TEST: Divoom Bluetune-1 - ultrakompakter Bluetooth-Lautsprecher zum Mitnehmen

24.10.2012 (cr/sw)

Einführung

Der ultrakompakte, exakt 39,99 EUR kostende Divoom Bluetune-1 hat sich zur Mission gemacht, den sehr müden und matten Sound vieler Smartphones und Tablets aufzupolieren. Der Hersteller, der in Singapur entwickelt und in China fertigt, bietet den Mini-Lautsprecher (lediglich 68 mm hoch, 60 mm breit und 60 mm tief und 300 Gramm wiegend) in schwarz, weiß und rot an. Die Kapazität der eingebauten wiederaufladbaren Lithium-Ionen-Batterie liegt bei 500 mAh. Bis zu 8 Stunden Wiedergabezeit sind damit möglich, in zwei Stunden ist der Bluetune-1 über den USB-Anschluss wieder aufgeladen. Die Reichweite bei der Bluetooth-Übertragung wird mit maximal 10 Metern angegeben. 

Verarbeitung, Technik, Signalübertragung

Unterseite mit Kabel und 3,5 mm Stecker

Oberseite mit Lautsprecher

Bedienelemente

Der kleine, portable Lautsprecher lässt sich einfach verstauen, auch in einer größeren Jackentasche. Für Devices, die keine Bluetooth-Funktion haben, ist auf der Geräteunterseite ein Kabel mit 3,5 mm Miniklinkenanschluss eingelassen, das man herausziehen und an ein entsprechendes Gerät anschließen kann. Bluetune-1 hat die Bluetooth-Version 2.1 + EDR A2GP, arbeitet auf dem Bluetooth-Frequenzband von 2.402 - 2.483 GHz  und  die eingebauten Class D-Endstufe bietet eine RMS-Leistung von vier Watt. Ein Frequenzbereich zwischen 60 Hz und 20 kHz kann laut Hersteller wiedergegeben werden. Der Klirrfaktor liegt bei unter 10 %. Der 3,7 V-Akku benötigt eine Ladespannung von 5 V.  Problemlos funktioniert die Kopplung mit einem Apple iPhone 4S, der Arbeitsradius kann tatsächlich bis zu 10 Meter betragen, selbst dann, wenn eine oder auch zwei Wände dazwischen liegen, sind 8,5 bis 9 Meter drin. Die Signalübertragung ist enorm stabil, es kommt nicht zu Störungen oder gar Unterbrechungen. Sehr praktisches und einzigartiges Feature ist der AUX-Ausgang, der Nutzen ist folgender: Mit einem handelsüblichen Kabel - 3,5mm Klinkenstecker auf Cinch - kann der Lautsprecher an die Stereo-Anlage angeschlossen werden und sorgt so dafür, dass  jede Stereo-Anlage "wireless" wird. Hierbei wird dann die Stereo-Analge  - oder auch potentielle aktive Lautsprecher, die direkt angeschlossen werden - als Wiedergabemedium verwendet, und das Bluetooth-Externgerät kann am Bluetune-1 "andocken", so können also die Musikdateien z.B. vom Smartphone auch über die HiFi-Anlage angehört werden. Es lassen sich auch mehrere Bluetune-1 in Reihe schalten, um das Sounderlebnis zu verbessern. Die Optik des kleinen Lautsprechers ist attraktiv, die Verarbeitung ordentlich. Wer aber genau hinschaut, sieht am Materialübergang zwischen in unserem Falle weißen Korpus und den oben und unten montierten Ringen aus silberfarbenem Kunststoff nicht ganz saubere Materialübergänge. Die vier unten eingelassenen Tasten für Inbetriebnahme, Bluetooth-Kopplung und Lautstärkeregelung sitzen recht gut, der Druckpunkt ist gut definiert. 

Klang

Abends kommt man im Hotelzimmer an, und möchte gern noch etwas Musik vom Smartphone oder Tablet genießen - und eigentlich hat man  keine Lust auf den müden Sound des mobilen Devices und auch keine Lust, sich Ohrstöpsel einzuhängen - ein klarer Fall für den Bluetune-1. Der ultrakompakte Lautsprecher findet überall noch Platz und bietet dank des oben auf dem geschlossenen Gehäuse montierten Lautsprechers sogar gewisse Anflüge von Räumlichkeit. Bei bassstarken Stücken den 2011er Remix-Albums von DJ Antoine und der aktuellen Tunnen Trance Force Volume 62 zeigt der kleine Schallwandler eine ansprechende Leistung. So ist z.B. die Dynamik bei "Welcome To St. Tropez" von DJ Antoine vs. Mad Mark oder bei "4th Season" von DJ Space Raven für ein so kleines Gerät ordentlich, sogar die maximal erzielbaren Pegel liegen in einem absolut tragbaren Bereich. Interessanterweise neigt der kleine Lautsprecher, wenn man es nicht mit dem Pegel übertreibt, im Bassbereich kaum zum Durchschlagen. Dass der Klang im Hochtonbereich hörbar bedeckt ist und keine größere Brillanz entwickelt, kann man dem kleinen Sound-Tool kaum anlasten. Viel interessanter ist ein Vergleich mit den Lautsprechersystemen, die z.B. in Smartphones, Tablets oder Note- und Netbooks eingebaut sind: Hier kann Bluetune-1 tatsächlich auftrumpfen, denn in allen relevanten Belangen wird eine Klangqualität offeriert, die deutlich besser ist. Da muss man schon das 17 Zoll-Notebook mit eingebautem Subwoofer und Soundsystem von einem namhaften Hersteller heranziehen, um eine noch bessere Klanggüte zu erreichen, und solche meist ausladenden 17-Zoll-Geräte sind nicht gerade ultramobil - ganz im Gegensatz zum Divoom-Lautsprecher, der zudem in unserem Test mit einer Akku-Ladung gut sieben Stunden lang durchlief. Der 80er Jahre-Kult-Hit "Take My Breath Away" von Berlin, bekannte geworden als Love Theme aus dem legendären Film "Top Gun" mit Tom Cruise, klingt tadellos, und die Stimme kann man sogar ohne Schwierigkeiten verstehen. Die Trennung der Stimme von den instrumentalen Anteilen gelingt gut. "The Final Countdown" von Europe kann ebenfalls in ordentlicher Art und Weise vom Bluetune-1 wiedergegeben werden. Die Pegelfestigkeit ist für das ultrakompakte Gerät richtig gut. 

Fazit

Der Divoom Bluetune-1 ist ein flexibel einzusetzender, optisch attraktiver und zuverlässig funktionierender Bluetooth-Lautsprecher mit hoher Reichweite, tadelloser Akku-Leistung und gutem Klang. Der Preis für den schicken kleinen aktiven Schallwandler, der sogar recht pegelfest für so ein Miniatur-Gerät ist, kann als sehr fair bezeichnet werden. 

Optisch schick und mit tadellosem Klang, weiß der Bluetune-1 im Testbetrieb zu gefallen

Bluetooth-Lautsprecher Einsteigerklasse
Test 24. Oktober 2012

+ Akustik prima
+ Für die kleinen Abmessungen gute Pegelfestigkeit
+ Sehr stabile Signalübertragung
+ Großer Aktionsradius
+ Ultrakompakt

- Verarbeitung im Detail

Test: Carsten Rampacher, Sven Wunderlich
Datum: 24.10.2012

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