TEST: Samsung UE46D8090 - 3D LED LCD-TV mit opulenter Ausstattung im "One Design"

21. März 2011 (phk)

 

Einführung

Samsung UE46D8090 heißt der neue 3D-fähige LED LCD-TV des südkoreanischen Herstellers. Neben Clear 800 Motion Rate, Micro Dimming und der Integration einer Vielzahl von Multimedia-Features im Samsung Smart Hub setzt die D Series besonders auf eine sehr geringe Bautiefe und edles Design. Der D8090 sowie der D7090 ist mit EDGE LED-Technologie ausgestattet, soll aber dank "Micro Dimming" (lt. Samsung eine Software-Analyse des Bildes in 4000 Zonen) einen ausgeprägten Schwarzwert und exzellente Kontrastwerte bieten. Um dem leidigen Thema der Synchronisationsprobleme zwischen 3D-Brille und Transmitter ein Ende zu setzen, soll das Zusammenspiel dieser Komponenten im D8090 mit Bluetooth erfolgen. Für den TV-Empfang ist ein HD Triple-Tuner für DVB-S/2, DVB-C und DVB-T integriert, auch die Programm-Aufzeichnung mittels eines externen USB-Datenspeichers ist möglich. Der UVP des D8090 in 46 Zoll soll bei 2.100 EUR liegen.

Verarbeitung

Video

 

Samsung UE46D8090

Auf Wunsch beleuchteter Samsung-Schriftzug

Im dünnen Rahmen eingebettete Standby-LED

Nahtloser Übergang Rahmen - Gehäuserückseite

Silberner Displayrahmen

Teil des Standfußes

Touch-Bedienelemente seitlich

Von der Rückseite betrachtet

Geräte-Rückseite

Solide verschraubte Halterungen

Sauber und fest eingepasste Anschlüsse

Fernbedienung

Der Samsung D8090 sticht dem Betrachter sofort durch seine schöne Gehäuseoptik, dem extrem schmalen Rahmen und der geringen Gehäusetiefe ins Auge. Trotz der großen Bilddiagonale von 46" benötigt der Samsung durch die geringe Displayrahmengröße nur vergleichsweise wenig Platz und drängt sich im modernen Wohnzimmer nicht zu sehr in den Vordergrund. Der sich nahtlos ans Panel anschmiegende Rahmen soll zudem noch einen visuellen Benefit bieten, da das Bild so beinahe schwerelos im Raum steht wird der Tiefeneindruck besonders im 3D-Betrieb weiter gesteigert. Dies mag lediglich ein subjektives Empfinden sein, ist aber im Praxisbetrieb doch nachvollziehbar. An der Verarbeitungsqualität haben wir nur wenig auszusetzen. Materialübergänge sind nahtlos, die Anschlüsse sitzen fest und passgenau und die seitlichen Touch-Bedienelemente reagieren sehr gut. Die rechte Kante, an der sich die Bedienelemente befinden, schließt nicht genau mit dem Displayrahmen ab, hier gehen wir aber von einem Einzelfall bei unserem Test-Sample aus. Das frontale Samsung Logo ist weiß beleuchtet, dies kann aber problemlos im Menü deaktiviert werden. Der viergliedrige Standfuß ist bereits von früheren Samsung-Modellen bekannt und bietet dem TV-Gerät einen festen Stand. Auch die Fernbedienung kennen wir schon, dank gutem Druckpunkt und Beleuchtung aller Tasten ist keine Kritik nötig. Der 3D-Transmitter ist im TV integriert, so gibt es kein lästiges Kabelgewirr. Das Display spiegelt selbst bei deutlicherem Lichteinfall nur sehr gering. Gesamtnote in Relation zur Preisklasse: Ausgezeichnet - Hervorragend.

Anschlüsse

 

Anschluss-Sektion

  • HDMI 4x
  • Component Video via Adapter
  • VGA
  • Scart via Adapter 2x
  • Digitaler Audio-Ausgang optisch
  • USB 3x
  • PC Audio Eingang
  • Kopfhörerausgang
  • Ethernet-Slot
  • DVB-C/T
  • LNB-Satellitenanschluss
  • Common Interface

Die Anschlussbestückung in sauberem Layout ist absolut praxisgerecht, 3 USB-Anschlüsse sollten auch dem anspruchsvollsten Multimedia-Fan genug sein. Soll der Komponenten-Videoeingang oder sogar noch ein Gerät per Scart angeschlossen werden, muss auf Adapter zurückgegriffen werden. Das mag manchem User missfallen, bei direkter Wandbefestigung des TVs ist dies aber unerlässlich. Gesamtnote in Relation zur Preisklasse: Ausgezeichnet - Hervorragend.

Menü & Setup

Plug & Play Installations-Assistent

Auswahl der Menüsprache

Netzwerkeinstellungen

Komfortabel mit WPS mit dem Router verbinden

Automatische Konfiguration

Sehr gut, direkt nach der Netzwerkverbindung kann ein Software-Update durchgeführt werden

Der automatische Installations-Assistent "Plug & Play" hilft nach dem ersten Einschalten des Samsung TVs bei der Erstkonfiguration. Nach Festlegen der Systemsprache kann sofort die Netzwerkverbindung hergestellt werden. Dies erfolgt konventionell über Kabel (DHCP oder manuell) oder mit dem integrierten WLAN-Modul. Verfügt der eigene Router über WPS kann via Push-Button eine automatische Verbindung erfolgen, weiterhin ist die Netzwerkintegration auch mit Samsungs eigens patentierter "One Foot Connection" möglich. Nach erfolgreicher Verbindungsprüfung wird sofort nach Firmware-Aktualisierungen gesucht und bei Bedarf heruntergeladen. Nun muss noch der Standort Zuhause oder Shop (für Demo-Zwecke) und das Land sowie Uhrzeit eingestellt werden. Im nächsten Schritt führt der TV einen Sendersuchlauf durch, dank dem integrierten Triple Tuner ist der Empfang von DVB-T, DVB-C sowie DVB-S möglich, selbstverständlich auch weiterhin analoge Signale. Das "Plug & Play"-Setup kann nach Abschluss über den Punkt "System" im Menü auch erneut aufgerufen werden, hierzu ist die Eingabe einer PIN-Nummer nötig - im Werkszustand lautet dieser "0000". 

Menu

Hauptmenü des D8090 mit umfangreichem Video-Equalizer

3D-Einstellungen

Viele "Bildoptimierer" stehen zur Verfügung

Erweiterte Einstellungen, Weißabgleich etc.

Tonmenü mit Sound Auto Kalibration

TV-Empfang mit dem HD Triple Tuner

Netzwerk- und AllShare-Einstellungen

Grundlegende Konfiguration

Bedienungsanleitung, Firmware-Aktualisierung

Im Anschluss an den Installationsassistenten öffnet sich das eigentliche Hauptmenü in neuem Design & Layout. Sehr übersichtlich und ansprechend empfinden wir die neue Aufmachung. Jegliche Konfigurationsmöglichkeiten finden sich durch Druck auf die "Menü"-Taste der Fernbedienung, sämtliche Multimedia-Anwendungen laufen über den "Samsung Smarthub". Eine umfangreiche Bedienungsanleitung ist im Punkt "Unterstützung" unter e-Manual erreichbar.

Der erste Oberpunkt "Bild" führt direkt zum sehr umfangreichen Video-Equalizer, der eine Anpassung aller Parameter ermöglicht. Zunächst wird über die Presets "Dynamisch", "Standard", "Natürlich" und "Film" grobe Voreinstellungen übernommen, die dann weiter individualisiert werden können. Für Hintergrundbeleuchtung, Kontrast, Helligkeit, Schärfe, Farbe und Farbton stehen Schieberegler zur Verfügung, eine Anpassung des Bildformats ist obligatorisch. Neben den konventionellen Eingriffsmöglichkeiten bietet der Samsung UED8090 eine Vielzahl an dynamischen Bildoptimierern, die neben genaueren Justagemöglichkeiten unter "Erweiterte Einstellungen" und "Bildoptionen" zu finden sind.

Erweiterte Einstellungen:

  • Schwarzton (Aus/Dunkel/Dunkler/Max. Dunkel)
  • Optimalkontrast (Aus/Gering/Mittel/Hoch)
  • Schattendurchzeichnung (-2 bis +2)
  • Gamma (-3 bis +3)
  • Expertenmuster (integrierte Testbilder)
  • Nur RGB-Modus (Zeigt die einzelnen Farben für Einstellung von Farbton und Sättigung an)
  • Farbraum (Auto/Nativ oder Benutzerdefiniert für die individuelle Sättigungseinstellung)
  • Weißabgleich (Offset & Gain)
  • Hautton (Erhöhung des Rotanteils von -15 bis +15)
  • Kantenglättung (Aus/Ein)
  • Bewegungsbeleuchtung (Aus/Ein, dient der Reduzierung des Stromverbrauchs durch Helligkeitsregelung an Bewegungen)
  • LED Motion Plus (Soll das bei Frame-Interpolation häufiger auftretende Verschwimmen schneller Szenen verhindern)

Unter "Bildoptionen" kann die Farbtemperatur "Standard", "Kalt", "Warm1" und "Warm2" ausgewählt und Rauschfilter zugeschalten werden. Der Digitale Rauschfilter kennt wie der MPEG-Rauschfilter fünf Stufen "Aus/Gering/Mittel/Hoch/Auto" und verhindert statisches Rauschen und Geisterbilder bei schwachem Signal. Der letzte Punkt dieses Untermenüs ist "Motion Plus", bei aktivierter Bewegungsverbesserung können in der Einstellung "Benutzerdefiniert" die Parameter "Unschärfeminderung" und "Judder-Minderung" angepasst werden. 

Grundsätzlich ist die Verwendung der dynamischen Bildoptimierer Geschmackssache. Wer beispielsweise ein absolut sauberes, aalglattes Bild vorzieht, wird mit den verschiedenen Möglichkeiten der Rauschfilter und Kantenglättung durchaus gute Ergebnisse erzielen können, auch die Bewegungsverbesserung leistet mittlerweile größtenteils fehlerfreie Arbeit und sorgt nicht mehr für unschöne Artefakte und Berechnungsfehler. Der begeisterte Kino-Fanatiker aber, der einen authentischen Film-Look wünscht und das Filmkorn nicht als Negativum erachtet, lässt die "Bildverbesserer" bewusst links liegen.

Im "Bild"-Menü sind auch die Einstellungsmöglichkeiten im 3D-Bereich zu finden. Zusätzlich zu der Taste "3D" auf der Fernbedienung wird hier die 2D-3D Konvertierung aktiviert. Wird konvertiert, kann der Grad von "Perspektive" und "Tiefe" mit Schieberegern manuell festgelegt oder auf "Automatisch" gesetzt werden. Zudem kann das linke und rechte Bild vertauscht werden und eine "3D-Optimierung", die für noch klarere 3D-Bilder sorgen soll, vorgenommen werden.

Toneinstellungen erfolgen im nächsten Unterpunkt, auch hier können vorgegebene Presets "Standard/Musik/Film/Klare Stimme/Verstärken" angewählt werden, ein Equalizer für verschiedene Frequenzbereiche ist auch vorhanden. Um das Klangerlebnis noch realistischer zu gestalten ist 3D-Audio in den Stufen "Aus/Gering/Mittel/Hoch" einzustellen. Ein etwas räumlicheres Empfinden ist damit möglich, dennoch sollte von den TV-Lautsprechern im sehr flachen Samsung Gehäuse nicht zuviel erwartet werden. Die übrigen Einstellungsmöglichkeiten des Menüs dienen dem TV-Empfang, den Netzwerkeinstellungen und der grundlegenden Konfiguration wie Systemsprache und Zeiteinstellung. Wer sich trotz der tadellosen Menü-Übersetzung in die deutsche Sprache und der vergleichsweise umfangreichen Hilfetexte nicht zurecht kommt, findet in der übersichtlichen Bedienungsanleitung "eManual" zu jedem Menüpunkt genauere Informationen. Gesamtnote in Relation zur Preisklasse: Hervorragend.

Stromverbrauch

Der Stromverbrauch des Samsung TVs liegt trotz verschiedener Bildmodi durchgehend bei etwa konstant 80 Watt. Durch den Öko-Modus, der die Bildschirmhelligkeit in vier verschiedenen Stufen absenkt, kann der Verbrauch schon in der Stufe "Gering" auf etwa 60 Watt, in der mittleren Stufe sogar auf unter 50 Watt gesenkt werden, die Umgebungshelligkeit sollte bei der Nutzung aber gering sein. Im Standby-Betrieb weist der D8090 einen ausgezeichneten, kaum messbaren Wert auf (< 0.1 Watt).

Netzwerk und Multimedia

Jegliches Multimedia-Feature läuft über den Samsung Smart Hub

Zugriff auf das freie Internet mit dem integrierten Browser

Der Samsung Smart Hub stellt Zentrum und Schnittstelle zu sämtlichen Multimedia-Features und mehr im Samsung TV dar. DLNA-Streaming, Zugriff auf Internetinhalte und Samsung Apps, Sozialen Netzwerken wie Facebook, Video on Demand-Dienst aber auch Informationen über das TV-Programm oder das Personal Video Recording auf externe USB-Datenträger, alles wird über den Smart Hub gesteuert. Das Interface kann hierbei problemlos individuell angeordnet und bearbeitet, außerdem weitere Applikationen hinzugefügt und Favoriten gesetzt werden. Auch der Zugriff auf das freie Internet mit einem integrierten Web Browser ist möglich. Das aktuelle TV-Programm muss während der Nutzung von Smart Hub, des Browsers und vieler weiterer Funktionen nicht vernachlässigt werden, mit Bild-im-Bild Funktion kann das Programm weiter verfolgt werden. Voraussetzung ist natürlich eine stehende Netzwerkverbindung, die entweder direkt mit dem Installations-Assistenten oder aber im Hauptmenü des TVs vorgenommen wird.

DLNA-Streaming und USB-Wiedergabe

Zugriff auf die Videodateien eines DLNA-Servers

Verschiedene Optionen können durch die Taste "Tools" aufgerufen werden

Die DLNA-Streaming Funktion wird im Smart Hub direkt in den Punkten Fotos, Musik und Video im unteren Bildschirmdrittel angewählt. Der TV durchsucht automatisch das Netzwerk nach vorhandenen Servern, die mit dem Navigationskreuz (Oben/Unten) angewählt werden. Angezeigt wird die gesamte Ordnerstruktur des Servers, die gewünschten Dateien muss man sich im folgenden selber herauspicken. Folgende Videoformate akzeptiert der D8090: DiVX-avi, Quicktime MP4, HDTV Transport Stream, MPEG1/2 und WMV. Versuche mit Videos im MKV-Container blieben erfolglos. Im Bereich Foto hatten wir lediglich mit JPEG-Dateien Glück. Unter Musik konnten wir MP3s wiedergeben, keine AAC- oder FLAC-Dateien. Die Navigation sowie die Ladezeiten im Streaming-Betrieb sind gering, vom USB-Stick kann es aber, gerade bei großen Bilderordnern durch die Thumbnail-Anzeige zu leichten Ladeverzögerungen kommen. Die Formatauswahl im USB- und DLNA-Betrieb ist identisch.

bild.de

Hinzufügen weitere Inhalte mit Samsung Apps

Auf verschiedenste Internetinhalte kann mit dem Smart Hub zugegriffen werden, allen voran "bild.de", "tv digital" "yahoo" und das Musikfernsehen "putpat", selbstverständlich sind auch Yutube, Google Maps und weitere Dienste in der vorgegebenen Liste. Weitere Inhalte können über "Samsung Apps" installiert und genutzt werden. Eine Verbindung mit skype ist ebenfalls möglich, für Videotelefonie aber eine separate Kamera nötig. Dank AllShare kommuniziert der TV auch mit einem mobilen Endgerät und gibt Mediendateien vom Smartphone wieder.

Ist ein USB-Datenspeicher angeschlossen können TV-Inhalte aufgenommen werden, der USB-Stick bzw. die externe Festplatte muss dafür aber zunächst formatiert und für die Verwendung als Aufnahmespeicher vorbereitet werden. 

Fazit: Der Samsung stellt eine Vielzahl beliebter Features in einer zentralen Schnittstelle, dem Smart Hub, zur Verfügung. Internetinhalte mit verschiedenen Applikationen wie skype sind vorhanden und selbst im freien Internet kann gesurft werden, und das alles ohne das aktuelle TV-Programm zu verpassen. Die Recording-Funktion per externem Speicher ist ebenfalls ein sinnvolles Feature. Die Formatvielfalt im DLNA-Betrieb und vom USB-Stick könnte zwar noch umfangreicher sein, stellt aber elementare Bedürfnisse des Anwenders sicher zufrieden. Gesamtnote in Relation zur Preisklasse: Ausgezeichnet.

Testequipment
Bild

Blu-ray

Casino Royale 2D, Kapitel 2, 1080p24, "Motion Plus" an/aus

Die Blu-ray Wiedergabe am Samsung D8090 bietet ein sehr plastisches und tiefes Bild, bei der Draufsicht auf die Kampfarena sind die verschiedenen Ebenen der Zuschauerränge klar zu erkennen. Leider müssen wir hier einen kleinen Schwachpunkt bei der nativen 24p-Wiedergabe anmerken, während des Schwenks über die Arena ist minimales Ruckeln zu erkennen. Linien und Kanten bleiben zwar kompromisslos stabil, dennoch fällt dem geschulten Auge ein leichtes Bildzittern auf. Bezüglich der Kanten- und Detailschärfe leistet der Samsung aber wieder Top-Performance und zeigt jede noch so feindynamische Differenz. Kontrast und Schwarzwert stellt sich in ausgezeichnetem Licht dar, sehr fein durchzeichnet wirkt der verkohlte Holzbalken, jede noch so kleine Vertiefung wirkt klar strukturiert, ein sehr dynamischer, plastischer Bildeindruck entsteht. Selbst im oft nur als schwarzen Fleck identifizierbaren Nackenbereich unter dem Hemdkragen sind noch Details der Haut zu erkennen. Die Bewegungswiedergabe im weiteren Filmverlauf gelingt stabil und flüssig, auch während der Verfolgungsjagd bleibt die hohe Bildschärfe erhalten. Wer bei 24p-Material auf die Frame-Interpolationstechnik "Motion Plus" setzen möchte, wird beim D8090 sehr gut bedient. Kein Ruckeln bzw. Motion Judder ist mehr zu sehen, sehr flüssig gelingen Kameraschwenks und flinke Bewegungen. Leichtes Rauschen an Schriften im Bild, die wohl während der Wiedergabe ohne Untertitel in der Praxis nur selten vorkommen, tritt dann auf, diese Ausprägung ist bei den Techniken vieler Hersteller zu erkennen und scheint noch nicht vollends unter Kontrolle zu bringen sein. Ein weiterer Nachteil ist ein gelegentlich auftretendes Schmieren bei vielen bewegten Objekten im Bildgeschehen. Insgesamt gesehen bietet "Motion Plus" aber ein beinahe fehlerfrei agierendes und wenig negativ eingreifendes Processing.

Fluch der Karibik 1, ab Filmbeginn, 1080p24,  Wandlung 2D->3D, Stufe "mittel"

Die Wandlung von 2D in 3D überzeugt mit einer sauberen Darstellung in den ersten zwei Kapiteln von Fluch der Karibik. Das sich aus dem Nebel erhebende Galeonsschiff erscheint noch plastischer und als die Kamera an die Reling zur jungen Ms. Swan gelangt ist ein verstärkter Tiefeneindruck klar zu erkennen. Ausgezeichnet wurden auch frührere Probleme des Zittern oder Flimmerns ausgemerzt, vorbei an der Galeonsfigur bleiben die Schiffskanten stabil, insgesamt wird ein ruhiger Gesamteindruck erzielt. In der Farbgebung müssen ebenfalls nur äußerst geringe Abstriche in Kauf genommen werden, Hauttöne gelingen sehr authentisch, ein leichter Helligkeitsverlust - gut zu erkennen an der marineblauen Jacke des Commodore - ist aber zu sehen. Bezüglich der Schärfe und des Detailgrades steht das von 2D in 3D gewandelte Bild der nativen Ausgabe kaum in etwas nach, auch die äußeren Ebenen bleiben sehr gut durchzeichnet. Das Auftreten von Ghosting ist erfreulicherweise nur selten bis gar nicht zu sehen, man muss bspw. die Hutkante von Jack Sparrow schon genau beobachten, um den Effekt auszumachen. Einen kleinen Schritt zurück macht der Kontrastwert im gewandelten Bild, bei den drei aufgeknüpften Piraten wirkt die Felsformation nicht in identischem Maße durchdifferenziert und einige Details in den dunklen Bereichen gehen verloren.

Avatar, 3D nativ, ab 2. Kapitel

Bei der Wiedergabe nativen 3D-Materials punktet der Samsung mit hervorragenden Leistungen. Sehr detailreich und scharf gelingt die Darstellung der Box Office-Sensation "Avatar". Selbst kleine Elemente und Feinheiten kommen klar zur Geltung. Die Tiefenwirkung ist immens, verschiedene Bildebenen sind tadellos als soche identifizierbar. Der Sync von Transmitter und Brille ist in keinster Weise mehr zu kritisieren, alle Objektkanten bleiben durchgehend stabil und insgesamt zaubert der Samsung ein ruhiges Bildgeschehen auf das Display. Ein angenehmes Sehen über einen längeren Zeitraum ist damit garantiert. Stellenweise müssen Ghosting-Effekte aber noch in Kauf genommen werden, beispielsweise gleich zu Beginn des ersten Kapitels am Kopf des im Rollstuhl sitzenden Ex-Marines Jake Sully. Helligkeitsverluste sind nachvollziehbar, halten sich aber stark in Grenzen, auch die häufiger ersichtlichen Farbverfälschungen sind nur in geringem Maße erkennbar und fallen während des Filmbetriebs kaum auf. Der Kontrast bleibt trotz der geringen Farbverluste auf sehr hohem Niveau.

DVD

Star Wars Episode III, Upconversion Filmmaterial 576i -> 1080p, mit und ohne (LED) Motion Plus

Unter Abwesenheit jeglicher Bildverbesserer wirkt das gebotene Bild bereits sehr ruhig, ab etwa Mitte der Bildschirmhälfte schleichen sich in der gelben Laufschrift aber Kantenzittern und leichte Unschärfen ein, die Upconversion scheint hier stellenweise minimal zu hinken. Kurz zittert die diagonale Linie und die Kommandozentrale des imperialen Zerstörers, nach dem "Einrasten" wird aber hohe Bildstabilität geboten. Farbrauschen im roten Streifen des großen Raumschiffes ist nicht zu sehen. Die Kantenschärfe der kleinen Raumjäger ist sehr hoch, ohne grobschlächtig ausgeprägte Treppenstufen. Der im Heck liegende dunkle Bereich ist fein durchzeichnet und gut ausstrukturiert, wenig Details gehen verloren und die bläuliche Turbinenfärbung bleibt im vorgesehen Bereich ohne zu überstrahlen. Sehr plastisch wirken die Schiffe in ihren verschiedenen Ebenen über Coruscant, auch im Kampfgeschehen bietet sich aber eine tolle Tiefenstaffelung und Ebenendifferenzierung. Trotz der schnellen Manöver gibt es kein Schmieren der Objektkanten vieler Filmelemente. Neben der hohen Kantenschärfe zeigt sich auch gute Detailausarbeitung in den Nahaufnahmen in den Cockpits. Feinheiten in den Gesichtern sind zu sehen und auch die Barthaare von Obi-Wan können problemlos differenziert werden, der Samsung holt immens viel aus dem gering auflösenden Material heraus. Schon jetzt kommt während der Wiedergabe ein klares HD-Feeling auf. Es stellt sich die Frage ob die Aktivierung der Bewegungsverbesserung oder diverser Rauschfilter und Kantenglättung überhaupt Sinn macht, oder die negativen Eigenschaften eher überwiegen. Während der Laufschrift wieder zu Beginn des ersten Kapitels ist ein klarer Benefit zu sehen, absolut ruhig und ohne Kantenzittern laufen die Lettern nach hinten ab, allerdings bleicht das Ocker in den hinteren Ebenen etwas aus. Ein "Hinterherhinken" des Processing ist hier nicht mehr zu erkennen, der Kameraschwenk auf denr Zerstörer gelingt sofort ruhig und ohne Kantenzittern. Ein Abnehmen der Plastizität und Bildschärfe ist erwartungsgemäß nicht erkennbar. Bei vielen bewegten Objekten im Bild macht sich eine negative Eigenschaft der Nachbearbeitung bemerkbar, hier bildet sich leichtes Schmieren an schnell manövrierenden Objekten aus, unschöne Artefakte oder Berechnungsfehler konnten wir aber nicht feststellen. Bilanzierend lässt sich sagen, wem die absolute Bewegungsschärfe und der Video-Look gefällt, kann ohne große Bedenken das Motion Plus-Processing einsetzen, das unbearbeitete Bild bietet aber bereits gute Bewegungsschärfe und einen sehr soliden HD-Look.

AVEC Professional TEST DVD, Upconversion Videomaterial 576i -> 1080p    

  • Laufschriften vor farbigem Hintergrund: Bei den Videomaterial-Testsequenzen gaukeln die oft kritisierten dynamischen Bildverbesserer häufig ein extrem gutes Ergebnis vor. Der Samsung D8090 schafft aber selbst bei Deaktivierung aller vorhandenen Funktionen wie (LED) Motion Plus, Rauschfilter, Kantenglättung, etc. einen sehr ruhigen Lauf der Schriften in verschiedenen Geschwindigkeiten. Selbst in der schnellsten Form sind nur geringe Nachzieheffekte zu beobachten und ein leichtes Zittern der Buchstabenkanten ab der zweiten Geschwindigkeit. Die Farbtrennung gelingt ebenfalls sehr gut.
  • Schwingendes Pendel: Leichtes Schmieren an der Pendelspitze ist erkennbar, mit Motion Plus gelingt zwar eine enorm flüssige Wiedergabe mit klarer Balkendifferenzierung, die Linie über die das Pendel gleitet bleibt dann aber nicht komplett stabil.
  • Stadtbild Esslingen, bewegt: Sehr gut gelingt die Bewegtdarstellung über das Stadtbild von Esslingen, selbst an den Dachziegeln der Häuser ist beinahe kein Zeilenrauschen zu erkennen. Detailliert und strukturiert wirkt das Pflaster und der Rasen im Park. Die Farbdarstellung gefällt durch einen selten gesehenen guten Grünton, der nicht intensiv strahlt. Blockbildung ist nur in geringem Maße ersichtlich.

Fazit DVD

Ob mit oder ohne Bildoptimierungen bietet der Samsung UE46D8090 eine hervorrande Hochkonvertierung von SD-Signalen auf 1080p. Mit hoher Kanten- und Detailschärfe, kaum Treppenstufenbildung und ausgesprochen geringem Bildrauschen kommt beim Zuschauer HD-Feeling auf. Gesamtnote in Relation zur Preisklasse: Hervorragend.

Tuner

DVB-S/2, DVB-C ARD und ZDF HD, RTL SD:

Der Satellitentuner des Samsung D8090 bietet ein sehr scharfes, rauschfreies und detailreiches Bild. Sehr ruhig und mit hoher Kantenschärfe wird das HD-Signal in 720p der öffentlich-rechtlichen Sender wiedergegeben, auch Laufschriften gelingen sehr gut ohne Nachzieheffekte oder Treppenstufen selbst im SD-Betrieb. Auch qualitativ geringeres Material gibt der Samsung sehr sauber wieder. Die Farbgebung gelingt bei Hauttönen authentisch ohne negativen Einschlag. Bei schwachem SD-Signal ist stellenweise Blockbildung und etwas erhöhtes Rauschen zu vernehmen, insgesamt punktet das Material mit geringer Auflösung aber ebenfalls mit hoher Bildruhe und guter Schärfe. Die Frame-Interpolationstechnik bietet ein sehr bewegungsstabiles Bild mit flüssigem Verlauf und weist kaum negative Eigenschaften wie Artefaktebildung auf. Der TV-Empfang über Kabel hinkt dem Satellitenbild keinen Schritt hinterher, ein ebenfalls ruhiges Bildgeschehen mit solider Schärfe und authentischer Farbgebung ist das Ergebnis.

DVB-T, ARD, ZDF

Im DVB-T Betrieb liefert der Samsung ebenfalls einen sehr guten Bildeindruck ab. Ruhig und vergleichsweise rauschfrei gelingt dem Samsung das SD-Signal, partielle Blockbildung lässt sich bei schwachem Signal nicht vermeiden. Treppenstufen ist zwar an markanten Linien immer wieder zu entdecken, fallen aber bei bewegten Bildern nur bedingt auf. Die Detailschärfe entspricht dem gering auflösenden Material.

Gaming

Das schnelle Reaktionsvermögen des Samsung Panels wird auch Gaming-Freunde problemlos zufriedenstellen. Input-Lag ist für den D8090 kein Thema. Insgesamt ist die Präsentation bei Videospielen tadellos, scharf und mit dynamischen Farben gelingt die Darstellung, auch bei schnellen Spielmanövern gelingt dem Samsung ein ruhiges Bild mit guter Bewegungsschärfe.

Gesamtnote Bild in Relation zur Preisklasse: Hervorragend.

Klang

Aufgrund der sehr geringen Bautiefe des UE46D8090 haben wir eine nur mäßig bis schwache Performance bezüglich des Klangs erwartet. Positiv überrascht waren wir aber dann vom doch vergleichsweise sehr guten Ergebnis. Für den alltäglichen TV-Betrieb wie Nachrichtensendungen und Serien ist der TV mit guter Sprachverständlichkeit, klaren Mitten und ansehnlicher Dynamik absolut problemlos einzusetzen. Selbst wer hin und wieder einmal zu einer DVD greift, wird nicht schlecht bedient. Mit dem Tonmodus "Film" kann der subjektive Klangeindruck noch verstärkt werden. Der TV suggeriert gekonnt eine gute Atmosphäre, lasst Ansätze von Tieftonwiedergabe erkennen und bietet sogar einen leicht räumlichen Eindruck. Weniger zu empfehlen ist der Modus "Musik", hier wirken die Mitten zurückgenommen und es klingt leicht dumpf. Der UE46D8090 liefert trotz der flachen Bauweise ein - auf TV-Geräte bezogen - sehr gutes Ergebnis. Gesamtnote in Relation zur Preisklasse: Ausgezeichnet.

Konkurrenzvergleich
  • Samsung LE46C750: Der C750 in 46" schlug damals mit einem UVP von 1699 EUR zu Buche und ist mittlerweile noch deutlich günstiger zu haben, bringt aber keinen Satellitentuner mit und bietet insgesamt ein klar schwächeres Scaling/DeInterlacing als der neue D8090. Kontrastdynamik und Schwarzwert können ohnehin nicht mit den Leistungen des aktuellen Gerätes mithalten. Schon damals boten die Samsung-Geräte gute Leistungen im 3D-Betrieb mit geringen Helligkeitsverlusten, gerade im Bereich Ghosting und Bildruhe legt die jetzige Generation nochmal zu.
  • Samsung UE40C7700: Im Gegensatz zum CCFL-Gerät bietet der C7700 LED-LCD dem D8090 deutlich mehr Paroli, kostet aber mit der identischen Bilddiagonale auch noch um die 1700 EuR. Auch der C7700 setzte bereits auf eine extrem dünne und elegante Optik, wir finden das aktuelle Gerät aber noch schicker. Im 2D-Betrieb gelingen beiden TVs ausgezeichnete Ergebnisse mit hoher Detailtreue, Kontrastdynamik und Bildschärfe. Der 3D-Betrieb überzeugt uns im aktuellen Gerät aber noch mehr, durch geringerem Ghosting und einer effektiveren Wandlung punktet die neue Generation. Waren die Multimedia-Features im C7700 bereits umfangreich, setzt der D8090 noch einen obendrauf, ein umfangreicheres Applikationsangebot und der Zugang zum freien Internet sind nur Eckpunkte des Samsung Smart Hub-Angebots.
  • Sony KDL-40EX725: Der Sony ist in 46 Zoll ebenfalls etwas günstiger zu haben, kann aber mit der optisch eleganten Schlichtheit des Samsung TVs nicht ganz mithalten. Bezüglich der Bildqualität ist kein klarer Favorit auszumachen, beide Geräte bieten, abgesehen von der etwas stabileren 24p-Wiedergabe des Sony ein sehr ausdrucksstarkes, dynamisches Bild in 2D wie 3D und solide Wandlungsqualitäten, auch die Upconversion beherrschen beide TVs in ähnlich ausgezeichnetem Maße. Der Samsung liegt im Hinblick auf die Klangqualität vorne. Mit Qriocity bietet der Sony exzellente Multimedia-Angebote, aber auch der Samsung Smart Hub, der ebenfalls u.a. Zugriff auf das freie Internet und PVR-Funktion bietet, steht nicht hintenan.
Fazit

 

Schon auf den ersten Blick begeistert der Samsung UE46D8090 durch sein unaufdringliches, elegantes Design. Die geringe Bautiefe und der dünne Displayrahmen gestalten den EDGE LED LCD-TV besonders attraktiv und gliedern den TV mit 46" Bilddiagonale in das moderne Wohnzimmer ein. Nicht nur äußerlich weiß der Südkoreaner zu überzeugen, das überarbeitete Menü lädt durch eine angenehme Aufmachung, guter Übersetzung und Hilfetexten zur Konfiguration ein. Besonders der komplexe Video-Equalizer mit vielfältigen Einstellungsmöglichkeiten ist positiv zu werten. Während verschiedene Bildoptimierer weiterhin eine Frage des Geschmacks bleiben, ist die oft kritisierte Bewegungsverbesserung nun unproblematischer einzusetzen. Fehlberechnungen sind auf ein Minimum reduziert, auch Schlieren treten nur noch in geringem Maße auf. Wer beim authentischen Film-Look ohne dynamische Bildverbesserer bleiben möchte, wird nicht weniger belohnt. Der Samsung bietet im 2D-Betrieb ein bereits sehr plastisches und besonders detailreiches Bild mit hoher Schärfe. Die 3D-Bildqualität steht in Schärfe und Detail den zweidimensionalen Bildinhalten in nichts nach, klar sind immer noch geringe Helligkeitsverluste zu erkennen und wer genau hinsieht, erkennt auch noch stellenweise Geisterbilder. Dennoch wirkt das Bildgeschehen in 3D mittlerweile ruhig, angenehm und kontraststark, auch Farbverfälschungen sind nicht mehr so leicht auszumachen. Die Wandlung von 2D in 3D gelingt der aktuellen Generation ebenfalls noch besser, mit verstärktem Tiefeneindruck und ruhigem Bildverhalten gefällt qualitativ hochwertiges Bildmaterial auch dem anspruchsvolleren Betrachter. Erfreulich ist die hervorragende Upconversion von SD-Material, durch geringe Treppenstufenbildung und solider Kanten- und Detailschärfe kommt durchaus HD-Feeling auf, diese Tatsache kommt auch dem TV-Tuner zugute. Nicht zuletzt ist der D8090 mit dem Samsung Smart Hub ausgestattet und mutiert dank Wiedergabe von USB/DLNA-Server, Zugang zum freien Internet, PVR-Funktion und vielem mehr beinahe zur Entertainment-Zentrale. Selbst die Klangqualität kann trotz der geringen Bautiefe, zumindest im alltäglichen TV-Gebrauch, überzeugen.

Extrem flacher, optisch schicker LED LCD-TV mit beispielhaftem Ausstattungsumfang und hoher Bildgüte 

Flachbildschirme Mittelklasse
Test: 21. März 2011

+ Hohe Bildgüte in 2D & 3D
+ Ausgezeichnete Upconversion von SD-Material
+ Einfache Handhabung und Konfiguration
+ Ansprechendes, gut übersetztes Menü
+ Unterstützende Hilfetexte & eManual
+ Komplexer Video-Equalizer
+ Für einen TV gute Klangeigenschaften

- diverse Formate werden von USB/DLNA-Server nicht wiedergegeben
- Komponenten-Video-Eingang nur über Adapter nutzbar

Test: Philipp Kind
21. März 2011

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