergründe

Video-Einstellungen

Video-EQ

HDMI-Settings

Audio

3D-Einstellungen

Sprache

Netzwerk-Einstellungen

Kabel- oder WLAN-Einbindung

Erweiterte Netzwerk-Einstellungen

System-Einstellungen

Firmware-Update

Bedienung mit der Touchpad-Fernbedienung

Weitere Möglichkeiten

Tastenfeld
Bei der ersten Inbetriebnahme des Panasonic DMP-BDT320 Blu-ray
Players wird zunächst die Bildschirmsprache festgelegt, danach folgt ein
Erklärungsbildschirm zur Touchpad-Fernbedienung. Im Grunde genommen verhält
sich das Touchpad wie die Maus eines Notebooks. Streicht man darüber bewegt man
sich - oben, unten, links, rechts - im jeweiligen Fenster, mit einem Klick
bestätigt man wie bei einer OK-Taste die Auswahl. Bei Disc-Wiedergabe lässt
sich durch nach unten ziehen im linken Bereich die Wiedergabe pausieren, im
rechten Bereich ganz stoppen, zieht man von unten nach oben wird der Film wieder
abgespielt. Mit der KEYS-Taste der FB schaltet man zwischen Wiedergabe,
Tastenfeld und Navigationskreuz inkl. Top/Popup-Menü und Status Taste (ähnlich
der früheren Panasonic-Fernbedienungen) hin und her. Im nächsten Schritt wird
noch das Bildformat gewählt, der Schnellstartmodus aktiviert/deaktiviert und
Netzwerkeinstellungen können vorgenommen werden, danach sind die
Grundeinstellungen abgeschlossen. Das Handling mit der Touchpad-Fernbedienung
geht tadellos von der Hand, das Touchpad reagiert präzise und schnell und dank
der kreuzförmig angeordneten Menüstruktur erfolgt die Bedienung intuitiv.
Wichtig ist, dass wirklich wie bei einem Touchpad darüber gestrichen werden
muss. Ein Tippen mit dem Finger, egal in welchem Bereich des Touchpads, sorgt
für einen Klick. Ungeübte Hände sind in den Setup-Einstellungen vermutlich
etwas langsamer als mit konventionellen Drucktasten, schnell aber hat man sich
an die Bedienung mit dem Touchpad gewöhnt und auch die Konfiguration erfolgt
ohne Probleme. Besonders gelungen aber wirkt das neue Konzept bei der Bedienung
der Web-Inhalte, in denen komfortabler und flinker navigiert wird.
Das neue OSD kennen wir bereits aus dem letzten Jahr, die
kreuzartige Anordnung trägt zu Übersicht und Bedienkomfort bei. Neu in diesem
Jahr, und bereits beim DMP-BDT220
positiv gewertet ist die Neugestaltung der Setup-Konfiguration, die jetzt besser
zur aktuellen optischen Aufmachung passt. Nicht nur optisch, auch die
Funktionalität wurde simplifiziert, so sind nun alle Einstellungsmöglichkeiten
zum Bild unter "Video" zu finden, wohingegen im letzten Jahr die
HDMI-Ausgabeeinstellungen noch unter "TV/Geräteanschluss" zu suchen
waren. Dem Anwender des DMP-BDT320 steht ein umfangreicher Video-EQ zur
Verfügung, der auch vorgefertigte Bildfelder bietet.
Einlesezeiten & Betriebsgeräusch

- Booten: 15 Sekunden, 2 (!) Sekunden bei Schnellstart
- Fluch der Karibik Blu-ray: 17 Sekunden
- Casino Royale Blu-ray: 16 Sekunden
- Indiana Jones and the Kingdom of the Crystal Skull Blu-ray: 17 Sekunden
- Star Wars Episode III DVD: 21 Sekunden
- Sahara DVD: 20 Sekunden
DVD-Layerwechsel, Top Gun DVD, Kapitel 18 auf 19: Auch der BDT320 bietet
einen sehr guten, aber nicht tadellosen Layerwechsel. Ein kurzes Stoppen von
Bild und Ton fällt dem versierten Anwender auf
Die Geschwindigkeit des Laufwerks ist beinahe identisch zu den
Vorjahresmodellen. Die Einlesezeiten bei Blu-ray sind guter Durchschnitt, einige
wenige Player können hier noch schnellere Zeiten vorweisen, DVDs werden eher
träge eingelesen. Dazu im Gegensatz steht der Schnellstartmodus, der zwar etwas
höheren Standby-Verbrauch aufweist, dafür aber das Gerät innerhalb von 2
Sekunden hochfährt. Dank des Eco Smart Sensors wird der Schnellstartmodus auch
nur aktiv, wenn sich Leute im Raum bzw. in der Nähe des Gerätes befinden.
Multimedia

Netzwerk

DLNA-Serverauswahl

Kategoriewahl

MP3-Wiedergabe
Das Home-Menü bietet direkten Zugriff auf Medieninhalte von USB, SD oder
Disc unter den Kategorien Bilder/Musik/Videos und unter dem Punkt
"Netzwerk" auf DLNA-Streaming und VIERA Connect Internetinhalte.
Natürlich muss der DMP-BDT320 hierfür mit dem Heimnetzwerk verbunden sein.
Dies kann kabelgebunden oder drahtlos erfolgen, auch mithilfe der WPS-Taste,
sollte der eigene Router die Technologie unterstützen.
Für DLNA-Streaming wird unter Netzwerk - Heimnetzwerk und
DLNA-Client gewählt. Nun kann aus den vorhandenen PCs oder Servern der
gewünschte ausgewählt werden. Je nach Kategorie wird der
Server durchsucht und die entsprechenden Dateien angezeigt. Unter Musik bspw.
können die gefundenen Dateien nach Genre/Interpret/Verzeichnis am Bildschirm
geordnet angezeigt werden. Bei Bild-Dateien werden lediglich JPEGs
wiedergegeben. Unter Videos werden HDTV TS-Aufnahmen, MPEG und Quicktime
MP4-Dateien wiedergegeben. Unter Netzwerkdiensten findet sich dann VIERA Connect.
Der Netzwerkdienst "VIERA Connect" ist bereits von anderen
Panasonic-Geräten bekannt und erscheint auch beim BDT-320 in identischer
optischer Aufmachung. Bevor man auf die Internetinhalte zugreifen kann ist
natürlich eine Verbindung mit dem Netzwerk erforderlich. Verschiedenste Internetinhalte wie youtube, acetrax,
ZDF mediathek, Tagesschau mediathek, arte mediathek und vieles mehr können
abgerufen werden. Wer auf den Übersichtsseiten nicht das richtige findet, kann
unter VIERAMarket noch weitere Applikationen hinzufügen.
Natürlich kann der Player auch mit der Smartphone App für iOS
"Panasonic Blu-ray Remote" bedient werden, die neue
Touchpad-Fernbedienung gefällt aber besonders in den Multimedia-Anwendungen
sehr gut durch flinke Navigation und Bedienkomfort. Auch für Android soll es
Ende März eine App geben, für Blackberry im Sommer.
Wer skypen möchte, benötigt zusätzlich die TY-CC10W oder
TY-CC20W Kamera+Mikforon
Kombi.

VIERA Connect

Seite 2

Seite 3

Seite 4

Genug Platz für weitere Applikationen

VIERA Market
Wiedergabe von USB & SD-Karte

Foto-Wiedergabe
Der Blu-ray Player öffnet beim Einlegen eines USB-/SD-Mediums
automatisch ein Auswahlmenü mit den verschiedenen Kategorien Fotos, Musik und
Videos. NTFS-formatierte Medien erkennt der Panasonic problemlos und zeigt die
gesamte Ordnerstruktur an, die wir dann durchsuchen können. Der DMP-BDT320 gibt
DiVX, Quicktime MP4, MPEG, h.264 MKV sowie AVCHD-Dateien wieder sowie MP3 und
FLAC bei Audio. Bei Fotos werden lediglich JPEG-Dateien am Display angezeigt.
Von der SD-Karte spielt der Player zweckdienlich AVCHD- und MPEG2 Videos sowie
JPEG-Bilder und 3D Bilder im MPO-Format ab.
Testequipment
Bild
Casino Royale, Kapitel 2, 1080p24
Wir möchten es schon gar nicht mehr häufiger wiederholen - ob bei
Panasonics Plasma-TVs oder Blu-ray Playern, immer wieder begeistert uns die
absolut ruckelfreie und flüssige 24p-Wiedergabe dieser Geräte. Der DMP-BDT320
darf sich ebenfalls zu diesen zählen, der Kameraschwenk über die Kampfarena
auf Madagaskar sowie den Kranauslegern während des Kampfes wird tadellos ruhig
am Bildwiedergabegerät präsentiert. Auch die Bewegungsschärfe ist hoch und
das in allen Bildbereichen. Details in den verkohlten Hütten oder herumliegende
Gegenstände auf den Wellblechhütten, alles wird sauber und scharf abgebildet.
Die Detaillierung kann ebenfalls mit ausgezeichneten Werten glänzen, feine
Details an Fell oder in Gesichtern der Protagonisten werden sauber
herausgezeichnet und sorgen für ein sehr dynamisches und lebendiges Bild. Die
vielen bewegten Arme während des Kampfes bereiten dem Panasonic Player keine
Probleme, auch bei der Verfolgungsjagd bleibt das Bild ruhig und die
Bewegunggschärfe hoch. Bei der Szene, in der Bond am verkohlten Holzbalken
lehnt, wird eine sehr saubere Kontrastdifferenzierung und ein tief sitzender
Schwarzwert deutlich. In Kombination mit einem stimmigen Bildwiedergabegerät
liefert der DMP-BDT320 außerdem authentische, natürliche Farben. Aufgrund der
tollen Bilddynamik wirkt auch der räumliche Eindruck und die Plastizität
einzelner Objekte bereits im 2D-Betrieb sehr ausgeprägt, verschiedene
Tiefenebenen werden problemlos erkannt.
Fluch der Karibik, Kapitel 1+2, 2D und Wandlung in 3D
Der plastische Eindruck des Galeonsschiffes kommt im 2D-Modus schon klar
heraus, die wabernden Nebelschwaden werden sehr gut erfasst und die
verschiedenen Graustufen sauber dargestellt. Vorbei an der Galeonsfigur sehen
wir die junge Ms Swan, sowie dann den ersten Maat und Commodore Norrington.
Details und Feinheiten des Kleides und der Uniformen sind klar herausgezeichnet,
Unruhen an den goldenen Kordeln des Commodores, die bei manchen Geräten zu
sehen sind, gibt es nicht. Im zweiten Kapitel sehen wir Captain Jack Sparrow auf
seinem Kahn. Hier und als Jack an den drei aufgeknüpften Piraten vorbeifährt,
ist eine ausgeprägte Durchzeichnung dunkler Bildebenen zu sehen. Wo häufig
viele Details bereits "absaufen" und nicht mehr erkannt werden
können, wird hier noch gute Feinzeichnung geboten.
Mit der 3D-Taste auf der Fernbedienung und der Auswahl bei Ausgabemodus
"2D nach 3D" starten wir die Konvertiertung des 2D-Materials in 3D.
Natürlich lässt sich auch der Tiefeneindruck manuell justieren, der
3D-Bildmodus muss hier aber auf "Manuell" gesetzt sein. Wir empfinden
die Standardeinstellung "Normal" aber als gut gewählt und belassen
diese. Der räumliche Eindruck und Plastizitätseffekt wird natürlich noch
einmal deutlich gesteigert, die Bilddynamik büßt aber dabei kaum ein. Das Bild
bleibt auch weiterhin scharf und detailreich, lediglich die ausgezeichnete
Kontrastdifferenzierung geht etwas zurück, was auch auf den Helligkeitsverlust
mit aktiven Shutterbrillen zurückgeführt werden kann. Farbgebung und
Natürlichkeit bleibt in Kombination mit einem guten Bildwiedergabegerät
ebenfalls erhalten.
Avatar, Blu-ray 3D, native Wiedergabe von 3D-Material
Bezüglich der Präsentation im 3D-Betrieb macht momentan den aktuellen
Panasonic Blu-ray Playern keiner etwas vor. Der DMP-BDT320 bietet ein
überragend plastisches und stabiles Bild am Wiedergabegerät, das bis in die
hinteren Bildebenen exzellente Durchzeichnung und Schärfe bietet. Die
Bewegungs-Stabilität, ein häufiger Kritikpunkt bei nativer 3D-Wiedergabe, ist
ausgesprochen hoch und sorgt für ein sehr angenehmes 3D-Sehen. Trotz des
Helligkeitsverlustes mit aktiven Shutterbrillen wird ein fein durchzeichnetes,
natürliches und kontraststarkes Bild geboten, an dem sich aktuelle und
zukünftige Konkurrenten messen werden müssen. Das leidige Thema Ghosting kann
auch der DMP-BDT320 nicht vergessen machen, hier müssen wir die Kritik aber am
jeweiligen Bildwiedergabegerät ansetzen.
Star Wars Episode III, Upconversion von 576i auf 1080p + Super Auflösung 1, Filmmaterial
Da der DMP-BDT320 den identischen Bildprozessor wie der DMP-BDT220 aufweist,
erwarten wir hier natürlich eine exzellente Präsentation - und werden nicht
enttäuscht. Der Panasonic Player gibt das 576i-Signal mit einer selten
gesehenen Bildruhe und Artefaktefreiheit wieder. Selbst die beinahe
unausmerzbaren Treppenstufen an den Buchstabenkanten der nach hinten ablaufenden
Gelben Star Wars-Schrift sind nur geringfügig bemerkbar. Das Schwarz sitzt tief
und es werden viele Sterne herausgearbeitet. In keiner Bildebene zittert eine
Buchstabenkante, alles wirkt wie zementiert. Wie beim BDT220 bemerkt ist der
einzige Kritikpunkt eine mininale Wellenbildung, als die Schrift schon beinahe
im endlosen Weltall verschwindet. Ausbleichen der gelben Farbe gibt es nicht.
Die tadellose Präsentation setzt sich in den folgenden Szenen fort,
Objektkanten der großen imperialen Zerstörer sowie der kleinen Raumjäger der
Jedi-Ritter bleiben stabil, auch die Plastizität ist sehr ausgeprägt. Die
Belagerungsschiffe über Coruscant liegen in verschiedenen Ebenen und schweben
über der Planetenoberfläche von Coruscant. Selbst bei den vielen fliegenden
Objekten, die flink über das Bild huschen, bleibt der DMP-BDT320 während des
Kampfgeschehens stabil und bietet weiterhin eine enorme Bildruhe. Die
Nahaufnahmen in den Cockpits wirken scharf und detailliert. Der Panasonic
arbeitet aber nicht mit künstlichen Mitteln wie Überschärfung, um das Bild
subjektiv zunächst klarer erscheinen zu lassen, es wirkt authentisch und der
Film-Look bleibt erhalten. Wie schon beim Test des DMP-BDT220
ziehen wir den Hut vor der exzellenten Performance. Bei solcher Darbietung kramt
man vielleicht doch noch ab und an mal eine alte DVD aus dem Archiv.
AVEC Professional Test DVD, Upconversion von 576i auf 1080p, Videomaterial
- Schriften vor verschieden farbigem Hintergrund: Man merkt dem Gerät an,
dass das Upscaling/DeInterlacing auf Videomaterial hin optimiert ist. Die
Laufschriften wirken zwar auch recht ruhig und können problemlos abgelesen
werden, hier treten aber leichtes Zittern und Treppenstufen auf. Die
Farbtrennung hingegen ist sehr gut.
- Schwingendes Pendel: Das Pendel zeigt ab etwa der Mitte leichte
Nachzieheffekte. Im unteren Bereich sind die Balken während der Bewegung
auch kaum mehr zu differenzieren und bluten etwas aus. Die Linie, über die
das Pendel gleitet, bleibt stabil.
- Stadtbild Esslingen: Das Bewegtbild von Esslingen macht subjektiv einen
sehr ruhigen Eindruck, wenn auch Scalingrauschen an den Hausdächern - in
Maßen - zu sehen ist. Die Farbgebung gefällt uns im
"Cinema"-Modus sehr gut, nichts wirkt zu intensiv oder überzogen.
Schärfe und Detail werden auch hier sehr gut vom Panasonic dargestellt, zu
sehen an Rasen- und Pflasterstruktur. Der räumliche Eindruck ist solide,
auch die hinteren Ebenen wirken gut durchzeichnet.
Ton
Der Panasonic DMP-BDT320 leitet DD/DTS sowie die neuen verlustfrei
komprimierten Tonformate DTS-HD MA und Dolby TrueHD unbearteitet als
"Bitstream" an einen AV-Receiver weiter und zeigt im Praxisbetrieb
keine Schwächen. Der Panasonic bietet bei der Übertragung des Audiosignals via
HDMI mit der Pure Audio-Technologie eine Überwachung der Reinheit des
Audiosignals, die sich aber an konventionellen Heimkino-Setups im Vergleich mit
anderen Playern im Praxisbetrieb kaum bemerkbar macht. Wer noch nicht über
einen modernen AV-Receiver verfügt, kann auch den Panasonic die Dekodierung der
Tonformate überlassen. Der DMP-BDT320 dekodiert sogar Dolby TrueHD und DTS-HD
MA/HR und leitet es als PCM-Signal an den vorhandenen AVR weiter. Hier kann man
gegenüber hochwertigen AV-Receivern schon einen leichten Präzisionsverlust
feststellen, immer noch bietet der Panasonic aber viel grobdynamisches Spektakel
und exzellente räumliche Abbildung.
Konkurrenzvergleich
- Samsung BD-D6900: Für rund
200 EUR Marktpreis gibt es bereits den Samsung BD-D6900, der nicht nur mit
3D-Wiedergabe sondern sogar mit einem integrierten digitalen DVB-C und DVB-T
Tuner aufwartet und PVR-Funktionen bietet. Visuell wird der Samsung aber vom
DMP-BDT320 sowohl bei Blu-ray als auch DVD-Wiedergabe in den Schatten
gestellt. Das Laufwerk des Samsung ist ein wenig flotter, beide sind aber
mit Einlesegeräuschen geplagt.
- Sony BDP-S780: Der Sony
bietet bereits hohe Bildgüte bei der Blu-ray Wiedergabe und der
Upconversion, besonders im letzteren Punkt legt der Panasonic aber noch
einmal eine ordentliche Schippe drauf. Im 3D-Betrieb wirkt das Bild
ebenfalls feiner durchzeichnet und dynamischer. Der Sony zeigt sich
ebenfalls als multimediales Talent, bietet ebenfalls ein integriertes
WLAN-Modul und sogar einen Web-Browser. Trotz des bekannten XMB-Menüs
gefällt uns das Handling des Panasonics etwas besser, zudem kann dieser mit
der innovativen Touchpad-Fernbedienung punkten. Der Sony ist natürlich
schon deutlich günstiger zu haben.
- Panasonic DMP-BDT310:
Der Vorgänger des aktuellen DMP-BDT320 konnte uns im letzten Jahr beinahe
vollends überzeugen und bot exzellente Blu-ray Wiedergabe und Upconversion.
Bezüglich der visuellen Qualitäten macht er es dem DMP-BDT320 schwer.
Besonders im 3D-Betrieb und der Upconversion konnte man aber nochmals
ordentlich zulegen und zieht am letztjährigen Modell vorbei, auch die
damals schon ausgezeichnete Wandlung wird nochmals überboten. Multimedial
hat man sich beim aktuellen Gerät in der Formatauswahl gebessert,
integriertes WLAN hatte auch schon der DMP-BDT310. Womit das Modell aus dem
letzten Jahr immer noch glänzen kann, ist der zweite HDMI-Ausgang. Auf
diesen wurde beim aktuellen Modell verzichtet, ebenso auf den - vielleicht
funktionell weniger wichtigen - Touchfree Sensor auf der Oberseite. Wer also
mit dem DMP-BDT320 3D-Inhalte und hochwertiges Audio genießen möchte,
benötigt in jedem Fall einen 3D-fähigen AVR. In Bedienung und Handling
sind sich beide Geräte recht ähnlich, der neue kommt aber mit der
Touchpad-Fernbedienung, die zunächst etwas gewöhnungsbedürftig ist, dann
aber für hohen Bedienkomfort steht.
Fazit

Der UVP des aktuellen Panasonic 3D Blu-ray Players DMP-BDT320
liegt bei 269 EUR. Für diesen recht günstigen Preis erhält der geneigte
Käufer einen überdurchschnittlich gut ausgestatteten Blu-ray Player mit
exzellenten visuellen Qualitäten und flexiblen Multimedia-Features. Zudem macht
das neue Gerät in leicht futuristischer Aufmachung auch optisch etwas her und
nimmt aufgrund des ultraschlanken und flachen Designs kaum Platz im heimischen
AV-Rack ein. Bei der Bildwiedergabe glänzt der Panasonic mit hoher
24p-Stabilität, Bewegungsschärfe und natürlicher Darstellung. Im 3D-Betrieb
bietet der DMP-BDT320 enorme Plastizität und gefällt besonders durch sein
ruhiges Bildverhalten sowie der detailscharfen Durchzeichnung bis in die
hinteren Bildebenen. Bildynamik und Farbauthentizität büßen beim Panasonic
Player nur geringfügig aufgrund des Helligkeitsverlustes ein. Die Upconversion
ist ebenso exzellent, minimale Artefaktebildung, ausgesprochen hohe
Bildstabilität und authentischer Film-Look zeichnen das Gerät aus. Aus
multimedialer Sicht überzeugt der DMP-BDT320 dank praxisgerechter
Formate-Kompatibilität und komplettem Zugriff auf VIERA Connect. Die
Touchpad-Fernbedienung benötigt kurze Eingewöhnungszeit, begeistert dann aber
den Anwender mit hohem Bedienkomfort und präziser Steuerung. Zunächst erst im
Multimedia-Betrieb, nach kurzer Zeit sind aber auch die Wiedergabeoptionen
während der Disc-Wiedergabe eingeprägt und wollen nicht mehr vermisst werden.
Das Laufwerk ist recht flink, das - zumindest bei Stille - hörbare
Betriebsgeräusch sorgt für den einzigen Kritikpunkt. Visuell bieten sowohl der
DMP-BDT320 als auch der etwas günstigere DMP-BDT220 identische Qualitäten,
beim BDT320 gesellt sich die innovative und praktische Touchpad-Fernbedienung
sowie der Smart Eco Sensor und das schicke Design hinzu. Wir möchten auch dem
Panasonic DMP-BDT320 aufgrund der überragenden Gesamtperformance unser
Referenz-Prädikat nicht verwehren.
Panasonic DMP-BDT320 - Innovative Touchpad-Fernbedienung,
ultraschlankes Design und bewährte visuelle Exzellenz
Blu-ray-Player Untere Mittelklasse
Test 21. März 2012
+ Ausgeprägt plastisches, kontrastreiches, farblich authentisches Blu-ray
Bild
+ Ausgezeichnete Darstellung nativer 3D-Inhalte
+ Exzellente Upconversion von DVD-Material
+ Sehr gute Wandlung von 2D- in 3D-Material
+ Innovative, komfortable Touchpad-Remote
+ Smart Eco Sensor
- Einlesezeit DVD
Test: Philipp Kind
Bilder: Sven Wunderlich
21. März 2012
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