XXL-TEST: Sony Blu-ray-Player BDP-S470 - Top-Qualität für unter 250 EUR
03. Mai 2010 (phk/cr)
Neuer Star der Preisklasse bis 300 EUR?
Fernbedienung
Einführung
Sony macht Druck - mit dem nagelneuen BDP-S470 steht für einen Marktpreis
von schmalen 210 EUR ein zeitgemäß ausstaffierter BD-Player bereit, den Markt
aufzumischen. Dies könnte auch auf breiter Front gelingen, denn mittels eines
voraussichtlich im Juni erscheinenden Updates ist der preiswerte Player sogar in
der Lage, 3D-Signale auszugeben. Schon jetzt ist der sehr flache Player mit
geringer Bautiefe netzwerkfähig (kabelbasiert, WLAN-Modul in Form eines USB
WiFi Dongles) kann optional erworben werden) und spielt sogar SACDs ab. Das ist
aber noch bei weitem nicht alles: Eingebaut ist auch Bravia Internet Video für
den Direktzugriff auf Onlineinhalte. Des Weiteren steht ein Steuerungstool für
die Steuerung mit Apples iPhone zur Verfügung - so kann der 470er sogar über
das beliebte Apple-Mobiltelefon gesteuert werden. Sony verspricht zudem ein
enorm schnelles Booten. Was der neue Spitzenkandidat in der Praxis leistet,
haben wir überprüft.
Der BDP-S470 im Überblick:
Verarbeitung
Der Sony BDP-S470 präsentiert sich als sehr kompaktes Gerät mit guter
Oberflächenqualität. Die Lade kommt recht leise und gleichmäßig
herausgefahren und ist preisklassengemäß gelagert. Die Frontblende des Players
ist ordentlich eingepasst. Das Display gaukelt geschickt Punktmatrixauflösung
vor. Leider gibt es keine richtigen Gerätestandfüße, sondern nur schlichte
Gumminippel.
Kantenverarbeitung
Display
Innenansicht
Die Anschlusssektion ist akkurat verarbeitet, es gibt keine
Besonderheiten. Innen ist der BDP-S470 mit nur wenigen Baugruppen versehen,
typisch für preiswerte BDPs mit hoher Baugruppenintegration. Die Verkabelung
ist sauber, das Laufwerk wirkt einfach. Gesamtnote in Relation zum Kaufpreis:
Sehr gut - ausgezeichnet.
Innenleben in der Übersicht
Anschlüsse
HDMI, Komponente-analog, USB (vorn und hinten), Netzwerk,
FBAS, optischer und koaxialer Digitalausgang, 2-Kanal Stereo Cinch-Analog
Anschlussübersicht
Gesamtnote Anschlüsse in Relation zur Preisklasse:
Ausgezeichnet.
Weitere Home-Menüpunkte sind Foto/Musik/Video für DLNA-Streaming und USB-Wiedergabe. Der Punkt „Netzwerk“ dient der Verbindung mit Sony Internet Video.
Bei Wahl der Taste "Options" auf der Fernbedienung
kann man verschiedene Bildparameter verändern. Es finden sich die drei
Bildfelder "Standard", "Heller Raum" und "Dunkler
Raum" sowie verschiedene Rauschreduzierter (Field Noise Reduction, Block
Noise Reduction, Mosquito Noise Reduction, alle 4-stufig schaltbar).
Die Bedienung ist insgesamt einfach, absolute Einsteiger können
auch eine Schnellkonfiguration verwenden. Als Menübasis dient auch bei der
2010er Generation die Xcross Media Bar, hat man deren Prinzip einmal
durchschaut, funktioniert die Bedienung immer nach dem identischen Schema. Die
gute grafische Darstellung punktet für den Sony. Die Bildeinstellparameter sind
mit drei Bildprogrammen eher spärlich gesät, da helfen auch drei verschiedene,
jeweils vierstufig schaltbare Rauschfilter nicht wirklich weiter. Die relativ
billig wirkedne Fernbedienung ist übersichtlich, kann aber aufgrund der
schwachen Kontrastverhältnisse Gehäuse/Tasten nicht durch die Bank
überzeugen. Gesamtnote in Relation zur Preisklasse: Ausgezeichnet.
Schnellkonfiguration und DLNA-Streaming
Video - Schnellkonfiguration und DLNA-Streaming
Laufwerk
Einlesezeiten:
Fluch der Karibik 1: 23 Sekunden zur Sprachwahl
Casino Royale: 23 Sekunden bis zum Sony-Logo
Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels: 30 Sekunden bis zum Paramount-Logo
Stirb Langsam 4.0: 30 Sekunden zum FOX-Logo
Sahara DVD: 19 Sekunden bis zur Sprachauswahl
Star Wars Episode III DVD: 17 Sekunden bis zum Warning
Booten und Layerwechsel:
Booten: 21 Sekunden / 7 Sekunden mit Schnellstart
Layerwechsel: Top Gun DVD, Kapitel 17 auf Kapitel 18: Leicht zu bemängeln. Für einen kurzen Augenblick steht die Wiedergabe still.
Nicht ganz an die Geschwindigkeiten des erst kürzlich getesteten
Samsung BD-C6900 reicht der neue Sony heran und auch die hausinternen Kollegen wie der
Sony BDP-S760 können dem S470 noch 1-2 Sekunden abnehmen. Der Lüfter im Piccolo-Format verursacht keine störenden Geräusche. Gesamtnote in Relation zur Preisklasse:
Gut - sehr gut.
Multimedia
Steuerung mittels iPhone bze. iPod Touch (getestet mit iPhone
3GS 32GB mit Firmware 3.1.3)
Herunterladen (kostenlos) des BD Remote Players im App Store
- bei Netzwerkzugriff aufs WLAN dauert dies nur ein paar Sekunden
Installation - in wenigen Sekunden ist das Tool
betriebsbereit
Beim Sony-Player das Menü "Einrichtung" anwählen
und in diesem "Netzwerkeinstellungen" aufrufen
Anschließend auf "Registrierung eines BD
Remote-Gerätes" gehen
Die Regstrierung starten und in der Applikation des iPhone/iPods
auf "Settings/Add Registration" gehen.
Innerhalb weniger Sekunden haben sich iPhone und Player
gefunden
Nun ist es ohne Probleme möglich, den BDP-S470 in Grundzügen
mittels iPhone zu steuern. Insgesamt also für iPod Touch-Besitzer oder
iPhone-Nutzer eine nette Zusatzfunktion, die nichts kostet.
Full Remote für die Steuerung der Basisfunktionen
"Simple Remote" - durch Berühren des
iPhone-Touchscreens im blauen Bereich kann man durchs Xcross Media Menü des
BDPS470 scrollen
Der 470er ist erfolgreich registriert
iPhone-Registrierung im Menü des BDP-S470
Weitere Multimedia-Ausstattungsmerkmale:
USB: Unser erster Versuch mit einem NTFS-formatierten 16 GB USB-Medium scheiterte leider. Das Problem liegt am Dateiformat, ein Stick in FAT32 erkennt der Sony Player problemlos und liefert sofort Möglichkeiten zur Foto/Musik/ und Videowiedergabe im Home-Menü. Im XMB-Stil lässt sich das gewünschte Segment anwählen und gängige Formate wie MP3 und sogar OGG, JPEGS und MPEG/AVI gestalten sich problemlos.
DLNA: Die DLNA-Funktion entspricht wie so oft fast identisch der USB-Wiedergabe. Fotos, Musik und Video werden anstatt vom USB-Medium direkt am Player von einem PC oder Datenserver mittels einer Netzwerkverbindung dem Sony Player zugeführt. Auch die verschiedenen Formate entsprechen der
USB-Funktion.
BD-Live: Obligatorisch muss der BD-Live Zugang in den Einrichtungs-Einstellungen erlaubt sein. Ebenso ist lediglich der hintere USB-Slot in Verbindung mit einem FAT32-formatierten Medium zur Verwendung mit BD-Live Funktionen vorbereitet und vorgesehen. Versucht man nur mit einem frontal angeschlossenem Medium BD-Live anzuwählen erscheint eine Fehlermeldung. Ein flinkes Umstecken bringt den Player aber nicht aus der Ruhe. Sind diese Vorkehrungen getroffen steht einer BD-Live Funktion nur noch die eigene Download-Geschwindigkeit im Weg.
Internet Video: Diese interessante Funktion konnten wir bei unserem Testsample leider nicht zur Funktion bringen. Trotz stehender Internetverbindung konnte das Gerät keine Informationen abrufen sondern meldete nur folgenden Fehler: „Dieser Service ist derzeit unzugänglich; Bezugscode 11“.
Fazit Multimedia:
Der Sony BDP-S470 präsentiert sich als Multimedia-Station für den anspruchsvollen Anwender. Im Gegensatz zu den früheren Sony-Modellen ist nun auch Musik- und Videowiedergabe sowohl mittels USB als auch via DLNA-Netzwerkstreaming möglich. Für den USB-Betrieb und damit die BD-Live Funktion muss das Medium zwingend im FAT32-Dateiformat vorliegen, da sonst kein Zugriff erfolgt. Sehr innovativ finden wir die Einbindung eines iPhones bzw. eines iPod Touch zur Steuerung des Blu-ray Players. Das iPhone dient so als beinahe voll funktionsfähige Fernbedienung, Vorraussetzung ist das kostenlose App „BD Remote“, das neben dem BDP-S470 auch noch viele weitere Sony BD-Player unterstützt. Gesamtnote Multimedia in Relation zur Preisklasse: Hervorragend.Prei
Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels:
Verfolgungsjagd Armeelimousine - Hot Rod zu Beginn: Sehr gute Panoramawirkung des Bildes, tadellose 24p Stabilität, Alle Arten von Bewegungen werden sicher und ruhig erfasst. Der Straßenbelag ist ebenso sauber zu erkennen wie Einzelheiten am Hot Rod. Das Bild ist für die Preisliga herausragend - teurere Konkurrenten aber zeigen noch mehr Details und etwas weniger Bildrauschen. Ausgezeichnete, ausgewogene Bildschärfe, nicht überzogen. Die authentische Farbwiedergabe begeistert ebenfalls.
Konvoi biegt in Richtung AREA 51 ab: Erneut tiefer Panoramablick möglich. Die Berge am Horizont sind noch gut erkennbar- Als der Konvoi vor der AREA 51 anhält, ist auch aus der Distanz der sandige Untergrund gut zu erkennen. Die Details an den Uniformen der Soldaten sind ebenfalls tadellos zu sehen.
Indy wird aus der Limousine gezerrt: Als der Titelheld aus dem Kofferraum gezerrt wird, ist die Außenhaut der Limousine mit den Staubspuren prima strukturiert. Der Hut von Indiana Jones liegt plastisch in klar definierter Bildebene vor der Limousine. Die Bartstoppeln und die Hautfurchen in Indys Gesicht erkennt der Zuschauer klar und deutlich.
Hangartüren öffnen sich, Blick von innen nach außen, und folgende Sequenz: Keine Unschärfen und keien Artefakte bei den sich öffnenden Hangartüren. Die Wellblechstruktur ist scharf zu sehen. Der Nebel draußen vor dem Hangar, der durch die Türöffnung sichtbar ist, erscheint allerdings weniger realistisch als bei teureren Playern. Der Boden in der Halle ist ausgezeichnet hervorgehoben, das Innere der Halle wirkt durch die plastische Darstellung sehr realistisch, gerade in Bezug auf die wahre Größe. Der speckige Kragen des Hemdes von Indy kommt sehr realistisch zum Ausdruck, das weiße Gesicht der russischen Agentin erscheint ebenfalls ausgesprochen echt, wie zum Greifen nah. Einzelne Hautporen arbeitet der Sony heraus.
Fluch der Karibik 1:
Filmbeginn, kleines Mädchen, das an der Reling eines aus dem Nebel auftauchenden Segelschiffes steht: Enorm gute Plastizität, die Galionsfigur ist zudem bis ins Detail sichtbar. Der Nebel könnte noch besser herausgearbeitet werden. Die Reling, an der die kleine Elisabeth lehnt, wird mit der Holzstruktur einwandfrei wiedergegeben. Die Sommersprossen von Elisabeth und der edle Stoff des langen Kleides arbeitet der BSP-S470 ebenso gut heraus wie die verschiedenen Grautöne der Mütze Norringtons. Die deutlichen Gebrauchsspuren an den Segeln sind ebenfalls beinahe ohne Kompromisse sichtbar.
Jack Sparrow nimmt Kurs auf Port Royal: Das Blau des Himmels und die Wolkenformation sind gut differenziert. Das Gesicht von Sparrow in der Großaufnahme beeindruckt durch die hohe Kontrastdynamik. Der Glanz in den Augen wird ebenso sehr gut zum Ausdruck gebracht. Die Weite des Meeres erscheint realistisch, das schrottreife Boot des Piraten wird in nahezu allen Einzelheiten wiedergegeben. Die gehängten Piraten vor der Felsformation zeigen Verbesserungspotential. Die Piraten an sich sind gut erkennbar, aber die Kontrastdynamik beim felsigen Hintergrund könnte noch besser sein. Auch ist hier minimales Bildzittern sichtbar. Als der Pirat in den Hafen einläuft, beeindruckt die Spiegelung des Sonnenlichts auf der Wasseroberfläche durch die realistische Wiedergabe. Als Kritikpunkt ist leichtes Bildzittern im Bereich des hölzernen Landungsstegs sichtbar. Die Bildtiefe, die einen präzisen Blick ins Hinterland ermöglicht, begeistert erneut, ebenso die lebendige, echte Farbwiedergabe.
Port Royal - Festungsanlage mit Zeremoniell: Hier ist leichtes Flimmern an der Mauerkante beim Überschreiten mit der Kamera sichtbar. Ebenso ist eine minimale Rauschneigung gegeben. Ansonsten punktet der Sony mit sehr sauberer räumlicher Darstellung und ausgezeichneter Detaillierung, nahezu jeder Mauerstein ist mit allen Details erkennbar. Die prächtigen Kleider und Uniformen kommen auch in vielen Einzelheiten gekonnt zur Geltung.
DVD
Star Wars Episode III:
Laufschrift: Die gelbe Laufschrift zu Beginn des Films überzeugt durch hohe Farbauthentizität. Zudem holt der Sony viele Sterne auf den Bildschirm. Die Schrift läuft relativ ruhig durchs Bild, nur manchmal taucht leichtes Flimmern auf (einzelne Buchstaben). Keine störende Wellenbewegung, kaum Ausbleichen der Buchstaben zum Rand hin.
Sternzerstörer: Der gigantische Sternzerstörer, der durchs Bild gleitet, wird prima wiedergegeben. Nur im vorderen Bereich zu Beginn ist ein leichtes Zittern festzustellen. Sehr schöne Detaillierung im dunklen Bereich, bei den Flugmanövern tauchen keine Artefakte und kaum Bewegungsunschärfen auf. Die unterschiedlichen Bewegungsabläufe von Sternzerstörer und Raumjäger werden beide ohne Störungen parallel wiedergegeben. Der Triebwerksstrahl des Zerstörers ist allzeit gut erkennbar und verwischt nicht.
Abknicken der Raumjäger in die Schlacht: Als die beiden Raumjäger nach unten in die Schlacht abknicken, imponiert der Sony mit immenser Bildtiefe und modelliert das Bild bis in die untersten Ebenen schön durch. Die Kommandobrücke des Raumschiffs, die nach links aus dem Bild gleitet, wird ruhig und scharf dargestellt.
Darstellung der Raumschlacht: Die Raumschlacht wirkt durch die plastische Modellierung sehr lebendig. Die Farben wirken nicht übermäßig brillant, aber sehr kinogerecht. Die Bildhelligkeit und das Kontrastverhältnis unterstützen diesen Eindruck. Die Strukturierung der Explosionen ist ausgezeichnet. Details an den Raumschiffen werden so gut herausgearbeitet, dass man prima sieht, dass die gesamte Raumschlacht dem PC entsprungen ist.
Gesichter von Obi Wan und Anakin: Sehr schöne Hautfarben-Darstellung, keine unnatürlichen Einflüsse, die Hautoberfläche ist detailreich erkennbar.
AVEC -Testbilder:
Laufschriften (weiß und schwarz) vor dreifarbigem Hintergrund (weiß, rot, blau) in verschiedenen Geschwindigkeiten: Gutes De-Interlacing, leichtes Bildrauschen, vor allem vor rotem Hintergrund sichtbar. Gute Bewegungsschärfe, leichte Doppelkonturen.
Schwingendes Pendel, innen rot-blau strukturiert, in verschiedenen Geschwindigkeiten, das über eine schwarze Linie gleitet: Sehr gute Wiedergabe, nur leichtes Nachziehen an der Pendelspitze, gut differenzierbare Balken im Inneren, die Linie bleibt stabil.
Stadtbild Esslingen: Scharf gezeichnete Hausdächer mit klar erkennbaren Ziegeln, nur geringes Scalingrauschen, geringe Nachzieher, gute Darstellung der grünen Rasenflächen, prima Bildtiefe und kaum Neigung zum Ruckeln, ordentliche Detaillierung.
Gesamtnote Bild in Relation zur Preisklasse: Hervorragend.
Klang
Stirb Langsam 4.0, G.I. Joe, DTS-HD MA Bitstreaming: Das Übertragung via Bitstreaming über HDMI nimmt keinen negativen Einfluss auf das Klanggeschehen. Die Gewehr- und MP-Salven schlagen nachdrücklich in der Wohnung des ahnungslosen Thomas Gabriel ein. Der basslastige Music-Score unterstützt das Kampfgeschehen. Die Mitten erscheinen nicht ganz so ausgeprägt. Dumpf ist die Stimmwiedergabe nicht, charakteristische Feinheiten gerade bei Bruce Willis leiden aber ein wenig. Der Hochtonbereich muss sich keinen Einschränkungen stellen, in Kombination mit den zurückhaltenden Mitten entsteht ein leicht warmer und angenehmer Klang.
Geben wir den Ton bereits dekodiert als LPCM-Spur via HDMI an unseren Amp weiter hört sich das Ergebnis ähnlich gut an. Einschränküngen können wir lediglich im Bass-Management attestieren, besonders Präzision geht bei der LFE-Anspielung verloren.
Antonio Vivaldi – Die vier Jahreszeiten, SACD DSD-Ausgabe via HDMI: Der BDP-S470 von Sony verfügt nicht über eine analoge Mehrkanal-Ausgabe, das DSD-Signal muss also zwingend über HDMI an den Verstärker zugeführt werden. In Anbetracht des wirklich geringen Preises des Sony Gerätes sind wir in dieser Disziplin vollends begeistert. Natürlich wird es dem audiophilen Klassik-Fan an Feindynamik und endgültiger Präzision fehlen, der Sony bietet aber eine erstaunlich saubere Wiedergabe mit klarer Differenzierung und gefälligem Schwung.
Gesamtnote in Relation zur Preisklasse: Ausgezeichnet - hervorragend.
Fazit
Mit dem BDP-S470 ist Sony ein großer Wurf geglückt - diese Feststellung
resultiert vor allem aus dem erstklassigen Preis-/Leistungsverhältnis. Für
einen Marktpreis von knapp 210 EUR dürfte es momentan beinahe unmöglich sein,
einen besseren Blu-ray-Player zu finden, der überdies auch noch per
Firmware-Update 3D-fähig ist (voraussichtlich ab Mitte Juni wird ein
entsprechendes Update verfügbar sein). Der BDP-S470 ist sowohl multimedial
talentiert (problemloses DLNA Streaming, kostenloses iPhone/iPod Touch-App) als
auch visuell enorm stark - die ausgezeichnete 24p-Stabilität und die
natürliche Bildschärfe sprechen für sich. Auch im DVD-Betrieb punktet der 470
mit für die Preisklassen tadellosem Upscaling und akkuratem De-Interlacing.
Bestens ist es auch um die klanglichen Eigenschaften bestellt. Der feine,
dynamische Sound bei der Signalausgabe über HDMI ist ebenso zu loben wie die
Tatsache, dass sogar SACDs wiedergegeben werden können (Tonausgabe über HDMI).
Die Verarbeitung ist für die Preisklasse prima. Das Laufwerk allerdings ist
nicht ganz so schnell, wie wir es uns vorgestellt haben - hier muss der 470
ausnahmsweise mal der Konkurrenz den Vortritt lassen.
Der Sony BDP-S470 setzt neue Bestmarken im
Preis-/Leistungsverhältnis - mehr BD-Player ist für den Kaufpreis aktuell
nicht machbar
Preisklassenreferenz Blu-ray-Player Einstiegsklasse
Test 03. Mai 2010
+ Exzellentes Blu-ray-Bild
+ Sauberes De-Interlacing und Upscaling
+ Ausgezeichneter Klang über HDMI
+ Umfangreiche Multimedia-Ausstattung
+ Einfache Bedienung
+ Sehr günstiger Preis
- Laufwerk könnte noch schneller sein
Technische Daten
Farbe Schwarz
DVD-Regionalcode 2
BD-ROM-Regionalcode B
BD-ROM (BonusView; Profil 1.1)
BD-ROM (BD-Live; Profil 2.0)
BD-R-/BD-RE-Wiedergabe
AVC-HD (Disc, USB, DLNA) JA/JA/NEIN
Blu-ray 3D™ Disc-Wiedergabe
(über ein ab Mitte Juni verfügbares Firmware-Update)
DVD-Video-Wiedergabe
Audio CD-Wiedergabe
VCD-Wiedergabe NEIN
Super VCD-Wiedergabe NEIN
DVD-R/RW-Wiedergabe (Videoformat)
DVD-RW-Wiedergabe (VR-Format)
DVD+R/RW-Wiedergabe
CD-R/RW-Wiedergabe
Super Audio CD-Wiedergabe
Wiedergabe über USB
DLNA Client (DMP/DMR)
JA (über ein ab Mitte Juni verfügbares Firmware-Update)
JPEG (BD, DVD, CD, USB, DLNA)
Ja/Ja/Ja/Ja/Ja
DivXHD (BD, DVD, CD, USB, DLNA)
Ja/Ja/Ja/Ja/Ja
WMA (BD, DVD, CD, USB, DLNA)
Ja/Ja/Ja/Ja/Ja
WMV (BD, DVD, CD, USB, DLNA)
JA/JA/JA/JA/NEIN
MPEG1/2 (BD, DVD, CD, USB, DLNA)
Ja/Ja/Ja/Ja/Ja
VOB (DVD)
VRO (DVD)
MPEG4 (BD, DVD, CD, USB, DLNA)
Ja/Ja/Ja/Ja/Ja
WAV (BD, DVD, CD, USB, DLNA)
JA/JA/JA/JA/NEIN
MP3 (BD, DVD, CD, USB, DLNA)
Ja/Ja/Ja/Ja/Ja
MPEG4 AAC (BD, DVD, CD, USB, DLNA)
Ja/Ja/Ja/Ja/Ja
Ausgang mit 1080p (über HDMI®)
Precision Cinema HD Upscale (DVD-Umwandlung in 1080p)
Video D/A-Wandler 12 Bit/148,5 MHz
24p True Cinema
x.v. Colour
Progressive Scan
Precision Drive HD
Deep Colour
Vorprogrammierte Bildmodi 3
8-Kanal Linear PCM Bitstream Out
Dolby® True HD Decoding
Dolby® True HD Bitstream Out
DTS-HD Master Audio Decoding
DTS-HD Master Audio Bitstream Out
Audio D/A-Wandler 192 kHz/24 Bit
Display auf der Vorderseite
HDMI® Anschluss 1
Komponenten-Videoausgang 1
Composite-Video-Ausgang 1
Digitaler Audioausgang: koaxial 1
Digitaler Audioausgang: Optisch 1
Analoger Stereoausgang
Ethernet
Fernbedienung mit TV-Steuerung
Bequemlichkeit
Schnellstart 3 Sekunden
XrossMediaBar™ (Benutzeroberfläche)
BRAVIA Sync
PhotoTV HD
Firmware-Aktualisierung über Ethernet
Kindersicherung (Ladefachsperre)
Kindersicherung
Bildschirmschoner
Video-Bitratenanzeige
Stromversorgung
220–240 V, 50/60 Hz
Leistungsaufnahme (bei Betrieb) 12, 9 W
Leistungsaufnahme (im Standby-Modus)
0,15 W (im normalen Standby-Modus)
Abschaltautomatik (Min) 30
Abmessungen (B x H x T) mm 430 x 36 x 206
Gewicht (kg) 2
Text: Philipp Kind, Carsten Rampacher
03. Mai 2010