TEST: Teufel 2.1 System Concept C 300 Wireless - Drahtlos und kraftvoll
16.05.2011 (phk/cr/sw)
Der Subwoofer ist eine imposante Erscheinung
WLAN-Stick, der am PC/Notebook angeschlossen wird
Wireless-Antenne für die Montage am Subwoofer
Einführung
Drahtlose Freiheit und kraftvollen Klang verspricht das für 299 EUR
angebotene Teufel 2.1 System Concept C 300
Wireless. Der aktive Subwoofer, in
dem sich auch die beiden Endstufen zum Antrieb der kompakten 2-Wege-Satelliten
befinden, trumpft mit seinem großzügig bemessenen 250 mm Chassis auf.
Mitgeliefert wird ein USB-Wireless-Dongle, das einfach am PC oder Notebook
angeschlossen wird und das drahtlos mit dem aktiven Subwoofer kommuniziert. Was
das Spitzenmodell der Concept C-Linie leistet, haben wir im Test überprüft.
Video-Überblick
Verarbeitung
Gute Verarbeitung beim aktiven Subwoofer
Satellit offen
Zweiwege-Satellit mit Abdeckgitter
Mit dem Drehrad wird der Satellit auf dem Fuß festgeschraubt
Aufstellung mit oder ohne Fuß, auf dem Fuß vertikal oder
horizontal möglich
Der silbern lackierte Fuß besteht aus Kunststoff
Satellit im Detail
Hier merkt man den Preis: Die Abdeckgitter sitzen zwar gut,
wirken aber recht simpel gestrickt. Die Zapfen zur Befestigung sind aus
Kunststoff
Klemmanschlüsse an den Satelliten
Fernbedienung - übersichtlich, recht einfach gemacht, liegt
aber gut in der Hand
Standby-Knopf des Subwoofers
Bassreflexöffnung
Das Bass strahlt zur Seite ab
Subwoofer - Rückseite
Lautsprecherkabel-Anschlüsse am Subwoofer
Chassis mit massivem Magneten
Subwoofer: Platinenlayout
Übersichtlicher Aufbau
Elkos
Verkabelung
Das Teufel Concept C 300 Wireless sieht gut und und kann mit
partiell geringem Platzbedarf punkten - partiell deshalb, weil die beiden
Zweiwege-Satelliten CE 20 FCR, die wahlweise an der Wand (mit optionaler Wandhalterung)
oder auf dem mitgelieferten Kunststoff-Tischfuß in horizontaler bzw. vertikaler
Ausrichtung montiert werden können, nur wenig Platz benötigen (9,8 cm tief, 9
cm breit und 12,5 cm hoch). Etwas anders sieht es mit dem CC 300 SW Subwoofer
aus, in dem alle Endstufen untergebracht sind. Mit einer Tiefe von 43 cm, einer
Breite von 24,7 cm und einer Höhe von glatten 50 cm ist er nicht unbedingt als
enorm kompakt zu bezeichnen. Dafür kokettiert er mit seiner
Leistungsfähigkeit, die sich in einer maximalen Ausgangsleistung für den
Subwooferkanal von satten 200 Watt (Sinus: 140 Watt) und einer ordentlichen
Ausgangsleistung für die beiden Satelliten (Maximal 50, Sinus 30 Watt)
niederschlägt. Wie man dieser Beschreibung entnehmen kann, sind alle für den
Betrieb erforderlichen Leistungsendstufen im Gehäuse des Subwoofers
untergebracht.
Für die effektive Umsetzung der Leistung sorgt beim Sub ein
groß dimensioniertes 25 cm Basschassis, dessen Membran aus beschichteter
Zellulose besteht und das nach der Seite abstrahlt. Für eine optimale
Leistungsausbeute ist auf der Front des Bassisten noch eine recht große
Bassreflexöffnung untergebracht. Ebenfalls frontseitig befindet sich der
Standby-/Lautstärkeregler. Der Subwoofer besitzt eine schwarz-hochglänzende
Front, die eine ordentliche Oberflächenqualität aufweist, und schwarz-matte
Gehäuseseitenteile + eine schwarz-matte Rückseite. Das gesamte Gehäuse ist
gut zusammengeschraubt, die Abdeckung über dem Tieftöner wirkt relativ
hochwertig. Das Innenleben ist preisklassengemäß verarbeitet, das 25 cm
Basschassis hat einen großzügig dimensionierten Magneten. Das Layout der
Endstufenplatine + der weiteren internen Elektronik ist natürlich nicht mit der
Sorgfalt zu vergleichen, die Teufel bei den großen THX-zertifizierten
Aktivsubwoofern aufwendet, geht aber in Ordnung.
Unter dem Subwoofer befinden sich vier Füße für tadellosen
Stand, diese wirken allerdings nicht sonderlich edel. Sehr gut gefällt uns,
dass der Subwoofer Schraubterminals für den Anschluss von Lautsprecherkabeln
besitzt. Leider ist dies bei den Satelliten nicht der Fall, hier gibt es nur
schlichte Klemmen, die nicht für die Aufnahme großer Kabelquerschnitte
ausgelegt sind. Ansonsten sehen die Satelliten prima aus, die silberfarbene
Schallwand wird von einem hochglanzschwarzen Gehäuse ergänzt. Die Impedanz
beträgt 4 bis 8 Ohm, der Frequenzbereich geht von 150 bis 20.000 Hz. Die
Dauerbelastbarkeit liegt bei 60, die Impulsbelastbarkeit von 100 Watt. Die
kleinen Satelliten arbeiten nach dem geschlossenen Prinzip. Der 19 mm
Gewebehochtöner wird von einem 80 mm Mitteltöner mit Zellulosemembran
ergänzt. Wahlweise kann man auch das mitgelieferte Lautsprechergitter, das
recht einfach gemacht ist, aufstecken. Es sitzt gut, der Stoff wirft keine
Falten.
Sehr praktisch ist die einfache Wireless-Einbindung. Das
mitgelieferte USB-Wireless-Dongle wird einfach in einen freien USB-Anschluss des
PCs oder Notebooks gesteckt, schon nach sehr kurzer Zeit ist das Dongle
betriebsbereit. Die hohe Reichweite von rund 20 Metern (Notebook zu Subwoofer)
und die störungsfreie Signalübertragung sind ebenfalls zu loben. Wahlweise
stehen auch Cincheingänge zur Verfügung, wenn die Wireless-Option nicht
genutzt werden kann. Teufel empfiehlt den Einsatz des Concept C 300 Wireless in
Räumen von bis zu 25 Quadratmeter, das deckt sich auch mit unseren Erfahrungen.
Klang
Der Subwoofer sieht mächtig aus und klingt auch so
Bei Sander van Doorns „Close My Eyes“ begeistert das Concept C 300 Wireless
mit kraftvollem und räumlichem Sound. Der Aufbau des Tracks ist direkt von
Beginn an gut nachvollziehbar. Der schon optisch beeindruckende aktive
Wireless-Subwoofer sorgt für ein ungemein kräftiges Fundament und punktet ferner
mit seiner Pegelfreude. Was uns am Wireless-Bassisten auch sehr gut gefällt: Die
Reichweite von ca. 20 Metern ist sehr gut, erst ab diesem Wert mischen sich
hörbare Aussetzer ins Klangbild. Tonal entfernt sich unser Proband etwas von der
ansonsten bei Teufel üblichen Neutralität – das Concept C 300 Wirless hat einen
minimal warmen Einschlag und geht im Hochtonbereich auf Nummer sicher, wie man
auch beim Remix der Real Booty Babes von Lady Gagas Klassiker „Poker Face“
feststellen kann. Spitze, aggressive Höhen sucht man hier vergeblich, das
Concept C 300 Wireless bleibt auch bei enormen Lautstärken souverän und sichert
eine kraftvolle, raumfüllende Wiedergabe. Problemlos kann man es auch in Räumen
bis 25 Quadratmeter verwenden, top für ein derartiges System.
Der Hochtonbereich ist auf Harmonie und Homogenität ausgelegt
Als nächstes traten wir die Zeitreise „back to the 80ties“ an: Laura
Brannigans Superhit „Self Control“ überzeugt mit hoher akustischer Harmonie, die
Stimmwiedergabe würde sich der sehr versierte HiFi-Hörer aber noch eine Spur
klarer wünschen. Doch für die von Teufel fokussierte Klientel – anspruchsvolle
Multimedia-PC-Anwender – taugt das attraktive System zu 100 Prozent, zumal der
bärenstarke Subwoofer nicht nur exzellent Krach machen kann, sondern auch die
Präzision keinesfalls vergisst. Der Sound löst sich erstaunlich gut auch von den
kleinen Zweiwege-Satelliten, die durch ihren überraschend breiten Abstrahlwinkel
auftrumpfen und keinesfalls eine monitorähnliche Schallausbreitung mitbringen.
Diese Punkte sind auch bei „You Win Again“ von den Bee Gees klar herauszuhören.
Der Klang ist gleichermaßen homogen wie lebendig. Die Grobdynamik ist sehr gut,
die Stimmen sind gut verständlich - insgesamt kann der Bee Gees-Hit erstaunlich
emotional wiedergegeben werden.
Die Satelliten sichern auch eine ausgewogene Stimmwiedergabe
Bei „I`m Legend“ (Dolby TrueHD) beweist das
Multimedia-Lautsprechersystem seine cineastischen Talente und liefert einen
atmosphärisch dichten Klang, der sich ausgezeichnet von den Lautsprechern löst
und sich mit erstaunlicher Intensität im Raum verteilt. Der Effektaufbau ist
richtig gut, dynamisch und mit Nachdruck. Auch bei Tracks in herkömmlichem Dolby
Digital (Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels, deutsch) weiß
das Set zu überzeugen , die Stimmen sind ordentlich verständlich, auch kleinere
Hintergrundgeräusche sind klar zu hören. In Kapitel 3, als es „richtig zur
Sache“ geht, werden die Schießereien und die Faustschläge ebenso exakt in den
Raum getragen wie der Music Score. Bilanzierend kann man nur feststellen, dass
das Concept C 300 in jeder Beziehung Vollgas gibt – es klingt sehr angenehm,
gleichzeitig ist es ausgesprochen pegelfest und auch grobdynamisch gelungen. Die
Feindynamik ist für ein solches System ebenfalls überdurchschnittlich gut
ausgeprägt, wenngleich wir hier für den eher audiophil veranlagten Hörer ein
anderes Angebot vorschlagen würden. Klanglich anspruchsvolle Gamer oder
Multimedia-Fans dürften aber mit dieser Berliner Offerte enorm glücklich werden.
Im Vergleich mit dem deutlich teureren Teufel
Concept D 500 THX erweist sich das Concept C 300 als die bessere Offerte
für denjenigen Anwender, der ein optimales Preis-/Leistungsverhältnis sucht
und die praktische Wireless-Soundübertragung schätzt. Das D 500 hingegen
wendet sich an die Performer unter den Anwender, denen vor allem die unbändige
Kraft des famosen THX-Subwoofers wichtig ist.
Fazit
Das Concept C 300 Wireless erweist sich als Volltreffer. Es spielt sehr
harmonisch und gleichzeitig kraftvoll, der Klang löst sich sehr gut vom
Lautsprecher und verteilt sich überraschend frei auch im größeren Hörraum von
rund 25 Quadratmetern. Die Grobdynamik ist tadellos, und selbst aus
feindynamischer Perspektive versagt das C 300 Wireless nicht. Die drahtlose
Audioübertragung vom PC zum aktiven Subwoofer funktioniert absolut problemlos
und auch über größere Reichweiten. Die Optik ist schick, der aktive Bass
benötigt allerdings schon etwas Platz. Die Kunststofffüße der beiden
Zweiwege-Satelliten sind allerdings kein Meisterwerk hinsichtlich der
Materialqualität, das gilt auch für die Abdeckgitter der Satelliten und für
die mitgelieferte Fernbedienung. Insgesamt
aber ist das Concept C 300 Wireless absolut empfehlenswert - der anspruchsvolle
Multimedia-Anwender und der versierte Gamer können zum sehr fairen Kaufpreis ein
enorm leistungsstarkes 2.1 System erwerben.
Volltreffer von Teufel: Hervorragende drahtlose Audio-Signalübertragung trifft
auf Kraft, Harmonie und Dynamik
Multimedia-2.1.-Systeme Obere Mittelklasse
Test 16. Mai 2011
+ Sehr gute drahtlose Audio-Signalübertragung
+ Sehr pegelfest
+ Subwoofer mit hoher Präzision und ausgezeichnetem Tiefgang
+ Enorme Räumlichkeit
+ Schicke Optik
+ Fairer Preis
- Detailverarbeitung nicht in allen Punkten überzeugend