TEST: 9.2 THX Ultra 2 Plus AV-Receiver Onkyo TX-NR3009
18.01.2011 (cr/sw)
Einführung
Für 2199 EUR steigt man mit dem Onkyo TX-NR3009 in die AV-Receiver-Oberliga
ein. Merkmal ist neben dem THX Ultra 2
Plus Zertifikat der moderne Surroundaufpolierer dts Neo:X mit hochflexiblen
Einsatzmöglichkeiten. Die eingebaute Neunkanalendstufe stemmt 200 Watt/Kanal (1
kHz, IEC, 1 Kanal ausgesteuert).
Eingehende Audiosignale werden vom TX-NR3009 dank PLL Jitter Cleaning
optimiert. Onkyos bekannte VLSC (Vector Linear Shaping Circuitry)-Schaltung trägt zu einer
akkuraten Umwandlung von digitalen zu analogen Signalen bei. Im Vergleich zum Onkyo TX-NR5009
gibt es einige Differenzen - hier eine Auswahl:
Leistung um 20 W niedriger pro Kanal
192 kHz/24-Bit Audio-D/A-Wandler anstatt 192 kHz/32-Bit-Audio-D/A-Wandler
beim TX-NR5009
TX-NR5009 mit anderem
Gehäuseaufbau mit massiven Seitenwänden für noch weniger Vibrationen und
erhöhte Steifigkeit
TX-NR5009 mit Ringkerntrafo
und noch höherwertigen Bauteilen in Vor- und Endstufe
De Videoverarbeitung des TX-NR3009 ist mit der des TX-NR5009
identisch. Ein HQV Vida VHD 1900 Videoprozessor sorgt für eine hohe
Bildgüte und unterstützt Multi-Cadence-Erkennung, eine erweiterte 12-Bit Farbverarbeitung und bewegungsadaptives
Deinterlacing stellen Farbtreue und Präzision sicher. Marvells Qdeo Technologie skaliert
Videos in 1080p auf 4K (3840 x 2160) hoch – sogar bei Quellen, die ursprünglich bereits mithilfe
von HQV Vida von einer niedrigeren Auflösung zu 1080p hochgerechnet wurden. Es
stehen verschiedene vorprogrammierte Bildmodi zur Verfügung, darunter auch 2 ISF-Betriebsarten (Day
und Night) sowie spezielle Bildprogramme für Streamingmaterial und Games. Der
User kann im entsprechenden Anwender-Modus auch selber eingreifen und sich
reichhaltiger Video-Parameter bedienen, nicht nur die Standardregler für
Schärfe, Kontrast etc. sind vorhanden, sondern auch verschiedenen Rauschfilter
und eine Gammakorrektur.
Der TX-NR3009 punktet des Weiteren mit acht HDMI-Anschlüssen und zwei
HDMI-Ausgängen und Support von Zone 2 (Audio + Video) und Zone 3 (Audio). Natürlich gibt es, z.B. für
die einfache Einbindung von iPhone oder iPod, gleich auf der Frontblende einen
USB-Eingang. Auch kann der 3009 mit den entsprechenden Remote Apps für Apple iOS-Geräte und für Android
Smartphones gesteuert werden. Der TX-NR3009 ist DLNA 1.5 zertifiziert und ist fürs
Streaming von Musikdateien (wiedergegeben werden FLAC, WMA losless, WAV, Ogg,
MP3) geeignet. Video- oder Bilddateien werden nicht gestreamt. Es findet sich eine
Vielzahl an Musikdiensten an Bord, darunter AUPEO!, last-fm, Napster und vTuner.
Der Anwender kann darüber hinaus eigene Favoritenlisten erstellen.
HDMI® mit Unterstützung für 3D-Videoformate, Audio-Rückkanal (ARC), Deep Color™, x.v.Color™,
LipSync, Dolby® TrueHD, DTS-HD Master Audio™, DVD-Audio, Super Audio CD, Mehrkanal-PCM und CEC
VLSC™ (Vector Linear Shaping Circuitry) für alle Kanäle
Hochwertiger HQV® Vida™-Videoprozessor VHD1900
Optimale Videoperformance durch ISF (Image Science Foundation)-Videokalibrierung
HDMI Video Upscaling bis zu 4K mit Marvell Qdeo™
DTS Neo:X™, Audyssey DSX™ und Dolby® Pro Logic® IIz für erweiterte Surround-Kanäle
Direkte digitale Verbindung von iPod/iPhone über einen USB-Anschluss an der Gerätefront
Audyssey MultEQ® XT32 zur Korrektur von Raumakustikproblemen
Unterstützt die Onkyo Remote Apps zur Steuerung des AV Receivers über iPod
touch/iPhone und Android-
Smartphones
Wiedergabe von Audiodateien über das lokale Netzwerk (MP3, WMA, WMA Lossless, FLAC, WAV, Ogg
Vorbis, AAC, LPCM)
Internet Radio und Unterstützung für Musikdienste (vTuner, Last.fm,
Napster, Spotify, AUPEO!)
Bi-Amping und BTL (Bridged Transless) Fähigkeit
DSD Direct für Super Audio CD
Endstufengestützte Zone 2/3- und Zone 2/3-Vorverstärkerausgänge sowie Zone 2-Videoausgang
Vergoldete HDMI-Anschlüsse (8 Eingänge und 1 Ausgang)
Der TX-NR3009 ist hochwertig verarbeitet, wenngleich der 800 EUR teurere TX-NR5009
noch edler erscheint. Das Gehäsue wirkt beim 3009 nicht ganz so
massiv, aber mit der gebotenen Qualität kann man trotzdem sehr zufrieden
sein. Die Alu-Frontblende ist sauber gefräst und weist eine
makellose Oberflächengüte auf. Am gesamten Gerät fallen die Spaltmaße
gleichmäßig und gering aus. Der TX-NR3009 steht auf stabilen Füßen, die
effektiv Vibrationen verhindern. Das große Display lässt sich sehr gut
ablesen, die Rückseite des Boliden erfreut mit fest sitzenden Anschlüssen,
allerdings verfügt der 3009 nur über normale, dem guten Durchschnitt
entsprechende Lautsprecherkabel-Anschlussterminals. Der 5009 kokettiert mit
besonders hochwertigen Anschlüssen fürs Lautsprecherkabel. Die mitgelieferte
Fernbedienung hat eine leider etwas kratzempfindliche Hochglanz-Oberseite, liegt
aber sehr gut in der Hand und weist eine komplette Beleuchtung für den
problemlosen Betrieb im Dunkeln auf. Das Geräteinnenleben wird dominiert vom großen
Trafo, beim 3009 aber nicht als Ringkerntransformator ausgeführt. Der große, für optimale
Gewichtsverteilung und Steifigkeit zentriert untergebrachte Trafo wird
von zwei weiteren, kleineren Trafos für die getrennte Versorgung der Audio- und
Videoschaltkreise flankiert. Das mehrstöckige Platinenlayout ist gut sichtbar,
die neun Endstufen finden identische Arbeitsbedingungen für optimale
Leistungsfähigkeit vor. Zwei Lüfter befinden sich im Inneren des TX-NR3009,
sie laufen ruhig und greifen erst bei sehr hoher Belastung überhaupt ein. Die
Verkabelung ist recht übersichtlich und sauber, mehrere Kabel sind per
Kabelbinder zu einem Kabelstrang zusammen gefasst.
Anschlüsse
Anschlussübersicht beim 5009, gut zu sehen die besonders
hochwertigen Lautsprecherkabel-Anschlussterminals
Anschlussübersicht beim 3009, hier fallen die
Lautsprecherkanel-Anschlussterminals bezüglich ihrer qualitativen Ausführung
normal aus
Hier im Detail
8 HDMI 1.4a Eingänge und 2 simultan zu nutzende HDMI 1.4a
Ausgänge
Sehr hochwertige Cinch-Buchsen auch beim TX-NR3009 für die
analogen Audioeingänge Phono und TV/CD
Üppige Anschlussbestückung - 3 x Komponenten-Video, Zone
2/Zone 3 Cinch-Audioausgang, Videoausgang (FBAS) für Zone 2
Front-Anschlussmöglichkeiten. Mittels USB können iPod oder
iPhone direkt an den 3009 angeschlossen werden
8 HDMI® Eingänge (1 Front/7 Rückseite) und 2 Ausgänge
Universal Port für optionales iPhone/iPod-Dock UP-A1 oder DAB+ Radiotuner UP-DT1
2 USB-Anschlüsse (Vorder- und Rückseite)
Kompatibel mit UWF-1 WLAN Adapter (über USB-Port an der Gerätefront)
3 Komponentenvideo-Eingänge und 1 Ausgang
5 Composite-Video Eingänge und 2 Ausgänge
4 S Video-Eingänge und 2 Ausgänge
Analoger RGB Videoeingang (D-Sub, 15 Pins) zum Anschluss von Mediacenter-/Gaming-PCs, Notebooks
RS232 Port, IR In/Out, 12 V Trigger Ausgang (Zone 2/3)
Insgesamt eine sehr gute Anschlussbestückung. Optional kann ein WLAN-Dongle
erworben werden, das man am hinteren USB-Eingang platziert. Mit den insgesamt 8
HDMI 1.4a Eingängen findet sich genug Volumen, um auch zukünftig
erscheinenden, weiteren Zuspielern Rechnung zu tragen. Der TX-NR3009 hat einen
dedizierten analogen PC-Anschluss und sogar noch S-Video-Anschlüsse. Wie in
diesen Preisklassen mittlerweile üblich, sind zwei Subwoofer Pre-Outs
vorhanden. Für Zone 2 und Zone 3 gibt es 2-Kanal-Cinch-Audioausgänge und
für Zone 2 einen FBAS-Videoausgang.
Konfiguration und Bedienung
Audyssey Einmesssystem
Der Anschluss für das Setup Mic befindet sich unter der großen
Frontklappe im rechten oberen Bereich. Nach dem Anbringen des Mikrofons öffnet
sich automatisch die grafische Benutzeroberfläche des Audyssey MultEQ XT
Einmess-Systems. Vor dem eigentlichen Messvorgang wird noch festgelegt, ob die
Front-Lautsprecher konventionell über via Bi-Amping betrieben werden, außerdem
ob Zone2/Zone3 Lautsprecher und Subwoofer vorhanden sind. Im nächsten Schritt
wird ein Testton an den eventuell vorhandenen Subwoofer gesendet und man wird
aufgefordert, das Level auf 75 dB einzupegeln. Ist der Vorgang abgeschlossen,
muss der Anwender eine Auswahl treffen. Es kann entweder „Audyssey Quick
Start“ oder die „Audyssey MultEQ XT Full Calibration“ gestartet werden.
Audyssey Quick Start führt ausschließlich ein Einpegeln und die Distanzmessung
der Lautsprecher aus, greift aber nicht in das Audiosignal ein. Die Audyssey
MultEQ XT Full Calibration hingegen korrigiert zusätzlich das Frequenzband und
gleicht Raummoden aus. Nach der Auswahl wird das Messmikrofon an die erste Hörposition
auf Ohrhöhe platziert und der Messvorgang beginnt. Der Messvorgang dauert pro Hörposition
etwa 1 Minute und 30 Sekunden, nach der dritten Position lässt sich der Vorgang
beenden und die Berechnung erfolgt. Im Gegensatz zu früheren Modellen wurde die
Berechnungszeit deutlich verkürzt im Vergleich mit früheren Audyssey-Versionen
- damals hatten die AVRs noch nicht genug Rechenleistung zur Verfügung, um die
komplexen Berechnungen schnell abzuschließen. Nach der Berechnung wird in einer
Übersicht die Lautsprecherkonfiguration inklusive Übergangsfrequenzen
angezeigt. Der Onkyo erkannte alle vorhandenen Lautsprecher korrekt und wie die
von uns bekannten Frequenzen richtig zu. In einem letzten Schritt kann Audyssey
Movie oder Music oder eine komplette Deaktivierung der Algorithmen vorgenommen
werden, außerdem der Dynamic EQ und Dynamic Volume ein- bzw. ausgeschaltet
werden. Das Setup-Mikrofon kann nun abgenommen werden, der Vorgang ist
abgeschlossen. Audyssey kann an bis zu 8 Hörpositionen einmessen, so dass man
auch mit mehreren Personen dieses System nutzen kann.
Grundmenü, das nach Drücken der "Setup" Taste auf
der Fernbedienung erscheint
Ein- und Ausgangszuordnung
Man kann beide HDMI Ausgänge simultan nutzen
Lautsprecher-Setup, manuell
Klare Gestaltung
Konfiguration eines 5.1 Sets mit vier großen Stand-LS für
Front und Surround
Grafischer EQ, kanalselektiv
THX Audio Setup
Klangeinstellungen
Dolby-Einstellungen
Eingangs-Setup
Video-EQ, hier der Bildmodus "eigene Einstellungen",
Teil 1
Video-EQ, Teil 2
Video-EQ, Teil 3
Sehr gut bei abgedunkeltem Raum: Modus "ISF Nacht"
Pegel- und OSD-Einstellungen
Hardware-Setup
Netzwerkeinbindung
Firmware-Update
Einstellung des Fernbedienungsmodus
Activities
Einstellung der Activities
Eingangswahl
Wahl des Bildmodus
Audioeinstellungen
Das Onkyo-typische Menülayout ist auch dem TX-NR3009 eigen, hier gibt es
keine Unterschiede zum TX-NR5009. Im Hauptmenü
gibt es die Unterpunkte Ein-/Ausgangszuordnung, Lautsprechersetup,
Klangeinstellungen, Eingangssetup, Voreinstellung des Hörmodus, Diverses,
Hardwaresetup, Einrichten der Fernbedienung und Einstellungen sperren. Wir
werden im folgenden auf jeden Menüpunkt eingehen. Um das OSD nutzen zu können,
sollte der 3009 über einen der beiden HDMI-Ausgänge mit einem
Bildwiedergabegerät verbunden sein – der einfachste Weg. Nach Drücken der
Setup-Taste auf der Fernbedienung erscheint das Basismenü, welches grafisch
attraktiv gestaltet ist. Noch eine Anmerkung: Das Audyssey MultEQ XT Menü für
die Einmessung, oben genau beschrieben, erscheint nach Anschluss des Mikrophons
auf der Frontseite. Die Beschreibung dieses Menüs haben wir im vorherigen Punkt
dieses Tests abgehandelt, ebenso die Arbeitsweise von Audyssey.
Im Punkt „Ein-/Ausgangszuordnung“ kann man wählen zwischen Monitorausgang,
HDMI-Eingang, Komponenten-Video-Eingang, Digital-Audio-Eingang und Analoge
Audioeingänge (Vorsicht – kleiner Rechtschreibfehler im Onkyo-Menü:
Analoge-Audioingangen“ – hier sollte nachgebessert werden). Bei
„Monitorausgang“ stehen zur Auswahl: HDMI Haupt, HDMI Sub, Beide, Beide (HDMI
Haupt) und Beide (HDMI Sub) sowie Analog. Der Unterpunkt „Auflösung“
behandelt die Auflösung, die über den Monitorausgang bzw. über die
Monitorausgänge ausgegeben wird. Von 480p/576p bis 1080p/24 Hz ist alles möglich,
aber kein 480i/576i. Hinzu kommt die Möglichkeit zum 4k Upscaling, das
verspricht Zukunftssicherheit. Weitere Modi sind „Auto“ (Kommunikation mit
dem Bildwiedergabegerät), Quelle und Weitergabe. Im dann folgenden Menüpunkt
„HDMI Eingang“ können den einzelnen Eingängen HDMI-Terminals zugeordnet
werden. Das gleiche gilt auch für die Komponenten-Video-Eingänge und für die
herkömmlichen digitalen Audioeingänge. Bei den analogen Audioeingängen wird
keine Zuordnung vorgenommen, hier kann lediglich die
Subwoofer-Eingangsempfindlichkeit geregelt werden.
Sehr reichhaltig ist der 2. Punkt im Hauptmenü „Lautsprecher-Setup“. Hier
wird unter dem ersten Punkt „Lautsprecher-Einstellungen“ die
Lautsprecher-Impedanz (4 oder 6 Ohm), der Boxentyp vorne (Normal oder Bi-Amping)
und die Vorverstärkerausgänge für Zone 2/3 (falls verwendet) eingestellt.
Eine schöne Skizze des rückwärtigen Anschlusspanels hilft bei der
Verdeutlichung, das gefällt uns sehr gut. Beim Punkt
„Lautsprecher-Konfiguration“ wird bestimmt, ob ein Subwoofer vorhanden ist,
zudem kann für jede einzelne im Setup verwendete Lautsprecher-Spezies (Front,
Center, Surround, Front Wide, Front High, Surround Back) die Übernamefrequenz
eingestellt werden, hervorragend sind die 5 Hz Schritte bei 45 und 55 Hz - das
ist neu und findet unsere volle Zustimmung (40/45/50/55/60/70/80/90/100/120/150/200
Hz). Zudem wird festgelegt, ob ein oder zwei Back Surround Lautsprecher zur Verfügung
stehen. Die Weichenfrequenz für das Tiefpassfilter des LFE-Kanals wird
ebenfalls eingegeben, wenn man Vollfrequenzlautsprecher vorn L/R einsetzt, kann
man überdies die „Double Bass“ Funktion aktivieren. Die Subwoofer-Phase
kann eingestellt werden (0 oder 180 Grad). Unter „Lautsprecherabstand“
findet das Time Alignment statt, die Entfernung jedes Lautsprechers vom Hörplatz
wird eingegeben (in 0,06 m-Schritten). Der Pegelangleich findet in 0,5
dB-Schritten statt. Die nächste Menüoption behandelt die
Equalizereinstellungen. Es findet sich hier für jeden einzelnen Lautsprecher
ein grafischer EQ für ein eigenes Adjustment des Anwenders. Es handelt sich
nicht um einen parametrischen EQ, daher kann man nicht die ermittelte
Audyssey-Kurve nachträglich bearbeiten. Folgende Frequenzbänder sind verfügbar:
63/160/400/1000/2500/6300/16.000 Hz. Zudem kann man festlegen, ob der manuelle
EQ aktiv sein soll oder nicht. Unter „THX Audio Setup“ sind typische
THX-Einstellungen vorhanden. Der Abstand der beiden Back Surround-Lautsprecher
voneinander kann eingestellt werden, ebenso gibt der Anwender an, ob er einen
THX Ultra 2 oder THX Select 2 Subwoofer einsetzt. Ist dies der Fall, werden die
Boundary Gain Compension (BGC) und die Loudness Plus Funktion aktiviert (kann
man separat auch wieder deaktivieren).
Nächster Menüpunkt sind die Klangeinstellungen (Multiplex/Mono, Dolby, DTS,
Audyssey DSX, Theater-Dimensional, LFE-Pegel). Hier können für jede
Betriebsart die Eigenschaften justiert werden, so stehen bei Dolby z.B. zur Verfügung:
PLIIx Panorama, Dimension, Center Width , PLIIz Heigth Gain, Dolby Volume (wenn
die Funktion aktiviert ist, kann man den Volume Leveler für die Stärke der
Kompression einstellen und den „Half Mode“ aktivieren). Als weitere
Parameter kommen hinzu: Direct (Einstellungen Analog Subwoofer an/aus sowie
Direct Stream Digital (für SACD) D/A-Wandlung direct/aus/an). Unter dem Punkt
"Soundprogramm bearbeiten" können verschiedene Soundprogramme
erstellt und bearbeitet werden: Wiedergabemodus, Subwoofer, Music Optimizer,
Equalizer sowie alle Audyssey Schaltungen sowie Dolby Volume können angepasst
werden.
Im Submenü „Eingangs-Setup“ steht zunächst der Punkt „Audyssey“
bereit. Hier kann der Anwender zwischen den beiden Audyssey-Kurven „Music“
und „Movie“ wählen, je nach dem, was für Quellmaterial wiedergegeben wird.
Zudem können Dynamic EQ (Klangoptimierung ähnlich einer adaptiven
Loudnessfunktion) und Dynamic Volume (adaptive Dynamikbereichskontrolle) an- und
ausgeschaltet werden.
Sehr wichtig: Es gibt mit THX Loudness Plus, Dolby Volume, Audyssey Dynamic EQ
und Audyssey Dynamic Volume verschiedene Systeme, die sich einer adaptivem
Dynamikbereichskontrolle und einer adaptiven Klanganpassung im Sinne eines
vollen Klangs auch bei niedrigen Lautstärken widmen. Man sollte nicht zwei
Systeme, die für die selbe Aufgabe vorgestehen sind, parallel verwenden. Im nächsten
Menüpunkt kann Onkyos selbst entwickelte IntelliVolume Lautstärkeanpassung bei
Quellwechsel in ihrer dB-Wirkung angepasst werden. Wer die Funktion nicht unter
HDMI als Automatik aktiviert hat, kann sich unter
„Audio-/Video-Synchronisation“ mit der manuellen Lip Sync-Justage befassen.
Bei „Änderung des Namens“ können die Eingänge umbenannt werden. Sehr
umfangreich ist das Menü „Bildeinstellungen“, das auch quellselektiv verfügbar
ist.
Das Menü beginnt mit dem „Wide Mode“ (Auto, 4:3, Voll, Zoom, Breiter Zoom)
und geht mit dem Bildmodus weiter (ISF Tag, ISF Nacht, Cinema, Game, Streaming,
Weitergabe, Direct, eigene Einstellungen). Hervorragend, weil neutral und
authentisch, sind die beiden ISF-Modi, je nach Raumlichteinfall kann man hier
Day oder Night einsetzen.
Wählt man „eigene Einstellungen“, kann man selber eine Vielzahl nützlicher
Parameter optimieren: Man kann den Spielemodus aktivieren, den Film-Modus auf
„Auto“ oder „Video“ schalten (der Automatikmodus funktioniert aber sehr
gut) und eine mehrstufig schaltbare (und in den beiden unteren Stufen nützliche)
Konturoptimierung vornehmen. Der nächste Punkt – Rauschunterdrückung –
umfasst die Aktivierung oder De-Aktivierung einer global gültigen Rauschunterdrückung.
Wird diese angeschaltet, können die einzelnen Rauschfilter, die darunter kommen
(Moskitorauschfilter, Random-Rauschfilter, Blockrauschreduzierung) nicht
verwendet werden. Wir raten, die generelle Rauschunterdrückung zu deaktivieren
und die einzelnen Filter zu setzen. Es kann des Weiteren die Eingangsauflösung
eingegeben werden (Parameter wie bei Monitor-Ausgabeauflösungseinstellung),
zudem finden sich Regler für Helligkeit, Kontrast, Farbton, Farbsättigung und
Farbtemperatur (kalt, normal, warm). Ebenso ist eine Gammakorrektur vorhanden,
allerdings nicht grafisch, sondern mit Werten zwischen -3 und +3. Für
sehr versierte Anwender können Rot-Helligkeit, Rotkontrast, Grün-Helligkeit,
Grünkontrast, Blau-Helligkeit und Blaukontrast separat optimiert werden.
Unter dem letzten Punkt des Menüs „Eingang-Setup“ findet sich die Audiowahl
(HDMI, koaxial, Mehrkanal, Analog).
Es folgt im Menü die „Voreinstellung des Hörmodus“, für jede Quelle kann
entweder der letzte gehörte Soundmodus oder ein fixer Soundmodus bei
Aktivierung eingestellt werden. Unter „Diverses“ hat der Anwender die Möglichkeit,
Einstellungen bezüglich Pegel und Pegelanzeige vorzunehmen (Lautstärkeanzeige,
Dämpfungspegel, Maximal-Lautstärke, Einschalt-Lautstärke, Kopfhörerpegel).
Unter OSD-Anzeige kann man die Bildschirmanzeige an- oder ausschalten und die
Sprache festlegen.
Das nun folgende Hardwaresetup umfasst die Fernbedienungs-ID, die Multi
Zone-Einstellungen (Ausgänge, Maximal- und Einschaltlautstärken für Zone 2
und 3), Tuner (Frequenzschritte AM-Bereich), HDMI (HDMI-Steuerung, HDMI
Durchschleifen, Fernseher-Tonausgang, Audio-Rückkanal, LipSync), automatisches
Standby, Netzwerk und Firmware-Update. Letzeres ist über Netzwerk mit
Internetverbindung oder über USB möglich.
Bei „Einrichten der Fernbedienung“ kann man den Modus festlegen (Wahl der
Taste, die zu programmieren ist – man kann z.B. bei „TV“ programmieren, ob
nur TV, TV/DVD oder TV-VCR aktiviert werden soll). Unter „Einstellung der
Activities“ kann „My Movie“, „My Music“ oder „My TV“ angewählt
werden. Jede Betriebsart kann in vielen Parametern individuell programmiert
werden, z.B. My Movie: Fernseher einschalten, Quelle einschalten, Receiver
einschalten, Ändern der Receiver-Quelle, Wiedergabe der Quelle, alles kann
aktiviert oder deaktiviert werden. Im Menüpunkt „Einstellungen sperren“
kann man, damit niemand etwas ungewollt verändert, die getroffenen
Einstellungen sperren.
Der TX-NR3009 verfügt noch über ein „Home“ Menü, zu erkennen an der Taste mit
dem symbolisierten Haus auf der Fernbedienung. Im Home Menü besteht die Möglichkeit zum
Schnellzugriff auf: Eingang (Quellwahl), Audio (Soundprogramm, Bass, Höhen,
Subwoofer-Pegel, Mittenpegel, Dolby Volume, Audyssey EQ-Mode, Dynamic EQ,
Dynamic Volume, Nachtmodus, Music Optimizer (Soundverbesserung für komprimierte
Musikdateien wie MP3 oder AAC, bringt mehr Brillanz in den Höhen, mehr Struktur
im Bass und bessere Grobdynamik), Re-EQ und Screen Centered Dialog), Video
(Breitmodus und Bildmodus einstellbar) sowie Wiedergabemodus (Movie/TV: All
Channel Stereo/Full Mono/Dolby PLII Movie Theater-Dimensional/Direct/Mono/Dolby
PLIIx Movie/Dolby PLIIz Height/DTS Neo:X Cinema/Dolby PLIIx Movie THX Cinema/Dolby
PLIIx Movie Audyssey DSX/Dolby PLIIz Height THX Cinema/DTS Neo:X Cinema THX
Cinema/Dolby PLIIz Height TV Logic, Music: All Channel Stereo/Full Mono/Pure
Audio/Direct/Stereo/Dolby PLIIx Music/Dolby PLIIz Height/DTS Neo:X Music/Dolby
PLIIx Music THX Music/Dolby PLIIx Music Audyssey DSX/Dolby PLIIz Height THX
Music/DTS Neo:X Music THX Music/Dolby PLIIz Height Orchestra/Dolby PLIIz Height
Unplugged/Dolby PLIIz Height Studio-Mix, Game: All Channel Stereo/Full Mono/Dolby
PLII Movie Theater-Dimensional/Direct/Dolby PLIIx Game/Dolby PLIIz Height/DTS
Neo:X Game/Dolby PLIIx Game THX Games/Dolby PLIIx Game Audyssey DSX/Dolby PLIIz
Height THX Games/DTS Neo:X Games THX Games/Dolby PLII Game THX Select II Games/Dolby
PLIIz Height THX Select 2 Games/Dolby PLIz Height/Games Role Play Game/Dolby
PLIIz Height Game-Action/Dolby PLIIz Height Game-Rock/Dolby PLIIz Height
Game-Sport, THX: Dolby PLIIx Movie THX Cinema/Dolby PLIIz Height THX Cinema/DTS
Neo:X Cinema THX Cinema/Dolby PLIIx Music THX Music/Dolby PLIIz Height THX
Music/DTS Neo:X Music THX Music/Dolby PLIIx Games THX Games/Dolby PLIIz Height
THX Games/DTS Neo:X Game THX Games/Dolby PLII Game THX Select2 Games/Dolby PLIz
Heigth THX Select2 Games).
Insgesamt bietet der TX-NR3009 eine enorme Funktionsvielfalt. Besonders
hervor stechen die beinahe unzähligen möglichen Kombinationen von Primär- und
Sekundär-DSPs für Decoding und Nachbearbeitung, die für jede Quelle – ganz
gleich, ob Film, Musik oder Spiel – eine Vielzahl an Konfigurationsmöglichkeiten
bieten. Sehr umfangreich fällt auch die Videosektion mit verschiedenen
Bildprogrammen und zusätzlichem reichhaltig ausstaffierten Video EQ aus. Das
Home-Menü ermöglicht einen schnellen OSD-basierten Zugriff auf beinahe alle
betriebsrelevanten Parameter. Alle Menüs sind übersichtlich und mit Hilfe der
Fernbedienung einfach zu steuern. Hilfetexte erleichtern das Verständnis.
Internet Radio und Music Streaming
Verschiedene Plattformen sind auch beim 3009 integriert
vTuner - Übersicht
vTuner - Musikrichtungen
vTuner, nach Auswahl der Musikrichtung kommt die Übersicht
über die Stationen
Auswahlkriterium "High Quality"
Wiedergabe eines Senders
AUPEO!
Stationsübersicht
Wiedergabe bei AUPEO!
Für Spotify wird ein Account benötigt. Der Service ist auch
in Österreich und in der Schweiz seit kurzem am Start, in Deutschland aktuell
(Stand 18. Januar 2012) noch nicht
Man kann sich selbst Favoritenlisten erstellen
Musik-Streaming über DLNA
Ordnerübersicht
Ordnerinhalt
DLNA-Wiedergabe
Die kostenlose vTuner Applikation sowie AUPEO! haben wir getestet und
waren beeindruckt von den flotten Reaktionen des TX-NR3009. Rasch ließ sich
der AV-Receiver per LAN ins Netzwerk bringen, und innerhalb weniger Sekunden
konnten wir schon vTuner-Sender in klarer, störungsfreier Klangqualität
genießen. Das Buffern des Streams geht sehr schnell vonstatten. Auch innerhalb
der AUPEO! Plattform bewegt sich der TX-NR3009 sehr schnell. Das Streaming von
Audio-Dateien (akzeptierte Formate: (MP3, WMA, WMA Lossless, FLAC, WAV, Ogg
Vorbis, AAC, LPCM) von PCs und Servern im gleichen Netzwerk gelingt ebenfalls
mit kurzen Ansprechzeiten, einfachem Handling und sehr gutem Sound.
Mittels der iPhone App konnten wir den TX-NR3009 in weiten Zügen steuern. Sehr
praktisch ist die App, wenn man, ohne den TV oder Beamer einzuschalten, Internet
Radio Sender aussuchen möchte. Das gesamte, sonst auf dem Bildschirm gezeigte
Internet Radio Menü findet sich übersichtlich auf dem iPod Touch oder auf dem
iPhone. Auch mit Android-Smartphones ist die Steuerung des TX-NR3009
möglich. Die jeweils aktuellen Versionen der Apps laufen zuverlässig und
ermöglichen eine praktisch komplette Steuerung aller betriebsrelevanten
Funktionen des AV-Receivers. Mit schöner grafischer Aufmachung versehen, macht
die Bedienung richtig Freude.
Die aktuelle Audyssey-Version arbeitet auch im TX-NR3009 deutlich besser als
frühere Versionen. Zu erkennen ist dies akustisch im klareren Hochtonbereich,
der Klang ist weniger bedeckt und bietet mehr Spritzigkeit. Auch die Übergänge
zwischen den einzelnen Frequenzbereichen sind feinfühliger, der Klang wirkt
sehr homogen, aber nicht mehr leicht fade wie früher. Damit reiht sich der
TX-NR3009 in die Reihe der klanglichen Eindrücke ein, die wir auch mit dem
TX-NR5009 sammeln konnten.
Insgesamt erzielt der TX-NR3009 überragende Ergebnisse, die für denjenigen,
der den TX-NR5009 nicht kennt, schon
mehr als ausreichend sein dürften. Und selbt, wenn man den TX-NR5009
auch schon gehört hat, stellt sich trotzdem die Frage: Brauche ich den ganz
großen Onkyo, oder genügt der TX-NR3009, für sich betrachtet auch schon
exzellent? Die Beantwortung dieser Frage hängt von den individuellen
Einsatzbedingungen ab. Wer ziehen einen Vergleich zwischen den
Lautsprecher-Sets, die wir für Quervergleichen zwischen den beiden
Onkyo-Modellen verwendet haben. Wer z.B. ein großes Nubert nuVero-Ensemble
einsetzt und für vorn die sehr große, leistungsfähige Nubert nuVero
14 vorsieht, merkt das Mehr an Endstufenleistung, welches der TX-NR5009
bereit stellt, gerade unter Berücksichtigung der Tatsache, dass die Nubert nuVero
14 ein Standlautsprecher ist, den man gern ohne zusätzlichen aktiven
Subwoofer einsetzt, da Tiefgang und Bassperformance der großen schwäbischen
Box so gut ist, dass viele Subs erst gar nicht zum Vergleich antreten sollten.
Aber - natürlich braucht die Nubert nuVero
14 auch Leistung, die ihr vom Verstärker in möglichst üppiger Form
zukommen sollte. Auch wenn der Leistungsunterschied auf dem Papier nicht
sonderlich groß ausfällt - unter gleichen Bedingungen bringt der 5009 pro
Kanal 20 Watt mehr Leistung mit - so macht sich die aufwändigere Technik im
Geräteinneren doch bemerkbar: Die Elkos stellen für kurzzeitige
Belastungsspitzen mehr Kapazität zur Verfügung, was zur Folge hat, dass der
5009 bei einem bereits hohen Grundlautstärkepegel plötzliche Peaks z.B. bei
Explosionen oder Schusswechseln besser wegsteckt und immer souverän bleibt. Die
dynamischen Differenzen stellt er sauberer und umfassender dar. Auch der im 5009
verbaute große Ringkerntrafo ist für die Pegelhatz in Verbindung mit großen
Standlautsprechern nochmals besser geeignet. Er stellt auch unter dauerhaft
schwierigeren Bedingungen stets eine stabile Stromzufuhr sicher und kennt auch
bei mehrstündigen Hochpegel-Orgien keine Ermüdungserscheinungen. So können
wir festhalten, dass beim Einsatz großer Standlautsprecher durchaus Benefits
des 5009 durchscheinen, und zwar sowohl im Mehrkanal- als auch im Stereobetrieb.
Nicht nur die Pegelfestigkeit macht den Unterschied, auch das
Detaillierungsvermögen des 5009 ist nochmals besser. Dies merkt man bei
herkömmlichen Audio-CDs im Stereobetrieb an einem stabileren Bühnenaufbau mit
noch präziserer Fokussierung auf Sänger oder Sängerin bzw. auf das Orchester.
Feines Abklingen von Instrumenten, wie z.B. bei "L'Attesa" von Andrea
Bocelli oder bei Anbtonio Vivaldis "Vier Jahreszeiten" wirkt
gekonnter, plastischer, flüssiger. Vokale Strukturen sind besser erkennbar. Wer
es ernst meint und seinen AVR auch mit der Stereowiedergabe betrauen möchte,
erwirbt beim 5009 einen echten Mehrwert, Voraussetzung ist allerdings, dass man
auch Standlautsprecher vorn hat, die dieses Plus an Wiedergabequalität umsetzen
können. Im Vergleich mit zahlreichen Konkurrenten erzielt auch der 3009 sehr
gute Ergebnisse im Stereoeinsatz, hier muss er sich nur dem Yamaha
RX-A3010 beugen, der noch klarer und detailverliebter agiert und schon
beinahe auf den Spuren des teureren TX-NR5009
wandelt. Wechseln wir zum Mehrkanaleinsatz und bewerten die Wiedergabequalität
bei SACDs, z.B. beim Schiller-Album "Leben": Bei
"Sommerregen" oder bei "I've seen it all" haben wir mit dem KEF 5.1-LS-Set: 4 x XQ40, 1 x XQ50c, 1 x PSW-4000
gehört, denn mit vier identischen Standlautsprechern für vorn und hinten sind
sehr gute Voraussetzungen für eine begeisternde SACD-Wiedergabe gegeben. Kleine
Feinheiten stellt der 5009 dann auch erwartungsgemäß besser dar - in den
hinteren akustischen Ebenen holt er zudem Einzelheiten ans Tageslicht, die dem
3009 entgehen. Bei der Mehrkanal-SACD von Carl Orffs berühmter "Carmina
Burana" wirkt der Choralgesang beim 5009 noch eine Spur klarer umrissen und
besser gestaffelt. Hier macht sich die hochwertige Endstufentechnik sehr gut
bemerkbar. Bei Bei der 2. BD des Tiesto-DJ-Spektakels „Elements of Life – Copenhagen“, abgemischt in DTS-HD Master Audio,
merkt man ebenfalls Unterschiede, hier gerade wieder in Verbindung mit unserem
nuVero-Ensemble - der Kickbass ist härter und bringt mehr Kontur mit, Effekte
haben etwas mehr Nachdruck. Feindynamische Differenzen werden noch besser heraus
gearbeitet.
Das Ergebnis verändert sich, wenn wir das Teufel System 9
in Verbindung mit dem TX-NR3009 und dem TX-NR5009 einsetzen - dank effektivem
Subwoofer-Support und andere Systemauslegung sind hier andere
Voraussetzungen gegeben, die sich vorteilhaft für den 3009 auswirken: Hier gibt
es plötzlich nicht mehr viele Unterschiede, der 3009 kann sich beinahe ebenso
gut in Szene setzen und tritt ausgesprochen nachdrücklich und raumfüllend an.
Wir halten das Teufel System 9 für
optimal geeignet, um ein maximales Hörerlebnis mit dem TX-NR3009 zu
realisieren. Leider ist es aktuell bei Teufel nicht verfügbar, das gilt auch
für das Teufel System 8, das
auch enorm leistungsfähig ist und gerade dann, wenn man seine Surroundanlage im
Wohnzimmer aufbaut, dem sperrigeren System 9 vorzuziehen ist. Wer hingegen einen
dedizierten Heimkinoraum sein eigen nennt, kann sich durchaus das größere Set
aufbauen. Bei „Back in Your Head“ und bei „Adagio für Strings“
verteilt der 3009 alle Arten von Effekten impulstreu im Hörraum, die sehr
angenehme Klangcharakteristik macht auch lautes Hören über einen längeren
Zeitraum problemlos möglich. Wir haben auch mit dem TX-NR3009 das Intro des Within Temptation „Black Symphony“ Konzertes (PCM-Multichannel) angehört – Choralgesänge, der Beifall des Publikums, Basseinsatz und mystischer Gesamtklang verdichten sich zu einem alle Sinne berührenden Erlebnis. Der
TX-NR3009 beeindruckt auch hier durch sehr gute Grob- und Feindynamik, wenn man
das große nuVero-Set einsetzt, holt der 5009 aber mehr Details heraus und
stellt noch mehr Leistungsreserven zur Verfügung, die bei sehr hohem Pegel zu
einer noch besseren Trennung von Instrumenten, Choralgesang und Effekten sorgen.
Die Räumlichkeit ist auch beim 3009 hervorragend, zudem löst sich der Klang
sehr gut von den Lautsprechern. Eines kann man getrost sagen - im Vergleich zum
2010er Modell Onkyo TX-NR5008 würden
wir trotz fehlendem Ringkerntrafo und trotz einfacherem Endstufenlayout den
2011er TX-NR3009 vorziehen. Unsere Gründe - der angenehmere, samtigere Klang im
Hochtonbereich, die feineren Übergänge zwischen Hoch- und Mitteltonbereich
sowie zwischen Mittelton- und Bassbereich und der Bass mit mehr Volumen und
gleichmäßigerer Ausbreitung. Der 3009 gibt auch Stimmen sehr gut wieder, was
in diesem Moment deutlich wird, in dem die Sängerin nach dem Intro-Spektakel
die Bühne betritt und kurz darauf loslegt. Konturen, Timbre und gesamte vokale
Präsenz erscheinen sehr gelungen, die Qualitäten kann der 3009 natürlich nur
in Verbindung mit einem entsprechend hochwertigen Centerlautsprecher freisetzen.
Unterschiede zwischen 3009 und 5009 scheinen bei der BD-Audio "2L - The Nordic
Sound" durch. Bei Wolfgang Amadeus Mozarts Violinenkonzert in D-Dur
(Allegro) spürt der Hörer die Spielfreude der Musiker beim 5009 deutlicher,
der 3009 arbeitet kleine Impulse nicht so passgenau heraus.. Onkyo-typisch klingen
die Streicher aber auch beim 3009 besonders harmonisch und nie aggressiv oder spitz. Der Einsatz des
gesamten Orchesters kommt aus zeitlicher Perspektive immer genau richtig - sehr
gut präsentieren sich die Violinen innerhalb der Solis, der 5009 allerdings
bringt noch mehr Feinfühligkeit ins Spiel, was der erfahrene Musikhörer auch
direkt wahrnehmen dürfte.
Der Klang löst sich allerdings schon beim 3009 ausgezeichnet von den Lautsprechern, wer im Surroundbetrieb
Vollbereichslautsprecher einsetzt, die dem vorn für L/R verwendeten Typ
entsprechen, wird sich mitten im virtuellen Konzertsaal wähnen. Feine Nuancen
in den hinteren Reihen des Orchesters entgehen dem TX-NR3009, nicht aber dem
5009. Man sollte aber ein großes Maß an Hörerfahrung mitbringen - schon der
3009 erreicht in Niveau, das einem beträchtlichen Teil der Anwender unbekannt
sein dürfte. Mit Mehrkanal-Filmmaterial kommt der TX-NR3009 beinahe ebenso gut
wie der 5009 zurecht, vorausgesetzt, man verwendet ein leistungsstarkes
Lautsprecher-Set mit aktivem Subwoofer. Ist kein Sub vorhanden, sondern 2 große
Standlautsprecher vorn, schlägt sich der 3009 im Konkurrenzumfeld hervorragend
- in seiner Preisklasse macht ihm keiner etwas vor -, seinen Meister findet er
aber im teureren TX-NR5009. Wir haben verschiedene Testreihen mit dem TX-NR3009
und dem Teufel System 9 durchgeführt
- die Kombination erwies sich beim Beginn von „Batman – The Dark Knight“ (Dolby TrueHD)
als hervorragend, die Dynamik und die Räumlichkeit unterstreichen diese
Feststellung nachhaltig. Die Stimmen, der kraftvolle Music Score, das Durchladen der Waffen, die
Schüsse in der großen Schalterhalle und die Schreie der Mitarbeiter und Bankkunden. Selbst der Schuss aus der
Pistole mit dem Schalldämpfer wirkt authentisch: Schnell und hart. Beim 5009
erscheint die Klangcharakteristik aber noch etwas trockener. Als der Spezialbohrer am Safe angesetzt wird, hört man
nicht nur beim 5009, sondern in diesem Falle auch beim 3009 Kleinigkeiten genau heraus. Der Filialleiter,
aufgebracht und mit geladener Pumpgun bewaffnet, eröffnet gezielt das Feuer auf die Eindringlinge. Seine großkalibrigen Geschosse
donnern mit enormer Gewalt durch den Hörraum und unterscheiden sich deutlich von den MP-Salven aus den automatischen Waffen der
Gangster - der TX-NR5009 stellt die MP-Schüsse aber noch eine Idee
schneidender, aggressiver dar. Natürlich haben wir auch bei "Avatar"
Vergleiche angestellt. Schon zu Beginn überzeugen beide Onkyos, indem sie die
erzählende Stimme Jake Sullys sehr charismatisch herausarbeiten. Auch die
Landung der neuen Arbeiter auf Avatar wird zu einem akustischen Erlebnis. Als
der große Muldenkipper nur knapp an Jake vorbeifährt, schlägt sich der 3009
so gut, dass bei diesem Effekt praktisch kein Unterschied zum größeren 5009
offenbar wird. Im 17. Kapitel des Films kämpft Jake Sully im Gewand des Avatars um die Bändigung seines ihm zugedachten drachenartigen Flugwesens. Mit Wucht knallt das wütende Tier gegen harte Felsen, mitten im Raum steht der deutlich hörbare Flügelschlag.
Wir stellten beim TX-NR5009 im
Testbericht fest: "Der TX-NR5009 führt Stimm-, Musik- und Effektwiedergabe ausgezeichnet zusammen und glänzt durch eine ausgeglichene, sehr gut durchhörbare
Klangcharakteristik". Der 3009 kann dies auch alles sehr gut - das Ergebnis
wirkt nur nicht ganz so flüssig, kleinere Details sind zwar gut einarbeitet,
aber nicht so fein heraus modelliert. Im ruhiger beginnenden Kapitel 18 zeigt
der TX-NR3009, dass er es auch versteht, mit plötzlichen Dynamiksprüngen sehr
gut umzugehen, denn als der Angriff des blutrünstigen fliegenden Monsters erfolgt, sind die Endstufen des Onkyo
schnell mit mit voller Leistung am Start und liefern eine schnelle und
energiegeladene Effektwiedergabe. Der 5009 kann hier im großen Hörraum noch
etwas mehr Nachdruck einschenken, der Unterschied ist aber nicht gewaltig.
Der Onkyo TX-NR3009 bietet ebenso wie der TX-NR5009
viele verschiedene Hörmodi, die wir oben bei den
Erläuterungen zum Menü bereits aufgelistet haben. In der Praxis sind die
verschiedenen THX-Modi für Film- und Musikmaterial (!) ausgezeichnet geeignet.
Gerade in Verbindung mit einem entsprechenden THX Lautsprechersystem empfängt
den Zuhörer ein sehr Kino-mäßiger Sound, mit verständlicher Stimmwiedergabe
auch bei hohem Pegel, sehr hoher Homogenität und einer ausgeprägten
Räumlichkeit. In den THX-Betriebsarten sind die Differenzen zwischen 3009 und TX-NR5009
ausgesprochen gering. Wir möchten an dieser Stelle darauf hinweisen, dass im
THX-Betrieb alle Lautsprechereinstellungen manuell vorgenommen werden sollten.
Von der Inbetriebnahme von Audyssey sollte man im Sinne eines THX-konformen
Klangbildes absehen. Die Kombination aus THX-Betriebsart und dts Neo:X ist
herausragend bei Verwendung z.B. einer 9.2 Kombination wie bei uns im Hörraum: Dann fühlt sich der
Hörer in allen Dimensionen voll eingebunden, nicht nur das 360 Grad
Surroundpanorama ist vorhanden, zusätzlich fühlt sich der Zuhörer auch von
oben anstatt nur von der Seite komplett ins akustische Geschehen integriert. Im Gegensatz zu Dolby
PLIIz agiert dts Neo:X nachvollziehbarer, effektiver, aber ohne das Klangbild zu verbiegen.
Während PLIIz sehr subtil vorgeht und das Klangbild nur geringfügig aus frontaler
Perspektive nach
oben öffnet, macht Audyssey DSX (im Front Heigh-Einsatz) genau das Gegenteil:
Der Zuhörer bekommt eine intensive Räumlichkeit serviert, die vertikale akustische
Ausprägung erscheint uns teils zu üppig, was der Natürlichkeit schadet. Zwar ist es schon
imposant, was DSX leistet, in der Praxis aber ist dts Neo:X der derzeit beste
Aufpolierer. Für alle komprimierten Dateiformate sollte der Music Optimizer zum
Einsatz kommen, denn er entpuppt sich in allen Testreihen als außerordentlich
leistungsfähig . Das Klangbild ist nicht mehr so fade und emotionslos, sondern hörbar strukturierter,
lebendiger und transparanter. Der Hochtonbereich wirkt luftiger,
strahlender, und der Bassbereich wird durch mehr Tiefgang und Kontur optimiert.
Videosektion
Star Wars Episode III – Die Rache der Sith, Filmmaterial 576i > 1080p
Der TX-NR3009 kann hier mit identischen Eigenschaften wie der TX-NR5009
dienen und ermöglicht eine stabile sowie souveräne Präsentation der gelben Laufschrift mit
ausgezeichneter Stabilität aller Objekte im Bild sowie einer realistischen Farbwiedergabe.
Leidglich in
den ersten Sekunden der Wiedergabe wechselt beim Durchlauf minimal der Gelb-Ton,
die Lettern flackern leicht. In den Bildebenen im Vordergrund ist nur sehr
gering ausgeprägte Treppenstufenbildung an
den Buchstabenkanten zu sehen, die in den hinteren Bereichen leicht, aber nicht
wirklich bedenklich wächst. Nur im hinteren Drittel findet sich etwas mehr Instabilität an den
Kanten der Buchstaben und leichtes Zittern ist zu sehen. Ohne
Wellenbewegungen oder Ausbleichen der authentischen Farbwiedergabe bietet der
3009 eine hervorragende Leistung in den ersten Minuten des Films. Der Schwarzwert wirkt
ausgezeichnet (was keinesfalls selbstverständlich ist, wenn internes
Videoprocessing zum Einsatz kommt), hinzu kommt, dass nahezu alle vorhandenen Sterne
herausgearbeitet werden. Nach
einem sehr kurzen Moment des Bildzitterns steht der Sternzerstörer, auf den die Kamera
schwenkt, unerschütterlich im Raum, auch die Kommandobrücke im linken
Bereich zeigt keine visuellen Unregelmäßigkeiten in Form von Kantenversatz,
Flimmern oder Zittern. Nur im vorderen Bereich ist kurz eine leichte
Wellenbildung sichtbar und das Bild wirkt bezüglich der Schärfe kurz etwas
weicher. Insgesamt macht sich nur geringe Rauschentwicklung
bemerkbar, selbst im roten Streifen des Schiffes sieht nur das geschulte Auge
leichtes Farbrauschen.
Die kleinen Raumjäger, in denen sich Obi-Wan und Anakin
befinden, zeigen uns stabile Objektkanten und flüssige Bewegungen während ihrer
Manöver über den Sternzerstörer. Der im Schatten liegende Bereich des
Flügels des Sternzerstörers wird vom 3009 recht fein durchzeichnet und bietet saubere
Detailauflösung. Beim Abknicken auf Coruscant eröffnet sich eine ausgesprochen
plastische Bühne voller Kriegsschiffe und Raumstationen, die in verschiedenen
Ebenen im Raum stehen und deutlich sichtbar über der Planetenoberfläche
schweben. Die folgenden Manöver während der Raumschlacht managt der Onkyo ebenfalls mit
untadeliger Bildstabilität, die Farbdynamik ist ausgezeichnet und beweist
Stärke in einem Feld, in dem viele Konkurrenten, sogar auch verschiedene BDPs
und TVs, noch immer schwächeln. Die Kantenschärfe
bei Großaufnahmen fällt ein wenig ab, legt aber bei Nahaufnahmen zu, dann
werden auch viele Einzelheiten an den Raumschiffen sichtbar. In den Cockpits
werden die Details an Armaturen und der Kleidung der Jedi-Ritter fein herausgezeichnet, auch
Einzelheiten in den Gesichtern wie Poren oder Bartstoppeln sind erkennbar.
Die Hautfarben kommen mit sensiblen Übergängen zur Geltung. Im Vergleich mit den visuell
sehr guten Star Wars-Blu-rays bietet der Onkyo TX-NR3009 wie auch der größeren
TX-NR5009 zu 85 Prozent
HD-Feeling - die nochmals höhere Bildruhe, mehr Details und weniger Rauschen
machen für den Experten aber schnell die Vorzüge der Blu-ray sichtbar,
während der weniger versierte Anwender kaum glauben mag, dass durch effektive
Bearbeitung aus 576i DVD-Material das Bilderlebnis werden kann, das der TX-NR3009 bereitstellt.
AVEC Professional TEST DVD, Videomaterial 576i -> 1080p
Laufschrift in verschiedenen Geschwindigkeiten: Der TX-NR3009 gefällt mit
einen ruhigen Lauf der Schriften, auch in der höchsten Geschwindigkeit
tritt nur geringes Kantenzittern auf, zudem beobachten wir leichtes Flimmern einzelner Lettern,
aber kaum Nachzieheffekte, auch die Farbtrennung gelingt in allen Bereichen
ausgezeichnet. Artefakte sind nicht zu erkennen.
Magentafarbene Siemenssterne, ein großer Stern zentriert, vier kleine in
den Bildschirmecken, grüner Hintergrund: Tadellos sind auch an den kleinen
Sternen die einzelnen Segmente auszumachen. Der Lauf ist gleichmäßig und
ruhig, die farbliche Darstellung ist rein. Innerhalb der Segmente sind nur
geringfügig Störstreifen sichtbar.
Schwingendes Pendel: Das Pendel wird mit sehr guter Performance
wiedergegeben. Die beim kleineren TX-NR1009
beobachteten, ab dem oberen Drittel
sichtbaren leichten Nachzieheffekte an der Pendellinie sind beim 3009 ebenso
wie beim TX-NR5009 praktisch
nicht mehr zu sehen, die Balken lassen sich ab der Mitte immer noch prima differenzieren. Die Linie, über die das Pendel gleitet, bleibt beinahe
vollkommen stabil und bildet nur kurzzeitig geringfügige Treppenstufen aus.
Dame vor verschieden farbigem Hintergrund: Gekonnte, reine Farbwiedergabe,
fein Ausgestaltung der Konturen von Kopf und Körper. Geringes Farbrauschen,
geringe Neigung zu Blockartefakten. Diese kann man mit Setzung des
entsprechenden Filters noch weiter abschwächen. Leichte Artekfakte in der oberen
Armgegend sind jedoch zu erkennen.
Stadtbild Esslingen: Die kurze Filmsequenz von Esslingen überzeugt mit
ordentlicher Bildruhe. Bei der
Kamerafahrt bleibt die Mauerlinie stabil, auch das Zeilenrauschen auf den
Hausdächern beim Blick auf die Stadt fällt gering aus. Die Plastizität und der räumliche
Eindruck sind sehr gut, die Struktur und Detaillierung an den Laubbäumen,
dem Rasen und dem gepflasterten Weg ist überzeugend.
Konkurrenzvergleich
Yamaha RX-A3010: Harter
Konkurrent - der Yamaha ist tonal in Grundeinstellung absolut neutral und
etwas schlanker als der 3009, der zudem eine leichte Wärme und Samtigkeit
im Hochtonbereich mit einbringt. Die sehr guten Yamaha-DSPs sind
beispielhaft, Yamahas Lautsprecher-Einmess- und Room EQ-System YPAO arbeitet
noch besser als Audyssey MultEQXT. Zudem liegt der 3010 bei der
Stereowiedergabe vorn. Der Onkyo kontert mit dts Ne0oX als erstklassigem
Aufpolierer auf 9.2 oder höher, der besseren Videosektion, der nochmals
edleren Verarbeitung und dem angenehmeren Klang bei hohem Pegel. So ist es
letzten Endes Geschmachssache, auf welches Modell die Wahl fällt, exzellent
sind beide Neunkanal-AV-Receiver
Pioneer SC-LX75: Etwas
preiswerter als der Yamaha und spürbar preisgünstiger als der 3009, fällt
der Pioneer in eine Preisklasse unter den TX-NR3009. Er begeistert mit
bestmöglicher Pegelfestigkeit, innovativem Bedienkonzept und dem besten
Lautsprechereinmess-/Room EQ System auf dem deutschen Markt. Auch die
Verarbeitung überzeugt ohne Abstriche. Die Fernbedienung aber wirkt weniger
edel als beim Onkyo, die Videoeinstellparameter sind weniger zahlreich und
im Hochtonbereich agiert der Onkyo klanglich etwas angenehmer.
Onkyo TX-NR1009: Der kleinste
Onkyo Neunkanal-AV-Receiver hat ein THX Select 2 Zertifikat und eine etwas
schmalere Ausstattung sowie etwas weniger Endstufenleistung. Für den
deutlich niedrigeren Kaufpreis stellt auch er nach wie vor eine
ausgezeichnete Wahl dar und reicht für etwas kleinere Hörräume absolut
aus. So dynamisch, kraftvoll, lebendig, detailreich und präzise wie der
3009 aber agiert er nicht, was gerade erfahrene Mehrkanal-Anwender für das
größere Modell einnehmen dürfte.
Fazit
Onkyo feiert mit dem TX-NR3009 den nächsten großen Erfolg. Wer
denkt, dass dieses Modell klar im Schatten des TX-NR5009
steht, der irrt. Sicherlich ist das Auftreten des 5009 noch imposanter - aber
wer einfach einen hervorragenden AV-Receiver für deutlich weniger Geld sucht,
kann getrost zum 3009 greifen. Bei den Videoeigenschaften und bei der
Performance bei der Filmtonwiedergabe (je nach verwendetem Lautsprecherset)
liegt der preiswertere 3009 beinahe gleichauf, nur sehr versierte Anwender, die
viel Stereo- und Mehrkanal-Musik über ein erstklassiges Lautsprechersystem
hören, bevorzugen den TX-NR5009
und sind bereit, den Mehrpreis, der sich hauptsächlich aus einer hochwertiger
bestückten Vor- und Endstufensektion zusammen setzt, zu investieren.
Netzwerkeingenschaften, Menü und Bedienkonzept sind identisch zum TX-NR5009
und können auch beim TX-NR3009 überzeugen. Wünschenswert wären aber ein
serienmäßiger WLAN-Adapter und eine Streamingmöglichkeiten für Videodateien
- beide Wünsche äußern wir auch in Bezug auf den TX-NR5009.
Gelungene Alternative zum Überflieger TX-NR5009, die für
deutlich weniger Geld immer noch weit überdurchschnittliche Leistungen erbringt
AV-Receiver Obere Mittelklasse
Test 18. Januar 2012
+ Exzellente Filmtonperformance auf Boliden-Niveau
+ Hochmoderne Aufpolierer mit an Bord
+ Überragende Videosektion
+ Verschiedene Internet Audio Dienste im Angebot
+ Wirkungsvoller Music Optimizer
+ Umfangreiche Anschlussbestückung
- Kein Streaming von Videodateien
- Kein Ringkerntrafo
Text: Carsten Rampacher
Fotos: Sven Wunderlich
Datum: 18.01.2012