PREVIEW: Pioneer BDP-LX54 - 3D Blu-ray Player mit erstklassiger
Bildqualität
12.01.2011 (phk)

Einleitung
Der Pioneer 3D Blu-ray Player BDP-LX54 schlägt mit 399 Euro (UVP)
zu Buche. Für den Preis bietet das neue Gerät qualitative Bildwiedergabe in 2D
und 3D, einen Anchor Bay Chip für exzellente Hochskalierung von DVD-Inhalten,
hochwertige Audiokomponenten und umfangreiche Netzwerkfunktionen. Abgesehen von
BD-Live ist aber bisher noch kein Zugriff auf Youtube oder DLNA-Features
möglich, auch mit der iPhone-App iControlAV lässt sich der Player bisher noch
nicht bedienen. Ein umfassendes Firmware-Update soll diese Funktionen aber in
naher Zukunft zugänglich und funktionsfähig machen. Musik, Fotos und Videos
sollen, wenn es soweit ist, vom PC bzw. Medienserver wiedergegeben werden
können. Neben Dekodern für die aktuellen HD-Tonformate ist im
LX54 Pioneers proprietäres PQLS - Precision Quartz Lock System für jitterfreie
Übertragung an den AVR integriert. Erste Eindrücke des Pioneer Gerätes lesen
Sie im Preview.
Verarbeitung

Front-LED

Power-Button

Play-Taste am Gerät

Auswurf-Taste und USB-Slot

Weitere frontale Bedienelemente

Display

Gesamtansicht Seite

Materialübergänge

Standfuß

Ansicht Rückseite

Innenansicht gesamt

Stromversorgung, aktiver Lüfter

Übersichtliches Platinenlayout

Fernbedienung
Die Kunststoff-Front des BDP-LX54 ist fest an der Vorderseite
angebracht und schließt sich nahtlos an den metallenen Gehäusemantel an. Die
vordere Blende ist bezüglich des Designs zweigeteilt, während die obere
Hälfte mit Lade und Display in Hochglanz gehalten ist, ist der untere Teil matt
gehalten und erinnert an geschliffenes Aluminium. Die großen Power- und
Play-Buttons im Chrom-Look besitzen einen ausgezeichneten Druckpunkt, die
übrigen flachen Bedienelemente sind wie der Player in Schwarz gehalten und
verfügen über einen ähnlich guten Druckpunkt. Die Lade schließt plan mit der
Blende ab, auch der unten liegende USB-Slot ist sauber eingepasst. Das
Punktmatrix-Display auf der rechten Seite löst fein auf und ist auch aus
einiger Entfernung noch sehr gut ablesbar. Großzügig bemessene Füße sorgen
für ausgezeichneten Halt. Die Fernbedienung ist in gewohntem Pioneer-Stil
gehalten und verfügt über ein mittiges Navigationskreuz und alle essentiellen
Befehlstasten, zudem sind auch rudimentäre Bedienelemente für die TV- und
Receiver-Bedienung mit der BD-Player-Remote vorhanden. Beleuchtet ist die FB
nicht, die Wiedergabe-Tasten sind fluoriszierend.
Anschlüsse

Rückseite in der Gesamtansicht

HDMI, Optischer Digitalausgang, Ethernet- und USB-Slot

Component, FBAS, Stereo Analog-Ausgang und RS232
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1 x HDMI
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1 x Ethernet
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1 x Component out
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1 x Optical out
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2ch Analogue Audio out
-
1 x FBAS
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2 x USB (Front & Rear)
-
1 x RS232C Control
Der LX54 bietet ein gutes Anschluss-Angebot. Für essentielle
Bild- und Tonsignale ist, abgesehen von einem digitalen Koaxialausgang, jeweils
ein Anschluss vorhanden. Wer den Player drahtlos ins Netzwerk einbinden möchte
benötigt ein separat erhältliches Dongle, dass am USB-Slot auf der Rückseite
angeschlossen wird. Für Daten von einem USB-Medium steht dann ein weiterer
Anschluss auf der Vorderseite zur Verfügung.
Menüs

Home-Menü

Übersicht Unterpunkt Einstellungen

HDMI-Ausgangseinstellungen 480p bis "Auto" (Maximale
TV-Auflösung)

Automatische Abschaltung und Front-Beleuchtung unter
Intelligente Einstellungen

Wiedergabe-Optionen

Ethernet-Einstellungen

Firmware-Aktualisierung über USB oder Internet
Bei der Menü-Darstellung und Organisation bleibt sich Pioneer
seiner Linie - zu unserem Gefallen - treu. Die verschiedenen Unterpunkte sind
logisch gegliedert, so geht der Zugriff auf essentielle
Einstellungsmöglichkeiten einfach von der Hand. Firmware-Updates können direkt
über das Internet bezogen werden, nach dem zukünfig erscheinenden Update für
die Netzwerkfunktionen kann direkt im Home-Menü auf die vom Server zur
Verfügung gestellten Daten der Zugriff erfolgen. Leider findet sich im
Menü keine Möglichkeit einer Direktquellen-Ausgabe, ebenso ist weder im Menü
noch während der Disc-Wiedergabe die Option gegeben in das Videosignal
einzugreifen, ein sonst Pioneer-typischer Video-EQ fehlt im BDP-LX54. Selbst
für Laien sind die Einstellungsmöglichkeiten aber leicht zu durchschauen und - ein
oft unterschätzter Faktor - sehr gut übersetzt.
Laufwerk, Ladezeiten und Betriebsgeräusche

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Booten: 25 Sekunden
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BD Casino Royale: 27 Sekunden zum Sony-Logo
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BD Fluch der Karibik 1: 29 Sekunden bis zur Sprachwahl
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BD Stirb Langsam 4.0: 37 Sekunden zum Fox-Logo
-
DVD Star Wars Episode III: 13 Sekunden zum Warning
-
DVD Sahara: 15 Sekunden
DVD Layerwechsel, Top Gun, Kapitel 18 auf 19: Sehr gut, ein
geschliffener Layerwechsel. Das Bild bleibt für den Bruchteil einer Sekunde
noch stehen, während des alltäglichen Filmbetriebes fällt das aber nicht auf.
Der BDP-LX54 ist nicht der schnellste, bietet aber mit
durchschnittlichen Einlesezeiten auch nicht die schwächste Performance unter
aktuellen Geräten. Erfreulicherweise sind mittlerweile auch die
Layerwechsel-Probleme soweit behoben, das der alltägliche Filmgenuss nicht
negativ beeinflußt wird.
Testequipment
Bild
Blu-ray 2D Casino Royale, Kapitel 2, 1080p24 Der
Schwenk über die Kampfarena in Madagaskar, in der sich Frettchen und Schlange
eine erbitterte Schlacht auf Leben und Tod liefern, gelingt dem LX54 absolut
ruckel- und zitterfrei. Keine Linie lässt sich die 24p-Bildübertragung negativ
anmerken, das Bild läuft geschliffen rund ab. Die verschiedenen Tiefenebenen
der ersten Szene werden ebenso makellos umgesetzt, wie aus einem Helikopter
beobachten wir die Zuschauerränge und das Geschehen in der improvisierten
Arena. Plastizität verschiedener Bildobjekte lässt sich durch feine
Kontrastabstufungen ebenso ausgezeichnet bewerten. Durchhängende Laken, Latten
oder Autoreifen auf den Wellblechhütten wirken sehr plastisch. Kleinere
Objekte, wie die Kiste oder die Wäscheschüssel im rechten, partiell
abgebrannten Haus, bleiben scharf und können aus der Entfernung leicht
identifiziert werden. Die Bildstabilität bleibt auch bei vielen bewegten
Objekten sehr hoch, anfeuernde Hände der Massen bleiben ihren Konturen erhalten
und trotz der schnellen Bewegung scharf strukturiert. In den Nahaufnahmen von
Bonds Gehilfen und 007 selbst zeigt sich hervorragende Feinzeichnung,
Detaillierung und Detailschärfe, jede Gesichtskontur und Hautunreinheit
arbeitet der LX54 heraus. Gleichzeitig glänzt der Pioneer BDP mit überragenden
Leistungen bezüglich der Kontrastdynamik und Schwarz/-Graudifferenzierung, die
verschiedenen Schichten des verkohlten Holzbalkens sind klar ersichtlich.
Struktur und Plastizität sind enorm ausgeprägt. Bei der Jagd durch den
Dschungel sehen wir ein markantes, aber nicht zu intensives Dschungelgrün, auch
die in Richtung Rostrot gehende Rohbaustelle wirkt sehr farbtreu. Blu-ray
3D
Grand Canyon Adventure, Kapitel 1,2,5 & Avatar Die 3D-Inhalte
werden vom BDP-LX54 sauber und bildstabil auf unsere Wiedergabegeräte getragen.
Die Kinderkrankheiten der aktuellen 3D-Peripherie kann natürlich auch der
Pioneer Player nicht ausmerzen. Leichte Helligkeitsverluste und das immer wieder
angesprochene Ghosting muss weiter in Kauf genommen werden. Insgesamt ist das
Bildverhalten aber ausgesprochen ruhig, auch die Farbdarstellung bleibt im
3D-Betrieb authentisch.
DVD
Star Wars Episode III - Die Rache der Sith, Kapitel 1, 576i
-> 1080p Vor einer hohen Anzahl an Sternen und sehr gutem
Schwarzwert läuft die gelbe Laufschrift in die hinteren Bildebenen ab. Die
Schrift erscheint ruhig und ohne Ausbildung von Treppenstufen am Bildschirm, nur
stellenweise ist leichtes Zittern an den Buchstabenrändern zu erkennen.
Wellenbewegungen, auch in den hinteren Ebenen sind nicht zu erkennen, auch ein
Ausbleichen der Farbe bleibt aus. Die diagonale Linie des Zerstörers zittert
ein wenig in den ersten Sekunden des Kameraschwenks, bleibt dann aber konsequent
ruhig. Der Pioneer Player bietet eine großzügige Kontrastdynamik und beim
Abknicken der kleinen Räumjäger von Obi-Wan und Anakin eine enorm ausgeprägte
Bildtiefe und Plastizität. Die Objektkanten vieler kleiner Objekte während des
Kampfgeschehens bleiben ruhig und wirken ebenfalls frei von Treppenstufen. Bild-
und Bewegungsschärfe liegt auf hohem Niveau, ob bei Großaufnahmen in äußeren
Ebenen oder die Nahaufnahme der Protagonisten in ihren Cockpits, alles wirkt
scharf gezeichnet unter Herausarbeitung vieler Details. Insgesamt eine sehr
saubere und bildstabile Performance bei guter Farbtreue des integrierten Anchor
Bay Chips. AVEC Professional Test DVD, Videomaterial 576i
-> 1080p
-
Laufschriften vor verschieden farbigem Hintergrund: Ohne
Artefakteausprägung laufen die Schriften auf allen Farbuntergründen sauber
ab, etwas Kantenzittern ist zu erkennen. Nachzieheffekte sind keine zu
sehen. Die Farbtrennung gelingt selbst auf dem sonst etwas schwierigen Rot
ausgesprochen gut.
-
Schwingendes Pendel: Beim Pendel ist allerdings etwas
Schmieren ab etwa der Mitte ersichtlich. Die roten und blauen Balken im
Inneren des Pendels verlaufen nicht ineinander über, bleiben aber nicht
absolut differenzierbar.
-
Stadtbild Esslingen: Die Kamerafahrten über Esslingen
wirken stabil. Wenig Bildrauschen und eine gute Bildschärfe ist zu
erkennen. Selbst Zeilenrauschen auf den Hausdächern hält sich sehr in
Grenzen.
Erster Eindruck

Besonders durch die erstklassige Bildqualität im Blu-ray
Betrieb ruft der BDP-LX54 Begeisterung hervor. Eine ausgezeichnete Performance
bei der Upconversion von DVD-Signalen liefert der ABT 2015 Processing Chip und
trägt ebenso positiv zur ersten Einschätzung bei. Den fehlenden Video-EQ
missen wir schon ein wenig, gerade da wir von Pioneer meist mit umfangreichem
und effizientem Post-Processing verwöhnt wurden. In puncto Design leisten sich
die Japaner aber keinen Faux-pas, zwar ist die Front des LX54 nicht mehr
komplett in Klavierlack gehalten, das Gerät gliedert sich aber dennoch sehr gut
in die übrigen Pioneer-Produktlinien ein. Zur Bewertung der Netzwerkfunktionen
müssen wir leider das kommende Firmware-Update abwarten, auf
Multimedia-Features und klangliche Eigenschaften werden wir im endgültigen Test
genauer eingehen.
Technische Daten: www.pioneer.de
Preview: Philipp Kind
Datum: 12. Januar 2011
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