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INFO: Toshibas Statement zu 3D und Toshibas 3D-Technologie

15. April 2010 (Toshiba Presse/cr)

Heute fand in Barcelona die Präsentation von neuen Unterhaltungselektronik- und PC-Produkten von Toshiba statt – und es ging natürlich auch um das hochaktuelle Thema 3D. Hier Toshibas Statement und technologischer Ansatz, von uns zusammengefasst:

Toshiba möchte gleich von Beginn an eine ansprechende Bildqualität in 3D offerieren können. Nur wenn die Zuschauer in den vollen Genuss von scharfen, hellen, kontrastreichen, ruckelfreien und überzeugend dreidimensionalen Bildern kommen, wird sich die Begeisterung für das neue TV-Erlebnis halten und ein reges Kaufinteresse stattfinden. Toshiba bringt in die Entwicklung der neuen Gerätegattung seine gesamte Kompetenz und sämtliche leistungsfähige Technologien ein, die das Unternehmen schon im 2D-Markt erfolgreich gemacht haben. Dabei verlässt sich Toshiba nicht auf Lösungen von Fremdanbietern, sondern nutzt die Erfahrungen und das Know-how seiner eigenen Ingenieure. Toshiba wird damit seine erfolgreiche Produktstrategie, bei der erstklassige Bildqualität oberste Priorität hat, auch auf das 3D-Segment übertragen.

Filmregisseure betreiben bei der Nachbearbeitung ihrer Werke im Allgemeinen noch einmal denselben Aufwand wie bei der Aufnahme selbst. Um die Aussagen des Films zu unterstreichen und der erzählten Geschichte Plastizität zu verleihen, nutzen sie Spezialeffekte, raffinierte Überblendungen und fest definierte Farbeinstellungen. Toshiba-Kunden sollen die Filme auf ihrem Fernsehbildschirm genauso erleben können, wie vom Regisseur beabsichtigt. Das wird beim 3D-Fernsehen umso wichtiger, als die Wahrnehmung der räumlichen Tiefe den Erzählmöglichkeiten der Filmemacher eine weitere Dimension hinzufügt. Daher fallen Verarbeitungs- und Bearbeitungsfehler umso mehr auf (Stichworte Ghosting, Doppelkonturen, Bewegungsschmieren etc.).

Daher müssen folgende technische Voraussetzungen für 3D-Fernsehen erfüllt werden:

  • Verbesserung der Bewegungsabläufe in Echtzeit
    Um beim hochauflösenden 3D-Fernsehen (3D HDTV) die Bilder für das rechte und das linke Auge sauber voneinander zu trennen, ist wegen der korrespondierenden schnellen Antwortzeiten eine Bildwiederholrate von 200 Hz oder 240 Hz empfohlen. Da bei der 3D-Wiedergabe jeweils ein Bild für das linke Auge und das nächste Bild für das rechte Auge generiert wird, halbiert sich die effektive Bildrate für das einzelne Auge. Kurz gesagt: Ein 200-Hz-Fernsehgerät liefert im 3D-Modus eine Bildfrequenz von 100 Hz.
  • Aktiv-Shutter-Technologie
    Toshiba nutzt für die 3D-Darstellung auf dem Fernsehbildschirm die Aktiv-Shutter-Technologie, weil nur sie die hohe Bildqualität von Toshibas herkömmlichen TV-Geräten auch im 3D-Modus beibehalten kann. Die Gläser der Shutter-Brille werden mit der Bildwiederholrate des Fernsehgeräts synchronisiert. Während der TV-Bildschirm das Bild für das rechte Auge zeigt, schaltet das linke Brillenglas auf dunkel; sobald das Fernsehgerät das Bild für das linke Auge darstellt, aktiviert sich das linke Brillenglas, und das rechte wird deaktiviert. Nur mit dieser Technologie erreichen 3D-Filme eine ebenso hohe HD-Bildqualität wie bei der 2D-Übertragung. Wir sind gespannt, wie sich Toshibas Lösung bezüglich der kritischen Faktoren Bildhelligkeit und Farbverfälschung verhält.

Der Toshiba-Ansatz – erstklassige Technologien für breite Nutzerakzeptanz 

Dank seiner umfassenden Markterfahrung und technischen Kompetenz sowohl im TV- als auch PC-Bereich kann Toshiba Geräte entwickeln, die ein ausgezeichnetes 3D-TV-Erlebnis bieten. Toshibas Roadmap für 3D-TV-Geräte verzeichnet zwei wichtige Meilensteine: Erstens den Eintritt in den 3D-Fernsehmarkt mit dem ersten 3D-fähigen REGZA LCD-TV-Gerät mit Edge LED-Hintergrundbeleuchtung und der Unterstützung von aktiven Shutter-Brillen. Und zweitens der kurz danach stattfindende europäische Marktstart des zukunftsweisenden CELL TVTM, der sich an High-End-Enthusiasten richtet. Außerdem wird Toshiba im vierten Quartal einen 3D-fähigen Blu-ray-Player vorstellen.

Der CELL TV – ein High-End-Gerät für das 3D-Heimkino

Toshibas kürzlich vorgestellter CELL TV wird mit seinen wegweisenden Funktionen und Anwendungen helfen, dem 3D-Heimkino zum Durchbruch zu verhelfen. Der CELL TV ist dank der Rechenleistung und der Unterstützung der Aktiv-Shutter-Technologie in der Lage, 3D-Filme abzuspielen. Der Zuschauer trägt dabei eine Brille mit aktiven LCD-Verschlüssen, die mit dem Fernsehgerät synchronisiert sind. Vorzuug des CELL TV ist aber nicht nur die Wiedergabemöglichkeit für natives 3D-Material, sondern auch eine besonders hochwertige 2D- zu 3D-Konvertierung. Da die Zahl der verfügbaren 3D-Filme trotz der einsetzenden 3D-Welle in den Filmstudios immer noch ziemlich gering ist, entwickelte Toshiba eine Methode, um 2D-Filme, von den Anwendern selbst erstellte Videos und sogar Spiele nahezu in Echtzeit mit einer räumlichen Tiefenwirkung zu versehen.  Somit ist die Rechenleistung des CELL-Prozessors der Schlüssel zum umfassenden 3D-Erlebnis. Um die komplexen Algorithmen zu bewältigen, greift der CELL TVTM auf die herausragende Rechenleistung der integrierten CELL-Plattform zurück, die die CELL Broadband Engine integriert. Die CELL Broadband Engine ist eine Gemeinschaftsentwicklung von IBM, Sony und Toshiba, und ermöglicht eine leistungsstarke, hochperformante Verarbeitung von vielen Video- und Unterhaltungsanwendungen. Herzstück der CELL Broadband Engine ist ein Multiprozessor. Dessen zentrale Recheneinheit ist ein Power Processing Element, das von acht Koprozessoren (Synergistic Processing Units) bei der ultraschnellen parallelen Datenverarbeitung unterstützt wird. Die CELL-Plattform in Toshibas CELL TVTM schafft eine theoretische Spitzenleistung bei Gleitkommaberechnungen von 200 GFLOPS (eine Milliarde (Giga) Floating Point Operations per Second). Das ist ungefähr 143 Mal so viel wie die momentanen Spitzenmodelle der REGZA TV-Linie schaffen, die mit dem MetaBrain-Prozessor arbeiten und 1,4 GFLOPS erreichen.


Text: Toshiba Presse/Carsten Rampacher
15. April 2010

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