KAUFBERATUNG: Smartphones zwischen 100 und 400 EUR
02.05.2011 (area dvd Handy-Testteam)

Einleitung
Der Markt hochwertiger Smartphones, meist mit Touch-Display, wächst stetig
weiter und ist dadurch unübersichtlich. Wir haben Smartphones der Preisklassen
zwischen gut 150 und rund 400 EUR miteinander verglichen und sagen Ihnen,
welches Gerät für Ihren Anspruch geeignet ist. Wir wünschen viel Spaß beim
Lesen!
Welches Smartphone für welche Ansprüche?


Für knapp 100 EUR gelingt auch dem unbedarften Anwender der
Einstieg ins touchscreenbasierte Smartphone-Business sehr einfach - dank des Samsung GT-S5260 Star II.
Für einen niedrigen Marktpreis bekommt der Anwender ein tolles Mobiltelefon
offeriert, das durch Zuverlässigkeit und Praxistauglichkeit zu überzeugen weiß
und so nahezu alle Anforderungen, die der Normalverbraucher an sein Handy hat, mühelos
meistert. Im Vergleich zum Vorgänger ist nun WLAN mit an Bord, was wir sehr
begrüßen. Die Foto-Kamera macht noch bessere - das heißt schärfere und
kontrastreichere - Bilder, zudem ist das Star 2 schneller geworden. Die Qualitäten
im Audiobereich sind auch besser. Zwar liegt dem 5260 leider kein Headset bei,
dafür gefällt der interne Lautsprecher mit lebendigem Klang. Wer einen
Kopfhörer anschließt, darf sich über eine klare und dynamische Wiedergabe
freuen. Nach heutigen Maßstäben kommt anspruchsvollen Anwendern das Display
etwas klein vor, fürs investierte Geld aber gibt es kaum Kritikpunkte. So
sensibel wie bei aktuellen Hightech-Smartphones reagiert der Touchscreen nicht,
aber nach kurzer Eingewöhnung funktioniert alles reibungslos. Auch in
weiteren Disziplinen punktet das Star 2 durchgängig. Die Wiedergabe und
Trennschärfe des Radios ist bei guter Ausrichtung der Antenne (Headset) klar
und frisch. Internetseiten werden - schon über Edge, erst recht über WLAN - zügig
geladen und sind gut ablesbar. Ein Email-Account ist schnell eingestellt, da gängige
Anbieter vorinstalliert sind. Dies erleichtert natürlich die Eingabe. Emails
werden inklusive Anhänge problemlos herunter geladen und prima dargestellt.


Preiswert und gut, daher für Touchscreen-Einsteiger (Marktpreis
etwas über 100 EUR prima
geeignet ist das LG GM360, das ein schickes Design + 5 MP-Kamera
bietet. Leider fehlt UMTS, nur Edge ist an Bord. Die Verarbeitung ist prima,
die Sprach- und Empfangsqualität auch. 60 MB interner Speicher sind sehr
mickrig, wer die gute Kamera fleißig nutzt, muss sich nach einer microSD-Karte
umsehen - bis zu 16 GB Karten werden unterstützt. Gemessen an
"richtigen" Smartphones ist die Prozessorgeschwindigkeit eher gering,
reicht aber für Alltagsansprüche aus. Fürs Geld bietet das 3 Zoll Display
eine richtig gute Qualität, die Touch-Reaktionen gehen in Ordnung.


Für gut 150 EUR kann man bereits Smartphones erwerben, deren
Leistungsfähigkeit für alltägliche Ansprüche ausreicht. Ein Beispiel dafür
ist das Sony Ericsson Xperia X8, das für
Marktpreise von rund 140 EUR zu bekommen ist. Das Android-Phone mit kleinen 128
MB internem Speicher (erweiterbar mittels microSD um bis zu 16 GB) läuft mit
nach Update mit der Version 2.1, weitere Updates, z.B. auf die aktuelle Variante
2.3 "Gingerbread", sind nicht geplant. Man kann aber trotzdem vom
mittlerweile großen App-Angebot des Android Market Place profitieren. Sprach-
und Empfangsqualität sind prima, gut ist auch, dass das kompakte Gerät WLAN
mit an Bord hat. Weniger überzeugend sind die Displayeigenschaften. Für
elementare Ansprüche reicht das, was das 3 Zoll-Display bietet, aus, wer aber
oft im Internet surft oder sich mit dem Gedanken trägt, einen Film mobil
anzuschauen, wird hier Defizite bemerken. Auch die Empfindlichkeit des
Touchscreens ist nicht perfekt. Für Schnappschüsse reicht die eingebaute 3,2
MP Kamera aus, allerdings sollte man sich für qualitativ hochwertige Bilder auf
eine externe Digitalkamera berufen. Videoaufnahmen taugen nur, um sie per MMS
zwischen Handys hin- und herzuschicken und auch nur auf dem Handy zu betrachten.
Der eingebaute Prozessor ist verglichen mit 800 MHz oder 1 GHz Handys mit seinen
600 MHz nicht mehr der Allerschnellste. Das Öffnen von Applikationen kann daher
etwas dauern.


Harter Konkurrent ist das Samsung Wave 723,
das mit rund 120 EUR günstiger und besser ist als das X8. Nachteil
allerdings - es setzt nicht auf Android, sondern auf das Samsung-eigene
Betriebssystem bada - einer Insellösung. Klar stellt auch Samsung Apps im
entsprechenden Store bereit, diese sind aber bei Weitem nicht so zahlreich wie
beim offenen Android Market Place. Von der Bedienung und der Betriebssicherheit
her überzeugt uns das Handy mit leider nur gut 100 MB internem Speicher
(erweiterbar um bis zu 16 GB mittels microSD) voll und ganz - mit einigen
Ausnahmen, so stellt das Schreiben einer sms mit der - eigentlich guten -
Wort-Vorauswahl schon manchmal eine Herausforderung dar, weil sich das Handy
partout nicht auf das Wort einstellen möchte, welches man eigentlich schreiben
will. Super hingegen: WLAN mit WPS ist für einfachstes Integrieren in ein
WLAN-Netz mit WPS-Router eingebaut. In der Praxis ist das Wave innerhalb von
nicht einmal 30 Sekunden im WLAN-Netz drin und stellt dann alle Arten von
Internetseiten zügig dar. Die Prozessorleistung stufen wir als gut, wenn auch
nicht als sensationell ein. Das Display ist nicht besonders groß, stellt aber
klar und farblich korrekt dar. Sprach- und Empfangsqualität sind sehr gut, die
eingebaute 5 MP-Kamera liefert prima Ergebnisse ab, die für Schnappschüsse
locker ausreichen. Zu loben ist die sehr hochwertige Verarbeitung.
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Ein "quadratischer Sonderfall" ist das Motorola Flipout,
für ca. 160 EUR im Handel zu erwerben. Optisch fällt das sehr kompakt bauende
und daher einfach zu verstauende Smartphone sofort auf. Durch Aufklappen steht
eine komplette Tastatur zur Verfügung. Das Motorola mit 2 GB internem Speicher
arbeitet mit Android 2.1, auf das die Motorola-eigene Benutzeroberfläche
motoblur gelegt wurde. Für den Anwender empfiehlt es sich, möchte er das
Flipout auch vollständig nutzen, sich gleich ein motoblur-Konto anzulegen. Der
Umgang mit den motoblur Online-Services gestaltet sich leider nicht immer ganz
problemlos, so ist der Sync von Kontaktdaten eine zeitraubende Angelegenheit.
Besser ist es, gleich mit einem google-Konto zu synchen, das geht recht rasch.
Schnelligkeit ist im übrigen nicht die Stärke des Flipout, hier fehlt es an
CPU-Power. Dies merkt man, wenn Anwendungen rasch geöffnet werden sollen. Gut
hat uns das Reaktionsverhalten des kleinen Touchscreens gefallen. Allerdings
eignet er sich aufgrund der Diagonale nur bedingt zum Surfen. Die tadellose
Verarbeitung spricht für das Flipout, die Kameraergebnisse weniger. Mehr als
schnelle Schnappschüsse sollte man der Cam mit 3 MP nicht zumuten. Sprach- und
Empfangsqualität sind ordentlich, aber nicht sensationell.


Direkter Flipout-Konkurrent ist das sehr kompakte Sony Ericsson Xperia X10
mini, ebenfalls ein Android-basiertes Handy, das unter der Version 2.1
läuft (nach Update vergangenen November). Die Marktpreise bewegen sich zwischen
130 und 150 EUR, sehr fair. Das kleine Mobiltelefon passt in jede
Tasche und liegt toll in der Hand. Klar, dass das recht kleine Display mit gutem
Touch-Ansprechverhalten nicht für lange Surfsessions taugt. 128 MB interner
Speicher sind nicht mehr zeitgemäß, immerhin ist eine Erweiterung um bis zu 16
GB mittels microSD möglich. WLAN und HSPA sind integriert, die Bedienung mit
vier Programmzugriffstasten in den Bildschirmecken clever gelöst und leicht
verständlich. Die 5 MP Kamera bietet eine ordentliche Leistung, für
hochwertige Videoaufnahmen ist das Xperia weniger geeignet.


Nicht mehr das allerneueste Modell ist das Nokia C6
00, das mit rund 190 EUR zu Buche schlägt und den Vorteil für
Vielschreiber bietet, dass auch eine "richtige" und komplette
Hardkey-Tastatur per Ausziehen derselben verfügbar ist. Das Nokia ist ein nicht
enorm reaktionsschneller, aber zuverlässiger Begleiter, der mit Symbian läuft
- dieses Betriebssystem, von Nokia selbst noch im aktuellen Topliner E7
verwendet, stirbt langsam, aber sicher aus. Auch Nokia verabschiedet sich von
Symbian, zumindest in vielen Modellen, und kooperiert nun mit Microsoft, wie
unlängst in der Presse zu lesen war. Das C6 gefällt mit ordentlicher
Verarbeitung, leichter Bedienung und weist zudem eine überzeugende
Empfangsqualität auf. Zu loben ist die kostenlose Navigation, während App-Fans
sich lieber nach einem Androidphone umsehen sollten. Die Kamera liefert gute
Ergebnisse, die normale Ansprüche befriedigen. Nicht überzeugt waren wir vom
Reaktionsverhalten des Touchscreens, der mit 3,2 Zoll nicht sehr groß
ausfällt. 200 MB interner Speicher sind wenig, eine Erweiterung mittels microSD
ist um bis zu 16 GB möglich.


Preislich mit knapp 200 EUR sehr fair kalkuliert ist das ausgewogene
und daher sehr empfehlenswerte LG E900 Optimus 7-
man merkt am Marktpreis, dass die Win Phone 7 Geräte der 1. Generation im Preis
dramatisch gesunken sind.
Mit 3,8 Zoll ist das Display groß genug, um auch beim Surfen im Netz keine
Augenschmerzen zu verursachen. Die CPU-Unit ist aber etwas langsamer als beim
HTC Mozart und als beim Omnia 7 von Samsung. Das Display ist sehr gut und bewegt
sich auf dem Level des Mozart, erreicht aber nicht ganz die Brillanz des Omnia
7. Die 5 MP Kamera ermöglicht prima Ergebnisse im Video- und im Still
Imaging-Betrieb. Interessant ist die "Augmented Reality" (übersetzt
"erweiterte Realität) Funktion. Durch diese erhält man ganz einfach
praktische Informationen z.B. zu Gebäuden in seiner Umgebung. Oder man richtet
die Kamera (Scan Suche) auf den Himmel, um eine aktuelle Wettervorhersage zu
erhalten, ein nettes Gadget. Insgesamt entpuppt sich das Optimus 7 als toller
Begleiter auch für Businesspeople, es agiert sehr zuverlässig und strapaziert
- in Relation zur Performance - den Geldbeutel nicht zu stark.

GT-S8500

GT-S8530
Das GT-S8500 war Samsungs
erstes Wave, mit dem Samsung
GT-S8530 Wave II ist nun der Nachfolger im Handel und für rund 230 EUR zu
erwerben. Das Wave II läuft wie auch der Vorgänger mit Samsungs Betriebssystem
bada. Mit sehr schnellen Reaktionen und angenehm großem Display ist es ein
passender Begleiter für alle Situationen des Alltags. Die CPU ist mit 1 GHz
getaktet. Dafür ist das Display deutlich schlichter, das phänomenale Super
AMOLED Display des 8500 fiel leider dme Rotstift zum Opfer. Ansonsten herrscht
beim Wave II eitel Sonnenschein. Die Verarbeitung ist sehr gut, die eingebaute 5
MP Kamera ermöglicht gute Bilder, und selbst die Videoaufzeichnungsfunktion ist
prima gelungen. Ist man kein absoluter Qualitätsfanatiker, kann man sich die
Videos sogar auf dem heimischen TV anschauen. Mit WLAN-n und Bluetooth 3.0 ist
das Handy bestens für schnelle Datenübertragung gerüstet. Bei HSDPA gehen
maximal 3,6 Mbit/s - es fehlt der 7,2 Mbit "Turbo". 2 GB interner
Speicher ist für die Preisklasse in Ordnung. Möglich ist eine microSD
Kartenerweiterung bis 32 GB - sehr gut.


Das Motorola Defy mit HSPA und
WLAN-n für ca. 250 EUR Marktpreis zeigt sich als wassergeschütztes, staubfestes
und ausgewogenes Android 2.1 Handy.
Nicht befürworten können wir allerdings die Update-Politik von Motorola. Erst
im 2. Quartal 2011 soll das Update wohl kommen - und zu diesem Zeitpunkt müsste
eigentlich gleich auf die aktuelle 2.3 Version upgedatet werden. Sonst kann man
dem Defy nicht viel vorwerfen. Es ist stabil, praktisch und leicht zu bedienen.
Die Akkulaufzeit geht in Ordnung, das Display stellt scharf und klar dar, die
Touchscreen-Reaktion ist gut, wenn auch nicht sensationell. Sehr gut ist es um
die Sprach- und Empfangsqualität bestellt, und im Music Player Einsatz klingt
das gure Stück mit dem mitgelieferten Headphone richtig gut. Punktabzug gibt es
für den klapprigen Akkufachdeckel. Pluspunkt: Der interne 2 GB Speicher kann um
bis zu 32 GB mittels microSD Karte erweitert werden. Die CPU bietet eine Taktung
von 800 MHz und reicht für anspruchsvollere Anwendungen gerade noch aus.


Das HTC Windows 7 Phone-Mobiltelefon Mozart
ist mit einem Marktpreis von rund 260 EUR mittlerweile sehr günstig geworden.
Fürs Geld wird eine tolle Performance geboten. Das schicke Mobiltelefon ist
exzellent verarbeitet und verfügt über eine leistungsstarke CPU-Unit. Sprach-
und Empfangsqualität sind sehr gut. Auch im Musikbetrieb stimmt in Verbindung
mit dem mitgelieferten Headset die Akustik. Die Kameraergebnisse der 8 MP Kamera
haben uns überzeugt. Videoaufnahmen gelingen gut, aber auch in 720p nicht
sensationell. Gar nicht zufrieden waren wir mit der Akkulaufzeit, bei eifriger
Nutzung hält das Mozart kaum einen Tag durch. Das Display ist sehr gut und
liegt nur minimal hinter den Klassenbesten zurück. Alle Arten von
Datenverbindungen agieren ausgesprochen schnell, leider aber ist nur Bluetooth
2.1 anstatt 3.0 an Bord. Die üblichen Win7 Phone Nachteile teilt das Mozart mit
all den "Kollegen", die das gleiche Betriebssystem als Basis nutzen.
Zu nennen wäre die nicht funktionierende Outlook-Synchronisierung, das geringe
App-Angebot, den nicht erweiterbaren Speicher (16 GB beim Mozart stehen intern
zur Verfügung) sowie die Tatsache, dass der Handyhersteller die
Benutzeroberfläche nicht verändern darf. Das sorgt für starke
Uniformität.


Das HTC HD7 (Marktpreis gut 280 EUR)
beeindruckt mit großem 4,3 Zoll Display und eignet sich aufgrund des
ausklappbaren Ständers auch sehr gut für die Betrachtung medialer visueller
Inhalte. Der Prozessor agiert recht schnell und ermöglicht ein zügiges Öffnen
von Anwendungen. Die Verarbeitung ist sehr gelungen, die Akkulaufzeit ist für
ein Mobiltelefon mit so großem Display tadellos. Punktabzüge gibt es für die
unbefriedigende Freisprecheinrichtung - hält man das HD7 hingegen am Ohr,
gefällt die Sprachqualität außerordentlich gut. 16 GB sind an internem
Speicher vorhanden, es kann, wie üblich bei Win7 Phone, keine externe microSD
Erweiterung vorgenommen werden. Die Ergebnisse der 5 MP Kamera sind nur
durchschnittlich.


Das Samsung Omnia 7 ist derzeit das Win7
Phone Gerät, das uns am meisten überzeugt hat. Mit Referenz-Verarbeitung und
sensationellem Super AMOLED Display in perfekter Größe (4 Zoll) setzt des
Akzente, ist mit Preisen ab ca. 350 EUR aber auch teurer als die meisten anderen
aktuellen Win7 Phones. Der Prozessor reagiert hervorragend, so dass man sich
hier fragt, wozu man ein Dual Core CPU Handy braucht. Sehr gut agiert auch die
Kamera, obwohl sie mit 5 MP nur die Minimalbestückung für diese Preisklasse
mitbringt. Top sind auch die Reaktionen des Touchscreens. Sprach- und
Empfangsgüte passen zum tadellosen Gesamtniveau, und auch die Akkulaufzeit ist
vertretbar. Alle Arten von Datenverbindungen funktionieren sehr schnell.


Das Samsung Galaxy SL
GT-I9003 besticht durch das hervorragende Display, das nur knapp hinter den
Super AMOLED Displays aus gleichem Hause rangiert, den ordentlichen Prozessor,
den hervorragend reagierenden Touchscreen, die exzellente Sprach- und
Empfangsqualität sowie die tolle All Share-Funktion. Auch der Preis ist mit
knapp 320 EUR "heiß". Der Kamera fehlt zwar ein
Blitz bzw. eine Fotoleuchte, ansonsten kann man ihr nichts nachsagen. Weniger
begeistert uns die PC-Synchronisationsplattform Kies und die lange Bootzeit. Ob
die Einführung des Galaxy SL GT-I9003 wirklich Sinn macht, muss jeder für sich
entscheiden. Fakt ist: Es ist ein sehr gutes Smartphone. Fakt ist aber auch -
das in vielen Bereichen identische, in manchen Dingen noch hochwertigere I9000
(dessen Nachfolger Galaxy S2 mit 4,3 Zoll Display ist jetzt ebenfalls für rund
550 EUREerhältlich) ist nicht wirklich deutlich teurer (rund 30 EUR). Letzten Endes bleibt es eine Frage der persönlichen
Präferenzen - mit neuerem Android 2.2 läuft mittlerweile auch das I9000, so
spricht vor allem der größere Akku fürs I9003 - wobei die Ergebnisse auch mit
dem großen Akku nicht begeisternd. sind.


Das HTC Desire S kommt auf
Marktpreise von knapp über 400 EUR und rutscht somit gerade noch in diese
Kaufberatung mit hinein. Es überzeugt vor allem durch die praktisch völlige
Abwesenheit ernster Schwächen - es präsentiert sich als unheimlich
ausgewogenes Smartphone, das durch zuverlässige Funktionalität gerade im
Alltag begeistern kann. Der 1 GHz Prozessor taugt zwar nicht mehr zur
Speed-Benchmarkt, ihn als gutes Mittelfeld zu bezeichnen, wäre allerdings auch
maßlos untertrieben: Das Desire S spielt weit vorn mit und profitiert auch von
den 768 MB Arbeitsspeicher. Die schöne Benutzeroberfläche sorgt dafür, dass
das Bedienen nicht nur einfach ist, sondern sogar Freude bereitet. Die Internet-
und Multimedia-Eigenschaften sind prima, und wer ab und zu Mobile Gaming
betreibt, wird sich auch nicht beschweren können. Top ist die Verarbeitung, und
auch die Materialqualität überzeugt. Problem des HTC Desire dürfte die
aktuell sehr starke Konkurrenz sein (auch aus eigenem Hause) - der Kaufpreis ist
noch recht hoch, hier gibt es vereinzelt Smartphones, die für einen geringen
Aufpreis schon in einer anderen Liga spielen.

Vorteil von Smartphones - schon kurz nach der Markteinführung
purzeln die Marktpreise. Dies führt dazu, dass man das herausragende Dual Core 4 Zoll-Smartphone LG P990 Optimus Speed
mittlerweile für knapp über 400 EUR bekommt - und dafür ist der Gegenwert
überragend: LG hat mit dem P990 Optimus Speed ein Referenz-Smartphone mit
wegweisender Technologie auf die Beine gestellt. Während andere Dual Core
Mobiltelefone erst in Kürze auf den Markt kommen, ist das Optimus Speed schon
eine Weile erhältlich. Mit der enormen Speed des Dual Core-Prozessors empfiehlt
sich das sauber verarbeitete und elegant wirkende Smartphone für
Multitasking-Business-User genauso wie für multimedial ausgerichtete Anwender,
die gern mobil spielen oder Filme anschauen. Die Medien-Sharing-Optionen durch
Smart Share sind auch hervorzuheben. Das Smartphone eignet sich exzellent für
mobiles Surfen im Internet und bietet auch bei komplexen Seiten einen schnellen
Aufbau. Der eingebaute interne Speicher ist für die Preisklasse in Ordnung,
MicroSD-Karten werden bis 32 GB akzeptiert und sehr schnell eingelesen. Sehr zu
loben ist auch die enorme Zuverlässigkeit des Optimus Speed, das Smartphone
leistete sich keine Abstürze oder sonstige Unregelmäßigkeiten. Punktabzüge
gibt es nur für die fehlende HSPA+ Kompatibilität und für die Tatsache, dass
lediglich Android 2.2.2 und nicht 2.3.3 installiert ist. Das brillante
Testergebnis wird dadurch aber kaum geschmälert.
Fazit
Das Marktangebot ist enorm groß, und zudem stimmt in vielen Fällen auch die
zum jeweiligen Preis gebotene Qualität. Trotz dieser erfreulichen Tatsache aber
muss man hinzufügen, dass es schwer ist, die "eierlegende Wollmilchsau"
zu finden - die Hersteller kommen diesem Ideal, wie das
LG P990 Optimus Speed zeigt, aber immer näher. Sicherlich, irgendwo tun
sich immer Schwächen auf, aber wäre dies nicht der Fall, gäbe es keine
Weiterentwicklung mehr im Markt. Uns hat insbesondere begeistert, wie gut das
Surfen im Internet sowie das Aufnehmen von Videos mittlerweile funktioniert -
hier hat sich eine Menge getan, und ein Ende dieses Trends ist nicht
abzusehen.
Vergleich: AREA DVD Handy-Testteam
02. Mai 2011
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