IFA 2012: Hands-on Galaxy Note 2, 10.1 und Galaxy Camera bei Samsung Mobile

31. August 2012 (cr/th/phk)

Galaxy Note 10.1 und Galaxy Note 2

Galaxy Camera

Im Mittelpunkt stehen drei hochinteressante neue Produkte: Das Galaxy Note 2 mit 5,5 Zoll-Display, das Galaxy Note 10.1 mit 10 Zoll-Display und die neue Galaxy Camera, die den Spieß umdreht: Nicht Smartphone mit Kamera, sondern Kamera mit 16,3 MP Sensor 23-fachem Zoom und Smartphonefunktionen.

Galaxy Note 2 mit 5,5" Display

Ansicht seitlich

Rückseite mit Kamera und LED-Blitz

Mit dem Magic Wand genügt ein "Hovern" über dem Display

Android Jellybean 4.1.1

Akkuvergleich Note 1 und Note 2

Galaxy Note 2

Wir stellen Ihnen die neuen Produkte nun im Detail vor. Das Galaxy Note 2 besitzt ein größeres Display, nun mit 5,5 anstatt 5,3 Zoll. Das Display an sich ist das selbe, ein Super AMOLED Display, das leuchtende, brillante Farben mit geringem Stromverbrauch und tollem Schwarzwert. Die Auflösung entspricht dem „kleinen“ HD-Standard mit 1280 x 720 Bildpunkten im 16:9-Format. Optisch sieht es aus wie ein großes Galaxy S3, es verfügt über das selbe, sehr gefällige Design, gerade in weißer Version hoch attraktiv und sehr gut verarbeitet. Die Passungen sind sehr präzise, es gibt trotz abnehmbaren Akkufachdeckel kaum Spaltmaße. Der abnehmbare Deckel bietet Vorteile, denn der Akku kann nach wie vor einfach getauscht werden, man muss ihn nicht ausbauen lassen (baut man den Akku selber aus, erlischt aufgrund des Öffnens des Gehäuses die Garantie des Gerätes), das spart Zeit und Geld im Falle eines Akkuwechsels.

Typisch für Samsung Galaxy Note Produkte ist der Stylus-Pen, der perfekt ins Gehäuse integriert ist. Besonderheit: Ist das Device entsprechend konfiguriert, erscheint automatisch ein Menü mit wichtigen Basisfunktionen des Unter Android 4.1 Jelly Bean laufenden Gerätes, wenn man den Pen aus dem Gehäuse zieht.

Wenn man ein Video betrachtet , so ist es dank „Pop Up Play“ möglich, ein Fenster, in dem das Video läuft, überall auf dem Display zu positionieren. Es ist demnach möglich, das Video oder den Film anzuschauen, während man z.B. parallel im Web surft, um zum Film passende Kritiken oder weiter führende Informationen aufzurufen. Dieses Multitasking funktioniert hervorragend, dies geht zu einem gewichtigen Teil auch auf das Konto des leistungsstarken Quad Core-Prozessors mit satten 1,6 GHz Taktfrequenz. Ohne Ruckeln oder Aussetzer läuft das Video durch, eine sehr gute Performance. Im Note 2 steckt ein noch etwas leistungsfähigerer Prozessor, das Besondere aber ist der große Arbeitsspeicher: Volle 2 GB sind hier an Bord, das ist hervorragend und ermöglicht enorm effzientes, schnelles Multitasking und das Handeln auch komplexer mobiler Anwendungen. 
Das Galaxy Note 1 war mit Verkaufszahlen zwischen 9 und 10 Millionen weltweit sehr erfolgreich. Damals hatte Samsung verschiedene Tests durchgeführt, ob es Akzeptanz am Markt für ein Produkt wie das Note gibt: Möchten die Anwender einen Stift, passt die Größe des Displays etc. Und die Forschungen ergaben, dass großer Bedarf besteht.

Samsung siedelt das Galaxy Note 2 als Produkt der Premium-Klasse, angesiedelt zwischen Smartphone und Tablet, an. Interessanterweise wird das nach wie vor gut verkaufte Note 1 weiter angeboten. Das neue Galaxy Note ist weltweit in drei Größen verfügbarbar: 16, 32 und 64 GB. Nicht bestätigt ist derzeit, ob die 64 GB Version nach Deutschland kommt, gesetzt dürfte sein, dass es die 16 und die 32 GB Variante hierzulande gibt. Alle Note 2 Modelle sind mittels MicroSD Karten (Slot unter Akkufachdeckel) um bis zu 64 GB erweiterbar. Noch im 4. Quartal 2012, voraussichtlich sogar schon Ende Oktober, wird das Note 2 zu ähnlichen Preisen wie das Note 1 bei der Markteinführung (kostete damals knapp 700 EUR in der 16 GB Version) hierzulande verfügbar sein.

Alle Funktionen sind auf den S-Pen genannten Stylus ausgerichtet, so dass enorm schnelles, flexibles Arbeiten möglich ist. Der neue S-Pen ermöglicht eine nochmals deutlich präzisere Handhabung, man kann deutlich exakter zeichnen. „Shape Match“ – man kann sich verschiedene Formen im Internet aussuchen – ist ebenso wie beim großen Galaxy Note 10.1 mit an Bord. Neuerung beim Note 2 ist „Air View“. Erstellt man z.B. einen Termin, so kann man den S-Pen 1 cm über dem entsprechend zugehörigen Kalenderfeld „schweben“ lassen, und es werden im Pop Up Fenster alle Infos zum Termin angezeigt. Es ist nicht mehr nötig, in den Termin hinein zu gehen. Der Touchscreen muss nicht mehr direkt berührt werden. 
Gigantisch ist im Übrigen die Akku-Kapazität: 3100 mAh sind mehr als üppig, der Vorgänger kam auf 2500 mAh. Das sind Werte, die manches 7 Zoll Tablet bei weitem nicht erreicht. Das Note 2 ist nicht dicker als der Vorgänger, kaum schwerer, aber deutlich leistungsstärker.

Der Touchscreen spricht sehr gut an, das Gerät liegt trotz immenser Größe gut in der Hand, für Herren mit etwas größeren Händen ist sogar Einhandbedienung möglich. Ganz gleich, on Touch oder Stift, das Ansprechverhalten ist stets zu loben.

Galaxy Note 10.1 Magic Wand Slot plus Settings seitlich

Gesamtansicht

Magic Wand

Anschlüsse oben inkl. Infrarot

Seitliche Ansicht mit integriertem Lautsprecher

Kommen wir zum Galaxy Note 10.1, das ebenfalls brandneu ist. Man sieht beim Design gleich die Familienzugehörigkeit. Auch die Funktionen rund um den hier ebenfalls integrierten S-Pen sind identisch, was flexible Arbeitsmöglichkeiten sicher stellt. Das Tablet ist sehr hochwertig verarbeitet, hier sieht der relativ breite Rahmen rund ums Display, welches 1280 x 720 Pixel Auflösung aufweist, gut aus, das Weiß korrespondiert sehr gut mit dem matten Silber, welches als weitere Farbnuance verwendet wird. Es läuft derzeit noch unter Android ICS, ein Update auf Jelly Bean ist aber bereits in Planung.

Es ist mittels S-Note möglich, nicht nur schnell Notizen zu machen, sondern es gibt eine Split Screen-Funktion wie beim heimischen PC. So kann man dann links die Notiz verfassen und sich rechts multimediale Inhalte anschauen. Zudem können, z.B. für Präsentationen, Bilder blitzschnell eingebunden werden.

Praktisch ist: Das Note 10.1 ist als vollwertige Fernbedienung für nahezu alle TV-Modelle, die auf dem Markt sind, konfigurierbar. Man wählt zu diesem Zweck einfach den Hersteller aus einer Liste aus, und kurz darauf kann es dank integriertem Infrarotsensor los gehen. Auf dem großen Screen des Galaxy Note 10.1 ist es natürlich sehr komfortabel, das TV-Gerät zu bedienen. 
Es gibt eine 16 GB und eine 32 GB Version, es arbeitet ein Quadcore-Prozessor im Geräteinneren, der unter allen Arbeitsbedingungen eine hohe Performance garantiert.

Samsung sieht die Galaxy Note-Modelle mit S-Pen klar als technologische und designtechnische Speerspitze des entsprechenden Produktportfolios, Samsung sieht einen erhöhten Bedarf bei anspruchsvollen Anwendern in Bezug auf die S-Pen-Funktionalitäten der Note-Modelle, die sich klar von den einfacheren Baureihen wie z.B. Galaxy Tab abgrenzen. Samsung sieht noch mannigfaltige Ausbaumöglichkeiten der Note-Produktfamilie, hier können wir in den nächsten Jahren noch einiges erwarten. Wir werden sowohl Galaxy Note 2 als auch Galaxy Note 10.1 als Testsample bekommen.

Galaxy Camera

Basierend auf Android

Hier in schwarzer Ausführung

Mit 21x optischem Zoom

Das dritte im Fokus stehende Produkt ist die Galaxy Camera, die unter Android 4.1 Jelly Bean läuft. Das große 4,8 Zoll-Display bietet enorme Farbtreue, sehr guten Schwarzwert und ausgezeichneten Kontrast.

Die Zielgruppen sieht Samsung im Prosumer-Bereich, dank 16,3 MP-Sensor und 21-fachem optischen Zoom. Leute sollten erreicht werden, die qualitativ hochwertige Bilder machen, die gleich im Telefon bearbeiten und anschließend verschicken möchten - ein All-In-One-System mit schnellen Prozessabläufen, die dank Quad Core-Engine möglich werden. Samsung möchte sich hier einer neuen Zielgruppe öffnen.
Das von Samsung verfolgte Produktkonzept ist aktuell einzigartig auf dem Markt, es gibt zwar von Nokia das 808 Pure View mit 41 MP Sensor, dieses Produkt aber ist völlig anders positioniert, da es weder bezüglich Prozessorleistung noch hinsichtlich optischer Zoom-Power mithalten kann. Die Samsung Galaxy Camera bietet 8 GB internen Speicher und ist um bis zu 64 GB mit MicroSD-Karten erweiterbar.HDMI 1.4 in Form eines Micro HDMI Ausgangs mit an Bord. Neben einer reinen 3G-Version ist auch eine 4G-Variante geplant – gerade LTE eröffnet für ein solches Produkt viele Perspektiven, da der Upload im Vergleich zu 3G HSUPA sehr deutlich schneller geht, so kann man seine Bilder rascher in hoher Auflösung auf entsprechende Portale hoch laden. Übrigens ist Samsungs Besteller Galaxy S3 ab dem 4. Quartal 2012 auch als LTE-Variante lieferbar. Wann die Galaxy Camera mit LTE kommt, ist derzeit noch nicht entschieden, nur dass sie kommt, ist gesetzt. Der Preis ist derzeit noch nicht kalkuliert, 1650 mAh weist der Akku als Kapazität auf.

Die Galaxy Camera liegt sehr gut in der Hand, sie möchte als Kamera mit Smartphonefunktion verstanden werden. Der 4,8 Zoll Touchscreen ist als HD Super Clear Display ausgeführt. 23 mm Weitwinkel und wie erwähnt 21-facher optischer Zoom zeigt die hochwertige Ausstattung. Die Auslösezeiten sind ultrakurz. Besonders durch die hochwertige Optik und die schnelle interne Verarbeitung werden hoch qualitative Aufnahmen im Smart Pro Mode möglich – für perfekte Bilder unter schwierigen Rahmenbedinungen: Bilder bei schwachem Licht, scharfe Bilder bei sehr schnellen Bewegungen, tolle Detaillierung selbst bei bewegten Motiven. Mit dieser Ausstattung scheint die Galaxy Camera schon fast mit spiegellosen Systemkameras zu konkurrieren. 

 

Text: Carsten Rampacher
Bilder: Thomas Hermsen
Redaktion: Philipp Kind
Datum: 31. August 2012

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