EXKLUSIV-TEST: Sony LCD-TV 46EX4 - die Kampfansage in der Full-HD-Einsteigerklasse 

15. Februar 2010 (phk/cr)

Einführung

Für 999 EUR (UVP) beginnt seit Neuestem bei Sony der Einstieg in die 46 Zoll Full-HD-Liga - der 46EX4 kommt mit vier HDMI-Eingängen, USB-Anschluss, der Bravia Engine 2 für eine tadellose Bildqualität und der Xcross Mediabar für eine einfache Bedienung. Ein umfangreicher Video-EQ soll verdeutlichen, dass Sony auch unteren Preisklassen Wert darauf legt, versierte Anwender anzusprechen. Was der neue Flachbildschirm in der Praxis leistet, lesen Sie exklusiv in unserem Testbericht. 

Verarbeitung

Finish im Detail

Gute Oberflächenqualität

Schickes Design

Der Sony ist relativ leicht - dies zeigt, dass der Materialaufwand in der Einsteigerklasse nach wie vor nicht so immens ist. Der Rahmen präsentiert sich in attraktiver Optik, die Materialkombination (oben und Seitenteile Hochglanz-Schwarz, untere Strebe in grau mit Acrylglasüberzug) wirkt in sich stimmig und elegant. Die Oberflächenbeschaffenheit ist richtig gut und vergleichbar mit aktuellen Toshiba REGZA Flachbildschirmen. Die Anschlussfelder seitlich und hinten weisen keine Besonderheiten hinsichtlich der Fertigungsqualität auf. Die Anschlüsse sitzen relativ fest und sind gerade eingepasst. Die mitgelieferte, extrem leichte Fernbedienung ist kein Musterbeispiel für Hochwertigkeit - sie entspricht dem Klassenstandard, setzt aber keine qualitativen Glanzlichter. Punktabzüge gibt es für den zwar hübschen, aber etwas wackeligen Standfuß. Gesamtnote in Relation zur Preisklasse: Ausgezeichnet. 

Anschlüsse

Hinten: 
3 x HDMI-Eingang
1x Komponenten-Analog-Eingang
2 x Scart
1 x digitaler optischer Ausgang
1 x PC-Eingang (D-Sub)
1 x PC-Audio-In (3,5 mm Miniklinke)
1 x Stereo-Cinch-Eingang
1x Stereo-Cinch-Ausgang
1 x Antenneneingang

Seitlich:
1 x USB
1 x HDMI
1 x FBAS-Video-Eingang plus Stereo-Cinch-Analog
1 x 3,5 mm Kopfhörerausgang
CI-Modul-Slot

Für die Preisklasse ist die Anschlussbestückung sehr gut - keine Kritik. Gesamtnote: Ausgezeichnet. 

Menü, Setup und Konfiguration

Bedienungsanleitung im TV integriert

Xcross Mediabar-Style

Grundeinstellungen

Der 46EX4 kommt mit sanft überarbeiteter, leider nicht beleuchteter Fernbedienung. Diese gibt ansonsten aber keine Rätsel auf, da sie sich im klaren Layout und nicht hoffungslos überfrachtet präsentiert. Der Druckpunkt der Tasten könnte allerdings eine klarere Definition vertragen. Die Menüs im aktuellen Sony Xcross Mediabar-Style sind grafisch anspruchsvoll umgesetzt, inhaltlich aber trotzdem bis auf wenige Ausnahmen klar verständlich. Der Video-EQ (in der Bildwertung genau beschrieben) ist praxisgerecht und für die Preisklasse gut ausgestattet. Sehr gut - die Bedienungsanleitung ist direkt im TV gespeichert und wird übersichtlich präsentiert. 

Gut zugängliches Navigationskreuz

Sehr übersichtlich

Unter Einstellungen im Home-Menü lassen sich neben den Bild- und Tonparametern (beschrieben in den jeweiligen Wertungen) noch weitere Optionen konfigurieren:

  • Systemaktualisierung: Firmware-Update nur über USB
    Bedienungsanleitung: BDA in digitaler Form

Öko

  • Energie sparen Standard/Reduziert/Bild aus
    Abschalttimer Aus/30 Min./60 Min./90 Min./120 Min.
    TV-Standby nach Nichtbenutzung 1 Std./2 Std./4 Std./Aus
    Lichtsensor Ein/Aus
    Normwerte

Bild Einstellen

  • Bildformat: Autom./Wide/Smart/4:3/14:9/Zoom/Untertitel
    Anzeigebereich: Normal/PC

Grundeinstellungen

  • Neuinitialisierung
    Sprache

AV-Einstellungen 

  • HDMI-Steuerung: Aus/Ein
    Analoge Einstellungen: Automatischer Analog-Suchlauf/Manuell abspeichern/Programme ordnen/Intelligentes Bild Aus,Ein,Ein mit Anzeige
    Digitale Einstellungen: Digitaler suchlauf manuell, automatisch/Untertitel Grundeinst./Audio Grundeinstellungen/Kindersicherung/PIN Code/Digitale Programmsperre/DiVX VOD/Technische Einstellungen/CA-Moduleinstelllung
    Werkseinstellungen

Insgesamt besitzt der 46EX4 einen praxisgerechten Menüumfang und ein durchdachtes Bedienkonzept. Gesamtnote in Relation zur Preisklasse: Ausgezeichnet. 

Medienwiedergabe über USB

Videowiedergabe über USB

Grundmenü: Zur Auswahl stehen "Video", "Musik" oder "Foto". Im jeweiligen Menü kann dann der Punkt "USB" angewählt werden. Nachdem man den jeweiligen Punkt aktiviert hat, öffnet sich eine Ordnerübersicht. 

  • Video: DivX-AVI (SD) wird nach kurzer Ladezeit wiedergegeben, WMV wird nicht wiedergegeben. MPEG-1 wird dargestellt, ebenso MPEG-2. MPEG-4 HD ("Auflösung wird nicht unterstützt) kann nicht dargestellt werden. Normales MPEG-4 wird aber auch nicht verarbeitet. 
  • Foto: Für eine etwaige Diashow kann ein Bilderrahmen eingestellt werden. Identisches Menü-Layout wie bei Video JPEG-Bilddateien werden schnell geladen und ohne größere Verzögerung angezeigt. Die Bildübersicht mit Thumbnailvorschau ist prima. Bitmap-Dateien funktionieren ebenfalls, andere Formate hingegen nicht. 
  • Musik: MP3-Dateien werden wiedergegeben. Weitere Formate wollte der Sony nicht wiedergeben.

Gesamtnote: Gut - sehr gut. Mehr Formatevielfalt und zumindest eine Streamingmöglichkeit für Foto- und Videomöglichkeiten via Netzwerk wären auch in dieser Preisliga wünschenswert. 

Testequipment
Bild

Video-EQ

Video-EQ

  • Bildmodus: Brillant (Kontrast wird deutlich angezogen, Helligkeit wird stärker betont), oder Standard
    Hintergrundlicht: von 0 bis 10 in 1er Schritten einstellbar
    Kontrast: von 0 bis 100 fein in 1er Schritten einstellbar
    Helligkeit: von 0 bis 100 fein in 1er Schritten einstellbar
    Farbe: von 0 bis 100 gut in 1er Schritten zu justieren
    Bildschärfe: von 0 bis 100 in 1er Schritten sehr gut zu optimieren
    Farbtemperatur: Kalt, neutral oder warm. Wir raten zu "neutral".
    Digital Noise Reduction (DNR): Aus/gering/mittel/hoch
    MPEG Noise Reduction: Aus/gering/mittel/hoch
    Weitere Einstellungen
    Verbesserte Kontrastanhebung: Aus/niedrig/mittel/hoch
    Automatische Lichtbegrenzer: Aus/gering/mittel/hoch
    Farbbrillanz: Aus/gering/mittel/hoch
    Normwerte

Blu-ray

Der Sony realisiert für wenig Geld ein sehr gutes Blu-ray-Bild

Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels: Bei dieser BD beweist uns der Sony, dass auch Full-HD-TVs der Einsteigerklasse durchaus das Potential haben, das sich der Filmfreund wünscht. Als sich im 2. Kapitel die großen Hangartore auf dem Terrain von AREA 51 öffnen, realisiert der 46EX4 ein scharfes, bewegungsstabiles Bild, die Blechstruktur der Tore bleibt während des Bewegungsablaufes vollkommen erhalten. was die Fraktion der Cineasten sehr freuen dürfte: der Sony kreiert einen richtigen "Filmlook", indem er eine authentische Kombination aus real erscheinendem Kontrast, natürlicher Bildschärfe, lebendigen, aber in keiner Situation übersättigten Farben und erstaunlicher Bildtiefe realisiert. Die unzähligen Kisten im Hangar werden präzise und scharf abgebildet, nur bei denjenigen, die in der Dunkelheit liegen, geht die Feinzeichnung etwas verloren. Das durch die Luft fliegende Schießpulver, welches zur exakten Ortung des gesuchten stark magnetischen Materials dient, stellt der 46EX4 fein und sauber dar. Die Bartstoppeln in Indys Gesicht sind beinahe einzeln zu differenzieren, das Leuchten in seinen Augen bzw. das Aufblitzen aufgrund massiv aufkommenden Ärgers wird sehr glaubhaft vom Sony visualisiert. Mit der differenzierten Wiedergabe von Hauttönen hat der Japaner ebenfalls keinerlei Probleme. Der blasse Teint der sowjetischen Anführerin wird ebenso herausgearbeitet wie die leicht lederne Bräune der Haut von Indiana Jones. Die Deckenlampen in der Halle strahlen ein realistisch wirkendes Licht aus, welches nicht das gesamte Bild überstrahlt. Im 11. Kapitel, bei der Verfolgungsjagd im Dschungel, kommen die rasanten Bewegungsabläufe sehr gut heraus. Der Kübelwagen wird detailliert dargestellt. Das Fell der durch die Luft springenden Affen sieht auch während der Bewegungen scharf und fein gezeichnet aus. Die Bildtiefe ist auch in dieser Filmsequenz ausgesprochen überzeugend. Die Farbnuancen der üppigen Vegetation arbeitet der Sony prima heraus. Die vielen LCDs, gerade mit konventioneller CCFL-Technik, eigene Grünschwäche ist hier kaum zu beobachten. Auch beim Thema Schwarzwert schneidet der Sony für ein CCFL-Gerät gut ab und bietet ein prima Schwarz, das zwar in seiner Intensität nicht an aktuelle Full LED Backlight-LCDs mit Local Dimming heranreicht, aber doch erstaunliche Talente zeigt - noch vor 2 Jahren hätte man eine solche Schwarzwiedergabe einem CCFL-Gerät nie zugetraut. 

Baraka: Gleich zu Beginn gibt der 46EX4 die eindrucksvolle Bergkulisse ruhig und sicher wieder. Die sich über den Berggipfeln befindlichen Wolkenformationen kommen sehr gut zum Ausdruck - das Blau des Himmels entfaltet eine natürliche, plastische Wirkung. Die verschiedenen Bergspitzen modelliert der 46EX4 mit hoher Bildtiefe durch. Der Pavian, der sich ausgiebig badet, wird ebenfalls sehr gut durchdetailliert. Einzelne Haare seines Fells werden akkurat dargestellt. Im 2. Kapitel dann widmet sich der Sony der Wiedergabe von Lhasa mit Hingabe. Die Pflastersteine bleiben während der langsamen Kamerafahrten ruhig und verschmieren nicht. Der Blick auf die Dächer der Stadt enthüllt die für die Preisklasse hervorragende Bildtiefe. Details an den Dächern der Häuser sind klar auszumachen. Im dritten Kapitel geht der Kameraschwenk langsam von unten nach oben - sehr ruhig stellt der 46EX4 den Stoff des Hemdes und die Rastalocken dar. Während der langsamen Kamerabewegung sind die Knöpfe am Hemd scharf und deutlich zu erkennen. Im vierten Kapitel erscheint der bewachsene Felsen zu Beginn sehr detailreich auf dem Bildschirm - erneut überzeugt uns die Bildtiefe. Die Vulkanlandschaft im 5. Kapitel stellt der talentierte Sony ebenfalls tadellos dar. Die langsamen Kamerafahrten über die Vulkane zeigen nur selten leichtes Ruckeln, was zu einem minimalen Verwischen der fein gezeichneten Struktur der Vulkanoberfläche führt. Ansonsten gibt es nichts zu beanstanden. Die Bildtiefe, gerade in dieser Szene sehr wichtig für einen stimmigen Gesamteindruck, ist wiederum hoch. Die Farbwiedergabe bringt das richtige Maß zwischen Lebendigkeit und authentischer Ausprägung der einzelnen Farbtöne mit.

Gaming

Need for Speed Carbon, 720p: Ohne Input Lag und mit hervorragender Bewegungswiedergabe stellt der 46EX4 auch für den preis-/leistungsbewussten Gamer eine verlockende Alternative dar. Gerade bei diesem Autorennen begeistern die enorm schnellen Reaktionen auf Controller-Befehle, die hohe Farbdynamik und die enorme Bildsauberkeit. Während des schnellen Fahrens wird nicht nur die Straße, sondern auch Details am Rand stabil und detailreich erfasst. Der sehr gute Schwarzwert sticht auch hier heraus. 

DVD - Upconversion 576i auf 1920 x 1080p

Film, Star Wars Episode III, Eröffnungsschlacht: Wir hätten bei einem scharf kalkulierten Einsteigermodell keinesfalls eine so exzellente Leistung erwartet - der Sony schockt mit ausgezeichneter Upconversion auf 1080p die Konkurrenz auch höherer Preisklassen. Der TV holt viele Sterne gleich zu Beginn auf den Bildschirm, das Schwarz erscheint erstaunlich tief, das Gelb der Schrift ist genauso, wie wir es aus dem Kino kennen. Die Schrift erscheint weder zu grell, noch bleichen die Ränder in Richtung Weiß aus. Sie läuft ruhig und stabil durchs Bild, nur selten mischt sich minimales Zittern einzelner Buchstaben ins Bild. Schriftteile, die nach hinten weggleiten, weisen leichte Wellenbewegungen auf. Die Ränder der Buchstaben sind akkurat gezeichnet, es finden sich nur in sehr geringem Maße Treppenstufen. Als kurze Zeit später der republikanische Sternzerstörer durchs Bild gleitet, wird auch dieser ohne größere Mängel abgebildet. Die Konturen sind scharf, es kommt kaum zu Bildzittern (nur am rechten Teil der Kommandobrücke minimal ausgeprägt) - sehr gut. Als das Licht noch nicht auf den Flügel fällt und dieser sich somit in beinahe völliger Dunkelheit befindet, sieht man allerdings, dass in sehr dunklen Bildbereichen minimal Struktur verloren geht. Die Bewegungsabläufe sind sicher und stabil. Als die beiden Raumjäger den Sternzerstörer passieren, verwischen die Triebwerksstrahlen nicht, sondern werden nach wie vor ordnungsgemäß dargestellt. Während des Flugs der Jäger über den Sternzerstörer wird dessen Oberfläche klar und scharf abgebildet. Als kurz darauf Anakin und Obi-Wan nach unten in die Raumschlacht abkippen, eröffnet der 46EX4 ein weitläufiges und sehr gut gestuftes Bildpanorama, selbst die Raumschiffe und Raumstationen in den unteren Bildebenen sind noch gut detailliert. Die Gesichter von Anakin und Obi-Wan belegen, wie treffsicher der Sony bei der Darstellung der Hauttöne ist - sie werden mit tadelloser Durchzeichnung und Farbsättigung erfasst. 

Video, AVEC Professional Test DVD:

  • Schriften in verschiedenen Geschwindigkeiten vor verschieden farbigem Hintergrund: Eine für die Preisklasse gelungene Vorstellung. Die Schriften, die schneller laufen, zittern allerdings gering, und es kommt zu leichten Doppelkonturen. Farbtreue und Schärfe sind sehr gut. 
  • Pendel, innen rot-blau , gleitet in verschiedenen Geschwindigkeiten über schwarze Linie: Das Pendel kommt während des Bewegungsablaufes scharf zur Geltung. Nur minimale Treppenstufen sind an der Pendelspitze erkennbar. Zudem blutet das Rot leicht aus, was zu einem Farbschleier links vom sich bewegenden Pendel führt. Die Strukturen im Pendelinneren sind jederzeit gut zu erkennen. Die Linie, über die das Pendel gleitet, bleibt ruhig. 
  • Bewegtes Stadtbild der schwäbischen Stadt Esslingen: Sehr gut - die Dachziegel der Häuser sind während der Kamerafahrten allzeit differenziert auszumachen - die Bildschärfe ist für einen Einsteiger-TV bestechend. Nur leichtes Flimmern ist auszumachen. Top sind Detailtreue und Farbwiedergabe - die Vegetation erscheint realistisch eingefärbt, das Grün driftet nicht in Richtung Neon ab. 

Tuner digital und analog SD

Guter eingebauter Tuner

Zu loben ist das ruhige Bild, das zudem relativ farbecht wirkt. Das Bildrauschen hält sich im absolut vertretbaren Rahmen. Ausgezeichnet ist es um die Bewegungswiedergabe bestellt. Langsame wie auch schnelle Bewegungsabläufe erscheinen klar und nur mit recht geringen Bewegungsunschärfen. Die Gesamtbildschärfe ist ordentlich - für einen Einsteiger Full-HD LCD sogar ausgesprochen gut. Lobenswert ist auch die ordentliche Detaillierung, der Kontrast ist deutlich besser, als man es sonst in diesen Preisregionen erwarten kann. Der analoge Tuner zeigt etwas deutlicheres Bildrauschen, zudem wirken Details minimal verschwommener. 

Visuelle Grundparameter und deren Ausprägung

  • Farbwiedergabe: Erstaunlich klar und neutral - kaum Einschüsse (minimaler Rotstich)
  • Kontrast: Ausgezeichnet - erst kleine Kontrastdifferenzen in der Dunkelheit werden nicht mehr akkurat auseinander differenziert. Kaum Neigung zum Überstrahlen.
  • Schwarzwert: Prima - allerdings können (deutlich teurere) Full LED Backlight TVs mehr. EDHE LRED TVs hingegen verbuchen aus technischer Sicht keinerlei Vorteile gegenüber dem Sony - im Gegenteil- dazu aber mehr im nächsten Punkt. Insgesamt ein sehr guter Schwarzwert für ein CCFL-Gerät.
  • Helligkeit: Homogene Helligkeitsverteilung, gleichmäßig vom Rand bis ins Zentrum. Vorteil gegenüber EDGE LED TVs - bei diesen Geräten entstehen sichtbare Helligkeitsflecken.
  • Bildschärfe: Richtig gut - ein sauberes, natürlich scharfes Bild.
  • Detailtreue: Prima - hier kann der Sony problemlos mit teureren Konkurrenten mithalten. 
  • Rauschverhalten des Panels: Typisch Sony - es ist kaum Panelrauschen sichtbar.
  • De-Interlacing: Auch hier eine reife Leistung - kaum Bildruckeln, hohe Bildruhe, prima Bewegungsschärfe.
  • Upscaling: Nur geringe Neigung zum Scalingrauschen, prima Schärfe, gute Detaillierung.
  • 24p-Bildwiedergabe: Stabil, scharf und klar - BD-Freuden sind schon mit diesem Einsteiger-Sony ohne Schwierigkeiten möglich.
  • Betrachtungswinkel: Gut, aber nicht sensationell. 
  • Video-EQ: recht effektiv, praxisgerechte Parameterauswahl.

Konkurrenzvergleich

  • Samsung UE40B6000: Der schon etwas ältere 6000er aus der 2009er Edge-LED-Kollektion sieht gegen den nagelneuen Sony nur wenig Land. Das Bild erscheint nicht so ruhig und klar, die Upconversion von 576i Signalen auf 1080p gelingt weniger überzeugend. Die 24p-Bilddarstellung des Sony ist deutlich besser und feinfühliger. Farben stellt der Samsung allerdings nach wie vor sehr lebendig dar, auch die Bild-Plastizität begeistert. Die merkwürdige Anschlussbestückung (mit Adapter) spricht nicht für den 600er, die elegante Optik dafür umso mehr. 

  • Toshiba 42XV635D: Ein harter Konkurrent ist der ausgewogene Toshiba, der sich keine echten Schwächen leistet. Der neuere Sony aber bringt eine bessere Upconversion von SD-Signalen auf 1080p mit - vor allem, wenn es sich um Filmmaterial handelt, erscheint das Bild eine Idee schärfer und ruhiger. Der enorme Video-EQ des 635 hingegen ist nach wie vor ungeschlagen. Beide Konkurrenten begeistern überdies mit einer soliden 24p-Darstellung. 

  • Grundig Vision 9 42-9870: Prima mithalten kann der 2009er Grundig, der allerdings deutlich teurer ist. Neutrale Farben und eine natürliche Bildschärfe sprechen zusammen mit der gekonnten Behandlung von 24p-Signalen für den Vision 9. Hier liegt er beinahe auf dem Level des 46EX4. Beim Hochkonvertieren von 576i-Signalen allerdings liegt der 46EX4 vorn - auch bei der Gesamtbildschärfe. Beim Sound trumpft der Vision 9 groß auf. 

Gesamtnote Bild in Relation zur Preisklasse: Auszeichnet- Hervorragend. 

Ton

Menüeinstellungen

  • Soundeffekt: Dynamisch, Standard, Klare Stimme
    Surround: Aus/Surround/Stereo simuliert
    Höhen: -5 bis +5 in 1er Schritten
    Tiefen: -5 bis +5 in 1er Schritten
    Balance: l5 bis r5 in 1er Schritten
    Normwerte
    Zweiton: Stereo/A/B
    Automatische Lautstärke: Ein/aus
    Lautstärkeversatz: Für jeden Eingang Pegelangleich möglich, damit die Gesamtlautstärke immer auf identischem Level ist (-9 bis +9 in 1er Schritten)
    Lautsprecher: TV-Lautsprecher/Audio-System
    PC/HDMI Audioeingang: HDMI1 oder PC
    Weitere Einstellungen:
    Lautstärkeanpassung: Aus/Standard/komprimiert
    Optischer Ausgang: Automatisch/PCM
    Downmixmodus: Surround/Stereo

Klangeindrücke

Akustisch erbringt der Sony eine ordentliche Performance - so lange man es mit dem Hörpegel nicht übertreibt, klingen Stimmen klar und verständlich, hört man aber mit erhöhtem Pegel, so erscheinen Stimmen dann etwas komprimiert und blechern, unter letzterer Schwäche leidet dann die Verständlichkeit. Das Aktivieren der Surroundfunktion macht sich erfreulicherweise nur positiv bemerkbar. Stimmen klingen nicht blecherner, sondern behalten ihre Wirkung, zudem entstehen Anflüge von Räumlichkeit. Bässe und Höhen sollte man, wenn man oberhalb der Zimmerlautstärke hört, nicht über Werte von "+2" einstellen. Gesamtnote in Relation zu Gerätekategorie und Preisklasse: Gut - sehr gut.

Fazit und absolute Einordnung

Starker Auftritt, kleiner Preis - der 46EX4

Sony gelingt mit dem KDL-46EX4 ein großer Coup. Für vergleichsweise wenig Geld brilliert das nagelneue Modell in praktisch allen Disziplinen. Die ansprechende Optik und die gute Verarbeitung nehmen schon beim ersten ernsthaften Kennenlernen für den Sony ein. Auch wenn teurere Modelle natürlich mehr Opulenz bei Materialauswahl und Finish im Detail bieten, erzielt der 46EX4 doch ein höchst respektables Ergebnis. Die visuellen Qualitäten sind fürs investierte Geld vom Feinsten. zwar fehlt teure Technologie wie die 200 Hz Funktion oder Highend-Bildverbesserer, das Gebotene reicht aber locker aus, um manchem doppelt so teuren Konkurrenten bedrohlich nahe zu rücken. Im Blu-ray-Betrieb zieht der preiswerte Sony alle Register und stellt unverblümt die Frage in den Raum, wieso man eigentlich noch mehr Geld in einen 46-Zoll-LCD investieren soll. Gerade wenn man bedenkt, dass der überwiegende Teil der Anwender als Zuspieler Blu-ray-Player der Preisklasse zwischen 150 und 400 EUR (PS3) nutzt, muss man festhalten, dass der 46EX4 gerade für das Zusammenspiel mit solchen Geräten bestens geeignet ist. Er realisiert eine hervorragende 24p-Wiedergabe, agiert scharf und kontrastreich. Zudem arbeitet der Video-EQ effektiv und weist praxisgerechte Einstelloptionen auf. Der Schwarzwert ist für ein CCFL-Gerät deutlich über dem Durchschnitt. Der Sony beweist seine Klasse allerdings auch bei der Upconversion von 576i-Material. Das scharfe, rauscharme, bewegungsstabile und dynamische Ergebnis lässt ebenfalls beinahe die Preisklasse vergessen. Insgesamt befindet sich der 46EX4 zwar preislich auf dem Level der Einsteigerliga (nimmt man "Top-Sonderangebote" für technisch veraltete Restposten einmal aus), technisch aber agiert der schicke Flachbildschirm ohne Zweifel auf Mittelklasse-Niveau. 

Sonys Kampfansage - mit hervorragender Performance in allen relevanten Disziplinen wird der Sony 46EX4 der Konkurrenz das Leben schwer machen

LCD-TVs Einsteigerklasse
Test 15. Februar 2010

+ Authentisches Bild im BD-Betrieb mit Kino-Flair
+ Stabile 24p-Bildwiedergabe
+ Hohe Bildtiefe
+ Hohe Farbtreue
+ Sehr gute Upconversion von 576i-Material
+ Guter SD TV-Tuner
+ Praxisgerechte Einstellmöglichkeiten
+ Sehr fairer Kaufpreis

- Keine Netzwerkfunktionen

Text: Philipp Kind, Carsten Rampacher
15. Februar 2010

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