TEST: Dreiwege-Standlautsprecher Teufel Ultima 800 Mk2

13.12.2011 (sw/cr)

Moderne, elegante Erscheinung: Teufel Ultima 800 Mk2

Noch schicker und puristischer kommt der Lautsprecher ohne die magnetisch festgehaltenen Abdeckungen daher

Einführung

Für 2999,99 EUR Paarpreis offeriert Teufel die komplett überarbeitete Ultima 800 Mk2 als hochwertige, aufwändig konstruierte Stereo-Standbox - als Kennzeichen wären die insgesamt vier passiven Membranen mit 170 mm Durchmesser zur Optimierung der Bassperformance ebenso genannt wie die hinten oberhalb des Anshclussterminals einstellbare Bass-Intensität für Anpassung an Geschmack, Equipment und Hörraum. Das Gehäuse aus 22 mm dickem MDF ist elegant gestaltet, einzige aktuell lieferbare Farbe ist Hochglanz-Weiß.  

Verarbeitung und Technik

Hochwertige Terminals, kein Bi-Wiring, dafür verschiedene Bass-Einstellungen

Sorgfältige gerundete Kanten

Hier nochmals im Detail, hinzu kommt eine ausgezeichnete Oberflächenqualität

Die Abdeckgitter werden mit Magneten gehalten

Rückseite mit drei passiven Chassis

Membranstruktur

Im Detail

Ausgebauter Tieftöner mit stabilem Korb

Mitteltöner, ausgebaut

Im Detail

Ausgebauter Hochtöner

Hochtöner aus seitlicher Sicht

Innenleben

Frequenzweiche

Für 2999 EUR Paarpreis offeriert Teufel die komplett überarbeitete Ultima 800 Mk2 als hochwertige, aufwändig konstruierte Stereo-Standbox - als Kennzeichen wären die insgesamt vier passiven Membranen mit 170 mm Durchmesser zur Optimierung der Bassperformance ebenso genannt wie die hinten oberhalb des Anshclussterminals einstellbare Bass-Intensität für Anpassung an Geschmack, Equipment und Hörraum. Das Gehäuse aus 22 mm dickem MDF ist elegant gestaltet, einzige aktuell lieferbare Farbe ist Hochglanz-Weiß. Die Ultima 800 Mk2 gefällt mit eleganter Optik und sieht gerade in der momentanen Trendfarbe Weiß richtig gediegen, modern und doch nicht zu progressiv aus. Die spezielle Konstruktion der Schallwand liefert auch aus klanglicher Sicht Vorteile und dient keinesfalls nur als optischer „Eyecatcher“. Durch diese Ausformung erreicht Teufel absolut stimmige Gruppenlaufzeiten. Die Empfindlichkeit (2,83 V @ 1 m) liegt mit 86 dB nicht besonders hoch, ist aber auch nicht als schlecht einzustufen. Man sollte allerdings schon Endstufenleistung in höheren Dosen zur Verfügung stellen, soll es standesgemäß voran gehen. Daher rät Teufel auch zu 100 Watt als Mindest-Verstärkerleistung. Die Impulsbelastbarkeit, dies sei nebenbei er erwähnt, gibt Teufel mit imposanten 350 Watt an. Ein Top-Wert, der erst dann verblasst, wenn man sich enorm große Standlautsprecher wie die Nubert nuVero 14 mit satten 440 Watt Nennbelastbarkeit und 600 Watt Musikbelastbarkeit anschaut. Der maximale Schalldruck wird mit 104 dB/1m angegeben. Der Dreiwege-Lautsprecher mit variablen Bass-Passivmembranen (1 vorn, drei hinten) weist im Gegenzug keine Bassreflexöffnung auf, dadurch gibt es auch keine Strömungsgeräusche. Das Gehäuse mit 43 Litern Netto-Innenvolumen besteht aus 22 mm dickem MDF ruht auf soliden Füßen, die auf jedem Untergrund sicheren Halt garantieren. Besonderheit auf der Rückseite des Lautsprechers: Beim Anschlussterminal (nur Single-Wiring) findet sich darüber eine mehrstufige Einstellmöglichkeit für die Intensität der Basswiedergabe. Der 33 mm Gewebehochtöner wird flankiert von einem 100 mm Tiefmitteltöner mit Titan-Vollmembran und 2 aktiven sowie 4 passiven 170 mm Tieftönern mit Carbon-Rohacell Sandwich-Membran. Der 37,4 cm tiefe, 22 cm breite und 98 cm hohe Lautsprecher wiegt 31,20 kg und ist mit Spike-Rahmen 31 cm breit. Das hochglänzend weiße Oberflächenfinish ist sehr gut gelungen, die Lackoberfläche erscheint gleichmäßig und tief. Die Chassis sind sauber verschraubt, die Stoffabdeckungen halten magnetisch , sind aber etwas einfach gemacht. Ein Aluminiumrahmen hätte sich hier besser gemacht. Das Innenleben zeigt die aufwändige Konstruktion des Lautsprechers und präsentiert sich gut verarbeitet. 

Testequipment
Klang

Passive Membranen auf der Rückseite mit Abdeckung

Mit rundem, vollem, aber gleichzeitig präzise umrissenen Klang setzt sich die neue Ultima 800 bei Schiller mit Maya Saban „I’ve Seen It All“ in Szene. Der chillige Track erscheint authentisch und wird mit hervorragender Räumlichkeit vorgetragen. Die Stimme der Sängerin wird mit feiner Konturierung wiedergegeben. Das Piano ist ausgezeichnet eingearbeitet, und der Beat kommt impulstreu heraus. Die Trennung zwischen Stimme, Effekten und Instrumenten gelingt überragend. Die Grob- wie auch die Feindynamik ist für die Preisklasse exzellent, das Gleiche gilt für den Tiefgang, der in Anbetracht der Abmessungen erstaunlich ausgeprägt ist. Auch beim Stück „Zukunft“, ebenfalls auf dem Album „Leben“, wird der leise, aber facetten- und effektreiche Beginn sehr plastisch in den Raum gestellt. Jeder neue Effekt wird sorgsam und impulstreu hinzugefügt. Der räumliche Aufbau zeugt von Klarheit und Finesse. Der Aufbau der zahlreichen Effekte erfolgt mit sensibler, sehr gut ausbalancierter Verteilung im Hörraum. 

Zeit für einen Vergleich mit der ersten Auflage der Ultima 800 – sie hatte eine stärker ausgeprägte Monitor-Charakteristik und einen nicht so breiten horizontalen wie auch vertikalen Abstrahlwinkel. Daher muss man die Ultima 800 Mk I mit mehr Sorgfalt positionieren und genauer auf die korrekte Einwinkelung achten. Sie klingt spitzer als der Nachfolger – die Mk2 zeigt sich harmonischer und kann bei den Themen Tiefgang und Räumlichkeit deutlich zulegen, auch die Plastizität wurde erfolgreich optimiert. Die hervorragende Impulstreue war schon der ersten Auflage eigen, daher waren hier keine Verbesserungen mehr notwendig. Auch die Grobdynamik konnte bei der MK I absolut begeistern - wobei extreme Dynamiksprünge von der Mk 2 sogar noch eine Idee souveräner gemeistert werden. 

Wir bleiben dem Stil musikalisch erst einmal im Wesentlichen treu, wechseln aber zu „Talismanic“ vom ATB-Album „Future Memories“: Sehr gut kommt der Rhythmus auf den Punkt, kleine dynamische Differenzen, die sich um Hintergrund abspielen, arbeitet die Ultima 800 Mk 2 schnell und kompromisslos ein. Der langsam immer ausgeprägter werdende Effektaufbau kommt auf diese Art und Weise ausgezeichnet zur Geltung. Bei „Voices“ gelingt die Reproduktion des ruhigen Beginns wiederum in einer Güte, die mancher viel teurere Schallwander nicht bietet. Feine, gleichzeitig nahtlose Übergänge sind das, was guten Klang zu einem wesentlichen Teil ausmacht, und genau diese Aufgabe erfüllen die beiden Ultima 800 Mk2 mit Bravour. Welche Klasse die Ultima 800 Mk 2 bei der Kickbasswiedergabe hat, stellt sich mit sehr großem Erfolg beim Klassiker „Pitchin‘ (In Every Direction“) von Hi-Gate unter Beweis: Der Kickbass kommt treffsicher genau zum richtigen Zeitpunkt zum Zuhörer, die Räumlichkeit des gesamten Bassbereiches und die Wucht sind – schaut man auf die insgesamt eher zierliche Box – im höchsten Maße erstaunlich. Die Pegelfestigkeit ist so gut, dass viele Käufer in der täglichen Hörpraxis die Grenzen der Konstruktion kaum ausloten dürften. Knallhart, ohne Rauschen, ohne Verzerrungen geht der Lautsprecher auch bei hoher Lautstärke noch seiner Arbeit nach. 

Mit sehr emotionaler, sauber gestaffelter Wiedergabe greift die Ultima 800 Mk2 die versammelte Konkurrenz bei „The Poet And The Pendulum“ von Nightwish an. Die räumliche Tiefe ist exzellent – als dann im wahrsten Wortsinne „die Post abgeht“, sind die Ultima 800 Mk2 sofort zur Stelle und ermöglichen eine sehr authentische und atmosphärisch dichte Wiedergabe mit überragender vokaler Präsenz. Erst bei sehr hohem Pegel nimmt dann das Differenzierungsvermögen ab, was sich nicht nur in der Stimm- und Instrumentaltrennung, sondern auch in der Ausprägung der einzelnen Instrumente zeigt. Die Streicher im Song, in den langsamen, ruhigen Passagen zu hören, werden ausgezeichnet herausgearbeitet, auch, als die weibliche Stimme die Akustik ergänzt. Als sich der Song nach der „Ruhepause“ wieder beginnt, aufzubauen, stellen die Ultima 800 Mk 2jedes akustische Glied schlüssig dar, so dass sich alles zu einer nahtlosen Kette verbindet. Wir haben es schon erwartet – auch „The Howling“ von Within Temptation kommt in einer Klarheit und mit einer Energie zur Geltung, die verblüfft: Selbst sehr anspruchsvolle Hörer dürften begeistert sein, denn die Ultima 800 Mk II veranstaltet keinesfalls nur ein lautes, hartes Spektakel, sondern bringt jederzeit nachvollziehbare Strukturen in den Song – so steht die Stimme trotz aller instrumentalen „Urgewalten“ stabil und präzise fokussiert im Raum. Die E-Gitarre klingt fetzig und mitreißend, nur derjenige, der enorme Strahlkraft im Hochtonbereich schätzt, wünscht sich noch einen Hauch mehr Aggressivität.„Crockett’s Theme“ (Jan Hammer feat. TQ) kommt mit hartem, sattem, schwarzem Bass aus dem Lautsprecher. Die Stimme steht mit exakter Kontur im Raum, wie auch bei den anderen Hörbeispielen löst sich der Klang exzellent vom Lautsprecher. 

Wir halten inne und überlegen – was ist die Ultima 800 Mk II für ein Lautsprecher? Um dieser Frage nachzugehen, sollten wir zunächst herausfinden: Was kann dieser Lautsprecher nicht?  Und es ist schwierig, darauf eine Frage zu finden. Die Strahlkraft im Hochtonbereich, das Kristallklare, das mancher Hörer, der sich klassischen HiFi-Hörtugenden verpflichtet fühlt, könnte vielleicht noch eine Idee ausgeprägter sein. Zudem ist die Ultima 800 Mk II trotz aller feindynamischen Qualitäten kein Lautsprecher für den eher zurückhaltenden Hörer, der sich vielleicht einen etwas schlankeren Sound wünscht, der nicht so mitreißend-fordernd durch den Hörraum donnert. Man kann zwar die Wiedergabe im Bassbereich zwar in Richtung eines schlankeren Basses hin verändern - die Klangcharakteristik lässt sich nicht nur hinsichtlich persönlicher Vorlieben, sondern auch im Hinblick auf verschiedene Räume und Verstärker anpassen. Aber selbst dann, wenn man gar nicht die maximale Basswiedergabe auswählt, merkt man, dass der kraftvolle sowie energiegeladene Bassbereich einfach eine große Stärke der Ultima 800 Mk2 ist. Daher sollte man diese Stärke auch ausnutzen. Auch lässt sich nicht leugnen, dass der Lautsprecher Leistung braucht. Stereoverstärker der Einsteigerklasse oder auch Mittelklasse AV-Receiver, die auch im Stereobetrieb verwendet werden, sind hier nicht die richtigen Partner. Wir waren erstaunt, wie gut die Partnerschaft mit dem 2000 EUR kostenden Yamaha RX-A3010 im Stereobetrieb funktioniert hat: Mit seiner tonal neutralen, lebendigen Auslegung passt der Yamaha RX-A3010 sehr gut zur Ultima 800 Mk2. Aufpassen sollte man auch bei der Wahl des Lautsprecherkabels. Eigene, zahlreiche Testreihen von uns haben eindeutig gezeigt, dass nicht wenige, gerade teure, Kabel dazu neigen, den Bassbereich zu beschneiden, um dem Zuhörer ein neutrales, analytisches Klangbild „vorzugaukeln“. Zurück zu den Hörtestreihen. 

Bei „L’Attesa“ von Andrea Bocelli arbeiten die Ultima 800 Mk2 die Stimme stimmig heraus – vor allem wird sie im Rahmen der virtuellen Bühne sehr glaubhaft wiedergegeben. Der Bass erscheint hier zwar kraftvoll, drängt sich aber nie unschön oder unpassend in den Vordergrund. Stimme und Instrumente lösen sich tadellos vom Lautsprecher und verteilen sich fein ausbalanciert im Hörraum. Wolfgang Amadeus Mozarts Klarinettenkonzert, Köchelverzeichnis 622, kommt schon beim ersten Allegro schön plastisch, fließend und mit sehr homogener instrumentaler Wiedergabe zum Hörer. Verschiedene Tempi gehen die Teufel Ultima 800 Mk2 ohne Schwierigkeiten mit, durch die hohe Impulstreue ist hier das Anpassungsvermögen immens. Setzt das gesamte Orchester ein, wird die Dynamik ohne Abstriche wiedergegeben. Instrumentale Soli weisen klare Konturen und eine enorme Tiefe auf. Wie stehen die Ultima 800 Mk2 zu des „Walzerkönigs“ weltberühmten Meisterwerk „An Der Schönen Blauen Donau“? Der feinfühlige Aufbau des Stücks und das Handling dynamischer Differenzen sind hier ebenso wichtig wie Räumlichkeit, Schmiss und das Reproduzieren des großartigen Facettenreichtums dieses Stücks. Klingt nach einer Auftragsarbeit für die Teufel Stereobox – und das Ergebnis überzeugt: Mit Verve, Spielfreude und enormer Spitzigkeit wird der Walzer wiedergegeben, so dass vor dem geistigen Auge das klassische Wien förmlich aufleuchtet. Nüchterner ausgedrückt: Kurze, schnelle Impulse, wie beim Walzer üblich, werden ohne unpassendes Nachschwingen verarbeitet. Die Räumlichkeit ist groß, driftet aber nicht ins unkontrolliert-diffuse ab, das Konstruktionsprinzip geht voll auf: Bei der Ultima 800 sind auf der Rückseite und Vorderseite insgesamt vier passive Tieftöner eingelassen, anstatt eines Bassreflexrohres. Die Vorteile liegen auf der Hand: Keine Strömungsgeräusche trüben das Klangbild, zudem erscheint der Bass satt und schwarz, wird aber gleichzeitig nicht unangenehm dominant und auch bei hohem Pegel findet kein „Aufschaukeln“ statt, wie man es von manch anderer Konstruktion kennt. Für perfektionierte Wiedergabequalität sorgt auch die hochwertige Fußkonstruktion, die effektiv störenden Vibrationen vorbeugt.

Wenden wir uns dem Konkurrenzvergleich zu. Wer viel Platz zur Verfügung hat – vielleicht sogar so viel Platz, dass der Hörraum 50 Quadratmeter und mehr misst – kann sich auch mit dem Gedanken tragen, die Nubert nuVero14  für einen Paarpreis von knapp 4000 EUR zu erwerben. Die große, aber optisch sehr attraktive und bestens verarbeitete nuVero-Spitzenbox kann zunächst durch ihr solides, Noblesse ausstrahlendes Lautsprecher-Schutzgitter aus Metall für sich einnehmen. Während man die Teufel Ultima 800 Mk2 aufgrund der etwas altbackenen Stoffgitter am liebsten offen betreibt, stellen die Nubert-Metallgitter eine optisch verheißungsvolle Alternative dar. Interessant – auch die nuVero 14 setzt auf eine aufwändige Fußkonstruktion mittels hochsolide verschraubter Metalltraversen. Beide Lautsprecher präsentieren sich ansonsten eindrucksvoll verarbeitet, Glanzstück sind in beiden Fällen die Anpassungsmöglichkeiten an den Hörraum, die bei der nuVero 14 noch eindrucksvoller, weil umfangreicher ausfallen. Hier kann man nicht nur den Bassbereich, sondern auch Mittel- und Hochtonbereich beeinflussen und so auf den persönlichen Geschmack und auf den Hörraum angleichen. Hinzu kommt, dass Nubert noch ein speziell auf die nuVero 14 abgestimmtes sogenanntes „aktives Tuning Modul“ (kurz im nuJargon: TEST: ATM-Modul) anbietet, welches die nuVero 14 im ohnehin schon exzellenten Tiefbassbereich zu noch mehr Auslenkung und Leistungsfähigkeit anspornt. Für die nuVero 14 sprechen auch der noch bessere Tiefgang und die nochmals höhere Pegelfestigkeit. Überraschung hingegen beim Thema räumliche Abbildung und Basskraft – die im Vergleich klein erscheinende Ultima 800 Mk2 agiert hier auf Augenhöhe – geht es um die schiere räumliche Tiefe, kann sie sogar minimale Vorteile verbuchen – dafür kann sich die nuVero 14 besser zurückhalten, ihre unaufdringliche Art ist für sensible Naturen besser. Im Gegenzug setzt die Ultima 800 Mk2 mehr Emotionen frei - so dass es bei diesen beiden Spitzenprodukten letzten Endes auf eine Frage des persönlichen Geschmacks heraus läuft. Besonders edel erscheint in dieser Preisliga die ebenfalls – genau wie die nuVero 14 – für rund 2000 EUR/Stück erhältliche Canton Reference 7.2 DC. Gäbe es einen Schönheitspreis, die Canton hätte ihn sicher. Sie wirkt beinahe grazil – und doch verbirgt sich hinter den zurückhaltenden Gehäuseabmessungen ein vollwertiger, talentierter Klangkünstler, der auch feine Zwischentöne mit der richtigen Gewichtung einarbeitet. Sie hat durchaus Kraft im Bassbereich und ist auch pegelfest – muss sich hier aber den mächtigen „Gasgebern“ von Teufel und Nubert geschlagen geben. Exzellent ist es um die Impulstreue der Canton bestellt, auch die Feindynamik ist überragend und den beiden anderen minimal überlegen. Nubert und Teufel kontern bei Räumlichkeit und Grobdynamik, hier muss sich die Reference geschlagen geben. Es zeigt sich ein enormes Niveau bei allen hier genannten Konstruktionen, so dass Geschmack und räumliche Verhältnisse letzten Endes entscheiden dürften. Und die Entscheidung wird nicht leichter, wenn die Aurum Montan VIII ins Spiel kommt. Voraussetzung ist allerdings ein erweiterter finanzieller Spielraum, denn ein Paar der meisterlich verarbeiteten Hannoveraner Konstruktion kommt auf 5000 EUR. Mit enormer räumlicher Weite, gekoppelt mit seidigem Klang und samtiger Ausgestaltung des gesamten Hochtonbereiches, macht sich der aufwändig konstruierte Bändchenhochtöner in jeder Lebenslage sehr positiv bemerkbar. Der Hochtonbereich ist Extraklasse – ebenso wie die Stimmwiedergabe. Auch die Räumlichkeit präsentiert sich noch eine Idee glaubwürdiger, was den Aufpreis für den Schallwander auch rechtfertigt. Man muss, dies soll aber an dieser Stelle keinesfalls verschwiegen werden, auch eine sehr hochwertige Elektronik haben, um die Vorteile der Montan VIII gegenüber den bereits vorzüglichen Konkurrenten auch zu erleben. 

Fazit

Die Teufel Ultima 800 Mk2 gehört in ihrer Preisklasse zu den besten Alternativen auf dem gesamten Markt. Optisch relativ zierlich und elegant auftretend, läuft sie aus klanglicher Perspektive zu Höchstform auf: Sie spielt energiegeladen, räumlich, schwungvoll und facettenreich. Wer es liebt, intensiv und mit Genuss zu hören, liegt hier goldrichtig. Die aufwändigen Konstruktionsmerkmale mit passiven Bassmembranen und einstellbarer Bassintensität zeichnen den Berliner Schallwandler ebenfalls aus. Sie braucht zwar einiges an Verstärkerleistung, dafür liefert sie dann auch Spitzenleistungen beim Thema Pegelfestigkeit ab. Die Verarbeitung ist sehr gut, wenngleich die Stoffabdeckungen im Detail hochwertiger erscheinen könnten. Aktuell ist die Ultima 800 Mk2 nur in weißer Version lieferbar. 

Innovativer, formschöner Lautsprecher mit gefälligem, kraftvollen und detailreichen Klang

Standlautsprecher Oberklasse
Test 13.12. 2011

+ Extrem dynamisch und lebendig aufspielend
+ Sehr pegelfest
+ Tolle Feindynamik
+ Enorme Räumlichkeit
+ Feine Stimmwiedergabe
+ Aufwändige Konstruktion
+ Akkurates Finish

- Nur eine lieferbare Farbe
- Kein Bi-Wiring

Test: Carsten Rampacher
Fotos: Sven Wunderlich
Datum: 13.12.2011

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