TEST: Philips Blu-ray-Player BDP2800 - schickes und problemloses Einstiegsmodell
09. August 2011 (cr/sw)
Einführung
Philips offeriert als Einstieg in die Blu-ray-Player-Welt den formschönen
BDP2800 für knapp 130 EUR. Der preiswerte Player kann selbstverständlich
1080p/24 Hz ausgeben und ist mit einer Netzwerkschnittstelle für die
kabelgebundene Integration ins heimische Netzwerk ausgestattet. Auch ein
USB-Anschluss ist auf der Vorderseite vorhanden, XviD und DivX Ulta können
videoseitig wiedergegeben werden, audioseitig MP3, hinzu kommt jpeg als
Fotodateiformat. Mittels Netzwerk mit Internetverbindung beziehungsweise über
USB ist es möglich, die Firmware upzudaten. Mit Abmessungen von 435 mm
(Breite), 44 mm (Höhe) und 200 mm (Tiefe) ist der BDP2800 einfach
unterzubringen.
Stromverbrauch
Der Standbyverbrauch wird von Philips mit 0,25 Watt angebeben, in unseren
Testreihen konnten 0,28 Watt realisiert werden. Für den Stromverbrauch im
Betrieb nennt Philips 18 Watt, wir kommen auf Durchschnittswerte um die 10 bis
12 Watt.
Video - Überblick
Verarbeitung
Schickes, flaches Design, das nicht billig wirkt
Sauber eingepasste und rasch reagierende Bedienelemente
Ergonomische Form der Fernbedienung
Gut verarbeitete, übersichtliche Fernbedienung
"OPEN" ist eine der wenigen Buchstabenkombinationen,
die das Display korrekt darstellen kann
Sehr gutes Finish im Detail
Im Inneren herrscht gähnende Leere
Laufwerk
Netzteilsektion
Im Detail
Sauberes Platinenlayout mit akkurater Verkabelung
Der Philips BDP2800 sieht schick aus und hat mit den präzisen
Passungen bei der Gehäuseverarbeitung handfeste Vorteile in die Waagschale zu
werfen. Nicht überzeugen kann das grob auflösende und farblich wenig
gefällige Gerätedisplay. Hier sollte Philips nachbessern. Keine Kritik gibt es
bei der Bewertung des Geräteinneren, alles ist ordentlich verkabelt. Die
mitgelieferte Fernbedienung ist kompakt, übersichtlich und gut
verarbeitet.
Anschlüsse
Übersichtliches Anschlussangebot
Einsparmaßnahme: Nur ein koaxialer Digitalausgang ist
vorhanden
HDMI- und Ethernet-Anschluss
HDMI-Ausgang
FBAS
Stereo Cinch Audio
Digitaler koaxialer Audio-Ausgang
USB-Eingang auf der Front
Ethernet-Anschluss
Der BDP2800 bietet nur das Allernötigste hinsichtlich der
Anschlussbestückung. Der Anwender muss auf einen Komponentenausgang und auf
einen optischen Digitalausgang verzichten. HDMI-Schnittstelle, USB-Terminal und
Netzwerkanschluss sind vorhanden.
Flexibel: Im Gegensatz zu vielen Konkurrenten gibt der Philips
auch 576i über HDMI aus. Das ist dann praktisch, wenn das Bildwiedergabegerät
exzellent auf 1080p skaliert
HDMI Deep Color für erweiterten Farbraum
Fünf vorgefertigte Bildprogramme
Audioeinrichtung
HDMI-Audioeinstellmöglichkeiten
Digital Audio-Einstellmöglichkeiten
Netzwerkeinstellungen für BD Live
Kabelgebundene Etherneteinbindung
Automatische Netzwerkeinrichtung mit DHCP
Netzwerkeinstellungen im Überblick
Easy Link-Setup
Voreinstellungen
Menüpunkt "Erweitert"
Möglichkeit zur Software-Aktualisierung mittels Netzwerk oder
USB
Überblick über die installierte Firmwareversion
Funktionsmenü für Untertitelsprache, Titel, Kapitel, Winkel,
Menüs und PIP-Auswahl
Direktzugriff auf die Bildprogramme
Der BDP2800 ist für ein Einsteigergerät tadellos ausgestattet.
Sehr zu loben ist, dass der Philips auch 576i-Signale über HDMI ausgeben kann.
Des Weiteren sind verschiedene vorprogrammierte Bildfelder abrufbar. Im
einzelnen kann der Anwender auf Standard, Lebhaft, Kühl, Action oder Animation
zurückgreifen. Die Menüs sind sehr gut ablesbar und bezüglich ihrer Grafik
von den aktuellen Philips TVs und Komplettanlagen bestens bekannt. Innerhalb
kurzer Zeit ist der BDP2800 eingerichtet. Die beiliegende Fernbedienung ist sehr
kompakt und liegt gut in der Hand. Zu bemängeln ist der teils sehr geringe
Kontrast Gehäusefarbe - Farbe der Tasten. Die Navigationseinheit wurde sehr
griffgünstig untergebracht. Es ist problemlos möglich, den PBD2800 mit einer
Hand zu steuern. Ärgernis ist das bereits erwähnte mangelhafte Gerätedisplay
mit grober und teils kryptischer Darstellung. Hier sollte unbedingt
nachgebessert werden.
Laufwerk und Einlesezeiten
Recht flotte Einlesezeiten bei BDs
Booten: 18 Sekunden bis zur Anzeige des Grundmenüs -
durchschnittlich.
Layerwechsel, DVD, Top Gun Kapitel 18 auf Kapitel 19:
Perfekt - weder Bild- noch Tonstörung.
Ladezeiten:
BD, Fluch der Karibik: 15,9 Sekunden - ein sehr guter
Wert.
BD, Casino Royale: 15,3 Sekunden - ebenfalls überzeugend.
BD, Indiana Jones IV: 16,6 Sekunden
DVD, Star Wars Episode III: 15,5 Sekunden - nur
Durchschnitt.
DVD, Sahara: 11 Sekunden
Dem BDP2800 genügt ein interner passiver Kühlkörper, dank
des fehlenden aktiven Lüfters sind keine Laufgeräusche oder störendes Surren
zu hören. Das Laufwerk selbst verursacht allerdings gerade während des
Einlesevorgangs deutlich wahrnehmbare Geräusche. Im Spielbetrieb kann man an
der dann stark gemäßigten Geräuschkulisse nicht mehr viel aussetzen. Die
Bootzeit ist gut, die Einlesezeiten bei Blu-rays sind ausgesprochen flott. Im
DVD-Betrieb wird Durchschnittliches geboten. Der Layerwechsel läuft nahezu
perfekt ab.
Multimedia
Wiedergabe vom USB-Medium
Der Philips gibt Foto-, Musik- und Videodateien von einem USB-Medium
wieder. Ist der
USB-Stick korrekt erkannt, erscheint unter den jeweiligen Punkten im Menü die
Auswahl "USB durchsuchen". Es wird jeweils die gesamte Ordnerstruktur des
USB-Mediums angezeigt. Videoseitig hat der BDP2800 keine Probleme mit WMV, DivX,
MKV und mit MP4. Im Foto-Bereich werden JPEG- sowie PNG-Bilddateien
dargestellt. Mithilfe der Taste rechts unter dem Navigationskreuz (Optionstaste)
kann das Bild nach links oder rechts um 90 Grad gedreht, außerdem verschiedene Geschwindigkeiten und Übergangseffekte
für die Diashow eingestellt werden. Sogar auf die Bildfelder kann man während
der Standbildwiedergabe zurückgreifen. Natürlich kann die Diashow auch mit Musik
vom USB-Stick hinterlegt werden - wichtig ist es hier, zuerst die
Musikwiedergabe zu starten. Unter "Musik" gibt der Philips nur MP3-Dateien wieder,
kein AAC oder FLAC. Die Netzwerkschnittstelle ist nur für die Nutzung von BD
Live (Achtung: Für die Nutzung ist ein externes Speichermedium notwendig) und
für Firmwareupdates ausgelegt. Man kann nicht auf vordefinierte Internetportale
wie bei teureren Philips BDPs zurückgreifen, nicht ins freie Internet und auch
nicht Dateien von Servern streamen, die sich im gleichen Netzwerk
befinden.
Blu-ray, Fluch der Karibik, ab Filmbeginn, 1080p24
Als das Galionsschiff aus dem dichten Nebel auftaucht, läuft die langsame
Fahrt ruhig und flüssig ab. Die Galionsfigur wird tadellos detailliert und
zeigt auch kleine Kontrastdifferenzen. Die witterungs- und stimmungsbedingt
kühl-triste Farbgebung dieser Sequenz bringt der Philips sehr gut zur Geltung.
Die kleine Elisabeth ist schon von weitem gut sichtbar, auch, dass ihr Kleid aus
einem edlen, teuren Stoff besteht. Die Gebrauchsspuren an den Segeln bringt der
BDP2800 gekonnt zur Geltung - für einen Einstiegsplayer gibt es hier keinen
Grund zur Kritik. Die Holzmaserung der Reling, an der Elisabeth steht, wirkt
authentisch. Die Taue sind ebenfalls präzise erkennbar. Im 2. Kapitel, als Jack
Sparrow Kurs auf Port Royal nimmt, gibt der BDP2800 das Glitzern der Sonne auf
dem Meer sehr gut wieder, das Bild überzeugt durch die hohe visuelle Dynamik.
Als kurze Zeit später der Piratenkapitän im Fokus des Bildes erscheint,
modelliert der Philips das Bild auch in den dunklen Bereichen gut durch. Nur an
der linken Schulter, auf die das rastadurchwirkte Haar fällt, könnte noch
etwas mehr Detailfreude vorherrschen. Hier spielen teurere BD-Player ihre
Vorzüge sichtbar aus. Sehr gut gefällt die Herausarbeitung des Gürtels und
die prima Detaillierung des Bartwuchses. Als Jacks Gesicht herangezoomt wird,
stellt der BDP2800 die Hautoberfläche detailreich dar und vergisst es auch
nicht, den Glanz in den Augen des bizarren Freibeuters herauszuarbeiten. Die
heftigen Gebrauchsspuren an Jacks schrottreifem Boot zeigt der BDP2800 in aller
Deutlichkeit. Als das Boot seitlich zu sehen ist und Sparrow gerade bemüht ist,
durch Herausschaufeln von Wasser den sofortigen Untergang zu vermeiden, bringt
der Philips viel Plastizität ins Spiel, auch die Wellenbewegung des Wassers
kommt ansprechend zum Ausdruck. Erstaunlich gut ist die Performance des Philips,
als Jack die zur Warnung aufgehangenen Piratenskelette passiert - die
Felsformation hinter den Skeletten ist sauber durchmodelliert, und auch in den
dunklen Bildbereichen wird kaum eine Einzelheit ausgelassen. Gerade hier waren
nicht wenige, selbst teurere BDPs partiell gescheitert und haben keinen guten
Detailkontrast offerieren können. Bei der Hafeneinfahrt nach Port Royal
arbeitet der BDP2800 das rechts sichtbare große Segelschiff, auf dem reges
Treiben herrscht, prima heraus. Die seitliche Holzbeplankung ist mit allen
Abnutzungserscheinungen zu sehen, und auch das Hinterland wirkt vielschichtig.
Nicht ganz überzeugt lediglich die Bewegungsschärfe - als die Gesichter der
erstaunten Arbeiter auf dem Segelschiff während der Fahrtbewegung des beinahe
schon komplett gesunkenen Bootes von Jack sichtbar werden, wirken sie etwas
unscharf. Kurze Zeit später geht der Pirat gelassen an Land - erfahrene
Anwender erkennen direkt, dass der BDP2800 das Holz der Landungsbrücke gut
detailliert und auch die Seiten im Buch des Hafenmeisters scharf und plastisch
aussehen. Insgesamt zeigt der Philips hier eine Leistungsfähigkeit, die für
den Einsteiger und den preissensiblen Aufsteiger problemlos ausreicht. Man muss
auch bedenken - Käufer des BDP2800 werden kaum im Besitz eines
Hightech-Flatscreens in 46 Zoll oder größer sein. Meist werden Einsteiger- bis
Mittelklasse-LCDs in Größen zwischen 32 und 42 Zoll zum Einsatz kommen. Wir
empfehlen in den meisten Fällen, alle Bildverbesserer beim TV auszuschalten, da
sich diese meist nur negativ auf das Blu-ray-Bild auswirken, so gut sie auch
z.B. beim Tuner- oder Multimediagebrauch des Flatscreens sein können. Der
Philips kann ruhig im Bildmodus "Standard" verbleiben, denn die
ausgewogene und regelkonforme Farbwiedergabe ist in dieser Betriebsart sehr zu
loben. Die Gammakurve scheint gut, aber nicht perfekt zu sein, es kommt ab und
zu zu kleinen Durchzeichnungsschwächen. Ein perfektes Gamma liefert allerdings
kaum ein Player und gerade von einem so günstigen Gerät kann man hier kein
Optimum erwarten. Die 24p Stabilität ist mit "gut" zu bewerten, ab
und zu tritt leichtes Bildzittern auf, was eine bessere Bewertung vereitelt.
Allerdings hält auch dieses sich in Grenzen, und eine Hürde meistert der
Philips sehr lobenswert: Der Soldat, der während des Zeremoniells auf dem
Wachturm der Festungsanlage steht, wird ohne Zittern und mit solidem Bildstand
übertragen. Die Festungsmauern werden ebenso wie die prächtigen Kleider und
Uniformen vom Philips scharf und detailreich auf den Screen gebracht. Sogar der
Moosbewuchs zwischen machen Steinen kommt heraus. Sehr gut gelingt dem
Philips die Umsetzung einer kurzen Sequenz - als sich Jack mit den beiden
diensthabenden Soldaten am Kai unterhält und das dahinter liegende prachtvolle
Segelschiff plötzlich in den zentralen Bildfokus rückt, wirkt die
Bildwiedergabe ungemein plastisch. Als sich der Piratenkapitän unverdrossen auf
den schwimmenden Stolz der britischen Marine begibt und zum Steuerrad greift,
wird dessen Holzmaserung und die Farbunterschiede im Holz vom BDP2800 gut
betont. Als Elisabeth, unglücklich wegen der Liebesbekundung des fiesen
Norrington, in schwindelerregende Höhe auf der Festungsmauer begibt, ist bei
der gemischt horizontalen und vertikalen Kamerafahrt leichtes Zittern zu sehen.
Insgesamt bietet der BDP2800 eine prima Leistungsfähigkeit im Blu-ray-Betrieb,
durch die neutrale Farbwiedergabe und die gefällige Bildschärfe ist eine
tadellose Zusammenarbeit mit vielen LCD-TVs der Einsteiger- und Mittelklasse
möglich.
DVD
Star Wars Episode III:
Die Laufschrift zu Beginn der dritten Star Wars-Episode kann im Detail nicht
ganz überzeugen. Problemfall sind die Störmuster innerhalb der gelben Lettern.
Das Gelb ist sehr ansprechend und farblich genau getroffen. Leider aber ist
Zittern bei der nach hinten laufenden Schrift nicht zu übersehen. Auch bewegt
sich die Schrift in leichten Wellen nach hinten durch - das geht auch in der
Einstiegsklasse besser. Prima schlägt sich der BDP2800, als kurz darauf der
republikanische Sternzerstörer durchs Bild fliegt - der De-Interlacer rastet
schnell ein und verhilft zu einem soliden Bildstand. Das große Raumschiff
gefällt durch scharfe Konturen, das Upscaling findet mit nur geringem
Scalingrauschen statt. Der in der Dunkelheit liegende Flügel wird detailreich
dargestellt, die Plastizität ist prima, verschiedene visuelle Ebenen werden gut
auseinander differenziert. Der Triebwerksstrahl in kühlem Blau wird nahezu ohne
Artefakte dargestellt. Als sich von hinten die beiden Raumjäger von Anakin und
Obi-Wan nähern, ist eine kurze Instabilität des Bildes zu sehen, welche sich
in einem Treppenstufenmuster und kurzem Bildzittern am Heck eines der beiden
Raumjäger zeigt. Als die beiden Raumjäger nach unten in die Schlacht
abknicken, ist eine vielschichtige plastische Durchzeichnung zu loben, auch die
Gesamtbildschärfe ist gut. Nicht ganz gefallen uns leichte Störstreifen, die
auf der Kommandobrücke des nach links aus dem Bild gleitenden Sternzerstörers
sichtbar sind. Bei der Wiedergabe der folgenden Raumschlacht ist zu beobachten,
dass es bei schnellen Bewegungen und Kameraschwenks zu leichten
Bildschärfeverlusten kommt. Auch werden diagonale Linien nicht immer perfekt
wiedergeben, ab und zu sind Treppenstufen sichtbar. Sehr gut gefällt uns die
neutrale Farbgebung, diese wird auch dann offensichtlich, wenn die Gesichter von
Obi-Wan und Anakin in Großaufnahme gezeigt werden: Die Hauttöne werden vom
BDP2800 tadellos getroffen. Auch die zahlreichen Explosionen in der Raumschlacht
erscheinen dynamisch und farbecht.
AVEC -Testbilder:
Laufschriften vor verschieden farbigem Hintergrund in verschiedenen
Geschwindigkeiten: Für einen Einstiegsplayer liefert der BDP2800 eine gute
Leistung ab. Die Farben werden authentisch und satt wiedergegeben, die
Schriften sind auch in der höchsten Geschwindigkeit klar erkennbar und
weisen nur geringe Artefakte sowie Nachzieher auf. Leider zittert das
Gesamtbild minimal.
Schwingendes Pendel: Auch hier liefert der BDP2800 eine respektable
Leistung ab. Das Pendel schwingt ruhig und sicher, es kommt nur in geringem
Umfang zu Nachzieheffekten und Doppelkonturen. Das Pendelinnere ist gut zu
erkennen. Die schwarze Linie zittert lediglich geringfügig, wenn das Pendel
darüber gleitet.
Siemenssterne (einer zentriert, vier in den Ecken des Bildschirms): Die
einzelnen Segmente des großen Sterns und auch der vier kleinen Sterne sind
deutlich auszumachen. Der Lauf ist ruhig, die Farbtrennung prima. Leichte
Störmuster vereiteln ein noch besseres Ergebnis.
Bewegtbild Esslingen: Die Bildschärfe ist gut, die Dachziegel sind
problemlos zu unterscheiden. Nur beim Panoramablick von der Stadtmauer aus
möchte sich keine restlos begeisternde Bildschärfe einstellen. Die Farben
sind gut getroffen, leichtes Bildzittern stört die visuelle
Gesamtharmonie.
Klang
Der Philips BDP2800 kann sich bei der Tonausgabe über HDMI erstaunlich gut
in Szene setzen. Besonders überzeugt das homogene, in sich geschlossene
Klangbild, das in Verbindung mit einem guten AVR und einem passenden
Lautsprechersystem viel Räumlichkeit freizusetzen vermag. Der Bass wirkt rund
und klar, die Struktur ist prima. Stimmen kommen mit tadellos nachvollziehbarer
Struktur zur Geltung. Der Hochtonbereich klingt sehr angenehm, an der Brillanz
könnte man noch feilen.
Konkurrenzvergleich
Toshiba BDX1200KE: Der Toshiba
punktet mit besserer Upconversion von 576i Filmmaterial auf 1080p. Das
Laufwerk ist ähnlich schnell wie beim Philips. Der BDP2800 gefällt dafür
mit noch etwas besserer Kontrastdynamik im Detail.
Panasonic DMP-BDT111: Wer gleich
in höhere Klassen einsteigen möchte, ohne Unsummen zu investieren, fährt
mit dem 3D-fähigen Gerät von Panasonic goldrichtig. Das hervorragende
BD-Bild in 2D und 3D, die Fähigkeit, 2D Signale in 3D Signale zu wandeln
und die ausgezeichnete Upconversion von 576i Signalen sind die großen
Pluspunkte.
Sony Blu-ray-Player BDP-S280: Der
preislich sehr ähnliche Sony bietet das Plus, dass man auf die Plattformen
Qriocity und Bravia Internet Video zurückgreifen kann. Auch ist eine
optionale WLAN-Nachrüstung mittels Dongle möglich. Federn lassen muss der
Sony mit dem langsameren Laufwerk und dem nicht überzeugenden Layerwechsel.
Fazit
Der Philips BDP2800 gefällt durch den günstigen Kaufpreis und
durch die schicke Optik. Das Laufwerk agiert problemlos und zudem schnell - auch
der Layerwechsl lief bei unserem Testkandidaten perfekt ab. Das Laufgeräusch
während des Einlesens könnte noch etwas zurückhaltender ausfallen. Weniger
Zurückhaltung sollte Philips dafür bei der Anschlussbestückung an den Tag
legen, hier wird nur das Nötigste geboten. Die Verarbeitung ist gut und bietet
unter Berücksichtigung der Preisklasse kaum Anlass zur Kritik. Mehr Gründe,
auch Kritisches vorzubringen, finden wir bei der Untersuchung der multimedialen
Eigenschaften. Zumindest eine "Light-Version" von Net TV wäre
wünschenswert. Streamen kann der BDP2800 nicht - das ist in diesen günstigen
Preisregionen aber auch noch nicht selbstverständlich. Das Bild im
Blu-ray-Betrieb ist scharf, angenehm und lebendig - für Ein- und Aufsteiger,
die gern BDs schauen, ist der Philips daher eine sehr interessante Offerte. Die
Upconversion von Filmmaterial gelingt befriedigend, die Upconversion von
Videomaterial gut bis sehr gut. Die Bedienung ist sehr einfach, die
Fernbedienung liegt gut in der Hand. Deutliches Verbesserungspotential sehen wir
beim Gerätedisplay, während die Menüs hervorragend aussehen.
Der Philips BDP2800 überzeugt mit sehr gutem Blu-ray-Bild,
einfacher Bedienung und schicker Optik
Blu-ray-Player Einstiegsklasse
Test 09. August 2011
+ Schnelles und zuverlässiges Laufwerk
+ Sehr gutes Blu-ray-Bild
+ Gute bis sehr gute Upconversion von Videomaterial
+ Bildfelder mit an Bord
+ Klarer, gefälliger Klang über HDMI
+ Einfache Bedienung
- Kein Net TV
- Unbefriedigendes Gerätedisplay
- karge Anschlussbestückung