TEST: Apple iPad 3 WiFi/Mobilfunk-Version

17.09.2012 (cr/phk)

Auch, wenn das Apple iPad 3 schon seit geraumer Zeit auf dem Markt ist, lohnt immer noch ein Test des Hightech-Tablets aus Cupertino. Unübertroffen ist nach wie vor die enorme Auflösung des Retina-IPS-Displays mit LED-Hintergrundbeleuchtung, hier stehen 2048 x 1536 bei 264 ppi Pixel im Datenblatt. Später kommen wir auch dazu, wie sich diese gigantische Auflösung in der Praxis auswirkt. Fest steht: Einzelne Pixel dürften bei dieser über FullHD liegenden Auflösung nicht mehr erkennbar sein. Damit die großen Reserven des Displays auch tatsächlich genutzt werden können, hat Apple den A5X Chip mit Quad-Core-Grafik eingebaut. An RAM stehenden 1024 MByte zur Verfügung. Mit der hochwertigen Chip-Bestückung wird garantiert, dass die Wiedergabe aller Inhalte aus grafischer Sicht stets sauber sowie flüssig verläuft. Neu beim iPad 2 ist die 5 MP-Kamera, die im Videobetrieb auch 1080p-Videos mit 30 Frames/Sekunde drehen kann. 

Rückseite

SIM-Karteneinschub

Sperrtaste und Laut-/Leiser-Regler

Alu-Rückseite

Sauberes Finish

 Optisch gleicht das iPad 3 dem Vorgänger iPad 2. Die Verarbeitung mit Metallrückseite und bündig eingepasstem Display ist auf Premium-Level. Allerdings raten wir dringend, nicht nur einen Cover vorn aufs iPad zu legen, sondern am besten für den Transport auch wegen der etwas kratzempfindlichen Rückseite in eine der unzähligen, optional bei verschiedenen Anbietern erhältlichen Taschen zu legen. 

Aus seitlicher Sicht

Das iPad 3 wiegt in der reinen WiFi-Variante 652 Gramm, in der WiFi + Cellular-Version 662 g. Im Vergleich zum Vorgänger sind dies rund 60 Gramm mehr. Die Abmessungen beider Versionen sind mit einer Höhe von 241,2 mm, einer Breite von 185,7 mm und einer Tiefe von schlanken 9,4 mm identisch – allerdings hat das iPad 3 wegen dem aufgrund des Retina-Displays und der CPU erforderlichen größeren Akkus um 0,6 mm zugelegt. Wie üblich bei Apple, gibt es die WiFi- und auch die WiFi/Cellular-Version in schwarzer oder weißer Version (identischer Preis) und in den drei Speichergrößen 16, 32 und 64 GB. Die Preise der reinen WiFi-Version liegen bei 479 EUR (26 GB), 579 EUR (32 GB) und 799 EUR (64 GB), die WiFi/Cellular-Variante kommt auf 599 EUR (16 GB), beziehungsweise 699 EUR (32 GB) und 799 EUR (64 GB). Nach wie vor gibt es keinen durch MicroSD-Karten oder ähnliches erweiterbaren Speicher. Auch ist der 42,5 Wh-Akku immer noch fest eingebaut, USB-Schnittstelle oder MicroHDMI-Terminal sucht man vergeblich – Apple hält hier an der „Apple-Welt“-Insellösung fest. 

Erstklassige Displayqualität

Die Displayqualität ist wahrhaftig superb. Über Sinn und Nutzen der hohen Auflösung lässt sich trefflich streiten, für die App-Entwickler war sie sicherlich nicht nur segens-, sondern auch arbeitsbringend, denn stark nachgefragte Apps für das iPad 3 mussten entsprechend grafisch optimiert bzw. neu entwickelt werden. In der Praxis ist die Brillanz bei HD-Filmtrailern gigantisch, man blickt fasziniert auf das 9,7-Zoll-Display und ist fassungslos, wie detailreich und plastisch das Bild erscheint. Nebenbei bemerkt, ist es auch zu loben, dass unschönes Ruckeln bei der Wiedergabe von Filmen praktisch nicht vorkommt – Voraussetzung, wenn man Material direkt aus dem Internet abspielt, ist natürlich eine entsprechende Verbindungsstabilität mit hoher Datenrate. Was nach wie vor etwas problematisch ist: Es handelt sich um ein Hochglanz-Display, so kann man bei deutlichem externen Lichteinfall nicht alle Inhalte problemlos erkennen. Übrigens – es geht „heiß her“ beim iPad 3. Wer z.B. Filme in HD schaut oder aber grafisch aufwändige Games spielt, muss sich mit einer technisch unbedenklichen, aber doch manchem sensibleren Zeitgenossen etwas unangenehmen Erwärmung der Rückseite abfinden, Tribut an die enorme Power des Dual Core-CPU mit vier Grafikkernen. Schon das iPad 2 wurde gut warm, dieser Effekt ist beim iPad 3 aber noch etwas ausgeprägter. 

Wir haben, um die Güte des Displays und der CPU-Unit zu untersuchen, verschiedene Testreihen gemacht:

  • Beim Gratis-Game „Men In Black“ wird eine saubere, brillante und scharfe Grafik geboten. Das Game stellt keine besonders hohen Ansprüche, daher wundert es uns nicht, dass das iPad 3 hier souverän agiert und ohne Verzögerungen oder Ruckeln alles umsetzt. 

  • Transformers 3: Auch ein Gratis-Game aus dem AppStore, mit guter Grafik und einigen netten Effekten. Keine Schwierigkeiten auch hier, Schärfe, Detailkontrast und Lebendigkeit des Bildes sind hervorragend. Übrigens, wer die eingebauten Lautsprecher nutzt, kann sich über einen überraschend klaren und durchaus räumlichen Klang freuen. 

  • Auch die App „Earth 3D“, in der Weltraumaufnahmen von Erde und Mond in bewegter Form gezeigt werden, hat uns gezeigt, wie leistungsfähig Display und Grafikeinheit sind: Die sich bewegenden Planeten und Monde werden sauber und ohne Ruckeln dargestellt. Die Erde erscheint ungemein plastisch und hebt sich klar vom schwarze Hintergrund ab. Details werden sehr präzise eingearbeitet, was für einen tiefen, umfassenden Bildeindruck sorgt. 

Top-Qualität bei FullHD-Videowiedergabe

Recht gute Auswahl bei YouTube an FullHD Content

  • Porsche FullHD-Videos, 911 Carrera GT3 RS, Panamera: Die Außenhaut des GT3 RS kommt beim Ausritt auf der Rennstrecke hervorragend heraus. Auch während des schnellen Fahrens sind die charakteristischen Konturen der 911er Karosse gut sichtbar. Die Detaillierung im Bereich Heckflügel und Rückleuchten ist hervorragend, aber auch die LED-Lichtketten unterhalb der ausgeschalteten Front-Hauptscheinwerfer kommen überragend heraus. Die beiden Panamera, die auf der von üppigen Wäldern flankierten Straße fahren, werden bewegungsstabil und mit exakten Umrissen wiedergegeben. 

  • Planet Earth Seen from Space: Wie auch die beiden Porsche FullHD-Videos ist auch dieses 1080p-Video auf YouTube zu finden. Die Erde wird in beeindruckender Plastizität vom Weltall aus gezeigt, sehr gut heraus modelliert ist die Wolkendecke. Die Gesamtbildschärfe ist überragend und wird von kaum einem anderen Tablet oder Pad derzeit erreicht. 

Datenverbindungen - Dies ist das nächste Stichwort – „LTE“ prangt bei der WiFi/Sim-Karten-Version stolz auf der Packung, doch mittlerweile hat sich herumgesprochen, dass man sich nur in den USA und Kanada über die 4G-Fähigkeit des iPads 3 freuen kann. In Deutschland jedenfalls muss man sich mit 3G begnügen, das finden wir schon schade, denn vom Releasedatum in Deutschland her wäre es sehr vorteilhaft gewesen, wenn man das iPad 3 gleich mit funktionierender LTE-Funktion hätte erwerben können, im Frühjahr 2012 begann zumindest Vodaphone mit dem breitflächigen Anbieten von LTE in entsprechenden Endgeräten. Wie wir in entsprechenden Testreihen feststellen konnten, ist LTE ein spürbarer Leistungsgewinn, gerade dann, wenn komplex aufgebaute Internetseiten rasch geladen werden sollen. Wie sieht es also mit den nutzbaren Datenverbindungsmöglichkeiten aus? Hier die Übersicht: Unterstützt werden HSPA und auch HSPA+ mit bis zu 21,1 Mbit/s für den Download. Auch DC-HSPA (bis zu 42 Mbit/s im Downlaod) wird unterstützt. LTE geht, wie erwähnt, hierzulande nicht, denn unterstützt werden die LTE-Bänder 700 und 2100 MHz, damit ist eine 4G-Verbindung nur in den USA und Kanada möglich. UMTS/HSPA/HSPA+ /DC-HSPA funktionieren im 850, 900, 1900 und 2100 MHz Band. GSM/EDGE wird auch in allen vier wichtigen Bändern (850/900/1800/1900 MHz) supportet. Für schnelle drahtlose Übertragung sorgte Bluetooth 4.0, natürlich ist das iPad 3 nicht nur 802.11 b/g, sondern auch 802.11 n-tauglich und fühlt sich auch im WiFi-Netzwerk wohl. Der Speed ist immer exzellent, ganz gleich, ob WLAN-n oder 3G-Netz, es dauert bei normal komplexen Internetauftritten nur wenige Sekunden, bis die Seite geladenen ist. Im WLAN-n-Netzwerk laufen FullHD-Videos von Youtube innerhalb weniger Sekunden an – ausgezeichnet. Die Empfangsqualität ist beim iPad 3 tadellos, hier können wir im Vergleich zu den Vorläufern eine Verbesserung feststellen. 

Kommen wir zum Akku, hier müssen wir vermelden, dass über 6 (!) Stunden Aufladezeit bis zum Erreichen der magischen 100 % Marke etwas zuviel des Guten ist. Möchte man das iPad 3 an manchen PC-USB-Anschlüssen oder/und über Docking Stations laden, ist es nicht unbedingt garantiert, dass dies funktioniert, wenn der Systemanschluss oder der USB-Anschluss nicht die erforderliche, im Vergleich zu iPod oder iPhone höhere Spannung unterstützt. Sehr vorsichtig sollte man mit billigen Apple-Ladegeräten aus dem Zubehörhandel sein: Hier muss man sehr genau schauen, ob die Anforderungen des iPads auch erfüllt werden, sonst löst sich das Ladegerät im wahrsten Wortsinn in „Schall und Rauch“ auf. Die Laufzeit des Akkus ist gut, aber nicht besser als beim iPad 2. Das neue Display und die CPU-Unit fordern doch Leistung. 10 Stunden Laufzeit bei Dauergebrauch gibt Apple an, wir kommen, wenn wir gamen oder HD-Videos betrachten, auf gut 6 Stunden, aber auf brauchbare 8,5 Stunden, wenn wir im Web surfen. Dies ist allerdings auch davon abhängig, wie konstant die Internet-Verbindung ist. Zellwechsel von 3G nach 2G und zurück in „Grenzgebieten“ senkt die Akkulaufzeit. Hört man nur Musik über Kopfhörer und lässt nicht allzu viele Programme im Hintergrund laufen, kann man gute 9 Stunden schaffen. 

 

Einstellungen - hier findet sich auch der Zugang zur iCloud

5 GB Speicher sind frei, wer mehr möchte, muss Speicher hinzu kaufen

Natürlich ist auch iCloud mit an Bord. Aktiviert man diese Funktion, so werden neue Kontakte, Kalenderdaten, Bilder etc. Cloud-basiert gleich mit allen verknüpften Apple-Komponenten synchronisiert. Die Daten sind zentral in der iCloud, und von dort aus erfolgt die Synchronisation. Das funktioniert gerade dann, wenn man eine komplette Apple-Kette inklusive PC/Notebook mit neuestem Mac-Betriebssystem verwendet, recht gut und schnell. Aufpassen sollte man nur, wenn man ins Ausland geht, aus Kostengründen ist es hier vielleicht sinnvoll, zuvor die iCloud-Funktion zu deaktivieren. Nur, wenn man sich im Ausland über WIFI-Anbindung mit kalkulierbaren Kosten einloggt oder aber wenig synchronisiert und dies transparente Kostenkontrolle über einen Datenpass bewerkstelligt, kann man iCloud auch im Ausland „gefahrlos“ verwenden. Kurz zum Thema Datenpass: Es gibt nach vorheriger Anmeldung z.B. bei Vodaphone und Telekom eine relativ einfache und bezüglich der Kosten kontrollierbare Möglichkeit für die Nutzung von Internetverbindungen im Ausland. Es öffnet sich, möchte man im Ausland bei aktivierter Roamingoption ins Internet, beim mobilen Device ein Browser-Fenster, und man bekommt Datenpässe mit verschiedenen Volumina und Laufzeiten wahlweise zum Kauf angeboten. Nachdem man den Pass gekauft und verbraucht hat, muss man erst einen neuen ordern, um weiter Internet nutzen zu können. So hat man volle Kostenkontrolle. Wie teuer ein Pass ist und wie viele Versionen angeboten werden, richtet sich nach der Ländergruppe, zu der das Land, in dem man sich aufhält, gehört).

0,3 MP Frontkamera

5 MP-Kamera hinten

Außenaufnahme morgens um 9.30, Sonne + leichte Wolken

Außen: Makroaufnahme

Außen: Panoramaaufnahme

Innen: Weg hinunter zum Keller, etwas eingeschränkter Lichteinfall

Innen: Detailaufnahme

Innen: Aufnahme im Macrobereich mit eingeschränktem Lichteinfall

Foto- und Screenshotgalerie

Nun wenden wir uns den Foto- und Videoqualitäten zu. Die 5 MP Kamera auf der Rückseite (ergänzend gibt es für Facetime-Videotelefonie eine 0,3 MP Kamera vorn) macht recht lebendige Aufnahmen bei normalem Tageslicht draußen, und auch drinnen können die Aufnahmen durch tadellose Schärfe und guten Kontrast punkten. Problematisch wird es, wenn sich die Lichtverhältnisse ändern und es merklich dunkler wird. Da Apple kein Blitz/Fotolicht mitgeliefert, muss man ohne auskommen, und dies ist aufgrund der nur durchschnittlichen Lichtempfindlichkeit des Sensors keine wahre Freude. Farben verlieren deutlich an Intensität, zudem kommt merkliches Bildrauschen hinzu, das bei Aufnahmen unter guten Lichtverhältnissen nur geringfügig in Erscheinung tritt. Die Autofokus-Funktion arbeitet recht zuverlässig, praktisch ist das Fokussieren per Fingertipp. Gut arbeitet die eingebaute Face Detection.

 

1080p Videos werden in ordentlicher Qualität realisiert (siehe Demo-Video - Achtung: Nachvertont!!) – auch hier gilt aber: Genug Lichteinfall sollte vorhanden sein. Schon in der Dämmerung wird es etwas schwierig, gute Resultate zu produzieren, dann verschwimmen Konturen und verschwinden in der Dunkelheit, hinzu kommen sichtbare Pixelbildungen und ausgeprägtes Rauschen. Ist genug Licht vorhanden, ist das Bild recht scharf und farbecht. Wichtig ist es, das gilt auch für vergleichbare Geräte, das iPad ruhig zu halten, nur dann sind Aufnahmen möglich, die man auch ansehen kann. Schnelle Schwenks sind tabu – diese erzeugen Ruckeln und Nachzieher, trotz Videostabilisierung on board. Die Kamera fokussiert sich rasch um, wenn man z.B. in den Macrobereich geht. Insgesamt für ein Pad/Tablet eine ausgesprochen respektable Leistung und ein deutlicher Gewinn im Vergleich zum iPad 2. 

Photo Booth

iMovie

Übrigens – ganz lustig ist Photo Booth, direkt ab Werk installiert. Man kann aus verschiedenen Effekten wählen (Wärmebildkamera, Spiegel, Röntgen, Kaleidoskop, Normal, Lichttunnel, Quetschen, Wirbeln, Strecken) und anschließend wird gleich mit dem gewünschten Effekt ein Foto geschossen, wenn man auf den Auflöser drückt. Wer schnell ein kleines Filmchen aus den gedrehten Videos herstellen möchte – das einfach handzuhabende „iMovie“-Programm direkt von Apple ist auch fürs iPad geeignet. 

Wiedergabelisten in der attraktiven Übersicht

Wiedergabeliste - Inhalt

Lautsprecher

Überzeugend gelingt dem iPad 3 die Musikwiedergabe. Nutzt man die eingebauten Lautsprecher, so ist ebenso wie beim iPad 2 die Verwunderung groß – wer den lausigen Klang vieler Smartphones und Tablets/Pads kennt und denkt, ohne Sounddock bewegt sich außer heißer Luft sehr wenig, der sollte sich mal das iPad 3 anhören: Hier ist eine wirklich gute Dynamik, gepaart mit einer ordentlichen Räumlichkeit, heraus zu hören. Bei „Eu Quero Tchu Eu Quero Tcha“ von Joao Lucas&Marcelo ist zudem die Stimmwiedergabe prima, ebenso die Trennung zwischen Stimmen und Instrumenten. Und auch R.I.Os aktueller Hit „Party Shaker“ bringt richtig Spaß, lebendig, klar und sogar im Bass gibt es hörbare Ansätze. Verwendet man entsprechend hochwertige Zubehörkopfhörer, dann kann man mit einer guten Klangqualität rechnen. Wir haben mit dem Teufel Auriol Fidelity getestet, die lebendigen Höhen, die sich sehr gut anschließenden, klar umrissenen Mitten und der straffe, räumlich tadellose Bass sichern eine gefällige Gesamtwiedergabe. 

Gute Diktierfunktion

Ergebnis


Wichtig in Bezug auf weitere Features: Im iPad 3 gibt es eine recht praktische Diktierfunktion, die z.B. bei Mails und SMS recht gut arbeitet. Man sollte deutlich sprechen, nicht zu schnell und nicht zu langsam – ähnlich, wie man einem Kind eine Geschichte vorliest, dann sind die Ergebnisse richtig gut. Insgesamt eine hilfreiche Sache, wenngleich diese Funktion natürlich nicht so umfangreich ist wie Siri beim iPhone 4s und beim neuen iPhone 5. 

Fazit


Das Apple iPad 3 ist insgesamt ein großer Wurf. Das Display setzt durch Auflösung und Brillanz Maßstäbe, zudem leidet die Akkulaufzeit weniger als befürchtet unter dem neuen Retina-IPS-Display. Allerdings arbeitet im iPad 3 auch ein größerer Akku, darum wurde das Gehäuse dicker und das Pad etwas schwerer. Nach wie vor nicht zu kritisieren ist das exzellente Ansprechverhalten des Multitouch-Screens, Verzögerungen gibt es beinahe nie. Aufgrund von Rechen- und Grafikleistung des verbauten Chipsatzes bereiten dem iPad 3 weder HD-Filmwiedergabe noch Gaming ernsthafte Probleme. In Verbindung mit dem bereits erwähnten erstklassigen Display taugt das Device aus Cupertino perfekt als mobile Movie- oder Gaming-Machine. Sehr flott ist das iPad 3 auch im Internet unterwegs. Nicht unsere Zustimmung findet allerdings, dass das iPad in Deutschland nur mit „Saugmotor“ läuft, weil der druckvolle LTE-„Datenturbo“ aufgrund anderer Frequenzen nur in den USA und in Kanada zündet. Aber auch mit HSPA/3G ist man schnell unterwegs, erst recht im WLAN-n-Netzwerk. 
Nützlich ist die Diktierfunktion, die ordentlich in der Praxis funktioniert. Verbessert zeigt sich die 5 MP-Kamera, die im Still Imaging-Betrieb ordentliche Ergebnisse erzielt. 1080p-Videos mit 30 Frames pro Sekunde können ebenfalls in guter Qualität hergestellt werden. Nur, wenn die Lichtverhältnisse in Richtung Dämmerung oder gar Dunkelheit tendieren, sind keine brauchbaren Kamera-Ergebnisse mehr möglich, denn es fehlt Blitz/Fotoleuchte und die Lichtempfindlichkeit des Sensors ist nicht eben groß. Dass Apple nach wie vor auf fest eingebauten Akku setzt und keine Möglichkeit zur Speicherweiterung mittels MicroSD-Karten anbietet, ist ebenso wenig neu wie die gesalzenen Preise und die Abwesenheit eines MicroHDMI- oder USB-Ports. Auch hinlänglich bekannt ist die einfache, überzeugende Bedienung, nach wie vor kann man auch die Verarbeitung nebst Materialqualität als vorbildlich bezeichnen. 

Premium-Pad/Tablet mit leistungsfähiger CPU und Maßstäbe setzendem Display

Tablets/Pads Oberklasse
Test 17. September 2012

+ Displayauflösung und Displayqualität setzen Maßstäbe
+ Leistungsfähige CPU
+ Schnelles Ansprechverhalten des Touchscreens
+ Einfache Bedienung
+ Großes App-Angebot, auch speziell fürs iPad
+ Gute Kamera
+ Tadellose eingebaute Lautsprecher
+ Hochwertige Verarbeitung

- LTE in Deutschland nicht verwendbar
- Akku fest eingebaut
- Kein MicroSD-Karteneinschub

Übersicht

Display

• Retina Display
• 9,7" Multi-Touch Hochglanz-Widescreendisplay mit LED-Hintergrundbeleuchtung und IPS-Technologie (24,63 cm Diagonale)
• Auflösung von 2048 x 1536 Pixeln bei 264 ppi
• Fettabweisende Beschichtung
• Unterstützung für die Anzeige mehrerer Sprachen und Zeichen gleichzeitig

Kapazität

• 16/32/64 GB

Konnektivität Modell nur WiFi

• Wi-Fi (802.11a/b/g/n)
• Bluetooth 4.0

Konnektivität Modell WiFi/SIM Karte

• Wi-Fi (802.11a/b/g/n)
• Bluetooth 4.0
• UMTS/HSPA/HSPA+/DC-HSDPA (850, 900, 1900, 2100 MHz); GSM/EDGE (850, 900, 1800, 1900 MHz)
• 4G LTE (700, 2100 MHz) nur USA und Kanada

Kameras, Fotos, Videoaufnahme

• 5-Megapixel iSight Kamera
• Autofokus
• Fokussieren per Fingertipp
• Gesichtserkennung für Fotos
• Videoaufnahme, HD (1080p) mit bis zu 30 Bildern pro Sekunde und Audio
• Videostabilisierung
• FaceTime Kamera für Fotos in VGA-Qualität und Video mit bis zu 30 Bildern pro Sekunde
• Geotagging für Fotos und Videos

Batterie und Stromversorgung

Modell nur WiFi

• Integrierte wiederaufladbare Lithium-Polymer-Batterie mit 42,5 Wattstunden
• Bis zu 10 Stunden Surfen im Web mit Wi-Fi, Video- oder Musikwiedergabe
• Aufladen über das Netzteil oder einen USB Anschluss am Computer

Modell WiFi/Mobilfunk

• Integrierte wiederaufladbare Lithium-Polymer-Batterie mit 42,5 Wattstunden
• Bis zu 10 Stunden Surfen im Web mit Wi-Fi, Video- oder Musikwiedergabe
• Bis zu 9 Stunden Surfen im Internet über ein mobiles Datennetz
• Aufladen über das Netzteil oder einen USB Anschluss am Computer

Eingabe und Ausgabe

Modell nur WiFi

• 30-poliger Dock-Anschluss
• 3,5 mm Stereo-/Kopfhöreranschluss (Minianschluss)
• Integrierter Lautsprecher
• Mikrofon

Modell WiFi/Mobilfunk

• 30-poliger Dock-Anschluss
• 3,5 mm Stereo-/Kopfhöreranschluss (Minianschluss)
• Integrierter Lautsprecher
• Mikrofon
• Fach für Micro-SIM-Karte

Sensoren

• Beschleunigungssensor
• Umgebungslichtsensor
• Gyrosensor 

Ortung

Modell nur WiFi

• Wi-Fi
• Digitaler Kompass

Modell WiFi/Mobilfunk

• Wi-Fi
• Digitaler Kompass
• Assisted GPS und GLONASS
• Mobilfunknetz

Audio-/Videoformate, Mail-Anhänge

Audiowiedergabe

• Frequenzbereich: 20 Hz bis 20.000 Hz
• Unterstützte Audioformate: HE-AAC (V1 und V2), AAC (8 bis 320 KBit/s), Protected AAC (aus dem iTunes Store), MP3 (8 bis 320 KBit/s), MP3 VBR, Audible (Formate 2, 3 und 4, Audible Enhanced Audio, AAX und AAX+), Apple Lossless, AIFF und WAV
• Vom Benutzer festlegbare maximale Lautstärke
• Dolby Digital 5.1 Surround-Sound Pass-Through mit Apple Digital AV Adapter (separat erhältlich)

TV und Video

• Unterstützung für AirPlay Mirroring an Apple TV (2. und 3. Generation) mit 720p
• AirPlay Videostreaming an Apple TV (3. Generation) mit bis zu 1080p und Apple TV (2. Generation) mit bis zu 720p
• "Bildschirme synchronisieren" und Videoausgabe: Unterstützung für bis zu 1080p mit Apple Digital AV Adapter oder Apple VGA Adapter (Adapter separat erhältlich)
• Videoausgabe: Unterstützung für 576i und 480i mit Apple AV Kabel für Composite-Video (Kabel separat erhältlich)
• Unterstützte Videoformate: H.264 Video: bis zu 1080p, 30 Bilder pro Sekunde, High Profile Level 4.1 mit AAC-LC Audio bis zu 160 KBit/s, 48 kHz, Stereo-Audio in den Formaten .m4v, .mp4 und .mov; MPEG-4 Video: bis zu 2,5 MBit/s, 640 x 480 Pixel, 30 Bilder pro Sekunde, Simple Profile mit AAC-LC Audio bis zu 160 KBit/s, 48 kHz, Stereo-Audio in den Formaten .m4v, .mp4 und .mov; Motion JPEG (M-JPEG): bis zu 35 MBit/s, 1280 x 720 Pixel, 30 Bilder pro Sekunde, Audio im Format ulaw, PCM Stereo-Audio im Format .avi

Unterstützte Mail Anhänge

• Anzeigbare Dokumenttypen: .jpg, .tiff und .gif (Bilder), .doc und .docx (Microsoft Word), .htm und .html (Webseiten), .key (Keynote), .numbers (Numbers), .pages (Pages), .pdf (Vorschau und Adobe Acrobat), .ppt und .pptx (Microsoft PowerPoint), .txt (Text), .rtf (Rich Text Format), .vcf (Kontaktdaten), .xls und .xlsx (Microsoft Excel)

Bedienhilfen, Umgebungsbedingungen, Voraussetzungen und Lieferumfang

Bedienungshilfen

• VoiceOver Bildschirmlesetechnologie
• Unterstützung für die Wiedergabe von Inhalten mit erweiterten Untertiteln
• AssistiveTouch Oberfläche für adaptives Zubehör
• Bildschirmfüllender Zoom
• Große Schriften
• Anzeigeoption "Weiß-auf-Schwarz"
• Lautstärkeanpassung links/rechts

Umgebungsbedingungen

• Betriebstemperatur: 0 °C bis 35 °C
• Lagertemperatur: –20 °C bis 45 °C
• Relative Luftfeuchtigkeit: 5 % bis 95 %, nicht kondensierend
• Maximale Betriebshöhe: 3.000 m über NN, ohne Druckausgleich

Voraussetzungen

• Apple ID (für einige Funktionen erforderlich)
• Internetzugang6
• Synchronisierung mit iTunes auf einem Mac oder PC erfordert:
• Mac: OS X 10.5.8 oder neuer
• PC: Windows 7, Windows Vista oder Windows XP Home oder Professional mit Service Pack 3 oder neuer
• iTunes 10.6 oder neuer (kostenloser Download unter www.itunes.com/de/download)

Lieferumfang

• iPad
• Dock Connector auf USB Kabel
• 10W USB Power Adapter (Netzteil)
• Dokumentation

Test: Carsten Rampacher, Philipp Kind
Datum: 17.09.2012

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