SPECIAL: Unsere Audio-/Video/Multimedia-Favoriten im Juni 2012
25. Juni 2012 (cr)
Einführung
Wir haben Ihnen unsere Empfehlungen für bestes Entertainment - mobil und
stationär -, Stand Juni 2012, in diesem Special zusammengetragen. Die
Reihenfolge richtet sich nach dem Preis - die günstigsten Komponenten zuerst,
die teuersten zum Schluss. Wir wünschen viel Freude beim Lesen.
Unsere Favoriten in preislicher Reihenfolge:

Das Philips Fidelio DS3120 ist ein
elegantes Dock für Apple iOS-Geräte, das sauber verarbeitet und mittels
kostenlos herunterzuladender App zu steuern ist. Die Funktionen der App sind
nichts Besonderes, aber praxisgerecht und einfach zu bedienen. Die klangliche
Abstimmung kann man als sehr gelungen bezeichnen, das kompakte Dock klingt
angenehm und entfaltet sogar eine leichte Räumlichkeit. Leider fehlt eine
Fernbedienung - was man aber bei dem günstigen Kaufpreis von nur rund 100 EUR
verschmerzen kann.

Günstiger Volltreffer - der Pioneer 5.1 AVR VSX-527
bietet eine enorme Funktionsvielfalt für 349 EUR. Er gefällt mit
tadelloser Pegelfestigkeit und ausgezeichneter Grobdynamik sowie einer prima Räumlichkeit.
Für die Wiedergabe von Rock-Musik oder HipHop/Trance/Techno beziehungsweise von
Film-Tonspuren eignet sich der preiswerte AV-Receiver ausgezeichnet. Sehr zu
loben in Bezug auf die Preisklasse sind die multimedialen Ausstattungsmerkmale.
Weder AirPlay noch DLNA oder Internet Radio fehlen, alles funktioniert einfach
und reibungslos. Das schlicht gestaltete OSD ist nur in englischer Sprache verfügbar,
dafür bringt der 527 sogar ein Lautsprecher-Einmessystem mit, das bei
Mitwettbewerbern in dieser Preisliga fehlt. Den Nutzen der einfachen
MCACC-Standard-Version würden wir als ordentlich, aber nicht
überdurchschnittlich einstufen. Verarbeitung und Optik haben uns überzeugt,
Pioneer spendiert dem VSX-527 sogar Schraubanschlüsse für alle Lautsprecher. Es
dürfte schwer sein, noch mehr Ausstattung und Klangqualität für weniger Geld
zu bekommen - Applaus!

Das HTC One S ist ein DualCore-Smartphone mit 1 GB Ram und Sense
4.0, das auf dem Mobile World Congress 2012 in Barcelona vorgestellt wurde
und für Preis ab ca. 450 EUR angeboten wird. Es präsentiert sich leistungsstark, der 1,5 GHz DualCore Prozessor und die 1024 MB Arbeitsspeicher sorgen für flottes, reibungsloses Arbeiten. Der schlanke, elegante Auftritt
spricht für das Smartphone. Mit einem Gewicht von knapp 120 Gramm ist es ein Leichtgewicht. Uns gefällt der Unibody aus Flugzeug-Aluminium, der mit Plasmablitzen beschossen wurde, sehr gut. Ein Abplatzen der Beschichtung, wie sie von manchem Anwender beschrieben wurde, konnten wir bei unserem Testample bisher erfreulicherweise nicht feststellen. Die 8MP Kamera überzeugt mit soliden Ergebnissen und begeistert durch die kurz gehaltene Auslöseverzögerung. Das 4,3 Zoll Super AMOLED-Display mit qHD-Auflösung
gefällt durch dynamische Farbgebung, zeigt aber bei Schriften stellenweise Unschärfen. Die Musikwiedergabe beim One S gefällt durch ordentliche Dynamik und gutem Pegel. Im Gegensatz zu den ebenfalls beats audio gebrandeten Geräten Sensation XE und Sensation XL liegt beim One S aber kein Beats by Dre Headset bei. Schade finden wir ebenfalls, dass das One S nicht über einen microSD-Kartenslot verfügt und die integrierten 16 GB somit nicht erweiterbar sind.

Der Doppel-Datenturbo für Surf-Freaks - das ohne Vertrag ab
rund 470 EUR erhältliche Smartphone HTC Velocity mit LTE, Dual-Core-CPU und 8 MP Kamera
ist eines der ersten Long Term Evolution Smartphones auf dem deutschen
Markt. Zusammen mit der bei Vodaphone zubuchbaren LTE-Option wird bei Downloads
und Uploads ein bislang nicht gekannter Speed erreicht. Auch sonst überzeugt
das hochwertig verarbeitete Smartphone: Die Kamera ist hervorragend im Still
Imaging und im Videobetrieb, das Gerät erweist sich als sehr betriebssicher und
ist auch bei aufwändigen Games oder im Multitasking-Betrieb schnell. Das
Display in qHD-Auflösung stellt brillant und klar dar.

Elegant und innovativ ist der Philips
Android/DLNA-Soundbar CSS5123 für 499 EUR. Der
Soundbar kommt zusammen mit einem kompakten, kabellos eingebundenen
aktiven Subwoofer und ist als vollwertige Streamingkomponente zu sehen. Medien
von einem Android Device können über die CSS5123 wiedergegeben werden, ebenso
ist der Soundbar in der Lage, von PCs und Servern aus dem Heimnetzwerk Dateien
zu streamen. Ferner gibt es auch eine ausgewachsene Fernbedienung anstatt sehr
einfacher Remote im Scheckkarten-Format, ebenso ein, wenn auch schlichtes, OSD. Für
die Verbindung zum TV steht ein HDMI-Anschluss (1.4 mit Audio Return Channel)
zur Verfügung. Der Philips Soundbar hält USB, AUX 1 Cinch, einen koaxialen
Digitaleingang, einen optischen Digitaleingang und eine Ethernetbuchse als
weitere Anschlüsse bereit. Wahlweise kann man den CSS5123 auch drahtlos ins
Netzwerk einbinden. Der Soundbar stellt klar eine Bereicherung des
zugehörigen Marktsegmentes dar. Er setzt eingehende Signale akustisch
ansprechend um. Bildinhalte werden farbecht, mit angenehmer Bildschärfe und
gutem Kontrast wiedergegeben. Bei stabiler Datenübertragung - also gerade bei
der Video-Wiedergabe am besten bei kabelgebundener Netzwerkeinbindung - kommt es
nur in vertretbarem Maße zu Ruckeln im Bild. Flimmern oder Artefaktebildung fällt
nur selten auf. Nicht unsere Zustimmung findet, dass es am Soundbar selber kein
Display gibt, Auch passt der klanglich gute aktive Subwoofer hinsichtlich seiner
qualitativen Anmutung nicht zum Soundbar, der enorm hochwertig und edel
daherkommt. Letzter Kritikpunkt - das Video-Streaming größerer Videodateien
vom Smartphone oder Tablet könnte noch stabiler ablaufen.

Platt ausgedrückt, könnte man schreiben" So groß kann
klein sein" - die Onkyo Mini-HiFi-Anlage CS-555DAB
punktet mit edler, erwachsener Optik und Top-Verstärkertechnik im Inneren -
genau die identischen "Zutaten" kommen auch in den ausgewachsenen
Onkyo HiFi-Komponenten zum Einsatz. Der Preis ist mit 499 EUR für die Version
mit integriertem DAB+-Tuner fair kalkuliert. Der Klang ist sauber und
detailreich, über USB können iPod und iPhone eingebunden werden.
Netzwerkfunktionen gibt es bei diesem Modell keine.

Soundbar "pur" ohne Schnickschnack, aber mit sehr
gutem Klang: Die Energy Soundbar Power Bar Elite
vereint Purismus und starken Sound für 599 EUR.
Gerade der aktive, kabellos eingebundene aktive Subwoofer begeistert durch
Nachdruck und Pegelfestigkeit, aber auch das Energy-eigene "3D"
Surroundprogramm für die Erzeugung eines virtuellen Surroundfeldes weiß zu
überzeugen und kreiert gekonnt eine räumlich überraschend intensives
Klangfeld. Die Anschlussbestückung umfasst nur das Notwendigste, HDMI
fehlt.

Die pro Stück 299 EUR kostende Magnat Vector 207
offeriert zum kleinen Kaufpreis ein tolles Leistungsprofil. Sie schließt nahtlos an die ausgezeichneten Leistungen der Komponenten aus dem
Magnat Vector 5.1-Set (Vector 205/Center 213/203 + Betasub 25 A)
an und überzeugt ebenso durch das überragende Preis/Leistungsverhältnis. Für nicht einmal 300 Euro pro Stück erhält der geneigte Käufer einen ausgewachsenen Standlautsprecher, bei dem nicht nur das Äußere sondern auch die inneren Werte stimmen. Besonders imponiert hat uns die harmonische Auslegung und die Grobdynamik, zu keiner Zeit wird das Hören mit den Vector Lautsprechern anstrengend. Der Hochtonbereich wird lediglich bei höchstem Pegel etwas spitzer, ansonsten hat die Vector kaum mit Mängeln bei hoher Lautstärke zu kämpfen. Auch die gute Räumlichkeit, Bühnenaufbau und die Kraft, mit der die Vector agiert, punkten für die Magnat Schallwandler. Tolle Leistung zum kleinen Preis geht nicht? Geht wohl - beweist die Vector Serie von Magnat!

Für 599 EUR ist der brandneue Yamaha 7.2 AV-Receiver RX-V673
erhältlich, der mit AirPlay, Internet Radio-Funktion, Musik-Streaming und
Yamahas Einmess-Systemm YPAO ausgeliefert wird. Auch 2 Subwooferausgänge
gehören zu den interessanten Features. Der RX-V673 erfreut mit räumlichem
sowie emotionalem Klang und exzellent abgestimmten Einmesssystem. Die Cinema
DSP-Programme Spectacle, SciFi und Adventure sorgen für effektives Feintuning.
Im Stereobetrieb erfreut der Yamaha mit fundiertem Klang und guter Feindynamik.
Die Videosektion ist ausgewogen, neue Maßstäbe werden nicht gesetzt. Der
RX-V673 hat sich im Testbetrieb als zuverlässiges, problemloses Gerät
dargestellt und ist daher sehr zu empfehlen.

Der Denon AVR-2113 setzt
erfolgreich fort, was der Denon AVR-1713
begonnen hat. Tadellose Souveränität, enorm räumlich und detailliert und
dabei kraftvoll, dynamisch und temperantvoll. So lassen sich die übrdurchschnittlichen
akustischen Leistungen in diesem Preisgefüge beschreiben. Erstaunlich, wie der
599 EUR AV-Receiver selbst mit anspruchsvollen Schallwandlern harmoniert. Der
AVR-2113 ist - aus unserer Sicht - akustisch das aktuelle Highlight der
Mittelklasse. Natürlich bietet der Denon mit multimedialer Flexiblität, einer
soliden Video-Sektion und einfacher Installation weitere Benefits. Mit einem
Firmware-Update im Juli werden weitere interessante Funktionen freigeschaltet.

Der Onkyo 7.2 AV-Netzwerk-Receiver TX-NR616
kommt auf 699 EUR und ist üppig ausgestattet. Neben THX Select 2 Lizenz,
Audyssey 2EQ und 2 Subwoofer-Ausgängen verfügt der 616 auch über eine
Vielzahl von internetbasierten Musikdiensten. Er ist streamingfähig und kann
auch mittels optional erhältlichem WLAN-Adapter eingebunden werden. Gestreamt
werden können nahezu alle gängigen Musikdateiformante, aber keine Video- oder
Fotodateien. Der Onkyo ist über den Front HDMI Eingang auch MHL-fähig, so
können Dateien von entsprechend geeigneten Smartphones einfach über den AVR
wiedergegeben werden. Akustisch zeigt er sich neutraler und spritziger als der
Vorgänger, die Pegelfestigkeit ist tadellos. Mit Ausgewogenheit auf hohem
Niveau punktet die Videosektion, während das Einmesssystem als lediglich
durchschnittlich zu bewerten ist. Sehr gut - Verarbeitung und Bedienung.

Einer der wohl leistungsstärksten Soundbars ist der Teufel 2.1 Set Cinebar 51
(799 EUR) wird hier
mittels des neuen THX Speakerbar Zertifikats realisiert. Der Soundbar liefert
einen räumlichen, kraftvollen und dynamischen Klang, der auch bei höherem
Pegel souverän und dynamisch bleibt. Musik und Filmton kann man in einer Qualität
genießen, die man von einem Soundbar nicht erwartet hätte. Das THX
Speakerbar-Zertifikat garantiert enorme Leistungsfähigkeit über den gesamten
Frequenzbereich, und der Cinebar 51 enttäuscht auch nicht: Bassdruck, aber auch
Klarheit im Mittel- und Hochtonbereich sind ausgezeichnet. Die Verarbeitung ist
sehr gut, die Materialqualität überzeugt. Was wir vermissen, sind eine
hochwertigere Fernbedienung und vor allem eine HDMI-Beschaltung.

Für 799 EUR ist Panasonics Universaltalent DMR-BST820
ins Haus holen: Set Top Box, Festplatten/BD-Recorder und 3D Blu-ray Player in einem Gerät,
das hört sich nach sehr flexiblen Nutzungsmöglichkeiten an. Im Test kann er
durch die Bank punkten: Der DMR-BST820 ist ein echter Blu-ray Recorder und nimmt TV-Sendungen nicht nur auf die integrierte
HDD, sondern auch direkt auf Blu-ray/DVD auf. Weiter macht uns der japanische Hersteller uns mit der Diga Player App den Mund wässrig. Mit einem iOS- bzw. Android Smartphone/Tablet nimmt man das aktuelle TV-Bild einfach mit, wohin man gerade eben
bewegt. Auch sonstige Videos auf der integrierten Festplatte lassen sich auf dem Smartphone/Tablet abspielen, zudem kann die App auch als Remote verwendet werden. Zur Flexibilität zählt auch das integrierte WLAN-Modul, dass sich bequem per WPS-Taste ins Heimnetzwerk einbinden lässt. Bei Aufnahmen zeigte sich das üppig ausgestattete Gerät betriebssicher und nimmt mit verschiedenen Kompressions-Stufen das TV-Signal auf. Ist man sich zuhause wieder mal nicht einig, können auch zwei Sendungen gleichzeitig aufgenommen werden und parallel ein Film von Blu-ray/DVD wiedergegeben werden. Die Bildqualität überzeugt dank dem UniPhier Pro² Chip in allen Disziplinen, ob Blu-ray Wiedergabe, DVD-Upconversion oder der eingebaute DVB-S Tuner. Ausgeprägte Räumlichkeit und Plastizität, hohe Kanten- und Detailschärfe sowie Kontraststärke und Farbgebung punkten für den Panasonic. Handhabung und Bedienung ist nach kurzer Zeit auch für den kaum versierten Nutzer problemlos möglich. Selbst DLNA-Funktionen und sonstige Multimedia-Features gelingen meist intuitiv. Der DMR-BST820 ergattert durch die hervorragende Bildqualität,
die flexiblen Einsatzmöglichkeiten und aufgrund des zuverlässigen Betriebs unser Referenz-Prädikat.

Für einen Straßenpreis von 799 EUR erhält man mit dem Klipsch Reference MkII Aktivsubwoofer SW-115
ein echtes Bass-Kraftwerk. Er beeindruckt durch seine souveräne und authentische Spielweise. Nie dickt er den Bassbereich unnatürlich auf - stets stellt er auch verschiedene, parallel stattfindende tieffrequente Ereignisse glaubwürdig und mit hervorragendem Tiefgang dar. Durch die hohe Pegelfestigkeit eignet sich der solide konstruierte Bass-Experte auch für Hörräume bis gut 40 Quadratmeter. Der Marktpreis für das ausdrucksstarke Bass-Paket fällt sehr günstig aus.

Der optisch mit dünnen, elegantem Rahmen auftretende Panasonic Edge LED-LCD TX-L42ETW50
für 1199 EUR ist akkurat verarbeitet und weist eine nahezu komplette Ausstattung auf, die auch ein integriertes WLAN-Modul umfasst. Im Display Basic Check hinterlässt der Flachbildschirm einen
erstklassigen Eindruck, viele Stärken z.B. beim Weißpunkt, bei der Farbtemperatur und beim Gamma stehen nur geringe Schwächen (HD-Farbraum) gegenüber. Die 4. Generation der Panasonic Shutterbrillen nutzen nun Bluetooth anstatt Infrarot und sind extrem leicht, der Unterschied zu einer Polarisationsbrille ist kaum zu spüren. Für den TV spricht auch der geringe Stromverbrauch. Im 3D-Betrieb überzeugt der Panasonic nicht nur aufgrund der ausgezeichneten Durchzeichnung bis in die hinteren Bildebenen und dynamischer Farbwiedergabe sondern auch wegen der Unempfindlichkeit gegenüber Kopfbewegungen. Ghosting bleibt ein Thema, ist aber nur bei aktivierter Frame-Interpolation ein spürbarer Faktor. Die Wandlung und Upconversion gelingt ebenfalls sehr gut, besonders bei der DVD-Hochkonvertierung ist aber noch Potential vorhanden, dies zeigen gerade die aktuellen Blu-ray Player aus eigenem Hause auf. Multimedial wartet Panasonic nun auch mit einem freien Web-Browser und HbbTV auf, mit iOS bzw. Android-App kann der TV mit dem Smartphone gesteuert werden. Hinzu kommt eine umfangreiche Formatauswahl beim Streaming und der
USB-Wiedergabe. Leider ist, typisch Edge, die Helligkeitsverteilung nicht ganz
homogen. Der Panasonic zeigt diese Schwäche aber deutlich weniger ausgeprägt
als mancher Konkurrent.

Der Sony KDL-46HX755 für
1399 EUR überzeugt besonders in der Königsdisziplin Bildqualität und glänzt mit ausgezeichneten Mess-Ergebnissen. Im 3D-Betrieb
steht ein angenehmes Sehen im Fokus. Eine hohe Bildstabilität, Bewegungsschärfe und kaum Crosstalk sind die Folge. Schwachpunkt ist die Anfälligkeit gegenüber Kopfbewegungen, neigt man den Kopf zu stark nach rechts oder links, treten starke Farbverfälschungen auf. Die Wandlung ist bereits sehr gut, bietet aber bezüglich des 3D-Effektes noch Potential nach oben und weist obligatorisch den identischen Schwachpunkt zur nativen 3D-Wiedergabe auf. Sehr gut finden wir, dass der TV im Bildfeld/Szene Kino bereits mit den Grundeinstellungen einen sehr natürlichen Film-Look bietet. Der TV mit ordentlicher Verarbeitung hat WLAN integriert und natürlich Sonys
Cloud-basierten Service "Sony Entertainment Network" an Bord. Die Format-Auswahl via DLNA könnte noch etwas umfangreicher sein. Unser größter Kritikpunkt gilt aber der Reaktionszeit auf Eingabebefehle. Abgesehen von der leichten Verschachtelung gefällt uns das Menü und das Handling des TV-Gerätes recht
gut.

Schon für rund 1500 EUR Marktpreis wird man stolzer Besitzer
des Toshiba 55WL863 mit leistungsstarkem
CEVO-Prozessor, Shutterbrillen-basiertem 3D, erstklassigem Video-EQ, Hollywood
Pro Bildfeld für professionelle Kalibrierung mittels optionaler Messsonde und
dem Toshiba Places Smart TV Portal. Im Test überzeugt der TV durch den fairen Kaufpreis und
eine gelungene Bildqualität. Besonders hervorzuheben sind die erstklassigen Leistungen im Display Basic Check. Hier erzielt der Toshiba mit die besten Ergebnisse, die wir bislang festhalten durften. Besonders bei Farbtemperatur, Weißpunkt und Gamma merkt man die umfangreichen Bemühungen von Toshiba, eine authentische, Hollywood-gerechte Filmwiedergabe sicher zu stellen, deutlich. Schwarzwert, Kontrast und 24p-Stabilität sind exzellent. Die 3D-Wiedergabe überzeugt bis auf das stellenweise Auftreten von Crosstalk. Der Tuner und die Up-Conversion von Filmmaterial sind tadellos, leichte Schwächen scheinen bei der Up-Conversion von Videomaterial durch. Verarbeitung und Anschlussbestückung sind ausgezeichnet, die Bedienung gelingt nach kurzer Eingewöhnung ohne Schwierigkeiten. Multimedial liest der 55WL863
nahezu alle Video-Dateiformate, Toshiba Places als Smart TV Plattform aber hinkt noch den Smart TV-Leadern hinterher.

High-Tech und Haute Couture-Design für eine UVP von 2099 EUR -
diese Kombination macht den Samsung UE46ES8090
ungemein reizvoll. Der ultraflache LED-LCD-TV benötigt dank des One-Designs
recht wenig Platz und bietet Flexibilität bezüglich der Aufstellung. Visuell
überzeugt der ES8090 besonders durch seine ausgeprägte Detailschärfe und
Plastizität sowie sehr natürliche Farbwiedergabe im Film-Modus. Die
Bildstabilität reißt auch im 3D-Betrieb nicht ab, der Samsung bietet
angenehmes 3D-Sehen mit hoher Bewegungsschärfe und einem gut durchzeichneten
Bild in allen Ebenen. Kritik müssen wir bei der Helligkeitsverteilung üben,
besonders in den Ecken ist der Taschenlampen-Effekt zu sehen, leichtes Clouding
ist zudem immer wieder zu entdecken. Kann man mit dieser Problematik - die jeden
EDGE LED LCD-TV betrifft - leben, kommt man auch in den Genuss einer
ausgezeichneten 3D-Wandlung, die nur mit geringen Schärfe-Einbußen zu kämpfen
hat. Innovativ zeigt sich der ES8090 durch Sprach- und Gestensteuerung, die größtenteils
auch gut funktioniert und Benefits bietet. Stellenweise muss man sich aber etwas
in Geduld üben, zudem ist das volle Potential noch nicht ausgereizt. Akustisch
kann der TV im Alltagsgebrauch überzeugen und beschallt auch schon mal einen größeren
Raum.
Redaktion: Carsten Rampacher
25. Juni 2012
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