TEST: Panasonic 3D-Plasma TX-P46VT20 mit 3D Blu-ray "Avatar" als Quellmaterial

08. Dezember 2010 (cr)

Einführung

Wir haben bereits den Panasonic TX-P42VT20 mit 3D-Bildwiedergabe sowie der Umwandlung von 2D- in 3D-Bildsignale ausführlich getestet. Da aber ein größeres Panel – auch wenn es nur 4 Zoll mehr sind – manchmal für andere Bildeindrücke sorgt, haben wir den TX-P46VT20 nochmals auf seine Bildqualitäten hin untersucht. Was der Plasma-TV für 2099 EUR (UVP) aus visueller Perspektive leistet, steht im folgenden Bericht.

Kurzer Überblick

Anschlussauswahl hinten

Anschlussauswahl seitlich

Fernbedienung

Lüfter

Bezüglich der meisten Eigenschaften – Verarbeitung, Anschlüsse, Konfiguration, Multimedia, Klang – entspricht der TX-P46VT20 dem kleineren Modell, wir haben hier trotzdem nochmals eine Zusammenfassung wichtiger Eigenschaften angefertigt, so muss der Leser nicht erst zum Test des TX-P42VT20 wechseln. 

Der 6VT20 bietet wie seine „Geschwister“ eine sehr gute Verarbeitung, wirkt optisch allerdings relativ schlicht. Die mitgelieferte Fernbedienung ist eine „alte Bekannte“ und garantiert einen relativ einfachen Umgang mit dem TV. Hinten sichtbar sind einige Lüfter, die sicherstellen, dass der TV nicht überhitzt. Sie gehen ihrer Arbeit erfreulicherweise sehr leise nach. Schnell ist der Fernseher konfiguriert, der eingebaute Multituner mit HD-Support unterstützt DVB-S, DVB-T sowie DVB-C. Auch ein normaler analoger Kabeltuner ist eingebaut. Mit übersichtlichen Menüs ist das Thema automatische Sendersuche schnell erledigt. Die Bildeinstellungen werden zahlreicher, wenn man zuvor im Menü „Setup“ die „erweiterten Einstellungen“ aktiviert. Dann kommen die beiden Bildprogramme „Professionell 1“ und Professionell 2“ hinzu. Im Video-EQ ist dann neben einer Gammakorrektur auch ein Weißabgleich (Weiß + Grau R/G/B Abgleich getrennt möglich) und ein Farbabgleich (Farbton + Sättigung R/G/B einzeln einstellbar) verfügbar. Ansonsten erfreut der Video-EQ mit sehr gut gemachten Bildprogramme. Schon das Standardprogramm ist für die meisten Anwendungen tadellos, für 2D-Filme ist das sehr kinogerechte, augenfreundliche THX-Bildprogramm top geeignet. Es ist im 3D Betrieb nicht anwählbar, hier setzt man am besten auf den Modus „TrueCinema“. Wandelt man von 2D nach 3D, so sind drei Effektstufen verfügbar, wir raten zur mittleren. 

Panasonics Intelligent Frame Creation, im Setup bei den „Anderen Einstellungen“ zu finden, ermöglicht besonders flüssige Bewegungsabläufe. Für native FullHD-Darstellung ist im Menü „andere Einstellungen“ auf der 16:9 Overscan zu deaktivieren. Im selbigen Menü findet sich auch ein aktivierbarer Energiesparmodus. Anschlussseitig ist die Bestückung hervorragend. Der TX-P46VT20 gewinnt durch den beliegenden, per USB anzuschließenden WLAN-Adapter weiter an Profil. 

Natürlich gibt es auch eine normale Netzwerkbuchse für die Einbindung in kabelbasierte Heimnetzwerke. Vier HDMI-Eingänge entsprechen dem Standard der Preisklasse. Es sind für den Anschluss älterer Peripherie auch 2 Scartbuchsen vorhanden, selbstverständlich fehlt auch ein analoger Videokomponenteneingang nebst 2-Kanal-Stereoeingang nicht. Multimediale Stärke zeigt der VT20 durch SD-Cardreader und USB-Slot. Damit sind wir schon beim nächsten Thema – Multimedia. Mit Viera Tools – als Direktwahltaste auf der FB vorhanden, kann der User direkt alle Multimedia-Power des Plasma handhaben. Neben der Viera Link Control kann direkt auf Bilder, Musik und Videos zugegriffen wweden, die sich auf angeschlossenen SD- oder USB-Medien befinden. Ebenfalls kann über die Funktion „Media Server“ auf PCs und Rechner zugegriffen werden, die sich im selben Netzwerk wie der TX-P46VT20 befinden. Die Formate, die abgespielt werden können, umfassen unter anderem jpeg, MP3, DivX-AVI und AVCHD. Wir würden uns aber hier noch mehr Vielfalt wünschen. Über Viera cast (kann auch direkt ohne Umweg von der Fernbedienung aus angewählt werden) erhält der Anwender Zugriff auf ein breites Angebot onlinebasierter Dienste wie YouTube, euronews, Bild.de, tagesschau.de oder Eurosport. Mit kurzen Ladezeiten und guter Bildqualität weiß dieses Feature zu gefallen. Es ist bei Panasonic aber noch nicht möglich, ins freie Internet zu gelangen. Dafür ist skype integriert und optional ist sogar eine USB-Kamera für Videotelefonie im Zubehörangebot von Panasonic. Klanglich ist der TV für einen Flachbildschirm wirklich ordentlich, mit brauchbaren Raumklangprogrammen und guter Stimmverständlichkeit. Ein kleiner Verbesserungsvorschlag wäre ein zusätzlicher Vorverstärkerausgang zum direkten Anschluss eines aktiven Subwoofers. 

Viera Cast

Testequipment
Bild

Avatar Blu-ray 3D, ab Filmbeginn

Avatar in der 3D-Edition

3D-Einstellungen

Gleich zu Beginn überzeugt der VT20 mit sehr realistischer Wiedergabe der unendlichen Weiten des Universums. Das durchs All fliegende Raumschiff gewinnt durch die 3D-Darstellung spürbar an Plastizität. Kleine Einzelheiten zeigen in den hinteren Bildebenen minimales Ghosting – dies fällt aber nur dem versierten Betrachter auf. Gerade im 3D-Bildprogramm „TrueCinema“ besticht der Kino-gemäße Bild-Gesamteindruck. „THX“, das Bildprogramm, das uns sonst am besten gefällt, ist für die 3D-Bildwiedergabe nicht verfügbar. 

Exzellent ist es um den Schwarzwert bestellt. Das Weltall mit den vielen Sternen erscheint tiefschwarz, bei der 3D-Wiedergabe heben sich Planeten ungemein klar vom Hintergrund ab, der Betrachter hat den Eindruck, ein wirklich dreidimensionales Gebilde vor sich zu haben. Auch das Innere des Raumschiffs wirkt wie zum Greifen nah. Bei Laufzeit 3:45 hat der Zuschauer den Eindruck, der könnte den im Bild gezeigten Gang mit den sich auf die Landung vorbereitenden Insassen selber hinunterlaufen. Manches für 3D Typische kann selbst Panasonic nicht „wegoperieren“, so wird das Bild schon sichtbar dunkler durch die aktive Shutterbrille, aber das Maß hält sich noch im vertretbaren Rahmen. Trotzdem würden wir empfehlen, nur bei geringem externen Lichteinfall 3D-Inhalte zu betrachten. Dies hat den weiteren Vorteil, dass dann auch kein Flackern stört, welches sonst rund um den TV bei sehr hellen Lichtverhältnissen in Räumen mit hellen Wänden bei nahezu allen 3D TVs zu beobachten ist. 

Zurück zu „Avatar“. Hier sieht man bei Laufzeit 4:09 erneut tadellos den 3D-Effekt, als die großen Kipper in ruhiger Fahrt vor dem gigantischen Abbaugerät im Hintergrund fahren. Die Detaillierung des Bildes ist vorzüglich, dies belegt die genaue Ablesbarkeit der Reifenspuren im schlammigen Boden. Auch die mit Gasmaske herumlaufenden Arbeiter, vorn rechts im Bild, sind exakt durchzeichnet. Sie heben sich gekonnt von den weiteren Bildebenen ab, was den Eindruck hoher Gesamtplastizität weiter verstärkt. Bei Laufzeit 4:23 ist gut zu erkennen, wie das Kurzstreckenraumschiff hinter dem vorderen Kontrollturm, aber vor den hinten zu erkennenden 2 weiteren Kontrolltürmen landet. Die Bildschärfe liegt hoch, aber nicht so unnatürlich hoch, dass die Langzeit-Betrachtungsqualität leiden könnte. Vielmehr ist ein gelungener Kompromiss aus HD-typischer Bildschärfe und natürlichem, Kino-gemäßen Bild-Gesamteindruck vorhanden. 

Bei Laufzeit 5:10 laufen die Insassen des Raumschiffes die Laderampe herunter – sie ist während des schnellen Laufs in allen Einzelheiten erkennbar und flimmert auch im Detail nicht. Als Jake seinen Rollstuhl ausklappt, kann man räumlich korrekt mit sehr guter Tiefe ins Innere des Raumschiffs schauen. Nur ganz hinten sind minimale Strukturverluste bei der Detaillierung zu erkennen. Das Rad des großen Muldenkippers mit den Pfeilen der Eingeborenen darin ist bei Laufzeit 6:29 detailreich zu erkennen. Die Drehbewegung wird beinahe ohne Schärfeverlust bei der Wiedergabe der Felge wiedergegeben. Bei Laufzeit 6:31 ist Jakes Gesicht in Großaufnahme zu sehen, es hebt sich in richtiger räumlicher Zuordnung von den sich dahinter befindenden Gebäuden und Maschinen ab. Die Schuhe vom Colonel Miles Quaritch bei Laufzeit 6:36 sind bis ins kleinste Detail exakt durchzeichnet, die Trennnaht zwischen Schuh und Absatz ist trotz des relativ geringen externen Lichteinfalls tadellos auszumachen. Die Lichtreflexionen auf dem Boden erscheinen wirklichkeitsnah. Nur die Schuhe der rechts stehenden Soldaten lassen nach hinten etwas an Schärfe nach. Dass „Nobody perfect“ ist und selbst Panasonics ungemein bildstarke Kombination sich minimale Schnitzer erlaubt, sieht der erfahrene Anwender bei Laufzeit 6:41: Der Hinterkopf von Miles zittert leicht und es ist bei sonst absolut stabiler 24p Darstellung hier minimales Ruckeln festzustellen. 

Der DMP-BDT100 entpuppt sich durch die eben erwähnte sehr stabile Signalausgabe als idealer Partner, wer eine komplette HDMI 1.4 Kette mit HDMI 1.4 AV-Receiver betreibt und auf das beim DMP-BDT300 mitgelieferte Wireless-Moduls verzichten kann, fährt mit dem für bereits rund 300 EUR erhältlichen DMP-BDT100 genauso gut und kann sich über eine optimale Partnerschaft mit dem VT20 freuen. 

Bei Laufzeit 12:08 erscheint ein virtuell erzeugtes dreidimensionales Bild des Planeten auf dem TV. Hier ist durch die 3D Blu-ray ebenfalls ein sichtbarer Zugewinn an Bildtiefe, Bildrealismus und Bildplastizität zu erkennen. Kleine Bewegungen des Zuschauers werden dabei vom System recht gut kompensiert, wenn sie nicht zu drastisch ausfallen. Uns ist derzeit kein anderes 3D-System bekannt, welches Bewegungen in der Vertikalen und in der Horizontalen so gut austariert wie das von Panasonic. Zudem offeriert Panasonic den mit Abstand breitesten möglichen Blickwinkel und die geringsten Farbverfälschungen durch die Brille. Eine Kritik müssen sich die Japaner allerdings gefallen lassen: Die Brillen vom Typ TY-EW3D10 sind im vorderen Rahmenbereich nicht perfekt durchdacht, tritt doch durch die Bauweise Streulicht von Links und rechts ein. Hier wäre eine komplett geschlossene Brille die eindeutig bessere Variante.

Doch ansonsten sind hervorragende Ergebnisse zu bescheinigen, wie bei Laufzeit 24:17, als die vielschichtige Landschaftsaufnahme den Zuschauer in ihren Bann zieht. Hier sieht man auch kaum, dass die Avatar-Welt digital erschaffen wurde, an anderen Stellen ist dies hingegen zu bemerken, was der außerordentlichen Güte des Panasonic-Equipments zuzuschreiben ist: Gerade die neben dem hubschrauberartigen Fluggerät herfliegenden Vögel und der Landschaftshintergrund zeigen auf, dass der Planet am PC erschaffen wurde. Dies ist in der 3D-Version noch deutlicher als in der 2D-Variante des Blockbusters. Als das Fluggerät bei Laufzeit 24.24 beginnt, am Wasserfall entlang nach unten zu fliegen, gefällt die praktisch ruckelfreie Bewegung des Flugapparates und die gekonnte Darstellung des wild fließenden Wassers. Die Vegetation rechts im Bild wird als klar hinter dem Fluggerät befindlich lokalisiert. Der folgende rasante Flug weist nur minimales Flimmern auf, als von oben der Blick auf die Wasserfläche am Boden fällt. Die Landung des Fluggerätes im Wald kommt sehr gut zum Ausdruck. Hier hebt sich bei Laufzeit 24:40 der Ast im Vordergrund plastisch vom dahinter landenden Helikopter ab. 

Bei Laufzeit 31:52 geht Jake mit seinem selbst geschnitzten Speer, stets zur Verteidigung griffbereit, im Wald umher . Er hört ein Geräusch und dreht sich abrupt um, diese Drehung wird schlierenfrei und in toller Bildschärfe auch in 3D präsentiert. Als Neytiri den verirrten Jake vom oben aufspürt, genießt der Zuschauer wieder eine dichte Atmosphäre der oben auf den Zweigen kauernden Na’Vi-Dame. Detailreichtum pur ab Laufzeit 32:30, als Neytiri ihren Bogen spannt und jede Einzelheit an der Pfeilspitze zum Ausdruck kommt. Kurze Zeit später fliegt Saatgut vom heiligen Baum durch den Raum – für Neytiri ein Zeichen, Jake nicht zu töten. Der Flug des Saatguts scheint sich direkt vor dem Gesicht des Zuschauers abzuspielen, man hat den Eindruck, es schwebe vor dem Bildschirm des TVs. Ab Laufzeit 43:49 wird die Siedlung der Omaticaya, in einem riesigen Baum gelegen, mit hoher Bildtiefe und viel Detailtreue wiedergegeben. Im Vergleich zur 2D Version gehen hier aber minimal Einzelheiten in den dunklen Bildbereichen verloren, hier merkt man doch den Helligkeitsverlust durch die aktive Shutterbrille. 

Blu-ray, Fluch der Karibik 1, Wandlung von 2D nach 3D

Direkt zu Filmbeginn, als das Galionsschiff aus dem dichten Nebel auftaucht, sieht man die Vorzüge der Wandlung: Das Schiff trennt sich besser vom Nebel, die Bildtiefe steigt. Als Jack dann im 2. Kapitel auf den Felsen mit dem davor liegenden Segelschiff blickt, ist die Unterteilung der Bildebenen bei der 2D nach 3D Wandlung noch besser nachvollziehbar. Natürlich ist der Effekt nicht ganz so deutlich wie bei der Wiedergabe reinen 3D-Materials, aber sehr gut nachvollziehbar. Auch hebt sich Jack in Großaufnahme (Laufzeit 9:01) ausgezeichnet vom Bildhintergrund ab. Wir haben auch für dieses Filmbeispiel den Modus TrueCinema ausgewählt. Als bei Laufzeit 9:14 Jacks schrottreifes Boot auf dem Meer dümpelt und man schon erkennen kann, dass dabei ist, zu sinken, verdeutlicht der VT20 sehr schön die unendliche Weite des Meeres und vergisst dabei nicht, das Schiff mit den starken Gebrauchsspuren und dem verschmutzen Segel detailreich wiederzugeben. 

Visuell sehr guter TrueCinema Bildmodus bei der 3D-Wiedergabe

Bei Laufzeit 9:27 scheint dann eine kleine 3D-typische Schwäche durch: Bedingt durch den Helligkeitsverlust bei Verwendung der aktiven Shutterbrille ist die Struktur in den schattigen Teilen der Felsen, zwischen denen die zur Warnung aufgehangenen Piraten zu sehen sind, nicht mehr so klar zu erkennen wie im 2D-Betrieb, hier ist die Kontrastdynamik in dunklen Bildteilen höher. Sehr gut sieht man, als bei Laufzeit 9:36 die Skelette in Großaufnahme zu erkennen sind, wie sie sich vom Bildhintergrund abheben, sie scheinen in einiger Distanz vor der Vegetation der Hügel im Hintergrund lokalisiert zu sein, was auch der Wahrheit entspricht. Als Sparrow mit dem schon beinahe komplett gesunkenen Boot in den Hafen einläuft, ist rechts im Bild ein Segelschiff zu sehen, auf dem reges Treiben herrscht. Nicht nur, dass das Holz der Planken sehr fein herausmodelliert wird . auch die beiden kleineren Boote heben sich ausgesprochen plastisch vom großen Segelschiff ab. Der Jutesack rechts im Bild liegt, das ist bei der Wandlung von 2D nach 3D exakt zu erkennen, vor dem Segelschiff, die Trennung der Ebenen gelingt hier noch nachvollziehbarer als im 2D-Betrieb. Als Jack auf dem fast gesunkenen Boot die staunenden Menschen auf dem Segelschiff passiert, ist leichtes Flimmern während des Bewegungsvorgangs zu sehen – allerdings nur sehr kurz. Sehr schön ist der Plastizitätsgewinn erneut festzustellen, als Jack stolz erhobenen Hauptes auf der Spitze des Mastes steht und im Hintergrund die großen Segelschiffe der Kriegsmarine zu erkennen sind. Die Tiefenstaffelung in dieser Szene ist erstklassig. 

Star Wars Episode III, Upscaling von 576p auf 1080p sowie Wandlung von 2D in 3D

Hier hat der TX-P46VT20 alle Hände voll zu tun – Upscaling auf FullHD plus die Wandlung 2D in 3D. Der Plasma-TV aber meistert die Hürden souverän und präsentiert die Star Wars typische Laufschrift in sattem Gelb, sie läuft ruhig und sicher in ein Weltall hinein, das sichtbar tiefer wirkt. Zudem sind viele Sterne erkennbar. Als kurze Zeit darauf der riesige republikanische Sternzerstörer durchs Bild donnert, merkt man am Flügel, der im Schatten liegt, dass die Durchzeichnung nicht ganz auf 2D-Level liegt. Zudem ist die Schärfe der Konturen etwas geringer. Sehr räumlich gestaltet sich der Flug der beiden Jäger von Obi Wan und Anakin, sie passieren in schnellem Flug den Sternzerstörer und kippen anschließend in die Raumschlacht nach unten ab. Hierbei eröffnet sich dem Zuschauer ein überragendes Panorama mit enormer Bildtiefe, mit einer feinen Staffelung bis ganz nach unten. Die Bildschärfe ist gut, nimmt aber nach unten leicht ab. 

Blu-ray, Casino Royale, Kapitel 2, 2D

Das Bild ist enorm kontrastreich und scharf. Die Kampfarena aus der Vogelperspektive ist genau detailliert, der sandige Boden ist farblich genau getroffen. 007, der kurze Zeit später vor einem angesengten Holzbalken zu sehen ist, besitzt ein sehr gut detailliertes Gesicht, leichte Hautreizungen am Hals und Bartstoppeln sind genau zu sehen. Die Hatz auf der Großbaustelle wird vom VT20 eindrucksvoll in Szene gesetzt. Als Bond mit dem großen Radlader Kurs auf den Bombenleger nimmt, sind die Einschüsse in der Windschutzscheibe präzise zu sehen. Die wegspritzenden Trümmersrtücke, als der Radlader einschlägt, modelliert der Panasonic gut heraus. Das rostfarbene Gerüst und die Gasexplosion stellt das Plasma farblich sehr natürlich dar. Als 007 klettert, fällt der Blick kurz nach unten auf das Baustellenleben – dieses ist ungemein plastisch und detailreich sichtbar. Der Fight auf dem Kranausläufer bringt nicht wenige Plasmas und LCDs ans Limit, es wird Flimmern und Bildzittern sichtbar. Nicht so der Panasonic, den auch die wildeste Kamerafahrt nicht aus der Ruhe bringt. Bei den Kampfszenen und schnellen gewagten Bewegungen bleiben die Stahlausläufer stets scharf und stabil sichtbar. 

Als das Meer in Panoramaansicht hinter den Ausläufern sichtbar wird, stellt der VT20 das Glitzern der Sonne auf der Meeresoberfläche sehr glaubwürdig dar. Der waghalsige Sprung die Betontreppen herunter, vom Bombenleger ausgeführt, dokumentiert wiederum die enorme Bewegungssschärfe und Bewegungsstabilität des Panasonic. Bonds Sprung auf die Arbeitsbühne ist ebenfalls frei von Nachziehern und Schärfeverlusten. Kurz allerdings zittert das Schild der Botschaft vor dem Eingang – als 007 aber auf den verstaubten Van aufspringt, ist das Bild wieder enorm standfest. Die Struktur des Fußbodens im Botschaftsgebäude ist fein erkennbar, auch die massiven Schäden am Putz des heruntergekommenen Gebäudes. 

AVEC Professional Test DVD, Upconversion von 576i auf 1080p, Videomaterial:

Das bewegte Stadtbild von Esslingen wird mit tadelloser Bildschärfe präsentiert. Rauschen ist nur in geringem Umfang zu sehen – hier toppt der Panasonic beinahe alle Kontrahenten. Leichte Unschärfen nur sind bei den Kamerafahrten über die Hausdächer sichtbar. Satt und stimmig wirkt das Grün der Parkanlagen. Herausragend gibt der TX-P46VT20 das schwingende Pendel wieder, die schwarze Linie bleibt stabil, das rotblaue Pendelinnere ist hervorragend zu erkennen. Begeisternd: es treten praktisch keine Nachzieheffekte auf, die Bildruhe ist erstklassig. Die fünf magentafarbenen Siemenssterne – ein großer in der Mitte und vier kleine in den Bildschirmecken – laufen ruhig, jedes Segment ist klar erkennbar. Das Farbrauschen fällt sehr gering aus. 

DVB-S-Tuner, 2D, öffentlich-rechtliche Sendeanstalten in 720p

Im Bildmodus „Normal“ begeistert der TX-P46VT20 mit einem enorm natürlichen Bild, das durch eine feine, genau nivellierte Durchzeichnung der Hauttöne begeistert. Man sieht schnell und eindringlich, wieso Panasonics eingebaute Satellitentuner einen so guten Ruf genießen: Viele Details werden gezeigt, die Plastizität ist schon im 2D-Betrieb hervorragend, und es kommt nur zu enorm geringem Rauschen. Artefaktebildung ist ausgesprochen selten und dann auch nur in geringem Umfang zu beobachten. Die Bildschärfe liegt hoch, ohne ins Unnatürliche abzudriften. Panasonics Intelligent Frame Creation ermöglicht besonders flüssige, nahtlose Bewegungsabläufe und ein stabiles, ruhiges Bild. 

DVB-S-Tuner, 2D, SD-Material

Selbst dann, wenn als Signalquelle SD-Material in einer Auflösung von 720 x 576i anliegt, kann man mit dem Bild, das der DVB-S-Tuner bereit stellt, ausgesprochen zufrieden sein. Prima ist es auch hier um die Farbwiedergabe bestellt. Die schwierig darzustellenden Hauttöne werden auch bei SD-Quellen ausgezeichnet wiedergegeben. Das Bildrauschen ist gering, die Bildschärfe liegt auf einem in Anbetracht des Quellmaterials sehr guten Level. Auch bei SD-Quellen sind kaum störende Artefaktebildungen zu beobachten. 

DVB-C-Tuner, 2D, öffentlich-rechtliche Sendeanstalten in 720p sowie SD-Material

Der Kabeltuner bietet ebenfalls eine hervorragende Bildqualität, es kommt allerdings im direkten Vergleich zum DVB-S-Tuner zu etwas mehr Artefakten. Die Detaillierung bei HD-Material ist nicht ganz so exakt. SD-Material kommt gut zur Geltung, wenngleich nicht ganz so scharf wie beim DVB-S-Tuner. Die Unterschiede bewegen sich aber auf einem sehr geringen Niveau. 

Fazit

Die VT20-Serie von Panasonic fährt große Testerfolge in Serie ein - den eindrucksvollen Siegeszug führt auch der TX-P46VT20 fort. Zum fairen Preis erhält der Kunde ein Bildwiedergabegerät der absoluten Spitzenklasse, optisch zwar unauffällig, aber mit Bild auf Referenzniveau, praxisgerechten Einstellmöglichkeiten und tadelloser multimedialer Flexibilität. Der eingebaute Multituner markiert gerade im DVB-S-Betrieb die Spitze des derzeit Machbaren. Eine umfangreiche Anschlussausstattung sowie ein serienmäßig mitgeliefertes, per USB anzuschließendes WLAN-Modul runden die begeisternde Vorstellung ab. 

Brillant in jeder Hinsicht - Panasonics VT20-Baureihe setzt auch in 46 Zoll Maßstäbe

Bildwiedergabegeräte bis 46 Zoll Oberklasse
Test 08. Dezember 2010

+ Erstklassige 3D-Wiedergabe
+ Hervorragende 2D- nach 3D-Wandlung
+ Spitzenbild bei 2D Blu-rays und DVDs
+ Überragender Multituner
+ Sinnvolle Einstelloptionen
+ WLAN-Modul inkludiert
+ Sehr fairer Preis

- Schlichte Optik

Technische Daten: http://www.panasonic.de/to?exlink=%20http://pdfprinting.panasonic.de/pdf_printing_neu/datenblatt_ph.asp?model=TX-P46VT20E

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