SECHS TVs IM VERGLEICH: Welchen Flachbildschirm zwischen 50 und 55 Zoll kaufen?
19.12.2011 (cr)
Einführung
Viele Anwender sind auf der Suche nach einem neuen Fernseher, und gerade
jetzt vor Weihnachten stellt sich für viele die Frage, welches Modell besonders
reizvoll und interessant ist. Wir haben einen Vergleich angestellt, was man in
den Größenklassen 42 bis 47 Zoll kaufen kann, und welches Modell für welchen
Anwenderkreis besonders in Frage kommt.
Unsere Kandidaten, sortiert nach Bildschirmgröße
Der große Vergleich

MEDION LIFE X18105

Fernbedienung

Teil der Bildeinstellungen

Hauptmenü
Großes Bild muss nicht mehr teuer sein, dies beweist der MEDION LIFE X18105
als Edge-LED-LCD für schlanke 1199 EUR. Dafür bekommt der Kunde Tuner für
DVB-C/T sowie DVB-S, 2 USB-Terminals und einen Ethernetanschluss. Das Panel
wird, hier zeigt sich der günstige Preis, mit 100 Hz angesteuert, was
hinsichtlich der Flüssigkeit bei der Bewegungsdarstellung natürlich
nicht mehr für Sensationen, sondern für guten Durchschnitt sorgt. Wer den
großen Flatscreen das erste Mal in Augenschein nimmt, möchte zwei Dinge nicht
glauben: Zum einen, dass der edle TV von MEDION stammt und zum anderen, dass er
lediglich etwas über 1000 EUR kostet. Die ordentliche, aber nicht sensationelle
Fernbedienung ist unbeleuchtet und hat stellenweise zu kleine Tasten. Insgesamt
hätte das noble Hauptgerät hier Besseres verdient, und MEDION kann auch
besser, wie andere TVs mit anderer Fernbedienung belegen. Die
Anschlussbestückung weist keine Höhepunkte auf, leistet sich aber auch keine
Schwächen. 4 x HDMI ist mit dabei. Als weitere Highlights gibt es einen PC VGA
Eingang und einen digitalen optischen Eingang. Für Besitzer älterer
Komponenten sind die beiden Scart-Anschlüsse zu erwähnen. Das Setup gelingt
dank grafisch ordentlichem Menü recht einfach, zudem finden sich im Großen und
Ganzen praxisgerechte Bild-Einstellparameter, wobei der Video-EQ zwar einige
Werks-Bildmodi und Einstellmöglichkeiten bietet, den Luxus mancher Modelle
gerade von Toshiba bezüglich der Parameter und deren Güte nicht mitbringt.
Störend ist die träge Reaktion des Menüs. Multimedial greift der Kunde nur
auf die kabelbasierte Netzwerkeinbindung zurück, WLAN offeriert der MEDION
serienmäßig nicht. Dafür wird ein USB-Dongle benötigt. Die Formatauswahl
beim Videostreaming ist recht ordentlich, hier gibt es Konkurrenten, die
deutlich weniger bieten. Per USB ist im Übrigen die gesamte Formatauswahl
identisch, bei Video/Musik/Foto-Dateien. Die Bildgüte ist gut, nur die
Farbdarstellung leidet unter dem sichtbaren Rotstich. Ansonsten sind 24p
Wiedergabe, Bildschärfe und Kontrast ordentlich und für die Preisliga
gelungen. Die Upconversion von 576i Signalen von DVD auf 1080p gelingt voll
befriedigend, ordentlich agiert der HD-Tuner bei DVB-S und DVB-C. Sehr gut
eignet sich der TV aufgrund des fehlenden Input Lags zum Gamen. Klanglich wird
solides Mittelmaß geboten. Insgesamt präsentiert sich der MEDION als schicker,
hochwertig anmutender Edge-LED-LCD, der - man sieht die Helligkeits-Spots in den
Ecken gut - sein Arbeitprinzip nicht ganz verleugnen kann. Dies gelingt aber
auch teureren Konkurrenten nicht. Wer ein großes Bild mag, aber keine
3D-Darstellung braucht, fährt mit dem Gerät auf jeden Fall gut.

Einfach verständlicher Bild-Einstellungsassistent

Kompakte Fernbedienung

Groß & schick

Modernes Menü
Der Philips 55PFL6606K liegt bezüglich
des Marktpreises mit ca. 1300 EUR nicht viel als der oben besprochene MEDION LIFE X18105
und bietet dafür ein ähnliches Basis-Setup: Auch er hat eine Diagonale von 55
Zoll und vertraut auf die Edge LED-LCD-Technik, und auch bei ihm gibt es leichte
Hot Spots in den Ecken. Auch der Philips ist ein reines 2D Gerät und weist
keine Möglichkeit zur 3D-Wiedergabe auf. Aber - der 400 Hz PMR (Perfect
Motion Rate) Frame Interpolierer arbeitet deutlich besser als die 100 Hz Version
im MEDION. Dafür ist der Rahmen bei Philips nur im Alu-Look, beim MEDION dafür
in echtem Alu gehalten. Die Verarbeitung des Philips ist aber, wie wir es von
der Marke kennen, ausgezeichnet. Die Philips-Fernbedienung sieht besser aus als
das MEDION Pendant, weist aber zu wenig Tasten auf, so dass man für die Nutzung
vieler Funktionen ins Home Menü muss. Die Anschlussbestückung des Philips
bietet lediglich 3 x HDMI, einmal seitlich, zweimal hinten - das ist zu wenig,
der MEDION bringt z.B. insgesamt 4 x HDMI mit, und auch der Sony KDL-55NX725
offeriert hier mehr. Einen Scart-Eingang hat der Philips übrigens auch an Bord.
Weder MEDION noch Philips offerieren einen Vorverstärkerausgang zum direkten
Anschluss eines aktiven Subwoofers. Der Philips verfügt über ein USB-Terminal,
viele andere Konkurrenten der Preisklasse bringen zwei USB-Anschlüsse mit. Dem
MEDION überlegen sind die multimedialen/netzwerktechnischen Fähigkeiten. WLAN
fehlt zwar auch beim Philips, über Philips Net TV aber hat der Anwender Zugriff
auf eine Vielzahl internetbasierter Dienste. Das Angebot wird ständig
erweitert, aktuelle Highlights sind z.B. AUPEO!, die ARD Mediathek. Auch Video
On Demand ist z.B. mit videociety möglich, integriert ist auch ein Browser für
den Weg ins freie Internet. Gut schlägt sich der Philips auch beim Streaming
über DLNA und bei der Wiedergabe von USB-Dateien: Gerade im Videobereich werden
einige wichtige Formate akzeptiert. Das Bild des großen Philips ist bei der
Blu-ray-Wiedergabe richtig gut, auch an der Güte der Tunereinheit im DVB-C und
im DVB-S-Betrieb gibt es wenig zu kritisieren. Schwarzwert und sogar die
Helligkeitsverteilung sind für ein Edge-LED-Gerät prima. Schwächen in Form
von Treppenstufen und Bildunruhe scheinen bei der Upconversion von 576i
Filmmaterial von DVDs auf 1080p durch. Ordentlich sind die Gaming-Qualitäten,
so dass man insgesamt sagen kann: Wer in erster Linie BDs anschaut und
TV-Sendungen betrachtet, zugleich viel Wert auf ein großes Bild und eine
umfangreiche Multimedia-Ausstattung legt, fährt mit dem 55PFL6606K
sehr gut.

Sony Bravia Internet Video

Modernes Menü

Gelungenes Design

Fernbedienung
Richtig zu schaffen macht den beiden oben genannten Kontrahenten der Sony KDL-55NX725
- der Marktpreis bewegt sich um die 1400 EUR, und dafür bietet der große Sony
schon die Möglichkeit zur Wiedergabe von 3D-Bildsignalen mittels aktiver
Shutterbrillen-Technik (Brillen optional erhältlich). Motionflow XR 200 Hz
arbeitet als Frame Interpolierer sauber und zuverlässig. Hinzu kommt Sonys
aktueller X-Reality Bildprozessor für eine gute Verarbeitung aller eingehenden
Signale - auch im SD-Format. Der Sony ist prima verarbeitet und sieht zeitlos
sowie elegant aus. Die mitgelieferte Fernbedienung wirkt ebenfalls hochwertig.
Tastenlayout und Druckpunkt überzeugen. Anschlussseitig hat der Sony 4 x HDMI
und 2 x USB, Scart geht allerdings nur mittels Adapter - doch wer braucht diese
Anschlussform wirklich noch? Das Menü und das Setup bergen keine
Überraschungen. Sonys seit der Einführung der PS3 bekannte "Xcross
MediaBar" kommt auch hier zum Einsatz, wer das Prinzip einmal verstanden
hat, bekommt keine Probleme. Der Vidoe-EQ ist gut, aber nicht sensationell - der
Philips und der MEDION bieten hier in etwa gleich viel, wenn auch ein direkter
Vergleich nicht leicht ist, da Filter, die Ähnliches bewirken, auf andere Namen
hören. Netzwerk und Multimedia - hier schneidet der Sony dank Sonys
umfangreichen vordefinierten Internetinhalten und vieler Services wie Video und
Music On Demand ausgezeichnet ab. Der MEDION wird hier von den beiden
Konkurrenten in die Schranken gewiesen - ein so hervorragend bestücktes Portal
wie Philips und Sony wird nicht geboten. Sogar ins freie Internet kann man mit
dem Sony, dank integriertem Browser, ebenso wie beim Philips. Nicht besonders
überzeugend ist die Anzahl der beim DLNA-Streaming akzeptierten Formate, hier
sollte Sony nachbessern. Was das Bild angeht, so begeistert die stabile
24p-Wiedergabe ebenso wie die sehr gute 3D-Darstellung ohne deutliche
Helligkeitsverluste oder Farbverfälschungen und mit nur geringer Neigung zum
Ghosting. Auch das störende Flimmern rund um den TV gibt es bei Sony lediglich
in sehr geringem Umfang. Dafür ist der TV empfindlicher gegen Kopfbewegungen
während des 3D-Genusses. Nachteile bei der Bildwiedergabe in 2D und in 3D
scheinen aufgrund der etwas ungleichmäßigen Helligkeitsverteilung (Edge) und
dem spiegelnden Display durch. tadellos gelingt dem Sony die Upconversion von
576i Film- und Videomaterial auf 1080p, und auch der eingebaute Tuner offeriert
im DVB-T und im DVB-C-Betrieb eine solide Qualität. Prima, wenn auch nicht
sensationell, ist der Schwarzwert, seine Fähigkeiten als
Entertainment-Mittelpunkt im Wohnzimmer zeigt er auch in seiner tadellosen
Eignung zum Gamen. Fazit - für wenig Geld liefert Sony ein großes Bild,
Vollausstattung und eine saubere technische Qualität - Chapeau!

Elegantes Hauptmenü

Sehr umfangreicher Video-EQ

Toshiba 55ZL1G

Toshiba Picture Analyzer TPA-1
Wer das Beste möchte, sollte bereit sein, tief in die Tasche zu greifen -
das beweist der Toshiba 55ZL1G für 4999 EUR
(UVP) - optional ist hier sogar ein Bildkalibrierungs-Tool erhältlich (Toshiba
Picture Analyzer TPA-1, Nutzung bei Bildfeld Hollywood Pro, Kalibrierung in 3
Schritten). Man kann den TV auch gleich vom Händler oder Installer
professionell kalibrieren lassen, dann muss man TPA-1 gar nicht selber kaufen.
Was der optisch edel erscheinende Toshiba visuell leistet, ist grandios:
Farbtreue und Detailkontrast sind überragend und deutlich von dem entfernt, was
selbst hervorragende Flatscreens günstigerer Preisklassen leisten. Zudem ist
der 55ZL1G einer der ganz wenigen LCDs, die
dank Full LED Backlit einen ausgezeichneten, tiefen, satten Schwarzwert
aufweisen - auch Hardcore LCD-Kritiker geraten in Anbetracht dieser Leistung
argumentativ ins Stocken. Zudem ist auch die Helligkeitsverteilung überragend
gelungen, und der Gesamtkontrast ist ebenso erstklassig wie die Upconversion von
576i Signalen auf 1080p. Das in allen Ebenen scharfe, detailreiche 3D-Bild zeigt
kaum Ghosting, aber ab und zu Bildzittern. Der Video-EQ setzt Maßstäbe in
Ausstattung und Effizient. Auch Blickwinkel und Rauschfreiheit des Panels
verdienen sich Bestnoten. Selbst akustisch trumpft der Toshiba dank
Soundbar-mäßiger, vom sonstigen Gehäuse separierter Konstruktion richtig auf
und offeriert einen klarem, dynamischen Klang. Natürlich ist der Toshiba
PVR-ready, eine 500 GB fassende HDD wird gleich mitgeliefert - das Ganze
funktioniert auch problemlos. Die Cevo Engine, Dreh- und Angelpunkt des
Hightech-Produkts, macht vieles möglich durch die enorme Rechenpower, die kaum
eine andere CPU in einem TV derzeit liefert. Leider aber kann diese Power-Unit
sich bei den multimedialen Eigenschaften kaum geeignet in Szene setzen, da beim
DLNA-Streaming, wahlweise über LAN oder WLAN, nur wenige Formate
akzeptiert werden. Auch Toshiba "Places" als Smart TV Plattform ist
noch nicht in Bestform, um eine ernst zu nehmende Konkurrenz für Philips
Samsung oder Sony zu werden, muss das Angebot massiv ausgebaut und die
Ansprechgeschwindigkeit verbessert werden. Über USB werden übrigens mehr
Formate akzeptiert, so dass hier kaum Grund zur Kritik besteht. Die Bedienung
ist einfach, auch wenn es schön gewesen wäre, wenn Toshiba die sehr attraktive
Optik des Hauptmenüs auch in die unteren Menüebenen transportiert hätte.
Fazit: Der Toshiba 55ZL1G zeigt, wie gut ein
Full LED Backlit TV mittlerweile im 2D und im 3D Betrieb sein kann. Er ist der
einzige uns bekannte LCD, der das Bild einer BD oder DVD hinsichtlich Farben,
Kontrast, Schwarzwert und Detaillierung genau so zeigt, wie von den Abmischern
des Filmes beabsichtig - der Toshiba spielt seine Rolle als
Referenz-Studiomonitor für zu Hause absolut überzeugend.

Samsung Apps

Video-EQ mit Hilfetexten

Extravagante 3D Brille

Edle Optik
Ein ganz besonderes Format weist der Samsung PS51D8090
auf - der formschöne Plasma-TV misst in der Diagonale 51 Zoll, ohne aber mehr
Platz als ein 50-Zöller zu beanspruchen. Ob dieses 1 Zoll wirklich wichtig ist,
sollte jeder für sich entscheiden, die 2049 EUR UVP sind nicht enorm günstig,
die Marktpreise aber bewegen sich darunter. Die Bautiefe ist sehr gering, der
Rahmen ist dünn - die elegante und zugleich hochwertige Optik rechtfertig den
Preis schon. Eine sehr extravagant gestylte 3D Brille ist gleich im Lieferumfang
enthalten, die natürlich ebenfalls mitgelieferte Fernbedienung wirkt bei weitem
nicht so schick wie das eigentliche TV-Gerät. Die Anschlussbestückung umfasst
unter anderem 4 x HDMI und 2 x USB, außergewöhnlich wenige oder viele
Verbindungsmöglichkeiten finden sich nicht. Es fehlt ein
Anschluss/Vorverstärkerausgang für die Verbindungsaufnahme mit einem aktiven
Subwoofer, keiner der hier vorgestellten Kandidaten bringt diese
Konnektionsvariante mit. Der Samsung ist schnell konfiguriert und hat relativ
übersichtliche Menüs. Die Fernbedienung ist gut gegliedert und wirft keine
Bedienungsprobleme auf. Eingebaut ist auch ein Setup-Assistent sowie ein
WLAN-Modul mit WPS. Der Video-EQ ist gut und weist tadellose Justageparameter
auf. Hinzu kommen recht üppige Ton-Einstellmöglichkeiten. Was die Netzwerk-
und Multimedia-Eigenschaften an geht, weist auch der PS51D8090
Samsungs "Smart Hub" auf, hier kann man auf alle Funktionen schnell
und übersichtlich zugreifen. Samsung offeriert eine Menge an Videoformaten für
USB-Wiedergabe und DLNA-Streaming (leider nur wenig Musik- und Fotoformate),
hinzu kommt ein großes Angebot an Internetinhalten, ein App-Store und ein
eingebauter Browser für den freien Zugang zum Internet. Das detailreiche,
scharfe 2D-Bild und das plastische, stabile 3D-Bild überzeugen, ebenso die
Kontraststärke. IM 3D-Betrieb sind aber sichtbare Helligkeitsverluste
festzustellen. Im Vergleich zu den anderen Kandidaten ähnlicher Preisklassen
kann bei den Themen Kontrast und Schwarzwert der Samsung den Ton angeben, nur
der Toshiba 55ZL1G zeigt wahre Größe und
weist auch den Samsung in seine Grenzen. Die 24p-Wiedergabe ist nur beim Sony KDL-55NX725
noch besser, der zudem keine Helligkeitsverluste im 3D-Betrieb aufweist. Dafür
macht der Samsung das nochmals plastischere Bild. In der Spitzengruppe mit
spielt der Samsung auch mit seiner sehr guten Upconversion von DVD-Material und
mit dem guten Tuner, der aber leicht überschärfe Konturen offeriert, selbst
bei entsprechend zurückhaltender Schärfe-Gesamteinstellung. Akustisch werden
prima Ergebnisse bereit gestellt. Fazit: Ein toll aussehendes, edles Gerät mit
Top-Ausstattung und sehr plastischem, scharfem Bild.

Panasonic TX-P50GT30E

Fernbedienung

Video-On-Demand

Rascher Zugriff auf alle Viera Cast Funktionen mittels eigener
Taste auf der Fernbedienung
Mit lediglich 1499 EUR UVP bietet der Panasonic TX-P50GT30E
einen erstklassigen Gegenwert fürs investierte Geld. Die schicke Optik und die
gute Verarbeitung werden von einer sehr guten Ausstattung flankiert - die 600 Hz
Frame Interpolation arbeitet exzellent, das THX-Bildprogramm ist einer der
besten uns bekannten Bildmodi. Experten-Einstellungen fürs Bild, die allerdings
zunächst aktiviert werden müssen, erlauben eine exakte Justage des
Weißpunktes. All dies braucht man aber eigentlich nicht - einfach ins
THX-Bildprogramm schalten, und der Kinoabend zu Hause kann beginnen. Sehr
großer externer Lichteinfall ist nach wie vor eine Situation, die nicht
sonderlich günstig für ein Plasma ist, wenngleich die maximal erzielbare
Helligkeit gegenüber früheren Generationen gestiegen und aufgrund höherer
Effizienz der Plasmazellen der Stromverbrauch deutlich gesunken und nur noch
knapp über LCD-Level ist. Die Verarbeitung ist gut, die mitgelieferte,
ordentlich aufgeteilte Fernbedienung hinlänglich bekannt. An Anschlüssen wird
alles Relevante inklusive LAN und 4 x HDMI sowie 3 x USB angeboten, WLAN gibt es
als Dongle nur gegen Aufpreis. Dafür gibt es, typisch für Panasonic, einen
SD-Karteneinschub. Die Erstkonfiguration ist einfach, aber nicht schnell
erledigt, da der Sendersuchlauf in DVB-C oder DVB-S etwas Zeit veranschlagt -
ca. 30 Minuten sollte man schon einkalkulieren. Sehr viel schneller sind die
meisten Konkurrenten aber auch nicht. Sehr gut sind die multimedialen
Möglichkeiten, mittels optionaler Kamera ist auch Videotelefonie mittels skype
möglich. Ansonsten steht über Viera Connect ein breites Angebot
internetbasierter Dienste zur Verfügung, der dazu gehörige Store für weitere
Anwendungen wird ständig erweitert. Was uns fehlt, ist ein Browser für den
Zugang zum freien Internet, auch könnte beim DLNA-Streaming die Formatauswahl
reichhaltiger sein. Zudem sollte sich Panasonic auf eine einheitliche
Formatauswahl via DLNA, USB und JPEG einigen - aktuell kann jede Art der
Datenübertragung jeweils andere Formate abspielen. Das Bild des TX-P50GT30E
ist in jeder Betriebsart exzellent - der Schwarzwert und die Kontrastdynamik im
Detail erreicht allerdings nicht ganz die Güte der teureren VT30-Plasmas von
Panasonic. Fürs eingesetzte Geld aber sind die Werte überragend, auch die
3D-Wiedergabe ist von exzellenter räumlicher Tiefe und ausgeprägter
Körperplastizität bestimmt. Die Kino-gerechte Farbwiedergabe und das
realistische Weiß sind weitere große Vorzüge. Die Upconversion von 576i
DVD-Material auf 1080p ist überragend, und der DVB-S-Tuner setzt Maßstäbe.
Auch das DVB-C-Bild ist sehr gut. Der Klang des GT30 ist ordentlich, aber nicht
besonders mitreißend - dazu ist das Ergebnis etwas zu flach und langweilig.
Fazit: Erstklassiger 50-Zöller mit überragendem Bild, tollen
Ausstattungsmerkmalen und kleinem Kaufpreis.

Passive 3D Brille

50PFL7956K

Net TV App Gallery

Online TV
Eine Sonderrolle in diesem Teilnehmerfeld nimmt der Philips Cinema 21:9 LED-LCD "Gold" 50PFL7956K
ein, verbindet er doch als derzeit einziges TV-Gerät auf dem Markt
einen Screen im 21:9 Cinemascope-Format mit passiver, bei Philips "Easy
3D" genannter 3D-Polarisationsbrillen-Technologie. Mit 2199 EUR (UVP) ist
das extravagante, sauber verarbeitete Gerät wie zu erwarten kein Sonderangebot,
aber besonders zu sein, war schon immer mit einem gewissen Aufpreis verbunden.
Dabei ist die Art, wie 3D genossen wird, zunächst nichts besonderes. Die Polarisationsbrillen-Technologie basiert auf preiswerten, passiven 3D-Brillen und entsprechend dafür ausgelegtem Fernseher mit Polarisationsfilter. Der größere Blickwinkel und kaum feststellbare Farb- und Helligkeitsverluste sind Vorzüge gegenüber der aktiven Shutterbrillentechnologie, da allerdings bei der Polarisationstechnik das Bild für das rechte und das linke Auge simultan produziert wird, halbiert sich die Auflösung. FullHD wird somit nicht mehr geboten, daher ist es wichtig, bei Polarisationsbrillen-3D ein passender
-etwas größerer - Betrachtungsabstand eingehalten wird. Der Philips ist überdies in der Lage, 2D Signale in 3D Signale zu wandeln und hat als weiteres besonderes Feature das 2-Spieler-Vollbild-Gaming. Im 2D-Modus zeigt der Cinema 21:9 Gold normale Dual-Player-Spiele auf einem geteilten Bildschirm an, wobei dem ersten Spieler beispielsweise die obere und dem zweiten Spieler die untere Bildschirmhälfte zugewiesen wird. Ist jedoch der Easy 3D Modus aktiviert, sieht jeder Spieler mit der Philips 3D-Brille seine jeweilige Spielansicht in voller Bildschirmgröße – ein Meilenstein für das Gaming-Vergnügen am TV.
Die Bildgüte ist insgesamt überzeugend, wenngleich sich die Nachteile der Edge
Technik in Form von Helligkeits-Spots in den Bildschirmecken und beim zwar
guten, aber nicht sensationellen Schwarzwert schon etwas bemerkbar machen. 3D
Inhalte betrachtet man angenehm auf dem breiten Cinemascope-Bildschirm, was dazu
führt, dass man sich viel öfters als eigentlich angenommen die bequemen
passiven Brillen für einen 3D-Filmeabend überstreift, gern auch mit mehr
Personen, da der Betrachtungswinkel groß ist und Brillen billig sind. Es muss
allerdings klar sein, dass die Schärfe und Detailtreue von 3D TVs mit aktiven
Shutterbrillen nicht geboten wird. Sehr gut arbeitet der interne Scaler, der
alle Formate, ganz gleich, ob SD oder HD, auf die höher liegende Auflösung (2560 x 1080
Pixel) des 21:9 Displays hochrechnet. Der Tuner überzeugt im DVB-S und im DBV-C
Betrieb durch hohe Bildschärfe und lebendige Farben. Die Netzwerk- und
Multimedia-Features sind üppig, es gibt die Einbindung mittels LAN oder WLAN,
jede Menge vordefinierter Internetinhalte, Video On Demand, einen Browser für
den Zugang zum freien Internet und eine sinnvolle Videoformatauswahl beim
DLNA-Streaming und bei der Wiedergabe über USB. Mit 4 x HDMI und 2 x USB sowie
LAN-Schnittstelle wird das Übliche hinsichtlich der Anschlussbestückung
angeboten. Das Menü ist im Wesentlichen klar gegliedert, der Video-EQ stellt
nützliche Parameter bereit, man sollte nur aufpassen, dass man gerade bei der
BD-Wiedergabe besser die meisten "Helferlein" im Sinne eines klaren
Bildes deaktiviert. Prima schlägt sich das eingebaute Soundsystem - wir sind
erstaunt, dass es hier durch die Bank tatsächlich Fortschritte gab. Unser
Fazit: Der 50PFL7956K
ist ein innovatives, bildstarkes Gerät mit herausragender
Ausstattung.
Text: Carsten Rampacher
Datum: 22.12.2011
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