TEST: Samsung BD-Player mit DVB-C/T-Tuner und 3D-Funktionen BD-D6900
19.10.2011 (cr/th)
EDV-Supplier: www.notebooksbilliger.de

Flach und elegant

3D-Signalausgabe und 2D in 3D Wandlung

Fernbedienung

Samsung App Store
Einführung
Für 299 EUR (UVP) liefert Samsung mit dem BD-D6900 (mit DVB-T/C-Tuner) und dem BD-D6900S (mit DVB-S Satellitentuner) einen hoch talentierten Blu-ray-Player aus – der BD-D6900 ist nun bei uns zum Test und beeindruckt schon mit seiner nicht enden wollenden Feature-Liste: 3D-Signalausgabe, Wandlung von 2D in 3D Signale, DVB-C/T-Tuner, Personal Video Recording (PVR) ready (man muss nur ein entsprechend geeignetes USB-Medium anschließen und kann darauf aufzeichnen – in SD oder HD), Smart Hub Plattform für die Nutzung internetbasierter Dienste inklusive App Store und Video On Demand, Time Shift-Funktion, Streamingfähigkeit über LAN oder WLAN (Modul für Drahtloseinbindung eingebaut), kleinem Video-EQ und 1 GB eingebautem Flash-Speicher (für heruntergeladene Inhalte).
Verarbeitung

Alu-Optik und gute Detailverarbeitung

Interessantes Design

Kantenverarbeitung - hinter dem "Open" Schriftzug
befindet sich unter anderem der Front USB-Eingang

Die Klappe ist recht einfach gemacht - darunter sind USB und
Common Interface Slot

Oberflächenqualität - auch wenn es kein echtes Alu ist,
etwas her macht der BD-D6900 auf jeden Fall

Der Samsung BD-D6900 ist ein weiten Stücken zusammen geclipst,
nur eine Schraube konnten wir finden

Gehäuseteile

Slot In Laufwerk

Netzteilsektion

Platinenlayout

Detailverarbeitung - wirklich ordentlich gelöst

Weitere Detailaufnahme

Gesamtübersicht innen

Fernbedienung im Detail
Der BD-D6900 sieht schick aus und beeindruckt auch durch die
beleuchteten Touch-Bedienelemente vorn, die recht sensibel reagieren. Die
Auflösung des Gerätedisplays geht in Ordnung. Das Laufwerk ist als Slot-In
konzipiert, das Geräusch beim Einziehen der Disc ist vertretbar. Vorn ist eine
kleine Klappe rechts angebracht, sie sitzt recht gut, ist aber einfach gemacht.
Dahinter sind USB-Anschluss und Common Interface-Slot. Die Oberflächenqualität
ist gut, auch wenn es sich nur um eine Alu-Imitation handelt. Gerätestandfüße
gibt es nicht, das Gehäuse ist im Wesentlichen geclipst und weist zur weiteren
"Festigung" nur noch eine Schraube auf. Die Rückseite hat keine
Besonderheiten, die Anschlüsse sind gut eingepasst. Das Innenleben zeigt sich
erfreulich aufgeräumt und ordentlich verkabelt. Die mitgelieferte Fernbedienung
ist ein "alter Bekannter" und ist aus qualitativer Sicht ordentlich
ohne Referenzqualitäten.
Anschlüsse

Vorn unter Klappe: USB, CI

Anschlussübersicht hinten

Antennenanschlüsse für den Tuner, HDMI, optischer
Digitalausgang, koaxialer Digitalausgang fehlt. Weitere Anschlüsse: LAN-Buchse,
WLAN eingebaut, Komponentenausgang, 2-Kanal-Audioausgang, FBAS-Cinch-Ausgang
Bedienung, Menüs und Konfiguration
Die Fernbedienung liegt gut in der Hand und spricht tadellos an.
Das Naivgationskreuz ist günstig platziert. Die Touch-Bedienelemente am Gerät
selber reagieren zuverlässig. Es dauert nur kurz, bis sich die Lade nach
Drücken der Open-Taste öffnet. Die Einrichtung des BD-D6900 ist bilanzierend
einfach, die Menüs sind übersichtlich gestaltet und insgesamt gut
übersetzt.

Fernbedienung mit insgesamt übersichtlichem Layout

Touch-Elemente, die sensibel ansprechen. Zuschaltbare
Ambiente-Beleuchtung (wahre Heimkinofans deaktivieren dieses Feature,
Style-Liebhaber aktivieren es)

Plug&Play-Installation

Auch Netzwerkeinrichtungsparameter berücksichtigt die Plug&Play-Konfigurationsfunktion

Tunerauswahl

TV-Bildformat

Verschiedene Größen für den Smart Hub

Progressive-Modi: Auto und Video

3D-Einstellungen

BD-Wiedergabemodus

Einstellungen: Der Samsung gibt 480/576p, 720p, 1080i und
1080p aus, aber kein 480/576i.

Tonausgabeoptionen, je nach verwendetem AV-Receiver.

Audio Delay-Einstellung in 10 ms Schritten

Allgemeine Einstellungen
Laufwerk
Booten: Rund 6 Sekunden, Einlesezeiten BD: Fluch der Karibik 1 17 Sekunden, Casino Royale 15 Sekunden, Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels 16 Sekunden. DVD: Star Wars Episode III 15 Sekunden, Sahara 10 Sekunden. Layerwechsel, Top Gun, Kapitel 18 auf Kapitel 19: Der Layerwechsel ist nur bei genauem Hinschauen zu erkennen (für den Bruchteil einer Sekunde steht das Bild still).
Das Laufwerk liest alles zuverlässig ein, verursacht beim Einlesen aber gut hörbare Geräusche. Im Spielbetrieb ist der Lauf aus naher Distanz leicht hörbar, aber gleichmäßig. Das Kapitel springen funktioniert befriedigend, es könnte noch etwas flüssiger ausgeführt werden. Das Spulen innerhalb eines Kapitels erscheint minimal
ruckelig.
Multimedia und Netzwerk

Netzwerkeinstellungen

WLAN oder LAN, WLAN-Modul mit WPS

Streaming: Fotos (jpeg-Format)

Optionen

Auswahl der Art des Wiedergabemediums (Videos, Fotos, Musik)

Smart Hub

Smart Hub - Installation

Smart Hub - Übersicht

Anmeldung

google Maps

Kartenstile

Kartenstil "Satellit"

YouTube

Samsung App Store, Kategorie "Neuigkeiten"
Der BD-D6900 kann wahlweise per WLAN oder per LAN ins Netzwerk eingebunden werden. Beides funktioniert problemlos. Beeindruckend ist das Smart Hub-Angebot, das Samsung bereit stellt. Die eigens dafür vorgesehene Taste auf der Fernbedienung ist zwar etwas tief (unten 2. Reihe ganz links) angebracht, aber nach dem Tastendruck, der sofort umgesetzt wird, erwartet den Anwender ein enorm breites Angebot. Video On Demand funktioniert über „Your Video“. Hier kann der User im übersichtlichen Menü wählen zwischen „Empfohlen“, „Neue Versionen“, „20 beste Filme“, Top 29 TV-Shows“ oder „Von Freunden“. Auch erhält der Anwender Informationen über die am häufigsten gesehenen Filme. Man kann das ausgesuchte Video dann bei verschiedenen Anbietern ausleihen, z.B. bei „Ace Trax“ sind Leihgebühren von rund 3 bis 4 EUR, allerdings für SD-Versionen, üblich. Man kann auch per direktem App-Button zu Ace Trax vordringen, oder aber sich bei Maxdome einloggen. Die raschen Reaktionszeiten des Samsung haben uns überzeugt. Hier geht alles flüssig, der User muss beinahe nie warten. Andere Smart Hub Inhalte umfassen unter anderem (Auswahl): TV Movie, Audi TV, Bild.de News, Google Maps, YouTube, Berliner Philharmoniker, Mein Klub (Fußball), , TV Digital und Dailymotion. Eng ist der Samsung auch mit Facebook verknüpft, nicht nur, dass man sich bei Facebook anmelden kann, man kann z.B. auch Filme gleich auf Facebook bewerten, die man sich z.B. ausgeliehen und angeschaut hat. Samsung hat des Weiteren einen eigenen App Store, der nach Neuigkeiten, Video, Spiel, Sport, Lifestyle, Information und Bildung unterteilt ist. Man kann sich teils interessante Inhalte herunter laden. So in der Lifestyle-Republik die Internet Radio Plattform „vTuner“.
Wiedergabeformate in der Übersicht
Sehr schnell erkennt der Samsung alle unsere Rechner und Server im Netzwerk . Möchten wir von unserem Multimediaserver Dateien abspielen, so erfolgt zunächst eine Unterteilung – wie üblich – in Videos, Fotos und Musik. Zunächst haben wir uns der Darstellung von Videoformaten gewidmet und zu diesem Zweck AVCHD-Videos in 1920 x 1080 Pixel angeschaut und waren sehr angetan: Top-Bildgüte bei verschiedenen THX-, Dolby Digital- und DTS-Trailern, kaum Ruckeln, tolle Schärfe – Samsung zeigt, wie es geht. Der Trailer zu „I‘ Legend“ (mp4) sieht auch ausgezeichnet aus, er liegt in 1920 x 816 Pixel vor. Das Bild wirkt natürlich und rauscharm. DivX-avi-SD-Dateien sowie MPEG1 wird natürlich ebenfalls abgespielt. Ein HD ready Trailer (1280 x 720 Pixel) im Windows Media Video (WMV) Format wird auch problemlos in sehr guter, klarer und scharfer Bildgüte wiedergegeben. Die Bewegungsdarstellung ist sehr überzeugend. „Pirates Of The Carribean“ (Teil 1) als mpeg-2.ts (Transport Stream), in 1440 x 1080 Pixeln von der BBC aufgenommen und vom Server gestreamt, erscheint ebenfalls mit gutem Kontrast, ordentlicher Bewegungswiedergabe, nur der Detailkontrast und die Detailschärfe zeigt deutliche Differenzen zur Blu-ray auf. Über die Taste „Tools“ können über die dann angezeigte Funktion „detaillierte Infos“ auch Informationen zum jeweiligen gestreamten Medium (z.B. Dateigröße, Format, Auflösung) angezeigt werden.
Testequipment
Bild

TV-Funktionen

Tuner mit automatischem Sendersuchlauf
Tuner: Der eingebaute DVB-C/DVB-C-Tuner erzielt sehr gute visuelle Ergebnisse. Wir haben vor allem den DVB-C-Tuner genauer untersucht und haben sogar mit SD-Material begonnen – weil der BD-D6900 hier eine faustdicke Überraschung bereit hält. Bei unserem Testprogramm (BR – Bayerischer Rundfunk) legt der Player ein ausgezeichnetes De-Interlacing mit flüssigen, scharfen Bewegungen und ein rauscharmes Scaling auf die FullHD Auflösung hin. Nur leichte Artefakte sind bei genauem Hinsehen sowie kleinem Betrachtungsabstand zu einem großen Screen (55 Zoll im Test) sichtbar, die gute Bildschärfe, die natürlichen Farben und der tadellose Kontrast gefallen ebenfalls. Drückt man die „Guide“ Taste auf der Fernbedienung, erscheint sehr schnell und zuverlässig der Electronic Program Guide (EPG), gleichzeitig läuft die aktuelle Sendung in einem kleinen Vorschaubild weiter. HD-Programme erscheinen natürlich deutlich schärfer und stabiler – aber was der Samsung im SD-Betrieb leistet, verdient echtes Lob.

Bildeinstellungen mit vordefinierten Bildmodi

Beim Bildmodus "Benutzer" finden sich erweiterte
Bildeinstellungen
BD-Wiedergabe: Wir starten hier mit "Fluch der Karibik
1" - diese BD kennen wir in jedem Detail genau und daher eignet sie sich
bestens, um die zugegebenermaßen kleinen Differenzen bei der BD-Wiedergabe
preislich benachbarter BD-Spieler herauszuarbeiten. Gleich zu Beginn taucht das
Galionsschiff aus dichtem Nebel auf, und hier achten wir auf die Darstellung des
Nebels, auf die Detaillierung der kleinen Elizabeth, die im edlen Gewand oben an
der hölzernen Reling steht, und auf die Modellierung der Galionsfigur am Bug.
Auch die Gebrauchsspuren an den Segeln bekommen unsere volle Aufmerksamkeit,
ebenso die Farbwiedergabe, die aufgrund des Materials eine sichtbare Kühle
vorweisen sollte. Wie sehen die Ergebnisse aus? Der Samsung stellt den Nebel
ziemlich gut dar, auch die Schärfe sowie die Detaillierung am Galionsschiff
haben uns überzeugt. Die kühle Farbgebung wird ansprechend herausgearbeitet.
Als das Schiff nach vorn fährt, kommt es nur zu leichtem Bildruckeln. Kleine
Kontrastunterschiede werden einwandfrei auf den Bildschirm gebracht. Als die
kleine Elizabeth näher herangezoomt wird, fällt eine leichte Bildunruhe links
von ihr innerhalb der Reling auf. Im 2. Kapitel, als Jack Sparrow Kurs auf Port
Royal nimmt, wirkt die Wellenbewegung des Wassers natürlich, als das Gesicht
des Piratenkapitäns in Großaufnahme erscheint, modelliert der BD-D6900 den
Glanz in Jacks Augen sehr gut heraus. Auch der Bart wird detailliert
wiedergegeben. Die weißen Wolkenformation heben sich sehr gut vom stahlblauen
Himmel ab. Ausgezeichnet schlägt sich der Samsung in einer kritischen Sequenz.
Als die zur Warnung aufgehangenen Piraten erscheinen, arbeitet der Samsung auch
kleine Kontrastdifferenzen links in den Felsen heraus. Als das schrottreife,
schon fast ganz untergegangene Boot im Hafen einläuft, detailliert der BD-D6900
das rechts im Bild erscheinende Segelschiff detailreich heraus, die einzelnen
Taue erscheinen scharf und klar, die Abnutzungsspuren an den Kleidern der
Arbeiter sind sehr gut zu erkennen.
Wir haben uns des Weiteren die Blu-ray von „Star Wars Episode III“ angeschaut und waren von der Dynamik in der berühmten Eröffnungssequenz, der Schlacht oberhalb des Regierungsplaneten Coruscant, sehr angetan. Wir haben die Saga mittlerweile natürlich auf verschiedenen Bildwiedergabeketten angeschaut – und wir müssen feststellen, dass der BD-D6900 seine Sache sehr gut macht: Stabile 24p Wiedergabe, eine hervorragende Plastizität, lebendige Farben – man kann dem BD-D6900 durchaus ein sehr begabtes Bildwiedergabegerät zur Seite stellen, nicht nur einen Flachbildschirm, auch einen guten Mittelklasse-Beamer: Das sehr scharfe und präzise Bild überzeugt. Kommen wir zu den Bildeinstell-Optionen. Hier offeriert der Samsung verschiedene vordefinierte Bildprogramme, die man durch Drücken der Taste „Tools“ auf der FB auch während des Spielbetriebs aufrufen kann. In den „Tools“ ist noch mehr enthalten, so Titelsuche, Kapitelsuche, Zeitsuche, Wiederholmodus, Audio, Untertitel und Winkel. Unter „Bildeinstellungen“ findet man dann die Modi Normal, Dynamisch, Film und Benutzer. Gerade der von Kontrast und Helligkeit her sehr angenehme „Film“ Modus findet unsere Zustimmung. In den Benutzereinstellungen können folgende Parameter justiert werden: Schärfe, Rauschminderung, Kontrast, Helligkeit, Farbe sowie Farbton. Ebenfalls ist der BD-D6900 in der Lage, eine Wandlung von 2D nach 3D durchzuführen. Auf der Fernbedienung ist dafür eine eigene Taste vorgesehen. Wir können feststellen, dass der 3D-Effekt gut sichtbar ist und dass der Samsung nur selten in der Berechnung minimal hinterherhinkt. Natürlich, wer wandelt, muss mit gewissen Einschränkungen bei Bildhelligkeit und Farbwiedergabe (leichter Braunrot-Stich) rechnen, wir raten, nur im abgedunkelten Raum eine solche Wandlung durchzuführen. Insgesamt liefert der Samsung aber auch hier eine gute Leistung ab. Und wie sieht es bei nativem 3D-Material aus? Wir haben uns die BD „Delphine und Wale in 3D“ angeschaut. Der Samsung beeindruckt durch die stabile, scharfe 3D-Signalausgabe, das Bild erscheint ruhig, mit gleichbleibender Schärfe und flüssigen Bewegungsabläufen.
DVD-Wiedergabe: Und wieder Star Wars Episoide III - nur diesmal
als DVD und diesmal mit deutlich mehr Arbeit für den BD-D6900, denn nun muss er
den Inhalte von 576i auf 1080p hochskalieren. Und hier leistet der BD-D6900 sehr
gute Arbeit: Die gelbe Laufschrift unterliegt zwar minimalen
Farbintensitätsschwankungen, gleitet aber ansonsten recht sicher durch den
Raum. Minimale Wellenbewegung ist innerhalb der Lettern erkennbar, das Schwarz
wirkt schön plastisch und tief. Der Samsung holt sehr viele Sterne aufs
Display. Der Sternzerstörer wird vom BD-D6900 exzellent dargestellt: Sofort
rastet bei unserem Testgerät der De-Interlacer ein - keine Einzelheit am
Sternzerstörer zittert, gleich ist das Bild klar, es kommt zudem kaum zu
unschönen Treppenstufen-Effekten. Die Bildschärfe ist gut, aber nicht
sensationell, die Bildruhe im Gesamten ist ausgezeichnet, die Flugbahn ist ruhig
und nicht durch Ruckeln verunstaltet. Der im Schatten liegende Flügel wird mit
hervorragendem Detailkontrast wiedergegeben - hier geht der Samsung zusammen mit
dem Panasonic DMP-BDT310 klar in
Führung, und zwar nicht nur in der 300 EUR Liga: Es gibt deutlich teurere BDPs,
die diesem bildstarken Duo nicht das Wasser reichen können. Als sich von hinten
die beiden Raumjäger mit Obi-Wan und Anakin nähern, liefert der BD-D6900
erneut eine Top-Leistung ab: Wie plastisch und scharf die beiden kleinen
Raumflugzeuge über den ebenfalls detailliert dargestellten Flügel und den
Rumpf des Sternzerstörers fliegen - hier wird eine überragende visuelle
Leistung geboten, die dafür sorgt, dass sich der BD-D6900 auch für den Betrieb
zusammen mit guten Mittelklasse-Beamern eignet. Kleine Schwächen scheinen
durch, als die beiden Jäger, kurz bevor sie nach unten abkippen, von hinten zu
sehen sind: Wir beobachten leichte Unschärfen und leichtes Zittern bei der
Flugbewegung. Wieder nur Sonnenschein herrscht, als die beiden Jäger dann nach
unten Richtung Raumschlacht abkippen: Die links aus dem Bild gleitende
Kommandobrücke des Sternzerstörers wird scharf, detailreich und ohne Zittern
wiedergegeben. Die Schlacht wird bis in die unteren, der Planetenoberfläche
nahen Ebenen sauber auseinander differenziert, erneut bietet der Samsung einen
enorm plastischen Bildeindruck - schon in 2D. Die dann folgende Raumschlacht
meistert der BD-D6900 ausgezeichnet, bis auf wenige leichte Bewegungsunschärfen
kommt ein realistischer Bildeindruck zustande. Die Gesichter von Obi-Wan und
Anakin in ihren Raumjägern wirken authentisch. Insgesamt hat Samsung beim Thema
Farbwiedergabe offensichtlich einen Sprung nach vorn gemacht. Farben wirken
realistischer, lebendiger und besser eingearbeitet.
Und auch, wenn es darum geht, Videomaterial von 576i auf 1080p
hochzuskalieren, holt der BD-D6900 eine Menge aus dem Ausgangsmaterial heraus.
Bei der "AVEC Professional Test DVD" arbeitet der Player die in
verschiedenen Geschwindigkeiten vor weiß-rot-blauem Hintergrund durchlaufenden
schwarze und weißen Schriften sehr scharf und mit guter Bewegungsstabilität
heraus. Nur ab und zu ist leichtes Zittern zu sehen. Zudem erkennen wir etwas
Farbrauschen im Rot. Die insgesamt fünf magentafarbenen Siemenssterne (ein
großer zentriert, vier kleine in den Ecken des Bildschirms) drehen sich
gleichmäßig, die einzelnen Segmente lassen sich auch bei den kleinen Sternen
tadellos unterscheiden. Es kommt nur zu leichtem Flimmern, die Farbwiedergabe
und Farbreinheit sind prima. Gute Leistungen auch beim Pendel mit rot-blauem
Innenleben, das über eine stehende schwarze Linie in unterschiedlichen
Geschwindigkeiten schwingt. Nur an der Pendelspitze sind Nachzieher zu erkennen,
ansonsten kaum. Vor allem die Gesamtbildschärfe gefällt uns, zudem ist das
Innenleben des Pendels stets klar zu erkennen. Das bewegte Testbild
"Esslingen" stellt der BD-D6900 ordentlich dar. Für eine erstklassige
Gesamtbewertung ist innerhalb der Dachziegel zu viel Flimmern vorhanden. Das
gleicht der Samsung durch eine überragende Präsentation der Grünflächen aber
zumindest teilweise wieder aus. Die Kamerafahren verlaufen gut, im Detail aber
lässt die Stabilität des Bildes nach.
Klang
Der BD-D6900 erfreut mit einem harmonischen, runden Klang bei
der Ausgabe über HDMI. Selbst dann, wenn man den Player analog z.B. mit einem
Stereoverstärker ohne digitale Eingänge verbindet, sind die Ergebnisse
tragbar, wenngleich Dynamik und Detailtreue schon etwas eingeschränkt sind.
Verwendet man einen Stereoreceiver mit digitalen Eingängen wie den
Onkyo TX-8050, so kann man auch mit den akustischen Ergebnissen bei
Signalausgabe (Wandlung von allem auf PCM innerhalb des Samsung auf digitaler
Ebene) sehr zufrieden sein, der Klang ist homogen und dynamisch.
Konkurrenzvergleich
-
Panasonic DMP-BDT310:
Der Panasonic bietet keinen eingebauten Tuner, dafür aber 2 HDMI-Ausgänge
für flexible Einbindungsmöglichkeiten auch in nicht komplett HDMI
1-4-beschaltete Ketten. Zudem hat er die besseren Bildprogramme und den
besseren Video-EQ. Attraktiv sind beide Player, zudem wird ein großes
Angebot an internetbasierten Diensten angeboten. Beide Player haben ein
eingebautes WLAN-Modul und sind sehr bildstark.
-
Denon DBP-1611UD:
Der Denon sieht hochwertiger aus als die Modelle von Panasonic und Samsung,
ebenso spielt er erfreulicherweise auch DVD-Audio-Discs und SACDs ab. Die
Bildgüte ist immer noch sehr gut, wenn es um die Wiedergabe von BDs geht.
Bei der Upconversion von DVDs können Samsung und Panasonic kleine Vorteile
verbuchen.
-
Philips BDP8000:
der schon etwas ältere, elegante Philips schlägt sich im Konkurrenzumfeld
immer noch respektabel. Gerade das Blu-ray-Bild ist nach wie vor
überzeugend, ebenfalls punkten die Mulitmedia-Eigenschaften. Beim Thema
Laufwerk und Upconversion fällt der BDP8000 etwas ab.
Fazit

Der Samsung BD-D6900 überzeugt uns auf Anhieb. Die reichhaltige Ausstattung ist gleichzeitig sinnvoll, der Kaufpreis moderat und die Bildgüte gefällt in nahezu jeder Betriebsart. Der BD-D6900 erzielt ein dynamisches und erstaunlich scharfes Bild sogar bei SD-Material, im BD-Betrieb punktet er mit stabiler 24p-Ausgabe, toller Detailtreue und sehr gutem Kontrast. Die 3D-Ausgabe gelingt tadellos, auch die Wandlung von 2D nach 3D macht der BD-D6900 erstaunlich gut. Das Laufwerk ist recht flott, könnte aber noch ein wenig leiser beim Einlesen sein.
Schicker Blu-ray-Player mit üppiger Ausstattung, flexiblen
Multimedia-Eigenschaften und ausgezeichnetem Bild

Blu-ray-Player Mittelklasse
Test 19. Oktober 2011
+ Sehr gutes Blu-ray-Bild
+ Gelungene 2D-3D-Wandlung
+ Eingebauter Tuner
+ PVR-ready
+ Üppig ausgestattete Multimedia-Sektion
- Laufwerk könnte etwas leiser sein
Text: Carsten Rampacher
Bilder: Thomas Hermsen
Datum: 19.10.2011
HOME
> HARDWARE-TESTS > ZURÜCK
<
|