TEST: Nubert Aktivsubwoofer nuVero AW-13 DSP - Eleganz und höchste Performance

18.11.2011 (cr/sw)

nuVero AW-13 DSP mit 440 Watt-Endstufe für 1360 EUR - hier mit Gitter

Und hier ohne Gitter

nuVero AW-13 DSP von unten

Fernbedienung für alle Funktionen

DSM-500 - eines der besten DSP Subwoofer Module, die es derzeit gibt

Einführung

Bislang fehlte den nuVero-Lautsprechern mit den Kennziffern 3,4,5,10 und 11 ein aktiver Subwoofer aus der gleichen Produktlinie, der den tieffrequenten Support in allen Betriebsarten optimiert. Das hat sich jetzt nachhaltig geändert, denn, wie die Nubert-Website zeigt, ist der nuVero AW-13 DSP für faire 1360 EUR als kraftvolle Ergänzung neu im Programm. Hervorstechend am nuVero AW-13 DSP ist, dass Gehäuse, Verstärkermodul und die bidirektional arbeitende Funkfernbedienung in Deutschland produziert werden - "Made in Germany" ist selten geworden, bei Nubert allerdings noch zu finden. Der nuVero AW-13 DSP wartet mit einer Vielzahl an Ausstattungsmerkmalen auf, die belegen, dass es sich um ein sorgfältig entwickeltes Produkt handelt, welches im Praxisbetrieb zu Höchstleistungen fähig ist. Belegt wird dies durch das digitale Subwoofermodul DSM-500, das auf wenig Raum ein großes Ausmaß an technischen Möglichkeiten beherbergt. Auch die eingebaute Class D-Endstufe, die satte 440 Watt bereitstellt und so die beiden 18 cm Tieftöner in Langhubtechnik beliefert, ist Kennzeichen des AW-13 DSP. 

Die Digitaltechnik des aktiven Subwoofers hält eine ungeheure Funktionsvielfalt bereit - Nubert versteht die DSP-Technologie ganz klar in dem Sinne, dass unter allen räumlichen Bedingungen stets eine optimale, klare und reine Basswiedergabe sichergestellt ist - DSP im Dienste der reinen Basskraft, salopp gesprochen. Aufgrund der nicht in allen Punkten überzeugenden Präzision und Impulstreue verzichten die Schwaben auf ein automatisches Einmesssystem, das gerade bei Subwoofern aufgrund der speziellen akustischen Gegebenheiten im Bassbereich bislang gerade anspruchsvolle Klangliebhaber nicht restlos überzeugen kann - und wie man von Nubert weiß, werden erst dann derartige Features übernommen, wenn sie so clever konstruiert sind, dass keine akustischen Schwächen ins hohe Gesamtniveau der Klang-Kunstwerke von der Ostalb eingreifen können. So hat beim AW-13 DSP der Anwender die Trümpfe in der Hand - und das Sortiment ist reichhaltig. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten hinsichtlich der Einbindung in eine bestehende Anlage und, wie schon erwähnt, der Anpassung an den Hörraum. Der eingebaute flexible Tiefpassfilter garantiert durch seine fein gerasterten Stufen eine größtmögliche Harmonie zwischen Subwoofer und Satelliten/Hauptlautsprechern. 

Auf der anderen Seite des Übertragungsbereiches unterdrückt ein auch sehr flexibles Hochpassfilter sehr effizient subsonisches Rumpeln oder das unschöne Auftreten von Druckkammereffekten, die vor allem im kleineren Räumen (in die man den AW-13 DSP aufgrund seiner in Anbetracht der Leistungsstärke zurückhaltenden Abmessungen sehr gut integrieren kann) dem Klang viel Durchhörbarkeit und Transparenz nehmen. Noch mehr Möglichkeiten werden durch den parametrischen Dreiband-EQ offen gelegt. Das Besondere an einem parametrischen Equalizer ist die genaue Justagemöglichkeit hinsichtlich verschiedener klangbeeinflussender Faktoren. Für die drei Frequenzbänder können beim nuVero AW-13 DSP die Mittenfrequenz und die Amplitudenänderung sowie die Filtergüte Q (entsprechend der Bandbreite) eingestellt werden. So kann man mit Hilfe des EQs Dröhnfrequenzen effektiv unterbinden. 

Anschlussfeld, dahinter verbirgt sich das DSP-Modul. Die USB-Schnittstelle dient nur zu Service-Zwecken

Dass Nubert solche DSP-Meisterwerke komponieren kann, hat im Test schon der Nubert nuLine AW-1300 DSP eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Allerdings möchte Nubert auch weniger versierten Anwendern die Klangstärke des nuVero AW-13 DSP näher bringen. ZU diesem Zweck verbaut Nubert ab Werk fünf vorprogrammierte Einstellungen, die bequem über die Fernbedienung abrufbar sind. Natürlich kann jede Voreinstellung - auch Preset genannt - abgeändert und angepasst werden, sollte der Wunsch nach Individualisierung beim glücklichen Besitzer entstehen. So kann der nuVero AW-13-Besitzer quelloptimiert arbeiten und sich z.B. für Stereo und Surround unterschiedliche Voreinstellungen zusammen stellen. Doch damit nicht genug - auch wenn der AW-13 DSP schon im Single-Subwoofer-Einsatz für eine überragende Bassperformance sorgt, ist es für denjenigen Anwender, der die derzeit modernste und beste Art der Basswiedergabe realisieren möchte, mit Hilfe des AW-13 DSP möglich, ein so genanntes Double Bass Array (DBA) aufzubauen - besser können Raummoden derzeit nicht eliminiert werden. Natürlich muss auch der technische und konstruktive Rest dem Level der ausgefeilten DSP-Sektion entsprechen, daher sind die beiden 18 cm Langhubchassis aufwändig und robust sowie im Sinne bestmöglicher Impulstreue ausgelegt. 

Mit mehr als 30 mm Auslenkung können die hoch belastbaren Chassis aufwarten. Durch diesen Faktor ist es gleichzeitig möglich, das Gehäuse des Bassexperten schlank und attraktiv zu gestalten, da man nicht auf Membranen mit größerem Durchmesser, was automatisch auch eine breitete Gehäusebauform bedingen würde, zurück greifen muss. Gleichzeitig haben die vom Durchmesser her relativ kleinen Membranen den Vorteil des schnellen Ansprechens, was die Impulstreue schärft. Und durch die vertikale Chassisanordnung werden ebenfalls auftretende Raummoden zwischen  Boden und Decke des Hörraums reduziert. Die Anschlusslitzen sind in die Zentrierspinne eingewoben, was für einen störungsfreien Betrieb auch bei extremsten Auslenkungen gewährleistet. 

Optisch gliedert sich der nuVero AW-13 DSP perfekt ins "Familienbild" der nuVero-Serie ein: Lieferbar in den Farbvarianten Mocca, Perlweiß und Anthrazit, ist die Kombination aus hochglänzender, massiver und gewölbter Schallwand und samtiger Nextel-Oberfläche des Gehäuses optisch ausgesprochen attraktiv. Die rückseitig deutlich gerundeten Längskanten sind weiteres Merkmal, das auch zudem edel und hochwertig erscheint. Hinter der edlen Gestalt des AW-13 DSP verbirgt sich ein solides Fundament in Form eines soliden sowie verwindungssteifen MDF-Gehäuses. Natürlich sorgen Innenverstrebungen für zusätzliche Steifigkeit. Aufgrund der nach unten gerichteten Bassreflex-Öffnung benötigt der AW-13 DSP mindestens 25 mm Bodenabstand. Durch die ebenfalls nuVero-typischen, serienmäßig mitgelieferten Edelstahl-Traversenfüße wird dieser Abstand strikt eingehalten. 

Verarbeitung

Solide Verschraubung auf der Rückseite

Hervorstehende Schallwand - Merkmal der nuVero-Baureihe

Hochwertiger Materialmix, interessantes Spannungsverhältnis bei hochglänzender Schallwand und mattem Korpus

Passung der Chassis

Standfuß aus Metall

Filz unterm Stanfuße, der solide mit dem Korpus verschraubt ist: So verkratzt der nuVero AW-13 auch hochwertige Parkett-Fußböden nicht

Der AW-13 ist relativ schmal. Durch das breitete Metallgestell bekommt er sicheren Halt in allen Situationen

Saubere Detailverarbeitung

Aufnahme fürs Frontschutzgitter aus Metall. Gut sichtbar - die Metallic-Oberfläche der Schallwand

Das Gitter ist hochwertig verarbeitet, die Bolzen sind weiß - das sind optische Details, die anspruchsvollen Ästheten wichtig sind

Die Rückseite aus schräger Sicht

Von hinten

DSP-Modul/Endstufe

Sauberer Aufbau, sichtbar hier in der Gesamtübersicht

DSP-Modul/Endstufe im Detail 1

DSP-Modul/Endstufe im Detail 2

Membranmaterial im Detail

Ausgebauter Tieftöner

Korb und Spule im Detail

Magnet

Aus dieser Perspektive kann man erahnen, wie groß der leistungsstarke Magnet des AW-13 DSP ist

Einer der beiden 18 cm Tieftöner in eingebautem Zustand - unauffälliger schwarzer Rahmen um die Membran, solide Verschraubung

Gut verarbeitete Fernbedienung

DSP-Sektion

Funktionen, die über die Fernbedienung steuerbar sind:

  • Standby-Taste
    Speichertasten
    Lautstärke
    Tiefpass für Subwoofer
    Polarität, Verzögerung
    Hochpass für Satelliten
    Hochpass für Subwoofer
    Vollparametrischer 3-Band-Equalizer
    Einstellungen für Slave-Ausgang
    Eingangsempfindlichkeit
    Automatische Standby-Schaltung (und deren Empfindlichkeit)
    Softclipping-Schaltung

Nun möchten wir Ihnen einen genauen Überblick über die Fähigkeiten des nuVero AW-13 DSP geben. Bei diesem Basslautsprecher handelt es sich um einen aktiven Subwoofer mit digitalem Signalprozessor. Dieses DSP ist NICHT dazu da, den Klang künstlich zu verbiegen - dies wird mit dem Begriff "DSP" immer assoziiert - sondern bewirkt genau das Gegenteil. Durch den eingebauten EQ können durch entsprechende Einstellungen am aktiven Subwoofer störende, durch den Hörraum hervorgerufene Einflüsse drastisch reduziert werden. Mittels der mitgelieferten hochwertigen Fernbedienung kann die gesamte Konfiguration vom Hörplatz aus erfolgen. 

Das eingebaute DSM-500 DSP-Modul ermöglicht eine Vielzahl an Konfigurationsmöglichkeiten - hier die Übersicht:

  • Level: Pegeleinstellung. Hier ist eine präzise Einstellung des Subwooferpegels möglich, und zwar von -24 dB bis 0 dB.
  • Tiefpassfilter (als Tiefpass werden in der Elektronik bzw. Filtertechnik solche Filter bezeichnet, die Signalanteile mit Frequenzen unterhalb ihrer Grenzfrequenz praktisch ungeschwächt durchgehen lassen, Anteile mit höheren Frequenzen werden jedoch abgeschwächt, es gibt unterschiedliche Filter mit unterschiedlicher Art der Abschwächung), für den Satellitenübergang: Mit dem Tiefpass am oberen Ende des Frequenzbereiches kann der AW-13 an die verwendeten Lautsprecher angepasst werden. Mit lp typ können 2 Betriebsarten angewählt werden. 1 x 24 dB/Oktave bedeutet ein steiler Tiefpass 4. Ordnung. 2 x 12 dB bedeutet zwei separate, weniger steile Tiefpässe 2. Ordnung. Beide Typen dämpfen den Hoch- und Mitteltonbereich gleichermaßen. Mit lp1 f und lp2 f werden die Eckfrequenzen eingestellt. Der einstellbare Bereich reicht von 40 Hz bis 200 Hz - sehr variabel. Beim lp typ 1 x 24 dB/Oktave gibt es nur eine verstellbare Eckfrequenz, aus diesem Grunde wird lp2 f im Menü übersprungen. Wird lp1 f auf 200 Hz eingestellt, erreicht der AW-13 seinen maximalen Übertragungsbereich. Diese Einstellung eignet sich laut Nubert vor allem für Heimkinoanwendungen, bei denen der Subwoofer den LFE-Kanal in seiner vollen Bandbreite wiedergibt. Der Low Frequeny Effect Channel ist z.B. bei Dolby Digital für die separierte Übertragung der niederfrequenten Effekte verwendet. Bei einem AVR mit komplettem Bassmanagement muss keine Einstellung beim AW-13 geändert werden, weil hier die Trennung durch den AVR erfolgt. Dies dürfte heute in den meisten Fällen gegeben sein, da selbst preiswerte AVRs ein ordentliches Bassmanagement mit praxisgerechten Übernahmefrequenzen haben. VORSICHT bei AVRs mit automatischer Lautsprechereinmessung - oft stimmen die von der Automatik getroffenen Übernahmefrequenzen nicht! Hier sollte man gegebenenfalls manuell nachkorrigieren oder komplett manuell die LS-Einstellungen vornehmen. Für andere Anwendungen wie z.B. bei einer weniger restriktiveren flacheren Trennung lässt sich der Tiefpass in 2 Filter teilen: lp typ 2 x 12 dB/Okt. Hierbei wird das eine Filter für den Übergang eingestellt und das andere unterdrückt in Kombination mit dem ersten den Mittel- und Hochtonbereich (lp 1 f = 200 Hz). 
  • Polarität (polarity im Menü der FB): Die Polarität des Subwoofers kann zwischen normal (+) und invertiert (-) umgestellt werden. Je nach der verwendeten Lautsprecher-Konfiguration ist es notwendig, das Signal zu invertieren, damit Subwoofer und Lautsprecher im Gleichtakt arbeiten und sich die verbreiteten Schallwellen nicht gegenseitig auslöschen - ein berüchtigtes Phänomen.  Im Falle eines Double Bass Array (DBA) sollten die hinteren Subwoofer ein verzögertes und in Bezug auf die vorderen Subwoofer invertiertes Signal bekommen. 
  • Delay - Verzögerung: Die Einstellung der Verzögerung wird in Metern vorgenommen, so wie wir es auch von modernen AV-Receivern kennen. Sowohl für den Subwoofer als auch für den Slave Out 2 kann eine Verzögerung bis maximal 13 Meter eingestellt werden. Das Verzögern des Slave Out 2 ist besonders bei einem DBA wichtig. Dieses Array stellt die wahrscheinlich wirkungsvollste Methode zur Unterdrückung von Raumresonanzen dar. Es funktioniert durch die Verzögerung der Basswiedergabe der hinteren Subwoofer – sie warten, bis die von vorne abgestrahlte Wellenfront hinten ankommt und löschen dann durch eine invertierte Schallabstrahlung diese Welle aus. Dadurch können sich Raumresonanzen gar nicht erst aufbauen. Die Verzögerung der hinteren Subwoofer wird entsprechend der Raumlänge (in Metern) eingestellt. Nachteil - nicht jeder Anwender hat die finanziellen Möglichkeiten und die räumlichen Optionen, ein DBA aufzubauen. Daher möchten wir hervorheben, dass der AW-13 durch seine Einstellmöglichkeiten auch schon im Single-Subwoofer-Betrieb sehr überzeugend zur Bekämpfung störender Raumeinflüsse beiträgt - mehr dazu auch im Abschnitt über den eingebauten parametrischen Equalizer. 
  • Hochpassfilter (sat hp) für den Satellitenausgang: Der AW-13 DSP hat einen variablen Hochpassfilter für den Line Out, mit dem die untere Grenzfrequenz der Hauptlautsprecher eingestellt wird und die LS von der Aufgabe, den Tiefbassbereich wiederzugeben, entlastet werden. Dazu muss der Subwoofer zwischen die Vor- und Endstufe des Verstärkers eingeschleift oder eine Vor-/Endstufenkombination eingesetzt werden. Der Hochpassfilter ist 2. Ordnung (12 dB/Oktave) und von 40 bis 150 Hz einstellbar. 
  • Hochpassfilter und Kompensation des Druckkammereffekts (hp typ/hp1 f, hp2 f): Mit dem Hochpass am unteren Frequenzbereichsende kann der AW-13 DSP an den Raum angepasst und im Tiefgang begrenzt werden. Es gibt 2 Betriebsarten,  1 x 24 dB ist ein steiler Hochpass 4.Ordnung, 2 x 12 dB entsprechen zwei separaten, weniger steilen Hochpässen 2. Ordnung. Mit hp1 f und hp2 f werden die Eckfrequenzen eingestellt. Der justierbare Bereich liegt bei 15 bis 50 Hz. Beim hp typ 1 x 24 dB/Oktave gibt es nur eine verstellbare Eckfrequenz, daher wird hp 2 f im Menü übersprungen. Wird hp1 f auf 15 Hz justiert, wird der maximale lineare Tiefgang geboten. Durch den Druckkammereffekt steigt der Pegel zu tiefen Frequenzen hin an, das ist besonders in kleineren Hörräumen der Fall und kann zu unschönem akustischen "Aufschaukeln" und unnatürlicher Pegeldarstellung führen. Genau um dies zu bekämpfen, lässt sich der Hochpass in zwei Filter teilen, hp typ 2 x 12 dB/Oktave. Dabei wird das eine Filter auf die tiefste Raumresonanz eingestellt und das 2. Filter dient in Kombination als Rumpelfilter (15 Hz). Die Frequenz f der tiefsten Raumresonanz hängt von der Länge l des Raumes ab - aus dieser Tabelle kann ein möglichst naher Wert entnommen werden:
l(m) 3,4 3,7 4,0 4,3 4,6

5,0

5,5 6,0 6,5 7,0 8,0 9,0 10,0 11,4
f(hz) 50 46 43 40 37 34 31 29 26 24 21 19 17 15
  • Genauer, aber auch aufwändiger, lässt sich die Frequenz der ersten Raummode nach der Formel berechnen: f = Schallgeschwindigkeit (343 m/s) geteilt durch die doppelte Raumlänge. Beispiel, Raumlänge sind 5 Meter, dann ist f = 343 Meter/S geteilt durch 2 x 5 Meter, was in etwa einen Wert von 34 Hz ergibt. 
  • EQ-Menü - mehr dazu unten
  • Slave Out 2 - gleiche Einstellmöglichkeiten wie bisher beim Menü Subwoofer - wirkt aber nur auf den slave 2 Ausgang
  • Main Settings: Hier können der Eingangspegel (slow, mid, high), automatische Standby-Schaltung und Empfindlichkeit der automatischen Standby-Schaltung eingestellt werden. 

Zum EQ

Beim nuVero-Subwoofer stehen drei separate parametrische EQs zur Verfügung. Zunächst stellt sich die Frage: Was kann ich mit einem parametrischen EQ anfangen? Meist werden parametrische EQs in Subwoofern dazu eingesetzt, um gegen störendes Bass-Dröhnen anzukämpfen. Bass-Dröhnen entsteht bei sogenannten Raummoden. Durch Raummoden wird der Klang eines Raums verfärbt und, bildlich gesprochen, "aus dem Gleichgewicht" geworfen, weil bestimmte Frequenzen besonders deutlich heraus kommen und somit eine nicht gleichförmige Energieverteilung innerhalb des Raumes haben. Eine bestimmte tonale Verfärbung durch Resonanzfrequenzen ist eine physikalische Eigenschaft des Hörraums, die in direkter Abhängigkeit zu den Abmessungen des Raums steht. Durch diesen Zusammenhang werden nur manche Frequenzen angeregt, die sich von Raum zu Raum unterscheiden. Bei diesen sogenannten Resonanzfrequenzen spielen erhöhter Pegel und auch das aus zeitlicher Sicht vorhandene Andauern des jeweiligen Tons eine Rolle. Oberhalb von 300 Hz (der sogenannten Schröderfrequenz, diese sagt in Kürze aus, dass das Modell der Schallausbreitung bei hohen und tiefen Frequenzen unterschiedlich ist. Während bei tiefen Frequenzen mit langer Wellenlänge das Schallverhalten durch das Modell der Wellentheorie verdeutlicht wird, steht bei hohen Frequenzen die Theorie der "geometrischen Akustik" bereit, die Vorgänge zur Schallausbreitung zu beschreiben. Wo die Grenze zwischen beiden Modellen liegt, hängt von Nachhallzeit des Raumes und von der Raumgröße ab. Die Übergangsfrequenz der beiden Modelle kann berechnet werden und genau diese heißt nach ihrem Entdecker Schröder-Frequenz) sind akustische Moden in Wohn- oder Heimkinoräumen klanglich nicht mehr präsent und erzeugen keine die akustische Gesamtharmonie störenden Effekte mehr. Dies liegt daran, dass die Moden als dichte Reflexionen und Nachhall ineinander übergehen. Unterhalb von 300 Hz - viele Heimkino- und Surroundliebhaber können davon ein Lied singen - können Raummoden aber einen ganz schönen akustischen Schaden anrichten. Damit ist klar, dass die schädlichen Auswirkungen der Raummoden den Bassbereich heimsuchen und in diesem durch unschönes Dröhnen und Aufschaukeleffekte in Erscheinung treten können. Wie sich dieser Effekt bemerkbar macht, hängt von der Position des Subwoofers im Hörraum ab. Es gibt in einem Hörraum in gebräuchlicher Quaderform drei Arten stehender Moden Axiale (longitudinale), tangentiale und diagonale Moden. Deutlich dominieren die axialen Moden in der Praxis. 

"Stehende Wellen", treten beim  Erreichen der Eigenresonanzfrequenzen des jeweiligen Hörraums auf. Die Eigenfrequenzen sind, wie wir oben bereits angedeutet haben, abhängig von der Größe des Hörraums beziehungsweise mit dem Abstand der Wände zueinander: Es kommt bei derjenigen Frequenz, deren Wellenlänge doppelt so groß ist wie der Abstand der parallelen Wände zueinander, zur Entstehung einer stehenden Welle, d.h., die entstehende Schallwelle wird zwischen den beiden Hörraumwänden mehrfach reflektiert - man kann bereits erahnen, was dies akustisch bedeutet: Der entstehende Ton ist im Vergleich zum akustischen Rest zu laut und lang und sorgt somit für klangliche Disharmonie - technisch ausgedrückt kommt es, wenn ein Basslautsprecher mit tief nach unten reichendem Frequenzgang den Raum zu Eigenschwingungen anregt, zu starken Überhöhungen ("Peaks") im Frequenzgang. Die erste stehende Welle, aus der sich die weiteren stehenden Wellen rechnerisch ableiten lassen, wird auch "Grundmode" genannt. Weitere stehende Wellen entstehen dann bei ganzzahligen Vielfachen der Grundmode. Üblich sind solche Überhöhungen im Frequenzgang besonders in großen Räumen und/oder in Fällen, in denen der aktive Subwoofer weit von der Hörposition entfernt aufgestellt ist. 

Zu den EQs: 

  • Mit der Einstellung nr wird der betreffende EQ ausgewählt, auf den sich die getroffenen Einstellungen beziehen sollen. Hier die Merkmale der einzelnen EQs: Nr 1, f (Hz) 15 bis 200, q (Güte) von 0 bis 5, l (Level) von -12 bis +6. Die beiden anderen EQs weisen die selben Einstellmöglichkeiten auf, mit einem Unterschied, bei Nr. 2 und Nr. 3 ist der Level (dB) von -12 bis 0 einstellbar. Die Frequenz f legt die Mitte der Kurve fest und die Güte q bestimmt die Breite, umso höher der Wert, umso schmaler wird die Kurve. Mit dem Level l stellt man die Dämpfung bzw. die Verstärkung bei der Frequenz f ein. 

Zu den fünf Memorytasten auf der Fernbedienung

Der nuVero AW-13 DSP bietet den Luxus von fünf vollkommen voneinander getrennten Speicherplätzen, die bequem von der Fernbedienung aus aufgerufen werden können. Bei Auslieferung sind diese Presets nicht "leer", sondern bereits mit Werks-Voreinstellungen hinterlegt. Dadurch wird eine unkomplizierte Inbetriebnahme erreicht. Wir können nur Positives über die Presets berichten und haben Preset 2 und 3 ausprobiert - die Anbindung des Subs an das verwendete nuVero-Set gelingt ausgezeichnet, die gesamte Klang-Kulisse erscheint wie aus einem Guss. Auch mit der nuVero 4 als Frontlautsprecher funktioniert das Ganze hervorragend. Besitzer der Nubert nuVero14 wundern sich vielleicht, wieso ihr Lautsprecher hier nicht aufgeführt ist - wer den eher zierlichen nuVero AW-13 DSP aber sieht, wird sich kaum wundern: Der grandiose Tiefgang der nuVero 14 - gerade dann, wenn man vielleicht das optionale  Nubert ATM-14 Modul installiert hat - sorgt dafür, dass hier kaum noch ein aktiver Basslautsprecher für zusätzliche Furore sorgen kann. Und wenn, dann muss dieser ein großes Gehäusevolumen haben und mit seinem Tiefgang auch den subsonischen Bereich abdecken - wir halten fest, dass die nuVero 14 plus ATM-Modul eigentlich für alle Aufgaben absolut ausreicht und hier, ein potenter Verstärker vorausgesetzt, kein weiterer Support durch einen aktiven Subwoofer nötig ist. 

Hier die Übersicht zu den Presets ab Werk: 

Memory 1 2 3 4 5
Typ Surround Standbox Kompaktbox kleine
Kompaktbox
Wand-
Laut-
Sprecher
nuVero Modell-
beispiele
alle Modelle nuVero 10,11 nuVero 4,7 nuVero 3 nuVero 5

Beim Einschalten des Woofers wird die zuletzt verwendete Einstellung aufgerufen. Auf dem Display der Fernbedienung wird angezeigt, in welchem Memory-Speicherplatz diese abgelegt ist. Wird vom Anwender ein Parameter geändert, gelangt die neue Information umgehend in den Speicher des jeweiligen Presets. Der Anwender kann so verschiedene Konfigurationen je nach Einsatzzweck erstellen, so z.B. für Stereo, Surround Film und Surround Musik. Damit passt dann die Charakteristik des AW-13 optimal zum Geschmack des Hörers und zum jeweiligen Quellmaterial. Wer ein Reset durchführen möchte, drückt während der normalen Anzeige die "Zurück" Taste X einmal und im Anschluss die Pfeiltaste "links" für drei Sekunden. 

Zum Double Bass Array

Theoretisch ist ein Double Bass Array eine bestimmte räumliche Art der Anordnung mehrerer Subwoofer in einem quaderförmigen Hörraum. Der Aufbau dient nicht dem Zweck, mit mehreren Subwoofern einen erhöhten Bassdruck zu erzeugen, sondern hat die Aufgabe, Resonanzen, die durch sogenannte stehende Wellen auftreten können, zu verhindern. Was sind stehende Wellen? Eine stehende Welle kommt zustande, wenn sich zwei gegenläufig fortschreitende Wellen gleicher Frequenz und gleicher Amplitude überlagern. Man spricht in der Akustik auch von "Raummoden". Die Wellen können aus zwei verschiedenen Erregern stammen oder durch Reflexion einer Welle an einem Hindernis entstehen - so ist es auch bei Heimkino-Anwendungen. Oberhalb von rund 300 Hz (der sogenannten Schröderfrequenz) gibt es keine akustischen Störungen, die durch Raummoden verursacht werden. Hier gehen die Moden in Form von Nachhall und Reflexionen ineinander über. Bei tiefen Frequenzen, wie sie von einem Subwoofer ausgestrahlt werden, kann es jedoch zu gravierenden Problemen kommen. Der Hörer nimmt diese akustischen Dissonanzen in Form von Dröhnen, mangelnder Präzision, unpassendem Timing und wellenhaftem Aufschaukeln wahr. Die Amplitude einer akustischen Mode hängt vom Hörraum und der Aufstellung der Komponenten ab. Daher unterscheidet sich die Stärke auftretender Raummoden. Genau hier greift das DBA ein - für die Realisierung werden mindestens zwei (so mehr Subwoofer, umso effektiver kann das DBA arbeiten, Nubert hat schon mit vier aktiven Bässen Aufstellungen präsentiert, die ein absolut überzeugendes Ergebnis boten) Subwoofer benötigt. Die Hällfte der Subwoofer wird an der gleichen Raumseite wie die beiden Front L/R-Lautsprecher und der Centerlautsprecher (falls vorhanden - ein DBA eignet sich auch für eine Stereoanlage) aufgestellt. Die anderen Subwoofer beziehen Stellung an der gegenüberliegenden Wand des Hörraums. Sie dient dort sozusagen als "aktives Auslöschungsteam" für die reflektierte Schallwelle. Wichtig - man braucht spezielle elektronische Voraussetzungen. Man muss die Verzögerung beider aktiven Subwoofer genau aufeinander abstimmen, um den gewünschten Auslöschungseffekt zu erhalten, daher kann man nicht einfach 2 aktive Subwoofer anschließen und loslegen - dann würden beide simultan mit identischen Werten arbeiten und zwar die Basskraft stärken, nicht aber die Raummoden bekämpfen. Daher hat Nubert in den AW-13 die erforderliche Elektronik zur Delay-Einstellung bei einem zweiten, als "Slave" angeschlossenen aktiven Subwoofer gleich mit integriert, so dass für einen 2. aktiven Subwoofer bei einem kleinen DBA die Verzögerungszeit getrennt eingeben kann, was zur Folge hat, dass der 2. Subwoofer, auch wenn er selber über keine eingebaute Elektronik für solche Zwecke verfügt, zeitgenau eine Auslöschung der Raummode bewirken kann. 

Testequipment
Basisdaten unseres Testgerätes - zur Erinnerung:

Unsere Erwartungen

Schon der nuLine AW-1300 DSP hat uns im Test begeistert. Der nuLine-Topsubwoofer hat das gleiche DSP-Modul wie der nuVero AW-13 DSP, ist allerdings etwas größer bezüglich der Abmessungen (68 cm hoch, 24,5 cm breit und 48,5 cm tief), was zu einem etwas größeren Gehäusevolumen beim nuLine AW-1300 DSP führt. Dies kann sich auf den Tiefgang auswirken, so dass wir vermuten, dass der nuLine AW-1300 DSP eine Idee tiefer nach unten kommt. Nubert selber gibt beim nuLine AW-1300 DSP einen Frequenzgang von 24 bis 150 Hz unter gleichen Meßbedingungen wie beim nuVero AW-13 DSP an. Der nuLine AW-1300 DSP wiegt zudem 4 kg mehr als der nuVero AW-13 DSP. Günstiger ist er auch: 1185 EUR zu 1360 EUR, der nuVero-Subwoofer ist somit 175 EUR teurer - dies sei für kühle Rechner festgehalten. Der Mehrpreis wird - dies sei für nuVero-Besitzer und Ästhetiker vermerkt - durch die aufwändigere Verarbeitung gerechtfertigt. Hier dürften wilde Diskussionen entbrennen, ob dem wirklich so ist - wir denken aber, dass der nuVero AW-13 DSP noch edler und ausgefeilter daher kommt. Wir erwarten in der folgenden Klangwertung auch vom nuVero AW-13 DSP Referenzergebnisse - in Bezug auf Schnelligkeit, Tiefgang, Pegelfreude, Pegelfestigkeit und Reinheit nach Justage des EQs. 

Klang

Bei "Back In Your Head" auf der 2-BD der Tiesto-BD "Elements Of Life" - Copenhagen" überzeugt der nuWave AW-13DSP mit trockenem und souveränen Bass. Er integriert sich in die verschiedenen zum Testbetrieb verwendeten Lautsprechersets vorzüglich ein und schafft eine weitläufige, aber nie übertrieben wirkende Front-Basskulisse. Man muss keinesfalls schon Nubert-Equipment besitzen, um mit dem nuVero AW-13 DSP sehr glücklich zu werden - auch wenn die Liebe zu den Boxen von der Ostalb erst mit dem Kauf des nuVero AW-13 DSP beginnt und man ansonsten noch anderes Lautsprecher-Equipment einsetzt, so überzeugt der kompakte Bass-Experte auf der ganzen Linie. Nachschwingen kennt der nuVero AW-13 DSP nicht, und wer den dreibandigen parametrischen EQ einsetzt, wird nach Berechnung der ersten drei Raummoden, die im Hörraum auftreten und anschließender EQ-Justage feststellen, dass störendes Aufschaukeln des Basses kaum noch festzustellen ist. Für die eher "Faulen" sei hier gesagt, dass schon eine EQ-Abschwächung der ersten, "schlimmsten" Raummode eine deutliche Verbesserung im Klangbild mit sich bringt. Der nuVero AW-13 DSP präsentiert sich ansonsten als im besten Sinne typischer Nubert-Subwoofer, der nur in den Bereichen Tiefgang und maximal möglichem Pegel minimal hinter dem "Schwestermodell" nuLine AW-1300 DSP hinterher hinkt. Dafür ist der mit dem identischen DSP-Modul ausgestattete nuVero AW-13 DSP noch eine Idee kompakter und optisch noch eleganter - er passt absolut perfekt zur restlichen nuVero Linie, auch die Metall-Traversenfüße als typisches Merkmal dürfen nicht fehlen. 

Beim Intro zum Within Temptation Konzert "Black Symphony" begeistert uns der nuVero AW-13DSP mit einer sehr gekonnten Untermalung des tieffrequenten Bereiches - gut, da viele Nubert-Käufer eher technisch-nüchtern orientiert sind, hier eine weniger blumige Aussage: Der AW-13 bringt für sein Gehäusevolumem einen ausgesprochen guten Tiefgang zustande - uns fällt auch nach längerem Nachdenken kaum ein aktiver Subwoofer mit so kleinen Abmessungen ein, der so tief in den Frequenzkeller hinunter spielt und so deutlich größeren Bassisten "über die Schulter" schaut. Auch ein großer, bereits vom nuLine AW-1300 DSP her bekannter Vorzug sind die beiden übereinander angeordneten Basschassis, die zum einen durch die vertikale Chassisanordnung ebenfalls auftretende Raummoden zwischen  Boden und Decke des Hörraums reduzieren, zum anderen sprechen die recht kleinen Chassis sehr impulstreu und ohne jede Verzögerung an. Souverän schafft es der AW.13 DSP überdies, auch mehrere parallel stattfindende Bassgebilde einwandfrei auseinander zu differenzieren. Den komplexen Aufbau des hier beschriebenen Intros bekommt der schwäbische Bassist ausgezeichnet hin und holt eine Menge Details im tieffrequenten Bereich heraus. Dass die eingebaute Endstufe mit satten 440 Watt auch große, absolut Heimkino-taugliche Pegel ohne Ermüdungserscheinungen meistert, darf auch nicht vergessen werden. Auch hier ist der AW-13 DSP ein Meisterwerk: Wir kennen auch hier kaum einen anderen aktiven Bassisten, der eine noble optische Eleganz mit solcher überdurchschnittlichen Leistungsstärke zu verbinden weiß. Dass von Nubert lange keine neuen Subwoofer-Topmodelle auf den Markt kamen, verwundert also nicht, wenn Referenz-Subwoofer wie den nuLine AW-1300 DSP und den nuVero AW-13 DSP schüttelt kein Entwickler, und sei er noch so talentiert, einfach mal schnell "aus dem Ärmel". Als beim "Black Symphony" Konzert der erste Song nach dem Intro beginnt, sichert der nuVero AW-13 DSP sofort massive tieffrequente Unterstützung. Sauber, mit perfektem Timing und enormem Nachdruck - so macht Bass Spaß. Freude bereitet der Bass-Bolide im Kompaktformat auch bei Andrea Bocellis "Romanza", in PCM 5.1 auf der "Vivere - Live in Tuscany" Blu-ray. Stets schafft der AW-13 DSP ein solides Fundament, eine tolle Räumlichkeit und ein glaubwürdiges Volumen. Er integriert sich erstklassig in die Front-Klangkulisse. 

Wie schlägt sich der nuVero AW-13 DSP bei der Symphonie Nr. 2 von Gustav Mahler (Blu-ray Audio, DTS-HD Master Audio)? Gerade bei den nachdrücklichen orchestralen Einsätzen ist auch im Bassbereich einiges an Bewegung. Es dauert zwar ein wenig, bis sich der nuVero-Basslautsprecher das erste Mal massiv in Szene setzen kann: Diese Gelegenheit aber lässt er sich nicht nehmen und erfreut das Ohr des Klassik-Hörers mit enormer Souveränität und Impulstreue - selbst uns hat es in die Stühle im Testraum gedrückt. Auch bei dieser Passage zeigt sich wieder der Vorteil des parametrischen EQs: Wer hier korrekt einstellt und so "räumliche Gefahrenquellen" entfernt, erlebt Bassenergie pur - schnell, rein, nachdrücklich. 

Nun haben wir den nuVero AW-13 DSP einer besonders großen Herausforderung ausgesetzt - dem 5. Kapitel von "Baraka" (DTS-HD Master Audio). Hier wird dem Bassisten alles abverlangt, und wir kennen hochklassige aktive Subwoofer, die hier in die Knie gegangen sind - das Chassis schlägt an, die Auslenkung wird unasauber, die Endstufe denkt nur an den ersten Teil ihres Names und ist am End(e) - aber der AW-13 DSP kennt derartige Probleme nicht. Er lässt den Rhythmus durch den Hörraum donnern, und nur der erfahrene Heimkino-Liebhaber merkt, dass ganz unten, am untersten Ende des Frequenzspektrums, vielleicht einige subsonische Details verlustig gegangen sind. 

Nächste Bewährungsprobe auf dem Weg zum überragenden Testergebnis: Star Wars Episode 3, Blu-ray, Eröffnungsschlacht. Gerade die Sequenz, als sofort zu Filmbeginn der republikanische Sternzerstörer durchs Bild donnert, ist aus Sicht der Basswiedergabe sehr interessant. Und hier gerät selbst der nuVero AW-13 kurz ans Limit - aber nur sehr kurz. Danach gibt er die Schlacht vortrefflich wieder und sorgt für massiv Volumen, enormen Nachdruck und untadelige Impulstreue. Explosionen und Schusswechsel sind nicht nur laut und sorgen für einen hohen Erlebnis-Faktor bei den Zuhörern, sondern haben auch Struktur und zeigen Details. Kurz, harte Bassschläge werden ohne erkennbares Nachschwingen übertragen, mehrere Explosionen hintereinander steckt der nuVero-Subwoofer souverän weg. Die Endstufe zeigt auch nach mehrstündigem Dauereinsatz keinerlei Ermüdungserscheinungen. Dies ist auch Vorteil der energieeffizient arbeitenden Class D-Digitalendstufe, die kaum Verlustwärme erzeugt, sondern die eingesetzte Leistung beinahe gänzlich in "akustischen Vortrieb" umsetzt. 

Verglichen mit dem nuLine AW-1300 DSP ist zu sagen, dass der nuVero AW-13 DSP annähernd die identische Performance bietet - Unterschiede merkt höchstens der sehr versierte und erfahrene Hörer. Nehmen wir einen KEF PSW-4000 (inzwischen nicht mehr produziert) als Vergleich, so schlägt sich der kraftvolle Brite nach wie vor hervorragend und schafft noch eine Idee mehr Tiefgang und maximal möglichen Pegel. Mit enormer Detailfreude im Bassbereich und den tollen DSP-Möglichkeiten kann aber der nuVero AW-13 DSP mindestens gleich ziehen. Er integriert sich auch noch eine Idee besser. Der riesige Teufel M 9500 SW hinterlässt im größeren bis großen Heimkinoraum natürlich einen extrem pegelfesten sowie kraftvollen Eindruck - aber er hat nicht die DSP-Power des nuVero AW-13 DSP und eignet sich weit weniger als der Nubert-Bassist zur Aufstellung im eleganten Wohnzimmer. 

Fazit

Der Nubert nuVero AW-13 holt sich verdient unser "Masterpiece" - wie auch der etwas günstigere nuLine AW-1300 DSP . Der nuVero-Subwoofer wirkt nochmals eleganter, aufwändige, noble Details wie die Metallfüße sorgen für große Freude beim Betrachter. Akustisch macht der aktive Subwoofer alles richtig: Enorm pegelfest, sehr differenziert aufspielend, mit viel Volumen und einem gerade in Anbetracht der Gehäuseabmessungen beispielhaften Tiefgang. Zum "Masterpiece" wird die schwäbische Konstruktion aber erst durch das hoch talentierte DSP-Modul, das nicht nur - für weniger versierte Anwender - ausgesprochen brauchbare, ab Werk vorprogrammierte Presets enthält, sondern sogar einen parametrischen 3-Band-EQ bereit stellt. Hier geht, gerade in diesen Preisklassen, kaum noch mehr. So gerüstet ist es möglich, in nahezu jedem Hörraum satten, klaren und reinen Bass zu genießen. 

Nubert setzt mit einer beispiellosen Mischung aus Eleganz und akustischer Performance erneut Maßstäbe im Bereich kompakter, kraftvoller aktiver Subwoofer

Aktive Subwoofer Oberklasse
Test 18. November 2011

+ Enorm leistungsfähiges DSP-Modul mit parametrischem 3-Band-EQ
+ 5 Presets für praktisch alle Einsatzzwecke ab Werk
+ Komplett fernbedienbar
+ Überragendes Volumen und erstklassiger Tiefgang
+ Edle Optik
+ Hochwertige Verarbeitung

- Kein perfekter Partner für die große nuVero 14

Test: Carsten Rampacher
Fotos: Sven Wunderlich
Datum: 18.11.2011

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