TEST: Teufel Impaq 3100 - Messlatte bei den 5.1 Blu-ray Komplettsystemen?

26.09.2011 (cr/sw)

EDV-Supplier: www.notebooksbilliger.de

Einführung

Für 999 EUR offeriert Teufel das Impaq 3100 5.1 Blu-ray Komplettsystem, das aus einem BD-Receiver plus vier schmucken Zweiwege-Säulen mit doppeltem Mitteltöner (Front + Surround), einem querformatigen Center und einem aktiven Subwoofer mit 200 mm Tieftöner besteht. Im BD-Receiver sind neben insgesamt den sechs Endstufen (der Sub ist passiv) auch Decoder für alle aktuellen HD-Audioformate enthalten. Visuell ist ein Upscaling auf bis zu 1080p möglich. 3D-Signalausgabe wird allerdings nicht unterstützt - für die nächste Modellreihe wäre dies wünschenswert. Teufel empfiehlt das Impaq 3100 für Räume bis 30 Quadratmeter. Die Impaq 3100 verfügt über HDMI-Terminals der Spezifikation 1.3b und bringt darüber hinaus noch einen Radiotuner mit RDS und 20 Speicherplätzen mit. Die Standby-Leistungsaufnahme liegt bei 0,5 Watt, die maximale Leistungsaufnahme bei 350 Watt. Das OSD ist in deutscher und englischer Sprache verfügbar. 

Daten zum IP 3000 BR BD-Receiver

IP 3000 BR

An Decodern sind an Bord:

  • Dolby Digital
  • Dolby TrueHD
  • Dolby Pro Logic II
  • DTS Digital Surround
  • DTS-HD Master und High Resolution Audio

An Videoformaten wird über HDMI ausgegeben:

  • 576i
  • 576p
  • 720p
  • 1080i
  • 1080p
  • bei aktiverem "Film-Modus", einzuschalten im Menü: 1080p/24 Hz

Über Komponente werden maximal 1080i ausgegeben. 

Verstärkerdaten: 

  • Sinusleistung für den Subwooferkanal 150 Watt
  • Sinusleistung für Satellitenkanal 60 Watt (pro Kanal)

Die angegebenen Leistungsdaten reichen für die Beschallung mittelgroßer Hörräume - zumindest dem Papier nach - aus. 

Daten zum 5.1 Lautsprecherset

4 x mit dabei:  CL 100 FR

  • CL 100 FR (viermal im Paket enthalten) mit 60 Watt Dauerbelastbarkeit, 100 Watt Impulsbelastbarkeit, 2,30 Liter Netto-Innenvolumen, Impefdanz 4 bis 8 Ohm, Frequenzbereich von 120 bis 20.000 Hz, 2-Wege-System, geschlossen, 19 mm Hochtöner, 2 x 70 mm Mitteltöner, 4,6 mg, T x B x H 22 x 30 x 108,90 cm, Gewicht 4,6 kg, Gehäusematerial PVC

Center CL 100 C

  • CL 100 C Center: Gleiche Daten wie oben, anders sind Gewicht (1,5 kg) und Abmessungen (Tiefe 10,3 cm, Breite 35 cm, Höhe 17,10 cm). 

Passiver Subwoofer

  • Passiver Subwoofer IP 3000 SW: 200 mm Tieftöner, Basswiedergabe ab 38 Hz, Bassreflexgehäuse, vier Resonanzdämpfer-Füße. Nettvolumen 24 LIter, Tiefe 36,5 cm, Breite 24 cm, Höhe 42 cm, Gewicht 9,3 kg. Foliertes MDF-Gehäuse. 
Verarbeitung

Center mit solide eingepasstem Schutzgitter

Center mit tadellosen LS-Kabelanschlüssen und integrierter Wandhalterung im Fuß

Gute Detailverarbeitung beim Center

LS-Anschlüsse der vier identischen Säulen

Der Standfuß bietet tadellosen Halt und eine gute Materialqualität

Klemmanschlüsse am passiven Sub

Finish des passiven Subwoofers

Der Subwoofer strahlt seitlich ab

Bassreflexöffnung

Finish des BD-Receivers

Display

Fernbedienung

Netzteilsektion

Innenleben im Detail

Platinenlayout und verbaute Chips

Kabel mit Kabelbindern zu Strängen zusammengefasst

Sauberes Finish

Innenleben in der Übersicht. Für Power sorgen digitale Class D-Verstärker mit Schaltnetzteil

Der Blu-ray Receiver des Impaq 3100 Blu-ray Heimkinosystems ist solide verarbeitet und weist keine scharfen Grate, unsaubere Passungen oder klaffende Spaltmaße auf. Die Frontblende besteht aus Kunststoff und ist in Hochglanz-Schwarz gehalten, der übrige Gehäusemantel in mattschwarzem Aluminium. An der Front überzeugt besonders das gut auflösende Display, kein echtes DOT-Matrix, aber der Eindruck wird geschickt erweckt. Es ist auch aus größerer Entfernung problemlos ablesbar. Rechts neben dem Display befinden sich Touch-Bedienelemente, die auf Berührung gut ansprechen, für eine komplette Bedienung bei einer eingelegten Blu-ray aber nur bedingt geeignet sind. Die Disc-Lade links ist ebenfalls gut eingepasst und verursacht keine unschönen Laufgeräusche. Plan abschließend ist auf der rechten Seite im unteren Bereich eine Klappe mit Kunststoffscharnier angebracht, hinter der sich ein USB-Slot und der Kopfhörerausgang befinden. Die Standfüße sind sehr großzügig dimensioniert und sorgen für festen Stand. Die Fernbedienung liegt gut in der Hand, bietet ein praxisgerechtes Tastenlayout und guten Tastendruckpunkt. Die Lautsprecher sind ebenfalls ordentlich verarbeitet und haben eine gute Oberflächenqualität. 

Anschlüsse

Kaltgeräte-Netzsteckerbuchse, Klemmanschlüsse für LS, 3 x Cinch-Stereo-Eingang

optischer + koaxialer Digitaleingang, 2 x HDMI-in, 1x HDMI-Out, FBAS, Komponente, Netzwerk

Anschlussübersicht

Vorn: 3,5 mm Kopfhörerbuchse, USB 2.0-Terminal

Blu-ray-Receiver hinten:

  • HDMI Out 1x
  • Component Video Out
  • FBAS Out
  • Stereo Cinch L/R In 3x
  • Digital Audio Coaxial 1x Out
  • Digital Audio Optical 1x Out
  • Ethernet-Anschluss
  • FM-Antennenanschluss für UKW/MW-Tuner
  • LS-Klemmanschlüsse 
  • Buchse für Kaltgeräte-Netzstecker

Frontseite:

  • USB-Eingang
  • Kopfhörerausgang

Das Impaq 3100 bietet alle gängigen und notwendigen Video-Anschlüsse und zeigt sich auch durch Einbindung sowohl eines koaxialen als auch optischen digitalen Audio-Ausgang flexibel. Verzichtet wurde hingegen auf jegliche Eingänge, so dass vorhandene Komponenten nicht einfach in das System eingebunden werden können. Die Lautsprecher-Klemmanschlüsse machen nicht den hochwertigsten Eindruck, sind aber der Preisklasse angemessen. 

Setup, Menü und Konfiguration

Touch-Bedienelemente

Wahl der Auflösung

Hinter "Film-Modus" verbirgt sich nicht eine De-Interlacing-Betriebsart, sondern die 24p-Aktivierung für die Blu-ray-Wiedergabe

Netzwerkeinbindung ist ab Werk nur kabelgebunden möglich. Eine Netzwerkverbindung wird beim Impaq 3100 nur für BD Live-Inhalte benötigt

System-Einstellungen

PCM Downsampling

Nicht immer sind Übersetzungen vorhanden - man sollte schon etwas des Englischen mächtig sein  

Die Gestaltung des On-Screen-Displays ist schlicht, aber im Großen und Ganzen ganz gut gelungen. Das Menü ist hochauflösend und in ansprechender Optik gehalten. Nach der ersten Inbetriebnahme kann zunächst ein Quick Setup durchgeführt werden. Hier wird gleich die OSD-Sprache festgelegt, das Bildformat und die gewünschte Auflösung ausgewählt. Die weiteren Einstellung zur Anzeige, BD-Live, Netzwerk, Audio und der Elternkontrolle können ebenfalls mit der Menü-Taste unter "Settings" aufgerufen werden. Soll eine korrekte Blu-ray Wiedergabe erfolgen, muss noch unter Anzeige bei "Film-Modus" die 1080p24 Ausgabe aktiviert werden, andernfalls erfolgt die Videoausgabe via HDMI in 1080p60. Um das Lautsprecher-Setup auszuführen muss die "Audio-Setup"-Taste auf der Fernbedienung gedrückt werden, allerdings erscheint hier kein OSD, sondern die Konfiguration muss über das Geräte-Display erfolgen. Abgesehen von dieser kleinen Schwäche (nicht so überzeugend sind auch die 20 cm Schritte beim Time Alignment) gelingt Handling und Bedienung des Impaq 3100 sehr einfach und komfortabel, auch die Reaktions- und Ansprechzeit der Befehlseingaben ist nicht zu beanstanden. Allerdings könnte der Arbeitswinkel der griffgünstigen Fernbedienung erhöht werden, man muss schon ziemlich genau auf den IP 3000 BR zielen, möchte man eine sofortige Umsetzung des Befehles erreichen. Die Touch-Bedienelemente am BD-Receiver selber reagieren schnell. Was wir vermissen, ist ein Video-EQ oder wenigstens vordefinierte Bildfelder. 

Laufwerk, Einlesezeiten & Betriebsgeräusch

Das Laufwerk liest durchschnittlich schnell ein, punktet aber beim Thema Layerwechsel

Lüfter seitlich 

Booten bis zum ersten Teufel-Logo: 5 Sekunden

  • Blu-ray Indiana Jones and the Kingdom of the Crystal Skull: 27 Sekunden
  • Blu-ray Casino Royale: 26 Sekunden
  • Blu-ray Fluch der Karibik: 28 Sekunden
  • DVD Star Wars Episode III: 16 Sekunden
  • DVD Sahara: 16 Sekunden

DVD Layerwechsel: Top Gun, Kapitel 18 auf Kapitel 19: Tadelloser Layerwechsel.

Die Einlesezeiten bleiben zwischen 16 und knapp 30 Sekunden bei DVD und Blu-ray auf eher durchschnittlichem Niveau, bei diesem Modell war aber der Bootvorgang schnell. Tadellos und nicht zu beanstanden ist hingegen der nahtlose Layerwechsel. Beim Einlesen sind leicht kratzende Einlesegeräusche des Laufwerks zu vernehmen, während der eigentlichen Filmwiedergabe verhält sich das Laufwerk aber enorm ruhig. Der aktive Lüfter ist bei absoluter Stille leicht zu hören, verursacht aber keine Schleifgeräusche und hat einen ruhigen Lauf. Kritik gibt es für den hakeligen Kapitelsprung, gerade, wenn man schnell mehrere Kapitel überspringen möchte, ist es etwas zeitaufwändig. Es dauert auch eine kurze Zeit, bis die Disc nach dem Drücken der "Open" Taste am Gerät oder auf der FB herauskommt. 

Multimedia

Hier steht nur USB zur Verfügung - mit folgenden Möglichkeiten: 

Anzeige nach Anschluss eines USB-Mediums

Bildwiedergabe

Musikwiedergabe

Ansicht nach Auswahl Musik

Videos von USB

Nach Anschluss des USB-Sticks und erfolgreicher Erkennung erscheinen im Menü neben Settings und Quick Setup die Unterpunkte "Musik", "Bilder" und "Videos". Wieder muss darauf geachtet werden, dass lediglich FAT32-formatierte USB-Medien erkannt werden. Bei Auswahl des gewünschten Dateityps wird jeweils die gesamte Ordnerstruktur des USB-Sticks angezeigt. Unter Bilder gibt es eine Thumbnail-Vorschau, diese können einzeln angezeigt oder als Diashow angesehen werden, auch Musik-Unterlegung ist möglich. Während bei Musik lediglich MP3-Dateien - diese aber in sehr guter Klangqualität - wiedergegeben werden, sind bei Bildern JPEG- und PNG-Dateien abspielbar. Am umfangreichsten zeigt sich der Video-Bereich, neben DiVX, Xvid und WMV-Dateien werden auch MP4-Quicktime und MKV-Dateien wiedergegeben. 

Test-Equipment
Bildqualität

Das Impaq 3100 bestätigt unsere ausgezeichneten Eindrücke, die wir bereits im Test des Impaq 300 machen konnten. Beim 1. Teil von "Transformers" wird ein stabiles und ruhiges Bild mit sehr gutem Detailkontrast geboten. Erstaunlich ist, wie gut der Teufel IP 3000 BR mit den vielen dunklen Szenen umgeht, so z.B., als sich Autobot Bumblebee ein erbittertes Gefecht mit seinem bösen Decepticons-Gegner liefert. Nicht nur, dass die schnellen Bildwechsel praktisch ohne Zittern und Ruckeln übertragen werden - auch arbeitet der Teufel BD-Receiver viele Details an den kämpfenden Robotern heraus. Rückblende - schon zuvor macht der IP 3000 BR durch die sehr gute Detailwiedergabe auf sich aufmerksam. Sam Whitwicky fährt seiner Mitschülerin Mikaela, die er absolut bewundert und verehrt, mit seinem alten Camaro hinterher - die deutlichen Verschleißspuren auf den Sitzen aerbeitet der IP 3000 BR sehr plastisch heraus, und auch die Rostspuren an den Türholmen. Wieder Szenenwechsel, nun sind wir mitten in der Wüste in einer kleinen Oase - nach erfolgreicher Flucht sind Captain William Lennox und seine verbliebenen Soldaten wieder in ein Gefecht mit Decepticon-Beteilung verwickelt. Scorponok stellt die kleine Truppe mitten in der Wüste und möchte auch dem Rest den Garaus machen. Die Kampfhandlung wird mit authentischen Farben und sehr gute Detailarbeit übertragen. Am wüsten Technik-Ungetier kommen auch einzelne Kleinigkeiten wie dei Augen oder aber die Spitzen der Greifarme exakt heraus. Der Wüstensand wird farblich sehr präzise wiedergegeben. Die Detaillierung nimmt erst in Richtung der hinteren Bildebenen etwas ab, dann werden Einzelheiten nicht mehr so scharf fokussiert. Rauschen kennt der IP 3000 BR kaum - vielmehr wirkt das Bild sauber und dynamisch, was auch daran liegt, dass es kaum zu Überstrahlungseffekten in stark kontrastierenden Bildteilen kommt. Bei "Avatar" läuft der IP 3000 BR ebenfalls zu großer Form auf und modelliert schon in der Anfangssequenz ein beeindruckendes Szenario heraus: Das technisch-kühle Innere des Langstreckenraumschiffs, welches die neuen Arbeiter/Soldaten nach Pandora bringt, kommt scharf und rauscharm zum Ausdruck. Die durch die Schwerelosigkeit im All schwebende Besatzung wird bezüglich der Bewegungsdarstellung einwandfrei wiedergegeben. Das Weltall wird in tiefen, satten Schwarz wiedergegeben. Nach der Landung auf dem fremdartigen Planeten muss sich Jacke Sully, an den Rollstuhl gefesselt, allein zur Basis durchschlagen - bei dem regen Treiben nicht ungefährlich, denn ein riesiger Muldenkipper passiert seine Route. Das große Baufahrzeug wird sehr fein durchzeichnet, die Pfeile in den gigantischen Reifen, hinein geschossen von den wütenden Eingeborenen, denen ihr Lebensraum genommen wird, erscheinen scharf und klar. Kurze Zeit später, als Colonel Quaritch vor den neu Angekommenen auf und ab geht und auf dem polierten Boden sein Stiefel sichtbar wird, erkennt selbst der anspruchsvolle Filmfreund, dass der IP 3000 BR ein tadelloses Detaillierungsvermögen mitbringt. Wir springen einige Kapitel nach vorn - mittels helikopterartigem Fluggerät unternimmt Sully im Körper seines Avatars einen Ausflug in die bizarre Fauna und Flora von Pandora. Das Panorama, als die bis in den Himmel ragenden Bäume mit den vielen kleinen Bäumen darunter plus dem tosenden Wasserfall zu erkennen ist, wird sehr plastisch und facettenreich wiedergegeben. Als das Fluggerät mitten im Urwald landet, werden Pflanzen und Tiere in nahezu voller Farbenpracht sehr lebendig wiedergegeben, auch die froschartigen Wesen, die sich gewandt von Baum zu Baum schwingen. In der Nachtszene, als Sully, immer noch im Avatar, von blutrünstigen Bestien attackiert wird und er sich mit seiner Fackel wehrt, ist es wiederum überraschend, wie gut die blitzenden Augen der Biester in der Nacht herauskommen und wie viele Details auch im Bildhintergrund sichtbar sind. 

Wenn wir nun in den DVD-Betrieb wechseln, um zu überprüfen, wie gut die Upconversion von 576i auf 1080p funktioniert, stellen wir zu Beginn von Star Wars Episode III ein gutes, aber nicht erstklassiges Resultat fest. Zwar läuft die Star Wars-typische Schrift recht gleichmäßig nach hinten durch, allerdings wechselt die Farbauslegung der Buchstaben während des Laufs: Sind sie vorn Gelb mit leichtem Grünanteil, wechseln sie nach kurzer Zeit dann zu einer akkuraten Farbgebung. Des weiteren finden sich, wenn die Buchstabenrolle weiter hinten im Raum steht, leichte Wellenbildungen und Linien innerhalb der Lettern. Hier sieht man, dass selbst bei baugleichen Geräten Unterschiede auftreten - beim Impaq 300 mit identischer Videosektion war die Schriftwiedergabe noch solider. Dafür erscheint beim jetzt getesteten Gerät der republikanische Sternzerstörer noch eine Idee ruhiger, es kommt nicht zu Zittern an den Kanten, gleich rastet der De-Interlacer ein. Auch Treppenstufen sind nur in sehr geringem Umfang erkennbar. Als sich dann die beiden Raumjäger von Obi-Wan und Anakin nähern, werden die beiden Bewegungsabläufe - der langsamere Flug des Sternzerstörers und der schnellere Flug der Raumjäger - mit sauberer Differenzierung wiedergegeben. Auch rund um den blauweißen Triebwerksstrahl des Sternzerstörers sammeln sich keine Artefakte. Als kurze Zeit später die beiden Raumjäger nach unten in die Schlacht abkippen, eröffnet sich dem Betrachter ein sauber gestaffeltes Panorama, erst ganz unten, nahe der Planetenoberfläche, nehmen Schärfe und Plastizität etwas ab. Hier sieht man noch Differenzen zu teuren Top BD-Playern, die selbst dort noch mehr Detailschärfe und Plastizität herauskitzeln. Als dann die Gesichter von Obi-Wan und Anakin eingeblendet werden, erfreut die akkurate Wiedergabe der schwierigen Hauttöne. Auch die Bildschärfe ist gut, die Poren der Haut sind prima zu erkennen. Scalingrauschen findet sich zwar, dieses hält sich aber im Rahmen. Mit Videomaterial von der AVEC Professional Test-DVD hat der IP 3000 BR keinerlei Schwierigkeiten. Die weißen und schwarzen Laufschriften vor verschieden farbigem Hintergrund werden, unabhängig von der Geschwindigkeit, mit ausgezeichneter Bewegungsschärfe wiedergegeben. Auch die Farbtrennung überzeugt. Bei der schnellsten Schrift kommt es zu minimalen Zittern, was aber nichts daran ändert, dass wir dieses bewegte Testbild selten so gut gesehen haben. Der magentafarbene Siemensstern im nächsten Testbild, der von vier kleinen Siemenssternen in den Bildschirmecken flankiert wird, überzeugt mit gleichmäßigem Lauf. Auch die Segmente der kleinen Sterne sind gut zu differenzieren. Nur leichte Störstreifen innerhalb der Sternsegmente verhindern hier ein perfektes Urteil. Das Pendel mit rot-blauem Innenleben, das in unterschiedlichen Geschwindigkeiten über eine stehende schwarze Linie schwingt, wird ebenfalls hervorragend zur Geltung gebracht. Die sonst selbst bei sehr hochwertigen Geräten sichtbaren Nachziehern und Unschärfen rund um die Pendelspitze sind nur in sehr geringem Umfang sichtbar. Die innere Struktur ist jederzeit klar erkennbar. Die attraktive Dame im weißen Kleid, die sich vor weißem Hintergrund bewegt, wird vom IP 3000 BR ebenfalls gekonnt dargestellt. Die Umrisse sind klar zu erkennen, die Konturen des Kopfes sind sauber gezeichnet. Detailtreue und Kontrastvermögen des IP 3000 BR BD-Receivers können demnach auch hier voll überzeugen. Nicht zur Gänze begeistert die Real-Bewegtbildsequenz, in der das Stadtpanorama von Esslingen gezeigt wird. Zwar ist hier die Bildschärfe hoch, allerdings ist auch leichtes Rauschen sichtbar. Die Farben werden zwar gut wiedergegeben, dafür aber erkennt man in den Grünflächen leichte Artefakte-Bildungen. Insgesamt aber kann klar herausgestellt werden, dass sich der IP 3000 BR bezüglich der Qualität der Upconversion mit hervorragenden Standalone-Blu-ray-Playern problemlos messen kann. 

Klang

Klanglich haben wir uns eine Menge vom Teufel Impaq 3100 erhofft - die hohe Audiokompetenz des Berliner Anbieters ist seit Jahren bestens bekannt. Daher waren wir nicht überrascht, dass beim ersten Teil von "Transformers" (englische Tonspur der BD) eine hohe akustische Klarheit, eine ausgezeichnete Grobdynamik und eine ausgeprägte Räumlichkeit heraus zu hören war. Ganz gleich, ob der V8-Hubraumriese in Sam Whitwickys Camaro vor sich hin blubbert oder nachdrückliche Feuergefechte in der Wüstenoase stattfinden: Stets behält das Impaq 3100 den Überblick. Die Pegelfestigkeit ist für ein solches System sehr gut, wenngleich hier im Vergleich zu Einzelkomponenten - also AV-Receiver und BDP im getrennten Gehäuse - nach wie vor ein Respektabstand besteht. Vergleichen mit anderen All-In-One-Systemen jedoch kommt man nicht umhin, dem Impaq 3100 eine gewisse Überlegenheit zu attestieren - gerade, wenn bei den alten Gebäuden in der Oase, kapitulierend vor der Schussgewalt von Scoropnok, die Mauern bröckeln, wird das gesamte Effektfeuerwerk mitreißend in Szene gesetzt. Auch der Aufschlag der Raketen aus den Kampfjets überzeugt durch Nachdruck. Der mitgelieferte Subwoofer ist zwar relativ kompakt gehalten, bringt aber trotzdem einen lobenswerten Tiefgang mit - er macht nicht den Fehler, Tiefgang durch vordergründiges, übertriebenes Volumen zu ersetzen, der Sub liefert allzeit ein stimmiges Fundament, schiebt sich aber nie unschön in den Vordergrund. Die Front-/ist sehr ausgewogen, es zahlt sich hier aus, dass viermal der identische Lautsprecher zum Einsatz kommt. Auch beim Kampf zwischen Bumblebee und seinem Decepticon-Gegner kapituliert das Impaq 3100 nicht, sondern liefert satten Bass und eine lebendige Effektwiedergabe. In Hörraumgrößen zwischen gut 15 und rund 25 Quadratmetern fühlt sich das System am wohlsten, hier kann sich der Hörer über akustische Neutralität und enorme Dynamik freuen. Der eindrucksvolle Music Score von "Avatar" (englische Tonspur der BD) wird ebenfalls mit Geschick herausgearbeitet. Im Bassbereich ist jederzeit genug Punch vorhanden, und kleine Nuancen werden zwar nicht alle erkannt - doch ein beachtlich großer Anteil. Die erzählende Stimme von Jake Sully am Anfang des Films klingt ausgesprochen realistisch. Der vorbeifahrende große Muldenkipper auf der Basis auf dem Planeten Pandora könnte allerdings noch eindrucksvoller klingen - er wirkt etwas kleiner, als er tatsächlich ist. Im Gegenzug sind die Geräusche des mit Rotoren ausgestatteten helikopterartigen Fluggerätes sehr realistisch, auch als es im Urwald Pandoras landet. Viele Kapitel weiter nimmt ein ganzes Geschwader dieser Fluggeräte, in der Mitte der Formation das deutlich größere Kommandofluggerät, Kurs auf dei Eingeborenen: Der Zuhörer fühlt sich mitten im Geschehen, wenn die Fluggeräte steigen oder sinken, werden diese akustischen Verschiebungen präzise mitgeteilt. Als nächstes hören wir "Back in Your Head" von Tiesto, enthalten auf der BD "Elements of Life" (2. BD, 3. Track). Das Stück in DTS-HD Master Audio klingt gut, wer hier hohe Pegel gehen möchte, sollte allerdings etwas vorsichtig sein. Die Abstimmung insbesondere des Centers ist etwas hell, hier sollte man mittels des "Treble" Reglers (Taste unten auf der Fernbedienung) die Höhen zurück regeln, sonst klingt das Ganze etwas spitz. Richtig gut schlägt sich erneut der Subwoofer: Den treibenden Kickbass erfasst er impulstreu und liefert guten Nachdruck. Das Intro zum Within Temptation-Konzert "Black Symphony" (PCM Multichannel) sollte ebenfalls mit etwas gedämpfter Höhenwiedergabe gehört werden, wenn die Lautstärke größer ist. Dann überzeugen Staffelung, Klangtreue und Lebendigkeit. Das Zusammenspiel zwischen den einzelnen Lautsprechern mit Stimm- und Effektwiedergabe funktioniert hervorragend. Der Center hat trotz der relativ kleinen Abmessungen einen guten Abstrahlwinkel - wenngleich keine Wunder erwartet werden dürfen. Wer die Frontlautsprecher sehr weit auseinander stellen möchte, braucht definitiv ein anderes System oder lebt mit kleinen klanglichen Lücken. Allerdings muss man sagen, dass das Impaq 3100 auch nicht für enorm große Hörräume, in denen eine Speaker-Aufstellung wie eben beschrieben möglich ist, ausgelegt wurde. Teufel denkt eher an die typische Wohnzimmer-Surroundanlage, und für solche Einsatzzwecke ist das Set sehr gut geeignet. Sogar der Choralgesang erscheint natürlich und wirkt nicht zu verschwommen sowie konturenlos. Der Aufbau des Intros ist auf jeden Fall gut nachvollziehbar, und selbst die teils heftigen Dynamiksprünge stellen das Impaq 3100 nicht vor größere Probleme. Mit Dolby Digital-Tonspuren von herkömmlichen DVDs kommt das Impaq 3100 auch prima zurecht, das haben wir bei "Star Wars Episode III" herausgehört: Die Eröffnungsschlacht wirkt kraftvoll und räumlich, die verschiedenen Explosionen sind nicht platt und eindimensional, sondern breiten sich räumlich weit aus. Der Tiefgang des Subwoofers kann auch hier punkten, wenngleich sich anspruchsvolle Heimkino-Liebhaber natürlich noch etwas mehr wünschen - doch das kann man zu diesem Preis nur schwer realisieren. 

Konkurrenzvergleich
  • Teufel Impaq 300: Visuell sind die Impaq-Sets baugleich, daher kann der Käufer in beiden Fällen mit sehr guter Bildqualität rechnen. Akustisch macht sich das große 5.1 Set für 400 EUR Mehrpreis erwartungsgemäß deutlich besser und bringt richtiges Kinofeeling ins Wohnzimmer. Wer die großen Säulen möchte, aber mit 2.1 zufrieden ist, der kann auch zum Impaq 310 greifen. Dieses 2.1 Ensemble steht mit 699 EUR in der Preisliste. 
  • Philips HTS 9540: Für rund 1200 EUR Marktpreis kann man die Philips-Komplettlösing HTS 9504 erwerben. Sie überzeugt mit 3D-Signalausgabe, sehr großem Angebot an Streaming- und Multimediamöglichkeiten inklusive Net TV-Plattform, iPod/iPhone-Dock und WLAN-Modul sowie clever konstruierten, viel Räumlichkeit erzeugenden Lautsprechern. Also ein klarer Philips-Sieg im direkten Vergleich? Wir würden sagen: Ein Patt, denn Teufels Impag 3100 hat zwar deutlich weniger Ausstattung, bietet aber klanglich dafür ebenso deutlich mehr: Mehr Tiefgang und Kraft beim Subwoofer, mehr Pegelfestigkeit und mehr Brillanz im Hochtonbereich. Auch visuell hält die Impaq mit noch besserer Upconversion gegen die 3D-Fähigkeiten der HTS 9540.
  • Samsung HT-D6759W: Direkter Konkurrent auch vom Kaufpreis her ist Samsungs attraktive 5.1 Lösung, die ebenfalls mit vier Lautsprechersäulen und relativ kleinem Center antritt. Teufel zieht beim Thema Multimedia auch hier wieder den Kürzen: Mit WLAN, Smart Hub für internetbasierte Dienste und Streamingmöglichkeit tritt Samsungs Komplettsystem zum Vergleich an. Auch kann die HT-D6759 W 3D-Signale ausgeben und sogar in ordentlicher Qualität 2D-Signale in 3D-Signale konvertieren. Die Upconversion von 576i Material aufr 1080p gelingt sauber, hier allerdings kann die Impaq 3100 gerade bei Videomaterial vorbeiziehen. Auch klanglich macht die Berliner Alternative "mehr" an: Mehr Kraft, mehr Räumlichkeit, mehr Klarheit und mehr Dynamik.  
Gesamt-Fazit

Es ist immer eine Frage dessen, was dem Anwender wichtig ist: Wer ein Ausstattungswunder mit der Fähigkeit eines multimedialen Gurus sucht, liegt beim Impaq 3100 falsch - Punkt. Wer aber eine exzellente Bild- und Tonqualität ohne begleitenden Schnickschnack im sauber verarbeiteten Gehäuse bevorzugt, wird mit der fair kalkulierten Teufel-Komplettanlage sehr glücklich. Pegelfestigkeit, Dynamik, Klarheit und Räumlichkeit sprengen die Maßstäbe dessen, was man normalerweise mit einer solchen Komplettanlage verbindet. Hier wird richtiges Heimkino-Feeling im kompakten Format offeriert, geschickt verpackt in attraktiver Optik, so dass man das Impaq 3100 auch in optisch anspruchsvolle Wohnumgebungen integrieren kann. Die ausgezeichnete Bildqualität offenbart kaum Schwächen, das stabile 24p Bild bei der Blu-ray-Wiedergabe sowie die scharfe, akkurate Upconversion von 576i Signalen füllen das Punktekonto. 

Die Teufel Impaq 3100 ist kein Ausstattungswunder, setzt aber in den Elementardisziplinen Bild und Ton Klassenmaßstäbe

5.1 Komplettsysteme Mittelklasse
Test: 26.09.2011

+ Hervorragende klangliche Eigenschaften
+ Tadellose Pegelfestigkeit
+ Sehr gutes Blu-ray-Bild
+ Ausgezeichnete Upconversion von 576i DVD-Signalen auf 1080p
+ Schicke Optik
+ Saubere Verarbeitung

- kein DLNA-Streaming
- Kleinere Bedienmängel

Technische Daten:

http://www.teufel.de/blu-ray/impaq-3100-blu-ray-system-5.1-set-p8016.html

Text: Carsten Rampacher
Fotos/Video: Sven Wunderlich
26.09.2011