TEST: Sony KDL-55NX725 - FullHD 3D-fähiger Dynamic EDGE LED LCD-TV im
Monolith Design
28.10.2011 (phk/sw)
Einführung
Zum UVP von 2499 EUR ist der 55 Zoll LCD-TV im Monolith Design von Sony
erhältlich. Die schicke Optik und die geringe Bautiefe macht den Einzug des
großen Bildwiedergabegerätes in das moderne Wohnzimmer nicht allzu schwer. Im
Gerät steckt ein "OptiContrast"-Display mit Dynamic EDGE
LED-Technologie, die für gute Schwarzwerte und starken Kontrast sorgen soll,
außerdem trotz der Unterbringung der Hintergrundbeleuchtung in den Kanten
homogene Helligkeitsverteilung sicherstellen. Sony bietet gewöhnlich auch ohne
Bildoptimierungsprozesse ein stabiles Bild, für besondere Bewegungsschärfe ist
im NX725 Motionflow XR 200 integriert. Der X-Reality Bildverbesserungs-Prozessor
soll für klare Bilder ohne Detailverlust sorgen, auch bei Videosignalen in
SD-Auflösung. Selbstverständlich gibt der Sony Full HD 3D wieder, Brillen sind
aber im Lieferumfang nicht mit dabei. Der Sony TV kann wahlweise kabelgebunden oder drahtlos ins eigene
Netzwerk eingebunden werden und bietet mit Bravia Internetvideo, Sony
Entertainment Network und der Möglichkeit der Wiedergabe von DLNA-Servern und
angeschlossenen USB-Medien multimediale Vielfalt. Mit dem HD Triple Tuner wird
der Empfang von DVB-S/T/C (auch analog) garantiert.
Verarbeitung
Gesamtansicht
Front
Konventioneller Standfuß
Verarbeitung Oberseite
Geräte-Rückseite
Kantenverarbeitung Rückseite
Standfuß mit Halterung Rückseite
Bedienelemente
Fernbedienung
Der 55 Zöller NX725 sieht schick und edel aus, um das Panel ist
ein schmaler Rahmen gefasst, die gesamte Oberfläche wird von einer Glasplatte
bis zum Kunststoffrand plan überdeckt. An der Frontseite links ist eine
Betriebs-LED, der IR-Sensor und etwas weiter rechts der Anwesenheitssensor
integriert. Stationäre Bedienelemente sind an der Rückseite angebracht,
abgesehen vom Power-Button sind Lautstärke-, Kanalwechsel- und eine Menü-Taste
integriert. Die Display-Oberfläche schließt glatt mit dem Kunststoffrand ab,
stellenweise ist aber ein geringes Spaltmaß zu sehen. Das OptiContrast-Display
soll zwar Lichtreflektionen minimieren, bei hohem externen Lichteinfall ist die
Spiegelung des Displays aber sichtbar. Der Fernseher verfügt über eine sehr
geringe Bautiefe, auch die Rückseite verfügt über gute Oberflächenqualität
und ist komplett aus Aluminium. An unserem NX725 ist nicht der optionale
Monolith-Standfuß sondern der konventionelle Fuß integriert, auch dieser zeigt
sich aber mit gebürsteter Alu-Oberfläche sehr schick und sorgt beim großen
Gerät für sehr guten Halt, zudem ist der TV damit leicht schwenkbar. Die
Fernbedienung ist identisch zu anderen Sony TV-Geräten und verfügt über gutes
Tastenlayout sowie ausgezeichneten Druckpunkt.
Anschlüsse
Anschlüsse Rückseite
Seitliche Anschlüsse gesamt
Im Detail
HDMI- und USB-Slots
Weiterer USB- und CI-Slot
Gesamtansicht Anschlüsse
Hinten:
HDMI 2x
Scart AV via Adapter
Komponenten-Video via Adapter
LNB In für Satellitenantenne
DVB-T und DVB-C Anschluss
Ethernet LAN
Seite:
HDMI 2x
USB 2x
VGA PC Eingang + Audio Line In
Kopfhörerausgang
Digitaler optischer Audio-Ausgang
CI-Slot
Vier HDMI-Eingänge sorgen beim Sony NX725 für digitale
Verbindungsmöglichkeiten im HD-Format. Komponenten-Video, Scart-AV und
Composite Anschlüsse sind zwar vorhanden, müssen aber mit Adaptern bedient
werden. Ein HDMI-Ausgang ist mit einem ARC ausgestattet, ein digitaler
Audio-Ausgang optisch steht aber zusätzlich zur Verfügung. Ein
Ethernet-Adapter für die kabelgebundene Einbindung ist vorhanden, der TV kann
aber via WLAN auch drahtlos eingebunden werden. Zwei USB-Eingänge sind
vorhanden, einer davon für die PVR-Aufnahme konzipiert.
Menü & Setup
Start des Installationsassistenten
Privat- oder Demomodus
Standort des TVs wählen
Ein automatischer Sendersuchlauf kann gestartet werden
Danach ist die Erstinstallation abgeschlossen
Nach dem ersten Einschalten des TV-Gerätes startet sich ein
Installationsassistent, der die erste Einrichtung und rudimentäre Konfiguration
des Sonys übernimmt. Zunächst wird die Sprache des OSD eingestellt, der Shop-
oder Privatmodus gewählt und der Standort des TVs festgelegt. Es folgt ein
automatischer Sendersuchlauf, hier kann obligatorisch dank des integrierten
Triple Tuners DVB-S, DVB-C, DVB-T und noch das analoge Signal durchsucht werden.
Zudem kann eine Kindersicherung mit PIN eingestellt werden und die
Netzwerkverbindung hergestellt werden. Nach Abschluss der Sendersuchläufe ist
die Erstkonfiguration abgeschlossen.
Eingangswahl
Einstellungen für Anzeige/Ton/System
Anwendungen
Anzeige-Einstellungen
Spezifischere Einstellungsmöglichkeiten
Rauschunterdrückung
Verschiedene Bildverbesserer
weitere
3D-Einstellungen
Ton-Einstellungen
Weitere Ton-Einstellungen
Systemeinstellungen
Aufnahme-Einstellungen
Weitere Systemeinstellungen
Einstellungen für digitales TV
Das Menü des Sony TVs wird über die Home-Taste der Fernbedienung
aufgerufen. Die grafische Benutzeroberfläche bleibt weiterhin an die Xcross
Media Bar, die auch in der Playstation 3 zu finden ist, angelehnt. Die
Menüpunkte verschieben sich aber an den unteren und rechten Bildschirmrand, so
dass im linken Display-Bereich das zugespielte Videosignal noch weiter zu
verfolgen ist, lediglich bei der Anwahl verschiedener Unterpunkte wie die
Bildeinstellungen wechselt das OSD in die konventionelle XMB-Ansicht. Horizontal
sind folgende Gliederungspunkte untergebracht:
Interessant ist wie immer der Punkt Einstellungen mit den Unterpunkten
Anzeige, Ton und Systemeinstellungen. Zunächst aber gibt es beim NX725 die
Möglichkeit je nach zugespieltem Material verschiedene "Szenen"
auszuwählen. Automatisch, Allgemein, Kino, Sport, Musik, Animation, Foto, Spiel
und Grafik stehen zur Verfügung. Während bei den meisten Szenen dann auch ein
vorgefertigter Bildmodus automatisch gewählt wird ist unter Kino der Modus 1
und 2 zu wählen. Im Allgemeinen Modus sind die bekannten Bildmodi Standard,
Brillant und Anwender auszuwählen. Unter Einstellungen - Anzeige - Bild können
für jeden Eingang separat folgende Parameter gesetzt werden:
Hier finden sich bereits einige dynamische Bildoptimierer wie
Rauschunterdrückung und die Frame-Interpolationstechnik
Motionflow. Noch mehr ist unter "Weitere Einstellungen" zu finden.
HDMI-Dynamikbereich, Farbsystem und Farbmatrix finden sich im Anzeige-Menü
unter Videoeingangs-Einstellungen, zudem die 3D-Einstellungen und der Punkt
"Bildschirm einstellen" mit der Möglichkeit das Bildformat und die
Bildschirmposition festzulegen. Der nächste Menüpunkt "Ton" gilt den
Audio-Einstellungen, die Lautsprecherwahl sowie Kopfhörer/Audioausgabe kann
konfiguriert werden, zudem gibt es unter dem Sub-Punkt Ton mit
Dynamisch/Standard/Klare Stimme auch für die Tonausgabe vorgefertigte
EQ-Einstellungen, die Höhen und Tiefen können aber auch separat justiert
werden. Hier werden auch die virtuellen Surround DSPs und der S-Force Front
Surround 3D auf Wunsch aktiviert. In den Systemeinstellungen sind abgesehen von
den obligatorischen Konfigurationsmöglichkeiten für Sprache, Zeit,
Kindersicherung und Aufnahme-Einstellungen (USB-Medium für Aufnahme muss >
32 GB sein) unter Öko verschiedene Maßnahmen zur Energieeinsparung. Der
Anwesenheitssensor kann auf Wunsch den TV automatisch abschalten, sollte sich
niemand vor dem TV befinden, zudem gibt es eine Entfernungswarnung, falls bspw.
Kinder zu nahe vor dem Gerät sitzen. Der Lichtsensor misst im eingeschalteten
Zustand die Umgebungshelligkeit und regelt dabei bestimmte Video-Einstellungen
selbst. Unter Netzwerk können die Netzwerkeinstellungen vorgenommen oder der
Netzwerk-Status abgefragt werden, analoge und digitale Einstellungen sind für
den Sendersuchlauf und das Organisieren der Programmliste zuständig. Unter
i-Manual ist das umfangreiche elektronische Handbuch zu finden. Mit der
Options-Taste auf der Fernbedienung können die Bild- Ton-, Szeneeinstellungen,
Lautstärke-Einstellung für den Kopfhörer, der Anwesenheitssensor, das
Bildformat und weitere Optionen auch direkt, ohne Umweg über das Home-Menü,
aufgerufen werden.
Stromverbrauch
Standby etwa 0.2 Watt, Modus "Standard" und "Anwender"
zwischen 100 und 140 Watt
Netzwerk und Multimedia
Netzwerk-Einstellungen
Auswahl des Verbindungstypus
Automatische oder manuelle Einstellung der IP
Konfigurations-Status
Medienwiedergabe
Fotowiedergabe
Im Home-Menü unter Einstellungen - Netzwerk wird die Verbindung zum eigenen
Netzwerk realisiert. Nach Anschluss eines Ethernet-Kabels gelingt der Anschluss
konventionell unproblematisch, aber auch die WLAN-Verbindung ist einfach
herzustellen. Mit einem Klick auf "Drahtlos" kann gewählt werden, ob
der Netzwerkschlüssel manuell eingegegeben werden soll oder die WPS-Funktion
mit PIN oder Push-Button-Prinzip hergestellt wird. Nach kurzer Verbindungszeit
wird die erfolgreiche Verbindung bestätigt und ein Status-Bildschirm mit
IP-Adresse etc. am Display angezeigt. Nun kann unter "Medien" die
Wiedergabe von Mediendateien von einem DLNA-Server gestartet werden, auch ein
angeschlossenes USB-Medium erscheint hier. Die Wiedergabemöglichkeiten umfassen
JPEG-Dateien unter Fotos, MP3-Dateien bei Musik und MP4, WMV-, MPEG-,
DiVX-Dateien sowie HDTV TS-Aufnahmen.
Bravia Internetvideodienste
Video Unlimited
Im Home-Menü unter "Internetinhalt" können die Bravia
Internetdienste gestartet werden. Hier öffnet sich eine Übersicht des Sony
Online-Angebotes, unterteilt wiederum in Foto-, Musik- und Video-Applikationen.
Abgesehen von Video Unlimited, Music Unlimited und den Zugriff auf verschiedene
Mediatheken sind noch viele weitere Angebote verschiedener Genres verfügbar,
unter anderem:
Sat 1
Pro Sieben
Kabel Eins
Sixx - das will ich auch (Zugriff auf: Abenteuer Ferne, das Model und der
Freak, Germany's Next Topmodel etc.)
DFB Highlights
Eurosport
Sevenload
Bild.de
Youtube
blip.tv
Wired (Hi-Technology News)
Epicurious.com - for People who love to eat
Concierge.com
Style.com
Ford Models
Dailymotion
Howcast.com
ustudio - All HD all the Time
Golf.link
Livestrong.com
Love Film Movie Trailers
Podcasts - RSS Feeds from around the Web
Videocast
tagesschau.de
Deutsche Welle
Selbstverständlich steckt im KDL-55NX725 auch das "Sony
Entertainment Network". Der internetbasierte Service ist anmeldungspflichtig.
Wer schon über ein Playstation Network Konto verfügt,
kann dieses nutzen, ansonsten muss ein neues Konto mit
entsprechender E-Mail-Adresse sowie mit Passwort erstellt werden. Nachdem dies
erledigt ist, wird der TV, auf dem die Inhalte laufen sollen,
aktiviert. Zu diesem Zweck generiert der Fernseher ein Passwort (Video On Demand
- Anmelden), welches dann online in eine entsprechende Maske eingegeben wird.
Ist dies geschehen, kann man Rechnungsinformationen eingeben (Anschrift,
Kreditkartendaten). Ist dies geschehen, legt der User noch eine PIN
fest, mit deren Hilfe er auf den Service bei Nutzung des TVs zurückgreifen
kann. Auf dem BRAVIA TV wird das neu angelegte Konto dann nach Verknüpfung
sichtbar. Nun ist man für das Betrachten von Movies in SD oder HD vorbereitet.
Abgesehen von Videos steht dem Sony Kunden auch Music Unlimited zur Verfügung.
Der Cloud-basierte, kostenpflichtige Service stellt eine Vielzahl von
Musik-Channels zur Verfügung, zudem kann ein Abgleich des eigenen
Musik-Archives vorgenommen werden und die Musikbibliothek wird weltweit - mit
dem entsprechenden Sony-Gerät - abrufbar. In Kürze wird ein Special
erscheinen, dass sich umfassend mit den Benefits und Features des "Sony
Entertainment Network" auseinandersetzen wird.
Zusätzlich bietet der NX725 noch die Möglichkeit mit einem Browser ins
freie Internet zu gelangen, Flash und eingebettete Videos werden aber nicht
unterstützt. Im Menüpunkt "Widgets" kann sich der Anwender noch mit
seinen eventuell vorhandenen Login-Daten bei Twitter und Facebook verbinden,
allerdings sind die "Widgets" momentan lediglich mit Lesezeichen zu
vergleichen, automatisch wird der Browser gestartet und die Facebook-Homepage
öffnet sich.
Der Kameraschwenk zu Beginn des zweiten Kapitels über die Kampfarena auf
Madagaskar, in der sich Frettchen und Schlange einen erbitterten Kampf auf Leben
und Tod liefern, gelingt dem Sony wieder ausgesprochen gut. Die 24p-Darstellung
scheint Sony einfach im Griff zu haben, auch der NX725 in 55 Zoll liefert ein
höchst stabiles und ruhiges Bild ab. Weder an geschwungenen Linien noch an
Objektkanten sind Unregelmäßigkeiten, Zittern oder Ruckeln zu erkennen. Klar
und geschmeidig schwebt die Kamera über das Geschehen hinweg. Die gebotene
Bildplastizität ist sehr gut, in den äußeren Randbereichen haben wir das Bild
aber schon klarer differenziert und feiner durchzeichnet gesehen. Die
Zuschauerränge kommen aber in verschiedenen Ebenen klar heraus. Viele bewegte
Elemente im Bild stellen den Sony vor keine Herausforderung, das Bild bleibt
ruhig und stabil. Der Schwarzwert und Kontrast gelingt dem NX725 sehr gut, wenn
auch die Helligkeitsverteilung nicht immer einhundertprozentig homogen
erscheint. Davon abgesehen bietet der Sony aber sehr gute
Schwarz-Graudifferenzierung und viele Details selbst in dunkelsten Bereichen.
Der verkohlte Holzbalken gelingt gut strukturiert und konturiert, die Dachlatten
im Hintergrund lassen sich noch sauber differenzieren. Die Detailschärfe wirkt
hoch und im Anwender-Modus dem Filmgeschehen angemessen, feine Details im
Gesicht James Bonds bleiben auch im Nackenbereich erhalten. Die
Bewegungsschärfe während der Verfolgungsjagd ist hoch, kaum Unschärfen sind
während der flinken Manöver zu erkennen. Die Farbwiedergabe wirkt auch gut,
die Grüntöne des Dschungels nicht absolut akkurat. Angekommen an der
Rohbaustelle ist aber ein sauberer Rot-Ton zu erkennen, auch die Explosionen
wirken authentisch. Der etwas ausgedehntere Kameraschwenk beim Kampf auf dem
Kranausleger gelingt ebenso geschmeidig und ruhig, auch hier ist an den Kanten
der Kräne kein Anzeichen von Unruhe zu sehen. Die Frame-Interpolationstechnik
"Motionflow XR 200" arbeitet solide, allerdings sind leichte
Schärfe-Einbußen zu erkennen, zudem arbeitet die XR 200 noch nicht absolut
fehlerfrei. Zwar selten, aber stellenweise ist minimales Zittern an vereinzelten
Objektkanten, besonders bei schnellen Bewegungen bei denen viel Rechenleistung
notewendig ist, zu sehen. Wer lieber authentisches Film-Feeling erleben möchte,
schaltet die dynamischen Bildoptimierer aus.
Fluch der Karibik Kapitel 1 +
2, 1080p24, 2D und 2D - 3D Wandlung
Das Galeonsschiff fährt ruhig und sauber aus dem wabernden Nebel heraus. Wie
schon in der ersten Testsequenz "Casino Royale" festgestellt, gelingt
die 24p-Wiedergabe mit hoher Stabilität und Bildruhe. Die Rauschneigung, die
wir ab und an bei Sony Displays etwas kritisieren müssen, prägt sich hier
nicht so stark aus, allerdings macht sich die nicht ganz homogene
Helligkeitsverteilung hier wieder etwas bemerkbar. Die Kamerafahrt hoch zur
Schauspielerin der jungen Miss Elizabeth Swan gelingt sehr gut, Details sind in
den folgenden Szenen an Gesichtern und Uniformen der Schiffsbesatzung zu
erkennen. Die Kontrastwerte gelingen dem Sony wieder gut, sowohl in der
folgenden Szene an der Haarpracht Jack Sparrows sowie der im Schatten liegenden
Felsformation unter den drei aufgeknüpften Piraten zu erkennen, einige wenige
Details bleiben dem NX725 aber verborgen. Die Wandlung des 2D-Materials in 3D
wird im 3D-Menü eingestellt, "Simuliertes 3D" muss hier eingestellt
werden. Die räumliche Tiefe und Objektplastizität wird klar gesteigert, der
Kontrast und damit das Differenzierungsvermögen in dunklen Bereichen leidet
dadurch etwas, auch die hohe Detailschärfe bleibt nicht vollends erhalten.
Insgesamt aber eine sehr gute Leistung im Wandlungsbetrieb, das Bild wirkt ruhig
und stabil.
Tron Legacy 3D, 5. Kapitel
Mit ruhiger Darstellung, solider Bildschärfe, hohem Detailgrad und
flüssiger Bewegungsdarstellung gefällt die native 3D-Wiedergabe am Sony 55
Zöller NX725. Schwarzwert und Kontrast wirkt in den ersten Szenen des 5.
Kapitels von Tron Legacy sehr gut, der Helligkeitsverlust gegenüber dem
2D-Betrieb macht sich aber schon bemerkbar. Dennoch wird Struktur und Detail an
dem dunklen Outfit und den hellen Anzügen der Darsteller sichtbar. Auch die
Gesichter werden strukturiert und facettenreich abgebildet. Mit Flackern der
Brille haben wir kaum Probleme, dafür ist der Sony noch anfällig bei der
Neigung des Kopfes, hier werden Farbverfälschungen deutlicher und ab einem
bestimmten Neigungswinkel geht der 3D-Effekt verloren. Insgesamt präsentiert
der NX725 eine flüssige Darstellung mit gutem Detailvermögen und solider
Bewegungsschärfe.
DVD
Star Wars Episode III, Upconversion Filmmaterial 576i -> 1080p
Schon das Fox-Logo in den ersten Sekunden wirkt scharf und stabil, die
Laufschrift in der folgenden Szene gelingt ähnlich sauber, allerdings sind
Treppenstufen an den Kanten leichter zu erkennen. Zittern und Ruckeln an den
Buchstabenkanten hält sich sehr in den Grenzen, erst ab der Bildschirrmmitte
ist es etwas ausgeprägter zu sehen. Stellenweise scheint das Processing auch
ein wenig zu hinken, dann ist die Ausprägung von Artefakten deutlicher und
sogar Wellenbewegungen zu sehen, nach wenigen Sekunden aber wirkt das Bild
wieder glatter und die negativen Eigenschaften verschwinden. Ein Ausbleichen des
Gelbtons ist an keiner Stelle erkennbar. Der imperiale Zerstörer steht relativ
stabil und plastisch im Raum, an Kanten ist leichtes Zittern zu sehen, Rauschen
prägt sich geringfügig aus. Der im Schatten liegende Heckbereich des
Sternzerstörers wirkt gut durchzeichnet, Details bleiben sichtbar und auch die
Turbine überstrahlt kaum. Die flink manövrierenden Raumjäger, in denen
Obi-Wan und Anakin sitzen bleiben ihren Objektkanten treu und weisen nur leichte
Treppenstufenbildung auf. Die gebotene Räumlichkeit beim Abknicken über
Coruscant ist gut, hier haben wir aber schon eine stabilere Präsentation der
darunter liegenden Schiffe gesehen, so dass auch die Ebenendifferenzierung
besser zu erkennen war. Von der Planetenoberfläche sind sie aber noch klar
abgegrenzt. Die Kanten- und Detailschärfe in den Cockpits gelingt wiederum sehr
gut, hier werden Strukturen und Feinheiten in Gesichtern und Kleidung der beiden
Jedi-Ritter sichtbar. Die Farbgebung gelingt weitgehend authentisch und in sich
stimmig, die Gesamtdynamik aber könnte etwas knackiger erscheinen. Insgesamt
eine gelungene Präsentation mit leichten Schwächen.
AVEC Professional TEST DVD, Upconversion Videomaterial 576i -> 1080p
Laufschriften vor farbigem Hintergrund: Die Schriften in den drei
Geschwindigkeiten gelingen ordentlich, schon die oberste Schrift weist aber
Zittern und leichte Artefaktebildung auf. In den zwei weiteren
Geschwindigkeiten prägt sich das Zittern etwas deutlicher aus, außerdem
gesellen sich leichte Nachzieheffekte hinzu. Die Farbtrennung birgt
Verbesserungspotential.
Schwingendes Pendel: Das Pendel gelingt ähnlich, Nachzieheffekte sind ab
dem oberen Drittel zu erkennen. Die Balken bluten zwar nicht aus den
Pendelkonturen heraus aus, sind aber ab der Mitte nicht mehr klar
differenzierbar. Die Linie, über die das Pendel gleitet, bleibt nicht ganz
stabil.
Stadtbild Esslingen: Das Bewegtbild von Esslingen gelingt subjektiv
besser, hier sind bei der Kamerafahrt keine deutlichen Nachzieheffekte zu
erkennen, zudem hält sich Zeilenrauschen auf den Hausdächern zurück.
Detail und Struktur ist im Park an Rasen und Pflastersteinen und am Geäst
der Bäume sichtbar.
Tuner
Der Sat-Tuner im Sony NX725 überzeugt beim Sendesignal der
öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten, die in 720p50 ausstrahlen, mit einem
ruhigen und relativ scharfem Bild. Nicht völlig rauschfrei gelingt die
Darstellung und die Farben wirken etwas intensiv, die Kanten- und Detailschärfe
ist auf hohem Niveau. Zittern oder Artefakte treten nirgends auf, auch an
scharfen Kanten oder Schriften sind lediglich stellenweise ein paar
Treppenstufen zu erkennen, die wohl von einer etwas zu hohen Bildschärfe
herrühren. Erwartungsgemäß ist das SD-Bild verrauschter, detailärmer und
nicht so scharf, die Bildstabilität bleibt aber hoch und es tritt kein
überdurchschnittliches Zittern und Ruckeln an Kanten auf, mit Treppenstufen
muss der Sony auch hier kämpfen. Blöckchenbildung und Zeilenrauschen ist zu
sehen, drängt sich aber nicht zu sehr in den Vordergrund. Das DVB-T Signal
wirkt ebenfalls gut, stellenweise etwas rauschbehafteter und in der
Gesamtpräsentation nicht ganz so ruhig. Die Farben bleiben weitgehend dynamisch
und wirken etwas intensiv.
Gaming
Der Sony NX725 in 55 Zoll macht beim Gaming mit der PlayStation 3 eine gute
Figur, reaktionsschnell und sauber werden Eingabebefehle am Display umgesetzt.
Flinke Fahrmanöver gelingen so unproblematisch, Input-Lag und etwaige
Verzögerungen bleiben aus. Insgesamt gelingt die Bewegungswiedergabe
ausgezeichnet, Fahrbahn sowie Objekte abseits der Strecke bleiben scharf und
weisen keine Instabilität auf. Farben gelingen dynamisch und lebendig, auch der
Kontrast wirkt solide.
Klang
Der Sony macht im alltäglichen TV-Gebrauch bei Sendungen wie Nachrichten,
Reportagen oder der gelegentlichen Soap-Opera eine sehr gute Figur. Stimmen
gelingen sehr gut, auch bei hohem Pegel treten keine Überspitzungen oder
Verzerrungen auf. Den Modus "Klare Stimme" empfehlen wir aber nicht,
möglich dass die Stimmverständlichkeit bei jeglichem Signal damit
sichergestellt ist, allerdings klingt das akustische Geschehen inklusive der
Vokalausgabe zu matt und stumpf. Lebendiger gelingt es in den beiden anderen
Modi, "Standard" ist wohl die sinnvollste Option. Möchte man den TV
bei einer DVD oder gar einer Blu-ray zur akustischen Wiedergabe nutzen, sind
schon höhere Anforderungen zu stellen. Insgesamt kann der TV natürlich keine
ausgeprägte Räumlichkeit, Kraft, hohe Dynamik und Volumen und viele Weitere
Kennzeichen eines ausgewachsenen Systems bieten, für einen TV ist die
Präsentation aber ganz gut. Ein leicht blecherner Einschlag ist nicht zu
verbergen, der TV kann aber ohne Verzerrungen und sonstige negative
Eigenschaften selbst einen etwas größeren Wohnraum gut beschallen. Die
Surround-Zuschaltungen bergen etwas ausgeprägtere Räumlichkeit, eine weitere
Bühne und versetzen den Zuschauer etwas besser ins Geschehen.
Konkurrenzvergleich
Panasonic TX-P50GT30E: Der
Panasonic GT30 in 50 Zoll ist ein leistungsstarker Konkurrent des Sony
Bildwiedergabegeräts. Klar ist der Sony auf den ersten Blick deutlich
teurer, bringt aber auch eine 5 Zoll größere Bilddiagonale mit sich. Die
Blu-ray Wiedergabe ist auf beiden Geräten auf gutem Level, der Sony glänzt
mit hoher 24p-Stabilität, der Panasonic mit authentischer Farbwiedergabe im
THX-Modus. Bezüglich der 3D-Wiedergabe ist der Panasonic bezüglich
Kontrast und Schwarzwert und obligatorisch der Helligkeitsverteilung im
Vorteil, auch die Wandlung ist etwas stärker.
Samsung UE46D8090: Der Samsung D8090
ist nur in 46 Zoll erhältlich, dafür natürlich günstiger. Optisch ist
auch der Koreaner ein echter Hingucker, der TV im One-Design weist eine
ähnlich geringe Bautiefe auf und bietet einen extrem schmalen Rahmen. Die
Bildgüte ist auf beiden Geräten sehr hoch, der Sony bietet Vorteile bei
der 24p-Stabilität, der D8090 dafür eine bessere
Frame-Interpolationstechnik. Bezüglich der DVD-Upconversion ist der Samsung
kaum zu schlagen. Akustisch nehmen sich beide nicht viel.
Fazit
Der Sony NX725 in 55 Zoll besticht durch geringe Bautiefe und
schickem Design mit planer Glasoberfläche. Bei unserem Test-Sample lag zwar
lediglich der konventionelle Standfuß im Alu-Look bei, optional verschafft aber
auch der sehr ansprechende Monolith-Standfuß mit integrierten Lautsprechern dem
NX725 Halt. Der elegante TV verfügt über ein "OptiContrast"-Panel
und EDGE LED-Hintergrundbeleuchtung, die zwar für solide Schwarzwerte und guten
Kontrast sorgt, bezüglich der Homogenität der Helligkeitsverteilung noch
Verbesserungspotenzial birgt. Die Bildwiedergabe brilliert bei ausgezeichneter
24p-Stabilität und bietet eine hohe Plastizität. Das Panel bildet einen
leichten Violett-Stich, die Farbdynamik bleibt aber gut. Im nativen 3D-Betrieb
nimmt die Helligkeit nicht zu stark ab und die Kontrastwerte bleiben gut,
Detailvermögen und Bildschärfe ist ebenfalls auf gutem Level. Die Upconversion
von DVDs gelingt sehr gut, ein paar Schwächen sind aber immer noch auszumachen.
Leichte Vorteile sind im Filmbetrieb festzustellen. Die multimediale Ausstattung
ist bei Sony in der Regel nicht zu bemängeln und auch der NX725 brüstet sich
wieder mit DLNA-Funktion, USB-Wiedergabe, Bravia Internetvideo und Sony
Entertainment Network. Die hohe Performance und Ausstattung des NX725 ist nicht
zum Schnäppchenpreis zu haben, der 55-Zöller schlägt 2499 EUR UVP zu Buche.
Visuell starker, optisch sehr schicker EDGE LED LCD-TV
Flachbildschirme über 50 Zoll Mittelklasse
Test: 28. Oktober 2011
+ Sehr stabile 24p-Wiedergabe
+ Gute, kontrastreiche Wiedergabe
+ Solide Upconversion
+ Plastizität
+ Multimedia-Features
+ Zugang ins freie Internet
+ Bedienung und Handling
- Display spiegelt bei hohem Lichteinfall
- Formatvielfalt Musik/Foto im DLNA/USB-Betrieb
- Helligkeitsverteilung