TEST: Buffalo CloudStation Duo 4.0 TB - Einfachste Installation und
problemloses Handling?
24.01.2012 (phk/sw)

Einführung
Produkte von Buffalo-Technology haben sich bereits desöfteren in unserer
Redaktion eingefunden und konnten zumeist mit unproblematischer Installation,
einfachem Handling und hoher Betriebssicherheit auch im Langzeiteinsatz punkten.
Nun hat Buffalo die CloudStation im Programm, das angeblich
"anwenderfreundlichste Cloud-Massenspeichergerät unter der Sonne". Die Wolke ist
ja bereits seit längerer Zeit in aller Munde, häufig aber verbunden mit mehr-
oder weniger komplizierten Anmeldevorgängen und nicht immer funktioniert das mit
der Datenspeicherung in der Cloud, so einfach und betriebssicher wie es sollte.
Mit der CloudStation will Buffalo dies nun regelrecht zum Kinderspiel machen und
verspricht eine Installation innerhalb von 60 Sekunden. Clou ist die Kooperation
mit "pogoplug", so ist kein langwieriger Anmelde-Vorgang bei einem Anbieter
erforderlich, sondern es muss lediglich eine e-Mail-Adresse und die Seriennummer
des Gerätes angegeben werden und die 5 GB inkludierten Cloud-Speicher sind nicht
nur am PC, sondern auch mit dem Smartphone und Tablet, verfügbar. Ob das in der
Praxis auch so gut wie auf dem Papier funktioniert, lesen Sie im Testbericht.
Die CloudStation Duo mit 4 TB ist zum Marktpreis von etwa 450 EUR erhältlich.
Verarbeitung

Front der Cloudstation - offen

Die Festplatten in der CloudStation Duo

Rückseite

Aktiver Lüfer

Ethernet-Slot und Stromzufuhr

USB-Slot, Function & Auto/On/Off

Seagate Barracuda Green

Status LED-Leiste
Äußerlich scheint die CloudStation identisch zu der
bereits getesteten
LinkStation.
Während wir damals die LinkStation Duo in einer Konfiguration mit 1.0 TB in der
Redaktion hatten, bergen die kompakten Abmessungen der CloudStation Duo 2x 2 TB
Festplatten des Herstellers Seagate, Modell Barracuda Green. Die
Hotswap-Schächte ließen sich bei unserem Testsample nur etwas schwergängig
lösen, sie bestehen zudem aus Kunststoff und wirken etwas lapidar. Die matte
Frontblende schließt bündig mit der Leiste in Hochglanz ab, in der Status-LEDs
für Betrieb, Funktion und eventuelle Fehler integriert sind. Die Seitenteile
sind ebenfalls aus Kunststoff und matt gehalten, auf der Rückseite finden sich
ein USB-Anschluss, Ethernet-Slot, ein Function-Button und ein Schieberegler
"Auto/On/Off". An der rechten Oberseite ist ein aktiver Lüfter
untergebracht. Die kompakten Dimensionen versprechen
problemlose Unterbringung zuhause, gerne könnten wir uns aber etwas
höherwertiges Gehäusematerial vorstellen.
Features in der Übersicht
- Problemloses Cloud Setup in 60 Sekunden
- Zugriff auf Serverinhalte von iPhone, Android, Tablet-PC
- Einfaches Handling ohne Installation von Software
- Keine fortgeschrittenen Netzwerk-Kenntnisse notwendig
- Dateien mit einem Klick auf Facebook oder Twitter hochladen
- Kein Service-Vertrag oder Extra-Kosten
- Video-Transcoding
- Built-in Bittorrent-Client
- Time Machine Backup
- 2 Jahre Garantie
Technische Daten
- HDD Spec: SATA II
- Raid: 1, JBOD
- Ethernet: RJ45, Gbit
- USB: 2.0
- Netzwerk: TCP/IP
- Dateifreigabe: SMB/CIFS, AFP, HTTP/HTTPS
- OS Support: Windows 7/Vista/XP, MacOS 10.39+
- Abmessungen: 86 x 127 x 204mm
- Gewicht: 2,3 kg
- Stromverbrauch: Durchschnitt 26W / Max 48W
Setup und Bedienung

http://cloudstation.pogoplug.com

Auswahl welche CloudStation installiert wird

Erkennung der CloudStation Duo

Setup

Installation beendet
Die Inbetriebnahme der CloudStation beginnt mit der
Aufstellung des Gerätes und der Verbindung des Ethernet-Slots mit dem Router.
Nun kann die CS eingeschaltet werden. Die CloudStation wird im Netzwerk erkannt
und kann bereits über die Netzwerkfreigabe erreicht und als Massenspeicher
verwendet werden. Jetzt wollen wir aber natürlich den Cloud Service nutzen.
Hierfür geben wir im Browser
http://cloudstation.pogoplug.com ein und klicken auf "Set Up your
CloudStation". Erst wird ausgewählt ob man eine CloudStation oder CloudStation
Duo installiert wird. Im nächsten Schritt sucht die Seite nach einer vorhandenen
CloudStation und fragt bei Erfolg nach einer eMail-Adresse und einem Passwort.
Nach der Eingabe ist die Aktivierung fast abgeschlossen, nach Eingang einer
Bestätigungsmail muss die Aktivierung nochmals bestätigt werden.

5 GB Cloud-Speicher werden automatisch kostenlos zur
Verfügung gestellt

Allgemeine Einstellungen

Medien-Bibliothek

Foto-Galerie

Auf der CloudStation vorhandene Musik-Dateien

Auch per e-Mail können Daten in die Cloud geladen werden
Nach dem Setup und dem ersten Einloggen bei pogoplug wird
man mit der Meldung, 5 GB kostenlosen Cloud-Speicher erhalten zu haben, begrüßt.
Danach landet man sogleich in der Bibliothek und sieht die in der CloudStation
physisch lagernden Daten. Wer möchte, kann sich die Daten auch in Fotos, Videos
und Musik unterteilt anzeigen lassen. Werden jetzt neue Dateien auf einen der
Datenträger der CloudStation Duo kopiert, erscheinen diese auch unter
cloudstation.pogoplug.com. Das ist ein Benefit der CloudStation Duo, zwar sind
nur 5 GB reiner Cloud-Speicher verfügbar, auf die 4 TB unserer CloudStation
können wir aber jederzeit ebenfalls komplett mobil via PC, Smartphone oder
Tablet zugreifen.
Um auf die Einstellungen der CloudStation Duo zugreifen
zu können, klickt man im rechten oberen Bereich auf Settings. Hier können die
grundlegenden Einstellungen wie Name der Station, Sicherheitseinstellungen oder
spezifischere Optionen wie der Zielort des eMail-Uploads eingestellt werden.
Auch der DLNA-Server Betrieb wird hier unter "Media Settings" aktiviert.
"Streaming to Xbox360/PS3" muss hier aktiviert werden, auch die
Video-Transcoding Optionen stehen hier zur Verfügung. Auf die stationären
Einstellungen (nicht pogocloud) kommt man auch hier über die "Device Settings"
oder, solllte man sich im selben Heim-Netzwerk befinden, einfach indem man die
IP-Adresse der CloudStation in den Browser eingibt. Hier können dann
Backup-Funktionen genutzt werden, Benutzer administriert und der
Bittorrent-Client verwaltet werden. Das Passwort für die stationären
Einstellungen ist nicht das Passwort, dass bei Pogocloud festgelegt wurde,
sondern das Buffalo Default-Passwort "password".

pogoplug PC-Anmeldung

Pogoplug Uploader
In unserem Fall verlief die Installation,
Daten-Übertragung und Synchronisation mit der Cloud tadellos, flott und
barrierefrei. Der Zugriff auf Daten erfolgt über den Web-Auftritt sehr einfach,
allerdings kann man auch eine dedizierte Pogoplug-Software auf PC, MacOS und
diversen Linux-Distros installieren. Die Software kann direkt von der Homepage
von Pogoplug heruntergeladen werden. Die Übersicht ähnelt dem Web-Auftritt und
auch hier können problemlos Daten ausgetauscht werden.

Teilen mit Freunden

Geteilte Dateien

Gast-Account erstellen
Sehr gut gefällt uns auch die Möglichkeit, einzelne Dateien oder gar ganze
Ordner mit beliebigen Personen zu teilen. Hierfür muss lediglich der
gewünschte Ordner markiert werden und auf den Share-Button gedrückt werden.
Jetzt gibt man die eMail-Adresse des Nutzers an, mit dem man seine Dateien
teilen möchte und - fertig. Es funktioniert wirklich so einfach - dem
Adressaten wird ein Gast-Zugang eingerichtet. Der Benutzer selbst kann sich nun
ein eigenes Passwort einrichten, mit dem er dauerhaft auf die Dateien zugreifen
kann, andernfalls wird der Gastzugriff nach zwei Wochen deaktiviert.
App
 
pogoplug-Applikation
 
Auto Upload & Layout Android App
Zunächst hatten wir ein wenig Probleme mit dem App-Zugriff auf
unsere CloudStation, da wir zuerst die WebAccess-App von Buffalo Inc.
heruntergeladen haben. Diese erkennt allerding nur die Link- und TeraStations
von Buffalo und greift nicht auf unsere CloudStation. Schnell war erkannt, dass
der Fehler hier bei uns lag und die Applikation "Pogoplug"
heruntergeladen werden muss. Für manche offensichtlich, ein kurzer Hinweis auf
der Verpackung oder der Website von Buffalo-Technology würde aber wohl auch
niemandem weh tun. Die Installation verlief problemlos und beim Öffnen der App
muss lediglich zur Anmeldung die eMail-Adresse und das vorher festgelegte
Passwort eingegeben werden. Beim ersten Einschalten wird man gefragt, ob die
aufgenommenen Fotos & Videos automatisch in die Cloud geladen werden sollen,
diese Einstellung kann aber später auch wieder verändert werden. Das Handling
der App ist tadellos, die CloudStation wurde sofort erkannt und ohne groben Lag
konnten wir auf unsere gespeicherten Daten mit unserem Smartphone zugreifen und
diese auch herunterladen. Beachtet werden muss, dass die sich auf dem Smartphone
befindlichen Dateien lediglich in den pogoplug-Cloudspeicher geladen werden
können und nicht direkt auf die physischen Datenträger der CloudStation Duo.
Fazit

Die Buffalo CloudStation hält, was sie verspricht.
Auspacken, anschließen, Passwort einrichten und die gewünschten Funktionen
laufen. Eine langwierige Installation entfällt, dennoch wäre der ein oder
andere Hinweis hilfreich, schon die Angabe der pogoplug-URL-Adresse würde
genügen. Die CloudStation lässt gegenüber den anderen "reinen"
NAS-Servern von Buffalo einige Funktionen wie Web-Server, FTP-Zugriff und
ähnliches vermissen. Sie ist für den mobilen Datei-Zugriff ausgerichtet, und
dies erledigt sie tadellos. Ob mit PC, Tablet oder Smartphone konnten wir
problemlos Daten mit der CloudStation austauschen. Besonders einfach gelingt
auch das Teilen von Dateien mit Freunden oder Bekannten, ein einfacher
Gastzugriff wird automatisch eingerichtet und kann von Dritten genutzt werden.
Auch DLNA-Streaming funktioniert im Haus-Netzwerk sehr gut. 5 GB CloudSpeicher
gibt es beim Kauf der CloudStation Duo von pogoplug obendrauf, vom Smartphone
können Fotos & Videos dann direkt hochgeladen werden.
Buffalo CloudStation Duo - problemlose Installation,
komfortables Handling und mobiler Dateizugriff mit PC, Tablet & Smartphone
 Test:
24.01.2012
+ Problemlose & schnelle Installation
+ Sehr einfaches Handling
+ Datei-Sharing
+ App-Zugriff via iOS & Android
- Lese/Schreib-Zugriff nicht der schnellste
- Aktiver Lüfter macht sich manchmal bemerkbar
Text: Philipp Kind Bilder: Sven Wunderlich Datum: 24.01.2012
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