Das Testsample wurde uns zur Verfügung gestellt von notebooksbilliger
Schicker Anblick
Fernbedienung
Aufgeräumte Front durch integrierte Klappe - darunter
befinden sich Front AV-Anschluss und weitere Bedienelemente
Mitgeliefertes iPod-Dock
Einführung
Samsung steigt mit dem HW-C500 und dem HW-C700 ins AV-Receiver-Business ein
und möchte dem Establishment ordentlich einheizen - ob dies gelingen wird,
möchten wir genau untersuchen. Zu diesem Zweck haben wir uns den laut UVP 399
EUR kostenden 7.1 Receiver HW-C700 in die Redaktion geholt, dessen
RMS-Gesamtleistung von Samsung mit 840 Watt beziffert wird. Besonderes Merkmal
ist die neu entwickelte digitale Verstärkertechnik Crystal Amplifier Pro. Auch ist der
HW-C700 dank der HDMI 1.4-Anschlüsse für die 3D-Ära gerüstet. Vier Eingänge
und ein Ausgang stehen zur Verfügung. Es kommen noch drei Komponentenanschlüsse
sowie vier herkömmliche digitale Audioeingänge (3 x optisch, 1 x koaxial)
hinzu. Weiteres Kennzeichen der Anschlussbestückung beim HW-C700 ist ein
zweiter Vorverstärkerausgang für den Anschluss von zwei aktiven Subwoofern.
Ebenfalls
im Lieferumfang befindet sich eine iPhone/iPod-Station. Der Samsung
HW-C700 weist selbstverständlich Decoder für die aktuellen HD-Tonformate und
sogar für Dolby PLIIz auf.
Auch ein Einmesssystem ist mit an Bord. Ob Samsungs Angriff auf die
etablierte Konkurrenz gelingt, haben wir im Test überprüft.
Kurzer Überblick per Video
Verarbeitung
Optisch kommt der HW-C700 elegant daher. Die Front sieht nach Aluminium aus, besteht aber, was die "Griffprobe" direkt beweist, aus gut gemachtem Kunststoff. Geschickt nimmt Samsung Stilelemente deutlich teurerer AV-Receiver auf, so befinden sich weniger oft verwendete Bedienelemente unter einer Abdeckklappe, welche ebenfalls aus Kunststoff gefertigt ist und nicht sonderlich stabil erscheint. Das Gerätedisplay zeigt sich informativ, weist aber keine Punktmatrixauflösung auf. Der haptisch angenehme Lautstärkedrehregler eiert etwas, liegt aber gut in der Hand. Auch ist er leichtgängig. Leider erscheint die Lagerung als wenig überzeugend. Die Passungen aus seitlicher Sicht sind ohne Fehl und Tadel. Erfreulich, dass Samsung auch vernünftige Gerätestandfüße verbaut. Sehr gut gefällt uns die mitgelieferte Fernbedienung, die qualitativ über dem legt, was man in der Preisklasse erwarten darf. Zudem ist sie ergonomisch gut gestaltet, die Tasten weisen ordentliche Druckpunkte auf.
Das Geräteinnere würde noch viel Platz für weitere Platinen und andere
Baugruppen hergeben - aufgrund der Tatsache, dass platzsparende digitale
Endstufen zum Einsatz kommen, gaukelt das recht ausladende Gehäuse eine Größe
vor, die aus technischer Hinsicht gar nicht benötigt würde. Somit ist der
Anblick etwas gewöhnungsbedürftig - die vorhandenen Elemente sind aber
ordentlich arrangiert und sauber verkabelt. Gesamtnote in Relation zur
Preisklasse: Gut - Sehr gut.
Bedienelemente unter einer Klappe
Gerätestandfüße
Mitgeliefertes Mikrophon
Optisch sehr schöner Lautstärkedrehregler, dessen Lagerung
aber nicht restlos überzeugt
Saubere Verarbeitung von unten betrachtet
Innenleben - es herrscht viel Leere aufgrund der Tatsache,
dass digitale Endstufen verbaut sind
Innenleben im Detail
HDMI-Platine
Schaltnetzteil
Anschlüsse
Front AV-Eingang, links daneben 6,25 mm Kopfhöreranschluss
und rechts die Buchse fürs Mikrophon
Tadellos - 4 HDMI 1.4 Eingänge. Gut davon abgegrenzt - der
HDMI 1.4 Monitorausgang
Konventionelle analoge Anschlussbestückung - FBAS-Cinch und
Cinch-Audio-Stereo
3 optische digitale Eingänge und 1 koaxialer Eingang
Anschluss fürs iPod-Dock (mitgeliefert)
Der HW-C700 offeriert eine sinnvolle Anschlussbestückung, die
unter anderem vier HDMI 1.4 Eingänge und 2 Komponenten-Videoeingänge umfasst.
Drei optische digitale Eingänge und ein koaxialer Digitaleingang sind ebenfalls
vorhanden. Auch das mitgelieferte iPod-Dock wird hinten angeschlossen. An
herkömmlichen analogen Cinch-Audio- und Videoeingängen hält der Samsung
ebenfalls eine Auswahl bereit. Es fehlt allerdings ein dedizierter Phonoeingang.
Dafür gibt es für Heimkinofreunde gleich zwei Subwoofer-Pre Outs, was für
diese Preisklasse erstaunlich ist. Gesamtnote Anschlüsse in Relation zur
Preisklasse: Ausgezeichnet.
Menü, Setup und Konfiguration
Nicht besonders sensibler Touch-Schalter zum An- und
Ausschalten
Der HW-C700 besitzt kein OSD, daher muss die Justage mittels des Gerätedisplays vorgenommen werden. Die Fernbedienung ist dabei durch die ordentlichen Tastendruckpunkte und die angenehmen Tastendruckpunkte eine gute Hilfe. Das Display des Samsung-AVRs löst relativ grob auf, durch die Größe aber ist es auch aus etwas Distanz ohne Schwierigkeiten abzulesen. Die
Menüstrukturen erscheinen nicht auf den ersten Blick ersichtlich. Es ist eine
kurze Eingewöhnungszeit erforderlich.
Bedienelemente unter der Frontklappe ermöglichen eine
komplette Handhabung aller Funktionen auch direkt am AVR
Einige Faktoren sind uns umgehend aufgefallen:
Lautsprecher-Time Alignment, manuell, 30 cm-Schritte - das geht genauer.
Unpraktisch - Lautsprecherpegel und Testton in getrennten Menüpunkten.
Nur eine global regelbare Crossover-Frequenz (60/80/100/120/150/180/200 Hz,
vermisst wird eine 40 oder 50 Hz Option).
PLIIx: Alle Parameter für PLIIx Music (Panorama, Dimension Control, Center Width) sind vorhanden.
Ovierview Setup
Einmesssystem
Nun kommen wir zum Einmesssystem. Das mitgelieferte Mikrophon ist relativ
klein und bietet leider nicht die Möglichkeit zur Befestigung auf einem
handelsüblichen Fotostativ. Zunächst ist das Mikrophon auf der Vorderseite des
HW-C700 anzuschließen. Die Buchse befinden sich beim Front AV-Eingang unter der
Abdeckklappe im unteren Drittel der Gerätefront. Nach Anschluss des Mikrophons
drückt der Anwender die Taste "ASC" auf der Fernbedienung (alternativ
kann im "Audio Setup" Menü die Option "ASC" angewählt und
von dort aus der Start vollzogen werden). Anschließend muss der Start der
Einmessung mit "Enter" bestätigt werden. Danach startet der nur an
einer Position mögliche Einmessvorgang mit ungewöhnlichen Testtönen - keine
schrägen Signale, sondern Klänge eines (koreanischen?) Marsches erfüllen den
Testraum und versetzen die Testredakteure in Erstaunen. Nach mehreren
Messgängen, die insgesamt knapp 120 Sekunden dauern, ist die Prozedur beendet.
Anschließend nennt der HW-C700 kurz im Display die ermittelten Parameter, um
wirklich eine Überprüfung vornehmen zu können, verschwinden diese aber zu
rasch. Nach dem ersten Hinschauen scheint das Gemessene auf jeden Fall
einigermaßen korrekt zu sein. Auch die Arbeit in der Praxis ist gar nicht
einmal schlecht. Zwar wird den Höhen Brillanz genommen, dafür erscheint das
Klangbild recht einheitlich - homogen zu sein. Weiblichen Stimmen nimmt ASC
etwas Durchzeichnung - dafür kann man aber auch bei hoher Lautstärke
sorgenfrei hören. Im Menü "Audio Setup" kann unter "ASC"
gewählt werden, ob der ASC-EQ anschaltet oder deaktiviert werden soll.
DSPs
Natürlich werden DTS-HD Master Audio, Dolby TrueHD und auch Dolby Pro Logic
IIz neben Dolby Pro Logic IIx und DTS Neo:6 decodiert. Samsung hat zudem eine Vielzahl an DSPs integriert, die man mit der
entsprechenden "DSP" Taste auf der Fernbedienung anwählen kann.
Interessantweise findet sich bei den DSP-Programmen auch der Modus für die
normale Stereowiedergabe, während DTS Neo:6 und Dolby Pro Logic II eine eigene
Taste auf der Fernbedienung spendiert bekommen haben. Die DSPs (bis auf Stereo
werden bei den anderen Programmen alle Lautsprecher des Mehrkanalsetups mit
einbezogen):
Stereo
Hall 1 - Nomen est omen - viel Hall, wenig Brillanz und wenig
Präzision.
Hall 2 - die Räumlichkeit ist kaum schlechter, dafür aber ist weniger
Hall vorhanden und das Ergebnis wirkt etwas authentischer als bei "Hall
1"
Jazz Club: Wenig Hall, relativ direkt, aber trotzdem etwas fade.
Church: Hallig und ohne wirkliche Ausgewogenheit
Rock - zu viel Hallbeimengungen verhindern hier ein besseres Ergebnis.
Stimmen werden zu weit zurückversetzt, die Gesamtpräzision nimmt deutlich
ab.
Classic: Insgesamt etwas zurückgenommen und sensibler als die anderen
DSPs.
Live - recht ausgewogenes DSP ohne störenden Hall, kräftige, direkte
Wiedergabe.
Game - ganz ordentliches DSP für effektintensive PC- und Konsolengames
Movie: Gute Trennung von Stimmen, Soundtrack und Effekten, homogen, aber
etwas fade.
Concert - Auch hier kann man ordentliche Zensuren verteilen, kraftvoll,
räumlich, ohne zu viel Hall macht sich dieses Programm ans Werk und ist
daher durchaus empfehlenswert.
Stadium: Für Live-Sportsendungen ganz gut geeignet.
Hinzu kommt ein Aufpolierer für MP3-Dateien, der mehr Substanz und Klarheit
ins Klangbild bringt. Dieses kann man in Verbindung mit dem mitgelieferten
iPod-Dock einsetzen, welches akustische Signale allerdings nur auf analogem Wege
zum AV-Receiver überträgt. Problemfall ist hier, dass die nicht allzu
überzeugenden D/A-Wandler im iPhone oder iPod verwendet werden müssen,
während man bei digitaler Signalübertragung auf die bessere Wandler im AVR
zurückgreifen kann.
Die Fluggeräusche der Kampfhelikopter klingen kraftvoll, aber etwas blechern. Prima arbeitet der Samsung die Geräusche bei der Kommunikation über Funk heraus. Insgesamt haben Stimmen etwas wenig Substanz. Als plötzlich ein feindlicher Angriff erfolgt, gibt der Samsung die Explosionen kraftvoll wieder, allerdings ist der Tiefgang, typisch für kleinere AVRs, etwas begrenzt - hier arbeitet die Ansteuerung des aktiven Subwoofers nicht perfekt. Verwendet man großvolumige Standlautsprecher, sind die digitalen Endstufen des HW-C700 zwar in der Lage, eine erstaunlich gute Bassperformance bis ca. 40 Hz bereit zu stellen - darunter aber läuft nicht mehr wirklich viel. Die Feuergefechte werden vom Samsung mit Kraft übertragen. Der Absturz der Helikopter und die Explosion der Fahrzeuge auf dem Boden sorgen für einen echten Erlebnisfaktor - der nur durch den insgesamt etwas synthetischen Sound, der etwas Emotion nimmt, leicht gemindert wird. Sehr gut hat uns gefallen, wie der Samsung Stimmen einarbeitet - sie sind ausgezeichnet ins tonale Geschehen integriert. Das lodernde Feuer, in dem letzte Trümmer verbrennen, klingt recht realistisch. Als dann die Spezialeinheit GI Joe massiv ins Geschehen eingreift, werden die Turbulenzen der Kampfereignisse prima dargestellt - der Degen mit seinem metallisch-spitzen Geräusch beim schnellen Ziehen aus der Scheide kommt wirklich gut zum Auditorium. Den MG-Schüssen fehlt es etwas an Fundament, sonst wirken sie dynamisch. Der Music Score kommt räumlich gut zur Geltung.
Blu-ray Stirb Langsam 4.0, DTS-HD Master Audio, Kapitel 1 und 5
Die
Nebengeräusche wie das Tippen auf der PC-Tastatur gehen etwas unter, dafür
präsentiert sich der HW-C700 als Dynamiker, der den Music Score mit Nachdruck
zur Geltung bringt. Stimmen sind gut verständlich und sogar ordentlich
detailliert. Die Einbettung der Stimmen ins tonale Gesamtgefüge ist gut. Die
Game-Geräusche in der Wohnung des Hackers wirken realistisch, die kurz darauf
folgende Explosion hat Nachdruck und Kraft, nur fehlt es etwas an Tiefgang. In
Kapitel 5 punktet der Samsung wiederum mit seinen dynamischen Qualitäten, indem
er die Schusswechsel zwischen McLane und den Killern Gabriels sehr authentisch
wiedergibt. Die leise flüsternden Stimmen von McLane und Farrell ertönen
allerdings etwas oberflächlich. Bis ins Mark geht dafür die Explosion des
Feuerlöschers mit anschließendem Flug eines Gabriel-Schergen aus dem
geschlossenen Fenster. Das Wegspritzen der Glasscherben wird räumlich gut
herausgestellt. Die gesamte Effektgewalt kommt auch durch die tadellose
Verträglichkeit mit hohen Pegeln sehr gut zum Ausdruck. Bei allem wüsten
Geschehen vergisst der HW-C700 auch den Music Score nie und arbeitet diesen mit
tadelloser Wirkung ein.
Blu-ray, Andrea Bocelli, Vivere - Live in Tuscany, Titel "Melodramma", PCM
5.1
Gleich zu Beginn wirkt Andreas Stimme etwas gedämpft - das gilt auch für die läutenden Glocken im Hintergrund. Als dann das Konzert beginnt, stellt der HW-C700 den Dynamiksprung gut dar. Der schön gespielte Flügel klingt besser als erwartet - das gilt erfreulicherweise für das ganze Orchester. Hier sind wir von digitalen Endstufen anderer Geräte deutlich schlechtere Ergebnisse gewohnt. Andreas Stimme erscheint nicht zu spitz und zu grell, sondern ertönt angenehm und homogen. Allerdings vermissen wir die emotionale Ausprägung im Detail. Wiederum gut gelingt die Stimm-/Instrumentaltrennung - der Samsung begeht nicht den Fehler, hier Ebenen miteinander zu vermischen. Die Räumlichkeit ist gut und erscheint weder als zu eng noch als künstlich aufgeblasen.
CD Master Passion Greed, Eva (Nightwish), - Dolby PLII Music vs DTS Neo:6 Music
PLIIx: Der HW-C700 hat einiges an Kraft zu bieten - die digitalen Endstufen stürmen kraftvoll los und erwärmen sich systembedingt nicht. Es fehlt allerdings an Feindynamik, und im Hochtonbereich ist nicht allzu viel Brillanz vorhanden. Grobdynamisch ist das Gebotene recht ordentlich, und der Samsung erscheint auch bei höherem Pegel nicht allzu schrill oder spitz. Bei "Eva" erscheint die Stimmwiedergabe zwar tonal recht ausgewogen, aber dafür etwas synthetisch, die vorhandene Emotion kann nicht vollständig akustisch umgesetzt werden. Gut trennt der HW-C700 Stimm- und Instrumentalanteile. Neo:6:
Das klangliche Gesamterlebnis erscheint fließender, griffiger, in sich
schlüssiger. Der Bass integriert sich besser und neigt nicht, wie bei PLII
Music, zum Poltern. Stimmen und Instrumente werden besser voneinander
getrennt.
CD Blank&Jones - The Singles - The Nightfly - Stereo plus
Vergleich PLIIx Music vs. Neo:6 Music
Mit seiner nachdrücklichen, kraftvollen Wiedergabe hinterlässt der HW-C700
bei diesem Stück bei der Stereowiedergabe eine sehr gute Figur. Es fehlt zwar
etwas an feinen Strukturen, grobdynamisch aber beweisen die digitalen Endstufen
ihr Können und packen mit einer Gnadenlosigkeit zu, die man in so günstigen
Preisklassen nur selten erleben wird. Die Räumlichkeit erscheint hier wirklich
gut, das Timing stimmt - der Bass geht korrekt mit den restlichen Klanganteilen
mit. Verwenden wir nun DTS Neo:6, so arrangiert der HW-C700 eine lebendige
Verteilung des Sounds auf alle Lautsprecher. Nur ein minimal nasaler Einschlag
trübt den ansonsten sehr guten Eindruck. Unter diesem leidet die
Hochtondarstellung etwas. Dass kaum störende Hallelemente vorhanden sind,
begrüßen wir ebenso wie die tadellosen Bass. Bilanzierend ist Samsung hier
eine gute Neo:6 Integration gelungen. PLIIx Music fällt im direkten Vergleich
etwas ab, der Bass neigt zum Poltern und zur Vordergründigkeit, und selbst bei
einer deutlichen Verlegung der Frontklangkulisse vom Center weg auf die beiden
Frontlautsprecher mittels Center Width hat man immer noch das Gefühl, der
Center beteilige sich zu stark am akustischen Geschehen. Auch wirken die Front-/Surround-Übergänge
nicht so fließend.
CD Robbie Williams - Reality Killed the Video Star - Stereo
Kraft und Nachdruck sind klar die Stärken des Samsung, auch die Grobdynamik
überzeugt. Die schon im Mehrkanalbetrieb gemachten Aussagen treffen auch auf
die Stereowiedergabe zu. Der Bass ist auch relativ präzise, reicht allerdings
nicht besonders tief hinunter. Etwas emotionslos erscheint die
Hochtonwiedergabe, die Stimme wirkt nicht 100 % echt, sondern besitzt einen
etwas aufgesetzt wirkenden Charakter. Die Räumlichkeit ist ordentlich, der
Klang löst sich befriedigend vom Lautsprecher- Für Gelegenheits-Stereohörer
reicht das Gebotene ohne Zweifel aus, als wirklich schlecht kann man die
Ergebnisse keinesfalls bezeichnen.
Klangliche Grundparameter
Tonalität: Relativ neutral, mit gering überhöhter Wiedergabe des Bass-
und des oberen Mitteltonbereichs. Leicht synthetischer Klangeindruck,
bedingt durch die digitalen Endstufen.
Hochtonbereich: Nicht allzu brillant, aber bei hochfrequenten massiven
Effekten mit dem richtigen Maß an Schärfe und Prägnanz.
Mitteltonwiedergabe: Ordentlich, aber nicht sensationell. Die Anbindung an
Hochtonbereich auf der einen und Tieftonbereich auf der anderen Seite
könnte noch fließender sein.
Bassbereich: Enorm kraftvoll, sehr gutes Volumen, ordentliche Präzision
und voll befriedigender Tiefgang.
Grobdynamik: In dieser Disziplin erzielt der Samsung ausgezeichnete
Bewertungen - er entfaltet gerade im Filmtonbetrieb eine massive
Dynamikwelle, die für diese Preisliga erstaunlich ausgeprägt ist.
Feindynamik: Hier besteht etwas Nachholbedarf. Kleine Dynamikunterschiede
werden nicht immer erfolgreich erkannt.
Räumlichkeit: Gute Räumlichkeit mit tadelloser Ausprägung des
Surroundbereiches.
Stimmwiedergabe: Hohe Verständlichkeit. Stimmen fehlt es aber etwas an
Ausformung und charismatischer Darstellung.
Pegelfestigkeit: Hoch liegende Pegelfestigkeit, für die Preisklasse
hervorragend.
Konkurrenzvergleich
Onkyo TX-SR608: Der Onkyo ist mit einem
Marktpreis von rund 480 EUR der aktuelle Überflieger in der Preisliga bis
500 EUR, an ihm müssen sich derzeit die Konkurrenten messen. Bezüglich
Grobdynamik und Pegelfestigkeit kommt der HW-C700 schon nahe heran. Mit
Top-Videoausstattung, sehr guter Feindynamik, tonal äußerst gekonnter
Auslegung, überragender Verarbeitung und sehr gutem Bedienkonzept aber
hält der Onkyo auch den Newcomer von Samsung auf Distanz. Der HW-C700 kann
noch seinen günstigeren Preis in die Waagschale werfen.
Pioneer VSX-520: Obwohl preiswerter als
der HW-C700, hält der Pioneer nicht nur mit, sondern kontert den Samsung in
den Disziplinen Feindynamik, Räumlichkeit und Basspräzision sogar aus.
Dafür muss der Pioneer bezüglich der Pegelfestigkeit eine Niederlage
hinnehmen, denn gegen die digitalen Endstufen des Samsung AVRs ist in diesen
Preisregionen kaum ein Kraut gewachsen. Zudem bringt der HW-C700 für einen
humanen Mehrpreis gleich sieben Endstufen mit.
Yamaha RX-V765: Für knapp über
500 EUR Marktpreis sind letzte Posten des 2009er Yamaha Erfolgsmodells noch
zu haben. Für den Kaufpreis bietet der Yamaha tolle DSP-Programme, eine
neutrale Auslegung und eine prima Videosektion. Wer viel DSP-Power möchte
und weniger Wert auf HDMI 1.4 legt (als 2009er Modell hat der 765 noch
HDMI 1.3 Anschlüsse), ist mit dem Siebenkanal-Yamaha, der feiner, frischer
und authentischer aufspielt als der HW-C700, gut bedient. Für den Samsung
sprechen PLIIz, HDMI 1.4 und die höhere Pegelfestigkeit.
Gesamtnote Klang in Relation zur Preisklasse: Sehr gut.
Fazit
Der Samsung HW-C700 ist ein optisch sehr attraktiver und modern
ausgestatteter AV-Receiver, der sich mit sieben Endstufen, vier HDMI
1.4-Eingängen und Dolby TrueHD/DTS-HD Master Audio-Decoding als nahezu
vollwertige Heimkinoschaltzentrale präsentiert. Sogar zwei
Subwoofer-Vorverstärkereingänge sind vorhanden. Allerdings gibt es keine
Videofunktionalitäten, und auch ein OSD vermissen wir. Die hochwertige
Fernbedienung kann voll bei uns punkten, während die Menüführung noch
Spielraum für Verbesserungen lässt. Akustisch gefallen Kraft
und Grobdynamik, allerdings erscheint das Klangbild, bedingt durch die
eingebauten digitalen Endstufen, etwas synthetisch. Insgesamt aber ist
Samsungs Versuch, im AV-Receiver-Business Fuß zu fassen, als Erfolg
versprechend einzustufen. Besonders die Pegelfestigkeit ist sehr zu loben - hier
muss der HW-C700 kaum Konkurrenz fürchten.
Optisch eleganter Siebenkanal-AV-Receiver, der durch
Pegelfestigkeit und moderne Ausstattung überzeugen kann
AV-Receiver untere Mittelklasse
Test 12. Mai 2010
+ Sehr pegelfest
+ Ausgezeichnete Grobdynamik
+ PLIIz mit an Bord
+ Vier HDMI 1.4-Eingänge
+ Zwei Subwoofer-Vorverstärkerausgänge
+ Ordentliches Einmesssystem
+ iPod-Dock im Lieferumfang
- Klang etwas synthetisch
- Verbesserungspotential bei der Feindynamik
- Kein OSD
Test: Carsten Rampacher
Fotos: Sven Wunderlich
12. Mai 2010
Technische Daten
Artikelname HW-C700
Unverbindliche Preisempfehlung 399,00 €
Ausstattung Ausgangsleistung RMS (Watt) 840 W
System / Kanäle 7.2
Crystal Verstärker Pro ja
Auto AV Sync ja
Videoausgabe Deep Color & xvYCC ja
Audioausgabe Smart Volume ja
MP3 Klangoptimierung iPod Modus
Anzahl DSP Effekte (Digital Signal Prozessor) 12
Auto Sound Calibration (ASC) ja
Lip Sync 0 ~ 200 ms
Dolby Digital ja
Dolby Pro Logic II ja
Dolby Pro Logic IIx ja
Dolby Pro Logic IIz ja
Dolby Digital EX ja
Dolby Digital Plus ja
Dolby TrueHD ja
DTS ja
DTS ES Discrete 6.1 ja
DTS 96/24 ja
DTS-HD ja
DTS Neo 6 ja
Konnektivität und Anschlussmöglichkeiten Anynet+ (HDMI™-CEC) ja
iPod kompatibel ja
iPhone kompatibel ja
iPod Station inklusive ja
HDMI™ Standard 1.4 mit 3D Unterstützung ja
Anzahl HDMI™ Eingänge / Ausgänge 4 / 1
Anzahl Composite Videoeingänge 4
Anzahl Komponenten (YUV) Eingänge/ Ausgänge 2 / 1
Anzahl Digital Audioeingänge (optisch / koaxial) 3 / 1
Analoge Audioeingänge 6
Multi-Kanaleingänge 8
Kopfhörerausgang ja
Tuner FM ja
RDS ja
Gewicht (kg) Steuereinheit 6,0
Abmessungen (B x H x T) mm Steuereinheit 430 x 164 x 368
Bruttomaße inkl. Verpackung 521 x 231 x 465
Zubehör Fernbedienung ja
ASC Mikrofon ja
Batterien ja
FM Antenne ja