TEST: Panasonic TX-P42VT20 - visuelle Weltklasse in 2D und 3D für 1800 EUR
28.10.2010 (cr)
Schlichtes Design
Mitgelieferter WLAN-Adapter
Optional für 129 EUR Stückpreis erhältliche aktive
Shutterbrille TY-EW3D10E
Einführung
Panasonic rüstet die VT20-Baureihe auf, neben den bereits bekannten Modellen in 50 und 65 Zoll rücken eine 42- und eine
46-Zoll-Variante in den Fokus. Neu bei den beiden kleineren V20 Modellen ist die integrierte Wandlung von 2D in 3D, dies kennen wir bereits vom preisgünstigeren TX-P42GT20, der auf
1299 EUR kommt. 500 EUR Aufpreis sind für den TX-P42VT20 zu berappen, was folglich einen Preis von
1799 EUR bedeutet. Fürs investierte Geld erhält der Kunde ein Hightech-Plasma mit einer Panellebensdauer von mindestens 100.000 Betriebsstunden und der präzisen, extrem schnellen V-real POR 5 3D-Signalverarbeitung. Zu den Features gehört auch die 600 Hz sfd Intelligend Frame Creation Pro, die eine perfekte Schärfe auch bei schnellen Bewegungen sicherstellen soll. Der High Contrast Filter Pro hat die Aufgabe, mit dem Vorurteil aufzuräumen, ein PDP wäre bei Tageslicht nicht leuchtstark genug. Schon seit einigen Generationen zeichnet ein tiefes, sattes Schwarz die Panasonic-Plasmas aus, seit der Einführung des NeoPDP-Panels noch intensiver als zuvor. Beim VT20 gibt es nun „Infinitive Black Pro“ – was der Darstellung eines überragenden, nochmals verbesserten Schwarzwertes zuträglich sein soll.
Natürlich kann man mit dem TX-P42VT20 nicht nur Filme von BD und DVD in hervorragender Qualität betrachten, sondern auch den eingebauten Multituner zum Einsatz bringen, der DVB-S, DVB-T und DVB-C unterstützt und auch den passenden Support für HD + sowie CI + bereithält. Damit stehen der neuen Programmvielfalt in HD keine Hindernisse entgegen, außer dem Erwerb der entsprechenden HD + oder CI + Karte. Auch der TX-P42VT20 verfügt über Viera Cast, hier können verschiedene internetbasierte Dienste bei Einbindung des TVs in ein Netzwerk mit Internetzugriff abgerufen werden. Bei Netzwerkeinbindung ist es auch möglich, Dateien von PCs oder Servern aus dem gleichen Netzwerk zu streamen.
Neben der kabelbasierten Einbindung in Netzwerke ist dank des mitgelieferten
USB-Dongles auch die Integration in Wireless-Netzwerke möglich. Der eingebaute Eco Modus garantiert Umweltfreundlichkeit durch niedrigen Stromverbrauch – zudem schont diese Funktion die Haushaltskasse.
Optional ist eine Wandhalterung namens TY-WK4P1RW lieferbar, um die eingebaute skype-Funktion zu nutzen, gibt es die USB-Kommunikationskamera TY-CC10W. Verschiedene Shutterbrillen für perfekten 3D Genuss sind ebenfalls lieferbar, passend für das Gerät sind die TY-EW3D10E, die TY-EW32Se, die TY-EW3D2ME sowie die TY-EQ3D2LE. Wir waren gespannt auf die Performance des neuen VT20-Familienmitglieds.
Verarbeitung
Ordentliche Verarbeitung der Rückseite - es sind beim VT20
Lüfter zu finden, die aber recht leise und gleichmäßig laufen
Standfuß
Schlichtes Design
Fernbedienung, qualitativ gut, aber kein Maßstab
Der VT20 präsentiert sich in sauberer Verarbeitungsqualität mit präzisen, gleichbleibenden Spaltmaßen. Die Oberflächengüte der in schwarzem Klavierlack gehaltenen Front ist tadellos, der Standfuß erscheint zwar relativ klein, offeriert aber sicheren Halt. Der Rahmen ist relativ dick im Vergleich zu manchem Konkurrenten. Die Rückseite bietet sehr gut eingepasste Anschlussbuchsen. Bestens bekannt ist die gut verarbeitete mitgelieferte Fernbedienung. Zwei
nicht ganz perfekte Faktoren: Der visuell besonders leistungsfähige VT20
verfügt noch über Lüfter, die allerdings sehr leise sowie gleichmäßig
laufen und nur dann geringfügig stören, wenn man sehr nahe am Gerät ist.
Zudem sirrt das Gerät Plasma-typisch, wenn sich auch die Geräuschemission im
vertretbaren Rahmen hält.
Gesamtnote in Relation zur Preisklasse: Ausgezeichnet.
3D-Brille
3D-Brille
Im Detail - leider kommt von der Seite externes Licht zum Zuschauer - es
ist ratsam, bei lediglich geringem externen Lichteinfall 3D zu genießen
An-/Aus-Schalter
Die optional für 129 EUR erhältliche TY-EW3D10 sitzt
komfortabel und ist nicht allzu schwer. Die Kommunikation mit dem Sender im TV
verläuft problemlos, es kam in unserem Testbetrieb nicht zu Syncstörungen.
Nicht perfekt - bedingt durch die Bauform dieses Modells kommt es zu seitlichem
Lichteinfall. Gesamtnote: Sehr gut.
Anschlüsse
Anschlussübersicht hinten
Seitliche Anschlüsse
Der VT20 ist reichhaltig mit Anschlüssen ausgestattet. Er verfügt über zwei USB-Anschlüsse und insgesamt 4 HDMI 1.4 Terminals (das entspricht allerdings nicht mehr als dem Standard), wer eher antiquierte Peripherie weiter einsetzen möchte, freut sich über die zwei Scartanschlüsse. Ein Komponenteneingang (YUV) nebst 2-Kanal-Cinch-Audioeingang ist ebenfalls vorhanden. Ein FBAS-Eingang inklusive 2-Kanal-Cinch-Audioeingang sowie ein optischer Digitalausgang finden sich des Weiteren in der Ausstattungsliste. Ein zusätzlicher 2-Kanal-Audio-Analog-Cinch-Eingang steht bereit, um z.B. in dem Fall, dass ein per DVI – HDMI-Adapter verbundener PC am VT20 hängt, auch Tonsignale mittels 3,5 mm Miniklinke auf Cinch-Stereo-Adapter übertragen werden können – oder man nutzt diesen Eingang zusammen mit dem dedizierten analogen PC-Eingang. Natürlich ist auch ein SD-Cardslot eingebaut sowie ein Slot für HD +/CI + Karten. Auch ein Ethernetanschluss und die Tuneranschlüsse (Sat/Kabel/Antenne) finden sich auf der Geräterückseite. Erfreulicherweise finde sich auch ein richtiger Netzschalter. Gesamtnote
in Relation zur Preisklasse: Hervorragend.
Video Menü-Überblick
Bedienung und Installation
Hauptmenü
Verbindungseinstellungen
Setup-Menü, Punkt "Andere Einstellungen". Hier muss
"Erweitert (isfccc) auf "ein" gestellt werden, um Zugriff auf die
beiden ISF (Professionell 1 und 2) Bildfelder zu bekommen
Eingebauter Timer
Der Panasonic TX-P42VT20 verfügt über eine automatische
Installation für alle Tuner. Diese nimmt zwar etwas Zeit in Anspruch,
funktioniert aber problemlos. Man kann im Setup genau definieren, welche
TV-Signale alle hinzugefügt werden sollen, und kann gleich bei der
Erstinstallation z.B. einen Suchlauf für DVB-S und DVB-C durchführen.
Die Menüs könnten bezüglich erklärender Texte noch umfangreicher ergänzt
werden, ansonsten gibt es kaum Kritik. Die grafische Gestaltung ist
übersichtlich, das Design schlicht, aber professionell.
Nach Drücken der Viera Tools Taste auf der Fernbedienung sind folgende
Einstellungen per Schnellzugriff zugänglich: Viera Link Control, Photo,
Video, Music, 3D, Viera Cast sowie Media Server
Für Viera Cast und dessen internetbasierte Dienste gibt es eine eigene
Taste, oben rechts auf der Fernbedienung in der 2. Reihe zu finden.
Das Bildformat kann über die "Aspect" Taste direkt geändert
werden
Die Fernbedienung ist übersichtlich und gut strukturiert, eine Beleuchtung
für die problemlose Bedienung bei geringem externen Lichteinfall würde ihr
aber gut zu Gesicht stehen. Auch ist der Arbeitswinkel etwas gering. Sehr gut
gefällt uns der praxisgerechte Video-EQ.
Gesamtnote in Relation zur Preisklasse: Ausgezeichnet - hervorragend.
Multimedia
Viera Cast, Teil 1
Teil 2
Teil 3 - in der Mitte wird das angezeigt, was gerade auf
unserem BD-Player läuft
Music Streaming - leider werden AAC und FLAC nicht akzeptiert
SDHC-Karte eingelegt: Video-Übersicht, das gerade angewählte
Video läuft im Vorschaufenster an
Wiedergabe eines AVCHD-Videos, das in 1080i/50 vorliegt - das
De-Interlacing ist sehr gut
Taste auf der Fernbedienung
Der Panasonic TX-P42VT20 findet problemlos PCs unter Windows 7 Ultimate sowie
Home Server, die unter dem Linux-basierten Twonky Media laufen. Unsere drei
Test-Server wurden insgesamt ohne Schwierigkeiten gefunden. Der Zugriff erfolgt
recht schnell, deutlich rascher als bei älteren Panasonic-Modellen aus der
2009er Kollektion. Auch große Videodateien
Wiedergegeben werden beim Streaming von einem Mediaserver:
MPEG1
MPEG2
MPEG4
MKV (wurde früher nicht unterstützt!)
DivX-avi
jpeg-Fotos, auch HD-jpegs
MP3-Musikdateien
Windows Media Video (WMV) Dateien werden nicht wiedergegeben.
Mittels dem Viera Image Viewer können folgende Formate von einer SD-Karte
wiedergegeben werden:
AVCHD
MPEG2
DivX HD
JPEG
MP3
MKV
Im Testbetrieb funktionierte auch die Wiedergabe von MKV HD-Dateien
problemlos. Auch AVCHD-Filme in 1080i/50 konnten in sehr guter Qualität wiedergegeben werden.
Verfügbar bei Viera Cast sind aktuell folgende onlinebasierte Dienste:
arte +7
skype
ace trax
YouTube
euronews
Bild.de
Eurosport
twitter
Picasa
Q Tom
mein Klub (Fußball)
Dailymotion
my TV Scout
tagesschau.de
Bloomberg TV
nova.cz
Wettervorschau
Mittels geeignetem USB-Speicherequipment ist es ebenfalls möglich,
Aufzeichnungen in SD und HD vorzunehmen. Allerdings muss das Medium speziell
formatiert sein und darf keine anderen Dateien enthalten.
Insgesamt weist der TX-P42VT20 gute multimediale Eigenschaften auf, besonders
die Vielzahl der onlinebasierten Dienste gefällt uns. Besser geworden ist die
Formatvielfalt beim Mediastreaming. Exzellent gelingt dem TX-P42VT20 die
Wiedergabe von 1080i/50 Hz Movies, die auf einer SDHC-Karte abgelegt wurden. Ein
externes WLAN-Dongle für die Einbindung in Wireless-Netzwerke ist ebenfalls mit
im Kaufpreis enthalten. Gesamtnote: Hervorragend.
Bildmodus "Dynamik mit maximal aufgezogenem Kontrast
Der Schärferegler könnte noch feiner gestuft sein (Umfang:
10 Schritte)
Erweiterte Bildeinstellungen
In den erweiterten Bildeinstellungen finden sich präziser
Weiß- und Grauabgleich
Farbabgleich hinsichtlich Farbton und Farbsättigung
Einstellbare Gammawerte
Zunächst offeriert der VT20 verschiedene Modi: Normal, Kino, THX, Dynamik, TrueCinema (bei 3D Material oder aktivierter 2D auf 3D Wandlung – in diesen Betriebsarten ist das THX-Bildprogramm nicht anzuwählen). Für Still Images ist noch der Modus „Foto“ vorhanden. Für viele Anwendungen ist der „normal“ Modus dank seiner Ausgewogenheit sehr gut geeignet. Augenfreundlich und warm in der Farbgebung präsentiert sich „Kino“. Sehr authentisch, mit exakt definiertem Weißpunkt und realistischem Kontrastumfang ist der „THX“ Modus gerade bei Filmmaterial allerdings erste Wahl. „Dynamik“ können wir nicht empfehlen, höchstens bei sehr starkem externen Lichteinfall. Ist dieser vorhanden, sollte man weder „Kino“ noch „THX“ verwenden, diese Modi arbeiten bei geringem externen Lichteinfall am besten. Der harmonische „Foto“ Modus bringt Still Images sehr gut zur Geltung. Sonderfall 3D – führt man 3D Material zu oder lässt den TV Material von 2D nach 3D wandeln, ist der THX Bildmodus nicht verfügbar, dafür aber die Betriebsart „True Cinema“. Hier wird ebenfalls ein augenfreundliches, klares, nicht künstlich überschärft wirkendes Bild zur Verfügung gestellt.
Neben den vorprogrammierten Betriebsarten finden sich verschiedene Regler für die eigene Justage. Kontrast, Helligkeit, Farbe, Schärfe und Farbton
(Normal, Kühl, Warm) können eingestellt werden, Kritik verdient nur der etwas grob gerasterte Schärferegler. Diese verstummt partiell aber wieder, weil die ab Werk in den jeweiligen Programmen getroffenen Schärfewerte schon so gut ausgewählt sind, dass kaum Nachbesserungsbedarf bestehen dürfte.
Des Weiteren gibt es ein Colour Management für eine perfekte Farbkalibrierung, dieses ist ein- oder auszuschalten. Der Eco Modus regelt die Bildhelligkeit in Abhängigkeit vom externen Lichteinfall und sorgt so für einen niedrigeren Stromverbrauch, gerade bei geringem externen Lichteinfall. Eine Picture Noise Reduction ist ebenso anwählbar wie eine Bild-in-Bild-Funktion, es bleibt aber das Geheimnis von Panasonic, was diese im Video-EQ verloren hat.
Dafür finden sich weitere Bildeinstellungen in anderen Menüs, so im „Setup“ Menü unter dem Punkt „Andere Einstellungen“. Hier kann man in 2 Schritten die „erweiterte Schärfe“ justieren oder diesen Parameter komplett deaktivieren.
Für sehr versierte Anwender interessant ist der Punkt „Erweitert (isfccc)“. Aktiviert man diese Funktion, werden die beiden weiteren Bildfelder „Professional 1“ und „Professional 2“ hinzugefügt, was genau kalibrierten, der ISF Norm entsprechenden Modi für Tag und Nacht gleich kommt.
Sehr exakt lässt sich das Bild dann mit den neu hinzugekommenen Einstellungen anpassen. Ein für R, G und B getrennt einstellbarer Weiß- und Grauabgleich sorgt bei richtiger Justage für eine hohe visuelle Neutralität, die professionellen Ansprüchen genügt. Beim Farbabgleich können der Farbton von Rot, Grün und Blau sowie die Sättigung von Rot, Grün und Blau justiert werden. Eine mehrstufige Gammakorrektur ist ebenfalls verfügbar, so kann die Graudarstellung effektiv angepasst und z.B. bei geringem externen Lichteinfall eine höhere Detaillierung dunkler Bildbereiche erzielt werden.
BD Bild Blu-ray Transformers 1, 1080p/24 Hz, 2D-Blu-ray-Betrieb plus 2D auf 3D Wandlung
In den 3D-Einstellungen kann die Wandlung aktiviert werden
In Action
Hier zeigt der VT20 eine Performance, die bezüglich aller Paramater uneingeschränkt auf Referenzniveau ist. Die Intensität des 3D-Effektes haben wir bei der Wandlung auf „Mittel“ eingestellt und den Film von Anfang an betrachtet. Als die Armeehubschrauber über dem Wüstengebiet fliegen, wird der Benefit der Wandlung von 2D nach 3D sehr gut sichtbar. Die räumliche Ortung der Hubschrauber gelingt deutlich besser, erstaunlicherweise steigt nicht nur die Gesamtplastizität, sondern auch die Körperplastizität an. Die Bildschärfe ist sehr gut und nimmt nur in den hinteren Ebenen leicht ab. Der Schwarzwert erscheint beim VT20 noch eine Idee satter als beim preisgünstigeren GT20. Weiterer Bonus, den man bei der Mehrinvestition der 400 EUR bekommt: Feine Details, gerade in dunklen Bildbereichen, kommen auch bei der Wandlung von 2D nach 3D besser zum Ausdruck. Das Panel agiert ungemein reaktionsschnell, auch im 3D Modus: Als sich die beiden Roboter von Chevrolet Camaro (guter Autobot Bumblebee) bzw. Ford Mustang Police Car (böser Decepticon) erstmals im Filmgeschehen in ihre wahre Gestalt verwandeln, wird dieser Transformationsprozess scharf und klar wiedergegeben, auch die kurz darauf folgende Kampfhandlung mitsamt der verzweifelten Flucht von Sam und Mikaela wird flüssig und beinahe ohne störendes Ghosting dargestellt. Als Nachteil der 2D in 3D Wandlung bleibt, wie auch bei der Darstellung nativen 3D-Materials, der Helligkeitsverlust durch die aktive Shutterbrille, welcher allerdings weniger stark auffällt, wenn man bei nur geringem externen Lichteinfall Filme betrachtet. Nicht perfekt – bei unserer Brille fällt durch die Bauform externes Licht ein, hier wäre es sinnvoll, eine vorn/seitlich komplett geschlossene Brille anzubieten.
Weniger problematisch gestaltet sich das Thema Farbverfälschung. Hier liefert der TX-P42VT20 eine reife Leistung ab und stellt Farben gerade im „TrueCinema“ Modus sehr authentisch und rein dar. Prima wird selbst die Problematik „Blickwinkel“ gelöst. Beim VT20 ist es ohne Schwierigkeiten möglich, dass auch 2 oder 3 Personen den 3D-Effekt genießen können. Auch kleinere Bewegungen des Kopfes zwischendurch haben, fallen diese nicht zu deutlich aus, kaum negative Folgen. Hier gibt es aktuell nur wenig Konkurrenten, die ebenfalls so unempfindlich sind. Etwas störend ist das Flackern rund um den TV, wenn man bei deutlichem externen Lichteinfall in Räumen mit hellen Wänden Inhalte in nativem 3D genießt oder aber von 2D nach 3D wandeln lässt.
Betrachten wir nun den Film in nativer Form, also in 2D, weiß der VT20 ebenfalls zu begeistern. Verglichen mit dem bereits überragenden GT20 kann sich der teurere VT20 mit feinerer Detaillierung in dunklen Bildbereichen (wie man z.B. in der Szene sehen kann, als sich Autobot und Decepticon auf dem Industriegelände bekriegen) und in einer noch besseren Gesamt-Kontrastdarstellung (Beispiel – helle Wüste außen, das dunkle Innere des Helikopters) in Szene setzen. Beim Kampf in der Wüste gegen den bösen Decepticon Blackout detailliert der TX-P42VT20 den Wüstenboden präzise durch, auch schnelle Bewegungen verursachen kaum einen Schärfeverlust. Die Plastizität erscheint schon im reinen 2D-Modus erstklassig. Wir kennen kaum einen anderen Flachbildschirm, der so gut verschiedene visuelle Ebenen durch modellieren kann. Beim Kampf in der Oase werden an den Gebäuden praktisch alle Details herausgeholt – so ist bei Steinmauern jeder Ziegel exakt und scharf erkennbar. Die Bewegungen der auf das Gefecht zusteuernden Kampfjets sind flüssig und klar. Die exzellente 24p-Darstellung ist zusammen mit den aktuellen Sony Topmodellen die beste, die wir kennen. Plasma-typischer Pluspunkt ist auch der breite Blickwinkel, und zwar aus vertikaler und horizontaler Perspektive.
BD-Bild 3D-Betrieb nativ: 3D Blu-ray "Grand Canyon
Adventure"
Die Einstellung "Auto" passt meistens bei der 3D
Wiedergabe von nativem 3D Material
Der VT20 gibt sich bei dieser Blu-ray, die mit beeindruckender
3D-Performance aufwarten kann, keinerlei Blöße. Gerade die Wasserblasen, die
durch die geschickte 3D-Einblendung scheinbar vor dem TV im Raum zu fliegen
scheinen, gibt der Panasonic überragend wieder. Man möchte direkt nach ihnen
greifen, so plastisch erscheinen sie. Den Ebenenversatz - die vordere Ebene mit
der im Raum stehenden Wasserblase und die Landschaft im Grand Canyon in den
hinteren Bildebenen - wird exzellent erfasst und räumlich akkurat umgesetzt.
Die Berg- und Felsmassive im Grand Canyon kommen sehr gut zum Ausdruck,
beeindruckend ist, dass die Schärfe in den hinteren Bildebenen kaum nachlässt.
Die verschiedenen Kamerafahrten präsentieren einen weiten, von den Bewegungen
bezüglich der Schärfe nahezu unbeeindruckten Raum auf. Nur der deutliche
Helligkeitsverlust fällt hinsichtlich der Detaillierung der Felsen auch bei
normalem und nicht übermäßigen externen Lichteinfall auf - so erscheinen
kleine Kontrastunterschiede sowie Muster im Felsen im 2D-Betrieb sichtbar
ausgeprägter. Dafür funktioniert der Sync zwischen Brille und TV
ausgezeichnet, auch dann, wenn man etwas weiter weg vom Fernseher ist, kommt es
zu keinen Aussetzern. Sehr gut werden die Vorteile hinsichtlich der
Räumlichkeit des Bildes auch bei den Fahrten im Kanu auf dem Colorado River
deutlich - die Kanuten in der vorderen Bildebene sind klar von den Felsmassiven
im Hintergrund zu unterscheiden. Insgesamt bringt 3D gerade bei dieser Blu-ray
eine Menge, erst Recht, wenn man einen erstklassigen Flachbildschirm wie den
TX-P42VT20 einsetzt: Ein echter, authentisch erscheinender Raum entsteht, der
nur durch die mittlerweile recht geringe Größe (42 Zoll) unseres Testgerätes
etwas eingeschränkt wird. Das sorgt dafür dass man sich im 3D-Betrieb näher
als früher bekannt vor den TV setzen sollte, möchte man dreidimensionale
Ausstrahlung des Bildes voll wahrnehmen.
Bild Gaming, 720p, PS3 Gran Tourismo Prologue
Im Modus "Game" brillert der VT20 mit ungeahnten
Qualitäten - umgehend werden die Befehle des Controllers umgesetzt, so etwas
wie Input Lag kennt der blitzschnelle Panasonic gar nicht. Das tiefe Schwarz und
die satten, reinen Farben setzen ebenfalls Maßstäbe. Die Fahrzeuge werden
enorm detailreich wiedergegeben, eine störende visuelle Überschärfung findet
sich beim VT20 nicht. Während die Fahrzeuge über die Rennstrecke brettern, ist
der Fahrbahnbelag sehr gut sichtbar, die vorbeifliegenden Werbebanner, Zäune
etc. kommen beinahe ruckelfrei zur Geltung. Insgesamt eine brillante, praktisch
fehlerfreie Leistung.
Upconversion, DVD-Filmmaterial, 576i auf 1080p, Star Wars
Episode III
Die gelbe Laufschrift zu Beginn des Films kommt sehr gut zum
Ausdruck. Wir wählten für eine kinorechte Bildwiedergabe im Sinne des
Regisseurs das uns wohlbekannt, hervorragende THX-Bildfeld, das zum
THX-bearbeiteten Star Wars Movie erstklassig passt. Die Laufschrift erscheint
farblich absolut authentisch, der ruhige, sichere Bewegungsablauf begeistert.
Die Buchstaben sind gleichmäßig eingefärbt und es kommt kaum zu
Wellenbildungen oder Artefakten. Der überragende Schwarzwert ist für einen
tiefen Bildeindruck verantwortlich. Es sind viele Sterne zu sehen, bevor kurz
darauf der republikanische Sternzerstörer durchs Bild grollt. Das riesige
Raumschiff wird vom VT20 scharf und klar wiedergegeben, so dass weniger
versierte Anwender glauben dürfen, es handele sich hier nicht um eine DVD,
sondern um HD-Material. Die sehr fein modellierte Kommandobrücke spricht ebenso
dafür wie der prima heraus gearbeitete Flügel, der in der Dunkelheit liegt.
Der bläuliche Triebwerksstrahl "blutet" nicht unschön aus. Als die
beiden Raumjäger mit Anakin und Obi-Wan an Bord sich im rasanten Flug von
hinten nähern, stellt der Panasonic beide parallelen Bewegungsabläufe, die
schnellen Bewegungen der Raumjäger und den sich langsamer bewegenden
Zerstörer, mit hervorragender Differenzierung dar. Als die beiden kleinen
Jäger den Zerstörer passiert haben, knicken sie nach unten in die Schlacht
über Coruscant ab. Hierbei eröffnet sich dem Betrachter ein weitläufiges
Panorama, das der VT20 bis in die unteren, der Planetenoberfläche besonders
nahen Bildebenen exzellent betont. Die unten liegenden Raumschiffe und
Raumstationen kommen ausgezeichnet und scharf zum Ausdruck. In der
Weltraumschlacht, die der Zuschauer nun aus nächster Nähe serviert bekommt,
beeindruckt wiederum die Bewegungsdarstellung. Die verschiedenen Explosionen
werden überragend und in erstklassiger Farbabstufung gezeigt.
Upconversion, DVD-Videomaterial, 576i auf 1080p, DVD-Discovery
In verschiedenen Geschwindigkeiten durchlaufende weiße Bälle
vor schwarzem Hintergrund werden vom VT20 erstklassig dargestellt. Es ist nur
eine minimale Ruckelneigung erkennbar, ansonsten herrscht Eitel Sonnenschein.
Die Konturen der Bälle sind klar erkennbar, auch deren Innenleben. Die weißen
Linien, über die sie laufen, stehen stabil. Bis auf leichtes Ruckeln wird auch
das Pendel, das in verschiedenen Geschwindigkeiten über eine stehende schwarze
Linie gleitet, akkurat wiedergegeben, selbst bei schneller Geschwindigkeit ist
das Pendelinnere (rot-blau) erkennbar. Die schwarze Linie steht stabil und es
gibt kaum Nachzieheffekte. Vertikal, diagonal oder horizontal in
unterschiedlichen Geschwindigkeiten durchlaufende Schachbrettmuster werden vom
VT20 sehr akkurat bearbeitet und erscheinen nahezu ruckelfrei, klar
differenzierbar und scharf.
Bild Tuner
Bild Satellitentuner HD: Hier beeindruckt der TX-P42VT20 mit hoher Bildruhe und einer enormen Schärfe bei 720p-TV-Signalen (ARD + ZDF HD, art HD), die Hochskalierung auf 1080p gelingt exzellent und ohne sichtbare Scalingartefakte. Die neutralen, angenehmen Farben und der hohe Kontrast sorgen zusammen mit dem tiefen Schwarzwert für eine lebendige sowie dynamische Wiedergabe. Details im Bildhintergrund arbeitet der VT20 sauber und mit exakt gezogenen Kanten ein. Die Farbverläufe präsentieren sich akkurat, die feinen Farbabstufungen, z.B. bei Hauttönen, sind sehr zu loben. Verwendet man bei Fernsehmaterial die Wandlung von 2D nach 3D, so steigt die Gesamtplastizität des Bildes merklich und man denkt, mehr visuelle Ebenen voneinander unterscheiden zu können. Wir raten zur Einstellung „mittel“ bei der Festlegung der Intensität des 3D-Effektes, da es in der stärksten Stellung zu leichten Nachziehern und Doppelkonturen kommt.
Bild Satellitentuner SD: Natürlich ist das SD-Bild deutlich unschärfer, was einfach an der weniger hochwertigen Signalversorgung hinsichtlich des Senders liegt. Die klaren, angenehmen Farben und die sehr gute Bildsauberkeit sind aber auch im SD-Betrieb große Vorzüge des Panasonic TVs. Auch Hauttöne wirken realistisch und sind fein nuanciert. Das Bildrauschen fällt relativ gering aus, Farbübergänge sind stimmig, es kommt nicht zum „Ausbluten“ von Farben.
Bild DVB-C-Tuner, HD: Auch hier liefert der TX-P42VT20 eine reife Leistung ab und überzeugt mit klarem, scharfem Bild. Allerdings ist die Neigung zu Treppenstufen an diagonalen Linien etwas stärker ausgeprägt, auch sind ab und zu minimale Artefakte sichtbar. Das Niveau des DVB-C-Tuners aber bilanzierend liegt unter Miteinbeziehung des Konkurrenzfeldes auf Top-Level – die natürlichen Farben, der sehr gute Kontrast und die angenehme Bildschärfe sind dafür verantwortlich.
Bild DVB-C-Tuner, SD: Das Bild erscheint recht natürlich und klar, die Schärfe ist in Anbetracht des Ausgangssignals tadellos. Auch hier gefällt die authentische Farbgebung. Rauschmuster oder Artefakte sind nur in geringem Umfang vorhanden. Die Bewegungswiedergabe ist ausgezeichnet , Bewegungen erscheinen flüssig und werden nahezu ohne Schärfeverluste realisiert.
Gesamtnote Bild in Relation zur Preisklasse: Hervorragend -
perfekt.
Klang
Klangmenü
Das Klangmenü des Panasonic TX-P42VT20 bietet verschiedene
Optionen. So gibt es voreingestellte Programme für Sprache und Musik sowie eine
Einstellung "Benutzer". Wählt man das Preset "Benutzer",
kann man auf einen 8-Band-EQ (grafisch) zurückgreifen, der bei 150, 250, 500,
1000, 2000, 3000, 4000, 8000 und 12.000 Hz Eingriffsmöglichkeiten bietet. Des
Weiteren kann man den Abstand zwischen Wand und Gerätelautsprecher einstellen
(unter oder über 30 cm). Auch gibt es Einstellmöglichkeiten für
Kopfhörerlautstärke und Balance. Der VT20 bietet verschiedene Programme zur
Erzeugung eines virtuellen Surround- und Stereopanoramas an. V-Audio, V-Audio
Surround und V-Audio Pro Surround. Letzteres Klangfeld erzeugt wirklich
Anzeichen von Räumlichkeit, ohne dass das gesamte Klangbild zu dumpf und hallig
wird. Eine Lautstärkekorrektur zum Angleich der Pegel ist ebenfalls mit
vorhanden. Für einen Flachbildschirm ist die Akustik recht gut. Der Klang ist
nicht zu blechern, zudem ist das eingebaute Lautsprechersystem recht pegelfest.
Stimmen sind sehr gut zu verstehen, das Klangbild erscheint relativ lebendig und
vielschichtig. Gesamtnote: Sehr gut.
Konkurrenzvergleich
Panasonic TX-P42GT20E:
Der preisgünstigere Kontrahent aus eigenem Hause bietet kein mitgeliefertes
WLAN-Modul, ist klanglich schwächer und kann bei den Themen Kontrastdynamik
im Detail und Schwarzwert nicht ganz mithalten. Wem eine exzellente
Ausstattung und ein über alle Maßen brillantes Bild enorm wichtig sein,
kann die 500 EUR Mehrpreis in Kauf nehmen.
Panasonic TX-L42V20E:
Der Edge LED-LCD-TV kann den Plasma-"Geschwistern" kaum Paroli
bieten. Allenfalls die maximal mögliche Helligkeit und der geringere
Stromverbrauch sprechen für den V20E.
Sony KDL-40HX805: Einer der
besten Edge LED-LCDs, die wir kennen. Toller Schwarzwert, nahe dran am
Plasma, und eine ordentliche maximale Helligkeit sprechen zusammen mit dem
nicht vorhandenen Flackern in hellen Räumen im 3D-Betrieb für den Sony.
Auch die Farbtreue ist überragend. Das nahezu perfekte THX-Bildprogramm im
2D-Betrieb und die in jeder Beziehung Maßstäbe setzende Plastizität setzt
der VT20 dagegen.
Philips 40PFL8605:
Scharf und klar ist das Bild des Philips. Er agiert plastisch und trumpft
mit einem guten Schwarzwert auf. Die Bildprogramme und die 3D Performance
liegen nicht ganz auf dem Niveau des Panasonic.
Samsung UE40C7700: Geht
es ums Design, spielt der Samsung ganz vorn mit. Top ist auch die
Ausstattung, und die Bildgüte ist ebenfalls lobenswert - Schwarzwert und
Kontrast sind prima, wenngleich der VT20 noch vorbeiziehen kann.
Fazit
Der Panasonic TX-P42VT20 beherrscht ebenso wie der
preisgünstigere "Bruder" TX-P42GT20
sein Metier erstklassig. Dass der 500 EUR teurere VT20 seinen Mehrpreis durch
inkludierten WiFi-Adapter, einen noch besseren Schwarzwert und eine nochmals
gesteigerte Kontrastdynamik rechtfertigt, ist typisch Panasonic - hier bieten
kostspieligere Geräte auch effektiv mehr und bringen nicht nur zusätzliche,
für die tägliche Praxis meist wertlose technische Spielereien mit. Die
effektiv arbeitenden vorprogrammierten Bildfelder, die zahlreichen, sinnvollen
Multimediafeatures und die praxisgerechte Anschlussbestückung sind weitere
Pluspunkte. Insgesamt dürfte es schwer fallen, ein leistungsfähigeres
Bildwiedergabegerät in der Klasse bis 2000 EUR zu finden - Panasonic hat es
einmal mehr geschafft, Maßstäbe zu setzen.
Visuell brillanter 42 Zoll-Plasma-TV, der aktuell den
Klassenmaßstab in der Liga bis 2.000 EUR darstellt
Flachbildschirme bis 42 Zoll Oberklasse
Test 28. Oktober 2010
+ Erstklassige 24p Stabilität
+ Herausragender Schwarzwert
+ Tolle 3D Performance
+ Authentische, Kino-gerechte Farbwiedergabe
+ Hervorragende Eignung für Gamer
+ Erstklassige Bildprogramme
+ Umfangreiche und sinnvolle Netzwerkfunktionen
+ Leichtes Sirren und minimale Geräusche der Lüfter