TEST: Onkyo 9.2 AV-Netzwerkreceiver TX-NR5010 - Musikalität und Video-Performance vom Feinsten?

08.10.2012 (cr/phk)

Einführung

Das aktuelle Spitzenmodell von Onkyo ist der 9.2 Kanal AV-Netzwerk-Receiver TX-NR5010 für 2.999 EUR. Im Vergleich zum Vorgänger TX-NR5009, der ziemlich genau vor einem Jahr bei uns im Test war, wurde einiges an Feintuning investiert.  Für die kontinuierliche Versorgung des AV-Receivers mit Energie sorgt der massive Ringkerntransformator, der zusätzlich von separaten Transformatoren für Audio- und Videoverarbeitung unterstützt wird. Diesen Aufbau kennen wir schon vom Vorgänger, und auch hier sorgte der große Trafo für hohe Leistungsreserven. Der TX-5010 stellt 220 Watt pro Kanal an 6 Ohm zur Verfügung und trägt natürlich, wie der Vorgänger, das THX Ultra 2 Plus Zertifikat. Eine schwingungsdämpfende Konstruktion mit separaten Gehäusewänden aus Aluminium, diskreter Endstufenaufbau und getrennte Leistungs- und Vorverstärkerblöcke gehören zum Inventar des Onkyo Flaggschiffs. TI Burr-Brown 192 kHz/32-bit D/A Wandler zeichnen sich für die Digital-Analog-Wandlung verantwortlich. Die Audio-Verarbeitung umfasst selbstverständlich alle aktuellen Tonformate wie Dolby TrueHD und DTS-HD MA. Um die 9 Kanäle auch nutzen zu können, sind die Erweiterungssysteme Audyssey DSX, Dolby Pro Logic IIz und DTS Neo: X integriert, ein 32-bit DSP-Chip sorgt für überdurchschnittliche Rechenpower. Als Einmess-System und zur Raumakustik-Korrektur ist Audyssey MultEQ XT32 im Ausstattungsumfang enthalten. Die Video-Verarbeitung übernimmt der HQV Vida-Videoprozessor VHD1900 sowie die Marvell Qdeo-Technologie, die ein Upscaling von 1080p-Quellen auf 4K-Auflösung ermöglicht. ISF-Videokalbrierung sorgt für optimale Performance. Dank der InstaPrevue-Technologie kommen Anwender in den Genuss einer Bild-in-Bild-Vorschau von angeschlossenen Quellen über HDMI. Der TX-NR5010 bringt insgesamt 11 HDMI-Anschlüsse mit, 9 Eingänge und 2 Ausgänge. Auch MHL-Technologie, der Mobile High Definition Link - zur Wiedergabe von Smartphone-Inhalten auf HDTV-Geräten ist an Bord. Der Onkyo bietet obligatorisch auch ein reichhaltiges Multimedia-Angebot. Verschiedene Internetradio-Plattformen sowie Cloud-basierte Musikstreaming-Dienste sind integriert. Auch via DLNA lassen sich dem AV-Receiver Musikinhalte zuspielen, der Onkyo unterstützt hier eine Vielzahl an Dateiformaten wie z.B. FLAC, WAV, ALAC, etc. Direkte digitale Verbindungen von iPod/iPhone über einen Anschluss an der Gerätefront ist ebenfalls möglich. Wer den AVR drahtlos einbinden möchte, freut sich über Kompatibilität zum UWF-1 WLAN-Adapter sowie dem Bluetooth USB-Adapter UBT-1. Mittels Onkyo Remote Apps für iOS und Android lässt sich der TX-NR5010 mit dem eigenen Smartphone bedienen.  Der Onkyo TX-NR5010 misst 435 x 198.5 x 463.5 mm und wiegt 25 kg. Der Standby-Verbrauch soll lediglich 0,15 Watt betragen. 

Verarbeitung

Hochwertige Materialqualität

Front mit geöffneter Klappe

Seitenansicht

Lüftungsöffnungen

Bedienelemente unter der Frontklappe

Display

Seitliche Aluplatte und Gehäuse-Oberseite

Solide Verschalung

Lautstärkeregler

Beleuchtete Quellenwahltasten

Rückseite gesamt

Einmessmikrofon

Fernbedienung

Der Onkyo TX-NR5010 unterscheidet sich optisch nicht von seinem Vorgänger. Zeitlos elegant wirkt die massive Gestalt des TX-NR5010 im schwarzen geschliffenen Alu-Look. Der 3000 EUR-Bolide ist aber auch in Silber erhältlich. Der Onkyo fasst sich dank der recht dicken Aluminium-Platten seitlich und an der Frontblende sehr hochwertig an. Die Passungen sind tadellos, nirgends steht etwas über oder gibt es scharfe Kanten. Der Lautstärkedrehregler bietet ebenfalls gute Haptik, ist etwas schwergängig und eiert nicht. Die gewünschte Quelle wird am Gerät mit Drucktasten ausgewählt, die mit kleinen weißen LEDs von oben beleuchtet sind. Links neben dem Display befindet sich noch ein Druckknopf zum An/Aus-Schalten und ein Pure Audio-Button. Zwischen Power-Button und Lautstärkeregler ist das zweizeilige Display untergrebracht. Es handelt sich um ein Display in Punktmatrix-Auflösung mit hoher Auflösung in grüner Schrift, dass auch bei Lichteinfall oder größerer Entfernung noch ausgezeichnet ablesbar ist. Der Onkyo kann beinahe komplett stationär bedient werden, dafür notwendige Bedienelemente sind, ebenso wie die Front-Anschlüsse, unter der Frontklappe zu finden. Der TX-NR5010 steht natürlich auf soliden Standfüßen, die dem Gerät ausgezeichneten Halt und Standfestigkeit im HiFi-Rack bieten. Die mitgelieferte Fernbedienung unterscheidet sich in den höheren Preisklassen der Onkyo-Familie kaum bis überhaupt nicht. Die Tasten bieten einen guten Druckpunkt, das Layout ist durchschaubar und die Fernbedienung ist partiell beleuchtet.

Anschlüsse

Vergoldete Lautsprecher-Schraubanschlüsse

Teil der Anschluss-Sektion

HDMI-Slots - es gibt zwei und nicht drei HDMI-Ausgänge wie bei manchen Konkurrenten

Front-Anschlüsse

  • 9 HDMI-Eingänge (1x Front)
  • 2 HDMI-Ausgänge
  • 2 Komponentenvideo-Eingänge
  • 1 Komponentenvideo-Ausgang
  • 5 FBAS-Eingänge (1x Front) + 1 Monitor Out + 1x Zone 2 Out
  • 3 Digitale Audio-Eingänge koaxial
  • 4 Digitale Audio-Eingänge optisch (1x Front)
  • 11.4 Mehrkanal-Vorverstärkerausgang
  • 2 Subwoofer Pre-Outs
  • 6 Analoge Stereo-Cinch Eingänge (1x Front) + 2 vergoldete Stereo Cinch-Eingänge mit größerem Abstand
  • 2 Analoge Stereo-Cinch Ausgänge für Zone 2/3
  • 2 USB-Eingänge (1x Front)
  • Ethernet-Anschluss
  • PC VGA-Eingang
  • RS232
  • FM/AM-Antenne
  • 12V Triggereingänge + Ausgänge für Zone 2/3
Menü

Onkyo Home-Menü

Ein-/Ausgangszuordnung

Zuweisung der HDMI-Eingänge

Lautsprecher-Setup

Manuelles Lautsprecher-Setup

Klangeinstellungen

Menüpunkt 4: Eingangs-Setup

Hardware-Setup

HDMI-Steuerung, Pass-Through, ARC, etc.

Sperren der Einstellungen

Das Setup-Menü des Onkyo TX-NR5010 Receivers kennen wir bereits von früheren Geräten bzw. kleineren Modellreihen. Mit der Taste, auf der ein Häuschen abgebildet ist, direkt unter dem Navigationskreuz gelangt man in den Home-Screen. Hier kann dann zwischen Netzwerk, USB, Firmware-Update und Setup gewählt werden. Mit Setup gelangt man ins ebenfalls bereits bekannte Konfigurationsmenü. Hier kann eine Eingangszuordnung sowie das manuelle Lautsprecher-Setup inklusive Konfiguration, Abstand, Pegelkalibrierung und sogar manuelles Equalizing vorgenommen werden. Auch die HDMI-Einstellungen bezüglich CEC-Steuerung, HDMI-Passthrough, Standby-Passthrough und AV Sync finden sich hier. Sollte der Receiver nicht via Ethernet-Kabel mit aktiviertem DHCP eingebunden werden, können hier auch die wichtigen Parameter für die Netzwerk-Integration eingegeben und gespeichert werden.

Das sogenannte Quick-Setup öffnet man mit der Q-Taste auf der Fernbedienung. Damit erhält man einen Schnellzugriff auf akustische Basisparameter oder die Wahl eines Bildfeldes. Das Quick-Setup ist unterteilt in Eingang, Audio, Video, Information und Wiedergabemodus. Der Onkyo verfügt über eine Overlay-Bildschirmanzeige, so werden Quick-Setup und Home-Menü mit leichter Transparenz über das aktuelle Video-Signal gelegt.

Testequipment
Klang

Audyssey

Audyssey beginnt, zu messen

Optionen, unter anderem gibt es für Musik und Filmton eine EQ-Kurve

Mehrpositionen-Einmessung

Die zuverlässig arbeitende und an bis zu 8 Hörpositionen durchführbare Einmessung mittels Audyssey MultEQ 32 präsentiert sich in bessere Form als früher. Der Klang verschluckt mit aktiverter Audyssey-Funktion nicht mehr so viele Details und wirkt nicht mehr so vordergründig. Etwas "Spirit" geht im Hochtonbereich aber nach wie vor verloren, zudem leidet die Tiefenstaffelung etwas. Gut gefallen uns die stimmigen Front-/Surroundübergänge.

Wir haben auch mit einem THX-System, dem Teufel 5.1 Lautsprecher-Set System 10 mit Lautsprechern aus dem ebenfalls THX Ultra 2-lizenzierten Teufel System 9 für Front Heigh und Surround Back, getestet. Hier ist es ratsam, die Übernahmefrequenz aller passiver Lautsprecher generell auf 80 Hz einzustellen, manuell Entfernung und Pegel zu justieren und auf den Einsatz von Audyssey zu verzichten. 

Hi-Res-Streaming

Wir haben uns diesmal besonders den Streaming-Qualitäten gewidmet und wollen im Preview genau auf die Wiedergabequalität bei FLAC 96 kHz/24 Bit und FLAC 192 kHz/24-Bit Dateien, die wir von einem DLNA-Server zuspielten, eingehen. 

Hochauflösende Audiodateien, hier Diana Krall

Flac 96/24 des Duisburger Philharmonischen Orchesters. Mit einem speziellen Downloadmanager werden die Dateien herunter geladen (schnelle DSL-Verbindung sehr empfehlenswert)

Zuspielung der hochauflösenden Audio-Dateien via DLNA

Immer mehr im Trend liegt es, sich hochauflösende Musikdateien aus dem Internet zu besorgen. Fündig wird man beispielsweise bei www.highresaudio.com, hier kann man aus einer mittlerweile beachtlichen Auswahl an hochqualitativen Medien wählen. Es finden sich sogar Exempel, die in nochmals deutlich höherer Auflösung als 192 kHz/24-Bit vorliegen, nur bringt dies aktuell für den Privatgebrauch nichts, weil die meisten, auch hochwertigen, AVRs als „Höchstmaß“ 192 kHz/24-Bit (Ausnahme Pioneer SC-LX86 – dieser akzeptiert über den USB-Eingang hinten auch 192 kHz/32-Bit, während er es beim vorderen USB-Eingang bei 192 kHz/24-Bit belässt). 

Beim FLAC 96/24 File „Stop This World“ von Diana Krall (aus dem Album "The Girl In The Other Room) zeigt uns der Onkyo TX-NR5010, wie brillant er mit derartigem Material umgehen kann. Von der erstklassigen Güte der Titel, die vor von Highresaudio herunter geladen haben, konnten wir uns schon auf verschiedenen Komponenten überzeugen, aber was der TX-NR5010 hier zusammen mit 2 Frontlautsprechern des Teufel 5.1 Lautsprecher-Set System 10 in Kombination mit dem S 10000 SW THX Ultra 2 Subwoofer hier darbringt, ist ohne Übertreibung absolut überragend. Bei einer solchen Kombination wird man kaum große Standboxen vermissen: Präzise und lebendig, fließend, ohne „Klanglöcher“ zwischen unterer Grenzfrequenz der beiden Frontlautsprecher und aktivem Subwoofer, wird ein Klangerlebnis geboten, das auch dem sehr anspruchsvollen Stereoliebhaber überzeugen dürfte. Besonders exzellent – Dianas Stimme hat hervorragende Konturen, klar und sauber präsentiert, und löst sich sehr gut von den Lautsprechern. Die dabei aufgebaute Bühne erscheint uns sehr glaubwürdig.

Nun haben wir den „Frevel“ begangen und haben das in unserem Einsatz-Falle auf Dolby PLIIx basierende THX Music-Programm zum Aufpolieren auf 7.1 verwendet. Hier kommt, wie schon erwähnt, der bekannte Dolby PLIIx Decoder zum Einsatz, auf dessen Basisarbeit das THX Post Processing aufsitzt. Auch hier sind wir begeistert – sicherlich geht etwas Präzision verloren, was der Stereo-Enthusiast völlig zurecht monieren dürfte. Aber es öffnet sich ein toll strukturierter Raum mit viel lebendiger Weitläufigkeit, so dass man auf jeden Fall sehr angetan sein dürfte. Insgesamt, so denken wir, eine tolle Alternative, gerade dann, wenn man sich sehr gern, wörtlich genommen, "von Klang umgibt". Die Defizite, die bei Präzision, Detailfreude und Hochtonbrillanz verloren gehen, fallen weitaus geringer aus, als sich dies manche vorstellen dürften. 

Weiter geht es mit Claude Debussys „La Mer“ (Duisburger Philharmoniker unter Jonathan Darlington). Hier wählten wir den ersten Satz „From Dawn To Midday On The Sea“. Das in FLAC 192/24 Stereo vorliegende Stück hat uns im „Pure Audio“ Modus des TX-NR3010 enorm fasziniert. Enorm facettenreich kommt es zum Ausdruck, begeisternd, mit vieler Transparenz die Streicher ins Spiel kommen. Der Onkyo managt parallel stattfindende musikalische Ereignisse souverän und vergisst auch die Darstellung hinterer Ebenen nicht. Klar, filigran, greifbar – der Klang „lebt“ im Zuhörer und reißt ihn mit. Er fordert ihn aber nicht zu sehr, sondern die homogene, schlüssige Auslegung des TX-NR5010 garantiert auch viel Freude an langen, mehrstündigen Hör-Sessions. 

Wie gut Musik vom Server klingen kann, wenn man sich die Mühe macht, entsprechend hochwertige Stücke auszuwählen, zeigt sich auch beim FLAC 96/24-Stereo-Meisterwerk „At The Reading Of A Psalm“ von Sergej Taneyev, gespielt vom Russian National Orchestra. Besonders beeindruckend ist der Chor gleich zu Beginn (Allegro Tempestoso), etwas über 5 Minuten lang, und jede Sekunde weckt im „Pure Audio“ Modus durch Reinheit, Klarheit und enorme Tiefe pure Begeisterung. Die Stimmen „verwischen“ nicht, sondern stehen mit feiner Struktur präzise im Raum. Die Trennung Stimmen-Instrumente ist sehr gut gelungen. Gehen wir hier auf die 7.1 Wiedergabe mittels THX Music, so staunen wir nicht schlecht: Kaum Präzisionseinbußen, ein glaubwürdiges Gesamtvolumen und eine immer noch feine Staffelung sind heraus zu hören. Dies alles verursacht selbst beim Klassik-Kenner Gänsehaut, so imposant und tief beeindruckend tritt dieses Stück auf. Durch die hochwertige Wiedergabekette kann man sich ohne störende Einbußen dem Faszinationspotential voll widmen. 

Der Onkyo TX-NR5010 schlägt sich blendend – im Vergleich zum Vorgänger Onkyo TX-NR5009 sehen wir folgende Punkte als verbessert an: Zum ersten zu nennen wäre das nochmals geschmeidigere Ansprechen der Endstufen, sofort sind sie bei kleinen und großen Impulsen blitzschnell zur Stelle. Der Onkyo TX-NR5010 arbeitet zudem kleine dynamische Differenzen noch sorgfältiger heraus als der bereits sehr gute Vorläufer. Die gesamte Auslegung erscheint uns strahlend, transparent und mit viel Sinn für exzellent dosierte Lebendigkeit. Der TX-NR5009 wirkt etwas träger, er schließt den Zuhörer nicht so intensiv, von allen Seiten, ins musikalische Gesamtgeschehen ein. Der TX-NR5010 lässt klar durchblicken, dass diejenigen, die ihn entwickelt haben, Musik lieben – sensibel, mit weißen Handschuhen, aber gleichzeitig entschlossen packt der AV-Receiver jedes Musikstück an und verleiht ihm natürlichen, tief empfundenen Glanz. Diese ganz spezielle Art des Faszinationspotentials konnte der TX-NR5009 nicht ganz im identischen Maße offerieren. Trotzdem handelt es sich beim TX-NR5009 nach wie vor um einen überragenden AV-Receiver.

Kommen wir zum nächsten Stück. Das „Allegro Assai“ von Johann Stamitz‘ „Sinfonia a Quattro“ in A-Dur liegt wiederum in FLAC 96/24 Stereo vor. Simon Murphy und das New Dutch Academy Kammerorchester sorgen hier für enorme Spielfreude und Leichtigkeit. Und die Kombination aus OnkyoTX-NR5010 und Teufel System 10 agiert hier im THX Music Mode in 7.1 Konfiguration (als Back Surrounds verwenden wir die direktstrahlenden Lautsprecher des Systems 9, welches inzwischen nicht mehr produziert wird, da es das System 10 nur in 5.1 Konfiguration gibt. Für die Aufgabe als Back Surround Lautsprecher aber kein Problem, zumal die LS des Systems 9 auch THX Ultra 2 lizenziert sind) souverän, feinfühlig und mit enormer räumlicher Weite. Es macht regelrecht Freude, es über 7.1 Kanäle zu hören, da keine matten Höhen und keine unnatürliche Klangverteilung das Hörvergnügen trüben. Die Streicher überzeugen durch Strahlkraft und eine sensible Durchzeichnung, die Gesamtdynamik ist erstklassig. 

Low-Res-Streaming und Internet Radio  mit dem aktivierten Music Optimizer

Und wie sieht die Güte bei deutlich datenreduziertem Material aus? Auch hier haben wir Experimente gestartet.  Zunächst haben wir datenreduzierte Formate von unserem Server wiedergegeben. Den 007-Titelsong „For Your Eyes Only“ gibt der TX-NR5010 trotz stark datenreduziertem MP3-Material (192 kbps) sehr gefällig wieder. Der Music Optimizer, den man allerdings zuschalten muss (ab Werk deaktiviert, kann im Quick Setup aktiviert werden) sorgt für deutlich mehr Charisma und Transparenz. Aufpoliert mit DTS Neo:X Music auf 9.1, klingt räumlich dicht und macht selbst in diesem Ausgabeformat durch die atmosphärische Dichte viel Freude.  Wie gut der Music Optimizer arbeitet, beweist er bei der Stereo-Wiedergabe von „Dell’Amore Non Si Sa“ von Andrea Bocelli. Die Stimme hat Charisma, Präsenz und wird mit überraschender räumlicher Dichte präsentiert. Nichts Schrilles, Blechernes haftet ihr an. Die Stimm-/Instrumentaltrennung ist ausgezeichnet, das AAC-Stück wirkt aufgeräumt, plastisch und bietet viel räumliche Weite. Auch "Fire Wire", eigentlich von Cosmic Gate, bei uns im Remix von DJ Scot, überzeugte: der harte Trance-Track lässt durch pure Basskraft, die exakt und schnell übertragen wird, den Hörraum in den Grundfesten erbeben. Der Music Optimizer bringt hörbar mehr Klarheit und Struktur in die Basswiedergabe und eröffnet den akustischen Effekten mehr Ausbreitungsmöglichkeit durch die gestiegene räumliche Weite.

vTuner ist umsonst und bietet eine große Senderauswahl

Auch Stationen mit besonders guter Übertragungsqualität kann man sich separat auflisten lassen

Wiedergabe

AUPEO! Überblick

Stationsübersicht, je nach Stimmung

Genres

Aus dem kostenlosen Internet Radio-Senderangebot von vTuner wählten wir den Berliner Trance/Psy-Trance-Sender Chromanova aus und aktivieren den Music Optimizer, der die Aufgabe hat, bei datenreduziertem Material mehr Klarheit, Struktur und Substanz zu erzeugen. Auch hier ließen wir von THX Music auf 7.1 aufpolieren und waren begeistert, auch von der herausragenden Pegelfestigkeit des TX-NR5010. Hier hat sich nochmals etwas getan, der 5010 steckt enorme Pegel noch lockerer weg, nie wird er schrill oder beginnt, zu komprimieren. Der Klang bleibt stets stabil, dynamisch, kraftvoll und räumlich. Der aktive Subwoofer wird sehr exakt und linear angesteuert, so lohnt es sich besonders, beim Bass-Experten auf ein besonders hochwertiges Modell zurück zu greifen. Der Music Optimizer leistet ganze Arbeit, er bringt im Bassbereich mehr Präzision und Struktur und er lässt die Höhen mehr Dynamik verbreiten. Auch bei AUPEO!, einem noch recht jungen, aber sehr erfolgreichen Internet Radio Portal, das Social Networking mit hineinbringt (man findet z.B. Sender nach momentaner Stimmung geordnet und hat die Möglichkeit, Songs zu "liken") punktet der TX-NR5010 mit einer fundierten, kräftigen, lebendigen Wiedergabe - ganz gleich, welches Material, der 5010 nimmt sich allem mit erstklassiger Sorgfalt an. 

Filmton, Mission Impossible - Das Phantom Protokoll (BD)

Bei der Wiedergabe von Filmton begeistert uns der TX-NR5010 ebenfalls. Er überzeugt durch eine gekonnte Auslegung mit homogener Räumlichkeit, die Effekt präzise zu platzieren weiß, auch wenn es sich um kleinere Vorkommnisse handelt. Gleich zu Beginn allerdings darf sich der TX-NR5010 um eine Schießerei über den Dächern von Budapest kümmern. Die Schüsse werden mit Nachdruck und authentischer Schärfe wiedergegeben. Impulstreue ist eine der großen Stärken des TX-NR5010, was dafür sorgt, dass sich der Zuhörer mitten im Ereignis wähnt. Die Häftlingsrevolte im russischen Gefängnis mit dem Geschrei der Wärter und der Inhaftierten kommt hervorragend heraus, denn der TX-NR5010 behält stets den Überblick und gibt auch mehrere, parallel stattfindende akustische Ereignisse mit einwandfreier Differenzierung wieder. Der Music Score kommt ebenfalls ausgezeichnet heraus, er hat Dynamik und Ausdruckskraft, was sich besonders in dem Moment bemerkbar macht, als im weiteren Verlauf des Filmes der Kreml, darüber strahlend blauer Himmel, gezeigt wird. Die dazu passend gespielte, typisch russische Musik steckt voller Energie und Emotion, was der 5010 tadellos betont. Die Sequenzen im Inneren der russischen Regierungs-Zentrale, oftmals auch durch  leisere, kleinere Effekte geprägt, bereitet dem Onkyo keinerlei Schwierigkeiten. Als Hunt und sein Partner die virtuelle Wand aufbauen, kommen die kleinen Geräusche sehr gut heraus, so dass der Zuhörer die von der Situation ausgehende Spannung förmlich spüren kann. Die Dialoge bei der Ausweiskontrolle beweisen, dass der TX-NR5010 auch Stimmen exzellent heraus arbeiten kann. Als es dann zur großen Explosion im Kreml kommt, beweist der Onkyo die Stärke seiner blitzschnell ansprechenden Endstufen: Nachdrücklich und mit enormer räumlicher Dichte werden große Effekte übertragen. Als Hunt und seine Rumpfmannschaft nach Dubai kommen, empfängt den Zuhörer wiederum ein eindrucksvoller, landestypischer Music Score: Kraftvoll, räumlich und in Weite sowie Tiefe realistisch gestaffelt spielt der TX-NR5010 auch hier groß auf. Es gelingt ihm, im hohen Maße authentisch zu agieren, besonders den Anforderungen der Filmtonspur gerecht wird der THX Ultra 2 Cinema Modus, der auch bei hohem Pegel noch für eine hohe Langzeittauglichkeit beim Hören sorgt. Als Hunt an der Außenfassade des Burj Khalifa herum klettert, um in den Serverraum zu gelangen, hört man gut auf alle Kanälen die Geräusche des Windes. Kurz darauf liefert sich Hunt inmitten des tobenden Sandsturms eine heftige Verfolgungsjagd mit seinem Kontrahenten, erst zu Fuß, anschließend mit BMW6er Cabrio und BMW X3. Der TX-NR5010 verarbeitet auch hier wieder alle gleichzeitig stattfindenden akustischen Ereignisse impulstreu und lebendig. Er erscheint tonal sehr natürlich und etwas analytischer als manches frühere Modell. 

Avatar, BD, Kapitel 22

Im 22. Kapitel erfolgt ein brutaler Angriff der technologisch hoch ausgerüsteten Söldnertruppen auf das Hauptquartier der Eingeborenen, um schlussendlich deutlich zu machen, in wessen Hand sich der an wertvollen Rohstoffen reiche Planet wirklich befindet. Das Donnern der Rotoren gerade im großen Kommando-Fluggerät wirkt bedrohlich durch die enorme Authentizität. Die pfeifenden Geschosse fliegen mit enormer Präzision durch den Hörraum, die Pfeile der verzweifelten Eingeborenen sind ebenfalls gut zu vernehmen. Bei allem Effektspektakel vergisst es der Onkyo nicht, Stimmen und Music Score ansprechend einzuarbeiten. Die räumliche Wirkung ist exzellent – auch auf Surround- und Back Surroundkanälen (bei entsprechend aktivierter Matrix) spielt sich viel ab, in Weite und Tiefe beeindrucken.

Musik von BD

a-Ha, The Su Always Shine On TV, Looking For The Whales

Die lebendige und natürliche Auslegung des TX-NR5010 greift auch beim a-Ha-Klassiker „The Sun Always On TV“ aus den 80er Jahren. Besonders beeindruckt uns auch die wiederum verbesserte Pegelfestigkeit des 5010, die schon das Niveau vieler früherer, deutlich teurere Boliden übertroffen hat und sich selbst im Vergleich mit dem Pioneer SC-LX86 mit enorm leistungsfähigen digitalen Endstufen nicht blamiert. Den Pioneer zu übertreffen, ist nicht möglich, aber der Onkyo zieht gleich. Ansonsten herrscht eitel Sonnenschein, denn die Stimmwiedergabe setzt auch bei dieser BD Akzente. Wie schon bei Filmton heraus gehört, stellt der Onkyo vokale Elemente sehr strukturiert und mit fein aufgebauten Umrissen dar. Die Instrumente, z.B. Schlagzeug und Synthesizer, wirken enorm dynamisch und entfalten ein natürliches Raumgefühl. Der aktive Subwoofer wird präzise angesteuert, nutzt man keinen, sondern Vollbereichslautsprecher wie unsere Nubert nuVero 14 vorn, so stellt der TX-NR5010 klar, dass er keinesfalls auf den Support eines aktiven Subwoofers angewiesen ist. Bei „Looking For The Whales“ geht der Onkyo seine klanglichen Aufgaben, so wie wir es kennen, mit größter Sorgfalt an. Der schwungvolle Rhythmus liegt ihm, er bringt den „Drive“, der im Song steckt, überragend zur Geltung und schreckt auch erneut vor hohen Pegeln nicht zurück. Der THX Music Mode zeigt mit hoher Homogenität sein Können, ohne dem Hochtonbereich Durchhörbarkeit zu nehmen. 

Tiesto, Elements Of Life, Disc 2 (BD), Back In Your Head

Der Bassbereich begeistert, massiv, kraftvoll, mit natürlichem Volumen und ohne störendes Nachschwingen. Der TX-NR5010 arbeitet zudem den leicht aggressiven Touch bei der Gesangswiedergabe ausgezeichnet heraus. Effekte schleudert er mit Wucht und Dynamik in den Hörraum. Was mögliche Pegel angeht, kann der Anwender auch hier beruhigt aus dem Vollen schöpfen. Der TX-NR5010 dringt spielerisch in Lautstärkebereiche vor, bei denen selbst gute und pegelfeste AVRs der 1300 bis 2000 EUR Liga die Segel streichen müssen. Der Onkyo trennt die verschiedenen Effekte äußerst akkurat und zeichnet alle Arten von Strukturen sauber nach. Den treibenden Beat stellt er im Club-Qualität dar. Kleine dynamische Unterschiede sowie kurze Breaks im Track bereiten keinerlei Probleme. Die Beifallsrufe aus dem Publikum werden authentisch und weder zu geringfügig noch übertrieben eingearbeitet. 

Stereo

Ganz besonders im Pure Direct Modus hat uns der neutral und grob-  wie auch feindynamisch brillant aufspielende TX-NR5010 gefallen. Er baut die virtuelle Bühne gerade bei Klassik oder Jazz sehr feingliedrig auf und schafft es, z.B. bei Vivaldis "Vier Jahreszeiten", Dynamiksprünge beim Orchestereinsatz impulstreu und in vollem Umfang zu übertragen. Bei Smetanas "Moldau" arbeitet er das Fließende, Melancholische, typisch für das legendäre Werk, souverän heraus. Die Räumlichkeit ist im Zweikanalbetrieb frappierend, daher sollte man dem TX-NR5010 auf jeden Fall leistungsfähige Lautsprecher zur Seite stellen, die in der Lage sind, das enorme Potential auszuschöpfen. Der TX-NR5010 kann auch im Bi-Amping-Modus betrieben werden, was aber aufgrund der enormen Leistungsfähigkeit nur selten nötig ist. 

Videosektion

Video-Einstellungen

Ausgangsauflösung: Diese findet man im Eingangsmenü beim Monitorausgang. Einstellbar sind 480/576p, 720p, 1080p, 1080p/24, Quelle, Through. Den Video-EQ findet der Anwender im Haupt-Menüpunkt „Eingangs-Setup“ und Punkt 4.5 betrifft dann die Bildeinstellungen. Zur Verfügung stehen: Breitbildmodus (Wide Mode) Auto, 4:3, Voll, Zoom, Breiter Zoom. Dann folgt der Bildmodus mit verschiedenen Bildfeldern: ISF Tag, ISF Nacht, Cinema, Game, Streaming, Weitergabe, Eigene Einstellungen. Wählt man den Punkt „Eigene Einstellungen“, finden sich Regler für: Spiele-Modus, Film-Modus, Konturoptimierung, Rauschunterdrückung, Moskito-Rauschunterdrückung, Random-Rauschunterdrückung, Block-Rauschunterdrückung, Auflösung, Helligkeit, Kontrast, Farbton, Sättigung, Farbtemperatur (Normal, Kalt, Warm), Gamma (-3 bis +3), und Justagemöglichkeiten für die Primärfarben R,G und B (Rot: Helligkeit und Kontrast, Grün: Helligkeit und Kontrast, Blau: Helligkeit und Kontrast). 

Video, Upconversion von Filmsignalen von 576i auf 1080p, Star Wars Episode III, ab Filmbeginn

Die Star Wars-typische gelbe Laufschrift gleich zu Filmbeginn gibt der Onkyo farbecht wieder, zudem läuft die Schrift ruhig durchs Bild. Die Ränder der Buchstaben neigen kaum zum Ausbleichen, das Kino-gerechte Gelb wird gleichmäßig wiedergegeben. Allerdings kommt es bei einzelnen Worten zu leichten Wellenbewegungen innerhalb der Lettern. Das Schwarz erscheint satt und tief. Der Sternzerstörer ist enorm scharf und detailreich. Der De-Interlacer rastet rasch ein und der im Schatten liegende Flügel wird mit ausgezeichnetem Detailkontrast gerade im Modus „ISF Night“ präsentiert. Als die Raumjäger von Obi-Wan und Anakin sich dem Sternzerstörer nähern, fällt auf, wie enorm sauber der TX-NR5010 diesen Bewegungsablauf wiedergibt. Kein Zittern in den Kanten und keine Nachzieher, als die beiden kleinen Raumschiffe das große knapp über dessen Oberfläche passieren. Als die beiden Raumjäger nach unten in die Raumschlacht abkippen, präsentiert der 5010 ein grandioses Panorama, welches bis in die untersten Ebenen enorme, natürliche Schärfe bietet. Es empfiehlt sich, alle Video-EQ-Einstellungen bei BD-Player und Beamer/Flachbildschirm zu deaktivieren und sich ausschließlich auf den Onkyo zu verlassen, der mit enormer Farbtreue und fein gezeichneten Farbübergängen eine exzellente Performance offeriert. Die Gesichter der Protagonisten sind farblich sehr fein getroffen, der 5010 zeigt überdies beinahe jedes Barthaar oder jede Hautpore. Die verschiedenen Explosionen sind ebenfalls farblich authentisch, das Bild erscheint außergewöhnlich plastisch und weist viele, fließend ineinander gehende Bildebenen auf, was für die hohe räumliche Tiefe sorgt. 

Video, Upconversion von Videomaterial, AVEC Professional Test DVD, 576i auf 1080p

Weiße/schwarze Schriften in verschiedenen Geschwindigkeiten, vor dreifarbigem Hintergrund: Recht ruhiger Lauf der Schriften, kaum Nachzieher, saubere Farbtrennung, alle Buchstaben sehr gut auch bei der schnellsten Geschwindigkeit zu lesen. 
Ein großer zentrierter magentafarbener Siemensstern und vier kleine magentafarbene Siemenssterne, gleichmäßige Drehbewegung, grüner Bildhintergrund: Exzellente Leistung des TX-NR5010. Die Sterne drehen sich ruhig, tolle Farb-Authentizität, kaum Artefakte. Selten haben wir dieses Testbild so gut gesehen.
Pendel mit rot-blauem Innenleben, das in unterschiedlichen Geschwindigkeiten über eine stehende schwarze Linie schwingt: Top – nur leichte Nachzieheffekte im unteren Pendeldrittel und minimales Zittern der Linie. Sehr wenig Artefakte an der Pendelspitze. Das Innenleben bleibt stets gut sichtbar. 
Bewegtes Stadtbild von Esslingen, Grünanlagen, alte Stadtbefestigung, Hausdächer mit sichtbaren Dachziegeln, Hauptstraße in der Ferne: Erstaunlich scharf, Kamerafahren erzeugen kaum Bildruckeln, geringes Flimmern in den Ziegeln der Hausdächer. Sehr gute Differenzierung des Rasens, exzellente Herausarbeitung des Mauerwerks bei der alten Mauer. Auch hier liefert der 5010 eine hervorragende Leistung ab.

Konkurrenzvergleich
  • Yamaha RX-A3020: Rund 900 EUR günstiger ist der ebenfalls mit neuen Kanälen ausgestattete Yamaha. Er schlägt sich für seinen Kaufpreis von 2099 EUR extrem gut, was den authentischen, natürlichen Klang angeht, ist er sogar ähnlich ausgelegt wie der Onkyo. Klar dürfte sein, dass der teurere Onkyo bezüglich der Pegelfestigkeit nochmals souveräner agiert. Besonders bei extremen Lautstärken oder im größeren Hörraum ab 35 Quadratmeter schlägt dies dies nachvollziehbar nieder. Die Videosektion des Yamaha beeindruckt mit satten 6 Speicherplätzen, diese bringt der Onkyo nicht mit, dafür aber einen tollen Video-EQ (1 Preset "Eigene Einstellungen" und exzellente ISF-Modi für Tag und Nacht. Der Onkyo bietet die deutlich bessere Up-Conversion von Videomaterial, bei Filmmaterial kommt der günstigere Yamaha dem 5010 beachtlich nahe. Der Onkyo kann hier nur noch den etwas besseren Detailkontrast in die Waagschale werfen. Vorzug des 5010 sind die umfangreicheren netzwerkbasierten Features (AUPEO, Spotify...) und der noch flexiblere Umgang mit HiRes-Audiodateien, die von USB oder Servern/PCs getreamt werden. 

  • Onkyo TX-NR5009: Der Vorgänger ist nach wie vor ein Top-Gerät, der TX-NR5010 ist eine Evolution und keine Revolution. Im Audiobereich steigt leicht die Impulstreue, auch die Pegelfestigkeit beeindruckt noch eine Nuace mehr. Der 5010 erscheint neutraler ausgelegt als der 5009. Im Videobereich ist der Bildstand noch solider, und die Kontrastdynamik im Detail konnte optimiert werden. 

  • Pioneer SC-LX86: Zur Videosektion können wir nur sagen, dass Filmmaterial hervorragend auf dem Pioneer aussieht, Videomaterial haben wir noch keines betrachten können. Akustisch liefert der Pioneer ein beeindruckend angenehmes Klangbild ab, das Volumen bietet, aber nicht nur grob- sondern auch feindynamisch zu begeistern weiß. Der Pioneer SC-LX86 ist klanglich voller, üppiger ausgelegt als der Onkyo. Beide Modelle bieten eine Pegelfestigkeit, die kaum Wünsche offen lässt. 

Fazit

Der Onkyo TX-NR5010 kommt im gewohnten optischen Gewand daher und präsentiert sich hervorragend verarbeitet. Verschiedenen Details beim Finish heben ihn von den kleineren Modellen ab. Die Ausstattung präsentiert sich reichhaltig und zeitgemäß. Die aufwändig konstruierte Endstufeneinheit besticht mit enormer Impulstreue und höchster Belastbarkeit. Fein- und grobdynamisch hat der TX-NR5010 nochmals einen Schritt nach vorn gemacht. Multimedial präsentiert er sich "weltoffen" und spielt auch hochauflösende Formate wie z.B. FLAC vom DLNA-Server oder von USB-Medien ab. Exzellent agiert der 5010 auch im Filmtonbetrieb, er schafft eine gleichermaßen mitreißende wie kultivierte Wiedergabe von Filmton. Grob-  wie auch Feindynamik zeigen sich auch bei der Filmtonwiedergabe als weiter optimiert. Dies gilt auch für Musik-BDs, die authentisch, lebendig und räumlich dicht präsentiert werden. Die überragende Videosektion mit hoher Bildstabilität und hervorragendem Detailkontrast ist beinahe konkurrenzlos, gerade dann, wenn man die ISF-Programm nutzt.

In allen Belangen erstklassiger AV-Receiver mit hochmoderner Ausstattung und brillanten Audio- sowie Video-Qualitäten

AV-Receiver Oberklasse
Test 08. Oktober 2012

+ Extrem pegelfest
+ Feindynamik exzellent
+ Natürlicher, authentischer Klang
+ Tief empfundene Räumlichkeit
+ Herausragende Fähigkeiten im Bassbereich
+ Erstklassige Videosektion mit sehr guten Bildprogrammen
+ Multimedia-Ausstattung mit HiRes-Audiostreaming
+ Ausgezeichnete Verarbeitung
+ Umfangreiche Anschlussbestückung

- Immer noch kein Streaming von Videodateien

Text: Carsten Rampacher, Philipp Kind
Datum: 08.10.2012

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