TEST: Blu-ray-Recorder Panasonic DMR-BS850 - HD-Aufnahmetalent mit 500 GB-Festplatte 

27. Februar 2010 (phk/cr)

Einführung

Noch gestern Fiktion, heute schon Wirklichkeit: Mit den Blu-ray-Diga-Recordern DMP-BS750 (250 GB HDD, 999 EUR) und dem DMP-BS850 (500 GB HDD, sonst identische Ausstattung, 1299 EUR) läutet Panasonic eine neue Ära im Recording ein. Grund genug für uns, den DMP-BS850 genau unter die Lupe zu nehmen. Eingebaut ins technische Wunderwerk sind Twin-HDTV-Satellitentuner sowie gleich zwei CI/CI-Plus-Schnittstellen, mit dem optionalen CAM-Modul und entsprechender Chipkarte ist so auch der Empfang von Angeboten, die auf der HD+ Plattform basieren, gewährleistet. Weitere Features umfassen eine USB-Schnittstelle sowie einen SD-Cardreader auf de3r Gerätefront, eine Netzwerkschnittstelle, die gleichzeitige Aufnahme von zwei Programmen sowie Decoder für Dolby TrueHD, Dolby Digital Plus und DTS-HD. Als BD-Player ist der DMP-BS850  natürlich ebenso bestens zu verwenden. Die Signalausgabe in 1080p/24 ist selbstverständlich möglich. Wer normale DVDs wiedergeben möchte, wird sich über die drei auswählbaren De-Interlacing-Betriebsarten freuen. Multimedia-orientierte Anwender möchte Panasonic mit dem Viera Cast-Angebot erfreuen. Applikationen unter anderem für tagesschau.de, bloomberg TV sowie YouTube sind mit an Bord. 

Verarbeitung

Gute Materialqualität

Gerätestandfüße

Tadellose Spaltmaße

Optisch tritt der DMR-BS850 im typischen Panasonic-Design mit verspiegelter Gerätefrontblende auf. Diese ist als Klappe ausgeführt, links befindet sich das Laufwerk, rechts befinden sich weitere Bedienelemente. Die aus Kunststoff bestehende Klappe ist von befriedigender Qualität, dafür weist der BD-Recorder richtige Gerätestandfüße und nicht nur simple Gumminoppen auf. Die Passungen des Gehäuses sind akkurat ausgeführt, die Spaltmaße erscheinen relativ klein und zudem gleichmäßig. Das segmentbasierte Display könnte bezüglich der Auflösungsgüte noch ein Upgrade vertragen. Alle Anschlüsse sind ordentlich eingepasst, der Lüfter, der sich auf der Rückseite befindet, ist ordentlich verschraubt. Die mitgelieferte Fernbedienung ist solide, aber aus fertigungstechnischer Sicht kein Highlight. Gesamtnote in Relation zur Preisklasse: Ausgezeichnet.

Anschlüsse

Netzwerkschnittstelle, HDMI, Common Interface (CI+), in doppelter Ausführung 

Optischer und koaxialer Digitalausgang, FBAS Video, Komponente, 2-Kanal-Audio-analog-Ausgang

2 x Scart

Anschlüsse vorn, Teil 1: DV in, SD-Karten-Slot, USB

Insgesamt ist die Anschlussauswahl reichhaltig und sinnvoll. Wer noch ältere Komponenten zu Hause hat, wird sich über die beiden Scart-Terminals freuen. Für modern ausgerichtete Anwender sind USB- und Netzwerkschnittstelle sowie ein SD-Karten-Slot mit an Bord. Für User, die einen Camcorder mit DV-Ausgang verwenden, wird auch ein DV-Eingang, praktisch auf der Gerätefront untergebracht, angeboten. Gesamtnote in Relation zur Preisklasse: Ausgezeichnet - hervorragend. 

Menü-Screenshots

Kopier-Menü

Direct Navigator, mit einem Tastendruck auf der FB aufzurufen

EPG

Function Menu - BD-Einstellungen

Function Meu - weitere Funktionen

Function Menü - "Spiele alle Videos"

Menü "Einstellungen"

Submenü "Anschluss"

Verschiedene Features in der Übersicht
  • Automatischer Sendersuchlauf (bezieht sich auf den eingebauten HD-DVB-S2-Tuner): Der automatische Sendersuchlauf wird in den weiteren Funktionen unter Einstellungen im Funktionsmenü des BD-Recorders aufgerufen. Das Panasonic Gerät prüft an welchen Eingängen Signal anliegt und durchsucht die Transponder des Satelliten. Es können verschiedene Satelliten (beispielsweise Astra 19.2E und Astra 28.2E oder Hotbird 13°) an beiden LNBs oder das gleiche Signal an beiden Eingängen angelegt werden. Zu Beginn wird geprüft an welchen LNBs Signale anliegen, dann wird der Suchlauf gestartet. Der automatische Sendersuchlauf eines Satelliten dauert etwas unter 9 Minuten. Ist die Suche abgeschlossen kann noch der Energiesparmodus ein- oder ausgeschalten werden. Natürlich kann auch ein manueller Sendersuchlauf durchgeführt werden.
  • Netzwerkeinstellungen: Unter Einstellung finden sich auch die "Netzwerkeinstellungen". Wer über eine automatische Zuweisung der IP-Adresse verfügt, sollte nach Anbinden des Ethernet-Kabels schon mit der Konfiguration abgeschlossen haben. Möchte man sich absolut sicher sein hilft ein Blick auf IP-Adresse/DNS-Einstellungen und den sich dort befindlichen Verbindungstest. Im Redaktionsnetzwerk klappt die Einbindung schnell und problemlos.

Viera Cast - Overview über das Angebot

Bloomberg TV

tagessschau.de

  • Panasonic Internet-Angebote: Unter Weitere Funktionen und "Netzwerk" kann auf ausgewählte Internet-Angebote zugegriffen werden. In einem Overview werden verschiedene Angebote angezeigt: Möglich ist der direkte Zugriff auf tagesschau.de, YouTube, Picasa, Bloomberg, Bild.de. Ferner ist grafisch gut gemachte Wettervorhersage auf dem Startbildschirm zu sehen. Zuvor sollte jedoch im Setup der etwas störende "Piepton" deaktiviert werden. Dort können auch weitere Anwendungen und Internet-Dienste hinzugefügt werden, sofern sie verfügbar werden.

USB-Wiedergabe

  • USB: Hinter der Frontblende unten befindet sich links des SD-Kartenslots der USB-Eingang. Bild- Ton und Videowiedergabe über diesen Massenspeicher soll möglich sein. Hier ist zu beachten dass der USB-Stick im FAT32-Dateiformat vorliegen muss, NTFS formatierte Massenspeicher werden nicht erkannt. Der DMR-BS850 spielt ohne Probleme MP3-Audiodateien, JPEG-Bilder und DivX, MPEG2 und ACHD-Videodateien ab. Wie in der Einführung erwähnt können diese auch vom USB-Medium auf die HDD übertragen und dort abgelegt werden. Eine Speicherung auf einen optischen Datenträger ist ebenso vorgesehen. Selbstverständlich können auch Wiedergabelisten erstellt werden. Die üblichen Verdächtigen à la Diashow und hinterlegte Musik sind natürlich mit an Bord.
  • SD-Karte Die Funktionsweise mit der SD-Karte entspricht in großen Teilen der USB-Sektion. Die Format-Auswahl ist mit JPEG, MPEG2 und AVCHD etwas geringer. Auch hier ist eine Übertragung der vorhandenen Dateien auf die interne Festplatte des Rekorders möglich. Layout inklusive Thumbnail-Vorschau bei Bildern entspricht der USB-Auswahl, eine Diashow kann auch hier gestartet werden.
  • Auf der Festplatte kann man auch jpegs, MP3-Files und AVCHD-Dateien ablegen. Diese Formate werden problemlos wiedergegeben. Nur von USB werden MPEG2-Videos zusätzlich abgespielt. Sehr komfortabel ist die Streamingmöglichkeit von Daten von der Festplatte zu im Netzwerk ebenfalls eingeloggten Panasonic BD-Playern der 2010er Produktgeneration mit DLNA-Zertifikat. .
  • HD Plus-Modul: Ist man bereits im Besitz eines HD plus-Moduls, ist eine Aufnahme der privaten Sender in HD problemlos möglich. Wir haben dies allerdings nicht im Test überprüfen können, da kein HD+-Modul zur Verfügung stand, sondern haben es im Rahmen einer Panasonic-Demonstration beobachten können. 
  • Brennen einer Blu-ray: Vor dem Brennvorgang wird die BD zunächst formatiert, dieser Vorgang dauert bei einer BD-R(E) mit 25 GB Speicherplatz nicht einmal eine Minute. Ist die optische Disc formatiert, kann der Kopier- und Brennvorgang gestartet werden. Durch den Punkt "Kopieren" im Funktionsmenü gelangt man in den dafür vorgesehenen Bereich. Zunächst wird hier Quell- und Zielgerät angegeben: Neben der Übertragung auf Blu-ray können also auch Übertragungsvorgänge mittels anderer Speichermedien vorgenommen werden (Beispiel: BD->HDD oder USB->HDD etc.). Nach Auswahl der Kopierrichtung muss der gewünschte Modus ausgesucht werden, also ob Videos oder Bilder gebrannt werden sollen und in welcher Qualität die Archivierung stattfinden soll. Wählt man "Original-Qualität" können Direktaufnahmen in HD und SD abgespeichert werden. Auch die bereits kompressionsbehaftet encodierten HD-Aufnahmen können so gespeichert werden, nicht aber encodiertes SD-Material, hierfür muss bei Aufnahme-Modus "Normale Qualität" gewählt werden. Jetzt werden noch aus einer Liste die zu brennenden Dateien hinzugefügt und der Brennvorgang kann gestartet werden.
  • Abspielen einer gebrannten Blu-ray: Unser gebranntes Videomaterial will natürlich auch abgespielt werden. Wir haben die fertige BD in unseren Panasonic DMP-BD60 eingelegt und erwarten gespannt den Wiedergabevorgang. Es präsentiert sich ein dem Blu-ray Recorder-Menü ähnliches Layout mit - zu unserem Wohlgefallen - allen unseren ausgewählten Materialien. Direktaufnahmen, leicht und schwer kompressionsbehaft codiertes HD-Material wurde auf die Disc gebrannt und kann jetzt auf einem herkömmlichen BD-Spieler wiedergegeben werden. Der einfache Grund: Der Panasonic Blu-ray Player codiert die Direktaufnahmen, die schon in h.264 - einem in der Blu-ray Spezifikation definierten Videocodec - vorliegen, auch mit diesem Videocodec. Die Blu-ray Spezifikation fordert eine Einhaltung gewisser Parameter während des sogenannten Encoding-Vorgangs, da diese alle eingehalten werden, können die gebrannten Blu-rays von jedem beliebigen Blu-ray Player abgespielt werden.

Insgesamt glänzt der BD-Recorder mit einer Vielzahl an nützlichen Features, die den täglichen Umfang mit dem Gerät deutlich erleichern. Praktisch ist, dass die mit dem DMR-BS850 aufgenommenen BDs auch in anderen BDPs abgespielt werden können - selbst wenn diese nicht von Panasonic sind. Gesamtnote in Relation zur Preisklasse: Ausgezeichnet. 

Bedienung und Betriebsgeräusch, Laufwerk

Lüfter auf der Rückseite

Übersichtliche Fernbedienung

Direktzugriff auf wichtige Funktionen

Steuerung für TV-Kanalwahl und Lautstärke

Display

Die Fernbedienung kommt im bereits bestens bekannten Panasonic-Layout - es ist keinerlei Umgewöhnung erforderlich, um den erweiterten Funktionsumfang des DMR-BS850 zu beherrschen. Mittels Direktwahltasten gelangt man ins Funktiomsmenü oder kann direkt die umfangreichen Viera Cast-Applikationen aufrufen. innerhalb des Funktionsmenüs können Kopiervorgänge, z.B. von HDD auf Blu-ray, gestartet werden. Ferner sind dort weitere Wiedergabeoptionen für die BD-Wiedergabe anwählbar. Auch aus diesem Menü sind die verschiedenen SD-Card- und USB-Stick Multimediaanwendungen steuerbar. Die Umschaltzeiten- z.B. wenn man vom Viera Cast-Menü auf den Tuner wechseln möchte - sind relativ lange.  Hier muss man teilweise bis zu 10 Sekunden Wartezeit einkalkulieren. Auch das Kopieren von Daten, z.B. von einem USB-Stick, auf die HDD dauert recht lang, ebenso das Komprimieren von HD-Originalaufnahmen. Ansonsten überzeugen die grafisch schlicht, aber sauber und verständlich aufgebauten Menüs in sehr guter Übersetzungsqualität. Zusätzlich werden Hilfetexte zum leichteren Verständnis der jeweiligen Funktion offeriert. Das Segment-Gerätedisplay löst relativ grob auf, ist aber ordentlich ablesbar. Die wenigen Bedienelemente, die sich auf der rechten Seite der Frontblende hinter einer Klappe befinden, geben keine Rätsel auf. Im BDP-Betrieb steht beim etwas langsamen Kapitelsprung leider keine Anzeige des aktuellen Kapitels auf dem TV-Screen zur Verfügung. 

Hinten auf der Rückseite ist ein Lüfter montiert, der permanent läuft - aber sich ausgesprochen leise verhält. Die eingebaute Festplatte arbeitet ebenfalls recht ruhig, ein leises Summen ist bis zu einem Abstand von 1 Meter zu vernehmen. Dei Einlesezeiten bei BDs sind etwas schneller als vom Panasonic DMP-BD60 mit neuester Firmware, aber noch nicht so schnell, wie es sich der etwas ungeduldig veranlage Anwender wünscht. Beim Einlegen einer DVD gehen die Einlesezeiten in Ordnung. Dafür ist hier der Layerwechsel noch etwas zu optimieren. Wir wünschen uns hier einen komplett unmerklichen Verlauf. Prima: das leise Laufgeräusch sowie die hohe Betriebssicherheit des eingebauten Laufwerks. Es gab im Testbetrieb keinen Absturz zu verzeichnen. Gesamtnote in Relation zur Preisklasse: Ausgezeichnet. 

Testequipment
Bildqualität

Wie gut sind Aufnahme- und Wiedergabe-Bildqualität beim DMR-BS850?

  • Eingebaute Video-Zusatzfunktionen: Im Options- und Wiedergabemenü finden sich die folgenden Optionen: verschiedene Modi (Normal/Cinema/Soft/Fine), HD-Optimierung ein/aus, Progressive-Modus schaltbar (Auto/Film/Video).

Hervorragendes HD-Bild

  • Bildqualität DVB-S2-Tuner: Das Erste HD, Olympia-Übertragung Eiskunstlaufen: Das sehr plastische, scharfe, kontrast- sowie detailreiche Bild überzeugt auch mit der hohen Stabilität und der gekonnten, flüssigen Bewegungswiedegabe. Es kommt kaum zu Nachziehern oder Doppelkonturen. Die von den Kufen der Schlittschuhe stammenden Kratzer im Eis werden genau erkannt, ebenso die Kleider der Eiskunstläuferinnen. Die lebendige und authentische Farbgebung begeistert. Im direkten Vergleich erzielt der DVB-S2-Tuner des BD-Recorders ein nochmals besseres Ergebnis als der DVB-S2-Tuner unseres Panasonic TX-P65V10E. Das Bild wirkt noch besser durchstrukturiert, plastischer und detailschärfer. Auch im SD-Betrieb (Pro 7: Scrubs) punktet die Bildqualität praktisch voll. Die hohe Bewegungsstabilität ist ebenso hervorzuheben wie die für hochkonvertiertes SD-Material exzellente Bildschärfe. Das Bild erscheint farblich klar, es ist nur geringes Rauschen festzustellen.

Verschiedene Kompressionsstufen sind wählbar, getrennt für HD- und SD-Material

  • HD-Aufnahme in niedriger Kompressionsstufe auf HDD, im Vergleich zur unkomprimierten HD-Aufnahme: Zunächst wird das Bild unkomprimiert aufgenommen. Die Bildqualität weist gegenüber dem Quellsignal keine sichtbaren Einschränkungen auf. Um Platz auf der HDD zu sparen oder aber um mehr Material auf eine BD-R zu brennen, kann man die Aufnahmen anschließend in verschiedenen Qualitätsstufen komprimieren. Für HD und SD stehen  jeweils vier verschiedene Kompressionsstufen zur Verfügung. In der geringsten HD Kompressionsstufe fällt es schwer, einen Qualitätsunterschied zur Originalaufnahme auszumachen. Lediglich ein minimales Rauschen bei dunklem Bildhintergrund ist auszumachen. Bildschärfe, Detaillierung und Bewegungsdarstellung weisen praktisch keinen Unterschied auf. In der nächsthöheren Kompressionsstufe (HX - Normal) muss man mit qualitativen Einschränkungen legen. Hauptsächlich betreffen diese die Detaillierung im hochfrequenten Bildbereich (diese wirkt nicht mehr ganz so ausgeprägt) sowie die Gesamtbildschärfe (Bild erscheint flauer). Zudem sind etwas mehr Kompressionsartefakte sichtbar. Objektkanten erscheinen nicht mehr so stabil und ruhig wie beim geringstem Kompressionsmodus. Die Wiedergabe der Farben lässt auch in diesem Modus keine Wünsche offen. 
  • SD-Aufnahme: Umkomprimiert ist keine Verschlechterung der Bildgüte gegenüber dem Quellsignal auszumachen. Im XP-Modus (geringste Kompression) ist keine deutliche Verschlechterung zu erkennen. Anscheinend durchgeht das Signal eine Nachbearbeitung, die sich in reduziertem Rauschen und einer etwas erhöhten Bildschärfe zeigt. Dadurch treten aber an komplexen Objektkanten leichte digitale Artefakte auftreten.

Hervorragende Qualitäten als BD-Player

Im Einstellungsmenü, Unterpunkt Anschlüsse und dann "HDMI", muss die 24p-Wiedergabe aktiviert werden

  • Bildqualität bei der Wiedergabe von BDs (Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels): Die Bildgüte bei der BD-Wiedergabe ist hervorragend und noch besser als bei den 2009er Panasonic BDPs. Besonders Bildtiefe und Plastizität begeistern und befinden sich auf dem Level hervorragender, teurer Standalone-Player. Auch das tiefe Schwarz und die Kino-gemäße Farbwiedergabe erfreuen das Auge des geschulten Betrachters. Das Öffnen der Tore zu AREA 51 geschieht in exzellenter 24p Stabilität ruhig und ohne Ruckeln. Die Struktur der Hangartore ist während des Bewegungsablaufes jederzeit gut zu erkennen. Indys Gesicht mit den Bartstoppeln und den Furchen kommt sehr präzise durchgezeichnet beim Zuschauer an. Das Blitzen in seinen Augen erscheint sehr realistisch. Die Bildtiefe, als die Kamera ins Innere des gewaltigen Hangars schwenkt, ist überragend.
  • Bildqualität bei der Wiedergabe von DVDs, Filmmaterial, in 1080p. Star Wars Episode III: Die dritte Episode des Weltraum-Epos beginnt mit der typischen, nach hinten ablaufenden, gelben Schrift. Vor einem minder rauschfreien und klaren Himmel mit zahlreichen Sternen läuft die Einführung des Spektakels nach hinten ab. Ohne flimmernde Buchstabenränder, Skalierungsartefakte und Wellenbewegungen sind die einführenden Worte bis in die hinterste Bildschirmebene klar erkennbar. Unser einziger Kritikpunkt bei diesem ersten Eindruck ist das nicht absolut authentische Ockergelb, minimal zu blass können wir es beobachten. Die Einführung hinter uns gebracht, sehen wir die kleinen Raumjäger von Obi-Wan und Anakin, die sich in halsbrecherischen Manövern über den Sternzerstörer bewegen. Gute Kontrastdynamik Detailreichtum am Heck des Zerstörers gefällt auch anspruchsvollen Anwendern, besonders hervorzuheben ist die absolute Bewegungsruhe und Flimmerfreiheit der Objektkanten bei schnellen Bewegungen wie dem Abknicken der Jäger auf das darunter liegende Coruscant. Die Tiefenstaffelung der verschiedenen gegnerischen Schiffe ist hoch und klar differenziert gegenüber der Planetenoberfläche. Auch Explosionen verlaufen Artefaktfrei und werden in authentischer Farbgebung präsentiert, dies setzt sich in der natürlichen Gesichtsfarbe in der Großaufnahme der Jedis fort. 
  • Bildqualität bei der Upconversion von DVDs mit Videomaterial in 1080p: Bei der AVEC Professional Test DVD werden die Schriften in verschiedenen Geschwindigkeiten mit nur sehr geringen Nachzieheffekten, sichtbar auch ausschließlich bei den am schnellsten durchlaufenden Schriften, dargestellt. Die Schärfe ist ausgezeichnet, die Farbtrennung ist gut - der Blau-/Rot-Bereich ist nicht ganz perfekt, es sind leichte Doppelkonturen zu erkennen. Das Pendel, welches in unterschiedlichen Geschwindigkeiten über eine schwarze Linie gleitet, punktet ebenfalls durch stabile Wiedergabe. Die Linie steht stabil, es kommt kaum zu Nachzieheffekten. Die Pendelspitze wird gut dargestellt. Das Innere des Pendels ist jederzeit klar und sauber erkennbar. Beim bewegten Stadtbild von Esslingen überzeugt die rauscharme und scharfe Wiedergabe. Farben werden sehr schön erfasst, nur das Grün weist einen ganz minimalen Gelbstich auf. Die rostroten Hausdächer kommen exzellent zur Geltung. Die Detailwiedergabe ist überragend. Bewegungswiedergabe ist wirklich zu loben - es kommt nur in sehr geringem Umfang zu Unschärfen und zur Artefaktebildung. Insgesamt eine weit überdurchschnittliche Leistung. 

Aufgrund der Tatsache, dass der DMR-BS850 der erste Blu-ray-Recorder ist, den wir im Testbetrieb untersuchen konnten, können wir natürlich keine komplette Konkurrenzanalyse anbieten. Was wir jedoch klar feststellen können - bezüglich der Bildgüte bei der BD- und DVD-Wiedergabe wird Oberklasse-Niveau offeriert. So lässt der BD-Recorder damals hoch talentierte, mittlerweile ältere BDPs vom Schlage eines Pioneer BDP-51FD oder sogar eines Denon DVD-2500BT hinter sich. Besonders deutlich werden die Vorzüge des DMR-BS850 bei der Wiedergabe von DVDs, die er exzellent von 576i auf 1080p hochrechnet. Gerade das sehr stabile De-Interlacing erfreut auch das Auge des versierten Betrachters, hier wird ein Level erzielt, der vor kurzem noch reinen Oberklasse-Geräten vorbehalten war. 

Gesamtnote in Relation zu Preisklasse und Gerätekategorie: Hervorragend - perfekt. 

Klang

Akustisch liefert der Recoder eine saubere Leistung ab - bei der Tonsignalausgabe über HDMI wird ein erstaunlich detailreiches sowie lebendiges Klangbild erzielt, das in keinster Weise unter der Qualität liegt, die wir von ordentlichen Standalone-Playern her kennen. Geraded die Auflösung im Hochtonbereich ist gut gelungen, aber auch der Bassbereich, deutlich erkennbare Strukturen und eine authentische Nachdrücklichkeit sind hier hervorzuheben. Bei analoger Tonsignalausgabe setzt sich der DMR-BS850 ebenfalls deutlich besser in Szene, als wir es erwartet hätten. Auch hier lässt sich der BD-Recorder nicht nachsagen, nur einen "faulen Kompromiss" darzustellen. Er agiert selbst bei der Wiedergabe von Stereosignalen, die von einer CD kommen, mit klarer und glaubwürdiger Bühnendarstellung, gekonnter Einarbeitung vokaler Elemente und einem zwar nicht enorm brillanten, dafür angenehmen Hochtonbereich. Vergleichen wir die akustische Gesamtperformance mit uns bekannten BD Standalones, so schneidet der Recorder richtig gut ab und kann sich problemlos mit Standalone-Playern der oberen Mittelklasse messen. Gesamtnote in Relation zur Preisklasse: Ausgezeichnet - hervorragend. 

Fazit

Hightech-Instrument: DMR-BS850

Der DMR-BS850 präsentiert sich als ausgesprochen modernes, qualitativ hochwertiges Produkt, das mit vielen Glanzleistungen aufwarten kann. Der eingebaute DVB-S2-Tuner liefert schon beinahe überwältigende Ergebnisse und besticht mit einem enorm plastischen, scharfen Bild bei der Darstellung von HD-Quellen. Diese können dann ohne qualitative Einschränkungen 1:1 aufgezeichnet werden. Verwendet man die geringste Kompressionsstufe, so kann man schon etwas Platz sparen, muss aber praktisch keine Einbußen bei der Bildqualität hinnehmen. Diese treten erst - in leichtem Umfang - bei der nächsthöheren Kompressionsstufe in Erscheinung. Aber auch im normalen Modus sind die Ergebnisse noch sehr gut. Der Tuner liefert auch ein ausgezeichnetes Bild bei SD-Signalen, welche qualitativ tadellos aufgenommen werden können. Als Blu-ray- und DVD-Player brilliert der Diga-Recorder ebenfalls. Die stabile 24p-Wiedergabe und die exzellente Bildtiefe begeistern bei der Blu-ray-Wiedergabe, das stabile De-Interlacing und das rauscharme, scharfe Upscaling  sorgen für ein volles Punktekonto bei der DVD-Darstellung. Multimedial talentiert, trifft der DMR-BS850 auch den Geschmack von Anwendern, die bei ihrer Kaufentscheidung flexible mediale Einsatzmöglichkeiten fokussieren. USB-Anschluss sowie SD-Card-Slot und umfangreiche Netzwerkfunktionen stehen hier auf der Habenseite. Auch akustisch gefällt der DMP-BS850 mit seinem gleichermaßen klaren wie angenehmen Klang bei analoger und digitaler Signalausgabe. Noch nicht ganz überzeugt haben uns die teilweise trägen Reaktionen des Gerätes. So dauert das Kopieren z.B. von einem USB-Stick auf HDD relativ lang, ebenso sind die Umschaltzeiten, wenn man z.B. von BD-Betrieb auf Tuner-Betrieb gehen möchte, zeitlich etwas üppig bemessen. Insgesamt aber ist der DMR-BS850 ein faszinierendes Produkt mit überaus vielfältigen Einsatzmöglichkeiten und sehr hoher Betriebssicherheit. 

Hochmoderner, reichhaltig und sinnvoll ausgestatteter Blu-ray-Recorder mit erstklassiger Bild- und Tonqualität

Blu-ray-/DVD-Recorder Oberklasse

+ Exzellenter Tuner
+ In den niedrigen Kompressionsstufen und im 1:1 Originalmodus brillante Aufnahmequalität
+ Problemloses Brennen von HDD-Inhalten auf Blu-ray
+ Hervorragende Qualitäten als Blu-ray-Player
+ Überragendes De-Interlacing und Upscaling von DVD-Signalen
+ Tadellose digitale und analoge Audio-Signalausgabe
+ Prima Multimedia-Qualitäten
+ Trotz des immensen Funktionsumfangs einfache Bedienung
+ Hohe Betriebssicherheit
+ Fairer Kaufpreis

- Teils langsame Reaktionenen auf gegebene Befehle
- Teils etwas träge Kopiervorgänge (z.B. von USB auf HDD)

Technische Daten
  • Features
    Aufnahmemedien
    Festplatte 500 GB
    BD-RE Ja
    BD-RE DL Ja
    BD-R Ja
    BD-R DL Ja
    DVD-RAM Ja
    DVD-R Ja
    DVD-R (Dual Layer) Ja
    DVD-RW (VM) Ja
    DVD+R Ja
    DVD+R (Double Layer) Ja
    DVD+RW Ja
    Abspielformate
    BD-ROM Ja
    BD-RE Ja (BD-AV, BD-MV, JPEG)
    BD-RE (DL) Ja (BD-AV, BD-MV, JPEG)
    BD-R Ja (BD-AV, BD-MV)
    BD-R (DL) Ja (BD-AV, BD-MV)
    DVD-Video Ja
    DVD-RAM Ja (AVCHD, JPEG)
    DVD-R (DL) Ja (DVD-Video, AVCHD Video/
    MP3/ JPEG/ DivX)
    DVD-RW Ja (DVD-Video, AVCHD Video/
    MP3/ JPEG/ DivX)
    DivX Ja (von USB, CD und DVD-R /
    -R(DL))
    DVD+R Ja (Video)
    DVD+RW Ja (Video)
    CD-R/RW-kompatibel Ja
    JPEG Ja
    MP3 Ja (von HDD, USB, DVD-R /
    -R(DL), CD-R / RW)
    AVCHD Ja (alle DVD-Formate,
    SD/SD-HC)
    Aufnahmeformate
    Video MPEG4-AVC/H.264// MPEG2
    Dolby Digital 2ch Ja
    LPCM Ja
    Dolby Digital 5.1 Ja
    Dolby Digital Plus Ja
    Full HD Aufnahme im DR Modus Ja (auf
    HDD/BD-RE(DL)/BD-R(DL))
    AUFNAHME ZEITEN /
    QUALITÄTEN
    Festplatte
    DR Modus HD (14 MB/s): 77 Std.; SD (5
    MB/s): 215 Std.
    HG/HX/HE/HL Modus in Std. (Full
    HD)
    80/120/180/240
    XP/SP/LP/EP Modus in Std. (SD) 110/220/442/664(885)
    50GB BD-RE DL/-RDL
    HG/HX/HE/HL Modus in Std. 8/12/18/24
    XP/SP/LP/EP Modus in Std. 10,5/21/42/63(84)
    DR Modus HD (14 MB/s): 7 Std. 30 Min.;
    SD (5 MB/s): 21 Std.
    25GB BD-RE DL/-RDL
    HG/HX/HE/HL Modus in Std. 4/6/9/12
    XP/SP/LP/EP Modus in Std. 5,2/10,5/21/31,5(42)
    DR Modus HD (14 MB/s): 3 Std. 30 Min.;
    SD (5 MB/s): 10 Std. 15 Min.
    Aufnahmefeatures
    FR-Modus Ja
    Timer-Aufnahme Ja (32 Programme)
    Bedienerfreundlichkeit
    Elektronischer Programmführer
    (EPG)
    Ja (DVB-S SI-EPG)
    Timeraufnahme über EPG Ja
    Titelübernahme Ja
    Quick-Start-Aufnahme Ja
    EPG Anzeige Ja
    DIGA Home Server Ja
    VIERA Link Ja (HDAVI Control 4)
    VIERA Cast Ja
    Direct Navigator Ja
    Bilder Diashow mit Musik Ja
    Dolby Digital 5.1 Aufnahme Ja
    Untertitel Aufnahme Ja
    Musik Jukebox auf der Festplatte Ja
    Gracenote-Datenbank Ja
    Pausing Live TV Ja
    Kindersicherung Ja
    Video Features
    PHL Reference Chroma Processor
    Plus
    Ja
    UniPhier Prozessor Ja
    High Precision 4:4:4 Ja
    P4HD-Wandler Ja
    1080 / 24p Ausgabe über HDMI Ja
    Skalierung auf 1080p über HDMI Ja
    Deep Color Ja
    x.v. colour Ja
    High Bit rate über HDMI Ja
    Audio Features
    Decoder (DD Plus / Dolby True HD /
    dts HD / dts HD Master)
    Ja
    Bitstream Ausgabe (DD Plus / Dolby True HD)
    Bitstream Ausgabe (dts HD High Resolution / dts HD
    Master)
    Dialogue Enhancer Ja
    Anschlüsse
    HDMI-Ausgang Ja ( Deep Colour, x.v.ColourTM,
    High Bit rate Audio)
    Scart-Anschluss 2 x
    Common Interface (CI Plus) Ja (2 Slot)
    Komponentenausgang Ja
    Front AV (Video/Audio-IN) Ja
    Video Ausgang (BACK) Ja
    DV Eingang (IEEE1394/iLink) Ja
    Audio Ausgang Ja (Cinch)
    SD-HC Karten-Slot Ja
    USB-Anschluss Ja (USB 2.0 High Speed)
    Digital-Ausgang opt. Ja (PCM, Dolby Digital, DTS,
    MPEG)
    Digital-Ausgang coax. Ja (PCM, Dolby Digital, DTS,
    MPEG)
    Ethernet-Schnittstelle Ja
    USB-Anschluss
    Transfer Ja (MP3, JPEG, MPEG2, AVCHD)
    Features
    Wiedergabe Ja (DivX, MP3, JPEG)
    SDHC-Speicherkarte
    Wiedergabe Ja (JPEG/ MPEG2/ AVCHD)
    Transfer Ja (JPEG, MPEG2, AVCHD)
    Technische Daten
    Abmessungen (B x H x T) 43,0 x 6,6 x 23,9 cm
    Farbe schwarz
    Fernsehsystem DVB-S/S2 2x
    Sat-Kanäle (950 MHz - 2150 MHz) (ATP mit
    Sortierung)
    LNB DISEqC 1.0 (13 / 18 Volt max.
    400 mA
    Programme 3999 SAT- Programme
    Videosystem PAL-Fabsignal, 625 Zeilen, 50
    Halbbilder; NTSC-Farbsignal, 525
    Zeilen, 60 Halbbilder
    Stromverbrauch 65 Watt
    Stromverbrauch (Standby) 7 Watt
    Stromverbrauch im ECO-Sparmodus 0,3 Watt
    Stromversorgung 220 - 240 V
    Gewicht 3,3 Kg


    Test: Philipp Kind, Carsten Rampacher
    27. Februar 2010

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