TEST: 2.1 Blu-ray Komplettanlage Pioneer BCS-FS500 - Top
Kombination aus bildstarkem BD-Player und solider Akustik
13.02.2010 (phk)

Einführung
Für rund 480 Euro Marktpreis lässt sich das Pioneer
Komplettsystem BCS-FS500 erwerben, das 2.1 System mit Blu-ray Player und im
Lieferumfang enthaltenen iPod-Dock soll die schwachbrüstigen Lautsprecher von
Flachbildschirmen mit Klangstärke ersetzen aber trotzdem das Wohnzimmer nicht
gleich in ein Heimkino verwandeln. Das 300 Watt starke Ensemble kann auf 1080p
hochskalieren, TrueHD und DTS-HD Master Essential Dekodierung und kann via USB
Fotos, Musik und Videos abspielen und BD-Live. Die integrierte RDS Radiofunktion
soll nur durch die Bedienung am Grundgerät problemlos funktionieren und auch
ohne TV ihren Dienst tun. Die Praxisleistungen des Pioneer haben wir im
folgenden Bericht überprüft.
Verarbeitung

BD-Player solo Front

Bedienelemente stationär

Display

Grundgerät Unterseite

Gummierter Standfuss

Remote im Leder-Look
Das Pioneer Hauptgerät ist ein Vollmantelgehäuse mit
Frontblende aus Kunststoff. Die Ummantelung ist sehr gut eingepasst, der
Übergang zur Blende ist sauber. Die Klappe vor der Laufwerkslade weist auch
beim Herausfahren keine groben Spalte auf sitzt perfekt in der Blende. Die
Anschlüsse auf der Rückseite sitzen fest, die Lautsprecher-Terminals sind
allerdings nur Klemmanschlüsse. Die stationären Touch-Bedienelemente reagieren
sofort, bei Dunkelheit fällt die Bedienung aber durch fehlende Beleuchtung ein
wenig schwer. Die Fernbedienung im Leder-Look liegt gut in der Hand, hat ein
sinniges Layout und einen ordentlichen Tastendruckpunkt, eine Beleuchtung gibt
es aber ebenfalls nicht.

Satelliten-Lautsprecher

Standfüsse

Lautsprecher-Klemmanschlüsse

Stabile Halterung

Subwoofer

Leicht gerundete Kanten

Anblick von unten "Down-Fire"-Sub

Subwoofer offen

Innenansicht Subwoofer
Die Satelliten-Lautsprecher machen einen stabilen Eindruck,
trotz der nicht allzu großen Standfüße besitzen sie guten Halt. Das
Hochglanz-Finish vorne ist nicht immens tief, wirkt aber sauber. Die
Lautsprechergitter lassen sich nicht abnehmen und die Anschlüsse sind wie am
Grundgerät nur Klemmen. Der Subwoofer ist partiell sehr gut verarbeitet, die
Platte oben schließt sauber ab und das schwarze Finish ist ordentlich. Weniger
gut gefällt es uns zu den Füßen hin, diese sind komplett aus Kunststoff und
wirken nicht sehr hochwertig. Gesamtnote Verarbeitung in Relation zur
Preisklasse: Ausgezeichnet.
Anschlüsse

Grundgerät
Fazit
Üppig bestückt mit zwei HDMI-Eingängen ist das Pioneer
Produkt für ein Komplettsystem mehr als praxisgerecht ausgestattet, TOSLINK und
Digital Coxial Eingänge stehen ebenso zur Verfügung. Der iPod-Dock-Eingang
ist eine besondere Erwähnung wert, da das iPod-Cradle im Lieferumfang
beiliegt. Ein Ethernet-Eingang für die Netzwerkverbindung und BD-Live Funktion
ist natürlich vorhanden, der USB-Slot für die Multimedia-Anwendungen befindet
sich an der Vorderseite. Gesamtnote Anschlüsse in Relation zur Preisklasse:
Ausgezeichnet.
Konfiguration, Setup und Bedienung

Home-Menü
Hauptmenü
-
Spielfilm
-
Foto
-
Musik
-
Setup
Unter Spielfilm kann bei eingelegten Medien USB für
Videowiedergabe oder Blu-ray ausgewählt werden, Foto und Musik ist
ausschließlich bei gedocktem USB anwählbar.
Setup

Anzeige-Menü

Einstellung Auflösung
Anzeige
-
Bildformat: 4:3 P&S, 4:3 Original, 16:9 Original, 16:9
Vollbild
-
Auflösung: max 1080p (HDMI)
-
1080p-Anzeige: 24Hz/50Hz
-
HDMI-Farbeinstellungen: YCbCr
Sprache
-
Anzeigemenü
-
Disc-Menü
-
Disc-Audio
-
Disc-Untertitel
Lautsprecher-Setup
Audio
Sperre
-
Kennwort
-
DVD-Einstufung
-
BD-Einstufung
-
Ländercode
Netzwerk

Verschiedene Skins
Weitere
Das OSD ist freundlich gehalten und dank der verschiedenen Skins
auch für Individualisten akzeptabel. Die Navigation verläuft größtenteils
selbsterklärend und wichtige Einstellungsmöglichkeiten werden schnell
gefunden. Das Lautsprecher-Setup ist natürlich nicht das ausgefeilteste, für
diese Preisklasse aber ausreichend. Die Verbindung mit dem Netzwerk stellte uns
bei aktiviertem DHCP vor keinerlei Hindernisse. Gesamtnote in Relation zur
Preisklasse: Hervorragend.
Laufwerk, Ladezeiten und Betriebsgeräusche

Einlesezeiten:
Layerwechsel:
-
Top Gun DVD, Kapitel 17 auf Kapitel 18: Sehr gut. Leider
muss bei den meisten BD-Playern noch eine kurze Wartezeit von bis zu über 1
Sekunde hingenommen werden. Das ist zwar eigentlich nicht mehr tragbar,
dennoch können wir durch diese Tatsache den Zuspieler des Pioneer
Komplettsystems loben. Völlig ohne Pause schafft es zwar auch der Pioneer
nicht, trotzdem ist die Verzögerung nur sehr kurz. Wer im richtigen Moment
blinzelt, wird nichts mitbekommen.
Die Konkurrenten:
Pioneer BDP-320
Pioneer BDP-LX52
Fazit Im Vergleich zu den
hausinternen Kollegen macht der Blu-ray Player der Komplettanlage eine tolle
Figur, besonders im BD-Betrieb ist eine deutliche Geschwindigkeitssteigerung zu
erkennen. Sogar der Layerwechsel, bedenkt man die bisher bewerteten mageren
Leistungen, ist ein Lob wert. Sehr gut ist der Geräuschpegel des Grundgerätes,
das Laufwerk ist nicht zu hören und selbst der eingebaute Lüfter stört den
Nutzer in keinster Weise. Gesamtnote Einlesezeiten und Betriebsgeräusch in
Relation zur Preisklasse: Ausgezeichnet - Hervorragend.
Multimedia-Features

Photowiedergabe von USB
USB
Via USB können wir verschiedene Mediadaten zur Wiedergabe mit
dem Pioneer System zuführen. Ist das Medium angeschlossen können wir unter
Aufruf des Home-Menüs mit der Fernbedienung zwischen Foto/Musik und Spielfilm
wählen und gelangen so in eine Ordnerübersicht des USB-Speichers, wie gewohnt
sind nur die jeweiligen Mediendaten anwählbar. JPEGS jeglicher Größe konnten
wir als Bilddateien unter Foto ohne Verzögerung und Probleme wiedergeben, es
lässt sich außerdem eine Diashow mit Musikunterlegung und weiteren
Zoom-Funktionen starten. Ähnlich unter "Musik", unsere ausgesuchten
MP3-Dateien wurden alle kompromisslos abgespielt. Zu guter Letzt die
Videofunktion: Hier wurden wir mit einer größeren Formatvielfalt überrascht
als erwartet, neben der angegebenen DiVX-Wiedergabe waren wir in der Lage mit
dem Pioneer System einen Quicktime *.mp4 HD-Trailer abzuspielen und zusätzlich
eine 1080i HDTV-Aufnahme in MPEG im TS-Container wiederzugeben. Unsere
verwendeten USB-Sticks waren ein NTFS-formatiertes 16 GB PNY und ein FAT32
formatierter 4 GB von Sony.
BD Live
Die BD-Live Funktion konnten wir erst nach mehreren Anläufen in
Gang bringen. Obwohl das Pioneer Gerät im USB-Betrieb NTFS formatierte
Datenspeicher erkennt und annimmt, muss während der BD-Live Nutzung ein FAT
bzw. FAT32-formatierter Datenspeicher verwendet werden. Zudem muss das
verwendete Gerät über einen freien Speicher von mindestens 1 GB verfügen.
Sind all diese Voraussetzungen erfüllt werden die herunterladbaren Inhalte je
nach Internetverbindung schnell geladen und können wiedergegeben werden. Als
Test-Disc diente Transformers.

iPod-Dock
Pioneer legt dem 2.1 System gleich ein iPod-Dock bei. Das Dock
muss am korrekten Anschluss auf der Rückseite angebracht werden und ist dann
sofort betriebsbereit. Wir haben die Funktion mit einem iPhone überprüft und
können nichts negatives attestieren. Das iPhone 3GS wurde sofort erkannt und
konnte mit der Fernbedienung des Pioneer Sets bedient werden. Auf dem iPhone
befindliche Musik und Videos wurde problemlos abgespielt.
Fazit
Die USB-Funktion des Pioneer Systems ist umfangreicher als
beworben und gefällt durch formatreiche Wiedergabe in der Videosektion.
Erfreulich ist auch die korrekte Wiedergabe von NTFS-formatierten
Datenspeichern, nur FAT32 zu akzeptieren ist unserer Meinung nach nicht mehr
zeitgemäß. Werden alle Kriterien erfüllt, ist auch die BD-Live Funktion ein
Kinderspiel, hier wird aber nur FAT32 akzeptiert und mindestens 1 GB freier
Speicher müssen auf dem USB-Stick vorhanden sein. Neben diesen Funktionen kann
das Pioneer Set auch FM-Radio wiedergeben, und das ganz ohne angeschlossenen TV.
Das Display ist mit ausreichend Informationen versorgt und dient der kompletten
Bedienung. Gesamtnote Multimedia in Relation zur Preisklasse: Hervorragend.
Testequipment
Bild
Blu-ray
Indiana Jones and The Kingdom of the Crystal Skull, Kapitel 1+2, 1080p/24
Während das Auto bereits auf den Hügel des Erdmännchens mit
vernichtender Geschwindigkeit angeschossen kommt, können wir noch die
ausgezeichnete Bildplastizität an den herabfallenden Erdkörnern und die feine
Detaillierung der Fellhaare beobachten. Das in die Jahre gekommene Automobil der
jungen Pärchen vor dem Canyon-artigen Hintergrund der Rockies wird sauber und
ruhig aufs Display transportiert, die herausgearbeitete Bildtiefe ist bezüglich
der Preisklasse immens und überzeugt durch eine 3-dimensionale Darstellung auch
der hinteren Ebenen. Die ausgelassenen Junggebliebenen treffen auf einen
Militärkonvoi und fordern die Milizen zu einem Rennen heraus, wir können an
der Darstellung der verschiedenen Geschwindigkeiten keine Schwachpunkte
ausmachen und verfolgen eine zitterfreie Rallyfahrt, auch das ruckartige
Ausweichen des Zivilfahrzeugs neben die Straße hat keinen negativen Einfluss
auf das Bildgeschehen. Beim Abknicken des Konvois in die militarisierte Zone ist
ein kurzes Zucken der "Café-Leuchtreklame" zu erkennen, die tadellose
Darstellung des Leuchtschildes gelingt aber nur hochwertigen Blu-ray Spielern.
Die verschiedenen Tiefenebenen sehen wir erneut sehr schön, als die Milizen die
Wachen der AREA 51 erschießen und die Militärbasis übernehmen, ebenso können
die unterschiedlichen Grüntöne der Uniformen problemlos unterschieden werden,
zwei der Uniformen wirken neuer und weniger ausgewaschen als die drei übrigen
leicht gräulich erscheinenden Kleidungsstücke.
Casino Royale, Kapitel 2, 1080p/24
Bildstark kennen wir die Japaner schon immer, das jetzt aber
auch bei Komplettsystemen derart überzeugende Performance geboten wird haben
wir nicht erwartet. Zu Beginn des zweiten Kapitels und dem Schwenk über die
Menschen in der Kampfarena ist die 24p-Stabilität nicht anders als hervorragend
zu bezeichnen. Selbst im Zusammenspiel mit unserem Bildriesen
gefällt das Pioneer Komplettsystem mit einer tadellos ruhigen Bildwiedergabe.
Sofort sticht auch die tolle Plastizität und Bildtiefe ins Auge. Die Autoreifen
im äußeren Bereich, besonders gut im linken oberen Bereich zu erkennen, wirken
3-dimensional, ebenso plastisch wirken die Schatten bringenden, durchhängenden
Laken. Das Grün der Palmen ist nicht überspitzt, auch die Hauttöne der
Protagonisten verschiedener Abstammung gelingen sehr gut. In einer der nächsten
Szeneneinstellungen sehen wir 007 an einem schwarzen Holzbalken lehnend, die
Struktur zeichnet sich auf dem verbrannten Holz noch sauber ab,
Schwarz/Grau-Differenzierung erledigen die internen Konkurrenten von Pioneer
einen Tick besser, auch die Hautstrukturierung im Nackenbereich ist nicht
exzellent. Während der Verfolgungsjagd durch den Dschungel bleiben Bild und
Linien stabil und sorgen für eine spannende Verfolgungsjagd ohne Verzerrungen,
Objektzittern und Ghosting. Auf der Baustelle angekommen kommt das Rostrot des
Rohbaus schön zur Geltung. Oben angekommen zeigt der Blick auf die zerstörte
Baustelle am Boden und der Kräne vor dem Ozean eine gute Tiefenstaffelung.
DVD
Star Wars Episode III, Kapitel 1+2, Upscaling/DeInterlacing 576i
-> 1080p
Mit einer enormen Anzahl Sterne befüllt der BD-Player des
BCS-FS500 unser Panasonic Display, der Star Wars-Laufschrift fehlt allerdings
noch der letzte Schliff an sattem Gelb, zu den Rändern hin bleicht es hier
etwas aus. Der Intro-Text läuft durchschnittlich ruhig nach hinten ab und kommt
beinahe komplett ohne Wellenbewegungen aus, jedoch zittern die Buchstabenränder
etwas, so dass leichte Unruhe entsteht. Nach dem Ende der Schrift und der
Schwenk auf den Zerstörer bleiben die Linien des Raumschiffes sauber und auch
die rote Schiffsbemalung kommt ohne MPEG-Rauschen aus. Die Jäger von Obi-Wan
und Anakin Skywalker passieren das Heck des Zerstörers, im Schatten liegende
Details des Sternenschiffes sind gut strukturiert und die verschiedenen
Kontrastebenen absolust sauber differenziert. Die schnellen Manövrieraktionen
der kleinen Schiffe können wir ohne jegliche Artefakte beobachten, selbst die
Objektkanten bleiben komplett ruhig. Nach dem Abknicken und dem Blick auf unten
nach Coruscant zeigen die verschiedenen Schiffe ausgezeichnete Plastizität und
zeigen die unterschiedlichen visuellen Ebenen des Planeten tadellos. Danach
eröffnet sich ein manövrierfreudiges Kampfgeschehen mit mehreren Schnitten zu
Portraitaufnahmen der Protagonisten. Schärfegrad und Gesichtsdetails sind im
Vergleich zu anderen Komplettsystem auf überdurchschnittlich gutem Niveau.
Konturen und Barthaare sind tadellos differenzierbar, ebenso die Hauttöne
wirken authentisch und nicht überzogen. Als die Buzz-Droiden Obi-Wan angreifen
und in Bredouille bringen können wir keine erhöhte Unruhe feststellen, selbst
bei einer höheren Anzahl an bewegten Objektkanten bleibt die Pioneer Lösung
ruhig.
AVEC Professional Test DVD
-
Laufschriften in verschiedenen Geschwindigkeiten vor
farbigem Hintergrund: Spitzenleistung für das Pioneer Komplettsystem.
Saubere Darstellung, lediglich in der letzten Geschwindigkeit ist die
Ausprägung von Artefakten etwas zu stark. Leichtes Kantenzittern ist in
jeder Geschwindigkeit zu erkennen, der Lauftext erscheint aber besonders im
Vergleich mit anderen System sehr sauber und ruhig.
-
Schwingendes Pendel: Auch hier eine gute Präsentation.
Erste und zweite Ebene der farbigen Balken wird tadellos ausdifferenziert
und wir stellen keine groben Verschiebungen der innenliegenden Markierungen
fest, erst im untersten Bereich des Pendels sind leichte Verwaschungen
sichtbar. Die Linie bleibt bis hin zur Spitze souverän.
-
Stadtbild Esslingen: Das Stadtbild von Esslingen mindert die
Leistung der Pioneer Anlage kaum. Ruhig und stabil sehen wir die Kamerafahrt
über die Dächer der Stadt, minimales MPEG-Rauschen um den Glockenturm und
die roten Dachfassaden ist zwar zu sehen aber hält sich sehr bedeckt. Das
Grün wirkt satt ohne zu strahlend zu wirken, Strukturierung der
Rasenfläche und Pflasterwege sind auszumachen.
Fazit Bild Bezüglich der
Bildqualität haben wir im Bereich Einsteiger-Komplettsets selten etwas besseres
gesehen. Sowohl im Blu-ray Betrieb mit hoher 24p-Stabilität, Farbdynamik und
Plastizität, aber ebenso bei der DVD-Wiedergabe mit guter Bildruhe, ruhigen
Objektkanten und hohem Detailgrad sticht das Pioneer Grundgerät die Konkurrenz
aus. Gesamtnote Bild in Relation zur Preisklasse: Hervorragend - Perfekt.
Klang
Andrea Bocelli BD
Die Erzählstimme zu Beginn des Vivere Konzerts wirkt gut
ausnuanciert und authentisch, den Pioneer Satelliten fällt es verhältnimäßig
leicht Umgebungsgeräusche wie Vögelgezwitscher und Kirchenläuten mit ins
Geschehen einzubeziehen. Bei Beitritt in die toskanische Landschaft
eingelassenen Theatro del Silenzio schafft der passive Subwooofer
erwartungsgemäß keine perfekte Leistung, versucht den kraftvollen Paukenschlag
aber druckvoll zu modellieren, viel Tiefgang ist nicht herauszuholen. Die
Stimmwiedergabe Bocellis überrascht uns positiv, trotz Fehlen des
Center-Lautsprechers erleben wir eine charakteristische und stimmige
Vokalwiedergabe. Der Hochtonbereich driftet ein wenig ins warme, ist aber gut
ausgeprägt. Der dumpfe Schleier, der sich oft über den Mittel- und
Hochtonbereich diverses Komplettanlagen legt, ist hier nicht zu finden. Das
Pioneer Set verfügt über verschiedene DSPs, "Concert" hat aber hier
eher negativen Einfluß und versieht die Klangkulisse mit unnatürlichem Hall.
The Dark Knight BD
Der passive Subwoofer des Pioneer Systems leistet einen
souveränen Einklang zum Batman-Sequel, etwas zu lang aber druckvoll wirkt der
zweite Paukenschlag. Trotz fehlendem Center wird eine glaubwürdige
Surround-Bühne aufgebaut. Die Pumpgun-Schüsse von William Fichtner sind in
Ordnung, hier geht natürlich noch etwas mehr, dennoch wird das unterschwellige Grummeln
vom Pioneer
Subwoofer mit etwas Zurückhaltung bewältigt. Das
Fehlen der Rears kann natürlich nicht ganz ausgemerzt werden, Räumlichkeit und
Weite der Bühne gehen verloren. Trotz der Einschränkungen fühlt sich der
Zuschauer im Geschehen und wird durch gute Grobdynamik und eine klare
Klangkulisse erfreut, selbst bei etwas höherem Pegel bleibt die Kombi
souverän.
Fazit Klang
Dynamisch und impulstreu geht die Kombination aus Satelliten und
Subwoofer zur Sache. Der passive Subwoofer verrichtet gute Arbeit mit Abstrichen
bei Tiefgang und Feindynamik im unteren Bereich. Positiv bewerten wir
Stimmwiedergabe und Hochtonbereich, der sich nicht zu warm und dumpf
präsentiert. Das Fehlen der Rears kann natürlich nicht vollkommen ignoriert
werden, Bühnenstaffelung und Surround-Feeling sind aber gegeben und binden den
Zuschauer ins Geschehen ein. Gesamtnote Klang in Relation zur Preisklasse:
Ausgezeichnet.
Konkurrenzvergleich
Panasonic SC-BTX70: Das
Panasonic 2.1 System begeistert ebenfalls durch ein ansprechendes OSD und einer
komfortablen Bedienung, auch das Betriebsgeräusch steht dem guten Lüfter des
BCS-FS500 in nichts nach. Die Bildgüte des Panasonic Players ist schon auf
hohem Level, Plastizität und Tiefenwirkung erscheint beim Pioneer noch etwas
ausgeprägter. In puncto Verarbeitung liegt das Pioneer eine Nasenspitze vorne,
wie beim Panasonic Set fehlt es leider am Subwoofer etwas zur Liebe am Detail.
Samsung: Die HT-BD7200 muss sich vor allem bezüglich der
Multimedia-Features nicht verstecken. Sogar zwei USB-Slots stehen zur
Verfügung, auch Samsung legt ein iPod-Dock direkt bei. Zusätzlich steht bei
der Samsung Kombination Bluetooth zur Verfügung. Im DVD-Betrieb ist das
Laufwerk des Samsung Sets etwas schneller, bei der Bildqualität kann es
allerdings nicht mithalten. Der Pioneer Player zieht mit höherer
24p-Stabilität klar davon. Akustisch gibt es ein Patt mit Tendenz zur Pioneer
Anlage, vor allem im Hochtonbereich können die Bio Kelp Speaker von Samsung
nicht mithalten.
Fazit

Das Pioneer BCS-FS500 besticht vor allem durch den im Set
befindlichen Blu-ray Player. Das Bildwiedergabegerät zum kleinen Preis macht
sogar den dedizierten Playern aus dem eigenen Hause Konkurrenz und begeistert
auch in Verwendung mit hochwertigen Display wie z.b. unserem Panasonic TX-P54Z1E
mit hoher 24p-Stabilität, Bildruhe und Plastizität. In der Tat finden sich
vehemente Schwächen am Zuspieler nur schwer, hier ließe sich nur der Kontrast
anführen. Eine Steigerung erreicht man hier aber auch nicht mit Playern von
äquivalenten Komplett-Sets sondern sollte sich in dedizierten Regionen umsehen.
Nicht nur bei Blu-ray Medien macht Pioneer eine gute Figur, auch in der
Upconversion auf 1080p sehen wir ausgezeichnete Ergebnisse. Hier muss das Gerät
zwar aufgrund der schwächeren Bildruhe ein paar Federn lassen, dennoch ist die
erbrachte Leistung auf hohem Niveau. Die Multimedia-Features sind sehr gut, ein
SD-Kartenslot ist nicht vorhanden dafür begeistert die Formatvielfalt im
Video-Bereich und das beigelegte iPod-Dock. Klanglich kann sich das Set
problemlos mit anderen 2.1 Systemen messen und sogar in der Stimmwiedergabe und
im Hochtonbereich punkten, der passive Subwoofer verrichtet ordentliche Arbeit.
In der Preisklasse um die 500 Euro ist das Pioneer BCS-FS500 zweifelsohne eine
tadellose Wahl und bezüglich Verarbeitung und besonders der hohen Bildgüte im
Einsteigerbereich auf Referenz-Niveau.
Hohe Bildqualität und guter Klang zum fairen Preis
2.1 Blu-ray Komplettsysteme Einsteiger (Marktpreis)
Test: 13. April 2010
+ Exzellente Bildqualität
+ solide akustische Leistungen
+ Multimedia-Features
+ iPod-Dock liegt bei
+ Leiser Betrieb
- Kein Video-EQ
Technische Daten: www.pioneer.de
Test: Philipp Kind
Datum: 13. April 2010
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