UPDATE PREVIEW TEIL: 1 Sony 46HX9 LED LCD-TV und PS3 slim im 3D-Betrieb mit Wandlung 2D auf 3D
Update 01.04. 2010 (phk/cr/khp)


Exklusiv bekamen wir von Sony einen Protoypen des 3D-LCD-TV-Topmodells 46HX9
zur Verfügung gestellt, um dessen Fähigkeiten im 3D-, aber natürlich auch im
2D-Betrieb genauer einschätzen zu können. Als Zuspieler diente dabei eine für
die Ausgabe von 3D-Signalen modifizierte PS3 slim, ebenfalls noch ein Prototyp.
Hier unsere Ergebnisse:
3D-Check Sony 46HX9 mit nativem 3D-Material

Brille von oben

Sync-Sender

3D Sync-Anschluss am TV

Rückwärtige Anschlüsse komplett

Seitliche Anschlüsse

3D Content auf der PS3
- Ausschnitt aus „Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen: Die 3D-Brille muss vor der ersten Verwendung aktiviert werden, damit eine Synchronisation mit dem mitgelieferten Emitter möglich ist. Setzt man die Brille auf, ist selbst für Brillenträger der Tragekomfort gut, obwohl die Brille im Vergleich z.B. mit der Samsung-Brille deutlich schwerer und unhandlicher ist. Erst einmal aufgesetzt, merkt man aber kaum, dass man eine Brille aufhat.
Entfernt man sich beim Protoypen weiter als 1,5 Meter vom Sync-Sender, gibt
es Synchronisationsprobleme. Aufgrund der Tatsache, dass es sich hier noch um einen Prototyp handelt, können die hier getroffenen Aussagen natürlich nur als vorläufig angesehen werden. Nicht nur der TV, sondern auch der Zuspieler (PS2 slim in 3D-Version) entsprechen nicht dem finalen Serienstandard. Als der Trailer beginnt, fällt daher noch Ruckeln und Bildflimmern auf – was neben dem Prototypenstadium auch auf die auf der Festplatte der PS3 slim gespeicherten Quelldateien zurückzuführen ist. Daher erwähnen wir dieses Faktum zwar, kreiden es der Sony-Kette aber nicht weiter negativ an. Zudem nimmt das Ruckeln merklich ab, wenn man alle im 3D-Betrieb verfügbaren Bildverbesserer (Kontrastanhebungen und Rauschreduzierer) komplett deaktiviert. Wir gehen davon aus, dass sich dies bei serienreifen Geräten, die wir selbstverständlich auch umgehend nach Erhalt testen werden, ändern wird und auch die Reste der Ruckler verschwinden werden. Fernab dieser Faktoren können wir dem HX-9 eine ausgezeichnete 3D-Wiedergabe attestieren. Das Bild wirkt tief, nicht nur die Gesamt-Plastizität beeindruckt, auch die Körperplastizität überzeugt. Die animierten Figuren scheinen sich in klar definierten visuellen Ebenen direkt vor dem Zuschauer aufzubauen. Der Zuschauer erhält auch die Möglichkeit, tief ins Bild hineinzuschauen und auch hinterste visuelle Ebenen eindeutig auseinander halten zu können. Die Detailtreue und Bildschärfe ist sehr gut, wenngleich ab und zu Objektkanten etwas unscharf und im Verlauf nicht ganz konstant erscheinen. Farblich wird schon im Vorserienstadium eine reife Leistung geboten, auch der Schwarzwert kann punkten. Tief und satt, liefert der Sony trotz Vorserienstadium schon beinahe Plasma-Niveau.
Wichtig ist es für ein optimales 3D-Erlebnis, sich auf Bildschirmhöhe
möglichst zentral vor dem Fernseher zu positionieren.
- 720p Trailer, Wipe Out/Kill Zone 2/Motor Storm – Pacific Rift, für PS3 in 3D:
Auch Gamer werden Sonys 3D Technik sehr zu schätzen wissen, wie sich bei diesem Trailer zeigt. Das Spielerlebnis wird deutlich intensiviert, weil der Gamer mehr mit dem
Spiel eine Einheit bildet. Er wähnt sich mitten im Geschehen und kann daher räumlich noch deutlich besser Operationen durchführen. Bei Kill Zone 2 ist
das Gefühl erlebter Räumlichkeit besonders intensiv, nur der Sync stimmt bei unseren Prototypen noch nicht hundertprozentig. Top auch Moto Storm – sauber
detaillierte Fahrzeuge korrespondieren mit einer bislang kaum für möglich gehaltenen Räumlichkeit. Liebevolle Details auch bei der Landschaft ermöglichen eine komplette virtuelle Spielwelt in allen Dimensionen.
Wenn sich durch Unfälle Teile vom Fahrzeug lösen, so tauchen diese Teile
wie in der Realität in plastischer Ausprägung direkt vor dem Spieler und
dessen Fahrzeug auf.
- 720p HD Trailer, Fussball Confederations-Cup 2009: Die Stadion-Atmosphäre, die vermittelt wird, ist gigantisch, wenngleich der grüne Rasen etwas zu braunstichig erscheint. Sonst aber wird Faszination pur geboten – jeder Spieler und die dazu gehörige Ebene sind exakt auszumachen. Dadurch kann sich der Zuschauer noch viel tiefer ins Spielgeschehen versetzen. Clevere Spielzüge, sonst nur im Ansatz bei 2D auszumachen, kann man nun komplett mitverfolgen. Nur die sichtbaren Nachzieher stören aktuell noch etwas.
- Zusammenfassung der Nachteile im 3D-Betrieb: Gewisse Detailunschärfen
sind bei insgesamt hoher Bildschärfe ab und zu sichtbar. Zudem stört
leichtes Ghosting. Die Farbbalance und die Farbintensität wechselt,
manchmal ist ein Grün-Bläulicher Farbstich zu sehen. Zudem muss der Kopf
des Zuschauers komplett waagrecht zum Bildschirm sein. Dreht man den Kopf
nach links oder rechts, erscheinen Geisterbilder (Doppelkonturen), nach
links geneigt wirkt das Bild zudem bläulicher, nach rechts
rötlicher.
Wandlung 2D in 3D Material
Der Sony 46HX9 ist auch in der Lage, 2D- in 3D-Material zu wandeln (3D-Button
auf der Fernbedienung). Der dadurch entstehende Effekt ist erstaunlich gut - das
Bild, ganz gleich ob vom TV-Tuner, Blu-ray und DVD, erscheint merklich
plastischer, man kann die einzelnen visuellen Ebenen deutlich besser zu
differenzieren. Allerdings stört Bildwiederholfrequenzflimmern die visuelle
Gesamtharmonie. Sehr gut - Bildruckler sind nicht auszumachen. Schon dann, wenn
wir ein normales SDF-Tunersignal von 2D in 3D wandeln lassen, ist die Wirkung
gut festzustellen. Der 3D-Effekt macht sich am ehesten bei Großaufnahmen von
Menschen bemerkbar. Bei Weitwinkelaufnahmen (Übersichtsaufnahmen) wirkt sich
der 3D-Effekt weniger intensiv aus. Als nächstes haben wir die BD von
"Fluch der Karibik 1" und "Casino Royale" eingelegt - hier
unsere Eindrücke:
- Schon in der ersten Szene, als das große Segelschiff aus dem Nebel
auftaucht, erscheint das Bild sichtbar plastischer. Das Schiff fährt, so
nimmt es der Zuschauer wahr, direkt auf ihn zu und "verlässt" den
Hintergrund. Dass die kleine Elisabeth hinter der Reling steht, wird sehr
deutlich, die Differenzierungsfähigkeit visueller Ebenen ist
ausgezeichnet.
- Im 2. Kapitel nähert sich Jack Sparrow mit seinem stark lädierten Boot
Port Royal. Das weite, offene Meer erscheint sehr viel weitläufiger,
Sparrows Gesicht in Großaufnahme zeigt leichte Unschärfen und leichtes
Ghosting, dafür aber wird sehr deutlich, dass sein Kopf und das dahinter
liegende Meer in unterschiedlichen visuellen Ebenen liegen.
- Als Sparrow die zur Warnung gehängten Piraten passiert, modelliert der
HX0 das Hinterland plastisch durch. Dass erst die nackten Felsen und dann
die dahinter liegenden bewachsenen Hügel kommen, arbeitet der Sony deutlich
heraus. Besonders das zur zusätzlichen Warnung aufgehangene Schild
erscheint ungemein plastisch.
- Als Sparrow im Hafen einläuft, wird kurz ein Segelschiff vor einem Berg
gezeigt. Sparrow steht am Mast und fährt beinahe mit komplett gesunkenem
Boot ein. Dass sich das Segelschiff vor dem Felsen befindet, ist mit
3D-Umrechnung sehr viel deutlicher zu erkennen. Rechts im Bild ist kurz
darauf ebenfalls ein Segelschiff zu erkennen, auf dem rege Betriebsamkeit
herrscht. Das Hinterland wird sehr sauber durchstrukturiert.
- Der Landesteg erscheint deutlich plastischer.
- Eine für die 3D-Umwandlung besonders gut geeignete kurze Sequenz ist die
Kamerafahrt über die Festung - hier wirkt der Hof, in dem gerade ein
Zeremoniell abgehalten wird, räumlich deutlich besser fassbar. Die
wirkliche Größe der Festungsanlage ist authentischer.
- Bei "Casino Royale" fällt der 3D-Effekt deutlich schwächer
aus, vereinzelte Szenen wirken aber auch hier plastischer, so die
Eröffnungssequenz des 2. Kapitels, als das Publikum und die
kämpfenden Tiere in der Arena in Großaufnahme gezeigt werden. Als kurz das
Handy des Bombenlegers in Großaufnahme zu sehen ist, grenzt sich sich
deutlicher vom Hintergrund ab.
Als nächstes haben wir die Wandlung von 2D in 3D anhand der DVD "Star
Wars Episode III" überprüft:
- Schon die Schriften und Animationen in den animierten Menüs erscheinen
deutlich plastischer, einzelne Bewegungen sind im Raum klarer zu
orten.
- Der zu Beginn durchs Bild gleitende Sternzerstörer erscheint wie greifbar
- die Kommandobrücke ist räumlich besser ausgeformt und auch der Bug.
- Als die beiden Raumjäger heranfliegen, sind sie im 3D Modus perfekt
räumlich zu orten. Zu keinem Zeitpunkt verschmelzen sie mit dem
Sternzerstörer zu einer Ebene, obwohl sie sehr nah am großen Raumschiff
durchs All rasen.
- Beim Abkicken in die Raumschlacht nach Unten eröffnet sich ein
weitläufiges Panorama mit exzellenter Tiefenstaffelung, auch in den
untersten visuellen Ebenen ist eine genaue Trennung der sich dort
befindenden Raumschiffe und Raumstationen möglich.
- Im darauf folgenden Schlachtgeschehen lassen sich die einzelnen
Kampfhandlungen im 3D-Betrieb noch besser nachvollziehen als in 2D - das
Geschehen entfaltet eine intensivere Wirkung auf den Zuschauer.
Die oben aufgeführten Nachteile gelten auch für die Umwandlung von 2D- und
3D-Material.
2D-Betrieb, BD Casino Royale, Zuspieler hier war unser Pioneer BDP-LX91:
- Schon im Prototypenstadium kann der mit Local Dimming LEDs ausgestattete HX9 begeistern, liefert er doch in der Sequenz auf Madagaskar ein sattes Schwarz, welches sich deutlich von LCD-TVs mit Edge LED Hintergrundbeleuchtung unterscheidet. Die Helligkeitsverteilung ist sehr homogen, das Schwarz wirkt nicht nur oberflächlich-satt, sondern besitzt eine tatsächliche Bildtiefe, die durch das Panel mit glossy Oberfläche noch deutlicher ausgeprägt wird. Wer deutlichen externen Lichteinfall beim Betrachten von Inhalten in Kauf nehmen muss, würde sich hingegen die Verspiegelung wegwünschen – aber jedem Käuferwunsch kann man nie gerecht werden. Die zu Beginn der Sequenz gezeigte Kampfarena ist ungemein detailliert, schon aus der Vogelperspektive lassen sich genaue Rückschlüsse über die Optik der kämpfenden Tiere sowie der Bodenbeschaffenheit machen. Die Kamerafahrt über die Arena wird extrem ruhig und sicher präsentiert, überhaupt ist die 24p-Stabilität exzellent, wie wir es von Sony auch schon bisher gewohnt waren. Als James Bonds Gesicht zusammen mit einem verkohlten Holzbalken groß im Bild erscheint, beeindruckt das Detaillierungsvermögen des Sony, auch in dunklen Bildbereichen zeichnet der TV kleine Kontrastdifferenzen messerscharf nach. Dabei vermeidet der Sony jeden Ansatz von störendem Bildzittern. Die Bildschärfe liegt hoch, wer zusätzlich am Schärfe- oder Konturenoptimierungsregler des Video-EQ dreht, muss mit Doppelkonturen rechnen. Wir empfehlen eher eine Optimierung hochfrequenter Bilddetails mit dem entsprechenden Tool aus dem Submenü „Weitere Einstellungen“. Als der Bombenleger eine sms zugesandt bekommt, wird sein Handy in Großaufnahme
konturenscharf und mit Einbeziehung aller deutlichen Gebrauchsspuren gezeigt. Kurz darauf flüchtet der Ganove, und der Kampf auf der Großbaustelle zwischen 007 und dem Bombenleger wird authentisch und scharf, auch bei schnellen Bewegungen, dargestellt.
Als 007 sich einen großen Radlader schnappt und der sich hinter Baumaterial
versteckende Bombenleger das Feuer auf die Baumaschine eröffnet, sind die
Einschusslöcher auf der Windschutzscheibe deutlich und scharf erkennbar.
Wenige Sekunden später flüchtet der körperlich extrem gut trainierte
Gangster auf ein großes rostfarbenes Baugerüst, ein Bauarbeiter mit
Schneidbrenner stellt sich ihm in den Weg, dieser wird einfach zur Seite
geräumt und stürzt haltlos in die Tiefe. Die darauf folgende Gasexplosion
wird farbecht und mit feinen Farbübergängen übertragen. Der Fight auf dem Kranausleger beeindruckt durch enorme Geschmeidigkeit und eine schon im 2D-Betrieb imposante Plastizität.
Nur der Blickwinkel könnte breiter sein, wer weit außen sitzt, bekommt
visuell nicht mehr das gesamte Geschehen vollständig präsentiert. Top - es
ist praktisch kein Panelrauschen vorhanden.
Video-EQ:
- An 3D-Einstellungen sind beim HX-9 nur die Funktionen „Auto 3D“ sowie 3D Signalbenachrichtigung verfügbar.
- Anwahl Menü Einstellungen, Unterpunkt Anzeige:
Bildmodus Standard/Anwender/Brillant
Normwerte
Hintergrundlicht (im 3D Betrieb nicht verfügbar)
Kontrast
Helligkeit
Farbe
Farbton
Farbtemperatur (warm1/warm2/kalt/neutral)
Bildschärfe
Dynamische Rauschunterdrückung
MPEG Rauschunterdrückung
Motion Flow (nur für 2D änderbar)
Filmmodus
- Unter dem Unterpunkt „Weitere Einstellungen“ ist verfügbar:
Schwarzkorrektur
Verbesserte Kontrastanhebung
Gammakorrektur
Dynamische LED-Steuerung (nicht für 3D)
Automatischer Lichtbegrenzer
Weißbetonung
Farbbrillanz
Weißabgleich (Gain und Bias für R-G-B getrennt einstellbar)
Detailverbesserung (Schärfeanhebung im oberen Bildfrequenzbereich
Randverbesserung (Konturenschärfung)
Haut-Naturalisierung (nur für USB/Netzwerk, nur bei Fotodarstellung möglich)
Erstes Fazit
Sonys neues TV-Highlight 46HX9 könnte zu einem der besten LCD-TVs werden,
die wir je unter die Lupe genommen haben. Genaue Aussagen lassen sich aufgrund
des Prototypenstadiums unseres Samples noch nicht machen, aber das, was wir
gesehen haben, macht Appetit auf mehr. Nicht nur, dass im 3D-Betrieb neben einer
hervorragenden Gesamtplastizität auch eine ausgezeichnete Körperplastizität
offeriert wird . Sehr gut managt der Sony die 3D-Darstellung von 2D-Material.
Auch, wenn noch nicht allzuviele 3D-Blu-rays erhältlich sind - der Sony macht
die Umwandlung so gut, dass sich der 3D-Effekt auch bei manchen normalen
Blu-rays sehr gut feststellen lässt. Auch bei DVDs und sogar beim
TV-Tunersignal lassen sich beachtliche Resultate erzielen. Im klassischen 2D-Betrieb sichert sich der HX-TV
Bestwerte. Diese gründen auf dem exzellenten Schwarzwert, der hervorragenden
Bildschärfe und der dynamischen, satten, aber trotzdem natürlichen
Farbwiedergabe. Auch die 24p-Stabilität ist herausragend.
Text: Philipp Kind, Carsten Rampacher, Karl-Heinz Pöppl
01. April 2010
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