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 HARDWARE-TESTS

TEST: Panasonic DMR-BST700EG - 3D-fähiger HDTV-Receiver und Blu-ray Festplattenrecorder

30. Juni 2011 (cr/phk/sw)

 

Einführung

Zum Preis von 750 EUR UVP wird ab Juli der HDTV-Receiver und Blu-ray Festplattenrecorder Panasonic DMR-BST700EG im Handel erhältlich sein. Der vollwertige Satellitenreceiver mit HD Twin-Tuner zeichnet auf die integrierte Festplatte mit der Kapazität von 320 GB HDTV-Inhalte auf, die dann auf Blu-ray archiviert werden können. Der DMR-BST700EG ist voll 3D-fähig, gibt also native 3D-Inhalte von Blu-ray wieder, nimmt TV-Sendungen in 3D auf und spielt diese wieder und bringt sogar eine 2D-3D Wandlung mit, die selbst bei TV-Inhalten in Kombination mit Timeshift angewendet werden kann. Bezüglich multimedialer Features bietet der DMR-BST700EG eine DLNA-Client sowie DLNA-Server Funktion, der Blu-ray Recorder greift also auf Medieninhalte von verfügbaren DLNA-Servern zu und kann ebenfalls auf der Festplatte abgelegte Inhalte anderen Klienten im Netzwerk zur Verfügung stellen. Zudem werden Dateien von USB und von einer SD-Karte gelesen und wiedergegeben, in Kombination mit der im TX-P42VT30E vorgestellten Skype-Kamera ist auch Video-Telefonie möglich. Obligatorisch ist auch Panasonics Vieracast im Gerät integriert. Der DMR-BST700EG ist in Schwarz oder als DMR-BST701EG in Silber erhältlich.

Verarbeitung

Video-Overview

 

 

Seitliche Frontansicht

Front mit geöffneter Lade

Power-Button

Auswurf-Taste

Kunststoff-Scharniere an der Frontklappe

Lüftungsschlitze am Gehäusemantel

CI-Slot

USB- und SD-Kartenslot

Display

Gesamtansicht Innenleben

Laufwerk

Integrierte HDD

Detailansicht, im Hintergrund der aktive Lüfter

Geräte-Rückseite

Fernbedienung

Bezüglich Maße und Gehäuseform entspricht der DMR-BST700EG noch stark den letztjährigen Recorder-Modellen, kleine Veränderungen fallen aber auf, so ist die Frontklappe nun aus einem Guß und die oben aufgesetzte Chrom-Linie weicht einem schlichten Schwarz, der DMR-BST700 ähnelt eher dem letztjährigen DMR-BS855. Das Ergebnis ist ein schlichter, aber seriöses Auftreten. Der Gehäusemantel besteht aus mattschwarz gefärbtem Aluminium und ist solide verschraubt, die Frontblende sowie die Klappenscharniere hingegen sind aus Kunststoff gefertigt, Spaltmaß sowie den Passungen der Blende hätte ein wenig mehr Aufmerksamkeit gewidmet werden können. Das Display löst nicht sehr fein auf und ist segmentbasiert. Das Innenleben des Recorders wirkt akkurat eingebettet, aufgeräumt und ordentlich, Verbindungswege sind kurz gehalten und das Laufwerk geschirmt. Die Anschluss-Terminals der Rückseite sind fest verschraubt und wirken solide. Die Fernbedienungen der Panasonic-Geräte punkten meist durch sauberes Layout und ausgezeichneten Tastendruckpunkt, auch beim DMR-BST700EG ist dies nicht anders, durch die farbliche Kennzeichnung gelingt die Bedienung noch intuitiver, lediglich eine Beleuchtung fehlt. Gesamtnote in Relation zur Preisklasse: Ausgezeichnet.

Anschlüsse

Anschlüsse Rückseite

Scart Ein- sowie Ausgang

Weitere Ausgänge

USB-Anschluss für Skype-Kamera bzw. WLAN-Adapter

Ethernetslot und LNB-Eingänge

HDMI-Ausgang

  • HDMI-Ausgang
  • FBAS + Stereo Cinch Ausgang
  • 2x Scart (In/Out)
  • Digitaler optischer Audio-Ausgang
  • Digitaler koaxialer Audio-Ausgang
  • 2x LNB-Eingang
  • USB für Kamera/WLAN-Adapter
  • Ethernet-Anschluss

Front:

  • USB
  • SD-Karte
  • CI

Der Panasonic DMR-BST700EG bietet eine umfangreiche Anschlussbestückung, die sowohl moderne Anwender als auch solche, die noch ältere Komponenten im AV-Rack stehen haben, zufriedenstellen sollte. Der rückseite USB dient zwar lediglich dem Anschluss zusätzlicher Panasonic-Komponenten, frontal findet sich aber ein zweiter Slot für den Anschluss von USB-Medien, außerdem ein Slot für eine SD-Karte. Auf einen DV-Eingang für einen Camcorder wurde verzichtet. Der Recorder kann dank dem rückseitigen Ethernet-Slot mit dem Heimnetzwerk verbunden werden, eine Upgrade-Möglichkeit mit einem WLAN-Adapter ist möglich. Gesamtnote in Relation zur Preisklasse: Ausgezeichnet - Hervorragend.

Menü & Setup

Erste Konfiguration

Einstellung des Landes

LNB-Eingang

Sendersuchlauf durchführen

Durchführung des automatischen Sendersuchlaufs

Schnellstartfunktion einstellen

Menü

Taste "Function Menü" öffnet das Hauptmenü

Aufgenommene Sendungen brennen

Weitere Funktionen

Auswahl "Weitere Funktionen"

Senderliste verwalten etc.

Einstellungen "Festplatte/Disc"

Wiedergabe-Einstellungen

Standard-Audiospur wählen

Aufnahme-Einstellungen

Festplatten-Management

Elektronischer Programmführer

Wer bereits mit Panasonic-Geräten und insbesondere den letztjährigen Recordern vertraut ist, wird die grafische Benutzeroberfläche wiedererkennen und Willkommen heißen, aber auch weniger versierten Nutzern wird nach einer kurzen Einarbeitungszeit den durchdachten und unkomplizierten Aufbau der Menüführung im DMR-BST700EG die Bedienung leicht von der Hand gehen. Das Hauptmenü, aufgerufen durch die "Function Menu"-Taste auf der Fernbedienung bietet Direktzugriff auf DLNA, Vieracast und angeschlossene USB/SD-Medien, die Archivierungs-Funktion "Kopieren" und natürlich die Einstellungen unter "Weitere Funktionen". Auch der elektronische Programmführer (EPG) ist mit einem eigenen Punkt versehen, schneller geht der Zugriff direkt mit der Taste auf der FB "Guide", hier können auch Timer-Aufnahmen komfortabel gestartet werden. Die Aufnahme ist selbstverständlich auch direkt mit der REC-Taste vorzunehmen, direkt daneben findet sich "REC Mode". Hier verbergen sich die möglichen verschiedenen Qualitäts- und Kompressionsstufen von DR (unkomprimiert) über Hohe Qualität (HG/HX/HE/HL/HM) bis zur Normalen Qualität (XP/SP/LP/EP). Die geringeren Qualitätsstufen sparen Festplattenkapazität, büßen natürlich aber etwas an Bildqualität ein. Unproblematisch gestaltet sich die Einrichtung und Erstkonfiguration des Gerätes, ein automatischer Sendersuchlauf wird durchgeführt, die Schnellstartfunktion aktiviert/deaktiviert und schon ist der Panasonic komplett betriebsbereit. Ebenso einfach erfolgt die Archivierung des aufgenommenen Bildmaterials, im "Function Menu" unter Kopieren wird zunächst die Kopierrichtung und Zieldatenträger (BD/DVD) gewählt, nach der Formatierung der eingelegten Disc beginnt der Kopiervorgang automatisch. Das gebrannte Videomaterial ließ sich unproblematisch auf unserem konventionellen Panasonic Blu-ray Player DMP-BDT111 wiedergegeben. Die aufgenommenen Inhalte werden übersichtlich im "Direct Navigator" dargestellt, können nach Genre geordnet und selbstverständlich auch direkt von der HDD wiedergegeben werden. Bilanzierend lässt sich Bedienung und Handling des DMR-BST700EG als durchdachtes Konzept positiv bewerten, alltägliche Aufgaben gelingen betriebssicher und unkompliziert, leichte Schwächen wie Umschaltzeiten zwischen Sendern von etwas über einer Sekunde lassen sich so leichter verschmerzen. Gesamtnote in Relation zur Preisklasse: Ausgezeichnet - Hervorragend.

Ladezeiten und Betriebsgeräusch

Geöffnete Disc-Lade

Einlesezeiten und Bootvorgang

  • Booten: Nach nur etwa 1 Sekunde ist das Gerät betriebsbereit. Bei deaktiviertem Schnellstartmodus benötigt das Gerät etwa 9 Sekunden

  • BD, Casino Royale: 27 Sekunden zum Sony Pictures-Logo
  • BD, Fluch der Karibik: 29 Sekunden zur Sprach-Auswahl
  • BD, Indiana Jones and the Kingdom of the Crystal Skull: 29 Sekunden zum Paramount-Logo
  • DVD, Star Wars Episode III: 15 Sekunden bis zum Warning-Screen
  • DVD, Sahara: 22 Sekunden

DVD Layerwechsel, Top Gun, Kapitel 18 auf 19: Gut, aber nicht tadellos. Für einen Bruchteil einer Sekunde bleibt das Bild stehen.

Der Panasonic Blu-ray Recorder ist gegenüber den Vorjahresmodellen beim Einlesen von Blu-ray Discs sowie DVDs etwas flotter geworden, zeigt aber immer noch eher durchschnittliche Werte bei den Einlesezeiten. Der Bootvorgang hingegen ist bei aktiviertem Schnellstartmodus mit lediglich einer Sekunde Startzeit unschlagbar, dafür muss ein leicht erhöhter Standby-Verbrauch in Kauf genommen werden. Der Layerwechsel fällt nicht allzu negativ ins Gewicht, weist aber ebenfalls noch Verbesserungspotenzial auf. Trotz relativ hoher Zimmertemperatur läuft der integrierte Lüfter selbst unter Volllast mit kaum merklicher Geräuschentwicklung und verursacht weder Schleifgeräusche noch störendes Sirren. Gesamtnote in Relation zur Preisklasse: Ausgezeichnet. 

Multimedia-Features
  • Netzwerkeinstellungen: Unter "Weitere Funktionen" und "Netzwerk" werden die Netzwerkeinstellungen vorgenommen. Bei Einbindung via Kabel und aktiviertem DHCP-Server (automatischer IP-Adressvergabe) erfolgt die Verbindung vollautomatisch und komfortabel. Innerhalb weniger Sekunden wird ein Verbindungstest durchgeführt und die Verbindung steht.

Vieracast 1

Vieracast 2

Vieracast 3

  • Panasonic Internet-Angebote: Auf dem Blu-ray Recorder DMR-BST700EG ist noch VieraCast integriet. Mit dem Panasonic Internetportal lassen sich auf einen Blick viele interessante Inhalte wie Youtube, bild.de, arte+, tagesschau, picasa und vieles mehr mit einem Knopfdruck auf der Fernbedienung erreichen.

Der angeschlossene USB-Stick wird automatisch erkannt

Foto-Wiedergabe von USB

MP3-Wiedergabe vom USB-Stick

Direkt von USB auf die integrierte HDD kopieren

  • USB: Wird am USB-Eingang hinter der Frontblende ein kompatibler USB-Stick angeschlossen, gibt das Panasonic-Gerät JPEG-Bilder, MPEG2-, AVCHD- und sogar MKV-Videos sowie MP3-Dateien wieder. Es öffnet sich automatisch ein Auswahl-Menü für den jeweiligen Modus, zudem können jegliche Medieninhalte direkt auf die Festplatte des DMR-BST700EG kopiert und von dort aus wiedergegeben werden. Zu beachten ist, dass der angeschlossene USB-Stick im FAT32-Format formatiert sein muss, NTFS wird weiterhin nicht unterstützt. Im Foto-Betrieb ist natürlich auch eine Diashow-Funktion mit Musikhinterlegung integriert. Der Kopiervorgang von 10 MP3-Dateien auf die Festplatte ging im Testbetrieb unter 1 Minute sehr flott. Diese Funktion ist auch im Hinblick auf die Tatsache sinnvoll, dass der DMR-BST700EG als DLNA-Server verwendet werden kann und Dateien von einem anderen Klienten im Netzwerk wiedergegeben werden können.
  • SD-Karte: Die SD-Karte wird ebenso automatisch wie ein angeschlossenes USB-Medium erkannt, hier beschränkt sich die Wiedergabe allerdings auf AVCHD-Videos und Bilddateien, diese können ebenfalls von SD-Karte auf die integrierte Festplatte kopiert werden.

Ordnerauswahl auf unserem Buffaloserver

DLNA-Musikwiedergabe

  • DLNA-Funktion: Im Hauptmenü wird unter Netzwerk "Heimnetzwerk DLNA" die DLNA-Clientfunktion gestartet. Im Netzwerk befindliche Server werden in einer Übersicht angezeigt und der gewünschte mit einem Druck auf "Ok" auf der Fernbedienung ausgewählt. JPEG-Fotodateien und MP3-Musik gibt der Panasonic wieder, ebenso MPEG1/2-Videos und HDTV TS-Aufnahmen. Um die DLNA-Server-Funktion des DMR-BST700EG zu nutzen, muss dieser in den Netzwerkeinstellungen aktiviert werden. Mit der "Function Menu"-Taste der Fernbedienung ruft man zunächst das Hauptmenü und dann "Weitere Funktionen" auf. In den Netzwerkeinstellungen findet sich dann die "Heimnetzwerk-Serverfunktion (DLNA)" und kann aktiviert werden. Ein Gerätename sowie die Anmeldeart Manuell/Automatisch für externe Geräte kann ausgewählt werden. Nach der Aktivierung können DLNA-Klientgeräte auf die auf der Festplatte abgelegten Dateien zugreifen.
Testequipment
Bildqualität

Video-EQ

Zum Video-EQ kommt man nach Drücken der Taste Optionen. Anschließend wechselt man ins Wiedergabemenü und dann noch in den Punkt Wiedergabeeinstellungen – recht kompliziert. Dann öffnet sich ein Popup, in diesem kann dann der Menüpunkt „Video“ angewählt werden. Einstellbar sind: Bildfeld (Normal, Cartoon, Cinema, Fine und Soft), bei den erweiterten Einstellungen finden sich dann: HD-Optimierung an oder aus, Chrominanzprozess (Normal, Erweitert, Aus), Detailschärfe (Aus, 1,2,3) und als letzter Punkt Super-Auflösung (0,1,2). Es gibt auch drei De-Interlacing-Modi: Auto, Film und Video.

Blu-ray 3D, Avatar, ab Filmbeginn:

Avatar ist eine der Blu-rays mit der aktuell besten 3D-Wiedergabe. Die 3D-Effekte wirken hier nicht aufgesetzt, sondern echt und authentisch, wie eine Selbstverständlichkeit. Dies sorgt für gleichermaßen intensiven und doch entspannten Filmgenuss – gerade dann, wenn man als Zuspieler den DMR-BST700 einsetzt, der einem sehr guten BDP der oberen Mittelklasse in nichts nachsteht. Die sehr stabile Signalausgabe ist zu loben, verbunden mit einem entsprechend guten Bildwiedergabegerät ist die 24p Stabilität absolut hervorragend und von kaum einem Konkurrenten zu toppen. Ohne Abstriche erstklassig harmoniert der BD-Recorder mit einem Plasma aus gleichem Hause. Es darf auch ruhig der günstigere GT30 sein, im Test ergab sich bei der 42 und der 50 Zoll Variante ein tolles Bild mit bestechender Detailtreue, hohem Kontrast und fein abgestimmter Farbgebung. Der Planet Pandora und dessen (durch sehr hochwertige PC-Animation erschaffene) wilde Vegetation wird sehr authentisch übermittelt. Als das helikopterähnliche Fluggerät über die gigantischen Wasserfälle fliegt, wird beinahe jedes Detail des tosenden Wassers kenntlich gemacht. Die Stämme der Riesenbäume sind klar durchzeichnet, und die Einzelheiten am Fluggerät kommen sehr stimmig heraus. Bei der Landung inmitten des unzugänglichen Dschungels sind an den vielen Pflanzenarten einzelne Blätter sehr schön zu erkennen, sogar deren Maserung. Die teilweise bizarren Geschöpfe erscheinen farbenprächtig und von feiner Schärfe durchzogen. Der 3D-Effekt kommt exzellent heraus, die Schärfeverluste in Richtung der hinteren Bildebenen sind ausgesprochen gering. Das Plasma definiert durch geringe Farbverfälschungen und kleine Helligkeitsverluste einen hohen Standard, welcher durch die hervorragende Zuspielung des DMR-BST700 voll ausgenutzt werden kann.

Blu-ray, Wandlung von 2D nach 3D, Fluch der Karibik 1, ab Filmbeginn: 

Wie auch die BDPs des 2011er Jahrgangs kann auch der brandneue Recorder 2D Signale in 3D umwandeln. Nach einem Druck der Taste "Option" greift man auf die "3D-Einstellungen" zu und unter "Ausgabetyp" 2D nach 3D ausgewählt. Zusätzlich können unter 3D-Bildmodus und Manuelle Einstellungen noch folgende Parameter eingestellt werden: Entfernung, Bildschirmtyp, Rahmenbreite und Rahmenfarbe. Das Feature der 2D-3D Wandlung ist besonders z.B. für Eigner der 2010er VT20 Plasmas in 50 und 65 Zoll interessant, da diese Geräte noch keine interne Wandlung durchführen können. Was der BD-Recorder bei „Fluch der Karibik“ macht, verdient Respekt. Sicherlich kann man den Effekt nicht mit einer hochwertig gemachten nativen 3D-Blu-ray vergleichen, aber die Resultate zeigen gegenüber der 2D-Darstellung doch räumliche Verbesserungen: Das zu Beginn des Films aus dem dichten Nebel auftauchende Galionsschiff kommt plastischer heraus, man kann die Bewegung des Schiffes nach vorn zum Zuschauer hin besser nachvollziehen. Als kurze Zeit erstmals der bizarre Piratenkapitän Jack Sparrow auftaucht, als er mit seinem schrottreifen Kahn versucht, den rettenden Hafen von Port Royal zu erreichen, setzt der Panasonic erneut Akzente. Als das kleine Boot verloren auf dem weiten Meer schaukelt und Jack – allerdings ziemlich unangestrengt – versucht, das ins Boot eindringende Wasser auszuschöpfen, kommt die Weite des Meeres sehr gut heraus. Auch die Plastizität im Detail steigt, wie man am Wassereimer erkennen kann. Als der Pirat die zur Warnung aufgehängten seiner Kumpanen passiert, überzeugt die sehr gute Tiefenstaffelung, geringfügig leiden die Kontrastwerte. Wie sieht es mit dem leidigen Thema Ghosting aus? Ja, um dies gleich klar zu stellen, es existiert nach wie vor Ghosting, allerdings in schwachem Umfang und nicht allzu häufig. Wenn, dann sind meistens hintere Bildebenen davon betroffen. Die 24p Stabilität leidet praktisch gar nicht unter der Wandlung. Es stellt sich nur ein minimaler Unschärfeeffekt in Richtung des Bildhintergrundes ein.

Blu-ray, 2D-Wiedergabe, Casino Royale, ab Filmbeginn: 

Bei der 2D-Wiedergabe punktet der Panasonic ebenfalls. Die Schwarz-Weiß-Sequenz gibt er gerade in Verbindung mit einem hochklassigen Display hervorragend wieder. Beim Zweigespräch 007 –Sektionsleiter im dunklen Büro, das mit dem plötzlichen Ableben des korrupten Mitarbeiters endet, zeigt der DMR-BST700 trotz ungünstiger Lichtverhältnisse viele Details an der Kleidung der Kontrahenten. Die Kontrastdynamik im Detail konnte gegenüber der 2010er Gerätegeneration nochmals verbessert werden, was allerdings nur dann auffällt, wenn man ein entsprechendes Panel nutzt. Weiter im Text, oder besser gesagt, im Film: Hier steht als nächstes die Sequenz auf Madagaskar auf dem Programm. 007 und sein Gehilfe sind hier auf einen Bombenleger angesetzt, an dessen Auftraggeber der MI6 unbedingt heran möchte. Als der Bombenleger mit dem vernarbten Gesicht plötzlich von besagten Auftraggebern eine SMS bekommt, sind die starken Gebrauchsspuren an seinem schäbigen Handy sehr gut erkennbar. Schon kurz zuvor, als die Kampfarea Mungo vs. Schlange aus der Vogelperspektive sichtbar ist, begeistert der DMR-BST700 mit seinem scharfen, bewegungsstabilen Bild. Als 007 dann den zu allem entschlossenen und körperlich sehr talentierten Bombenleger über die Großbaustelle jagt, hat uns die Kino-gemäße Farbwiedergabe des DMR-BST700 begeistert. Die blauen Kranausleger, das rostrote Baugerüst oder das blaue Meer mit leicht türkisem Einschlag – alles wirkt authentisch und zudem sehr augenfreundlich.

DVD: Upconversion von Filmmaterial, 576i auf 1080p, Star Wars Episode III, ab Filmbeginn:

Gerade die Qualität des Upscalings hat Panasonic in der 2011er Generation schon bei den preiswerten BDPs merklich gesteigert – und diese Punkte treffen auch auf den DMR-BST700 zu, der allerdings nochmals minimal eine „Schippe“ drauflegt und schon direkt zu Beginn der Episode III für Furore sorgt, weil es nur wenig BDPs geben dürfte, die so viele Sterne an den Himmel holen. Dann kommt die Laufschrift, die sehr ruhig und stabil nach hinten durchgleitet. Das Gelb der Lettern wirkt sehr real, zudem bleichen die Buchstaben auch an den Rändern nicht aus. Als dann der republikanische Sternzerstörer den Bildschirm kreuzt, rastet der De-Interlacer sehr schnell ein und vermeidet unschönes Bildzittern beinahe gänzlich. Das gigantische Raumschiff kommt mit prägnant und scharf gezeichneten Formen, zudem kommt kaum Scalingrauschen vor. Die Kanten sind kaum in Bewegung, was die hohe Gesamtbildruhe wirkungsvoll unterstreicht. Als die beiden kleinen Raumjäger den Sternzerstörer passieren, werden die beiden Bewegungsabläufe ohne Störungen wiedergegeben – der sich langsamer bewegende Zerstörer bleibt scharf erkennbar, und selbst die sich schneller bewegenden kleinen Jäger sind stabil und detailreich erkennbar. Als die beiden kleinen Raumfluggeräte nach unten in die Raumschlacht abkippen, entsteht schon im 2D-Betrieb ein tolles, weil bis nach unten präzise durchgestaffeltes Panorama. Nutzt man hier die Konvertierung von 2D nach 3D, kommen noch mehr Tiefe und recht realistisch wirkende Räumlichkeit ins Spiel.

DVD: Upconversion von Videomaterial, 576i auf 1080p, AVEC Professional Test DVD:

Auch mit Videomaterial sind beeindruckende Ergebnisse möglich. Bei den Laufschriften, die in schwarzer und weißer Farbgebung vor dreifarbigem Bildhintergrund in unterschiedlicher Geschwindigkeit bewegen, überzeugen der ruhige Lauf und die sehr gute Farbtrennung. Auch in der schnellsten Geschwindigkeit neigen die Schriften kaum zum Schmieren. Beim Pendel mit rot-blauem Innenleben, welches in verschiedenen Geschwindigkeiten über eine fest stehende schwarze Linie schwingt, liefert der DMR-BST700 eine hoch liegende Bildstabilität, die Linie zittert praktisch nicht und das Innenleben des Pendels ist jederzeit erkennbar. Nur um die Pendelspitze kommt es zu minimalen Nachziehern. Bei den fünf Siemenssternen – ein großer zentriert, vier kleine in den Bildschirmecken – sind selbst bei den kleinen Sternen alle Segmente klar zu unterscheiden. Sie laufen gleichmäßig und erstrahlen in reinem Magenta. Der grüne Hintergrund weist kaum Flächenrauschen auf. Das bewegte Stadtbild von Esslingen überzeugt durch den soliden Bildstand. Die Kamerafahrten werden souverän wiedergegeben. Die Struktur der Grünflächen ist authentisch und das Grün selber wirkt satt und echt. Die Dachziegel auf den Häusern werden scharf umrissen abgebildet, es kommt kaum zu Moiréeffekten oder Bildzittern.

Güte des eingebauten Satellitentuners

Schon seit geraumer Zeit gelten Panasonics Satellitentuner als qualitativer Maßstab. Das hält die rührigen Japaner aber nicht davon ab, immer weiter zu verbessern und zu optimieren. So konnte schon im 2D-Betrieb die Plastizität weiter gesteigert werden. Räumliche Unterschiede zwischen den Bildebenen werden noch deutlicher hervor gehoben. Interessanterweise kann man die 2D auf 3D Wandlung auch bei Verwendung des Tuners nutzen, was zu einem sichtbaren Gewinn von Räumlichkeit und Plastizität führt. Der 3D-Effekt erscheint erstaunlich wenig aufgesetzt. Er agiert weniger durch vordergründiges Effekthaschen als durch geschickte, augenfreudliche und somit langzeitkompatible Integration eines Plus an Plastizität. Die Farbwiedergabe, der Kontrast und die Gesamtbildschärfe überzeugen insbesondere bei HD-Programmen. Aber, bedingt durch die schon beschriebene exzellente Upconversion, auch SD-Programme können in ausgezeichneter Qualität (berücksichtigt man das Quellmaterial) auf einen FullHD-Screen gebracht werden.

Aufgenommene Inhalte

TV-Sendungen können vom DMR-BST700EG unkomprimiert oder in verschieden stark komprimierten Qualitätsstufen aufgenommen werden. Unabhängig der verwendeten Kompressionsstufe erweist sich das Panasonic Gerät als zuverlässiger Aufnahme-Partner und führt Timer-Aufnahmen betriebssicher aus. Wird die gewünschte Sendung unkomprimiert (Stufe DR) aufgenommen, lassen sich keine Unterschiede zur Original-Ausstrahlung feststellbar, selbst in den ersten Kompressions-Stufen sind nur geringe Mängel feststellbar, hin zu den stärkeren Kompressionsstufen nimmt die Bildqualität linear, aber immer noch vergleichsweise geringfügig ab. Bei HD-Aufnahmen ist in den Stufen "Normale Qualität" dann aber erhöhtes Rauschen, verringerte Detaillierung und Feinzeichnung festzustellen. Eine Verschlechterung der Farbtreue, der Bewegungsschärfe und Bildruhe ist aber nie zu erkennen. Wer nicht allzu häufig die Aufnahme-Funktion nutzt, sollte aber durchaus auf die unkomprimierte Aufnahme setzen, da eine Archivierung des Materials jederzeit unkompliziert und bequem möglich ist.

Gesamtnote Bildqualität: Hervorragend.

Klang

Beim Anschluss über HDMI kann man mit der gebotenen Akustik sehr zufrieden sein. Der DMR-BDT700 bietet ein detailreiches und erstaunlich klares Klangbild mit annähernd neutraler Auslegung. Auch hochwertige Klassik- oder Jazz-Discs oder hochwertige, vom Recordingpart des Gerätes angefertige Aufnahmen können so angemessen akustisch ausgegeben und weitergeleitet werden. Im Vergleich zu früheren Generationen gewinnt der Klang – was aber nur auf hochwertigen Anlagen überhaupt nachzuvollziehen ist – an Substanz und Ausdrucksstärke.

Fazit

Mit dem DMR-BST700EG setzt Panasonic seine bewährte Produktpalette der HDTV-Receiver und Blu-ray Festplattenreceiver erfolgreich fort. Das Gerät besticht durch eine üppige Ausstattung, komfortables Handling und eine Vielzahl flexibler Features. Die Aufnahme-Funktion überzeugt durch Betriebssicherheit und komfortable Handhabung, dank der verschiedenen Kompressionsstufen wird es dem Anwender überlassen, in Originalqualität aufzunehmen oder durch platzsparende Kompression die Festplattenkapazität zu schonen. Die Archivier-Funktion ist ebenso einfach zu bedienen und erfolgt, abgesehen von wenigen Handgriffen, automatisch. Der Recorder rühmt sich auch als Blu-ray/DVD-Wiedergabegerät mit ausgezeichneten Leistungen. Nicht nur zeigt sich die 2D-Wiedergabe hochauflösenden Materials mit hervorragender Detailfreude, Bildschärfe und Kontraststärke, auch die 3D-Wiedergabe und die 2D- in 3D-Wandlung kann mit aktuellen Stand-alone-Geräten problemlos mithalten. Die DVD-Upconversion gelingt ebenfalls ausgezeichnet, geringes Rauschen, Bildstabilität und kaum Artefakte zeichnen das Processing aus. Multimedial mag die Formatvielfalt noch nicht vollends ausgereizt sein, mit der Wiedergabe von Medieninhalten von USB, SD-Karte und via DLNA ist das Gerät dennoch flexibel einsetzbar. Ein weiterer Benefit ist die Nutzung des Panasonics als DLNA-Server, dank der integrierten Festplatte können DLNA-zertifizierte Geräte im selben Netzwerk auf Mediendateien, die sich am DMR-BST700EG befinden, zugreifen. Der DMR-BST700EG ist mit seinen vielfältigen Einsatzmöglichkeiten, der hohen Betriebssicherheit und der durchweg hohen Bildwiedergabequalität eine flexible Medienzentrale zum attraktiven Preis von 750 EUR.

Modern ausgestatteter HDTV-Receiver und Blu-ray Festplattenrecorder mit flexiblen Einsatzmöglichkeiten und hervorragender Bildqualität

Blu-ray-/DVD-Recorder Oberklasse
Test: 30.06.2011

+ Hervorragende Blu-ray Wiedergabe (2D/3D)
+ DVD-Upconversion
+ 2D-3D Wandlung
+ Exzellenter Tuner
+ Betriebssichere Aufnahme-Funktion
+ Problemlose Handhabung im Alltag
+ Fair kalkulierter Preis
+ DLNA-Klient und Server-Funktion

- Lange Umschaltzeiten
- Video-EQ nur bei eingelegter Disc erreichbar

Test: Philipp Kind, Carsten Rampacher
Fotos/Videos: Sven Wunderlich
30. Juni 2011

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