INFO: Die eigene AV-Kette - wann macht ein Update Sinn?
26.10.2011 (cr)
EDV-Supplier: www.notebooksbilliger.de







Oft stellen sich Anwender die Frage: An welcher Stelle lohnt es, die
bestehende AV-Kette akustisch und visuell zu optimieren? Oder ist gar eine
komplett neue Kette fällig? Wir versuchen in diesem kleinen Special, Antworten
zu geben.
In der modernen AV-Kette hat längst der Flachbildschirm Einzug erhalten, im
modernen Heimkino stehen SXRD/LCD/DLP/D-ILA-Beamer und eine entsprechende
Leinwand.. Das Ganze wird vom AV-Receiver/Verstärker angesteuert - oder direkt
vom BD/DVD-Player. Am AVR hängt noch das Lautsprechersystem, und alle
Komponenten sind untereinander verkabelt.

Panasonic DMP-BDT310
Das Wichtigste zuerst: Eine moderne AV-Kette sollte komplett über HDMI
verkabelt sein, alle anderen Lösungen sind nicht mehr zeitgemäß. Nur über
HDMI können Benefits wie die neuen HD-Tonformate oder die Bildausgabe in
1080p/24 und in 3D genossen werden. Praktisch alle aktuellen
AV-Receiver/Verstärker haben HDMI-Anschlüsse. Wer einen Neukauf tätigt,
sollte auf jeden Fall ein aktuelles Modell mit HDMI 1.4a Bestückung kaufen.
Ältere, gebraucht erworbene AVRs haben oftmals noch HDMI-Terminals, die
älteren Spezifikationen entsprechen. Man sollte auch gebraucht keinen älteren
Standard als HDMI 1.3 einkaufen. 3D funktioniert allerdings über HDMI 1.3
ebenso wenig wie der Audio Return Channel oder wie das HDMI Ethernet. Wer mit
einem AVR auf HDMI 1.3 Standard weiter leben, aber trotzdem 3D genießen
möchte, braucht einen Blu-ray-Player wie den Panasonic DMP-BDT310,
der zwei HDMI Ausgänge bereit hält, einer geht dann zum AVR und der andere zum
Beamer oder zum Flachbildschirm.

Multiformat-Motor-Rolloleinwand WS-Spalluto S-4-Format

Sony 3D-Beamer mit deutlich verbesserter Helligkeit
(VPL-VW95ES)

EH-TX9000W - das Topmodell gibt es auch in weiß
Nun zu den Details. Um überhaupt irgendwelche Unterschiede zwischen
Blu-ray-Playern der Generationen 2010 und 2011 - teilweise sogar 2009 - sehen zu
können, sollte im Idealfall ein Beamer vorhanden sein. Hier ist es sehr
wichtig, zu bedenken, dass gerade bei Beamern in den letzten Jahren ein enormer
Preisverfall zu beobachten war und man schon für faire Beträge ein
überragendes Exemplar wie z.B. den brandneuen JVC X30 (3D-fähig, 3000 EUR)
oder den Epson EH-TW9000 für 2900 EUR erwerben kann. Der Sony VPL-VW95ES kommt
auf 5500 EUR und deklassiert ältere reine 2D Beamer der 10.000 bis 12.000 EUR
Liga mühelos. Der JVC X70R rüstet sogar mit simulierter 4k Darstellung für
7000 EUR richtig auf. Mitsubishi macht ebenfalls mit einem neu entwickelten
DLP-Beamer Druck (HC7800) und verbessert den HC9000 - aus ihm wird der HC9000
Advanced. Die modernen Beamer haben im 2D-Betrieb auch auf großen Leinwänden
kaum Helligkeitsprobleme und begeistert mit tadelloser 24p Darstellung. Bei der
neuen Generation, die jetzt auf den Markt strebt, wurde die Bildhelligkeit im
3D-Betrieb deutlich verbessert. Wer eine Leinwand ab rund 2 Meter Diagonale auch
mit einem hellen 3D Bild erfreuen möchte, sollte auf jeden Fall eines der neuen
Modelle nehmen. Wer seinen Beamer schon länger einsetzt: Jetzt ist die Zeit
für ein Upgrade reif. Doch der beste Beamer nutzt ohne die passende Leinwand
nichts. Hier sollte man etwas passend Hochwertiges erwerben und auf die
3D-Eignung sowie den Gain-Faktor beim Kauf achten. Genauso wie der bei LCD-TVs
teilweise immer noch kritische Betrachtungswinkel sorgt ein hoher Gain-Faktor
der Leinwand für einen kleinen optischen Sweet Spot. Dies ist historisch damit
zu begründen, dass ältere Beamer nicht genug Helligkeit aufbieten konnten, um
die für eine Leinwand mit geringem Gain-Faktor nötige Lichtstärke zur Verfügung
zu stellen. Das ist allerdings inzwischen anders, und so sorgt der geringe
Gain-Faktor verschiedener Leinwände für die Möglichkeit einer homogenen
Ausleuchtung mittels eines geeigneten, das heißt entsprechend lichtstarken
modernen Heimkino-Projektors. So können auch mehrere Personen nebeneinander in
exzellenter Qualität Filme und andere mediale Inhalte genießen. Wichtig
für den anspruchsvollen Heimkinoliebhaber ist die Formatanpassungsmöglichkeit
der Leinwand, neben der Güte des Tuches auch sehr wichtig. Vor dem Leinwandtuch
kann man bei Nutzung anderer Bildformate als 4:3 bei Modellen wie der
Multiformat-Motor-Rolloleinwand WS-Spalluto S-4-Format motorisch eine
hundertprozent schwarze Mimik ausfahren, die die Leinwand auf das gewünschte
Format einstellt. Für ein reflexionsarmes Verhalten ist diese Mimik im
Falle der genannten Leinwand mit schwarzem Samt beschichtet.
Wenn man keinen Beamer nutzt, muss ein hochwertiger Flachbildschirm vorhanden
sein, geht es um die Auslotung visueller Differenzen von BD-Playern. Somit lohnt
ein Player-Upgrade aus visuellen Gründen nicht, wenn man z.B. einen der erste
Edge LED-TVs des Jahres 2009 sein eigen nennt. Die visuellen Vorteile, die ein
BDP, Baujahr 2011, gegenüber einem BDP, Baujahr 2009, ermöglicht, fallen
praktisch nicht ins Auge. Man muss schon sehr genau und lange hinschauen, um
überhaupt irgendwelche Differenzen ausfindig zu machen. Der Kauf eines neuen
BDPs lohnt nur, wenn man z.B. dessen Streamingfähigkeiten und die modernen
internetbasierten Dienste nutzen möchte, ohne gleich die deutlich teurere
Investition eines neuen Flachbildschirms zu tätigen. Über klangliche Aspekte
brauchen wir uns auch nicht unterhalten: Sobald vom BDP HDMI 1.3 unterstützt
wird und somit der Genuss der HD-Tonformate möglich ist, kann der BDP in der
Kette verbleiben. Klangliche Unterschiede werden bei Signalausgabe über HDMI
nicht heraus zu hören sein. Wer 3D realisieren möchte, wird beides neu
brauchen, BDP und TV, wer nur ein deutlich besseres 2D-Bild haben möchte, kann
den BDP zumindest zunächst behalten: Ein 2011er Flachbildschirm hat bereits
deutlich zugelegt gegenüber Modellen der Jahrgänge 2008 und 2009. Topmodelle
des Jahres 2008 haben heute keine Chance gegen manches gute Mittelklasse-Modell.
Und man kann sich als 2011er Modell durchaus einen 3D-tauglichen TV kaufen, auch
wenn man 3D aktuell noch nicht nutzt: Man hat für die Zukunft vorgesorgt und
braucht für 3D, sollte es einmal interessant werden, nur noch einen neuen
Blu-ray-Player. Nun hören wir einen entsetzten Aufschrei - was ist denn mit 3D
ohne Brille? Dort, so die AV-Propheten, ist doch die Zukunft zu finden. Unsere
knappe Antwort: Sicher - aber zu welchem Preis und derzeit noch nicht in FullHD,
sondern maximal in 720p. Daher reden wir erst einmal von der 3D-Technologie in
Form aktiver Shutterbrillen-Technik oder passiver
Polarisationsbrillen-Technologie.

Top-Plasma zum fairen Preis: Panasonic TX-P50GT30E

Beste Technik, stolzer Preis: Toshiba High-End-LED-LCD 55ZL1G

Mit Polarisationsbrillen-3D: Philips Cinema 21:9 LED-LCD "Gold" 50PFL7956K
Aber nicht nur, dass man auf 3D vorbereitet ist: Bedingt durch die höhere
Rechenleistung, die für alle 3D-Prozesse erforderlich ist, liefern 3D-fähige
Fernseher auch ein bessere 2D-Bild. Wir raten dazu, auf jeden Fall ein 2011er
Modell zu erwerben und nicht noch auf vereinzelt erhältliche 2010er 3D-TVs
zurückzugeifen - ganz gleich, wie gut der Preis auch sein mag, die Technik war
in der ersten Generation noch deutlich weniger ausgereift, was man in deutlichen
Farbverfälschungen, Kontrast- und Helligkeitseinbußen und in sichtbarem
Ghosting wahrnehmen kann. Als halten wir bilanzierend fest: Ein neuer
Flachbildschirm bringt mehr als ein neuer Blu-ray-Player, es sei denn, der
Hauptgrund für den Kauf sind die erweiterten Netzwerkfeatures eines neueren
Modells. Der Sprung der Flachbildschirm-Generationen fällt erfreulicherweise
trotz aller Kritik an den 2010er 3D-TVs der ersten Generation insgesamt deutlich
kleiner aus als früher. Wer also en 2009er oder 2010er Modell besitzt, muss
sich nicht grämen - natürlich bringt ein Upgrade Benefits, aber vergleicht man
mit den Jahren 2005 oder 2006 und den damaligen HD ready Displays, so sind schon
2009er Modelle eine wahre Offenbarung dagegen. Es mag vereinzelt Ausnahmen
geben, aber in der Regel hat sich eine deutliche Qualitätssteigerung
vollzogen.

smart VX 10

Samsung BD-D6900
Diese betrifft auch die internen Tuner. Hier gibt es deutliche
Qualitätssteigerungen bei DVB-C. Wer auf eine Satschüssel setzt und einen
neuen TV sucht, sollte sich auf jeden Fall gleich einen neueren Flachbildschirm
mit Triple Tuner (DVB-T, DVB-C und DVB-S) anschaffen und nicht ein älteres
Modell nur mit DVB-T/C-Tuner kaufen und nach wie vor auf einen separaten
Satreceiver setzen. Ein moderner Satreceiver macht bei hochwertigen TVs ohne
DVB-S-Tuner aber durchaus Sinn - wer noch einen älteren Satreceiver besitzt,
keinen neuen TV kaufen möchte oder aber mit dem bisherigen TV von Kabel auf Sat
gehen möchte, findet tolle Alternativen wie z.B. Modelle des deutschen
Herstellers smart (smart CX 20 oder smart VX
10). preislich alle zwischen 100 und 130 EUR zu finden. Teure und ebenfalls
sehr empfehlenswerte Alternative sind dann BD-Recorder mit Festplatte, besonders
gute Exemplare kommen aus dem Hause Panasonic und heißen z.B. DMR-BST700EG
und besitzen sogar einen Doppeltuner. Wer einen neuen Blu-ray-Player wegen
umfangreicher Netzwerkfeatures sucht und gleichzeitig auch auf Satempfang
umrüsten möchte - auch hier hält der Markt Alternativen bereit: Sie kosten
299 EUR (UVP), heißen Samsung BD-D6900S - ein Blu-ray-Player mit eingebautem
DVB-S-Tuner (Alternativ als Samsung BD-D6900 mit DVB-C/T-Tuner
lieferbar). Wichtig ist immer: Bevor man überhaupt über ein Update macht,
sollte man sich erst Gedanken machen, ob man alles aus der bislang eingesetzten
Kette BDP-TV herausgeholt hat. Fragen, die man sich stellen sollte, sind: 1.
Läuft mein TV im richtigen Bildprogramm) Wenn man z.B. das Programm
"Dynamik" Abends im Wohnzimmer einsetzt, sind schlechte Ergebnisse
ebenso vorprogrammiert wie bei der Verwendung des Programms "Kino" am helllichten
Tage. Den Video-EQ für die individuelle Einstellung einzelner Videoparameter
sollten Anwender ohne jegliche Kenntnisse erst nach Studium der
Bedienungsanleitung einsetzen. 2. Sind vielleicht Video-EQ/Bildprogramm-Einstellungen
in BDP und TV getätigt worden? Das kann nicht gut gehen - nur einen Video-EQ
optimieren und beim anderen alles in neutrale Stellung bringen, soweit möglich.
3. Ist beim BDP überhaupt die 24p-Funktion für ruckelfreie Blu-ray 1080p
Darstellung optimiert? Solche Dinge sollte man vor teuren Neukäufen abklären.
Die Standardfrage "LCD oder Plasma" lässt sich global nicht
beantworten. Immer noch weisen LCDs das hellere Bild auf und sind besonders gut
für den Betrieb bei deutlichem externen Lichteinfall geeignet. Nach wie vor
haben Plasmas den noch besseren Schwarzwert (auch wenn es LCDs wie den Toshiba High-End-LED-LCD 55ZL1G
mit einem praktisch Plasma-gleichen Schwarzwert gibt) und sind durch die
ultraschnelle Displayreaktionszeit im 3D-Betrieb im Vorteil. Der Stromverbrauch
von Plasmas ist gesunken und noch leicht über LCD-Level, was die Lebensdauer
anbetrifft, schaffen neue Modelle, ganz gleich, ob LCD oder Plasma, rund 100.000
Betriebsstunden und somit deutlich mehr als der gute alte Röhrenfernseher. Wer
auf 3D upgradet: FullHD ist nur mit aktiven Shutterbrillen TVs möglich, dafür
sind die Brillen teurer und es kommt immer noch zu Ghosting. Bei
Polarisationsbrillen-TVs wird die Auflösung halbiert, dafür gibt es kein
Ghosting und die Brillen sind preiswert. Was die Verkabelung angeht: Unserer
Meinung nach sollte man ein solides, kontaktsicheres, sauber verarbeitetes
HDMI-Kabel in der passenden Länge (nicht zu lang kaufen, bringt nur höheren
Preis + schwächeres Signal) verwendet werden. Weder billige Wühltisch-Kabel
noch angebliche High End Ware sind ihr Geld Wert.

Onkyo TX-NR5009

Denon AVR-4311

Pioneer SC-LX75
Genau das gilt auch für die Verkabelung via HDMI am AV-Receiver und für die
Lautsprecherkabel. Es kommt auf einen vernünftigen Gegenwert fürs Geld an.
Hier sollte man sich selber einen Überblick verschaffen und sich nicht vom
übereifrigen Verkäufer ein nie und nimmer benötigtes, teures Kabel andrehen
lassen: Gerade bei Lautsprecherkabeln wird dies nicht ungern gemacht. Anstatt
viel Geld fürs Kabel auszugeben, macht es im Sinne optimaler
Langzeittauglichkeit und Kontaktsicherheit mehr Sinn, auf Bananenstecker zu
setzen. Beschäftigt man sich mit dem Komplex AV-Receiver/Lautsprechersystem,
geht es primär um klangliche Aspekte. Hier allerdings trifft man auf
verschiedene Probleme: Wer einen älteren AVR-Boliden einsetzt, wird mit
Schrecken feststellen, dass viele Bauteile bei neueren Modellen abgespeckt
wurden - gerade teure Teile wie Trafo, Elkos etc. fallen manchmal schmäler aus.
Wer nun glaubt, dass darum die alten Boliden nach wie vor akustisch deutlich
überlegen sind, irrt: Durch Fortschritte in der Chiptechnik egalisieren die
modernen Geräte den Vorsprung der älteren. Dadurch, dass teilweise aber nicht
mehr so hochwertige Bauteile vorhanden sind, verspielt sich aber manches neuere
Gerät einen prinzipiell möglichen deutlichen Vorsprung. Allerdings können wir
ganz besonders ab Ende 2010 einen Trend zu mehr Hochwertigkeit feststellen: So
zeigen z.B. der Denon AVR-4311 oder
der brandneue Onkyo TX-NR5009 einen tollen
Aufbau, und selbst manches 1000 EUR-Gerät kommt aufwändig konstruiert daher -
dies beweist der Yamaha Aventage AV-Receiver RX-A1010.
Wer bei einem der hier genannten Modelle zugreift, wird sein klangliches Wunder
erleben - Beispiele: Der RX-A1010 rückt
dem vielfach teureren Yamaha DSP-Z7 bedrohlich
nahe - zu einem Kampfpreis. Das ist aber nicht immer so - bei Yamaha hat einfach
die neue Aventage AVR-Serie zum fairen Preis einen großen Sprung gemacht, der
nur alle paar Jahre möglich ist. Der Onkyo TX-NR5009
lässt dem 2004er Topmodell TX-NR5000 keinerlei Chance und düpiert das ältere
Gerät im Mehrkanal- und im Stereoklang problemlos. Und der Denon AVR-4311
setzt den Denon AVC-A11XVA nicht
nur unter Druck, sondern zieht akustisch an ihm vorbei. Und der 9-Kanal-AV-Receiver Pioneer SC-LX75
liefert mehr Pegel als viele alte Boliden und geht mit innovativem
Bedienkonzept gekonnt neue Wege. Ganz zu schweigen von den Videoqualitäten -
bei den älteren Modellen gar nicht vorhanden oder hoffnungslos veraltet, macht
für denjenigen Anwender, der den AVR auch als Videoschaltzentrale nutzen
möchte, ein Update sofort Sinn. Schon Modelle ab rund 1000 EUR bietet eine
ausgezeichnete, sogar kleine AVRs für Marktpreis um die 500 EUR eine
überraschend gute Videoperformance. Was den klanglichen Vorsprung der aktuellen
HD-Tonformate angeht: Bei AVRs ab 1000 EUR in Verbindung mit guten
Lautsprechersets kann man schon geringfügige Unterschiede hören, sogar bei
günstigeren AVRs in Verbindung mit einem etwas teureren LS-Ensemble kann dies
gegeben sein. Verwendet man AV-Receiver ab 1500 EUR zusammen mit hochwertigen
Boxensets der Klasse 3000 EUR und mehr, sind in Form von Plastizität,
Detaillierung, Sauberkeit im Bass und feindynamischer Güte deutliche
Differenzen zwischen den herkömmlichen und den aktuellen HD Tonformaten
heraushören.

Samsung HT-D6759W System

Teufel Impaq 3100
Auch in kleineren Preisklassen ist die Upconversion eingehender analoger und
HDMI-digitaler Videosignale mittlerweile verbreitet - bis hoch auf 1080p. Der
Nutzen von automatischen Einmesssystemen mit Room EQ Funktion wird zurecht nach
wie vor von versierten Usern in Frage gestellt - wer im dedizierten Heimkinoraum
hört, in dem aus räumlicher Sicht stimmige akustische Bedingungen herrschen,
sollte nach wie vor nur Abstand, Größe und Pegel von Hand einstellen und die
Auto-Funktion außer Acht lassen. Wer aber im akustisch schwierigeren Wohnzimmer
hört, sollte sich keinen gebrauchten älteren, sondern einen 2011er AVR
zulegen. Ganz gleich, ob YPAO (Yamaha), Audyssey (Denon, Onkyo) oder MCACC
(Pioneer), nur um ein paar Beispiele zu nennen: Es sind enorme Fortschritte zu
verzeichnen, der Klang nach Einmessung und Equalizing ist nicht mehr matt, müde
und langweilig, sondern deutlich fundierter, klarer und lebendiger geworden.
Eines muss an dieser Stelle klar gesagt werden: Ist das verwendete
Lautsprechersystem unzureichend dimensioniert, nutzt ein Update auf einen neuen
AVR akustisch nichts, nur die erweiterten Video- und Netzwerkfunktionalitäten
wären dann Argumente für eine Neuanschaffung. Ein gepflegter Klang lässt sich
nur mit hochwertigen Boxen realisieren. Besitzt man Sub-/Sat-System für ein
paar Hundert EUR, ist jede Neuausgabe für einen AVR aus akustischer Sicht pure
Verschwendung. Hier spart man lieber weiter und kauft sich ein bessere LS-Set
plus AVR später neu. Natürlich ist auch alles eine Frage der Ansprüche -
moderne, kleine Sub/Sat-Sets sind durchaus geeignet, dem Normalhörer akustische
Freude zu bereiten, allerdings sollte der Hörräum nicht größer als 25
Quadratmeter sein, wenn man auch gern mal lauter hört. Für denjenigen, der
meist mit Zimmerlautstärke oder mal etwas darüber im Wohnzimmer Filme und
Musik genießt, kann auch gute Komplettlösungen mit ins Kalkül ziehen - so wie
z.B. die Teufel Impaq 3100 oder das Samsung HT-D6759W
System, das sogar 3D-fähig ist. Nicht zu unterschätzen ist der Faktor
Raumakustik, der eine sehr große Rolle in Bezug auf die akustische Performance
spielt. Wer es wirklich klanglich wissen möchte, macht sich keine Freude, wenn
er 20.000 EUR für eine AV-Kette ausgibt und diese im akustisch nicht
optimierten Raum einsetzt.

Wallpanels
Experten wie z.B. RTFS (http://www.r-t-f-s.de)
haben geeignete Möglichkeiten im Programm, auch Wohnräume akustisch zu
optimieren, ohne dass das Ambiente zu sehr leidet. Im dedizierten Heimkinoraum
sollte eine Optimierung auf jeden Fall vorgenommen werden. Mit 2000 bis 3000 EUR
Investment lassen sich schon verblüffende Effeke der Klangsteigerung erzielen,
das Geld ist weitaus besser eingesetzt als wenn man einen 3000 EUR AVR anstatt
einem 1000 EUR AVR kauft. Hier würden wir den 1000 EUR AVR nehmen und 2000 EUR
lieber in die Raumakustik zu stecken. Wer ein richtiges Upgrade beim
Lautsprecher-Set vornehmen möchte, dem können wir nur raten, auf eine gleiche
Chassisbestückung bei allen beteiligten Komponenten zu achten. Zudem sollte der
Center nicht unterdimensioniert sein, genauso wenig der aktive Subwoofer.

Teufel 5.1 Set System 8 - Das kompromisslose THX Ultra 2 Set fürs
Wohnzimmer

Nubert
nuVero-Baureihe: nuVero 4/5/7/11/14

Quadral Argentum New 5.1 Surroundset

Jamo D 500 THX Select 2
Wer den Platz hat, sollte über 2 parallel laufende aktive Subwoofer
nachdenken - der Bass breitet sich deutlich homogener gerade im größeren
Hörraum aus. Wer viel Filme schaut, kann sich auch über 3 identische
Frontlautsprecher und Dipole für den Rearbereich Gedanken machen. Wer viel
Musik hört, fährt mit vier Standlautsprechern, einem großen Center und einem
kraftvollen Sub mit Sicherheit gut. Für ein ansprechendes Boxenset gibt es
keinen feststehenden preislichen Rahmen: Es ist alles eine Frage der Ansprüche.
Schon manches 800 EUR-System klingt klar, in sich schlüssig und macht Laune.
Und für rund 5000 EUR kann man sich schon erstklassige, hoch belastbare Systeme
einkaufen. Wichtig ist zum Schluss noch eines: Besser klingt ein akkurat
installiertes 5.1 System als eine unsauber integrierte 7.1 oder gar 9.2 Lösung
mit Back Surround + Front High. Für den Surroundgenuss ist ein gutes,
klangstarkes 5.1 Ensemble im akustischen Hörraum nach wie vor absolut
ausreichend, auch im Zeitalter der HD-Tonformate und 11.4 Installationen. Nur,
wer Platz hat und es sich leisten kann, für alle Positionen hochwertige
Lautsprecher zu verwenden, kann sich an Installationen oberhalb von 5.1 wagen.
Wer unbedingt mehr als 5.1 haben möchte, sollte wissen: Irgendwelche
vorsintflutlichen Front Heigh Konstruktionen mit alten Breitbandsatelliten im
Gummibaum sollte man tunlichst vermeiden. Am besten Baum und Boxen rauswerfen
und sich vernünftige, zu den anderen Schallwandlern passende Boxen kaufen,
diese professionell an der Wand befestigen - und dann kann es losgehen.
Kauftipps
1. Blu-ray-Player
2. Flachbildschirme
3. AV-Receiver
4. Lautsprechersysteme
Test: Carsten Rampacher
Datum: 26.10.2011
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