TEST: Onkyo 5.1 AV-Receiver TX-SR313 - die Empfehlung für den versierten Einsteiger?
26.03.2012 (sw/cr)
TX-SR313 - wie alle anderen neuen AVRs in schwarzer oder
silberner Version lieferbar
Rückseite mit übersichtlichem Anschlusslayout - aber leider
nur Klemmanschlüsse fürs Lautsprecherkabel
Bekannte Fernbedienung, für die Preisklasse absolut in
Ordnung
Innenleben - sehr übersichtlich arrangiert
Einführung
Für 349 EUR beginnt, wahlweise in schwarzer oder silberner
Version, der Einstieg ins aktuelle, gerade frisch überarbeitete Onkyo
AV-Receiver-Sortiment: Der TX-SR313 kokettiert zum schmalen Preis schon mit
hochwertiger, diskreter Wide Range Amplifier Technology, bei Onkyo kurz "WRAT"
genannt, und mit vier HDMI-Eingängen, natürlich alle 3D-geeignet. Ein iPod
oder iPhone kann direkt und digital angeschlossen werden, sogar ein einfaches
GUI mit Overlay-Funktion über HDMI ist mit an Bord. Der "Advanced Music
Optimizer" sorgt für einen guten Klang bei stark datenreduzierten
Dateiformaten wie z.B. MP3. Die eingebauten Endstufen bringen pro Kanal 100 Watt
an Leistung (6 Ohm, 1 kHz, 1 % Gesamtklirrfaktor, 1 Kanal ausgesteuert, IEC),
die Audiosignalverarbeitung übernimmt ein 32 Bit DSP-Chip. Vier DSP-Modi für
PC- und Konsolen-Games sind mit an Bord: Rock, Sport, Action und Rollenspiele.
Der Onkyo verfügt über eine einstellbare Subwoofer-Übernahmefrequenz
(40/50/60/70/80/90/100/120/150/200 Hz). Für die beiden Frontkanäle gibt
Überblick
ALLGEMEIN
• HDMI™ mit Unterstützung für 3D-Videoformate, Audio-Rückkanal (ARC), Deep Color™, x.v.Color™,
LipSync, Dolby® TrueHD, DTS-HD Master Audio™, DVD-Audio, Super Audio CD, Mehrkanal-PCM und
CEC
• Direkte digitale Verbindung von iPod/iPhone über einen USB-Anschluss an der Gerätefront
• Dekodierung von Dolby® TrueHD, DTS-HD Master Audio™, Dolby® Digital Plus, DTS-HD High-Resolution Audio™
• WRAT (Wide Range Amplifier Technology)
• Diskret aufgebaute Endstufe
• Bildschirmmenü (OSD) mit Bildüberlagerung über HDMI
VERSTÄRKER-FEATURES
• 100 W/Kanal (6 Ω, 1 kHz, 1% THD, 1 Kanal ausgesteuert, IEC)
• H.C.P.S. (High Current Power Supply) Netzteil mit hohen Leistungsreserven
• Optimum Gain Volume Circuitry
• PLL (Phase Locked Loop)-Schaltung zur Bereinigung von Taktungenauigkeiten für S/PDIF-Audio
AUDIO-VERARBEITUNG
• TI Burr-Brown 192 kHz/24-Bit D/A-Wandler für alle Kanäle
• Fortschrittlicher 32-Bit DSP-Chip
• 4 DSP-Modi für Spiele: Rock, Sport, Action und Rollenspiele (RPG)
• Advanced Music Optimizer für die Klangoptimierung von komprimierten Dateiformaten
• Theater-Dimensional Virtual Surround-Funktion
• CinemaFILTER™
• Direktmodus
• Doppelbass-Funktion
• Non-Scaling Konfiguration
• A-Form Listening Mode Memory
ANSCHLÜSSE
• 4 HDMI Eingänge und 1 Ausgang
• USB-Anschluss an Gehäusefront für
Massenspeichermedien
• Für HDTV geeignete (bis 720p/1080i) Komponentenvideo-Umschaltmöglichkeit (2
Eingänge, 1 Ausgang)
• 5 Composite-Video Eingänge (1 Front/4 Rückseite) und 2 Ausgänge
• 3 Digitaleingänge (2 optisch und 1 koaxial)
• 6 Analog-Audioeingänge (1 Front/5 Rückseite) und 1 Ausgang
• Subwoofer Pre-Out
• Lautsprecher A/B Anschlüsse
• Farblich codierte Lautsprecheranschlüsse
• Kopfhöreranschluss
WEITERE FEATURES
• Einstellbare Übernahmefrequenz (40/50/60/70/80/90/100/120/150/200 Hz)
• A/V-Sync Funktion (bis 400 ms bei 48 kHz)
• Tonregler (Bass/Höhen) für Frontkanäle L/R
• Display-Dimmer (3 Stufen)
• RDS (PS/RT/PTY/TP)
• 40 UKW/MW Senderspeicher
• RIHD (Remote Interactive over HDMI) Systemfernbedienung
• Kompatibel mit der RI (Remote Interactive)
Dockingstation für iPhone/iPod
• RI (Remote Interactive) Fernbedienung
Standby-Schalter - sitzt tadellos, leider gibt es keinen
"richtigen" Netzschalter direkt darunter.
Kleine, aber gut eingepasst: Bedienelemente, links der Music
Optimizer
Top in der Einsteigerklasse - das Display, jetzt nicht mehr
bernsteinfarben, sondern weiß-bläulich, mit guter Auflösung und dreistufigem
Dimmer. Darunter die praktischen Quellwahltasten, die zudem sauber in die
Frontblende integriert sind.
Griffgünstig und schön anzusehen ist der Lautstärkeregler.
Er ist bei unserem Testmuster ordentlich geführt und eiert nur leicht
Akkurat verarbeitete, aber etwas kontrastschwache
Bedienelemente direkt am AV-Receiver
Abkehr von einer Tradition: Nun ein bläulich-weißes Display,
aber immer noch mit ordentlicher Auflösung, gut ablesbar und kontrastreich
Sehr gute Passung der Frontblende
Klares, schlichtes Design
Standfüße
Platinenlayout, Teil 1
Platinenlayout, Teil 2: Mehrstöckiger Aufbau, relativ
übersichtliche Verkabelung
Elkos
Trafo
Blech-Kühlkörper
Endstufenaufbau
Stromversorgung im Detail
Schon der kleinste Onkyo AV-Receiver verfügt über hochwertige
konstruktive Merkmale. So ist Onkyos Wide Range Amplifier Technology mit an
Bord, die den Rauschabstand des verstärkten Audiosignals verbessert, was einem
klaren sowie reinen Klang zu Gute kommt. Das Rauschen wird in allen
Frequenzbereichen reduziert, somit ist die Akustik auch bei außergewöhnlich
dynamischem Quellmaterial gleichbleibend gut. Erzielt wird diese Auslegung durch
eine Verstärkerkonstruktion mit gering gehaltener Gegenkopplung, zudem setzt
Onkyo auf "geschlossene" Erdschleifen, um das Rauschen einzelner
Schaltungen effektiv zu mindern. Aufgrund der kurzen Stromanstiegszeit ist der
TX-SR313 in der Lage, die Rückinduktionsenergie der Lautsprecher zu
neutralisieren und Impedanzschwankungen zu vermeiden. Die Endstufen sind diskret
aufgebaut - nur so lässt sich dem Wunsch nachkommen, dass der AV-Receiver eine
hohe Leistung bei niedriger Impedanz erzielen kann. Problem bei nicht-diskret
aufgebauten Endstufen: Im Falle eines inkonsistenten Stromflusses leidet die
Klanggüte. Während in billigen AVRs und kompletten Systemen oft
All-In-One-Verstärker-ICs verwendet werden, die dann bei niedriger Impedanz
versagen und nur noch ein komprimiertes Klangbild ohne Dynamik zu Stande
gebracht werden, setzt Onkyo separate Komponenten in der Endstufe ein. Diskrete
Transistoren garantieren somit eine konstante Leistungsfähigkeit und verringern
effektiv auftretende Verzerrungen.
Im TX-SR313 verbaut ist nicht nur ein leistungsfähiger 32 Bit
DSP-Prozessor für die Audiosignalverarbeitung, sondern auch hochwertige
D/A-Wandler, auch nicht selbstverständlich in den günstigen Preisklasse. Für
das Einstiegssegment ist der TX-SR313 zwar nicht enorm günstig, weist dafür
aber schon Konstruktionsmerkmale der größeren "Geschwister" auf.
Onkyo hat lieber an der Ausstattung als an der elementaren technischen
Grundausstattung gespart - anders ausgedrückt, lieber kein
Lautsprechereinmesssystem und keine Netzwerk-Funktionen, dafür aber
hochwertiges Endstufenlayout und gute D/A-Wandler. Im Falle des 313 finden sich
192 kHz/24-Bit D/A-Wandler von Burr Brown.
Kommen wir zur Verarbeitung des TX-SR313. Der kleine AV-Receiver
hat optisch die 2011er Linie komplett beibehalten. Das Design erscheint uns
zeitlos, elegant und "clean". Die Verarbeitung ist auch im Detail
überzeugend. Die Frontblende ist zwar aus Kunststoff, die Oberflächenqualität
ist aber tadellos. Der große Lautstärkedrehregler liegt sehr gut in der Hand,
bei unserem Test-Modell lief er auch relativ rund und eierte kaum, anders als
beim zuvor getesteten TX-NR414. Die verschiedenen kleineren Bedienelemente
auf der sehr präzise eingepassten Gerätefront sitzen gut und wackeln nicht.
Das Display mit sehr guter Auflösung ist beim silbernen TX-SR313 nun
weiß-bläulich und nicht mehr, wie zuvor seit Generationen, bernsteinfarben.
Nach wie vor ist es prima ablesbar und bietet einen tadellosen Kontrast. Vorn
sind auch einige Anschlüsse zu finden, die allesamt akkurat eingepasst sind.
Auf der Rückseite findet sich ein Grund für einen Punktabzug: Die
Klemmanschlüsse für die Lautsprecher-Kabel sehen nicht nur mickrig und
unpassend aus, sie stellen auch ein funktionales Ärgernis dar, da weder große
Kabelquerschnitte noch Bananenstecker unterstützt werden. Sehr gut haben uns
die soliden, Onkyo-typischen Gerätestandfüße gefallen.
Anschlüsse
Fronteingang: Cinch-Stereo, FBAS Cinch-Video, USB. Auch iPod
oder iPhone können direkt angeschlossen werden. Akzeptiert werden MP3 und AAC
als Wiedergabeformate
Nicht überzeugend: Klemmanschlüsse
Zwei Komponentenvideo-Eingänge, ein Ausgang, 2 x optischer, 1
x koaxialer Digitaleingang. 4 x AV-Eingang, 1 x AV-Ausgang (alle Cinch-Stereo/FBAS-Cinch-beschaltet),
FBASD-Monitorausgang, RI Control-Systemanschluss
HDMI-Anschluss-Sektion: 4 x Eingang, 1 x Ausgang, allesamt
entsprechen die Anschlüsse dem HDMI 1.4a Standard
Menüs
Setup-Menü in der Übersicht, nur in englischer Sprache
verfügbar
Zuweisbare Komponenteneingänge
Zuweisung der optischen Digitaleingänge
Lautsprecher-Setup: Größenzuweisung, Übernahmefrequenz und
Double Bass-Funktion (ist diese aktiviert, wird der Bass über
Subwoofer+Hauptlautsprecher ausgegeben)
Entfernungseinstellung, Time Alignment, in 0,3 Meter-Schritten
Audio-Einstellungen
AV-Sync: Einstellbar bis 400 ms (bei 48 kHz)
Hardware-Setup
HDMI-Optionen
Das OSD ist schlicht aufgebaut, aber recht einfach zu handhaben.
Die Grafik ist einfach gehalten, die Einstelloptionen sind übersichtlich. Über
das Menü können die verschiedenen Eingänge (HDMI, digital-optisch,
Komponente) zugewiesen werden. Die Lautsprechereinstellungen sind beim TX-SR313
manuell zu tätigen, da Onkyo beim Einstiegsmodell kein automatisches
Einmesssystem mitliefert. Lautsprecher-Größe, Pegelangleich und Time Alignment
sollten entsprechend angeglichen werden.
Bezüglich seiner Grundauslegung halten wir den TX-SR313 für
außerordentlich gut gelungen. Der kleinste Onkyo AV-Receiver bietet für seine
Leistungsliga sehr kraftvoll antretende Endstufen, die auch keine Probleme mit
der Versorgung von Standlautsprechern vorn haben - das ist alles andere als eine
Selbstverständlichkeit in günstigen Preisklassen. Des Weiteren hervorzuheben
ist die lineare und präzise Ansteuerung des aktiven Subwoofers - sollte der
Anwender ein hochwertiges Exemplar einsetzen, wird man mit tiefem sowie sattem
Bass belohnt. Der Onkyo ist sehr pegelfest, durch den diskreten Endstufenaufbau
knickt der AVR auch bei niedrigen Impedanzen nicht ein. Nur, wenn man nahe der
Maximallautstärke operiert, merkt man doch, dass das Frequenzspektrum etwas
beschnitten wird. Sehr gut gefällt uns die natürliche Räumlichkeit, die sich
homogen über alle Kanäle erstreckt und auch eine lebendige und glaubwürdige
Surroundklangkulisse ermöglicht, deren Tiefenwirkung erstaunlich ist. Die
Übergänge Front-/Surround wirken flüssig und harmonisch - wie auch das
gesamte Wesen des TX-SR313: Er spielt sehr angenehm, kultiviert und mit guter
Gesamtdynamik. Überwältigende Transparenz im Hochtonbereich sucht man
vergeblich, aber der TX-SR313 zielt auch gar nicht darauf ab, hier Maßstäbe zu
setzen - wer in diesen Preisklassen versucht, den Hochtonbereich sehr brillant
und prägnant auszugestalten, schafft oftmals mehr Nach- als Vorteile: Die
Klangcharakteristik wird dann schnell schrill und spitz, und die gesamte
klangliche Harmonie geht verloren. Daher setzt Onkyo den Schwerpunkt lieber auf
eine gefällige, runde Wiedergabe - der TX-SR313 ist auch für mehrstündige
Hör-Sessions bestens geeignet.
So z.B. bei der Tiesto-Blu-ray (Elements Of Live, Copenhagen,
DTS-HD Master Audio, Disc 2): Während des gesamten Live-Auftritts legt sich der
kleine TX-SR313 mächtig ins Zeug und eröffnet eine klare, kraftvolle
Basswiedergabe, die auch einen Hörraum knapp über 20 Quadratmeter noch mit
sattem Bass füllt. Effekte werden mit sehr guter Räumlichkeit vorgetragen, der
Mitteltonbereich ist gut umrissen und weist saubere Strukturen auf. Ganz
gleich, ob bei "Back In Your Head", "Silence" oder "He's
A Pirat" - der Bassbereich mit überraschender Härte, die homogenen
Übergänge Front-Surround und die tadellose räumliche Weite gehen eine
gelungene Kombination ein. Nun haben wir den TX-SR313 mit "milderem"
Material gefüttert: Andrea Bocellis Konzert "Vivere - Live in Tuscany"
(Blu-ray, PCM 5.1), wir wählten die Stücke "Romanza" und "Time
To Say Goodbye" (Duett mit Sarah Brightman) aus.
Wir konnten eine erstaunliche Feststellung machen und
vergleichen sofort: Zuerst mit dem Vorgänger Onkyo
TX-SR309, der zwar rund 50 EUR günstiger war, dafür aber weniger
hochwertige Endstufen mitbrachte: Der TX-SR313 klingt etwas weicher, aber
gleichzeitig detaillierter, fundierter - ein richtiger Schritt nach vorn, und
dabei waren wir 2011 schon mit der Performance des 309 sehr einverstanden. Also
zahlt sich Onkyos Bestreben nach sehr guter Qualität bei der Audiowiedergabe
auch in unteren Preisklassen absolut aus. Aber auch den Vergleich mit dem
größeren Onkyo 5.1 AV-Netzwerkreceiver TX-NR414
muss der TX-SR313 nicht scheuen: Wer die Netzwerksektion des 414ers nicht
braucht und auch ohne Ethernet-Anschluss glücklich wird, kann getrost zum
TX-SR313 greifen. Die Stimme Sarah Brightmans gibt der 313 auf jeden Fall
ausdrucksstark und mit klar nachvollziehbarer Struktur wieder. Hier können wir
keine Unterschiede zum 414 ausmachen. Den Pioneer AV-Receiver VSX-521
aus der 2011er Kollektion weist der kleine Onkyo auch in die Schranken: Mehr
Charisma, mehr Feingefühl, mehr Weitläufigkeit im Klangbild - und alle diese
Vorteile treten bei "Time To say Goodbye" sehr überzeugend an den
Tag. Der Bass hat Nachdruck und Räumlichkeit, er liefert ein spürbares,
solides, aber nie überzogenes Fundament. Die Beifallsbekundungen des Publikums
kommen schön homogen über alle Kanäle zum Ausdruck. Durch die akustischen
Qualitäten kann man dem TX-SR313 durchaus ein hochwertiges Lautsprechersystem
zur Seite stellen. Gerade die sehr gute Stimmdarstellung verlangt sogar nach
einem guten Center.
Bei "Star Wars Episode III" wird die
Eröffnungsschlacht (Blu-ray, DTS-HD Master Audio) sehr dynamisch wiedergegeben.
Der quer durchs Bild donnernde Sternzerstörer erscheint akustisch authentisch,
die enorme Wucht kommt gut zum Ausdruck. Auch die beiden Raumjäger von Obi-Wan
und Anakin fliegen dynamisch durchs Universum, allerdings kommt die Schärfe im
Triebwerksgeräusch etwas gedämpft heraus. Hier zeigt sich die auf Harmonie
bedachte Auslegung des TX-SR313 - allerdings ist dieser kleine Nachteil unserer
Meinung nach vertretbar, die Vorzüge der homogenen und angenehmen Auslegung
überwiegen bei Weitem. Der Music Score wird darüber hinaus sehr gekonnt
eingebunden, ohne das Geschehen zu vernachlässigen, gleichzeitig aber mit
ordentlicher Ausprägung. Die verschiedenen Explosionen haben einen sich im
ganzen Hörraum ausbreitenden Nachdruck, die Stimmen von Anakin und Obi-Wan in
den Raumjägern kommen tadellos heraus. Selbst kleinere Effekte im Hintergrund
werden sauber übertragen. Klar dürfte aber gleichzeitig sein, dass Liebhaber
einer grandiosen Feindynamik und Detaillierung bei einem so preiswerten Gerät
nicht ganz auf ihre Kosten kommen. Aber die vorderen Ebenen der
Raumschlacht, auch die durch den Raum zischenden Raketen, werden erstaunlich
komplett übertragen.
Bei "Indiana Jones und das Königreich des
Kristallschädels" muss der TX-SR313 weiter beweisen, wie gut er bei
actiongeladenen Abenteuern gerüstet ist. Im 2. Kapitel öffnen sich die großen
Hangartüren mit Nachdruck - was dank der präzisen Ansteuerung des aktiven
Subwoofers und der guten Bassversorgung der Hauptlautsprecher durch die
kräftigen Endstufen des Onkyo sehr überzeugend gelingt. Die Stimmen von Irina
Spalko und von Indy werden in der großen Halle realistisch, mit leichtem Hall,
wiedergegeben. Die Filmmusik arbeitet der TX-SR313 überzeugend ein und schafft
eine gute Staffelung der gesamten Klangkulisse. Im 3. Kapitel dann wird es
durchweg effektreich. Die Faustschläge zu Beginn, dann später die wilde
Verfolgungsjagd durch die Halle, all dies stellt den schnell ansprechenden Onkyo
kaum vor Probleme. Kleinere Effekte wie das Durchladen der Waffen werden
ebenfalls prima erkannt. Als dann die Waffe von Indy auf den Boden fällt und
sich - von Indy beabsichtigt - ein Schuss löst, bricht das Chaos los, Schüsse,
fahrende Fahrzeuge, harte Faustschläge und die spannungsgeladene Musik
vermengen sich zu einem explosiven Cocktail, dem der antrittsstarke Onkyo viel
Würze verleiht.
Bei der instrumentalen Version des 007-Titelsongs "You Only
Live Twice" zeigt der TX-SR313, dass er für Basisaufgaben in Stereo
durchaus geeignet ist. Die harmonische und runde Klangcharakteristik, die wir
bei der Mehrkanalwiedergabe kennen, setzt sich auch im Zweikanalbetrieb fort.
Das akustische Gesamtergebnis kommt ausgewogen und mit recht guter Räumlichkeit
daher. Dass die Durchhörbarkeit im Hochtonbereich nur durchschnittlich ist,
kann man in Anbetracht der Preisliga gut verschmerzen. Dafür klingt der
TX-SR313 sehr angenehm, und man kann auch längere Zeit mit höherer Lautstärke
hören. Flotter voran geht es bei "Bye Bye Beautiful" von Nightwish.
Aber auch dieses Tempo geht der TX-SR313 sehr gut mit. Kraftvoll, mit Schwung
und sehr guter Räumlichkeit, kommen die Instrumente heraus. Die weibliche
Gesangsstimme ist klar im Raum auszumachen, die männliche Stimme weist
allerdings etwas weniger Aggressivität auf, als wir gewohnt sind: Hier zeigt
sich wieder die etwas "sanftere" Auslegung des TX-SR313.
Nachdem wir einen USB-Stick mit MP3-Dateien angeschlossen haben,
überprüften wir noch den Nutzen des Advanced Music Optimizers. Der deutlich
straffere, direktere Bass, die höhere Gesamtdynamik und die ausgewogenere,
nicht mehr ins Blecherne tendierende Tonalität sind klare Folgen. Schwungvoll,
kräftig, räumlich - die Wiedergabe mit aktiviertem Music Optimizer macht
deutlich mehr Freude. Auch Stimmen weisen mehr Prägnanz auf und sind klarer zu
orten.
Fazit
Der Onkyo TX-SR313 kann als äußerst gelungenes Einstiegsmodell
bezeichnet werden. Er verfügt zwar nur über eine relativ schmale Ausstattung,
gefällt aber dafür mit einer soliden, durchdachten und hochwertigen
Grundkonstruktion, die verschiedene Merkmale aufweist, die wir sonst nur von
größeren Modellen kennen. So beispielsweise die Endstufensektion, die
D/A-Wandler oder das gesamte innere Layout
Hervorragender Einstieg - der TX-SR313 überzeugt durch
exzellente Audio-Performance zum sehr günstigen Preis
AV-Receiver Einsteigerklasse
Test 26.03.2012
+ Pegelfest
+ Sehr angenehmer Klang
+ Überzeugende Räumlichkeit
+ Sehr gute Verarbeitung
+ Für die Leistung niedriger Kaufpreis
- Klemmanschlüsse für alle Lautsprecher
Test: Carsten Rampacher
Fotos Sven Wunderlich
Datum: 26.03.2012