TEST: Mobiltelefon Samsung GT-I9023 Nexus S - Android Gingerbread und
ultraschneller Browser im konkav gewölbten Gehäuse
19.04.2011 (area dvd handy-testteam)
Einleitung
Das GT-I9023 Nexus ist eines der neusten Mobilphones von Samsung.
Das Smartphone besitzt das Android™-Betriebssystem 2.3.3. Gingerbread -
welches unabhängig von der auf dem Handy gespeicherten Datenmenge den Speed des
Smartphones aufrecht erhalten soll. Weitere Merkmale sind HSPA (Upload bis
zu 5,76 Mbit/s, Download bis zu 7,2 MBit/s), eine 5 MP Kamera mit
LED-Blitz/Videoleuchte, 1,1 GB interner Speicher für Apps etc. sowie 16
GB interner Speicher für Nutzerdaten (keine Erweiterung des Speichers
über MicroSD-Karten möglich). An Bord ist noch kein Dual Core-Prozessor,
sondern eine Single Core-Variante mit 1 GHz. Der Arbeitsspeicher misst 512 MB,
was in dieser Liga dem Standard entspricht. Das Oberklasse-Modell wirkt auf den ersten Blick
optisch nicht sonderlich aufregend. Dabei sollte das Nexus S mit der leicht konkaven Wölbung des 10,16
cm (4 Zoll) großen Displays aus der Masse herausstechen - auf den zweiten Blick
dann erkennt man die Gehäuseform, die auch funktionale oder
besser gesagt ergonomische Vorteile mitbringt. Anders als andere Smartphones, passt sich das Nexus
durch die Formgebung dem Gesicht beim Telefonieren an. Ab einem Marktpreis von rund 420.- € (ohne Vertrag,
Versandkosten unterschiedlich je nach Anbieter) ist das Phone in black-silver oder pearl-white erhältlich.
Video-Überblick
Verarbeitung und Touchscreen/Display
Rückseite
Akkufachdeckel aus Kunststoff
Laut - Leisetaste und USB-Anschluss
3,5mm Klinkestecker für Standard Kopfhörer sowie USB Anschluss
Lautsprecher
Das Design des modernen Touchscreen Phones reißt einen nicht
vom sprichwörtlichen Hocker, zudem erinnert es in Grundzügen an manch
kleineres Samsung-Handy. Maße und Gewicht sind auf jeden Fall noch
Taschen-kompatibel.
Die Oberfläche besteht aus hochglänzenden Kunststoff, leider auch die
Rückseite. Kratzer sind somit vorprogrammiert, wenn sich der stolze Besitzer
nicht gleich auch noch eine Tasche ordert - dann wird das Smartphone aber
gleich dicker und verschwindet nicht mehr so problemlos in der Hosentasche.
Das Display ist mit einer Oberfläche aus kratzfestem Glas versehen. Mit seinen Maßen von
125 x 63 x 11,5 mm und einem Gewicht von 140 gr. kann man es ansonsten ohne
Probleme verstauen. Das Nexus liegt durch die konkave Wölbung beim
Telefonieren gut am Gesicht an. Das 4-Zoll-Display mit einer Auflösung von 480 x
800 Pixel kann überzeugen. Die Farbwiedergabe erscheint brillant, die
Schärfe ist sehr hoch. Der Touchscreen reagiert recht präzise, so sensibel
wie bei manchem anderen Hightech-Smartphone reagiert er aber nicht. Der Wechsel vom
Hoch- ins Querformat geht schnell vonstatten. Der Akkufachdeckel des Nexus S besteht aus Kunststoff und
lässt sich mit leichten Druck öffnen, schließen und sitzt passgenau. Im
Lieferumfang befinden sich Ladegerät, USB Kabel und ein Headset. Insgesamt
kann das Nexus S guten Durchschnitt bieten, mehr jedoch nicht. Gesamtnote:
2-3.
In 2 von 3 Benchmark-Test schnitt das Nexus S - in Anbetracht
seines technischen Hintergrundes - sehr respektabel ab. Für ein 1
GHz-Single-Core-Smartphone wurden gute Ergebnisse erzielt. Man sieht aber
den Vorteil von Dual Core-basierten Smartphones deutlich. Gesamtnote: 2-
Business- und Datenfunktionen:
Darstellung von Internetseiten im Hochformat
gut ablesbar
- und in Querformat
Einstellmöglichkeiten
Lautlosmodus, Vibration, sowie -
verschiedene Toneinstellungen, aber keine Profile
Kalender
Kalendereinstellmöglichkeiten
Verbindungsmöglichkeiten wie Bluetooth oder NFC
(Nahfeldkommunikation)
Noten: 6 (Ungenügend), 5 (mangelhaft), 4 (ausreichend), 3 (befriedigend), 2
(gut), 1 (sehr gut), plus alle Zwischennoten
Datenverbindungen
Das Samsung unterstützt nur HSPA, nicht aber HSPA+. Bei der
Bluetooth-Übertragung beläßt Samsung es hier bei der Version 2.1, was nicht
ganz sinnvoll erscheint, da es viele Samsung Mobiles gibt, die mit Bluetooth 3.0
ausgestattet sind.
Im Detail:
Bluetooth® 2.1
USB-Tethering
WLAN: WLAN 802.11 b/g/n
WLAN Tethering
EDGE
GPRS
HSDPA bis zu 7,2 MBit/Sek.
HSUPA bis zu 5,76 MBit/Sek.
UMTS
Das Nexus S hat eine prima Empfangsqualität,
auch wenn die Netzdeckung mal nicht ganz optimal ist. Die Stimmwiedergabe klingt
bei mittlerer Lautstärke allerdings leicht bedeckt und muffig - das
können schon Einsteiger-Smartphones besser..
Die Sprachqualität bei eingeschaltetem Lautsprecher ist noch
befriedigend.
Akkulaufzeit
Der starke 1500 mAh Akku hält auch bei intensiver Nutzung 1,5
Tage. Bei weniger intensiver Verwendung sind bis zu 3 Tage möglich.
Tag, Woche, Monat, Terminübersicht; Mehr: Neuer Termin: Was: von (Datum/Uhrzeit) - Bis
(Datum/Uhrzeit); Zeitzone, Wo, Beschreibung,
Kalender, Gäste: Email-Adressen, Wiederholung: Einmaliger Termin,
Täglich, Jeden Werktag (Mo-Fr), Wöchentlich (z.B. jeden Donnerstag), Monatlich
(z.B. jeden 2. Donnerstag), Monatlich (am 2.), Jährlich (z.B. am 2. April);
Erinnerung: 1 Minute, 5 Minuten, 10 Minuten, 15 Minuten, 20
Minuten, 25 Minuten, 30 Minuten, 45 Minuten, 1 Stunde, 2 Stunden, 3
Stunden, 12 Stunden, 24 Stunden, 2 Tage, 1 Woche; Erinnerungen
hinzufügen; Kalender: Google Kalender, Deutsche Feiertage, Wochennummern;
Einstellungen: Abgelegte Termine ausblenden; Heimatzone beibehalten;
Erinnerungseinstellungen: Benachr. & Hinweise, Klingelton auswählen, Vibration,
Standard-Erinnerungszeit; Info: Build Version 2.3.3.
Diktiergerät
Ab Werk nicht vorhanden. Abhilfe schafft der Android Market:
Gratis gibt es beispielsweise den "Voice Recorder", den "Virtual
Recorder" oder den AndRecorder in der Free-Version. Der Voice Recorder
präsentiert sich in einfacher, schlichter Grafik sehr funktionell. Das
akustische Ergebnis ist durchschnittlich, Stimmen klingen leicht quäkig und
blechern. Man kann die Aufnahme auch als Klingelton verwenden und/oder auch
senden.
E-Mail-Funktionalität
Verbindungstyp: POP3, SMTP undIMAP4. Das
Einstellen von gängigen Email Konten geschieht in wenigen Schritten.
Auch ist es möglich, mehrere Email-Konten anzulegen. Das Nexus S hat
keine Probleme bei herunterladen von Emails inkl. aller Anhänge. Es nimmt auch kaum Zeit in Anspruch.
Über die Darstellung kann man nur lobende Worte verlieren, denn diese ist
sehr übersichtlich und gut lesbar. Wenn Anhänge etwas größer sind,
ist die Downloadzeit minimal länger. Mit PDFs
oder Bildern in verschiedenen Größen hat das
Nexus S keinerlei Probleme
bei der Darstellung.
Internet-Funktionalität
Ausgewählte Internetseiten werden äußerst zügig
geladen und benötigen kaum Ladezeit - gerade über WLAN-n ist das
Booten nur eine Frage von wenigen Sekunden. Schon nach gut 3 Sekunden war www.areadvd.de
geladen. Eine Übersichtliche Ansicht wird auch bei recht aufwendig gestalteten Seiten
vom Nexus S präsentiert. Mit der 2 Finger Zoom-Funktion macht das
Betrachten von Seiten
im Netz noch mehr Spaß und Portale mit kleiner Schrift bzw. vielen auf
einer Seite angeordneten Inhalten lassen sich besser ablesen.
Verschiedene Inhalte wie Bilder, Buchstaben oder kleine Texte, lassen sich vergrößern und somit problemlos
ablesen. Lesezeichen oder auch gespeicherte Fenster werden übersichtlich dargestellt und sind leicht abrufbar. Die Einstellungen für Seiteninhalte und
Sicherheit
sind recht leicht vorzunehmen. Wir haben den Eindruck, dass die bei
Android 2.3.3 verwendete Browserversion in ihrem Ansprechverhalten weiter
optimiert wurde und die Ressourcen, die das Smartphone prinzipiell bereitstellt,
effektiver nutzen kann.
PC-Synchronisation
Das Nexus S wird problemlos
als Massenspeicher erkannt. Fotos, Videos oder Musik können
absolut
problemlos (ohne Konto) verschoben werden. Ein USB Daten-Kabel befindet
sich im Lieferumfang.Es
besteht die Möglichkeit, auszuwählen, ob das Mobilphone nur geladen,
synchronisiert oder mit dem Internet über den PC verbunden werden soll. Die
Internet-Synchronisation verläuft absolut reibungslos, wenn ein Google Konto vorhanden
ist. Mittlerweile müsste aber allen Nutzern bekannt sein, das man bei einem Android-Phone, eine Google-Konto benötigt.
Was nicht überzeugt: Das Nexus S ist "Google Pur" - heißt auch:
Samsungs PC-/Local-/Offline-Sync-Plattform Kies kann hier nicht genutzt werden.
Ein Tool zur Kalender- und Kontaktsynchronisation mit dem PC wird nicht
mitgeliefert.
Weitere Ausstattungsmerkmale
Automodus (Direktzugriff zu wichtigsten Funktionen im Automodus), Downloads, Google Earth,
Google Suche, Latitude,
Google Maps, Market, Navigation, News&Wetter, Places, Rechner, Sprachsuche,
Sprachwahl, Tags, Talk, Uhr, Voice, YouTube. Darüber hinaus kann das Nexus S Informationen von sogenannten intelligenten Etiketten (Smart Tags) oder von Alltagsobjekten mit integrierten Chips für Near Field Communication (NFC) auslesen. Zur Nutzung dieser Technik muss das Nexus S nur kurz an das lesbare Objekt – zum Beispiel Preisetiketten, Filmposter oder auch T-Shirts – gehalten werden. Der zukunftssichere Übertragungsstandard erlaubt auch bargeldlose Zahlungen zum Beispiel von Fahrkarten sowie eine karten- und schlüssellose Zugangskontrolle.
Fazit
Das Quadband Smartphone ist
bezüglich seiner Schnelligkeit nicht zu kritisieren.
Hinsichtlich der Datenübertragungsmöglichkeiten wird der klassenübliche
Standard geboten, Evolutionäres oder gar Revolutionäres sucht man vergeblich. HSUPA bis zu 5,76 MBit/Sek, HSDPA bis zu 7,2 MBit/Sek.,
WLAN 802.11 b/g/n und Bluetooth 2.1 sind in dieser Klasse mindestens
vorzuweisen.
Der Akku hält bis zu 3 Tage bei normaler Nutzung und ist für ein Handy mit dieser Ausstattung
gut tragbar. Die Kalenderfunktionen
entsprechen dem Google-Standard. Voreingestellte
Profile besitzt das Nexus S nicht, dafür aber verschiedene
Toneinstellungen mit Vibration oder Stumm-Modus. Neue Kontakte sind schnell
erstellt oder vorhandene bearbeitet. Eine Notizfunktionen und Diktiergerät sind
nicht integriert, hier hilft ein Blick in den Android Market, der für Besitzer
eines Google-Kontos direkt zugänglich ist.
Ein Email Konto ist in wenigen Schritten eingestellt und das Abrufen der
Mails erfolgt je nach Größe und Anhang wirklich zügig. Es können
mehrere Email Konten angelegt, welche dann sortiert werden. Das Finden und Öffnen von aufwendig
gestalteten Internetseiten bereitem dem Nexus S keinerlei
Probleme und nimmt auch kaum Zeit in Anspruch. Auch bei der
Nutzung von YouTube zeigt das Nexus S seine Schnelligkeit. Um Kontaktdaten auf das
Nexus zu übertragen, empfiehlt es sich, ein Konto bei Google zu erstellen, um
überall synchronisieren zu können. Wir raten, beim jeweiligen
Mobilfunkanbieter unbedingt einen Vertrag mit Daten-Flatrate abzuschließen, da
nur bei ständiger Internetverbindung die Vorzüge des Nexus S effektiv genutzt
werden können. Gesamtnote: 1-
Kontakte sind schnell erstellt oder bearbeitet
Multimedia-Funktionen
5 MP-Kamera - mit LED Blitz
Ergebnis
Kameraeinstellungen
Weißabgleich
Headset mit handelsüblichen Klinkenanschluss
schöne Darstellung des MP3 Players
mit Coveransicht in Querformat
Hochformat
Einstellungen des Musik Players
sowie Downloads separat
Noten: 6 (Ungenügend), 5 (mangelhaft), 4 (ausreichend), 3 (befriedigend), 2
(gut), 1 (sehr gut), plus alle Zwischennoten
Im Detail:
Fotokamera-Ausstattung
5 MP Kamera mit Blitz; Fokussierungsmodus: Automatisch,
Unendlich, Makro; Belichtung: +2 bis -2; Szenemodus: Automatisch, Portrait,
Landschaft, Nachtaufnahme, Strand Schnee, Sonnenuntergang, Feuerwerk, Party,
Kerzenlicht; Bildgröße: 5 Millionen Pixel, 3 Millionen Pixel, 2 Millionen
Pixel, VGA; Bildqualität: Extrafein, Fein, Normal; Farbeffekt: Keiner, Mono,
Sepia, Negativ; Kameraeinstellungen: Standard wiederherstellen; Ort
speichern: an/aus; Weißabgleich: Automatisch, Glühlampenlicht, Tageslicht,
Neonlicht, Bewölkt; Blitzmodus: Automatisch, An, Aus; Kamera auswählen:
Rückseite, Vorderseite; Nachbearbeitungsmöglichkeiten: Weitergeben: SMS/MMS,
Picasa, Bluetooth, Google Mail, Email; löschen, Mehr: Details: Titel, Typ,
Aufgenommen am/um, Album, Ort; Festlegen als. Hintergrund, Kontaktsymbol;
Zuschneiden: speichern, verwerfen; nach links drehen, nach rechts drehen
Fotokamera-Qualität:
Tageslicht, im Raum, ohne Blitz
Kunstlicht - Spot-Beleuchtung, Raum komplett abgedunkelt,
kein Tageslicht
Macroaufnahme mit Blitz
Panorama
Gute Farben und Formen wurden bei normalen
Lichtverhältnissen und in geschlossenen Räumen bei Tageslicht von Nexus S präsentiert. Am PC
auf einem 27 Zoll-Monitor betrachtet, können sich die Ergebnisse absolut
sehen lassen. Auch wenn man nahe an ein Objekt herangeht, muss nicht mit
manchmal zu beobachtenden Schärfeverlusten gerechnet werden. Diese entstehen
des Öfteren, wenn sich die eingebaute Kamera nicht auf ein sehr nahe vor dem
Sensor liegendes Objekt scharfstellen kann. Eine Auslöseverzögerung gibt es kaum.
Sinkt der Lichteinfall (z.B. Fotografien von Objekten in geschlossenen
Räumen, ohne dass direkt ein Fenster daneben ist), sind die Resultate immer
noch gut, wenngleich nicht mehr so scharf. Die LED-Leuchte kann als Blitz bei
sehr geringem Lichteinfall hinzugeschaltet werden - davor braucht man sie
kaum, selbst bei Räumen, die nur von Kunstlicht-Spots erhellt werden, lassen
sich noch ohne Blitz gute Ergebnisse erzielen -, ihre Wirkung zeigt sich aber
nur in unmittelbarer Nähe vom fotografierten Objekt. Mehr als 1 Meter sollte
man sich im Interesse verwertbarer Ergebnisse nicht vom Objekt entfernen,
sonst sind höchstes noch Konturen erkennbar. Landschaftsaufnahmen gelingen
gut und weisen eine ordentliche Plastizität auf. Selbst die hinteren
Bildebenen sind noch ordentlich zu differenzieren und bringen eine brauchbare
Schärfe mit.
Unterdurchschnittlich für die Preisklasse - Videos können
maximal in 720 x 480 Pixeln aufgenommen werden. In der Dunkelheit oder bei
geringem Lichteinfall gelingen eigentlich nur mit aktivierter LED-Leuchte
Ergebnisse, die man als brauchbar bezeichnen kann. Und, wie auch schon beim
Fotobetrieb empfohlen, die Aktion macht nur dann Sinn, wenn man sich in
unmittelbarer Nähe des zu filmenden Objekts aufhält. Ist dies gegeben, kann
man ordentliche, recht scharfe und nicht zu verrauschte Aufnahmen anfertigen.
Bewegt man sich weiter als einen guten Meter vom Objekt weg, ist es kaum noch
zu erkennen, zudem wird das Bildrauschen groß. Bei Tageslicht und leichter
Bewölkung lassen sich gute Ergebnisse erzielen. Allerdings neigt die Kamera
bei einheitlichen Flächen (z.B. Rasenfläche) zum Weichzeichnen und bildet
Blockartefakte. Farbecht sind die Ergebnisse, wenn auch minimal zu grell
besonders hinsichtlich der Grünwiedergabe. Die Bildschärfe ist gut, der
Kontrast ordentlich. Abstriche gibt es beim Ton: Der ist recht bedeckt, zudem
ist das Mikrophon sehr empfindlich in Bezug auf Wind, schon leichte, bei der
Aufnahme kaum hörbare Windbewegungen sind dann später in der fertigen
Aufzeichnung störend.
Ausstattung des Musikplayers
Abspielbare Formate: Vorlauf, Rücklauf, Pause, Stopp; Interpreten,
Alben, Titel, Playlists; Bibliothek, Party-Shuffle, Alle zufällig
wiedergeben; Zur Playlist hinzufügen: Aktuelle Playlist, Neu; Als Klingelton
verwenden; löschen; als Playlist speichern, Playlist löschen; Wiederholung:
Alle Titel werden wiederholen, Aktueller Titel wird wiederholt, Wiederholung
deaktiviert; Zufallswiedergabe ist aktiviert/deaktiviert;
Klangqualität des Musikplayers
Der Lautsprecher wurde auf der Rückseite des Mobilphone
positioniert, daher sollte man das Nexus umdrehen oder aufstellen,
möchte man brauchbaren Sound präsentiert bekommen. Hat man dieses kleine
Hindernis überwunden, setzt sich der kleine Lautsprecher recht gut in Szene
und punktet mit recht klarem Klangbild sowie erstaunlicher Pegelfreude. Nicht
so erfreulich - weder bei Lautsprecher- noch bei Kopfhörerbetrieb gibt es
einen EQ beim werksseitig verbauten Musikplayer. Wer mehr
"Spielereien" und Einstellmöglichkeiten wünscht, muss sich im gut
bestückten Angebot des Android Market umschauen. Die Klangqualität bei
Einsatz der sehr gut sitzenden und hochwertig wirkenden Headphones ist bis auf
den etwas mageren Bassbereich tadellos und erfreut durch Klarheit und
Präzision. Die Lautstärke ist seitlich mittels Hardkeys zu regeln, die gut
zur Hand liegen und auch in der Dunkelheit schnell ertastet sind.
Mediaplayer
Der Mediaplayer gibt an Bildformaten jpeg, Bitmap und png ohne
Probleme wieder. MKV wird als SD akzeptiert, hochauflösende MKV-Files gibt
das Nexus nicht wieder. MPEG4 und MPEG1 Videos wurden nicht erkannt.
Qualität und Ausstattung Radio
Nicht vorhanden. Man kann sich aber Internet Radio-Apps vom
Android Market installieren.
Speicherkapazität und Erweiterbarkeit
16 GB interner Speicher für Userdaten, 1,1 GB für Apps
etc. - keine Speichererweiterung
Fazit
Bezüglich der Multimediaeigenschaften muss klar gesagt
werden: Trotz des tollen Displays und der ordentlichen Prozessorleistung ist
das Nexus S für den Multimedia- und Kamerafreund nicht die erste Wahl. Im
Still Imaging-Betrieb macht die 5 MP-Kamera noch recht gute Bilder, die
Videofunktion aber ist für diese Klasse schon aufgrund der geringen maximal
möglichen Auflösung nicht gelungen. Der Musicplayer überzeugt durch sehr
guten Sound, ist aber mager ausgestattet.
Gesamtnote: 3.
Handling/Menüs
Sensor-Tasten
übersichtliche Menüsymbole
recht reichhaltig
verschiedene Einstellmöglichkeiten
Der Automodus ermöglicht, um auf wichtige Funktionen schnell
zugreifen zu können
Noten: 6 (Ungenügend), 5 (mangelhaft), 4 (ausreichend), 3
(befriedigend), 2 (gut), 1 (sehr gut), plus alle Zwischennoten
Android Gingerbread steigert den Bedienkomfort und gestaltet
die Optik edler. Die Menüsymbole erscheinen noch eine Idee schärfer und
konturierter, zudem wirkt die Gestaltung noch eine Idee moderner. Zudem kann
man endlich leichter Texte bzw. Textteile kopieren bzw. schneller
Funktionen nutzen: Drückt man länger auf ein Element, wird ein Kontextmenü
aufgerufen bzw. es ist möglich, Texte, Wörter etc. wie auch beim iPhone 4 zu
kopieren. Auch sonst gibt es nur wenig Kritik. Die Einhandbedienung ist
trotz des etwas größeren Formats problemlos möglich. Die Home Screens
lassen sich individuell mit Anwendungen bestücken, die dann per
Schnellzugriff direkt vom jeweiligen Startbildschirm aus zu starten sind. In
speziellen Übersichten kann man sich Google Android-typisch rasch einen
Überblick über Speichergröße, Betriebssystemsversion etc. verschaffen.
Auch führt das Nexus S auf Wunsch eine Liste mit Batterieverbrauchern auf.
Die Tastatur taugt insbesondere im Querformat auch für längere Texte und
gibt auf Wunsch Vibrations-Feedback. Weder die Bedienung der Kamera noch das
Handling des Music-/Mediaplayers geben Rätsel auf.
Im Detail:
Nachrichten-Handling
An: Betreff hinzufügen, Anhängen: Bilder, Bild aufnehmen,
Videos, Video aufnehmen, Audio, Audio aufnehmen, Diashow; Smiley einfügen,
Verwerfen, Alle Threads; Symbole, Zeichen; Spracheingabe: Funktion im
Versuchsstadium von Google; Einstellungen für Sprache und Tastatur: Sprache
auswählen: Cestina, Dänisch, Deutsch, Englisch (United Kingdom), Englisch
(United States), Spanisch, Spanisch (Estados Unidos), Französisch,
Italienisch, Niederländisch, Polnisch, Portugiesisch, Schwedisch, Türkisch,
etc; Mein Wörterbuch; Android-Tastatur: Vibrieren bei Tastendruck, Ton bei
Tastendruck, Pop-up bei Tastendruck, Wortkorrektur, Automatische
Groß/Kleinschreibung, Einstellungstaste anzeigen: Automatisch, Immer
anzeigen, Immer ausblenden; Spracheingabe, Eingabesprachen; Vorschläge
anzeigen, Automatische Vervollständigung; Nachrichten wie SMS/MMS oder
Emails können mit der QWERTZ-Tastatur in Hoch- oder Querformat leicht
verfasst werden. 2+
Fazit
Das Nexus S lässt sich schnell und flüssig bedienen - wer
schon einmal ein Android-basiertes Smartphone besaß, wird sich sofort zurecht
finden. Aber auch Neueinsteiger freuen sich über die klaren Menüsymbole,
schon nach kurzer Eingewöhnungszeit gehen alle Bedienprozesse reibungslos und
wie selbstverständlich vonstatten. Gesamtnote: 1.
Google Earth ist vorinstalliert
Earth Einstellungen
Gesamt-Fazit
Samsung Nexux S - mit
"googleligen" Innenleben
Insgesamt fällt unsere Bilanz zum Nexus S zwiespältig aus.
Sehr gut gefällt uns, dass mit Android 2.3.3 ein enorm schnelles Browsing und
eine sehr effektive, rasche Nutzung aller Google-Funktionen möglich ist. Die
Bedienung wirkt ausgefeilter, die Menüs sind schön und modern gestaltet. Das
Display und der Touchscreen entsprechen dem hohen Niveau der Klasse. Die
Arbeitsgeschwindigkeit ist für ein 1 GHz Prozessor Smartphone hoch und reicht
nur für enorm anspruchsvolle Anwender, die ein enormes Multimedia-Potential bei
der Auswahl ihres Smartphones fokussieren, nicht aus. Die ergonomische
Formgebung sorgt für ein passendes Anliegen des Smartphones beim Telefonieren
am Gesicht des Telefonierenden. Die eingebaute Kamera nimmt im Still Imaging
Betrieb gute Bilder auf. Der Musikplayer überzeugt durch klaren, lebendigen
Sound, ganz gleich, ob man das mitgelieferte Headphone oder den eingebauten
Lautsprecher nutzt. Zudem ist das Smartphone recht leicht und nicht allzu dick.
Leider stehen diesen Vorzügen auch diverse Nachteile gegenüber. Dass das
komplette Smartphone aus hochglänzendem Kunststoff ist, auch die Rückseite,
sorgt für Kratzempfindlichkeit. An Datenübertragungsstandards gibt es kein
HSPA+ und kein Bluetooth 3.0. Der interne Speicher fällt nicht sonderlich
großzügig aus, er ist leider nicht extern erweiterbar. Videoaufnahmen können
nur in 720 x 480 Pixeln maximal aufgenommen werden - noch nicht einmal in 1280 x
720. Das ist für die Leistungsliga nicht zeitgemäß. Der interne Musikplayer
ist spartanisch ausgestattet, einen EQ sucht man vergeblich. Auch ein
Diktiergerät fehlt, hier muss sich der Anwender aus dem Android Market-Angebot
bedienen. Nicht zuletzt ist der Preis relativ hoch für ein Single
Core-Smartphone, das sich hinsichtlich der technischen Ausstattung an der
Mittelklasse orientiert. Samsung hat insgesamt deutlich bessere Alternativen im
Programm.
Funktionales Touchscreenphone mit schnellem Android Betriebssystem 2.3.3,
aber ohne technische Highlights
Multimedia-Mobiltelefone Obere Mittelklasse
Test 19.04.2011
+ Android Version 2.3.3 mit hoher Arbeitsgeschwindigkeit und tollem Browser
+ Schlank
+ sehr gutes 4 Zoll-Display
+ Prozessorleistung reicht auch für anspruchsvolle Businessanwendungen aus
+ Guter Klang im Musikbetrieb
+ Mediaplayer akzeptiert MKV
- Für die technische Ausstattung teuer
- Kein erweiterbarer Speicher
- Videos nur maximal in 720 x 480 Pixel
- Kein HSPA+ und kein Bluetooth 3.0