TEST: Teufel XXL-iPhone/iPod-Radio iTeufel Magnum

05.12.2011 (cr/sw)

iTeufel Magnum für 399,90 EUR

Mitgelieferte Fernbedienung

Einführung

Für exakt 399,99 - also 400 EUR bereichert das XXL-Tischradio iTeufel Magnum mit eingebautem Class D-Verstärker das Sortiment des Berliner Direktvertreibers. Das schwarze Gerät ist kompatibel zu iPod und iPhone, das erforderlicher Dock befindet sich auf der Oberseite des iTeufel Magnum. Des Weiteren gibt es einen eingebauten Bluetooth-Empfänger für eine drahtlose Audiosignalübertragung zu Smartphone, Tablet oder Notebook. Für eine ansprechende Klangqualität sorgen die beiden Zweiwege-Lautsprecher (anstatt billiger Breitbänder) und ein im Gehäuse integrierter Subwoofer. Das ebenfalls vorhandene UKW-Radio verfügt über 20 Speicherplätze sowie RDS.  

Kompatibilität

Keine "Berührungsängte" auch mit dem Apple iPhone 4S

  • iPod photo
    iPod mini 
    iPod touch 
    iPod touch 2G 
    iPod touch 2G 32GB/64GB 
    iPod touch 3G 
    iPod touch 4G 
    iPod classic 
    iPod 3G 
    iPod 4G 
    iPod 5G 
    iPod shuffle 
    iPod shuffle 
    iPod shuffle
    iPod shuffle 
    iPod nano Ja
    iPod nano 2G 
    iPod nano 3G 
    iPod nano 4G 
    iPod nano 5G 
    iPod nano 6G 
    iPhone 
    iPhone 3G 
    iPhone 3GS 

Mit iPhone 4 sowie iPhone 4S arbeitet Teufels großes Tischgerät auch problemlos zusammen. 

Verarbeitung, Anschlüsse Technik

Die Anschlussauswahl umfasst neben der Buchse für den FM-Tuner auch einen 3,5 mm Miniklinken-Line In, einen Videoausgang sowie einen S-Videoausgang für die Übertragung von Videoinhalten, die sich auf iPod oder iPhone befinden. 

Aufgrund der Bassreflexöffnung auf der Unterseite kann der Wirkungsgrad des iTeufel Magnum im Bassbereich weiter gesteigert werden. Das Chassis des Subwoofers befindet sich ebenfalls auf der Unterseite. 

iTeufel Magnum von unten. Zentriert untergebracht ist der Subwoofer, die vier Gummifüße in den Ecken geben Halt auf jedem Untergrund. Rechts vom Subchassis befindet sich die Bassreflexöffnung.

Standfuß im Detail

Bedienelemente sowie Dock auf der Oberseite des iTeufel Magnum. Die Knöpfe sind gut eingepasst und weisen einen präzisen Druckpunkt auf.

Das Display bietet eine gute Auflösung, ist allerdings nur einzeilig 

Die mitgelieferte Fernbedienung im Scheckkartenformat ist keine Offenbarung

Solide Lautsprecher-Abdeckgitter, im Betrieb blau leuchtendes Teufel-Logo, kleine Spaltmaße, ansehnliches Design

Gerundete Kanten, gute Oberflächenqualität, leider etwas kratzempfindlich - das ist aber bei allen in Hochglanz gehaltenen Geräten gleich

Sehr gute Einpassung der LS-Gitter, aber minimale Kratzspuren an den schmalen Gehäuserändern

Mit iPhone - sinnvoll wäre es, wenn Teufel zusätzlich eine weiße Version anbieten würde

Rückseite in der Gesamtansicht

Das iTeufel Magnum ist eine stattliche Erscheinung - mit 21 cm Tiefe, 37 cm Breite und 19 cm Höhe manifestiert sich dieser Eindruck auch in den Abmessungen. Das 5 kg wiegende Gerät mit nur 1 Watt Standby-Verbrauch präsentiert sich in hochglänzendem Schwarz. Die Oberfächenqualität ist gut, allerdings muss man sich über die Staub- und Kratzer-Empfindlichkeit dieser Art von Oberfläche im Klaren sein. Die beiden frontseitig verbauten Zweiwege-Lautsprechersysteme werden jeweils von einem Class D Verstärkerzug versorgt. 20 Watt leistet jeder Verstärkerzug. 40 Watt stehen in einem weiteren separaten Verstärkerzug für den Subwooferkanal zur Verfügung. Bei den LS-Systemen arbeitet jeweils ein 2,54 mm messender Aluminium-Hochtöner sowie ein 7,62 mm messender Papier-Mitteltöner. Der Tieftöner auf der Unterseite misst 13,34 mm und hat ebenfalls eine Papiermembran.  

Bluetooth-Kopplung
  • Beim Smartphone, Netbook, Notebook oder Tablet Bluetooth aktivieren und das Gerät sichtbar machen. 

  • Auf der Fernbedienung des iTeufel Magnum die Bluetooth-Taste drücken, dann ist der Bluetooth-Empfänger im Gerät angewählt. 

  • Anschließend die Pairing-Taste auf der Teufel-FB drücken - für 90 Sekunden ist nun das Pairing möglich. Wird nach einem Kennwort gefragt, kann man die üblichen "0000" eingeben. Bei uns musste beim HTC Evo 3D kein Kennwort eingegeben werden, es funktionierte auch so. Der Name des Quellgeräts ist dann im Display des iTeufel Magnum sichtbar. 

Die Bluetooth-Verbindung wird problemlos hergestellt und erweist sich als stabil und störungsresistent. Das sind wir nicht gewohnt, oft kommt es zu Aussetzern und Störgeräuschen, die wir hier nicht feststellen mussten. Der Klang ist stets lebendig, kraftvoll und räumlich. 

Klang

Man kann Teufels neuesten Coup durchaus als "vollwertige Anlage" gerade für kleinere Räumlichkeiten ansehen - dass kein CD-Laufwerk vorhanden ist, dürfte viele kaum stören. Vielmehr erfreut das Gerät mit einem satten, runden und dynamischen Klang, den wir von kaum einem anderen iPod/iPhone-Dock her kennen. So begeistert das iTeufel Magnum beim Trance-Klassiker "Remember Me" von A.I.D.A. mit einwandfreiem Aufbau, sehr guter Räumlichkeit und einem überraschenden Druck im Tiefbassbereich. Teufel verzichtet, wie üblich, beim iTeufel Magnum auf verschiedene DSP-Programme, die bei solchen eher preisgünstigen Komponenten den Klang meistens eher unschön verbiegen, als tatsächlich Gewinn bringend auf das Quellmaterial einzuwirken. Teufel setzt lieber auf eine neutrale, angenehme Grundabstimmung, die einfach Laune macht, und leistungsstarke Endstufen, die vielen teureren Micro Hi-Fi-Anlagen zu Ruhm und Ehre verhelfen würden. Der unter dem iTeufel Magnum verbaute Subwoofer sorgt überdies hinaus für einen kraftvollen Bass, der in Anbetracht der kompakten Gehäuseabmessungen überraschend tief nach unten reicht. 

Auch bei "Russia Privjet" von Basshunter bietet das iTeufel Magnum viel Basskraft, das Subwoofer-Chassis schlägt erst bei Pegeln an, die über der so genannten "Zimmerlautstärke" liegen. Effekte werden erstaunlich weit in den Raum geschossen, der Klang löst sich gerade in kleineren Lokalitäten schön von den Lautsprecherchassis. Das Volumen im Bassbereich gefällt, und die Grobdynamik ist für eine solche Komponente exzellent. Auch bei Bon Jovis "Keep The Faith" macht das iTeufel Magnum eine sehr gute Figur und begeistert gleich zu Beginn wieder mit richtig gutem Tiefgang. Die Intensität des Subwoofers lässt sich im übrigen bequem über die Fernbedienung regeln - Der Einstellwert "5" bringt überzeugende Ergebnisse. Zurück zu Bon Jovi: Klar, kraftvoll und lebendig, macht der Song richtig Freude. Die Räumlichkeit ist auch hier gut, die Stimmpräsenz gelungen: Keinesfalls rückt Jon Bon Jovis charakteristische Stimme zu weit in den Hintergrund. "The Cross" von Within Temptation liegt dem iTeufel Magnum ebenfalls: Die Stimme wird präzise umrissen und vom Fokus her mitten in den virtuellen Raum gestellt. Die instrumentalen Anteile werden auf harmonische, aber nie langweilige Weise ergänzt, so dass sich insgesamt ein homogener, gefälliger, gleichzeitig aber vielschichtiger Klangeindruck ergibt, der die bei diesem Song vorhandenen Dynamiksprünge sehr gekonnt berücksichtigt. 

Das gilt ebenfalls für den 80er Jahre-Klassiker "Sometimes" von Erasure. Der schwungvolle Beginn wird mit prima Detaillierung herausgearbeitet, Synthesizer-Effekte und Stimme des Sängers gehen auch hier eine sehr flüssige Verbindung miteinander ein. Das Schöne ist: Das iTeufel Magnum XXL-Dock klingt richtig komplett und erwachsen. Keine billige Effekthascherei, kein blecherner Beigeschmack und keine fade akustische Einöde - das schmucke Gerät klingt wie eine kleine HiFi-Anlage, daran hat sicherlich auch die relativ aufwändige Lautsprecher-Technik ihren Anteil. Das kommt auch beim Pet Shop-Boys-Song "Can You Forgive Her" sehr gut heraus: iTeufel Magnum strukturiert die vorderen musikalischen Ebenen richtig gut durch, besonders hervor sticht erneut die gelungene, klare Präsentation der Stimme. Der satte, aber nicht übertriebene Bass und der sich praktisch nahtlos anschließende Mitteltonbereich punktet ebenfalls. Im Hochtonbereich werden eine gute Räumlichkeit und ordentliche Konturen geboten. Wir waren nun gespannt, wie die Paul Potts-Interpretation von "Caruso" vom iTeufel Magnum übertragen wird. Sicher, Pauls Stimme erscheint minimal belegt, es fehlt etwas an Strahlkraft und Kontur, auch die Anschlagdynamik des Pianos ist nicht perfekt: Aber wir sprechen hier von einem iPhone/iPod-Dock, und unter dieser Prämisse hängt das iTeufel Magnum nahezu die gesamte Konkurrenz locker ab. Gut, das iTeufel Magnum ist auch mit 400 EUR nicht besonders preiswert - aber so gut, dass es auf jeden Fall akustisch jeden Cent Wert ist. Wolfgang Amadeus Mozarts Klarinettenkonzert, KV 622, stellt das iTeufel Magnum auch nicht vor unlösbare Probleme: Fein dosiert, nicht zu stürmisch, mit für ein solches Gerät hervorragender Herausarbeitung der Streicher, macht auch dieses sehr schöne, aber akustisch komplexe Werk klar, dass das iTeufel Magnum derzeit eines der besten iPod/iPhone-Docks ist. 

Insgesamt beeindruckt iTeufel Magnum durch vollwertigen, souveränen Klang mit ausgezeichneter Räumlichkeit. Selbst im 20 Quadratmeter-Raum bietet sich dem Auditorium noch eine gleichmäßig dosierte Räumlichkeit mit überraschender Tiefenwirkung. Die Klangcharakteristik ist recht neutral, mit leichtem Hang zum Warmen, Angenehmen. Der Hochtonbereich ist trotzdem klar und weist tadellose Strukturen auf. Zu loben sind die flüssigen Übergänge zwischen den einzelnen Frequenzspektren, dadurch erzielt iTeufel Magnum ein erwachsenes, kultiviertes Klangbild, welches eigentlich alle Altersgruppen an Hörern anspricht. Der satte, sich aber bei akkurate Einstellung nie in den Vordergrund schiebende Bass mit erstaunlichem Tiefgang ist ein weiterer großer Pluspunkt des iTeufel Magnum. Die Verwendung eines separaten Subwooferkanals - iTeufel Magnum ist mit drei Verstärkerzügen als reinrassiges 2.1 System aufgebaut - erweist sich hier als großer Glücksgriff, da der leistungsintensive Bassbereich nicht in Gefahr läuft, klanglich zu "verhungern". 

Konkurrenzvergleich 
  • Teufel iPod-Soundstation iTeufel v3: Für deutlich weniger Geld bietet Teufel dieses Zwei-Komponenten-System mit ausgelagertem, separatem Subwoofer an. Über eine Radiofunktion verfügt iTeufel v3 nicht. Klanglich kann auch dieses System überzeugen, auch wenn es nicht ganz so erwachsen und kultiviert klingt. 

  • Onkyo CBX-500: Sehr elegant aussehend und tadellos verarbeitet, macht sich CBX-500 auch im eleganten Wohn- oder Esszimmer sehr gut. Integriert ist auch ein ausgezeichnetes Display und ein CD-Laufwerk. Klanglich lässt iTeufel Magnum dem CBX-500 keine Chance. Ganz gleich, ob es um Pegelfestigkeit, Dynamik oder Räumlichkeit geht, iTeufel Magnum setzt Klassenmaßstäbe. 

  • Yamaha Microsystem MCR-140: Sehr schick, in vielen Farben lieferbar und mit Wireless Technik für iPod/iPhone überzeugt das MCR-140. Sogar ein CD-Laufwerk mit mit dabei. Das Yamaha Microsystem klingt relativ klar und angenehm, ist aber weder so bassstark noch so pegelfest und dynamisch wie das iTeufel Magnum.

Fazit

Das iTeufel Magnum ist auf der ganzen Linie ein voller Erfolg. Es ist zwar nicht besonders günstig, brilliert aber mit akustischen Eigenschaften, die vielen kleinen Hi-Fi-Anlagen gut zu Gesicht stehen würden. Durch den separaten Subwoofer unterhalb des Gehäuses hängt das iTeufel Magnum im Bassbereich beinahe die gesamte Konkurrenz ab und liefert Nachdruck, Kraft und Räumlichkeit. Die fließenden Übergänge zwischen den einzelnen Frequenzbereichen, die sehr gute Pegelfestigkeit, die angenehm neutrale und kultivierte klangliche Auslegung, die sehr stabile Bluetooth-Verbindung, die solide Verarbeitung und die gefällige Optik sorgen für weitere Punkte, so dass bilanzierend feststeht: Man kann seinem iPod oder iPhone kaum etwas besseres zur akustischen Verwirklichung zur Seite stellen als das iTeufel Magnum. Wünschenswert wäre allerdings eine zusätzliche weiße Variante.

Zwar nicht preiswert, aber den Preis Wert: Das iTeufel Magnum ist akustisch überragend und hält die Konkurrenz souverän auf Distanz

iPod/iPhone-Dock Oberklasse
Test 05. Dezember 2011

+ Sehr pegelfest
+ Hervorragender Bassbereich
+ Überragende Räumlichkeit
+ Überraschend gute Stimmwiedergabe
+ Grob- und Feindynamik deutlich über dem Level solcher Komponenten
+ Angenehmer und kultivierter Klang
+ Stabile Bluetooth-Übertragung

- Nur in schwarzer Version aktuell erhältlich

Produktseite: www.teufel.de/ipod/iteufel-magnum

Test: Carsten Rampacher
Fotos: Sven Wunderlich
Datum: 05.12.2011

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