Aureol Groove heißt der neue - und erste - In-Ear Kopfhörer
der renommierten Lautsprecherschmiede aus Berlin. Die Ohrhörer wollen den
verwöhnten Teufel-Kunden auch unterwegs mit hochwertiger
Audioqualität versorgen. Unabhängig vom Quellgerät - ob iPod/Phone/Pad,
Laptop oder anderen MP3-Playern versprechen die Aureol Groove mobilen
Musikgenuss. Wir haben das neue Produkt, dass zu einem Preis von 69 Euro
erhältlich ist, im folgenden Test ausgiebig untersucht.
Video Overview
Verarbeitung und Technik
Die Ohrhörer kommen in schicker Verpackung, die gleichzeitig
als Transporttasche und Schutz dient. In der praktischen kleinen Tasche finden
die Kopfhörer samt Kabel und die mitgelieferten Ohrstücke Platz. Die 105cm
Kabellänge reichen locker bis zum MP3-Player in der Hosentasche, ein 3,5mm²
Anschluss dient dem problemlosen Anschluss an alle erdenklichen Quellgeräte.
Drei Ohrstücke in Small/Medium und Large sind im Lieferumfang
enthalten. Neben der bestmöglichen Anpassung dienen sie auch zur Abschottung
von Umgebungsgeräuschen. Natürlich kann dies nicht im Maße eines
geschlossenen Bügelkopfhörers geschehen, eine Reduzierung ist aber spürbar.
Die Ohrhörer sitzen, hat man das richtige Ohrstück in Gebrauch, sehr
komfortabel, sie rutschen weder aus dem Ohr, noch drücken sie unangenehm. Durch
das geringe Gewicht und die gute Passform spürt man die Ohrstöpsel kaum.
Mit minimalem Kraftaufwand erfolgt der Austausch der
verschiedenen Ohrstücke sehr einfach, auch mehrmaliges Vertauschen zur
Reinigung sollte den Kunststoff nicht allzu sehr strapazieren. Das Kabel
erscheint uns sehr zugfest und unempfindlich gegenüber Abknicken, einen kleinen
Stresstest unsererseits hat es bis jetzt problemlos widerstanden. Die
Verarbeitung der In-Ears gefällt uns durch die tadellosen Passungen und die
hochwertige Materialanmutung überdurchschnittlich gut. Im Innern verbirgt sich ein leichtgewichtiger
Neodym-Magnet, der die 10mm Kalotte zu akustischen Höhenflügen antreibt.
Mitgelieferte Aufbewahrungsbox, strapazierfähig und praktisch
Gesamtnote: Hervorragend.
Klang
Dieser Ohrhörer macht einfach Spaß - so kann man die
Charakteristik des Aureol Groove in aller Kürze auf einen Nenner bringen. Beim
Dancefloor Classic "Tell me why" von Prezioso featuring Marvin"
blitzen verschiedene Talente auf. So wird die Stimme auch bei gehobenem Pegel
verständlich wiedergegeben, und der druckvolle, aber nie zum Dröhnen neigende
Bass begeistert. Wichtig ist aber, dass die Ohrstöpsel auch richtig im
Gehörgang sitzen - nur dann wird ein klarer, raumfüllender Sound erzielt, der
in der Preisliga bis 100 EUR seinesgleichen sucht. Kraftvoll und pegelfest
agiert der Aureol Groove auch bei "Outside World" von Sunbeam.
Vergleicht man dieses Klangtalent mit den Ohrhörern, die z.B. beim iPhone und
bei vielen hochwertigen, teuren Android- und Win Mobile basierten Smartphones
beiliegen, so liegen akustische Welten dazwischen. Dröhnig, mittenbetont,
schlaff und detailarm gehen die Inklusive-Lösungen an dne Start, lebendig,
ausgewogen, energiegeladen und nachdrücklich spielt sich Teufels
"Neuling" in den Vordergrund.
Hervorragend auch die Wiedergabe bei "Thunder" der
britischen Breakbeat/Crossover-Combo "The Prodigy". Hart, trocken und
kraftvoll hämmert der Bass zu Beginn, schneidend, präzise, mit exzellentem
Timing gibt der Aureol Groove dem Anwender bei den schnellen Breaks und Effekten
"etwas auf die Ohren". Der aggressiv-kraftvolle Charakter des Tracks
kommt sehr gut heraus. "Housiges" liegt dem Ohrhörer aus Berlin
ebenfalls - "Integrity and Honesty" von Niels van Gogh & Spacekid
wird gerade vom Gefühl der räumlichen Wahrnehmung beim Aufbau des Songs
ausgezeichnet wiedergegeben - exakt und lebendig kommt das Stück zum Ausdruck.
Ist der Kopfhörer an ein Gerät mit regelbaren Höhen angeschlossen, so
empfiehlt es sich, diese bei höherem Pegel etwas zurückzunehmen. Ist dies
geschehen, kann man lang und laut ohne störende Nebenwirkungen hören, wenn man
nicht im Straßenverkehr unterwegs ist, sondern sich z.B. auf einer Parkbank in
der Sonne beim mobilen Musikgenuss entspannt.
Der Aureol Groove kann auch ganz anders - dies zeigt uns Andrea
Bocellis "Dell'Amore Non Si Sa" deutlich. Seine Fähigkeit, auch für
Musikstücke relativ tiefe Bässe zu erfassen, kommt zu Beginn des Songs zur
Geltung. Wie charismatisch der kleine Ohrhörer die Stimme des berühmten
blinden Sängers wiedergibt, fasziniert auch den erfahrenen Hörer. Kleine
Details beim Pianospiel klingen frisch und dynamisch, verschiedene musikalische
Ebenen werden prima auseinander differenziert. Erst bei sehr kleinen
Einzelheiten gibt der Aureol Groove auf und lässt diese im Hintergrund
verschwinden. Beim Shirley Bassey 007-Titelsong zu "Moonraker" lässt
der Teufel-Kopfhörer die James Bond Atmosphäre akustisch dicht und gekonnt
aufleben. Er detailliert auch die Streicher prima heraus und gibt Basseys Stimme
erstaunlich viel Prägnanz und Kontur. Toll auch der Start von "You only
live twice" - der Soundtrack mit leichtem fernöstlichen Einschlag kommt
klar und mit viel Facettenreichtum zur Geltung.
Fazit
Insgesamt ist Teufel mit diesem In Ear Kopfhörer ohne Zweifel
ein großer Wurf geglückt. Optisch elegant und sehr gut verarbeitet, setzt der
Aureol Groove klangliche Glanzlichter, die mancher Konkurrent, der über 100 EUR
kostet, nicht bieten kann. Zu diesen zählen die beeindruckende Pegelfestigkeit
ebenso wie die kraftvolle, tonal aber überraschend neutrale, dynamische
Wiedergabe. So glückt Teufel der Einstieg in dieses Segment auf der ganzen
Linie - wir gratulieren.
Hochwertiger Ohrhörer mit kräftigem, gleichzeitig aber
klarem und detailreichen Klang - große Kaufempfehlung
Ohrhörer Mittelklasse
Test 31. August 2010