Der PS50C679 von Samsung, erhältlich zu Markpreisen von rund 1200 EUR, ist ein Plasma-Gerät der 6er Serie in 50 Zoll, bietet FullHD-Auflösung sowie einen integriertem HDTV Triple Tuner. Für eine hervorragende Bildgüte sorgt das Clear Image Panel, das den Schwarzwert optimieren soll. Cinema Smooth Technologie plus Farbanpassung soll authentischen Filmgenuss ermöglichen, für Anhänger von Frame-Interpolationstechnik ist aber auch gesorgt: Mithilfe von 600Hz „Subfield Motion“ werden flüssigere und trotzdem artefaktfreie Bilder erzeugt. Für das Samsung-Plasma spricht auch die umfangreiche Multimedia-Ausstattung. Hier werden von USB und via DLNA-Netzwerk Inhalte
gestreamt und am TV angezeigt. Den Praxisbericht der Plasma Serie 6 im 50“ Format lesen Sie hier.
Verarbeitung
Video: Verarbeitung und Anschlüsse
Der C679 ist mit einem hochwertigen Materialaufwand verarbeitet. Die gesamte Rückseite ist aus Metall, nicht Kunststoff, gefertigt und ist sehr solide verschraubt. Der umweltfreundliche Flüssigkristallrahmen schließt sich mit einem geringen Spalt an die Rückwand an und ist nicht sehr kratzempfindlich. Der drehbare Gelenkfuß ist ebenfalls aus Kunststoff, macht aber einen hoch stabilen Eindruck und ist schwenkbar. Der
Standfuß hingegen ist aus dickem Glas und unterstützt das elegante Auftreten des TVs immens. Die Fernbedienung wirkt auch sauber verarbeitet und imitiert einen geschliffenen Alu-Look auf der Oberseite, die Tasten sind mit einer Hand gut zu erreichen, der Druckpunkt ist etwas schwach ausgeprägt. Gesamtnote
in Relation zur Preisklasse: Ausgezeichnet - hervorragend.
Tadellose Oberflächenqualität
Detailverarbeitung, Teil 1
Prima Qualität
Gehäuseecke
Fernbedienung
Anschlüsse
Anschlusssektion hinten mit 3 x HDMI
LAN-Anschluss und Triple-Tuner
Seitliche Verbindungsmöglichkeiten
Hinten:
• HDMI In 3x
• Component + Stereo Cinch In
• Scart-AV
• PC VGA
• Ethernet
• DVB-T Ant
• DVB-S
• Ethernet
• USB
Ausgezeichnete Anschlussbestückung am 50-Zöller. Vier HDMI-Slots und die „Üblichen Verdächtigen“ AV-Eingänge. Dank des integrierten Triple Tuners sind jegliche Antennenanschlüsse vorhanden. USB in zweifacher Ausführung und ein Ethernet-Slot ermöglichen Multimedia-Features.
Gesamtnote in Relation zur Preisklasse: Ausgezeichnet - hervorragend.
Bedienung und Konfiguration
Der Samsung PS50C679 ist ohne größere Schwierigkeiten zu bedienen. Packt
man das Gerät aus, ist es schnell am Aufstellungsort, mit wenigen Handgriffen
ist der mitgelieferte Standfuß montiert. Die Erstinstallation verläuft
problemlos, gut hat uns der schnelle und effektiv arbeitende automatische
Sendersuchlauf auch beim eingebauten HD-fähigen digitalen Satellitentuner
gefallen. Hier muss man bei verschiedenen Konkurrenten mehr Geduld mitbringen.
Sehr reichhaltig sind die verschiedenen Bild- und Tonoptionen. Positiv ist, dass
zur entsprechenden gerade angewählten Option ein kurzer Hilfetext unten im
Bildschirm auftaucht. Die Menüs sind grafisch gekonnt und verständlich
gestaltet. Die mitgelieferte Fernbedienung ist relativ übersichtlich, aber der
nicht immer klar definierte Druckpunkt sowie der etwas eingeschränkte
Arbeitswinkel stören die Harmonie etwas. Die Anschlüsse sind sehr gut
zugänglich, auch die hinteren - allerdings muss dann aufgrund der
Positionierung und Ausrichtung des Anschlussterminals bei einer etwaigen
Wandmontage ein HDMI-Anschlusskabel mit um 45 Grad drehbaren Steckerkopf
verwendet werden, oder man muss sich damit abfinden, dass der Abstand zwischen
Plasma und Wand doch etwas größer ist. Das Betriebsgeräusch stört bei
geringem Abstand zum TV etwas, hier ist leichtes Sirren zu hören, was typisch
für Plasma-TVs ist. Gut: Die Kühlung ist passiv, kein Lüftersummen stört
daher. Gesamtnote in Relation zur Preisklasse: Ausgezeichnet.
Multimedia
Media Play-Menü
Unsere Server wurden erkannt
JPEG-Thumbnails
Streaming von Musikdateien
Videostreaming
Problemlos kann man das Samsung Plasma ins kabelbasierte Netzwerk einbinden und anschließend Musik-, Foto- und Videodateien von Servern und PCs abspielen, die ebenfalls ins Netzwerk eingebunden sind. In unseren Testreihen wurden folgende Server/PCs erkannt:
• Buffalo Server unter Twonky Media
• Acer Home Server mit Windows Media Connect
• Apple iMac mit Bootcamp und Win7 Ultimate unter Windows Media Player
• Compaq Notebook mit Win7 Professional und Windows Media Player
In unseren Testreihen überprüften wir folgende Formate:
• MP4-HD: Ohne Probleme wurden entsprechende Dateien in sehr ansprechender Qualität dargestellt. Die Ladezeiten sind nicht extrem kurz, aber vertretbar.
• MPEG-Video: Wird ebenfalls dargestellt.
• DivX-Avi SD: Ohne Schwierigkeiten wird dieses Format wiedergegeben.
• MKV mit verschiedenen Bitraten: MKV wurde in unseren Testreihen nicht akzeptiert.
• WMV – auch Windows Media Video wird vom Samsung wiedergegeben.
• MP3 – das wohl bekannteste Format für komprimierte Musikdateien wird natürlich erkannt.
• AAC-Musikdateien gibt der Samsung nicht wieder.
• FLAC wird ebenfalls nicht unterstützt.
• JPEG-Bilder werden angezeigt.
• GIF wird als Foto-Format nicht unterstützt.
Insgesamt wünschen wir uns hier den Support von MKV-Dateien (Video-Containerformat) sowie von den beliebten Audiodateiformaten FLAC und vor allem
AAC. Möglich ist es auch, mittels seitlichem Anschluss einen USB-Stick mit dem PS50C679 zu verbinden. Unterschied zur Netzwerkeinbindung – über USB werden auch MKV-Dateien eingelesen. Gesamtnote:
Ausgezeichnet.
USB-Sticks werden ebenfalls gelesen
Attraktive grafische Darstellung
Bild
Video "Overview und Video EQ: Erweiterte Einstellungen
Video-EQ (eingangsselektive Einstellung möglich)
Bildmenü, Teil 1
Bildmenü, Teil 2
Bildmodi
Der Samsung PS50C679 verfügt über einen umfangreichen Video-EQ, den wir nachfolgende vorstellen möchten. Wir widmen uns zunächst den drei verschiedenen Bildmodi: Hier sind „Standard“ (recht ausgewogen), „Dynamisch“ (sehr hell, intensiv, insgesamt überzogen) und „Film“ (kinoartiges, augenfreundliches Bild mit leicht zurückgenommenen Helligkeits- und Farbwerten) verfügbar.
Energiespareinstellungen
Einbrennschutz
Schwarzton
RGB-Modus
Weißabgleich
Gammakorrektur
Hautton
MPEG-Rauschfilter
Viele Parameter sind vom Anwender veränderbar. Zunächst kann man Zellhelligkeit, Kontrast, Bildhelligkeit, Schärfe, Farbe und Farbton einstellen. Alle Regler arbeiten recht sensibel, was genaue Settings ermöglicht. Im Bildmenü findet sich auch der Unterpunkt „Öko-Lösung“. Hier kann man die Intensität des Energiesparmodus einstellen (Aus, Gering, Mittel, Hoch, Bild aus), den Öko-Sensor aktivieren (anschließend kann die minimale Zellhelligkeit zwecks Strom sparen angewählt werden) sowie die Zeitspanne festlegen, nach der sich der Fernseher in den Standby-Modus schaltet, wenn kein Signal anliegt (Aus, 15/30/60 Minuten). Weitere Punkte umfassen die automatische Einstellung sowie die Option „PC-Bildschirm“, die aber nur bei entsprechend anliegendem Signal aktiviert werden können.
In den „erweiterten Einstellungen“ finden sich viele interessante Parameter für versierte Justage-Experten. Der Schwarzton kann mehrstufig eingestellt werden (Aus, Dunkel, Dunkler, Max. dunkel), des Weiteren findet sich eine Funktion zur automatischen Kontrastanpassung (Optimalkontrast, hier sollte man höchstens die Stufe „gering“ anwählen, möchte man diese Funktion nutzen. Ferner stehen aus, mittel und hoch zur Verfügung. Auch eine Gammakorrektur zur Optimierung der Darstellung dunkler Bildbereiche ist mit an Bord. Hier wäre es aber praktischer, wenn Samsung gebräuchliche Gammawerte (z.B. 2.2 oder 2.4) zur Auswahl angeben würde. Für die separate Beurteilung der einzelnen RGB-Farbkanäle steht der „Nur RGB-Modus“ bereit. Rot, Grün oder Blau kann man hier separat betrachten. Beim Menüpunkt „Farbraum“ stehen „Auto“ und „Nativ“ wahlweise zur Disposition. Der Weißabgleich it RGB Gain und Offset ermöglicht eine exakte Festlegung des Weißpunktes, was dann hilfreich ist, wenn man den Plasma z.B. mit Colour Facts optimiert. Für eine stimmige Wiedergabe der wichtigen Hauttöne verbaut Samsung einen eigenen Regler. Zudem verfügt der PS50C679 über eine Kantenglättung, die auch in diesem Menü einzuschalten ist.
Das zweite wichtige Submenü hört auf den Namen „Bildoptionen“, im ersten Menüpunkt kann man die Farbtemperatur wählen (kalt/normal/warm1/warm2). Hinter „Größe“ verbergen sich die verschiedenen Bildformate (16:9, Breitenzoom, Zoom, 4:3, Bildschirmanpassung – mit diesem Punkt ist die native Darstellung von Full HD Quellen ohne internes Scaling gemeint). Es finden sich ferner zwei mehrstufige Rauschfilter (Digitaler Rauschfilter und MPEG-Rauschfilter). Es gibt zudem noch den Menüpunkt „HDMI Schwarzpegel“ sowie drei Filmmodi (Auto1, Auto2, Cinema Smooth). Praktisch ist das Untermenü „Einbrennschutz“. Mit den dort vorhandenen Möglichkeiten kann ein ärgerliches Einbrennen von Bildelementen im teuren Plasma vermieden werden.
Bild Blu-ray, Grand Canyon Adventure, 2D:
Wir raten, den Modus “Film” zu verwenden, weil die beiden anderen Bildmodi keine wirklich authentische Farbwiedergabe offerieren. Bei „Film“ erscheint das Bild natürlich und angenehm. Der Schwarzwert des Plasmas ist erwartungsgemäß sehr gut, die Differenz zu Top LED-LCDs wie dem 8790 aus dem Hause Samsung ist aber nicht mehr immens groß. Das Bild des Plasmas erscheint aber im direkten Vergleich angenehmer, weil natürlicher und zurückhaltender. Die extreme Bildschärfe vieler LCDs, die ständig im Grenzbereich wandelt, was sich häufiger auch an sichtbaren Doppelkonturen belegen lässt, fehlt hier. Das Bild ist natürlich scharf und klar. Die eindrucksvollen Felsen und Berge des Grand Canyon kommen sehr gut zur Geltung, die Kontrastdynamik im Detail ist prima. Nicht perfekt sind die Kamerafahrten – Ruckeln und Flimmern stören bei den eindrucksvollen Einblicken ins Grand Canyon. Abhilfe schafft die Aktivierung des „Cinema Smooth“ Modus. Anschließend wirken die Kamerafahrten ruhiger, flüssiger und stabiler. Jetzt ist kein Anlass zur Kritik mehr gegeben. Was Samsung sehr gut hinbekommen hat: Das Panel besitzt eine äußerst geringe Rauschneigung. Selbst aus nächster Nähe ist kaum Panelrauschen zu beobachten. Das Plasma-typische Flimmern, Grund für manchen Käufer, sich einen LCD zuzulegen, hat Samsung ebenfalls recht gut im Griff. Wer allerdings empfindlich darauf reagiert, wird es immer noch bemerken. LCD-Fans wird es etwas an Detailschärfe fehlen – man sieht dies sehr gut an der Oberfläche des Lake Powell. Die leichte Wellenbewegung erscheint auf modernen Highend LCDs noch etwas ausgeprägter, auch die Struktur kleiner Felsen und der Vegetation an den Ufern arbeitet mancher LCD noch ausgeprägter heraus. Plasmatypisch kann der Samsung mit einem extrem breiten Betrachtungswinkel überzeugen. So ist es auch möglich, mit mehreren Personen Filme zu genießen. Das
Display spiegelt leicht, aber deutlich weniger als gerade bei manchem
LCD-Kontrahenten.
Bild Blu-ray, Fluch der Karibik:
Das aus dem Nebel auftauchende Galionsschiff wird scharf und detailreich
wiedergegeben. Leichte Ruckel- und Flimmereffekte sind allerdings zu beobachten,
als das Segelschiff auf den Zuschauer zufährt. Dafür sind die Gebrauchsspuren
an den Segeln gut zu erkennen, schon aus der Distanz sieht man die kleine
Elisabeth an der Reling stehen, der Kragen ihres Kleides setzt sich sichtbar ab.
Sehr schön arbeitet der PS50C679 die Oberfläche der Reling und der
Schiffsplanken heraus. Die Schrift an der Galionsfigur kommt artefaktefrei
heraus. Die gute Kontrastdynamik zeigt sich, als Elisabeth von hinten sichtbar
wird, die Reling und die Taue sowie die Falten im Kleid arbeitet der 50-Zöller
tadellos heraus. Nur deutlich teurere Kontrahenten bringen hier noch mehr
Finesse ins Spiel. Im 2. Kapitel nimmt Jack Sparrow Kurs auf Port Royal. Die
Wellenbewegung des Meeres arbeitet unser Testkandidat prima heraus, der Glanz
der sich spiegelnden Sonne könnte nur noch eine Idee brillanter zur Geltung
kommen. Als der Piratenkapitän in Großaufnahme gezeigt wird, überzeugt das
Plasma mit guter Wiedergabe der Hauttöne im "Film" Modus - allerdings
erscheint das Bild in dieser kurzen Sequenz etwas zu dunkel, dadurch gehen
kleine Details in den dunklen Bildbereichen verloren. Nun passiert Jack die zur
Warnung aufgehängten Piraten, hier modelliert der PS50C679 ein plastisches,
vielschichtiges Bild heraus, nur im linken Felsteil neben den Skeletten könnten
kleine Kontrastdifferenzen noch besser betont werden. Als der Pirat in den Hafen
einfährt, zeigt der Samsung das Segelschiff rechts im Bild sehr detailliert,
die Gebrauchsspuren an den Planken und die zahlreichen Taue gibt unser
Testkandidat authentisch wieder. Die Vegetation in den hinteren visuellen Ebenen
bringt Samsungs Full-HD Plasma gekonnt zur Geltung.
Bild DVD, Upscaling von 576i auf 1080p, Filmmaterial, Star Wars Episode
3:
Die Star Wars-typische gelbe Laufschrift zu Beginn erscheint farblich etwas
blass. Zudem ist leichtes Flimmern erkennbar. Der Lauf ist ansonsten relativ
ruhig, auch hinten sind kaum Wellenbewegungen sichtbar. Der Schwarzwert
überzeugt. Der Sternzerstörer flimmert die erste Sekunde leicht, dann steht
das Bild stabil und gefällt mit natürlicher Schärfe und guter Detaillierung.
Die beiden Raumjäger fliegen artefaktefrei über den Sternzerstörer hinweg und
kippen anschließend nach unten in die Schlacht ab. Hier macht der PS50C679 ein
sehr gut gestuftes Panorama sichtbar, auch die Raumstationen und Raumschiffe in
den unteren Bildebenen werden noch mit tadellosen Konturen wiedergegeben. Als
sich Obi-Wan und Anakin mit ihren Raumjägern in der Schlacht befinden, fällt
auf, dass das Plasma die zahlreichen Explosionen prima wiedergibt und mit
ausgezeichnetem Farbverlauf zu gefallen weiß. Die Hauttöne in den Gesichtern
der Akteure wirken authentisch, die Hautoberfläche aber könnte hinsichtlich
Poren oder kleinen Furchen noch schärfer durchzeichnet sein. Dass das Plasma
mit plastischem Bild und sehr gutem Schwarzwert punkten kann, fällt während
des gesamten Schlachtgeschehens positiv auf.
Bild DVD, Upscaling von 576i auf 1080p, Videomaterial, AVEC Professional Test
DVD:
Schwarze und weiße Schriften vor weißem/blauen/roten Hintergrund in
verschiedenen Geschwindigkeiten: Hier erbringt das Plasma eine ordentliche
Leistung. Nur leichtes Ruckeln und Flimmern beim Durchlauf der Schriften ist
erkennbar. Die Farbtrennung ist gut, die Bildschärfe wirkt
natürlich.
Pendel mit rot/blauem Innenleben, das in verschiedenen Geschwindigkeiten
über eine schwarze Linie schwingt: Prima Performance des PS50C679 - die
Linie bleibt stabil stehen, das Innere des Pendels ist gut zu erkennen und
die Gesamtschärfe ist tadellos. Nur leichte Nachzieher sind zu sehen. An
der kritischen Pendelspitze werden keine Treppenstufen sichtbar.
Bewegtes Stadtbild von Esslingen: Unser Test-Plasma erzielt auch hier gute
Resultate. das Grün der Rasenflächen wirkt nur etwas zu satt, ansonsten
sind Bildruhe, Bildklarheit und Bewegungsverhalten nahezu ohne Abstriche
gelungen. Die Ziegel der Hausdächer flimmern nur leicht, das Holz des
Geländers der Stadtbefestigung wird exakt wiedergegeben.
TV-Tuner
HD-Satellitentuner: Beim 1. Programm in HD (es handelt sich um eine vom
Sender offensichtlich von SD auf HD hochskalierte Sendung) gefällt die recht
natürliche Farbgebung, allerdings wirkt das Bild nicht übermäßig scharf.
Ruckeln bei horizontalen Kameraschwenks ist ab und zu zu beobachten. Hautfarben
werden ordentlich wiedergegeben, Rauschartefakte werden teilweise ausgefiltert,
was allerdings eine weitere Weichzeichnung des Bildes zur Folge hat. Auf
Flächen wie z.B. Wiesen zeigen sich auch bei aktivierten Rauschfiltern
Artefakte. Bei arte HD mit HD-Ausgangsmaterial gibt der Tuner dann eine richtig
gute Figur ab. Gute Bewegungswiedergabe,, hohe Detailschärfe und angenehme
Gesamtbildschärfe sind lobend hervorzuheben. Die natürliche Farbgebung sorgt
auch hier für Punkte. 3 SAT SD gibt der Tuner recht gut wieder, es fällt zwar
auf, dass das Bild eher weich wirkt, dafür gibt es relativ wenig störende
Artefakte und eine prima Farbwiedergabe ohne große Farbsäume und mit prima
Differenzierung.
Digitaltuner, terrestrisch digital: Auch hier gibt es ein farbechtes Bild in
angenehmer Darstellung. Zwar sind Rauschartefakte sichtbar, diese halten sich
aber in Grenzen. Die Bildschärfe liegt nicht enorm hoch, dafür aber gibt es
auch keine störenden Pixelschleier und Doppelkonturen rund um die gezeigten
Objekte. Leichtes Ruckeln ist auch beim digitalen terrestrischen Tuner vor allem
bei horizontalen Kameraschwenks zu sehen.
Gaming, Need for Speed Carbon, 720p:
Als Plasma für Gamingliebhaber schlägt sich das PS50C679 prima, der
gefürchtete Input Lag ist nur minimal zu spüren, insgesamt werden Befehle
rasch umgesetzt. Der prima Schwarzwert und das tadellose Detaillierungsvermögen
sorgen für Zufriedenheit beim Gamer. Nur sehr anspruchsvolle Enthusiasten
würden sich noch etwas mehr Brillanz und Kontrastdynamik im Detail wünschen -
für die Preisliga aber sind die Qualitäten des Samsung Plasma absolut
lobenswert. Der Straßenbelag wird ebenso präzise wiedergegeben wie Details
links und rechts neben der Fahrbahn. Einzelheiten an den Race Cars
(Tiefbettfelgen, zersplitterte Scheibe nach einem Crash) kommen ausgezeichnet
zur Geltung.
Gesamtnote Bild in Relation zur Preisklasse: Ausgezeichnet -
hervorragend.
Klang
EQ
Einstellbare Dialog-Klarheit
Klang-Einstelloptionen
Für einen Flachbildfernseher dieser Preisklasse kann man sich kaum
beschweren. Klar fehlt es an Bass, leider ist kein Pre-Out zum Anschluss eines
separaten aktiven Subwoofers vorhanden. Sonst aber punktet das Plasma mit guter
Stimmverständlichkeit, gut dosierbarem Equalizer für eigene Justagen und sogar
Anflügen von Räumlichkeit, wenn man die Virtual Surround Funktion im Menü
aktiviert. Die Pegelfestigkeit ist voll befriedigend. Gesamtnote in Relation zur
Preisklasse und Gerätekategorie: Gut - sehr gut.
Konkurrenzvergleich
Panasonic TX-P42GW20: Rund 1500
EUR sind für das erstklassige Panasionic Plasma im 50 Zoll Format (bei uns
im Test: 42 Zoll) zu berappen. Gerade für versierte BD- und DVD-Liebhaber
ein gut angelegter Aufpreis, da das Panasonic-Panel mit einem nochmals
besseren Werten bei Schwarzwiedergabe, Kontrastdynamik im Detail und
24p-Stabilität aufwarten kann. Für Anwender, die in prima Qualität Filme
und TV-Sendungen genießen möchten und Wert auf ein exzellentes
Preis-/Leistungsverhältnis legen, sind mit dem hier getesteten Samsung
allerdings ausgezeichnet bedient.
Sony 46EX4: Mit knapp 800 EUR Marktpreis
ein wahres Schnäppchen - das sehr scharfe Bild und die tolle 24p-Wiedergabe
sprechen für den günstigen Sony. Schwarzwert und Video-EQ allerdings sind
beim Samsung besser.
Samsung UE46C8790: Mit Marktpreisen um
die 2500 EUR spielt Samsungs voll ausgestatteter 3D-LED-LCD in einer ganz
anderen Preisliga. Er offeriert ein bereits im 2D-Betrieb ungemein
plastisches, über alle Maßen scharfes und stabiles Bild und zeigt
deutlich, dass man für deutlich mehr investiertes Geld auch deutlich mehr
geboten bekommt.
Samsung PS50A476P: Damals
(2008) mit einer UVP von knapp 2000 EUR antretend, weist der 50-Zöller
lediglich eine HD ready Auflösung auf. Das Bild wirkt bei weitem nicht so
klar und so scharf wie beim 2010er PS50C679, was neben der deutlich
geringeren Auflösung auch an der weniger leistungsfähigen Bordelektronik
liegt. Schwarzwert und Farbwiedergabe sind beim 2010er Plasma sichtbar
besser.
Fazit
Der PS50C679 offeriert zum günstigen Marktpreis eine exzellente Ausstattung, die vielfältige Multimediaeigenschaften ebenso umfasst wie einen umfangreichen Video-EQ. Mit dem guten Schwarzwert und der hohen Plastizität bekommt der Käufer fürs investierte Geld eine tadellose Bildqualität geboten, die sich insbesondere im Film-Modus bestens entfalten kann. Das Gerät ist sehr hochwertig verarbeitet, die Bedienung ist relativ einfach und komfortabel. Sogar
klanglich schlägt sich der PS50C679 recht ordentlich, so dass man dem
preisgünstigen Plasma gerade für preis-/leistungsbewusste Anwender, die viel
Qualität fürs Geld suchen, eine Empfehlung aussprechen kann.
Ein starkes Bild, eine ausgezeichnete Verarbeitungsqualität
und eine üppige Ausstattung kennzeichnen Samsungs Full-HD-Plasma
50 Zoll-Plasma Einsteigerklasse
Test 05. Juli 2010
+ Sehr gutes Blu-ray-Bild
+ Prima Darstellung von hochkonvertierten 576i-Bildsignalen
+ Tadelloser Schwarzwert
+ Reichhaltige Anschlussbestückung
+ Üppig ausgestatteter Video-EQ
+ Leistungsfähiger Tuner
- Druckpunkte der Fernbedienungs-Tastatur nicht perfekt
Text: Philipp Kind, Carsten Rampacher
05. Juli 2010