TEST: Panasonic TX-L37DT35 - 3D LED LCD-TV mit HD Multituner in 37 Zoll
24.08.2011 (phk/sw)
Einführung
Der Panasonic TX-L37DT35E präsentiert sicht in modernem PURELINE-Design,
möchte aber nicht nur optisch überzeugen. Im 37-Zoll Gerät steckt ein FullHD
IPS-Alpha 3D-Panel mit V-real 3D-Signalverarbeitung für exzellente 2D- und
3D-Darstellung und top Kontrastwerte, die Bewegungsoptimierung 400 Hz
Intelligent Frame Creation und ein HD Multituner. Multimedial bietet der DT35E
Anschlussmöglichkeiten für USB-Medien, SD-Karten und natürlich DLNA-Streaming,
auch Aufnahmen des digitalen TV-Signals mit einem externen USB-Speicher ist
möglich. Der TV wird kabelgebunden ins eigene Netzwerk integriert oder mit dem
optionalen WLAN-Adapter drahtlos eingebunden. Trotz der umfangreichen
Ausstattung arbeitet der DT35 energieeffizient und verspricht hohe
Langlebigkeit.
Stromverbrauch
Standby < 0,2 Watt, im Betrieb je nach Bildmodus 60 - 80 Watt
Verarbeitung
Video
Zentraler Power-Button
Geringe Bautiefe
Rückseite des massiven Standfußes
Bedienelemente seitlich
Rückseite
Anschluss-Sektion
Fernbedienung
Aktive Shutterbrille TY-EW3D10
Nicht nur optisch kann sich der TX-L37DT35E sehen lassen, auch die
Verarbeitungsgüte überzeugt. Der relativ schmale Rahmen wirkt im geschliffenen
Aluminium-Look sehr edel, gleichbleibende Spaltmaße und sauber integrierte
Bedienelemente unterstützen den positiven Eindruck. Unter dem Panasonic-Logo
findet sich ein zentraler Power-Schalter, der unter geringem Spiel einen guten
Druckpunkt bietet. Der TV ist mit dem massiven und ausreichend großen Standfuß
solide verschraubt, der TV steht leicht geneigt sehr stabil, schwenkbar ist er
allerdings nicht. Das Display ist entspiegelt und sorgt nur bei extremem
Lichteinfall für geringfügige Einbußen. Bedient wird der TV mit der
bewährten Panasonic-Fernbedienung, die mit gutem Layout und ausgezeichnetem
Tastendruckpunkt. Gesamtnote in Relation zur Preisklasse: Hervorragend.
Anschlüsse
Rückseitige Anschlüsse
HDMI-Slots im Detail
SD-Karte, USB- und Kopfhöreranschluss seitlich
Vierter HDMI-Anschluss und CI-Slot
Rückseite
HDMI 3x
Komponenten-Video
VGA
Scart-AV
FBAS
Stereo-cinch Ausgang & Eingang
Digitaler optischer Audio-Ausgang
LNB und Kabelanschluss
USB 2x
Ethernet
Seite
HDMI 1x
Common Interface
USB 1x
Kopfhörerausgang
SD-Karte
Der Panasonic DT35E passt sich mit vier HDMI-Anschlüssen dem
aktuellen, praxisgerechten Standard der Preisklasse an. Gut finden wir, dass
hier bei Anschlüssen wie bspw. dem Komponenten-Video oder Scart-AV nicht auf
Adapter zurückgegriffen werden muss, sondern direkt am TV angeschlossen wird.
Mit 3 USB-Eingängen sowie dem SD-Kartenslot ist man multimedial bestens
gerüstet und selbst bei Verwendung des optionalen WLAN-Moduls und einer
Skype-Kamera bleibt noch ein Slot für die PVR-Aufnahme frei. Der Common
Interface-Slot seitlich ist sowohl HD+ als auch CI+ fähig. Gesamtnote in
Relation zur Preisklasse: Ausgezeichnet.
Menüs und Konfiguration
Menüsprache wählen
Hauptmenü "Bild"
Ton-Einstellungen
Abschalt-Timer und Automatisches Standby
Setup
Verbindungseinstellungen
Anzeige-Einstellungen
Netzwerk-Setup
Funkverbindung nur mit dem optionalen WLAN-Adapter
System-Menü
Der Panasonic TX-L37DT35E verfügt wie unsere sonstigen diesjährig
getesteten Panasonic-Geräte das optisch überarbeitete Menü. Das ansprechende
OSD ist dank der praktischen Unterteilung in Bild-, Ton- sowie weiterführende
Setup-Einstellungen einfach zu durchschauen und selbst für unerfahrene Anwender
schnell zu erlernen. Unter Bild finden sich die obligatorischen
Einstellungsmöglichkeiten zu Kontrast, Helligkeit, Farbe, Schärfe und Farbton,
ebenso die Bildfelder Dynamik, Normal, Kino, True Cinema, Spiel & Foto. Die
dynamischen Bildoptimierer wie die Bewegungsverbesserung "Intelligent Frame
Creation" sind unter "Erweiterte Einstellungen" zu finden, hier
kann auch der Overscan aktiviert bzw. deaktiviert werden. Unter Bild gibt es
auch 3D-Einstellungen, die aber lediglich zur automatischen Erkennung bzw. einer
Signalmeldung dienen. Die Wandlung 2D in 3D wird mit der 3D-Taste direkt auf der
Fernbedienung aktiviert. Weitere nützliche Bedientasten der FB ist neben der
"Menü"-Taste die "Aspect"-Taste zur Veränderung des
Seitenverhältnisses, die VIERACast-Taste bzw. die Taste VIERATools über dem
Navigationskreuz und die Guide-Taste zum Öffnen des Elektronischen
Programmführers. Versierte Anwender, die auf tiefergehende
Einstellungsmöglichkeiten zurückgreifen möchten, aktivieren zunächst unter
Setup den "Erweitert (isfccc)"-Modus. Nun kann unter Bild und dann Modus die
Bildfelder "Professionell 1" bzw. "Professionell 2"
angewählt werden und unter "Erweiterte Einstellungen" kann nun ein
Weißabgleich und ein Farbabgleich vorgenommen werden, zudem der Gammawert
verändert werden. Die Ton-Einstellungen sind ebenfalls sehr umfassend mit
virtuellen Surround-Modi sowie Pegelabgleich. Unter "Setup" finden
sich sämtliche weitere Einstellungen wie beispielsweise die Netzwerk-Settings,
Kindersicherungs-Optionen und Eco-Modi. Gesamtnote in Relation zur Preisklasse:
Ausgezeichnet - Hervorragend.
Netzwerk und Multimedia
Serverübersicht
Ordnerstruktur
Musikwiedergabeliste
Wiedergabe eines Tracks
Videoübersicht
Vieracast Teil 1
Vieracast Teil 2
Teil 3
Viera Market - empfohlene Anwendungen
Viera Market - SHOUTcast Radio
Viera Market - soziale Netzwerke
Viera Tools
Der Panasonic TX-L37DT35E ist neben DLNA-Streaming, Wiedergabe von USB,
PVR-Recording mit der Internetplattform VieraConnect in überarbeitetem Design
ausgestattet. Viera Connect bietet eine wachsende Anzahl von internetbasierten
Diensten und Applikationen. Aufgerufen wird die Plattform direkt mit der Taste
Vieracast auf der Fernbedienung oder in der Viera Tools-Übersicht. Zu den
vorinstallierten Diensten, die in einer Übersicht in 3 Ebenen am Display
angeordnet sind können über den Viera Connect Market weitere hinzugefügt
werden.
Ebenfalls aufrufbar unter Viera Tools ist unter Media Server die DLNA
Streaming-Funktion. Zunächst wird der gewünschte Server aus einer Übersicht
gewählt und die obligatorische Kategorisierung in Fotos/Videos und Musik
erscheint. Die Formatauswahl ist identisch zu bereits getesteten Panasonic
TV-Geräten und umfasst im Musikbereich lediglich MP3-Dateien, unter Fotos
JPEG-Bilddateien sowie WMV, MP4, MKV, Quicktime sowie MPEG1 und MPEG2-Dateien in
der Videosektion.
TV-Inhalte können mit einem USB-Medium aufgenommen werden
Wahl des Mediums
Wahl der Datei
Media Player - Diashow-Einstellungen
Effekte beim Übergang
Als Hintergrundmusik kann man auch Dateien wählen, die
ebenfalls auf dem USB-Stick enthalten sind
Wie schon angesprochen gibt der Panasonic auch von USB-Medien und SD-Karten
Mediendateien wieder, die Formatvielfalt entspricht den kompatiblen Formaten im
DLNA-Streaming. Gesamtnote in Relation zur Preisklasse: Ausgezeichnet -
hervorragend.
Bild
Casino Royale, Kapitel 2, 1080p24, 24p Smooth Film aus/an
Auch bei ihren LCD-TVs schafft Panasonic eine ausgesprochen hohe
24p-Stabilität, die während des Kameraschwenks über die Kampfarena auf
Madagaskar eine ruckelfreie Darstellung und keine zitternden Kanten oder Linien
sicherstellt. Auch die Plastizität macht in den ersten Sekunden des zweiten
Kapitels einen sehr positiven Eindruck, die verschieden tiefen Ebenen der
Zuschauer und die hintergründigen Elemente werden exakt herausgearbeitet, das
Bild macht dadurch einen sehr lebendigen Eindruck. Die Kanten- und
Detailschärfe ist auf sehr gehobenem Niveau, Strukturen auch in dunklen Ebenen
sind fein durchzeichnet. Schuppen der Schlange und das Fell seines Gegenübers
kommen selbst in der Bewegung noch klar heraus und wirken sehr detailtreu. Die
Schwarz-/Graudifferenzierung bietet schon sehr gute Leistungen und befriedigt
hohe Ansprüche. In der Szene mit dem verkohlten Holzbalken wird dies deutlich,
sowohl die Strukturen am Balken als auch die Dachlatten im Hintergrund werden
sauber herausgearbeitet. Sehr positiv empfinden wir die Farbgebung. Der DT35E
verfügt zwar nicht über den THX-Modus unserer getesteten Plasma-Serien, der
"True Cinema"-Modus kommt aber schon sehr nahe an die sehr guten
Ergebnisse dieses Modus heran, der Kino-Modus hingegen wirkt etwas kühl.
Während der Verfolgungsjagd zeigt der Panasonic eine solide Bewegungsschärfe
und keine Fehltritte bezüglich der Bildstabilität, alles wirkt glatt und
sauber, nichts ruckelt. Bei Aktivschaltung der "24p
Smooth-Film"-Funktion zeigt der Panasonic ein sehr geschmeidiges und
beinahe aalglattes Bild. Die Bewegungswiedergabe wird verbessert und wirkt sehr
angenehm, selbst bei vielen flinken Bewegungen gibt es kaum Probleme. Mit
leichten Unschärfen ist zu rechnen, zudem erhält das Filmgeschehen durch die
Optimierung einen etwas abgeänderten Look, der cinephile Anwender kann es durch
die hohe 24p-Stabilität durchaus beim ausgeschalteten Zustand des Processing
belassen. Nichtsdestotrotz ist die Bewegungsverbesserung aufgrund des geringen
Fehlerpotentials und des nur geringfügig spürbaren Detail-Schärfeverlusts
positiv einzustufen. Bei der Verfolgungsjagd auf der Baustelle bestätigt sich
der Eindruck der guten Farbgebung beim Rostrot der Rohbaustelle, auch beim Kampf
auf den Kranausleger zeigt sich wiederum eine hohe Plastizität und
ausgezeichnetes räumliches Empfinden.
Fluch der Karibik, Kapitel 1+2, 1080p24, Wandlung 2D in 3D
Der plastische Eindruck des gewandelten Fluch der Karibik im ersten Kapitel
ist enorm, die junge Ms. Swan steht in einer eigenen Ebene klar vor dem
verwaschenen Segel, auch die Körperplastizität wirkt deutlich erhöht. Beim
Ausfahren des Schiffes aus dem Nebel wirkt die 24p-Stabilität nicht ganz so
hoch wie im 2D-Betrieb. An der Galeonsfigur wirken einige Linien des Holzes ein
wenig zittrig, auch an den Kordeln der Marine-Uniform des Commodores ist etwas
Unruhe im Bild zu sehen. Schärfe- und Detailverlust gibt es hingegen kaum,
abgesehen von sehr dunklen Bereichen gibt der Panasonic ein fein durchzeichnetes
Bild wieder. Der Helligkeitsverlust wird dennoch sehr gut vom Panasonic
gemanaged, im zweiten Kapitel kommen zwar nicht alle Details an der schwarzen
Haarpracht Jack Sparrows und den schattigen Bereichen der Felsformation vor den
drei aufgeknüpften Piraten heraus, viele kleine Elemente bleiben aber sichtbar.
Wieder gewinnt das Bildgeschehen deutlich an Tiefe und präsentiert die
hängenden Skelette mit guter Körperplastizität vor der Felsformation. Sehr
gut gefällt auch weiterhin die Farbgebung, grobe Verfälschungen sind nicht zu
sehen. Bei der horizontalen Kamerafahrt und der Draufsicht auf die Festung in
Port Royale zeigt der DT35E nur geringes Zittern der Kanten. Insgesamt eine sehr
solide Wandlung mit wirkungsfähiger Steigerung des plastischen Empfindens und
nur geringen Qualitätseinbußen.
Avatar, 3D nativ
Im 3D-Betrieb begeistert der Panasonic TX-L37DT35E mit ausgeprägter
Räumlichkeit und Tiefenstaffelung. Die Anfangssequenz wird fein detailliert und
gut durchzeichnet wiedergegeben, auch die Bewegungsstabilität wirkt sauber. Der
Kontrast wirkt schon sehr gut, die aktuellen Panasonic-Plasmas schaffen hier im
Detail und besonders in den nierigen IRE-Bereichen aber noch klarere
Strukturierung und bessere Differenzierung. Die seitlich geöffneten Brillen
stellen nicht ganz zufrieden, einen großen Helligkeitsverlust gibt es aber
nicht mehr, auch das Neigen des Kopfes führt nicht zu verstärkten
Farbverfälschungen. Ghosting und Bewegungsunschärfe sind auch beim DT35E noch
zu sehen, treten aber in sehr geringem Umfang auf. Zusammen mit der sauberen
Detailwiedergabe und der hohen Stabilität und Kantenschärfe auch bei
Bewegungen präsentiert der DT35E eine hervorragende Leistung im 3D-Betrieb.
Tuner
Das SD-Signal via DVB-C gelingt am Panasonic Display mit guter Bildschärfe
bei geringer Treppenstufenbildung, auch die Detaillierung ist in Bezug auf das
schwache Signal sehr gut. Bildrauschen und Pixelwolken sind an vereinzelten
Stellen erkennbar, Farbflächen gelingen sauber, auch Laufschriften wirken durch
geringes Zittern gut. Die öffentlich-rechtlichen Sender, die in 720p
ausstrahlen, gelingen obligatorisch mit deutlich höherer Kanten- und
Detailschärfe ohne unschöne Artefakte wie Treppenstufen. Schriften sind sehr
sauber ohne Zittern. Die Farbgebung ist authentisch und nicht zu intensiv. Die
Kontrastwerte sind gut, kaum Überstrahlungen sind zu sehen und auch in dunklen
Bereich wirkt das Bild detailscharf. Identisch zeigt sich das Signal via
Satellit, mit der TV-Taste kann zwischen DVB-C und DVB-S schnell und komfortabel
hin- und hergeschalten werden. Das SD-Signal wirkt ebenfalls gut, wie von Kabel
sind aber auch hier je nach Materialqualität verstärkt oder vermindert
Blockbildung und Artefakte zu sehen. Insgesamt eine sehr gute Leistung.
Gaming
Der Panasonic LCD legt passionierten Konsolenspielern keine Steine in den
Weg. Reaktionsschnell werden die Eingabe-Befehle am Display angezeigt. Die
Darstellung bei flinken Rennspielen wird nicht beeinträchtigt, selbst bei hohen
Geschwindigkeiten sind keine Verwaschungen oder ähnliches zu beobachten. Die
Farbdarstellung ist dynamisch, aber nicht überzogen, längere Sessions
überanstrengen selbst im "Spiele"-Modus nicht.
Star Wars Episode III, Upconversion Filmmaterial 576i -> 1080p
Der Panasonic zeigt einen soliden Schwarzwert und eine homogene
Helligkeitsverteilung ohne leuchtende Spots. Es werden viele Sterne
herausgearbeitet und es ist kaum MPEG-Rauschen zu sehen. Die gelbe Laufschrift
begeistert mit geringer Treppenstufenbildung, zeigt aber unter Deaktivierung
jeglicher Bildoptimierer auch Schwächen. Buchstabenkanten zittern vereinzelt
und hin zu den hinteren Bildschirmebenen wirkt die ganze Schrift etwas unruhig.
Hier schafft die "Filmkadenzerkennung" schnell Abhilfe, deutlich
ruhiger empfinden wir das gesamte Bildgeschehen ohne anderweitig negativ auf die
Präsentation einzuwirken, völlig ohne Kantenzittern ist das Geschehen aber
nicht. Der Sternzerstörer steht beim Kameraschwenk nach knapp zwei Sekunden
ruhig und plastisch im Raum, auch beim Abknicken der beiden Raumjäger von
Obi-Wan und Anakin in Richtung Coruscant wird eine klare Tiefenstaffelung der
verschiedenen Schiffe deutlich, klar über der Oberfläche und in verschiedenen
Ebenen stehen die imperialen Zerstörer. Die Kampfszenen mit flinken Bewegungen
gelingen sehr gut, absolut ruhig ist die Darstellung aber nicht. Hier schafft
die Intelligent Frame Creation durchaus Abhilfe, Kantenzittern bleibt aber nicht
ganz aus. In den Nahaufnahmen sind feine Strukturen und Details im Cockpit sowie
der Jedi-Kleidung gut erkennbar, auch in dunkleren Bereichen wird noch fein
gezeichnet. Insgesamt nicht die beste Präsentation die wir von Panasonic
Geräten gesehen haben, aber immer noch eine hervorragende Performance.
AVEC Professional TEST DVD, Upconversion Videomaterial 576i -> 1080p
Laufschriften in verschiedenen Geschwindigkeiten: Die Schriften laufen
vergleichsweise ruhig über das Panasonic-Display, Kantenzittern der
Buchstaben ist aber in allen Geschwindigkeiten erkennbar. Nicht zu sehen
sind störende Doppelkonturen oder übermäßig ausgeprägte
Nachzieheffekte, auch die Farbtrennung gelingt sehr gut.
Schwingendes Pendel: Das Pendel zeigt ab der Mitte leichte
Nachzieheffekte, die sich zur Spitze hin nicht deutlich verstärken, die
Differenzierung der farbigen Balken ist ebenfalls ab der Pendelmitte nicht
mehr so einfach. Wenn das Pendel über die schwarze Linie gleitet, prägen
sich Treppenstufen aus und die Linie bleibt nicht ganz stabil.
Stadtbild Esslingen: Das Bewegtbild über Esslingen gelingt scharf und
detailreich, ein wenig Struktur geht während der Kameraschwenks in Bäumen
und Rasen verloren. Sehr gut wirkt die Plastizität und räumliche
Staffelung. Zeilenrauschen ist an den Hausdächern zu sehen, aber nur
relativ schwach ausgeprägt.
Klang
Im alltäglichen TV-Betrieb überzeugt der Panasonic TX-L37DT35E durch klar
verständliche und authentische Sprachwiedergabe. Selbst bei sprachlastigen
Sendungen wie Nachrichten empfehlen wir die Ton-Einstellung "Musik",
die Auswahl "Sprache" sorgt für eine leicht bedeckte Wiedergabe.
Etwas höhere Pegel stellen den Panasonic vor keine Probleme, Verzerrungen oder
ein Übersteuern der integrierten Lautsprecher konnten wir während des
Testbetriebes nicht beobachten. Der Surround-Modus sorgt bei Filmton für eine
etwas breitere Bühne und zeigt Anflüge von Räumlichkeit, kann aber
selbstverständlich eine dynamisch kraftvoll abgemischte Tonspur nur rudimentär
wiedergeben.
Konkurrenzvergleich
Sony KDL-40EX725: Der Sony KDL-EX725
in 40 Zoll ist zu Marktpreisen um die 900 EUR erhältlich und damit
günstiger als der DT35E, der in 37 Zoll zu einem etwa 100 Euro teurerem
Marktpreis erhältlich ist. Der Sony bietet ähnlich umfangreiche
Multimedia-Features und greift auch auf das freie Internet zu. Visuell
bietet auch der Sony ein sehr gutes 2D- und 3D-Bild, der DT35E zeigt aber
gerade in 3D bessere Kontrastwerte und geringere Neigung zu Ghosting, auch
die 2D in 3D -Wandlung gelingt noch stabiler. Dank der Xross-MediaBar bietet
der Sony ein sehr komfortables Handling, aber auch das ansprechende OSD des
Panasonic sorgt für unproblematische Bedienbarkeit.
Samsung UE40C7700: Der
Samsung EDGE LED LCD-TV aus der 2010er Kollektion ist mittlerweile zu
günstigen Markptreisen zu ergattern und bietet sich als extrem flaches
Gerät mit guten visuellen Eigenschaften immer noch als Alternative an.
Bezüglich Ghosting und Bewegungsstabilität muss sich der Samsung im
nativen 3D-Betrieb sowie der Wandlung aber hinter dem aktuellen
Panasonic-Gerät anstellen. Im 2D-Betrieb aber präsentiert auch der Samsung
noch ein sehr plastisches und detailscharfes Bild. Auch die multimedialen
Eigenschaften sind sehr umfangreich.
Fazit
Der Panasonic TX-L37DT35E begeistert mit ausgezeichneter visueller
Performance, besonders bei hochauflösendem Material von Blu-ray beweist der
EDGE LED LCD-TV Bildstabilität, ausgeprägte Plastizität und tolles
Kino-Feeling. Der Schwarzwert könnte noch etwas tiefer sitzen, ist aber für
einen EDGE LED auf einem ausgezeichneten Niveau, auch die homogene
Helligkeitsverteilung überzeugt. Die 3D-Qualität sorgt ebenfalls für
Pluspunkte, die Bewegungsstabilität und Detaildurchzeichnung begeistert, auch
die Wandlung stellt Konkurrenz-Produkte in den Schatten. In der Upconversion von
SD-Material zeigt der DT35E ebenfalls gute Leistungen, fällt aber bezüglich
Bildstabilität und Gesamtbildruhe etwas ab. Die Netzwerk-Features sind
umfangreich, wie schon bei anderen Geräten aus dem Hause Panasonic fordern wir
aber eine etwas höhere Formatvielfalt. Der im PURELINE-Design auftretende TV
gefällt durch seine schlichte Optik und rechtfertigt durch die sehr guten
Leistungen seinen nicht allzu günstigen Preis.
Modern ausgestatteter EDGE LED LCD-TV in schicker Optik und
überragenden visuellen Eigenschaften
LCD-TVs bis 40 Zoll Mittelklasse
Test 24. August 2011
+ Visuelle Performance Blu-ray
+ Hervorragende 3D-Präsentation
+ Ausgezeichnete 2D in 3D Wandlung
+ Video-EQ
+ Praxisgerechte Anschlussbestückung
+ Schicke Optik
+ Multimedia-Eigenschaften
+ Solide akustische Eigenschaften
- Formatauswahl im Multimedia-Bereich
Test: Philipp Kind
Fotos/Video: Sven Wunderlich
Datum: 24.08.2011