XXL-TEST: 9.2 THX Ultra 2 Plus AV-Receiver Onkyo TX-NR5009

05.10.2011 (cr/sw)

Neues Flaggschiff: Der TX-NR5009 für 2999 EUR

Schönes, zeitloses Design

iPhone App

 

Einführung

Für knapp 3000 EUR - genau für 2999 EUR - erhält man Onkyos neues AV-Receiver-Flaggschiff TX-NR5009. Besonderes Merkmal ist neben dem THX Ultra 2 Plus Zertifikat und dem modernen Surroundaufpolierer dts Neo:X mit hochflexiblen Einsatzmöglichkeiten die aufwändige Konstruktion der Hochleistungsendstufen. Der Stromkreislauf ist äußerst effizient angelegt, angefangen von einem massiven Ringkerntransformator über zwei 22,000 μF Kondensatoren, mit jeweils eigenen Transformatoren für die Audio- und Videoschaltkreise. Eine dreistufige Inverted-Darlington-Verstärkerschaltung mit 220 W / Kanal gehört ebenfalls mit dazu. 

Eingehende Audiosignale werden vom TX-NR5009 dank PLL Jitter Cleaning optimiert, während die separaten Seitenwände aus Aluminium zusätzlich Störungen durch unerwünschte Vibrationen zu vermeiden helfen. Onkyos renommierte VLSC (Vector Linear Shaping Circuitry)-Schaltung trägt zu einer hochakkuraten Umwandlung von digitalen zu analogen Signalen bei. An der prestigeträchtigen THX Ultra2 Plus-Zertifizierung des Receivers waren zudem hochwertige 192 kHz/32-bit TI Burr-Brown D/A-Wandler für alle Kanäle zusammen mit einem leistungsfähigen 32-Bit DSP maßgeblich beteiligt.

Auch die Videoverarbeitung des TX-NR5009 besticht durch innovative Features und hochwertige Baugruppen. Ein HQV Vida VHD 1900 Videoprozessor verhilft Bildern in Standard-Auflösung zu herausragender Qualität in High Definition und unterstützt Multi-Cadence-Erkennung, erweiterte 12-Bit Farbverarbeitung und bewegungsadaptives Deinterlacing für optimale Wiedergabequalität und Detailtreue. Marvells Qdeo Technologie skaliert Videos in 1080p zu vollen 4K (3840 x 2160) hoch – sogar bei Quellen, die ursprünglich bereits mithilfe von HQV Vida von einer niedrigeren Auflösung zu 1080p hochgerechnet wurden. Es stehen verschiedene Modi zur Verfügung, darunter auch 2 ISF-Betriebsarten (Day und Night) sowie spezielle Bildprogramme für Streamingmaterial und Games. Der User kann im entsprechenden Anwender-Modus auch selber eingreifen und sich reichhaltiger Video-Parameter bedienen, nicht nur die Standardregler für Schärfe, Kontrast etc. sind vorhanden, sondern auch verschiedenen Rauschfilter und eine Gammakorrektur. b

Das Gesamtkonzept mit Auslegung auf maximale Qualität in allen Belangen zeigt sich auch in der Fernbedienung mit Hintergrundbeleuchtung oder im halbtransparenten, grafischen On-Screen-Display, mit dem sich Konfiguration und Einstellungen komfortabel ändern lassen, ohne die laufende Wiedergabe unterbrechen zu müssen.

Der TX-NR5009 glänzt des Weiteren mit satten acht HDMI-Anschlüssen und zwei HDMI-Ausgängen, mittels des Onkyo Universal Ports können optionale Komponenten wie z.B. ein DAB+-Empfänger angeschlossen werden. Natürlich gibt es, z.B. für die einfache Einbindung von iPhone oder iPod, gleich auf der Frontblende einen USB-Eingang.  Auch kann der 5009 mit den entsprechenden Remote Apps für Apple iOS-Geräte und für Android Smartphones gesteuert werden.  Der TX-NR5009 ist DLNA 1.5 zertifiziert und ist fürs Streaming von Musikdateien (wiedergegeben werden FLAC, WMA losless, WAV, Ogg, MP3) ebenso geeignet wie die beiden anderen Neuzugänge. Es findet sich eine Vielzahl an Musikdiensten an Bord, darunter AUPEO!, last-fm, Napster und vTuner. Der Anwender kann darüber hinaus eigene Favoritenlisten erstellen.  

Video-Overview

 

Übersicht über elementare Features
  •  THX® Ultra2 Plus™ zertifiziert
  • HDMI® mit Unterstützung für 3D-Videoformate, Audio-Rückkanal (ARC), Deep Color™, x.v.Color™, LipSync, Dolby® TrueHD, DTS-HD Master Audio™, DVD-Audio, Super Audio CD, Mehrkanal-PCM und CEC
  • VLSC™ (Vector Linear Shaping Circuitry) für alle Kanäle
  • Massiver Ringkern-Transformator und zwei separate Transformatoren für die Audio- und Videoverarbeitung
  • Separate schwingungsdämpfende Gehäusewände aus Aluminium
  • Hochwertiger HQV® Vida™-Videoprozessor VHD1900
  • Optimale Videoperformance durch ISF (Image Science Foundation)-Videokalibrierung
  • HDMI Video Upscaling bis zu 4K mit Marvell Qdeo™
  • DTS Neo:X™, Audyssey DSX™ und Dolby® Pro Logic® IIz für erweiterte Surround-Kanäle
  • Direkte digitale Verbindung von iPod/iPhone über einen USB-Anschluss an der Gerätefront
  • Audyssey MultEQ® XT32 zur Korrektur von Raumakustikproblemen
  • Unterstützt die Onkyo Remote Apps zur Steuerung des AV Receivers über iPod touch/iPhone und Android-
    Smartphones
  • Wiedergabe von Audiodateien über das lokale Netzwerk (MP3, WMA, WMA Lossless, FLAC, WAV, Ogg Vorbis, AAC, LPCM)
  • Internet Radio und Unterstützung für Musikdienste (vTuner, Last.fm, Napster, Spotify, AUPEO!)
  • Bi-Amping und BTL (Bridged Transless) Fähigkeit
  • DSD Direct für Super Audio CD
  • Endstufengestützte Zone 2/3- und Zone 2/3-Vorverstärkerausgänge sowie Zone 2-Videoausgang
  • Vergoldete HDMI-Anschlüsse (2 Eingänge und 1 Ausgang)
  • Vergoldete, aus Vollmessing hergestellte Audioeingänge (TV/CD und Phono) mit 19 mm Abstand
  • Speziell angepasste, vergoldete, farbcodierte und für Bananenstecker geeignete Lautsprecheranschlüsse

Noch mehr Infos finden Sie hier: http://www.de.onkyo.com/downloads/1/9/7/0/5/ONKYO_TX-NR5009_datasheet_DE.pdf

Verarbeitung

#

Sehr gutes Finish im Detail

Gleichbleibende Passungen

Hochwertige Gerätestandfüße

Alu-Seitenteile

Auch die Rückseite dokumentiert durch die Bank hohes Verarbeitungsniveau

Hochwertiger, gut geführter Lautstärkedrehregler

Komplett beleuchtete Fernbedienung

Bekanntes, mitgeliefertes Audyssey-Messmikrophon

Mikro im Detail

Der TX-NR5009 ist hervorragend verarbeitet bis ins Detail. Alle Gehäuseteile erscheinen massiv, die Alu-Frontblende ist sauber gefräst und weist eine makellose Oberflächengüte auf. Am gesamten Gerät fallen die Spaltmaße gleichmäßig und gering aus. Der TX-NR5009 steht auf stabilen Füßen, die effektiv Vibrationen verhindern. Das große Display lässt sich sehr gut ablesen, die Rückseite des Boliden erfreut mit fest sitzenden Anschlüssen und hochwertigen Lautsprecherkabel-Anschlussterminals. Die mitgelieferte Fernbedienung hat eine leider etwas kratzempfindliche Hochglanz-Oberseite, liegt aber sehr gut in der Hand und weist eine komplette Beleuchtung für den problemlosen Betrieb im Dunkeln auf. 

Gesamtansicht

Mehrstöckiger Platinenaufbau

Symmetrischer Endstufenaufbau

Separate Stromversorgungen für unterschiedliche Aufgaben

Schwarz eloxierter Alu-Kühlkörer, massiver Ringkerntrafo für die Versorgung der Endstufen, 2 weitere Trafos für Audio- und Videoverarbeitung

Hauptelkos

Aufwändiges Platinenlayout

Das Geräteinnenleben wird dominiert vom großen Ringkerntrafo, der die Endstufen versorgt. Für kurzzeitige Stromspitzen sind zwei Hauptelkos mit je 22000 Mikrofarad Kapazität vorgesehen. Der große, für optimale Gewichtsverteilung und Steifigkeit zentriert untergebrachte Ringkerntrafo wird von zwei weiteren, kleineren Trafos für die getrennte Versorgung der Audio- und Videoschaltkreise flankiert. Das mehrstöckige Platinenlayout ist gut sichtbar, die neun Endstufen finden identische Arbeitsbedingungen für optimale Leistungsfähigkeit vor. Zwei Lüfter befinden sich im Inneren des TX-NR5009, sie laufen ruhig und greifen erst bei sehr hoher Belastung überhaupt ein. 

Anschlüsse

Anschlussübersicht

Hochwertige Lautsprecherkabelanschlüsse

Sogar S-Video-Buchsen hat der TX-NR5009 noch

Besonders hochwertig sind Phonoeingang und TV/CD In ausgeführt

USB + LAN

HDMI 1.4.a-Terminals

  • 8 HDMI® Eingänge (1 Front/7 Rückseite) und 2 Ausgänge
  • Universal Port für optionales iPhone/iPod-Dock UP-A1 oder
    DAB+ Radiotuner UP-DT1
  • 2 USB-Anschlüsse (Vorder- und Rückseite)
  • Kompatibel mit UWF-1 WLAN Adapter (über Front-USB)
  • 3 Komponentenvideo-Eingänge und 1 Ausgang
  • 5 Composite-Video Eingänge und 2 Ausgänge
  • 4 S Video-Eingänge und 2 Ausgänge
  • Analoger RGB Videoeingang (D-Sub, 15 Pins) zum Anschluss
    von Mediacenter-/Gaming-PCs, Notebooks
  • 7 Digitaleingänge (4 optisch und 3 koaxial)
  • 8 Analog-Audioeingänge und 2 Ausgang, Phonoeingang
  • Farbcodierte 7.1 Mehrkanaleingänge
  • Farbcodierte, 9.2 Mehrkanalausgänge (Pre-Out) inkl. 2
    voneinander unabhängigen Subwoofer Pre-Outs
  • RS232 Port, IR Eingang/Ausgang, und 12 V Trigger Ausgang
    (Zone 2/3)

Insgesamt eine sehr gute Anschlussbestückung. Optional kann ein WLAN-Dongle erworben werden, das man am hinteren USB-Eingang platziert. Mit den insgesamt 8 HDMI 1.4a Eingängen findet sich genug Volumen, um auch zukünftig erscheinenden, weiteren Zuspielern Rechnung zu tragen. Der TX-NR5009 hat einen dedizierten analogen PC-Anschluss und sogar noch S-Video-Anschlüsse. Wie in diesen Preisklassen mittlerweile üblich, sind zwei Subwoofer Pre-Outs vorhanden. 

Konfiguration und Bedienung

Audyssey Einmesssystem

Der Anschluss für das Setup Mic befindet sich unter der großen Frontklappe im rechten oberen Bereich. Nach dem Anbringen des Mikrofons öffnet sich automatisch die grafische Benutzeroberfläche des Audyssey MultEQ XT Einmess-Systems. Vor dem eigentlichen Messvorgang wird noch festgelegt, ob die Front-Lautsprecher konventionell über via Bi-Amping betrieben werden, außerdem ob Zone2/Zone3 Lautsprecher und Subwoofer vorhanden sind. Im nächsten Schritt wird ein Testton an den eventuell vorhandenen Subwoofer gesendet und man wird aufgefordert, das Level auf 75 dB einzupegeln. Ist der Vorgang abgeschlossen muss der Anwender eine Auswahl treffen. Es kann entweder „Audyssey Quick Start“ oder die „Audyssey MultEQ XT Full Calibration“ gestartet werden. Audyssey Quick Start führt ausschließlich ein Einpegeln und die Distanzmessung der Lautsprecher aus, greift aber nicht in das Audiosignal ein. Die Audyssey MultEQ XT Full Calibration hingegen korrigiert zusätzlich das Frequenzband und gleicht Raummoden aus. Nach der Auswahl wird das Messmikrofon an die erste Hörposition auf Ohrhöhe platziert und der Messvorgang beginnt. Der Messvorgang dauert pro Hörposition etwa 1 Minute und 30 Sekunden, nach der dritten Position lässt sich der Vorgang beenden und die Berechnung erfolgt. Im Gegensatz zu früheren Modellen wurde die Berechnungszeit deutlich verkürzt im Vergleich mit früheren Audyssey-Versionen - damals hatten die AVRs noch nicht genug Rechenleistung zur Verfügung, um die komplexen Berechnungen schnell abzuschließen. Nach der Berechnung wird in einer Übersicht die Lautsprecherkonfiguration inklusive Übergangsfrequenzen angezeigt. Der Onkyo erkannte alle vorhandenen Lautsprecher korrekt und wie die von uns bekannten Frequenzen richtig zu. In einem letzten Schritt kann Audyssey Movie oder Music oder eine komplette Deaktivierung der Algorithmen vorgenommen werden, außerdem der Dynamic EQ und Dynamic Volume ein- bzw. ausgeschaltet werden. Das Setup-Mikrofon kann nun abgenommen werden, der Vorgang ist abgeschlossen. Audyssey kann an bis zu 8 Hörpositionen einmessen, so dass man auch mit mehreren Personen dieses System nutzen kann. 

Grundmenü, das nach Drücken der "Setup" Taste auf der Fernbedienung erscheint

Ein- und Ausgangszuordnung

Man kann beide HDMI Ausgänge simultan nutzen

Lautsprecher-Setup, manuell

Klare Gestaltung

Konfiguration eines 5.1 Sets mit vier großen Stand-LS für Front und Surround

Grafischer EQ 

THX Audio Setup

Klangeinstellungen

Dolby-Einstellungen

Eingangs-Setup

Video-EQ, hier der Bildmodus "eigene Einstellungen", Teil 1

Video-EQ, Teil 2

Video-EQ, Teil 3

Sehr gut bei abgedunkeltem Raum: Modus "ISF Nacht"

Pegel- und OSD-Einstellungen

Hardware-Setup

Netzwerkeinbindung

Firmware-Update

Einstellung des Fernbedienungsmodus

Activities

Einstellung der Activities

Eingangswahl

Wahl des Bildmodus

Audioeinstellungen 

Das Onkyo-typische Menülayout ist auch dem TX-NR5009 eigen. Im Hauptmenü gibt es die Unterpunkte Ein-/Ausgangszuordnung, Lautsprechersetup, Klangeinstellungen, Eingangssetup, Voreinstellung des Hörmodus, Diverses, Hardwaresetup, Einrichten der Fernbedienung und Einstellungen sperren. Wir werden im folgenden auf jeden Menüpunkt eingehen. Um das OSD nutzen zu können, sollte der 5009 über einen der beiden HDMI-Ausgänge mit einem Bildwiedergabegerät verbunden sein – der einfachste Weg. Nach Drücken der Setup-Taste auf der Fernbedienung erscheint das Basismenü, welches grafisch attraktiv gestaltet ist. Noch eine Anmerkung: Das Audyssey MultEQ XT Menü für die Einmessung, oben genau beschrieben, erscheint nach Anschluss des Mikrophons auf der Frontseite. Die Beschreibung dieses Menüs haben wir im vorherigen Punkt dieses Tests abgehandelt, ebenso die Arbeitsweise von Audyssey. 

Im Punkt „Ein-/Ausgangszuordnung“ kann man wählen zwischen Monitorausgang, HDMI-Eingang, Komponenten-Video-Eingang, Digital-Audio-Eingang und Analoge Audioeingänge (Vorsicht – kleiner Rechtschreibfehler im Onkyo-Menü: Analoge-Audioingangen“ – hier sollte nachgebessert werden). Bei „Monitorausgang“ stehen zur Auswahl: HDMI Haupt, HDMI Sub, Beide, Beide (HDMI Haupt) und Beide (HDMI Sub) sowie Analog. Der Unterpunkt „Auflösung“ behandelt die Auflösung, die über den Monitorausgang bzw. über die Monitorausgänge ausgegeben wird. Von 480p/576p bis 1080p/24 Hz ist alles möglich, aber kein 480i/576i. Hinzu kommt die Möglichkeit zum 4k Upscaling, das verspricht Zukunftssicherheit. Weitere Modi sind „Auto“ (Kommunikation mit dem Bildwiedergabegerät), Quelle und Weitergabe. Im dann folgenden Menüpunkt „HDMI Eingang“ können den einzelnen Eingängen HDMI-Terminals zugeordnet werden. Das gleiche gilt auch für die Komponenten-Video-Eingänge und für die herkömmlichen digitalen Audioeingänge. Bei den analogen Audioeingängen wird keine Zuordnung vorgenommen, hier kann lediglich die Subwoofer-Eingangsempfindlichkeit geregelt werden. 

Sehr reichhaltig ist der 2. Punkt im Hauptmenü „Lautsprecher-Setup“. Hier wird unter dem ersten Punkt „Lautsprecher-Einstellungen“ die Lautsprecher-Impedanz (4 oder 6 Ohm), der Boxentyp vorne (Normal oder Bi-Amping) und die Vorverstärkerausgänge für Zone 2/3 (falls verwendet) eingestellt. Eine schöne Skizze des rückwärtigen Anschlusspanels hilft bei der Verdeutlichung, das gefällt uns sehr gut. Beim Punkt „Lautsprecher-Konfiguration“ wird bestimmt, ob ein Subwoofer vorhanden ist, zudem kann für jede einzelne im Setup verwendete Lautsprecher-Spezies (Front, Center, Surround, Front Wide, Front High, Surround Back) die Übernamefrequenz eingestellt werden, hervorragend sind die 5 Hz Schritte bei 45 und 55 Hz - das ist neu und findet unsere volle Zustimmung (40/45/50/55/60/70/80/90/100/120/150/200 Hz). Zudem wird festgelegt, ob ein oder zwei Back Surround Lautsprecher zur Verfügung stehen. Die Weichenfrequenz für das Tiefpassfilter des LFE-Kanals wird ebenfalls eingegeben, wenn man Vollfrequenzlautsprecher vorn L/R einsetzt, kann man überdies die „Double Bass“ Funktion aktivieren. Die Subwoofer-Phase kann eingestellt werden (0 oder 180 Grad). Unter „Lautsprecherabstand“ findet das Time Alignment statt, die Entfernung jedes Lautsprechers vom Hörplatz wird eingegeben (in 0,06 m-Schritten). Der Pegelangleich findet in 0,5 dB-Schritten statt. Die nächste Menüoption behandelt die Equalizereinstellungen. Es findet sich hier für jeden einzelnen Lautsprecher ein grafischer EQ für ein eigenes Adjustment des Anwenders. Es handelt sich nicht um einen parametrischen EQ, daher kann man nicht die ermittelte Audyssey-Kurve nachträglich bearbeiten. Folgende Frequenzbänder sind verfügbar: 63/160/400/1000/2500/6300/16.000 Hz. Zudem kann man festlegen, ob der manuelle EQ aktiv sein soll oder nicht. Unter „THX Audio Setup“ sind typische THX-Einstellungen vorhanden. Der Abstand der beiden Back Surround-Lautsprecher voneinander kann eingestellt werden, ebenso gibt der Anwender an, ob er einen THX Ultra 2 oder THX Select 2 Subwoofer einsetzt. Ist dies der Fall, werden die Boundary Gain Compension (BGC) und die Loudness Plus Funktion aktiviert (kann man separat auch wieder deaktivieren). 

Nächster Menüpunkt sind die Klangeinstellungen (Multiplex/Mono, Dolby, DTS, Audyssey DSX, Theater-Dimensional, LFE-Pegel). Hier können für jede Betriebsart die Eigenschaften justiert werden, so stehen bei Dolby z.B. zur Verfügung: PLIIx Panorama, Dimension, Center Width , PLIIz Heigth Gain, Dolby Volume (wenn die Funktion aktiviert ist, kann man den Volume Leveler für die Stärke der Kompression einstellen und den „Half Mode“ aktivieren). Als weitere Parameter kommen hinzu: Direct (Einstellungen Analog Subwoofer an/aus sowie Direct Stream Digital (für SACD) D/A-Wandlung direct/aus/an). Unter dem Punkt "Soundprogramm bearbeiten" können verschiedene Soundprogramme erstellt und bearbeitet werden: Wiedergabemodus, Subwoofer, Music Optimizer, Equalizer sowie alle Audyssey Schaltungen sowie Dolby Volume können angepasst werden. 

Im Submenü „Eingangs-Setup“ steht zunächst der Punkt „Audyssey“ bereit. Hier kann der Anwender zwischen den beiden Audyssey-Kurven „Music“ und „Movie“ wählen, je nach dem, was für Quellmaterial wiedergegeben wird. Zudem können Dynamic EQ (Klangoptimierung ähnlich einer adaptiven Loudnessfunktion) und Dynamic Volume (adaptive Dynamikbereichskontrolle) an- und ausgeschaltet werden. 

Sehr wichtig: Es gibt mit THX Loudness Plus, Dolby Volume, Audyssey Dynamic EQ und Audyssey Dynamic Volume verschiedene Systeme, die sich einer adaptivem Dynamikbereichskontrolle und einer adaptiven Klanganpassung im Sinne eines vollen Klangs auch bei niedrigen Lautstärken widmen. Man sollte nicht zwei Systeme, die für die selbe Aufgabe vorgestehen sind, parallel verwenden. Im nächsten Menüpunkt kann Onkyos selbst entwickelte IntelliVolume Lautstärkeanpassung bei Quellwechsel in ihrer dB-Wirkung angepasst werden. Wer die Funktion nicht unter HDMI als Automatik aktiviert hat, kann sich unter „Audio-/Video-Synchronisation“ mit der manuellen Lip Sync-Justage befassen. Bei „Änderung des Namens“ können die Eingänge umbenannt werden. Sehr umfangreich ist das Menü „Bildeinstellungen“, das auch quellselektiv verfügbar ist. 

Das Menü beginnt mit dem „Wide Mode“ (Auto, 4:3, Voll, Zoom, Breiter Zoom) und geht mit dem Bildmodus weiter (ISF Tag, ISF Nacht, Cinema, Game, Streaming, Weitergabe, Direct, eigene Einstellungen). Hervorragend, weil neutral und authentisch, sind die beiden ISF-Modi, je nach Raumlichteinfall kann man hier Day oder Night einsetzen. 

Wählt man „eigene Einstellungen“, kann man selber eine Vielzahl nützlicher Parameter optimieren: Man kann den Spielemodus aktivieren, den Film-Modus auf „Auto“ oder „Video“ schalten (der Automatikmodus funktioniert aber sehr gut) und eine mehrstufig schaltbare (und in den beiden unteren Stufen nützliche) Konturoptimierung vornehmen. Der nächste Punkt – Rauschunterdrückung – umfasst die Aktivierung oder De-Aktivierung einer global gültigen Rauschunterdrückung. Wird diese angeschaltet, können die einzelnen Rauschfilter, die darunter kommen (Moskitorauschfilter, Random-Rauschfilter, Blockrauschreduzierung) nicht verwendet werden. Wir raten, die generelle Rauschunterdrückung zu deaktivieren und die einzelnen Filter zu setzen. Es kann des Weiteren die Eingangsauflösung eingegeben werden (Parameter wie bei Monitor-Ausgabeauflösungseinstellung), zudem finden sich Regler für Helligkeit, Kontrast, Farbton, Farbsättigung und Farbtemperatur (kalt, normal, warm). Ebenso ist eine Gammakorrektur vorhanden, allerdings nicht grafisch, sondern mit Werten zwischen -3 und +3.  Für sehr versierte Anwender können Rot-Helligkeit, Rotkontrast, Grün-Helligkeit, Grünkontrast, Blau-Helligkeit und Blaukontrast separat optimiert werden.  Unter dem letzten Punkt des Menüs „Eingang-Setup“ findet sich die Audiowahl (HDMI, koaxial, Mehrkanal, Analog). 

Es folgt im Menü die „Voreinstellung des Hörmodus“, für jede Quelle kann entweder der letzte gehörte Soundmodus oder ein fixer Soundmodus bei Aktivierung eingestellt werden. Unter „Diverses“ hat der Anwender die Möglichkeit, Einstellungen bezüglich Pegel und Pegelanzeige vorzunehmen (Lautstärkeanzeige, Dämpfungspegel, Maximal-Lautstärke, Einschalt-Lautstärke, Kopfhörerpegel). Unter OSD-Anzeige kann man die Bildschirmanzeige an- oder ausschalten und die Sprache festlegen. 

Das nun folgende Hardwaresetup umfasst die Fernbedienungs-ID, die Multi Zone-Einstellungen (Ausgänge, Maximal- und Einschaltlautstärken für Zone 2 und 3), Tuner (Frequenzschritte AM-Bereich), HDMI (HDMI-Steuerung, HDMI Durchschleifen, Fernseher-Tonausgang, Audio-Rückkanal, LipSync), automatisches Standby, Netzwerk und Firmware-Update. Letzeres ist über Netzwerk mit Internetverbindung oder über USB möglich. 

Bei „Einrichten der Fernbedienung“ kann man den Modus festlegen (Wahl der Taste, die zu programmieren ist – man kann z.B. bei „TV“ programmieren, ob nur TV, TV/DVD oder TV-VCR aktiviert werden soll). Unter „Einstellung der Activities“ kann „My Movie“, „My Music“ oder „My TV“ angewählt werden. Jede Betriebsart kann in vielen Parametern individuell programmiert werden, z.B. My Movie: Fernseher einschalten, Quelle einschalten, Receiver einschalten, Ändern der Receiver-Quelle, Wiedergabe der Quelle, alles kann aktiviert oder deaktiviert werden. Im Menüpunkt „Einstellungen sperren“ kann man, damit niemand etwas ungewollt verändert, die getroffenen Einstellungen sperren.

Der Onkyo verfügt noch über ein „Home“ Menü, zu erkennen an der Taste mit dem Haus auf der Fernbedienung. Im Home Menü besteht die Möglichkeit zum Schnellzugriff auf: Eingang (Quellwahl), Audio (Soundprogramm, Bass, Höhen, Subwoofer-Pegel, Mittenpegel, Dolby Volume, Audyssey EQ-Mode, Dynamic EQ, Dynamic Volume, Nachtmodus, Music Optimizer (Soundverbesserung für komprimierte Musikdateien wie MP3 oder AAC, bringt mehr Brillanz in den Höhen, mehr Struktur im Bass und bessere Grobdynamik), Re-EQ und Screen Centered Dialog), Video (Breitmodus und Bildmodus einstellbar) sowie Wiedergabemodus (Movie/TV: All Channel Stereo/Full Mono/Dolby PLII Movie Theater-Dimensional/Direct/Mono/Dolby PLIIx Movie/Dolby PLIIz Height/DTS Neo:X Cinema/Dolby PLIIx Movie THX Cinema/Dolby PLIIx Movie Audyssey DSX/Dolby PLIIz Height THX Cinema/DTS Neo:X Cinema THX Cinema/Dolby PLIIz Height TV Logic, Music: All Channel Stereo/Full Mono/Pure Audio/Direct/Stereo/Dolby PLIIx Music/Dolby PLIIz Height/DTS Neo:X Music/Dolby PLIIx Music THX Music/Dolby PLIIx Music Audyssey DSX/Dolby PLIIz Height THX Music/DTS Neo:X Music THX Music/Dolby PLIIz Height Orchestra/Dolby PLIIz Height Unplugged/Dolby PLIIz Height Studio-Mix, Game: All Channel Stereo/Full Mono/Dolby PLII Movie Theater-Dimensional/Direct/Dolby PLIIx Game/Dolby PLIIz Height/DTS Neo:X Game/Dolby PLIIx Game THX Games/Dolby PLIIx Game Audyssey DSX/Dolby PLIIz Height THX Games/DTS Neo:X Games THX Games/Dolby PLII Game THX Select II Games/Dolby PLIIz Height THX Select 2 Games/Dolby PLIz Height/Games Role Play Game/Dolby PLIIz Height Game-Action/Dolby PLIIz Height Game-Rock/Dolby PLIIz Height Game-Sport, THX: Dolby PLIIx Movie THX Cinema/Dolby PLIIz Height THX Cinema/DTS Neo:X Cinema THX Cinema/Dolby PLIIx Music THX Music/Dolby PLIIz Height THX Music/DTS Neo:X Music THX Music/Dolby PLIIx Games THX Games/Dolby PLIIz Height THX Games/DTS Neo:X Game THX Games/Dolby PLII Game THX Select2 Games/Dolby PLIz Heigth THX Select2 Games).

Insgesamt bietet der TX-NR5009 eine sehr große Funktionsvielfalt. Besonders hervor stechen die beinahe unzähligen möglichen Kombinationen von Primär- und Sekundär-DSPs für Decoding und Nachbearbeitung, die für jede Quelle – ganz gleich, ob Film, Musik oder Spiel – eine Vielzahl an Konfigurationsmöglichkeiten bieten. Sehr umfangreich fällt auch die Videosektion mit verschiedenen Bildprogrammen und zusätzlichem reichhaltig ausstaffierten Video EQ aus. Das Home-Menü ermöglicht einen schnellen OSD-basierten Zugriff auf beinahe alle betriebsrelevanten Parameter. Alle Menüs sind übersichtlich und mit Hilfe der Fernbedienung einfach zu steuern. Hilfetexte erleichtern das Verständnis. 

Internet Radio und Music Streaming

Verschiedene Plattformen

vTuner - Übersicht

vTuner - Musikrichtungen

vTuner, nach Auswahl der Musikrichtung kommt die Übersicht über die Stationen

Auswahlkriterium "High Quality"

Wiedergabe eines Senders

AUPEO!

Stationsübersicht

Wiedergabe bei AUPEO!

Für Spotify wird ein Account benötigt

Man kann sich selbst Favoritenlisten erstellen

Musik-Streaming über DLNA

Ordnerübersicht

Ordnerinhalt

DLNA-Wiedergabe

Die kostenlose vTuner Applikation sowie AUPEO! haben wir getestet und waren beeindruckt von den schnellen Reaktionen des TX-NR5009. Rasch ließ sich der AV-Receiver per LAN ins Netzwerk bringen, und innerhalb weniger Sekunden konnten wir schon vTuner-Sender in klarer, störungsfreier Klangqualität genießen. Das Buffern des Streams geht sehr schnell vonstatten. Auch innerhalb der AUPEO! Plattform bewegt sich der TX-NR5009 sehr schnell. Das Streaming von Audio-Dateien (akzeptierte Formate: (MP3, WMA, WMA Lossless, FLAC, WAV, Ogg Vorbis, AAC, LPCM) von PCs und Servern im gleichen Netzwerk gelingt ebenfalls mit flotten Ansprechzeiten, übersichtlicher Bedienung und sehr gutem Sound. Mittels der iPhone App konnten wir den TX-NR5009 in weiten Zügen steuern. Sehr praktisch ist die App, wenn man, ohne den TV oder Beamer einzuschalten, Internet Radio Sender aussuchen möchte. Das gesamte, sonst auf dem Bildschirm gezeigte Internet Radio Menü findet sich übersichtlich auf dem iPod Touch oder auf dem iPhone. 

Steuerung der Internet Radio/Media/DLNA-Features bequem übers iPhone

Test-Equipment
Klang

Audyssey

Audyssey nimmt dem TX-NR5009 akustisch zwar minimal Spritzigkeit und Detailfreude, die Verluste fallen aber geringer aus als bei früheren Audyssey-Systemen. Die Übergänge Front-Surround fallen auch unter weniger günstigen räumlichen Bedingungen im Hörraum sehr homogen aus. Die typischen akustischen Merkmale der verwendeten Lautsprecher bleiben zu einem beträchtlichen Teil auch nach der im Vergleich zu früheren Versionen zielgerichteteren und präziseren Audyssey-Arbeit erhalten. 

Blu-ray Multichannel

Bei der 2. BD des Tiesto-DJ-Spektakels „Elements of Life – Copenhagen“, abgemischt in DTS-HD Master Audio, brilliert der TX-NR5009 wie kaum ein zweiter AV-Receiver in diesen Preisklassen. Er verdichtet alle klanglichen Elemente zu einem außerordentlich räumlichen Gesamterlebnis, er fesselt den Zuhörer durch blitzschnelles Reagieren auf Effektbalance-Wechsel und präsentiert dem Zuhörer die tobende Menge in aller Authentizität. Mit ungeheuer präziser Ansteuerung des aktiven Subwoofers wird der Bassbereich zu einem Feuerwerk der Sonderklasse. Man sollte dem TX-NR5009 bei „Back in Your Head“ und bei „Adagio für Strings“ unbedingt einen potenten aktiven Subwoofer zur Seite stellen, der impulstreu ist und eine kraftvolle Endstufe sowie einen tadellosen Tiefgang mitbringt. Wir würden, sollte höchste Klangqualität verlangt werden, sogar den eingebauten grafischen EQ deaktivieren und auch Audyssey MultEQ XT außen vor lassen, wenn die Aufstellsituation und die Klangcharakteristik des Hörraums dies zulassen. So kraftvoll und rein wie der Onkyo klingt, feiert er im Übrigen tiefste Bässe auch ohne zusätzlichen Support eines aktiven Subwoofers ab und besticht durch unglaubliche Leistungsreserven – hier wird Boliden-Niveau geboten, sogar die Pegelkönige von Pioneer werden vom Onkyo hart angegriffen. Das Tolle am TX-NR5009 ist, wie leicht und locker man über längere Zeit hochpegelig hören kann. Bei „He’s a Pirate“ treibt der Beat leicht, knallhart und schnell durch den Hörraum, der gern auch zwischen 40 und 50 Quadratmeter messen kann. Der TX-NR5009 spielt mit Beats und Effekten, er geht so souverän damit um wie ein begnadeter Organist mit seinem imposanten Instrument. Effektanteile werden sekundenschnell aufbereitet, die tonale Neutralität reicht so weit, dass sie beinahe vollkommen ist – bis auf einen leicht seidigen, angenehmen Einschlag, der für die herausragende Langzeit-Hörqualität sorgt, die kaum ein anderer bislang getesteter AVR aufbieten konnte. Der Onkyo ist Club-Maschine ersten Ranges und dringt in Pegelregionen vor, die sonst nur Vor-/Endstufenkombinationen oder doppelt so teuren Boliden vorbehalten waren.

Wir haben auch das Intro des Within Temptation „Black Symphony“ Konzertes (PCM-Multichannel) angehört – Choralgesänge, der Beifall des Publikums, Basseinsatz und mystischer Gesamtklang verdichten sich zu einem alle Sinne berührenden Erlebnis. Der TX-NR5009 beeindruckt auch hier durch eine begeisterte Mischung aus Muskelspiel und feinfühliger Dynamik: Der Choralgesang kann so exzellent wiedergegeben werden, dass man dem TX-NR5009 unbedingt einen leistungsfähigen Centerlautsprecher zur Seite stellen sollte. Der Aufbau wird fein und klar betrieben, erst Ketten weit jenseits der 15.000 EUR bieten hier einen echten Mehrwert. Zusammen mit dem KEF-Set wird hier ein Klangvergnügen offeriert, das über die Preisklasse von AVR und LS-Set beispielhaft ist. Die faszinierende Räumlichkeit lässt eine Verlagerung des akustischen Spiel mitten in den freien Hörraum zu: Der Klang haftet nicht an den Membranen, sondern kann sich frei und intensiv ausbreiten. Wir notieren, nun ganz nüchtern: Onkyo ist mit dem TX-NR5009 nicht nur ein großer Wurf gelungen, er egalisiert auch – so deutlich muss man es sagen - die Leistungen seiner Vorgänger. Wir haben lange nicht mehr einen AVR in der Redaktion gehabt, bei dem ein so großer klanglicher Fortschritt heraus zu hören war wie bei diesem Kandidaten: Pegelfreude, Struktur, Räumlichkeit, Finesse im Detail, vokale Konturen – das ist Extraklasse, während der TX-NR5008 zwar sicherlich ein guter AVR war, aber keine Lichtgestalt wie sein Nachfolger, der auch nahezu alle Konkurrenten in den Schatten stellt. Das über alle Maßen mitreißende Intro erlebt der Zuhörer wie live mit. Als dann die Band mit der Sängerin unter dem ohrenbetäubenden Beifall die Bühne betritt und das eigentliche Konzert beginnt, erreicht die Stimmung, auch die im Hörraum, ihren Höhepunkt: Urplötzlich legt die Band los, mit Verve und ungemeinem Nachdruck. Der TX-NR5009 stellt diesen Dynamiksprung überragend heraus, er managt alles so locker, als gäbe es kaum etwas Leichteres. Dabei vergisst der Onkyo auch bei hohem Pegel nicht die Einarbeitung feiner Details, die sich bis in hintere Ebenen zurückverfolgen lässt. 

Bei Andrea Bocellis „Romanza“ (PCM 5.1, Track 2 auf der BD „Vivere -Live in Tuscany“) beweist der TX-NR5009, wie ausgeprägt seine sensible Seite ist: Die instrumentalen Teile wirken in sich geschlossen und sehr präzise, aber besonders beeindruckt, wie frei und unmittelbar Andreas Stimme sich ohne Grenzen im Hörraum ausbreitet. Hier lohnt es sich, auf die kleinen Einzelheiten, die selbst ein TX-NR1009 oder ein Pioneer SC-LX75 noch liegen lässt, zu achten: Das Abklingen von Instrument oder Stimme, die feine Räumlichkeit, die durch viele Facetten Echtheit vermittelt. Die Streicher klingen samtig, virtuos, fein – es geht in der Preisliga bis 3000 EUR derzeit kaum besser. Sicher, es werden wieder neue Standards kommen, aber aktuell gibt der Onkyo den Ton an: So geschmeidig, wie er selbst bei hohem Pegel noch die Gesamtwiedergabe durchorganisiert, kann er sich an die Klassenspitze setzen. 

Seine Klasse stellt der TX-NR5009 bei der BD-Audio "2L - The Nordic Sound" unter Beweis. Bei Wolfgang Amadeus Mozarts Violinenkonzert in D-Dur (Allegro) spürt der Hörer die Spielfreude der Musiker. Onkyo-typisch klingen die Streicher besonders harmonisch und nie aggressiv oder spitz. Der Einsatz des gesamten Orchesters kommt aus zeitlicher Perspektive immer genau richtig - filigran und feinfühlig präsentieren sich die Violinen innerhalb der Solis. Der Klang löst sich vortrefflich von den Lautsprechern, wer im Surroundbetrieb Vollbereichslautsprecher einsetzt, die dem vorn für L/R verwendeten Typ entsprechen, wird sich mitten im virtuellen Konzertsaal wähnen. Feine Nuancen in den hinteren Reihen des Orchesters entgehen dem TX-NR5009 nicht. Wer hier nochmals deutlich die Klangqualität steigern möchte, muss allein schon ins LS-Setup nochmals sehr viel mehr Geld investieren. Dann sind zwar noch Sprünge möglich, das ist nicht zu leugnen - diese stehen aber in einem eher ungünstigen Verhältnis zum finanziellen Mehraufwand. 

"Baraka" - künstlerisches Meisterwerk, musikalisch eindrucksvoll untermalt und mit kleinen, filigranen Effekten versehen, werden hier verschiedene Kulturkreise und Erdteile in eindrucksvoller Tonqualität (DTS-HD Master Audio) demonstriert. Das zweite Kapitel behandelt Lhasa/Tibet. Das Glockenläuten, feine Geräusche, der Music Score sowie der plötzliche, tief nach unten reichende Basseinsatz legen offen, dass der TX-NR5009 auch den sehr anspruchsvollen Hörer zufrieden stellt. Auch wenn in diesen Kreisen der Kaufpreis mit 3000 EUR - für den "Normalverbraucher" oft unerreichbarer Traum - als bescheiden angesehen wird, sollte man sich davon nicht täuschen lassen: Nicht alles, was deutlich kostspieliger ist, ist auch hörbar besser. Der TX-NR5009 begeistert durch die subtile Einarbeitung kleiner Nuancen und durch die hoch präzise Ansteuerung des aktiven Subwoofers. Leises Ausklingen eines Instruments, aus einer Schüssel fließendes wasser, das Geräusch des Kehrens mit einem Reisigbesen - alle Effekte werden mit großer Sorgfalt behandelt. In Kapitel 5 beweist der TX-NR5009 aufs Neue, wie gekonnt er den aktiven Subwoofer ansteuert. Und ist der Sub ein sehr talentierter Kandidat wie der PSW-4000 aus dem Hause KEF (wird leider nicht mehr gebaut, für uns nach wie vor einer der besten Subs überhaupt unter Einbeziehung des Preis-/Leistungsverhältnisses), dann ist Spektakel pur garantiert. Als der Bass dann urplötzlich - nach vielschichtigem Aufbau - aufhört, werden die Geräusche des Windes sehr dicht und mit hoher Plastizität übertragen. Als sich dann das Klangbild neu formiert und sich neue akustische Anteile nach und nach mit zuschalten, beweist der 5009 wieder seine große Übersicht: Blitzschnell kommen auch kleine Effekte zu ihrer verdienten Geltung und werden ins tonale Gesamtgeflecht eingearbeitet. 

Mit Filmmaterial geht der TX-NR5009 auch wie ein echter Champion um – Beispiel ist der Beginn von „Batman – The Dark Knight“ (Dolby TrueHD), der Aufbau gleich zu Beginn wird vom Zuhörer intensiv miterlebt, die Stimmen der Schergen des Jokers, der imposante Music Score, das Laden der Waffen, die Schießerei in der weitläufigen Schalterhalle und die Schreie der Mitarbeiter und Bankkunden. Selbst der Schuss aus der Waffe mit dem Schalldämpfer wirkt sehr realistisch, trocken, schnell und hart. Als der Spezialbohrer am Safe angesetzt wird, hört man selbst Kleinigkeiten genau heraus. Der Filialleiter, erbost und mit Pumpgun bewaffnet, eröffnet gezielt das Feuer auf die Eindringlinge. Seine großkalibrigen Geschosse hämmern mit hohem Bassanteil durch den Hörraum und unterscheiden sich deutlich von den MP-Salven aus den automatischen Waffen der Gangster. 

Im 17. Kapitel von "Avatar" kämpft Jake Sully im Gewand des Avatars um die Bändigung seines ihm zugedachten drachenartigen Flugwesens. Mit Wucht knallt das wütende Tier gegen harte Felsen, mitten im Raum steht der deutlich hörbare Flügelschlag. Der TX-NR5009 führt Stimm-, Musik- und Effektwiedergabe ausgezeichnet zusammen und glänzt durch eine ausgeglichene, sehr gut durchhörbare Klangcharakteristik. Auch im ruhiger beginnenden Kapitel 18 spielt der TX-NR5009 seine Trümpfe aus – als dann plötzlich der Angriff des blutrünstigen fliegenden Monsters erfolgt, sind die Endstufen des Onkyo in Sekundenbruchteilen mit voller Leistung am Start und liefern eine schnelle und druckvolle Effektwiedergabe. Im 20. Kapitel herrscht eine ähnliche Situation, mitten in die morgentliche Ruhe brechen die gigantischen Maschinen akustisch herein. Der Music Score wird bedrohlich, das Knacken von Ästen und Baumstämmen kündigt die weitere Zerstörung von Pandora an. In allerletzter Sekunde gelingt die Flucht, während um die Flüchtenden herum alles zusammenbricht. Der TX-NR5009 gefällt im Filmtonbetrieb durch die ungemein plastische Einarbeitung von Effekten, gleichzeitig aber steht jederzeit ein enormes Energiepotential zur Verfügung. Plötzliche Dynamikunterschiede werden exzellent heraus gearbeitet. Die Räumlichkeit ist schon im 5.1 Betrieb immens, sehr dicht, in Tiefe und Weite sowie Stabilität beeindruckend. 

Die verschiedenen Surround-Aufpolierer und deren Möglichkeiten

Der Onkyo bietet viele verschiedene Hörmodi, die wir oben bei den Erläuterungen zum Menü bereits aufgelistet haben. In der Praxis sind die verschiedenen THX-Modi für Film- und Musikmaterial (!) ausgezeichnet geeignet. Gerade in Verbindung mit einem entsprechenden THX Lautsprechersystem empfängt den Zuhörer ein sehr Kino-mäßiger Sound, mit verständlicher Stimmwiedergabe auch bei hohem Pegel, sehr hoher Homogenität und einer ausgeprägten Räumlichkeit. Wir möchten an dieser Stelle darauf hinweisen, dass im THX-Betrieb alle Lautsprechereinstellungen manuell vorgenommen werden sollten. Von der Inbetriebnahme von Audyssey sollte man im Sinne eines THX-konformen Klangbildes absehen. Die Kombination aus THX-Betriebsart und dts Neo:X ist herausragend bei Verwendung z.B. einer 9.2 Kombination: Dann fühlt sich der Hörer förmlich vom Klang durchdrungen und umgeben, nicht nur das 360 Grad Surroundpanorama ist vorhanden, zusätzlich fühlt sich der Zuhörer auch von oben anstatt nur von der Seite entsprechend eingebunden. Im Gegensatz zu Dolby PLIIz agiert dts Neo:X nachvollziehbarer, ohne das Klangbild zu verbiegen. Während PLIIz sehr subtil vorgeht und nicht offensiv das Klangbild frontal nach oben öffnet, macht Audyssey DSX (im Front Heigh-Einsatz) genau das Gegenteil: Der Zuhörer bekommt Raum en masse serviert, die vertikale akustische Ausprägung erscheint uns teils unnatürlich integriert. Zwar ist es schon imposant, was DSX leistet, in der Praxis aber wählen wir die "goldene Mitte" - und das ist dts Neo:X. Für alle komprimierten Dateiformate ist der Music Optimizer hervorragend geeignet. Das Klangbild ist nicht mehr so müde, sondern hörbar strukturierter, bringt mehr Lebendigkeit und Transparenz mit. Der Hochtonbereich ist besser durchhörbar, der Bassbereich glänzt durch verbesserten Tiefgang und mehr Kontur. 

Stereoklang

Bei "L'Attesa" von Andrea Bocelli beweist der TX-NR5009, dass er dazu gewillt ist, auch anerkannt gute Mittelklasse-Stereoverstärker unter Druck zu setzen. Die Stimme Andreas löst sich sensibel vom Lautsprecher, die Bühne weist in Tiefe und Breite sehr realistische Werte auf. Die Differenzierung vokaler und instrumentaler Anteile gelingt ausgezeichnet. Detail in den hinteren akustischen Ebenen gibt der Onkyo zu einem beachtlichen Anteil wieder, wenngleich der Kenner ein leichtes Schwinden an Struktur und Kontur, vornehmlich im Hochtonbereich, ausmachen wird, welches bei hochwertigem Stereo-Equipment nicht heraus zu hören ist. Bei Bryan Ferrys "It's All Over Now, Baby Blue" beeindruckt die ins sich schlüssige, temperamentvolle Gesamtwiedergabe des Onkyo, der viel Atmosphäre und ein natürliches Raumgefühl bereit stellt. Das Mundharmonika-Spiel bringt Verve und eine in allen Frequenzbereichen sehr gute Auflösung mit. Bei der Tiesto-Version des Goldfrapp-Hits "Rockets" hämmert der Onkyo mit sehr exakter Basswiedergabe punktgenau die tiefen Frequenzen durch den Hörraum. Der Klang ist annähernd neutral und wird nur im oberen Mitteltonbereich und im Hochtonbereich durch die seidig-samtige Auflösung besonders angenehm und minimal warm. Die Stimme scheint mitten im Raum zu stehen und löst sich hervorragend vom Lautsprecher. 

Videosektion

Star Wars Episode III – Die Rache der Sith, Filmmaterial 576i > 1080p

Der Onkyo bietet eine enorm ruhige Darstellung der Laufschrift mit hoher Kantenstabilität und Bildruhe sowie einer natürlichen Farbwiedergabe. Nur in den ersten paar Sekunden der Wiedergabe wechselt beim Durchlauf minimal der Gelb-Ton. In den vorderen Ebenen ist nur sehr geringe Treppenstufenbildung an den Buchstabenkanten zu sehen, die in den hinteren Bereichen etwas erhöht wirkt. Erst im hinteren Drittel prägt sich etwas mehr Instabilität an den Kanten der Buchstaben aus und leichtes Zittern ist zu sehen. Ohne Wellenbewegungen oder Ausbleichen der authentischen Farbwiedergabe bietet der Onkyo eine hervorragende Leistung in den ersten Minuten. Der Schwarzwert wirkt ausgezeichnet, es werden nahezu alle vorhandenen Sterne herausgearbeitet. Nach einem sehr kurzen Moment steht der imperiale Sternzerstörer, auf den die Kamera schwenkt, stabil und plastisch im Raum, auch die Kommandobrücke im linken Bereich steht stabil. Nur im vorderen Bereich ist kurz eine leichte Wellenbildung sichtbar. Insgesamt macht sich nur geringe Rauschentwicklung bemerkbar, selbst im roten Streifen des Schiffes sieht nur das geschulte Auge leichtes Rauschen. Die kleinen Raumjäger, in denen sich Obi-Wan und Anakin befinden, bilden stabile Objektkanten und flüssige Bewegungen während ihrer Manöver über den Sternzerstörer. Der im Schatten liegende Bereich w des Flügels des Sternzerstörers wirkt gut durchzeichnet und bietet saubere Detailauflösung. Beim Abknicken auf Coruscant eröffnet sich eine ausgesprochen plastische Bühne voller Kriegsschiffe und Raumstationen, die in verschiedenen Ebenen im Raum stehen und deutlich sichtbar über der Planetenoberfläche schweben. Die folgenden Manöver im Kriegsgeschehen gelingen ebenfalls mit guter Bildstabilität, die Farbdynamik ist in sich stimmig und filmecht. Die Kantenschärfe bei Großaufnahmen fällt ein wenig ab, legt aber bei Nahaufnahmen zu, dann werden auch viele Einzelheiten an den Raumschiffen sichtbar. In den Cockpits werden die Details an Armaturen und der Kleidung der Jedi-Ritter gut strukturiert herausgezeichnet, auch Feinheiten in den Gesichtern sind erkennbar. Die Hautfarben kommen differenziert zur Geltung. Im Vergleich mit den visuell sehr guten Star Wars-Blu-rays bietet der Onkyo TX-NT5009 zu 85 Prozent HD-Feeling - die nochmals höhere Bildruhe, mehr Details und weniger Rauschen machen für den Experten aber schnell die Vorzüge der Blu-ray sichtbar, während der weniger versierte Anwender kaum glauben mag, dass durch effektive Bearbeitung aus 576i DVD-Material das Bilderlebnis werden kann, das der TX-NR5009 bereitstellt. 

AVEC Professional TEST DVD, Videomaterial 576i -> 1080p

  • Laufschrift in verschiedenen Geschwindigkeiten: Der TX-NR5009 punktet mit einen ruhigen Lauf der Schriften, selbst in der höchsten Geschwindigkeit gibt’s es nur geringes Kantenzittern, leichtes Flimmern einzelner Lettern und kaum Nachzieheffekte, auch die Farbtrennung gelingt in allen Bereichen ausgezeichnet. Artefakte sind nicht zu erkennen.
  • Megentafarbene Siemenssterne, ein großer Stern zentriert, vier kleine in den Bildschirmecken, grüner Hintergrund: Sehr gut sind auch an den kleinen Sternen die einzelnen Segmente auszumachen. Der Lauf ist gleichmäßig und ruhig, die farbliche Darstellung ist rein. Innerhalb der Segmente sind nur geringfügig Störstreifen sichtbar. 
  • Schwingendes Pendel: Das Pendel wird mit sehr guter Performance wiedergegeben. Die noch beim TX-NR1009 beobachteten, ab dem oberen Drittel sichtbaren leichten Nachzieheffekte an der Pendellinie sind hier kaum noch zu sehen, die Balken lassen sich ab der Mitte immer noch tadellos differenzieren. Die Linie, über die das Pendel gleitet, bleibt beinahe vollkommen stabil und bildet nur kurzzeitig geringfügige Treppenstufen aus.
  • Dame vor verschieden farbigem Hintergrund: Gekonnte, reine Farbwiedergabe, fein Ausgestaltung der Konturen von Kopf und Körper. Geringes Farbrauschen, geringe Neigung zu Blockartefakten. Diese kann man mit Setzung des entsprechenden Filters noch abschwächen. Leichte Artekfakte in der oberen Armgegend. 
  • Stadtbild Esslingen: Esslingen überzeugt mit solider Bildruhe. Bei der Kamerafahrt bleibt die Mauerlinie stabil, auch das Zeilenrauschen auf den Hausdächern beim Blick auf Esslingen ist gering. Die Plastizität und der räumliche Eindruck sind sehr gut, die Struktur und Detaillierung an den Laubbäumen, dem Rasen und dem gepflasterten Weg ist überzeugend.
Konkurrenzvergleich
  • Pioneer SC-LX75: Für sehr deutlich weniger Geld offeriert der Pioneer eine tolle Ausstattung mit dem derzeit besten erhältlichen Einmesssystem. Hinzu kommt ein sehr lebendiger Klang und eine herausragende Pegelfestigkeit. Die Videosektion weist im Vergleich zu früheren Generationen deutliche Verbesserungen auf und ist nun auf Augenhöhe mit den Besten. Der deutlich kostspieligere Onkyo rechtfertigt seinen Mehrpreis mit noch besserer Pegelfestigkeit, noch ausgefeilterer Räumlichkeit, feinerer Detaileinarbeitung und samtig-seidigem Hochtonbereich, der überdies hinaus eine überragende Durchhörbarkeit bietet. Keine Frage - der TX-NR5009 lässt akustisch ältere Boliden wirklich "alt" aussehen, das gilt auch für den Stereobetrieb. 
  • Yamaha RX-V3067: Der preiswertere Yamaha wird jetzt vom RX-A3010 abgelöst (Test folgt), ist aber nach wie vor ein sehr guter AV-Receiver. Tonal neutral abgestimmt, trumpft er mit seinen vielen HiFi und Kino DSP-Programmen auf, die bei richtiger Anwendung das Hörvergnügen intensivieren. Die Streamingfähigkeiten beschränken sich wie bei Onkyo und Pioneer auf Musikdateiformate. Die Videosektion des Yamaha ist durchschnittlich und setzt keine Bestmarken mehr. 
  • Onkyo TX-NR1009: Der kleinste Onkyo Neunkanal-AVR kostet im Vergleich zum 5009 nur die Hälfte, ist aber beinahe ebenso gut ausgestattet. Verkehrte Welt? Mitnichten, denn anstatt in weitere, in der Praxis meist überflüssige und die Bedienung nur komplizierter machende weitere Features zu investieren, hat Onkyo sich lieber traditioneller Maßnahmen bedient, um einen Respektabstand zwischen den beiden Komponenten herzustellen: Nur noch das Grundkonzept des inneren Aufbaus ist ähnlich, die Baugruppen im 5009 sind hingegen so hochwertig, dass sich auch sehr gute Vor-/Endstufenkombinationen bedenkenlos damit schmücken könnten. Die gesamten Maßnahmen haben zur Folge, dass sich neue klangliche Horizonte auftun: Mehr Räumlichkeit und Spielfreude, deutlich gestiegene Souveränität bei großen Pegeln, mehr Grob- und mehr Feindynamik machen die Rangordnung im Hause Onkyo überdeutlich. Für Klang-Fans mit entsprechendem Budget ist der 5009 klar die erste Wahl, Preis-Leistungsbewusste greifen zum TX-NR1009. 
  • Onkyo TX-NR5008: der TX-NR5009 ist deutlich teurer geworden - das sind die schlechten Nachrichten. Die gute Nachricht: Klanglich stellt der 5009 den 5008 klar in den Schatten. Mehr Finesse, Feinheit, Samtigkeit und Räumlichkeit sowie Pegelfestigkeit sorgen für einen Vorsprung des neuen Gerätes. Auch die Videosektion ist sehr deutlich besser geworden. 
Fazit

Multitalent: TX-NR5009

Hervorragende klangliche Leistungen

Der Onkyo TX-NR5009 stellt eine klare Aussage in den Mittelpunkt seines Auftretens: Ich bin ein deutlicher Schritt nach vorn. Mit einer Mischung aus Sensibilität, geschmeidiger Samtigkeit und purer Kraft antretend, fällt es schwer, sich der anziehenden Wirkung des TX-NR5009 zu entziehen. Die Mischung passt einfach immer, ganz gleich, ob Musik oder Filmton wiedergegeben werden sollen. Selbst anerkannt gute Boliden tun sich schwer, den akustischen Durchmarsch des TX-NR5009 aufzuhalten. Ganz gleich, ob Multichannel oder Stereo -  immer beeindruckt das enorme akustische Darstellungsvermögen. Er geht immer mit großer Sicherheit seiner Aufgabe nach und schafft es, jederzeit ein ganzheitliches akustisches Erlebnis zu präsentieren, in dem auch anspruchsvolle Musik- und Filmtonliebhaber kaum etwas vermissen dürften. Die Videosektion gefällt ebenfalls mit hervorragender Güte, dabei spielt es keine Rolle, ob Video- oder Filmmaterial auf 1080p hochkonvertiert wird. Die vielfältigen und effektiven Einstelloptionen des Video-EQ sind ebenfalls lobend zu erwähnen, diesen Umfang bietet kaum ein Konkurrent. Keine Kritik auch bei der üppigen Anschlussbestückung, auch große Zuspieler-Mengen finden problemlos Anschluss. Die Verarbeitungsqualität ist hervorragend, die Bedienung trotz des Funktionsumfangs relativ übersichtlich. Schade ist lediglich, dass keine Videodateien gestreamt werden können.

Akustisch mit beeindruckender Überlegenheit Maßstäbe setzender Premium-AV-Receiver mit Vollausstattung

AV-Receiver Oberklasse
Test 05. Oktober 2011

+ Erstklassige Räumlichkeit 
+ Hervorragende Grob- und Feindynamik
+ Gleichbleibend hohe Performance auch im Stereobetrieb
+ Alle derzeit wichtigen Decoder an Bord
+ Ausgezeichnete Videosektion
+ Üppige Anschlussbestückung
+ Viele verschiedene Internet Audio-Plattformen 
+ Solide und hochwertige Verarbeitung

- Kein Streaming von Videodateien

Text: Carsten Rampacher
Fotos: Sven Wunderlich
Datum: 05.10.2011

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