TEST: Sony Blu-ray-Player BDP-S570 - Bild- und Multimediaspezialist im flachen Gehäuse 

08. September 2010 (cr)

flaches Design

Der BDP-S570 bietet viel Ausstattung fürs Geld

Fernbedienung

Einführung

Sony möchte mit dem 3D-fähigen Blu-ray-Player BDP-S570 für 269 EUR anspruchsvolle Anwender mit gleichzeitigem Fokus auf ein besonders gutes Preis-/Leistungsverhältnis ansprechen. Für einen günstigen Kaufpreis bekommt der Hightech-Fan hier ein prall geschnürtes Paket, dessen Highlights die Möglichkeit zur Ausgabe von 3D-Signalen sowie die Steuerung des Players über iPhone oder iPod Touch umfassen. Auch ist neben der konventionellen drahtgebundenen Methode eine Einbindung in Drahtlosnetzwerke möglich, sogar über die besonders komfortable WPS-Prozedur. Einzige Voraussetzung ist ein WPS-fähiger Router. Wir waren gespannt, was Sonys Technikwunder in der täglichen Praxis leistet. 

Video - Überblick über den BDP-S570

 

Verarbeitung

Display

Passung der Frontblende

Attraktives Design

Einfache, aber ordentliche Verarbeitung

Verarbeitung hinten

Der Sony BDP-S570 zeigt sich als flaches, schlicht-elegantes Gerät mit guter Oberflächenqualität. Nett ist die kleine Chromkante unten. Die Lade kommt recht leise herausgefahren und ist preisklassengemäß gelagert. Die Frontblende des Players ist ordentlich eingepasst. Das Display gaukelt geschickt Punktmatrixauflösung vor. Leider gibt es keine richtigen Gerätestandfüße, sondern nur schlichte Gumminippel. Die Anschlusssektion ist von preisklassenüblicher Qualität, es gibt keine Besonderheiten. Innen ist der BDP-S570 mit hochintegrierten Schaltkreisen versehen, die sich auf wenig Platinenmaterial unterbringen lassen -  typisch für viele moderne BDPs. Die Verkabelung ist ordentlich, das Laufwerk erscheint recht einfach. Nicht unsere volle Zustimmung findet die mitgelieferte Fernbedienung - die früheren Remote-Modelle aus dem Hause Sony gefielen uns deutlich besser. Gesamtnote in Relation zur Preisklasse: Ausgezeichnet. 

Innenleben

Sauberer Aufbau

Netzteil

Platinenlayout

Anschlüsse

Voll verkabelt

2 USB-Anschlüsse, im Bild der hintere

Festes Netzkabel

  • HDMI, Komponente-analog, USB (vorn und hinten), Netzwerk, FBAS, optischer und koaxialer Digitalausgang, 2-Kanal Stereo Cinch-Analog

Menüs, Setup und Konfiguration

Videomenü

Wählbare Ausgabe-Auflösungen

Der BDP-S570 verwendet die von Sony-Geräten inzwischen bestens bekannte XCross Media Bar, die mit der PS3 erstmals Einzug fand. Hat man die Bedienlogik einmal durchschaut, navigiert man schnell durch die Menüs. Das Navigationskreuz auf der Fernbedienung ist zwar etwas klein und könnte einen noch präziseren Druckpunkt aufweisen, ist aber optimal, nämlich nahezu mittig, untergebracht. Insgesamt ist die Fernbedienung übersichtlich, kann aber aufgrund der schwachen Kontrastverhältnisse Gehäuse/Tasten nicht durch die Bank überzeugen. 

Im Menüpunkt "Einrichtung" findet man die meisten wichtigen Parameter. So sind dort im Submenp "Videoeinstellungen" auch die 3D-Justagemöglichkeiten untergebracht. Hier gibt man für eine akkurate 3D-Wiedergabe die Bildschirmgröße ein und stellt den 3D-Betriebsmodus auf die gewünschte Position (3D-Ausgabe auto oder aus). Ansonsten gibt die bekannten Einstell-Optionen für TV-Typ, Bildformat, DVD-Bildformat etc. Hinter dem Begriff "Kino-Umwandlungsmodus" verbergen sich 2 unterschiedliche Progressive-Modi, "Auto" und "Video". Bei "Videoausgangsformat" wählt man die verwendete Anschlussform, in den meisten Fällen wird HDMI zum Einsatz kommen, es stehen noch an analogen herkömmlichen Verbindungsarten Komponente und Video zur Debatte. Einzustellen ist hier auch die Ausgabeauflösung. Gut für denjenigen, der eine sehr hochklassige De-Interlacing-/Scalingeinheit im Bildwiedergabegerät hat: Der BDP-S570 gibt über HDMI auch 576i aus. Des Weiteren kann man im Einrichtungsmenü die 24p Signalausgabe für den BD-Betrieb auf "auto" stellen oder aber, wenn man einen älteren TV hat, der das Signalformart noch nicht akzeptiert, deaktivieren. In den Toneinstellungen kann der Anwender unter anderem den Audiosignal-Ausgabetyp über HDMI einstellen. Diese Option beinhaltet die Möglichkeiten "auto" (korrekte Einstellung für normale Anwendungen) sowie "PCM" (wenn der verwendete Verstärker oder Receiver nur PCM-Signale akzeptieren kann bzw. keine Decoder für die neuen HD Tonformate an Bord hat). Für die normalen Digitalausgänge (optisch und koaxial) finden sich ebenfalls Einstelloptionen (Downmix PCM oder Bistream).  In den BD/DVD-Wiedergabeeinstellungen kann man die Präferenzen für die BD-/DVD-Menüsprache, Ton, Untertitel und die wiederzugebende Schicht bei einer Hybrid-BD festlegen. Ebenso kann man hier den Speicherort für BD Live Daten bestimmen. Entweder man nutzt den internen Speicher oder aber ein externes USB-Speichermedium, welches allerdings nur am hinteren USB-Eingang und nicht vorn angeschlossen werden kann. 

SACD-Wiedergabemenü

Das Menü "Musik-Einstellungen" behandelt die Wiedergabeoptionen für SACDs. In den Systemeinstellungen kann man die Menüsprache, den Display-Dimmer (3 Stufen), die Steuerung für HDMI und den Schnellstartmodus anwählen. In letzterem bootet der Player besonders schnell, verbraucht aber dafür auch mehr Strom. Damit man Strom spart, ist in diesem Menü auch der automatische Standby-Betrieb zu aktivieren. Nach 30 Minuten der Nicht-Benutzung schaltet sich der BDP-S570 aus. Ob bei vorhandener neuer Firmware (bei bestehender Internet-Verbindung) eine Mitteilung erfolgen soll, wird ebenfalls in diesem Menü bestimmt. Der BDP-S570 verfügt über ein interessantes Feature. Mittels Verbindung zur Datenbank "Gracenote" können DVD/BD/CD-Cover und Titel empfangen werden (bei bestehender Internet-Verbindung). Ob alles automatisch oder aber manuell geschehen soll, kann der Anwender im entsprechenden Menüpunkt bestimmen. 

Einbindung in drahtlose oder in konventionelle Netzwerke möglich

Einfache WLAN-Konfiguration

Für die Einbindung ins Netzwerk steht das Menü "Netzwerkverbindungen" bereit. Hier kann konfiguriert werden, ob man den BDP-S570 drahtgebunden oder drahtlos ins Netzwerk einbindet. Die Drahtloseinbindung ist entweder auf konventionellem Wege mit Eingabe des Netzwerkschlüssels oder aber mittels WPS möglich. Bei letzterem Verfahren handelt es sich um eine stark vereinfachte Prozedur zum Einbinden von Geräten in Drahtlosnetzwerke. Um diese nutzen zu können, muss der eingesetzte Router allerdings WPS-fähig sein. Bei unseren Testreihen funktionierte die Einbindung mittels WPS auf Anhieb (Knopfdruck am Router genügt). 

Absolute Einsteiger können auch eine Schnellkonfiguration verwenden. Abgefragt werden:

  • Menüsprache

  • Anschlussart

  • BD Live Internetverbindung

  • Gracenote-Verbindung

  • Schnellstart ja/nein 

Nach Drücken der Taste Options auf der Fernbedienung ist der Direktzugriff auf verschiedene wichtige Funktionen während des Betriebs möglich. Insgesamt eine praxisgerechte, sinnvolle und leicht zu handhabende Ausstattung. Gesamtnote in Relation zur Preisklasse: Hervorragend. 

Laufwerk und Einlesezeiten

Zuverlässiges Laufwerk

Kleiner und leiser Lüfter

  • Booten: 5 Sekunden, sehr schnell.

  • Layerwechsel, DVD, Top Gun Kapitel 18 auf Kapitel 19: Nicht perfekt. Für eine knappe Sekunde bleibt das Bild stehen und der Ton setzt aus. 

Ladezeiten:

  • BD, Fluch der Karibik: 20 Sekunden

  • BD, Casisno Royale: 19 Sekunden

  • BD, Stirb Langsam 4.0: 18,5 Sekunden

  • DVD, Star Wars Episode III: 14,8 Sekunden

  • DVD, Sahara: 15,5 Sekunden 

Der BDP-S570 agiert ausreichend schnell, mancher Kontrahent, beispielsweise der Samsung BD-C6900, weist aber ein nochmals schnelleres Laufwerk auf. Zu verbessern beim 570er ist der Layerwechsel. Das Laufwerk agiert im Spielbetrieb leise, beim Kapitelsprung oder beim Einlesen aber ist es zu hören. Der eingebaute Lüfter ist kaum zu hören. Gesamtnote: Ausgezeichnet.  

Multimedia

Steuerung mittels iPhone bze. iPod Touch (getestet mit iPhone 3GS 32GB mit Firmware 4.0 und mit iPhone 4 16GB)

  • Herunterladen (kostenlos) des BD Remote Players im App Store - bei Netzwerkzugriff aufs WLAN dauert dies nur ein paar Sekunden

  • Installation - in wenigen Sekunden ist das Tool betriebsbereit

  • Beim Sony-Player das Menü "Einrichtung" anwählen und in diesem  "Netzwerkeinstellungen" aufrufen

  • Anschließend auf "Registrierung eines BD Remote-Gerätes" gehen

  • Die Regstrierung starten und in der Applikation des iPhone/iPods auf "Settings/Add Registration" gehen.

  • Innerhalb weniger Sekunden haben sich iPhone und Player gefunden

Nun ist es ohne Probleme möglich, den BDP-S570 in Grundzügen mittels iPhone zu steuern. Insgesamt also für iPod Touch-Besitzer oder iPhone-Nutzer eine nette Zusatzfunktion, die nichts kostet. 

Full Remote für die Steuerung der Basisfunktionen

"Simple Remote" - durch Berühren des iPhone-Touchscreens im blauen Bereich kann man durchs Xcross Media Menü des BDP570 scrollen

Der 570er ist erfolgreich registriert

Weitere Multimedia-Ausstattungsmerkmale:

  • USB: Gelesen wurden jpeg-Bilder, MP3-Dateien, MKV (720p, 1080p lief bei unserem Testsample nicht - kann aber auch ein in der Datei begründetes Problem zur Ursache haben), MP4, DivX-AVI, WMV, MPEG1

  • DLNA: Die DLNA-Funktion unterstützt MP4, DivX-AVI, JPEG und MP3, MKV wurde beim Streaming nicht wiedergegeben. Weiteres lesen Sie im endgültigen Test. 

Zudem steht Bravia Internet Video mit verschiedenen internetbasierten Services und Apps zur Verfügung:

Einfacher Zugriff direkt aus dem XCross Mediabar Menü auf internetbasierte Dienste

Lovefilm

tagesschau.de

Berliner Philharmoniker - Digital Concert Hall

  • Sat 1

  • ProSieben

  • Kabel 1

  • DFB Highlights

  • FIFA WM Kollektion

  • Eurosport

  • sevenload - WebTV Portal

  • YouTube

  • Blip.tv – the best shows in web: Videoabrufmöglichkeiten für Folgen bekannter Shows

  • Wired – Neuigkeit aus der Welt der Technik

  • Epi – epicurious: Internationale Rezepte

  • Concierge.com – Internationale Reise-Inspirationen

  • Style.com – Modemagazin

  • Ford Models – Ford Models Fashion and Lifestyle

  • Dailymotion – unterteilt in “HD” und “Other”. Videochannels von Daily Motion

  • Howcast.com – How-to-Videos von Howcast

  • On Networks

  • GolfLink.com

  • LS – Livestrong.com for a healty Live

  • LoveFilm Movie Trailers (auch in HD)

  • Podcasts (RSS Feeds from around the Web)

  • Videocast.com – Your Source for Videocasts

  • Tagesschau.de

  • Deutsche Welle

Des Weiteren Zugriff auf:

  • Berliner Philharmoniker - Digital Concert Hall

  • National Public Radio

  • tape.tv - watching music (Musikvideos, unterteilt nach Genres)

Fazit: Der BDP-S570 bietet ein umfangreiches multimediales Angebot, besonders aufgrund der hohen Anzahl der zur Verfügung stehenden vorbereiteten Internet-Angebote. Ob die getroffene Auswahl zusagt, muss letzten Endes der Anwender entscheiden, aktuell ist der Anteil an englischsprachigen Plattformen noch sehr hoch. Löblich ist aber, dass Sony auch speziell auf Deutschland zugeschnittene Inhalte gezielt integriert (tagesschau.de, Sat 1, Pro Sieben, Kabel 1, DFB Highlights, Deutsche Welle, Berliner Philharmoniker....) und zudem die Anzahl der zugänglichen Internetportable ständig erweitert. Bezüglich der Integration ins Heimnetzwerk ist das eingebaute WPS-fähige Wireless-Modul sehr zu loben, die Einbindung mittels WPS funktioniert schnell und zuverlässig. Bei den Dateiformaten, die von Servern und PCs im Heimnetzwerk gestreamt werden können, würden wir eine noch größere Auswahl begrüßen. Schön für iPhone- und iPod-Touch-Besitzer ist die kostenlos im AppStore erhältliche Applikation zur Steuerung des BDPs mittels iPhone bzw. iPod Touch. Gesamtnote: Hervorragend. 

Testequipment
Bild

Blu-ray 3D, Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen, Grand Canyon Adventure

Bei beiden Blu-rays konnten wir folgende Feststellungen treffen:

  • Sehr stabile Ausgabe des 3D-Signals über HDMI
  • Hervorragende Abstimmung des BDP-S570 auf den Sony 3D-TV KDL-40HX805
  • Bis in die hinteren visuellen Ebenen sehr detailreiches Bild
  • Neutrale Farben
  • Sehr plastische Ausformung kleiner Einzelheiten 

Einzelbeobachtungen - Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen:

  • Sehr schön ist zu Beginn die virtuelle Fahrt durch die Wolkendecke, hier beeindrucken Stabilität und die fein differenzierte Bildtiefe.. Im 2. Kapitel punktet der BDP-S570 mit dem räumlich dichten und authentischen Eindruck, der im schwach beleuchteten Labor entsteh. Auch kleine Einzelheiten erscheinen klar und scharf.  In Zusammenarbeit mit dem 40HX805 bietet Bild bietet auch für dunkle Sequenzen genug Reserven, so dass nicht jedes Detail in der Dunkelheit „absäuft“. Toll auch das Entstehen des Cheeseburgers, der sich dreidimensional ausbildet. Als sich am Anfang des vierten Kapitels der Polizist wild springend einen Weg durch die Menge bahnt, gefällt die räumliche Auskleidung des Sony-Duos  erneut. Das gilt auch für die Sequenz, als sich das gigantische Wasserglas mit der Riesensardine darin verselbstständigt – auch während der rollenden Bewegung des Glases ist eine ausgezeichnete Bildtiefe und eine auf höchstem Level liegende Bewegungsschärfe geboten. Zu Beginn des 5. Kapitels folgt dann wieder ein schönes dreidimensionales Panorama. Die Figuren wirken alle sehr plastisch und belegen, dass es um Gesamt- und um Körperplastizität sehr gut bestellt ist. Die Panoramaaufnahmen des 10. Kapitels sind wiederum sehr gut geeignet, die Vorzüge von 3D zu verdeutlichen. Besonders hervorzuheben ist, dass die Bildschärfe auch in den hinteren visuellen Ebenen kaum abnimmt und kleine Einzelheiten noch gut zu erkennen sind. Nur feine Muster werden hinten im Bild nicht mehr zur Gänze abgebildet. 

Einzelbeobachtungen - Grand Canyon Adventure:

  • Gerade bei diesem Film wecken die beiden Sony-Komponenten BDP-S570 und KDL-40HX805 durch die exzellente Zusammenarbeit Begeisterung. Die überragende Tiefenstaffelung zeigt sich erneut bei Laufzeit 9:08, als im Hintergrund die Staumauer des gigantischen Staudammes Glen Canyon mit dem dahinter liegenden großen Stausee Lake Powell im Grand Canyon erscheint. Das Bild wirkt wie zum Greifen, selbst die Stahlmasten links und rechts als kleine Details im Bildhintergrund erscheinen dreidimensional durchgeformt und weisen nur ein leichtes Kantenflimmern auf. Sehr beeindruckend ist auch die Kamerafahrt ab Laufzeit 10:40 – hier kann man die Vorzüge von 3D erneut sehr gut nachvollziehen und freut sich über die exzellente Tiefenstaffelung. Bei Laufzeit 12:24 ist die unglaubliche Weite der Landschaft hervorzuheben - und der Felsvorsprung, auf dem die Kamera untergebracht ist, wirkt wie frei im Raum stehend. Im 6. Kapitel, ab Laufzeit 13:50, kann man wiederum eine eindrucksvolle virtuelle Fahrt durch den Grand Canyon machen – sitzt man zentral vor dem Fernseher, auf Augenhöhe mit dem Bild, ist der Eindruck optimal. Aktuell ist unser Sony-System noch empfindlich gegenüber Kopfbewegungen – hier entstehen dann sichtbare Disharmonien im Bild. Exzellent wird das Felsplateau bei Laufzeit 17:45 dargestellt: Nicht nur die Felsformation, sondern auch die Menschen, die in Schwimmwesten auf dem Felsen stehen, erscheinen sehr plastisch.  Als ein mit Schwimmweste "bewaffneter" Wagemutiger den Sprung in die Fluten des wilden Colorado River macht, ist die Bewegung ruhig und sauber. 

Blu-ray 2D

Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels:

  • Verfolgungsjagd Armeelimousine - Hot Rod zu Beginn: Das Bild erscheint weitläufig und dynamisch, die tadellose 24p Stabilität begeistert. Alle Bewegungen sowie Kameraschwenks werden sicher und ruhig erfasst. Der Straßenbelag sowie die Vegaeation am Wegesrand sind ebenso sauber zu erkennen wie Einzelheiten am Hot Rod wie der verchromte Kühlergrill. Das Bild ist für die Preisliga herausragend und im Detail noch eine Idee besser als beim zuvor getesteten BDP-S470 - der BDP-S570 zeigt noch mehr Details und bringt einen Hauch mehr Plastizität ins Spiel, beides kann man aber nur in Verbindung mit einem sehr hochklassigen Bildwiedergabegerät erkennen. Sehr gut gefällt die natürliche Bildschärfe, nicht überzogen, aber trotzdem kommen alle Konturen klar zum Ausdruck. Die authentische Farbwiedergabe spricht für das Ansinnen von Sony, Kinofilme so echt wie möglich wiederzugeben. Die aktuellen LCD-TVs folgen genauso dieser Linie. 
  • Konvoi biegt in Richtung AREA 51 ab: Erneut tiefer Panoramablick möglich, die Berge ganz hinten im Bild stehen beinahe ruhig und sind gut zu erkennen. Als der Konvoi am ersten Wachposten anhält, sind alle Einzelheiten wie auch der Maschendrahtzaun beim Wachhäuschen sowie die beige Uniform des diensthabenden Soldaten sauber, flimmerfrei und scharf sichtbar.
  • Indy wird aus der Limousine gezerrt: Als der Titelheld aus dem Kofferraum gezerrt wird, ist die Außenhaut der Limousine mit den Staubspuren prima strukturiert. Der Hut von Indiana Jones liegt plastisch in klar definierter Bildebene vor der Limousine. Die Bartstoppeln und die Hautfurchen in Indys Gesicht erkennt der Zuschauer klar und deutlich. Im Vergleich zum BDP-S470 ist die Bildschärfe bei der Wiedergabe kleiner Einzelheiten noch ausgeprägter, was man am Unterboden, auf dem der Hut liegt, nachvollziehen kann, ebenso an Indys Gesicht. 
  • Hangartüren öffnen sich, Blick von innen nach außen, und folgende Sequenz: Keine Unschärfen und keine Artefakte bei den sich öffnenden Hangartüren. Die Wellblechstruktur ist während des Bewegungsablaufes scharf zu sehen. Der Nebel draußen vor dem Hangar, der durch die Türöffnung sichtbar ist, erscheint zwar nicht perfekt, weist aber in Ansätzen eine sehr authentische Ausprägung auf. Wer hier noch bessere Ergebnisse sehen möchte, muss zu sehr teuren Luxusplayern greifen. Der Boden in der Halle wird facettenreich wiedergegeben, und das Innere der Halle wirkt durch die plastische Darstellung sehr realistisch, gerade in Bezug auf die wahre Größe. Auch die Kisten, die beinahe völlig in der Dunkelheit liegen, kommen gut zur Geltung. Der speckige Kragen des Hemdes von Indy kommt sehr realistisch zum Ausdruck, das weiße Gesicht der russischen Agentin erscheint ebenfalls ausgesprochen echt. 

Fluch der Karibik 1:

  • Filmbeginn, kleines Mädchen, das an der Reling eines aus dem Nebel auftauchenden Segelschiffes steht: AusgeprägtePlastizität, die Galionsfigur ist farbecht ausgestaltet und scharf erkennbar. Der Nebel wird vom 570 noch etwas besser herausgearbeitet als vom BDP-S470. Die Reling, an der die kleine Elisabeth lehnt, wird mit der Holzstruktur sauber dargestellt, der darauf liegende Glanz erscheint realistisch. Die Sommersprossen von Elisabeth und der edle Stoff des langen Kleides arbeitet der BSP-S570 ebenso gut heraus wie die verschiedenen Grautöne der Mütze des fiesen Commendatore Norringtons. Die deutlichen Gebrauchsspuren an den Segeln sind sehr gut zu sehen, die aufgrund der Witterung etwas blass-bläuliche Farbgebung wird vom 570 gekonnt zum Ausdruck gebracht. 
  • Jack Sparrow nimmt Kurs auf Port Royal: Das Blau des Himmels und die Wolkenformation wirken farblich authentisch und heben sich gut voneinander ab. Das Gesicht von Sparrow in der Großaufnahme zeigt eine tadellose Kontrastdynamik im Detail wie man sie sonst nur von teuren BDPs kennt. Die Weite des Meeres lässt sich unter visuellen Aspekten sehr gut nachvollziehen, Details an Jacks heruntergekommenen Boot sind klar zu erkennen. Die gehängten Piraten vor der Felsformation zeigten beim BDP-S470 noch Verbesserungspotential, der BDP-S570 liefert nun eine beinahe kritikfreie Vorstellung ab. Die Piraten an sich sind gut erkennbar, und die Kontrastdynamik beim felsigen Hintergrund zeigt nun auch kleine Einzelheiten in den schattendurchwirkten Bildbereichen. Das beim BDP-S470 festgestellte minimale Bildzittern fehlt. Als der Pirat in den Hafen einläuft, wird das rechts im Bild gezeigte Segelschiff, auf dem reges Treiben herrscht, in allen Einzelheiten sichtbar. Die Holzplanken erscheinen wie zum Greifen nah, was erneut beweist, wie gut es um die Plastizität bestellt ist. Der Jutesack im Bildvordergrund sieht ebenfalls ausgesprochen authentisch aus. Bis ins grüne Hinterland modelliert der Sony alles akkurat heraus. 
  • Port Royal - Festungsanlage mit Zeremoniell: Hier ist kaum noch Flimmern an der Mauerkante beim Überschreiten mit der Kamera sichtbar. Der auf dem Wachturm stehende Soldat flimmert praktisch nicht, sondern wird scharf und stabil wiedergegeben. Ebenso punktet der Sony mit dynamischer räumlicher Darstellung und feinfühliger Detaillierung, auch der Moosbewuchs mancher Mauersteine kommt klar heraus. Die prächtigen Kleider und Uniformen gibt der 570 mit stimmiger Farbgebung und sehr guter Ausgestaltung von Einzelheiten wieder. 

DVD

Star Wars Episode III: 

  • Laufschrift: Die gelbe Laufschrift zu Beginn des Films überzeugt durch hohe Farbauthentizität. Zudem holt der Sony viele Sterne auf den Bildschirm. Die Schrift läuft relativ ruhig durchs Bild, nur manchmal taucht leichtes Flimmern bei einzelnen Buchstaben auf. Keine störende Wellenbewegung, geringes Ausbleichen der Buchstaben zum Rand hin. 
  • Sternzerstörer: Der republikanische Sternzerstörer, der durchs Bild manövriert, wird exzellent wiedergegeben. Der De-Interlacer rastet sofort ein und produziert kein Bildruckeln. Hervorzuheben ist die sehr schöne Detaillierung im dunklen Bereich, bei den Flugmanövern der beiden Raumjäger tauchen keine Artefakte und kaum Bewegungsunschärfen auf. Die unterschiedlichen Bewegungsabläufe von Sternzerstörer und Raumjäger werden beide ohne Schärfeverluste oder Artefaktebildungen parallel wiedergegeben. Der bläuliche Triebwerksstrahl des Zerstörers ist stets gut erkennbar und verwischt nicht. 
  • Abknicken der Raumjäger in die Schlacht: Als die beiden Raumjäger nach unten in die Schlacht abknicken, liegt der BDP-S570 auf dem bereits ausgezeichneten Level des BDP-S470 und modelliert das Geschehen bis untere visuelle Ebenen schön durch. Die sich vom Rest des Schiffes abhebende  Kommandobrücke des Raumschiffs, die nach links aus dem Bild gleitet, wird ruhig und scharf dargestellt. 
  • Darstellung der Raumschlacht: Die Raumschlacht wirkt durch feinfühlige Herausarbeitung auch kleiner Einzelheiten z.B. während der Explosionen sehr authentisch. Die Farben erscheinen noch echter und auch eine Idee brillanter als beim BDP-S470. Die Bildhelligkeit und das Kontrastverhältnis unterstützen den Eindruck eines Kino-gemäßen Bildes. Details an den Raumschiffen werden tadellos herausgearbeitet. Die Oberflächen der Raumschiffe werden praktisch ohne Rauschartefakte abgebildet. Verschiedene parallele Bewegungsabläufe werden in nahezu allen Sequenzen sicher erfasst. 
  • Gesichter von Obi Wan und Anakin: Einzelne Poren werden scharf und lebendig herausgearbeitet. Die Hautfarben sind lebendig und klar, feine Farbübergänge sind nahezu optimal und wirken nicht disharmonisch und abgehackt. 

AVEC -Testbilder:

  • Laufschriften (weiß und schwarz) vor dreifarbigem Hintergrund (weiß, rot, blau) in verschiedenen Geschwindigkeiten: Exzellentes De-Interlacing, kaum Bildrauschen. Hohe Bewegungsschärfe, praktisch keine Doppelkonturen. Nur minimale Nachzieher. 
  • Schwingendes Pendel, innen rot-blau strukturiert, in verschiedenen Geschwindigkeiten, das über eine schwarze Linie gleitet: Für die Preisliga sehr saubere Wiedergabe, geringes Nachziehen an der Pendelspitze, ausgezeichnet differenzierbare Balken im Inneren, die Linie bleibt stabil.
  • Stadtbild Esslingen: Akkurat herausgearbeitete Hausdächer mit klar erkennbaren Ziegeln, lediglich geringes Flimmern und praktisch kein nur Scalingrauschen, minimale Nachzieher, farbechte Darstellung der grünen Rasenflächen, tadellose Bildtiefe und nur selten Neigung zum Ruckeln, prima Detaillierung

Fazit: Mit enormer Bildstärke profiliert sich der BDP-S570 auch als talentierter Blu-ray- und DVD-Player für den anspruchsvollen Filmliebhaber. Nicht nur die hervorragende, stabile und scharfe 3D-Bildsignalausgabe ist zu loben, auch das 2D-Blu-ray-Bild ist nahezu makellos, gerade wenn man den günstigen Kaufpreis mit ins Kalkül zieht. Mit Verblüffung nehmen wir zur Kenntnis, dass der 570er auch eine überragende Upconversion von 576i auf 1080p bietet. Gesamtnote in Relation zur Preisklasse: Hervorragend - perfekt. 

Klang

Der Sony BDP-S570 gefällt durch den frischen und lebendigen Sound beim Anschluss mittels HDMI. Auch kleine Details beim Wasserrauschen in "Grand Canyon Adeventure" oder der Soundtrack von "Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen" werden sehr gut herausgearbeitet. Die Eröffnungsschlacht von "Star Wars Episode III" bringt der BDP-S570 gekonnt zur Geltung - er bietet einen umfangreich gestaffelten Bass und sehr stimmige Übergänge zwischen den einzelnen Frequenzspektren. Der Hochtonbereich spielt frei auf, kann aber nicht jedes Detail, welches auf der Tonspur enthalten ist, präsentieren. Hier merkt man eben doch die Zugehörigkeit zur Preisklasse. Stimmen werden klar umrissen und schön eingearbeitet, sie stehen weder zu stark im Vordergrund, noch rutschen sie in eine zu weit hinten angesiedelte Ebene. Die Räumlichkeit des Sounds ist sehr gut, dies zeigt die Fahrt von Jack Sparrow (Fluch der Karibik 1) nach Port Royal - schön weitläufig wird der beeindruckende Soundtrack im Hörraum verteilt. Gesamtnote in Relation zur Preisklasse: Hervorragend. 

Konkurrenzvergleich
  • Samsung BD-C6900: Der Samsung ist noch schneller und liest aus multimedialer Perspektive noch mehr Formate ein. Der Sony ist dafür preisgünstiger und bietet noch authentischere Farben sowie eine im 3D-Betrieb noch etwas gleichmäßigere Bildschärfe.  
  • Panasonic DMP-BDT300: Der teurere Panasonic kommt mit gleich 2 HDMI-Ausgängen für eine hervorragende Flexibilität auch im Zusammenspiel mit HDMI 1.3 AV-Receivern. Das Bild erscheint im Vergleich zum Sony noch etwas Kino-liker, das Schwarz wirkt besonders tief. Gut auch der Video-EQ des Panasonic. Multimedial weisen beide gute Funktionen auf, der Sony bietet durch iPod/iPhone App aber noch etwas mehr. 
  • Sony BDP-S470: Der 570er präsentiert sich visuell noch etwas stärker, gerade bei der Upconversion von 576i Material, aber auch bezüglich der Bildschärfe im Blu-ray-Betrieb. 
  • LG BD560: Wer Geld sparen möchte und auf die 3D-Integration verzichten kann, findet im LG einen gleichermaßen preiswerten wie bildstarken Player mit schnellem Laufwerk und guter Verarbeitung. 
Fazit

Man fragt sich zurecht, ob man noch "mehr Blu-ray-Player" braucht - der BDP-S570 beherrscht sein Fach exzellent. Doch nicht nur die stabile, scharfe und detailreiche Ausgabe von BD-Signalen im 2D und im 3D Betrieb nehmen für den Sony ein - auch die überragende Umwandlung von 576i Signalen nach 1080p sorgt für große Freude auch beim erfahrenen Anwender, der trotz aller Ansprüche das Preis-/Leistungsverhältnis fest im Fokus hat. Stabil, mit sehr geringer Rauschneigung und neutralen Farben, werden hier Werte erreicht, die mancher nur 1 Jahr alter Luxusplayer nicht mehr schafft. Die umfangreichen, praxisgerechten Multimediafeatures inklusive Bravia Internet Video, Datei-Streaming von PCs sowie Servern und die Steuerungsmöglichkeit über iPhone/iPod Touch dank funktionaler App verdienen ebenfalls Befall. Ausgezeichnet ist auch, dass man den BDP-S570 wahlweise drahtlos oder konventionell drahtgebunden ins Netzwerk einbinden kann. Bei der drahtlosen Variante wird sogar WPS beherrscht, was in der Praxis sehr einfach und einwandfrei funktioniert. Die gelungene Akustik und die einfache Bedienung sind weitere Pluspunkte - so lässt sich bis auf das nicht Rekord-schnelle Laufwerk kein echter Minuspunkt ausmachen. 

Siegertyp: Der Sony BDP-S570 brilliert mit erstklassigem Bild, flexbiler Multimedia-Ausstattung und hervorragendem Klang über HDMI

Blu-ray-Player Mittelklasse
Test 08. September 2010

+ Exzellente 3D-Bildsignalausgabe
+ Stabile, scharfe und farbechte 2D-Blu-ray-Darstellung
+ Hervorragende Upconversion von 576i auf 1080p
+ Sehr gute Multimedia-Performance
+ Ausgezeichneter Klang
+ Günstiger Kaufpreis

- Laufwerk könnte schneller sein und einen besseren Layerwechsel aufweisen

Test: Carsten Rampacher
08.09.2010

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