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 HARDWARE-TESTS

TEST: Panasonic SC-HTB15 - klangstarke Soundbar/2.1 Lösung zum kleinen Preis

18. August 2011 (phk/cr)

Einführung

Wer kein Platz für ein ausgewachsenes Lautsprecher-System hat, aber über einen hochwertigen Flachbildschirm und einen Blu-ray Player verfügt, wird häufig vom dünnen Klang des eigenen TV-Gerätes enttäuscht sein. Hier möchte Panasonic mit dem 2.1 Soundbar-System SC-HTB15 Abhilfe schaffen. Ein leistungsstarker Downfire-Subwoofer mit 120 Watt soll das nötige Fundament und kräftige Bässe bieten, die Gesamtleistung des Systems liegt bei 240 Watt (RMS). Die Komponente bietet 2 HDMI-Eingänge und einen HDMI-Ausgang, dank der Audio-Return-Channel Unterstützung wertet das SC-HTB15 auch den TV-Ton komfortabel auf, auch 3D-Signale von einem 3D-fähigen Blu-ray Player werden problemlos durchgeschleift. Das besondere Bonbon des SC-HTB15 ist die Flexibilität. Das System kann nicht nur wie eine konventionelle Soundbar unter dem TV aufgestellt werden, aus den mitgelieferten Komponenten lassen sich auch einfach kleine Säulenlautsprecher mit 40cm Höhe zusammenstellen. Auf beiliegenden Standfüßen finden sie neben dem TV-Gerät ihren Platz. Das 2.1 System von Panasonic kostet 299 EUR UVP.

Verarbeitung

Downfire-Subwoofer

Front im Detail

Bedienelemente

Materialübergang zum unteren Sockel

Subwoofer Seite

Rückseite Anschlüsse

Soundbar auf mitgelieferten Standfüßen

Halterungen ebenfalls in Hochglanzschwarz

Mit einer Schraube wird die Halterung fixiert

Die Höhe kann dank der kleinen Pins angepasst werden

Gleichmäßiges Spaltmaß

Kantenverarbeitung

Kleine Füßchen sind im Lieferumfang enthalten, soll die Soundbar ohne Halterungen direkt vor dem TV platziert werden

Rückseite mit Klemmanschlüssen und Kabelführung

Die Installation als Säulen-Lautsprecher

Mitgelieferter Standfuß

Das SC-HTB15 tritt optisch schlicht in schickem Hochglanz-Schwarz auf. Der Gehäusemantel des Subwoofers ist zwar in Mattschwarz, die Oberseite und der Sockel ist aber ebenfalls mit einem Hochglanz-Finish versehen. Besonders anfällig für Kratzer ist die Oberfläche nicht, Fingerabdrücke sind aber relativ schnell zu sehen. Ein Display gibt es nicht, dafür aber eine LED-Anzeige, je nachdem welches Signal am System anliegt. Die Bedienelemente auf der Oberseite des Subwoofers bieten einen sehr guten Druckpunkt, für die Bedienung liegt aber auch noch eine Fernbedienung im Scheckkartenformat bei. Die Rückseite des Subwoofers wirkt ebenfalls solide verschraubt und sauber verarbeitet. Die Anschlüsse sind gut integriert und eingefasst, die Lautsprecher können allerdings lediglich mit den beiliegenden Systemkabeln angeschlossen werden. Der Umbau von der Soundbar zu der Stereo 2.1 Konfiguration geht unproblematisch und einfach vonstatten, der Griff zum Schraubenzieher bleibt aber notwendig.

Bedienung/Ausstattung/Anschlüsse

Anschlüsse auf der Rückseite des Subwoofers

Das SC-HTB15  kann in wenigen Minuten aufgebaut und in Einsatzbereitschaft versetzt werden. Es ist mit zwei HDMI-Eingängen und einem HDMI-Ausgang ausgestattet (daher können Videosignale durchgeschliffen werden), außerdem kann mittels eines optischen TOSLINK-Kabel das Tonsignal an das System geführt werden. Integriert sind Decoder für Dolby Digital und DTS, zudem kann ein PCM-Signal mit bis zu 7.1 Kanälen via HDMI zugespielt werden. Nicht integriert hingegen sind Dolby TrueHD- und DTS-HD-Dekoder. Mitgeliefert wird eine sehr einfache Fernbedienung im Scheckkartenformat, die die Anwahl des Eingangs, die Regelung der Lautstärke und die Regelung des Subwooferpegels ermöglicht. Der IR-Sensor ist im Subwoofer eingebaut. 

Testequipment
Klang

Zunächst probierten wir das System in klassischer 2.1 Aufstellung aus - und wir waren sehr angetan von den Ergebnissen, die wir bei "Traffic" und bei "Back In Your Head" (Blu-ray "Elements of Life - Copenhagen", DJ Tiesto, DTS-HD Master Audio, Disc 2, Tracks 2 + 3) erhielten. Räumlich gut, kraftvoll antretend und dynamisch, können wir nur den Hut davor ziehen, was Panasonic für knapp 300 EUR offeriert. Dabei sind die erzielbaren Pegel für ein solches System erstaunlich hoch. Der kleine Subwoofer bleibt auch dann souverän und überzeugt durch die saubere, impulstreue Kickbasswiedergabe. Stimm- und Effektanteile werden bis weit in den Hörraum geschleudert, der im Idealfall zwischen rund 12 und knapp 25 Quadratmeter groß sein sollte. Auch bei "Melodramma" und bei "Romanza" (BD Andrea Bocelli - Vivere, Live in Tuscany, Tracks 1 + 2, PCM 5.1) kann sich das SC-HTB15 gut in Szene setzen. Vor dem Konzert ist kurz die toskanische Landschaft zu sehen, dazu spricht Andrea einige Worte. Die Sprachverständlichkeit ist sehr gut, und auch die Hintergrundgeräusche (Glockenläuten, zwitschernde Vögel) kommen überraschend gut heraus. Als dann das Concerto mit einem gewaltigen Dynamiksprung beginnt, wirken nur die lebhaften Beifallsbekundungen des Publikums etwas blechern. Das Piano kommt dafür sehr ansprechend heraus, das gilt auch für die Streicher. Natürlich darf man keine enorme Detaillierungsstärke erwarten, die hinteren musikalischen Ebenen werden schon für den Experten hörbar eingedampft und wirken etwas eindimensional, aber am allgemeinen Klangeindruck gibt es wenig auszusetzen. Die Stimme des berühmten blinden Sängers kommt klar heraus und der Bühnencharakter wird ebenfalls prima dargeboten. Die Räumlichkeit ist ebenso ordentlich wie die Loslösung des Klangs von den schmalen Säulen. Der aktive Subwoofer macht etwas zu viel Druck, ist aber nicht im Hörraum zu orten. Bei "The Power Of Love" in der Adaption von Celine Dion, abgelegt auf der BD "A New Day" (Dolby TrueHD) schlägt sich das SC-HTB15 ausgezeichnet. Die Stimme Celines ist klar und für eine so preiswerte Systemlösung richtig facettenreich. Auch die Instrumente, die sich zu beginn des Songs im Vergleich zur Stimme etwas im Hintergrund halten, werden mit guter Akzentuierung herausgearbeitet. Der Subwoofer bietet auch bei erhöhtem Pegel ein solides Fundament, der kleine Basslautsprecher wirkt auch dann nicht angestrengt.  

Im Filmtonbetrieb kann das SC-HTB15 System ebenfalls mit einer löblichen Performance aufwarten. Die zersplitternde Scheibe wird plastisch mit mit passemden, leicht aggressiv-schrillen Ton beim Wegspritzen der Scherben wiedergegeben. Der Music Score wirkt druckvoll und spannungsgeladen. Auch kleinere Effekte wie das Aufbrechen des Schlosses des Verteilerkastens oder aber die Arbeiten an der Tresortür kommen gut heraus. Die weitläufige, große Schalterhalle wird akustisch durch den Hall der Stimmen gut verdeutlicht. Die kurz nach Eindringen der Gangster statt findende Schießerei in der Schalterhalle wird energiegeladen übertragen. Die Schüsse aus der Pumpgun des erbosten Filialleiters haben eine mächtige Durchschlagskraft, das möchte man dem kompakten System gar nicht zutrauen. Schon der Beginn von "Stirb Langsam 4.0" (BD) ist voller Spannung, Hintergrundgeräusche, die Stimmen von Matthew und der Gefährtin von Gabriel sowie der bedrohliche Music Score verdichtet das Panasonic System zu einem adrenalinhaltigen Erlebnis - hier kann man tatsächlich ohne viel Aufwand ein kleines, klangstarkes 2.1 System im Wohnzimmer aufbauen. Die erste Explosion in der Wohnung des Hackers hat zwar nicht enorm viel Struktur, aber viel Wucht, selbst bei deutlich erhöhtem Pegel schlägt der Woofer kaum an. 

Die positiven Klangeigenschaften bleiben auch dann in nahezu vollem Umfang erhalten, wenn man das SC-HTB15 in Form einer Soundbar unterhalb des TV-Geräts unterbringt. Die sehr gute Stimmverständlichkeit, die gute Dynamik und die Pegelfreude sind genauso überzeugend wie beim 2.1 Aufbau. Durch die veränderte Lautsprecher-Positionierung leiden Stereoeffekt und Räumlichkeit naturgemäß, die Minderung hält sich aber im wirklich akzeptablen Rahmen. Wer wirklich nur eine Soundbar aufstellen möchte oder kann und nicht gewillt ist, die beiden kompakten LS-Säulen links und rechts vom Flachbildschirm aufzubauen, erhält eine optisch attraktive und wohlklingende Lösung zum kleinen Kaufpreis. 

Fazit

Panasonic überzeugt mit dem SC-HBT815 System in der Produktkategorie Soundbars und offeriert durch die ebenfalls mögliche 2.1 Aufstellung zudem ein Höchstmaß an Flexibilität. Das SC-HTB15-Set ist gut verarbeitet, sieht elegant aus und eignet sich dank des sehr geringen Aufstellungs- und Einrichtungsaufwandes auch für Neueinsteiger oder Anwender, die gar nicht erst vor haben, sich großartig mit der Materie zu befassen, bestens. Akustisch punktet das Soundbar/2.1-Kombinationstool durch satten Bass, klare Stimmverständlichkeit, gute Dynamik und erstaunlich räumliche Gesamtdarstellung. Verbunden mit dem fairen Kaufpreis ist dem SC-HTB15 ein exzellentes Testergebnis sicher.

Klangstarke und flexible Soundbar/2.1-Lösung zum sehr günstigen Preis

2.1-/Soundbar-Systeme untere Mittelklasse
Test 18. August 2011

+ Sehr fairer Kaufpreis
+ Subwoofer mit erstaunlicher Leistungsstärke
+ Räumlichkeit und Dynamik überzeugend
+ Leichte Installation

Test: Carsten Rampacher, Philipp Kind
18. August 2011

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