TEST: Teufel iPod-Radiowecker iTeufel Radio

12. Oktober 2010 (cr/phk)

Einführung

Für 199 Euro spendiert der Berliner Lautsprecherhersteller Teufel dem geneigten Kunden ein Tischradio mit iPod-Schnittstelle und Weck-Funktion. Zwei Breitbandchassis und ein Subwoofer im Gehäuseboden sollen für gewohnt hohe Audioqualität - auch im Kleinformat - sorgen. Neben Wiedergabe der eigenen Musikbibliothek vom iPod oder einem externen Gerät via Klinkenstecker steckt im v2 ein UKW-Tuner mit RDS und 10 Sender-Speicherplätzen. 35 Watt Sinus treiben die Breitband- und Tieftonchassis der kleinen Musikbox an, die via Fernbedienung auch bequem von Bett oder Sofa aus gesteuert werden kann. Wer auf ein etwas ausgefalleneres Äußeres Wert legt, wirft ein Auge auf die Editionen in Nussbaum, Weiß oder Rosa. Ob das iTeufel Radio den Ansprüchen an einfache Bedienung und solider Klangqualität gerecht wird, lesen Sie hier.

Verarbeitung

Frontseite mit Bedienelementen und Bassreflex-Öffnung

Sauber eingefasstes Lautsprechergitter aus Metall

Das Gehäuse verfügt rundum über gerundete Kanten

Exakte Verarbeitung

Die Füße sorgen für rutschfesten Halt und ausreichend Bodenabstand

Anschlüsse auf der Rückseite

Das iTeufel Radio v2 kann auch mit AA-Batterien betrieben werden

Video

 

Das iTeufel Radio v2 bietet im Hinblick auf den fairen Preis eine ausgezeichnete Verarbeitungsqualität. Saubere Passungen am ganzen Gerät verpassen der massiven Gehäusekonstruktion einen hochwertigen Eindruck. Die gerundeten Kanten sorgen für einen modernen Look und gliedern den Radiowecker in die verschiedenen Wohnumgebungen dezent ein. Ob Küche, Wohzimmer, Schlafzimmer oder Bad - vier verschiedene Farbausführungen (schwarz/nussbaum/weiß oder rosa)sorgen für eine unproblematische Wahl des Aufstellungsortes. Lautsprechergitter vorne sowie an der Unterseite sind aus Metall und fest im Gehäuse integriert. Alle Bedienelemente lassen sich sehr gut handhaben, auch die Fernbedienung ist gut bedienbar und handlich. Die Standfüße am Gehäuseboden sind groß dimensioniert, sorgen so für ausgezeichneten Halt und schaffen Abstand zum Boden, der für die Entfaltung der tieferen Frequenzen wichtig ist. Auf der Rückseite finden sich saubere Anschlüsse und ein laufruhiger Lautstärkeregler für den Subwoofer. Das iPod-Dock obenauf ist nahtlos eingegliedert und sorgt dank des mitgelieferten Adapters auch für ein iPhone für besten Halt. Gesamtnote in Relation zur Preisklasse: Hervorragend.

Technik und Ausstattung

Subwoofer auf der Unterseite

Das iTeufel Radio v2 dient dem Namen entsprechend für komfortablen UKW Radio-Empfang und einer problemlose Integration der Musikbibliothek vom eigenen iPod. Befindet sich solcher im Dock, wird er geladen. Damit die Audio-Daten auch nach etwas klingen, befinden sich auf der Vorderseite 2x 10 W Stereo-Breitbandchassis, die von einem Subwoofer auf der Unterseite im Tieftonbereich unterstützt werden. Das kleine iTeufel Radio v2 schafft mit einer Gesamtleistung von bis zu 35Watt Sinus einen stattlichen Pegel, so werden selbst Siebenschläfer problemlos aus dem Tiefschlaf gerissen. Der zu Weckende kann wählen, ob er mit Signalton, eigener Musik vom iPod oder Radio geweckt werden möchte, zwei Weckzeiten sind unabhängig voneinander einstellbar. Der UKW-Empfang ist mit RDS und 10 Sender-Speicherplätzen versehen, eine FM-Wurfantenne ist im Lieferumfang enthalten. Neben Radio und iPod können auf der Rückseite mit einem 3,5mm Klinkenstecker weitere Audiosignale von einer externen Quelle zugeführt werden, hierfür wählt man die Quelle "AUX" am Gerät. Weiterhin finden sich ein 3,5mm Kopfhörer-Anschluss und eine Ausgangsbuchse für ein Aufnahmegerät am Rücken des iTeufel Radios. Sehr gut finden wir auch den Lautstärkeregler für den Tieftonbereich, ebenfalls auf der Rückseite.

Lieferumfang:

  • iTeufel Radio v2 Grundgerät
  • Fernbedienung inklusive Batterien
  • Netzteil mit auswechselbaren Stecker-Einsätzen
  • FM-Wurfantenne
  • iPod Dock-Adapter

Gesamtnote in Relation zur Preisklasse: Ausgezeichnet.

Bedienung

Frontale Drucktasten und großer Lautstärkedrehregler

Oberseite mit Mute/Snooze und iPod-Dock

Display

Fernbedienung im Scheckkarten-Format

Bedient wird das iTeufel Radio v2 wahlweise mit den Druckpunktasten und dem groß dimensionierten Lautstärke-Regler direkt am Gerät oder mit der scheckkartenförmigen Fernbedienung. Am Gerät sind alle Elemente sehr sauber eingepasst und verfügen über ausgezeichneten Druckpunkt, lediglich der Lautstärkedrehregler hat eine leicht eiernde Führung. Im Drehregler ist eine weitere Drucktaste integriert, die meist als Bestätigung einer Eingabe (bspw. beim Einstellen der korrekten Uhrzeit) dient. Auf der Oberseite befindet sich eine große Mute/Snooze-Taste, genervte Langschläfer müssen hier nicht lange nach dem Ausschaltknopf suchen. Das große Segment-Display vorne ist auch aus einiger Entfernung noch sehr gut ablesbar, bei abgeschaltetem Gerät könnte die Uhrzeit dennoch etwas größer angezeigt werden, genug Platz am Display wäre vorhanden. Quellenwahl, Play/Pause, Tune+/-, eine Sleep-Taste mit bis zu 90 Minuten und eine Set-Taste für die Uhrzeiteinstellung ist auf der Vorderseite des iTeufel Radios zu finden, für die Alarm-Einstellung muss die Fernbedienung herangezogen werden. Zusätzlich zu den gerade aufgeführten Funktionen kann mit der Fernbedienung die Quelle direkt angewählt werden. Selbstverständlich wird auch der iPod/das iPhone mit der Remote angesteuert. Das einzige Bedienelement auf der Rückseite ist ein Klangregler für den Subwoofer. Gesamtnote Bedienung: Ausgezeichnet - Hervorragend.

Klang

Lebendig und mit erstaunlichem Nachdruck geht das iTeufel Radio seinen akustischen Aufgaben nach. Dank der beiden Bassreflexrohre wird im Bassbereich eine sehr anständige Performance serviert, wie wir bei "Equinoxe IV" im Remix von DJ Quicksilver feststellen können. Die erzielbaren Pegel sind gut - für ein System dieser Größen- und Preisklasse. Wer denken jedoch, dass noch etwas mehr gehen könnte, denn wir sind von der Pegelfestigkeit vieler Teufel-Produkte sehr verwöhnt. Insgesamt aber reicht die Maximallautstärke für eine Vielzahl von Anwendungen aus. Ganz gleich, ob Home Office, Büro, Schlafzimmer, Boot oder Ferienwohnung - das iTeufel Radio ist in all diesen Locations zu Hause und bringt auch gern Pegel oberhalb der Zimmerlautstärke gut zur Geltung - es eignet sich somit sehr gut als wenig Platz brauchende Komplettlösung. Der Tiefgang ist natürlich beschränkt, zaubern kann Teufel nicht. Der kraftvolle Kickbassbereich und die gute Anbindung des Mittel- an den Hochtonbereich zeugen aber von einer durchdachten Konstruktion. Beim Großdiskotheken-Klassiker "Spring" von RMB stellt das iTeufel Radio erneut seine Fähigkeiten unter Beweis. Kräftig und schwungvoll geht es voran, der harte Bass, der von einem weiteren, tiefer nach unten reichenden Bass hinterlegt ist, wird prima wiedergegeben. Nur die Maximallautstärke sollte man hier nicht fahren, dann beginnt die Konstruktion, leicht durchzuschlagen. Die räumliche Wirkung ist sehr gut. Der charakteristische Beginn von "Australia" (by Koala) kommt sehr gut heraus, auch der Beat wirkt glaubwürdig und direkt. 

Welcome back to the 80th Hits - "Don't be so shy" von Moti Special ist ein Dauerbrenner auf Partys, die aus musikalischer Sicht diese Zeit fokussieren. Und mit dem iTeufel Radio macht das Anhören des Klassikers richtig Spaß, denn mit überraschend weitläufiger Präsentation, die zugleich eine ausgezeichnete Stimm- und Instrumentaltrennung offeriert, setzt sich die kompakte Berliner Multifunktionslösung beachtlich gut in Szene. Der Anfang von "Left on my own devices" von den Pet Shop Boys wirkt klanglich etwas dünn - hier fehlt etwas. Das ändert sich aber schlagartig, als der Beat einsetzt und der Song seinen Lauf nimmt. Die gute Dynamik und die bereits mehrfach angesprochene Räumlichkeit sorgen hier für Hörvergnügen. 

Bei Andrea Bocellis "Dell'amore non si sa" stellt das iTeufel Radio die Stimme des begnadeten blinden Sängers gut in den Raum und löst in Ansätzen sogar den Sound vom Lautsprecher. Den diffizilen Aufbau des Stücks managt das kleine Berliner Klangtalent prima - hier waren wir wirklich überrascht, eine ähnliche Güte in dieser Preisklasse kennen wir nur vom Pioneer XW-NAW1. Selbst das für sich betrachtet ebenfalls sehr gute Philips SBD8100 muss sich hier geschlagen geben, das Ergebnis klingt etwas synthetischer und nicht so lebendig und authentisch - dies beweist auch der Part, in dem sanft und emotionsvoll das Piano im Solobetrieb eingreift. Bei "L'attesa" bringt das iTeufel Radio den Beginn des Stücks wiederum gut ausbalanciert zur Geltung. Die Trennung der Stimme von den Instrumenten ist tadellos gelungen, sogar einige der zahlreichen musikalischen Ereignisse der hinteren Ebenen holt das iTeufel Radio ans Tageslicht. Hier kann es sich mit deutlich teureren Kontrahenten messen und sogar anerkannt gute Konkurrenten wie das Klipsch iGroove leicht übertreffen. Für das US-amerikanische Sounddock spricht dafür die noch etwas höher liegende Grobdynamik. Die sensiblere, besser austarierte Wiedergabe aber bietet der Berliner Klangexperte. Mit der hier gezeigten Leistung schließt das iTeufel Radio auch souverän zum Philips iBoom DLA78405 auf, das nach wie vor sehr gut gefällt. Deutlich mehr Geld = hörbar mehr Leistung - dies zeigt das Yamaha Microsystem MCR-140. Es kostet satte 320 EUR, klingt dafür aber nochmals besser. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass es kaum einen Konkurrenten geben dürfte, der das iTeufel Radio im Verhältnis Preis zu klanglicher Leistung schlagen dürfte. Nur das Pioneer XW-NAW1 dürfte sich als äußerst hartnäckiger Konkurrent entpuppen. Gesamtnote Klang in Relation zu Gerätekategorie und Preisklasse: Ausgezeichnet - hervorragend. 

Fazit

Das iTeufel Radio v2 entpuppt sich als idealer Kompagnon zur akustischen Erweiterung des eigenen iPods, klangstark und pegelfest agiert der stilvolle Radiowecker. Solide Verarbeitungsqualität und komfortable Bedienung heimsen dem Berliner Tischradio weitere Pluspunkte ein. Die Optik schlägt geschickt die Brücke aus Retro-Look und modernen Elementen - man kann das iTeufel Radio sicherlich optisch deutlich länger ertragen als manchen Kontrahenten, der optisch zu deutlich dem aktuellen Zeitgeist Rechnung trägt. 

Typisch Teufel: Großer Klang, hochwertig verpackt, zum kleinen Preis - das neue iTeufel Radio ist ein Volltreffer

iPod-Soundsystem Mittelklasse
Test 12. Oktober 2010

+ Tadellose Verarbeitung
+ Einfache Handhabung und Bedienung
+ Handliche Fernbedienung
+ UKW-Empfang mit RDS
+ Gute Pegelfestigkeit bzgl. der Geräteklasse

- Uhrzeit-Anzeige könnte größer sein
- Kein Kabel für 3,5mm Klinke im Lieferumfang

Technische Daten:
  • Kopfhörer Ausgang 1
    Klinkenbuchsen 3.5mm 1
    Display Ja
    FM - UKW Ja
    RDS Ja
    Senderspeicherplätze 10
    Radio vorhanden Ja
    Fernbedienbar Ja
    Verstärkerkanäle 3
    Endstufenleistung Sinus (RMS) Subwoofer-Kanal 23 W
    Endstufenleistung Sinus (RMS) Satelliten-Kanal 6 W
    Ausgangsleistung Verstärker: Satelliten 10 W
    Ausgangsleistung Verstärker: Subwoofer 30 W
    Geräte-Art Radio-Wecker mit iPod-Dock

  • Maße iTeufel Radio v2
    Gewicht 3,25 kg
    Höhe 14,50 cm
    Breite 34,00 cm
    Tiefe 16,50 cm

Produktseite: iTeufel Radio v2

Test: Carsten Rampacher, Philipp Kind
12. Oktober 2010

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