TEST: Panasonic Blu-ray-Player DMP-BD85 - kristallklares bild und üppige Ausstattung

29. Mai 2010 (cr/sw)

Schlichter Auftritt

Reichhaltige Anschlussbestückung

Fernbedienung

Einführung

Für 349 EUR ist der Panasonic Blu-ray-Player DMP-BD85 aus der 2010er Kollektion erhältlich. Umfangreiche Multimediafeatures und aufwändige Videomerkmale zum Erreichen einer exzellenten Bildqualität zeichnen den BD-Player aus. Wir haben genau untersucht, ob hier ein neuer "Star" in der Mittelklasse geboren ist. 

Key Features

  • Extrem schnelles Booten
  • Mitgelieferter WLAN-Adapter (WLAN a, b,g,n) und DLNA-Zertifikat
  • Viera Cast
  • SD-XC-Kartenleser
  • 2 x USB
  • Eingebauter Decoder für DD Plus, Dolby TrueHD, DTS-HD, auch analoge Ausgabe über Multkanal-Cinch-Ausgang möglich
  • HDMI 1.3a Ausgang
  • UniPhier Videoprozessor
  • Video-EQ mit vorprogrammierten Bildfeldern und Justage verschiedener Parameter durch den User
  • 3 Progressive-Modi
Verarbeitung

Display mit zu grober Auflösung

Gute Gerätestandfüße

Saubere Passungen

Ordentliche Verarbeitung im Geräteinneren

Netzteilsektion

Die Verarbeitung ist bilanzierend prima. Zwar geht dem DMP-BD85 enorme Noblesse ab, aber ernsthafte Kritikpunkte finden sich bis auf das nach wie vor zu grob auflösendes Display keine. Die Frontblende sitzt recht passgenau, die rechtsseitig vorhandene Klappe, hinter der sich SD-Card-Einschub und 2. USB-Eingang befinden, ist sehr einfach gelagert und relativ dünn. Gut haben uns die Gerätestandfüße gefallen. Die Geräterückseite weist keine Besonderheiten auf - die Anschlüsse sind von normaler Güte und wackeln nicht. das Innenleben ist schlicht, aber ordentlich verarbeitet. Das einfach erscheinende Laufwerk agiert relativ leise. Die mitgelieferte Fernbedienung ist bestens bekannt und entspricht dem Standard der Preisklasse. Gesamtnote in Relation zur Preisklasse: Sehr gut. 

Anschlüsse

HDMI-Ausgang

Analoger Mehrkanalausgang 

2-Kanal-Audioausgang und Komponentenvideo-Ausgang (analog)

SD Kartenleser

2 x USB - hier der vordere Eingang

Mitgelieferter WLAN Adapter

  • HDMI 1.3a
  • Komponente-analog
  • FBAS
  • 2 x USB
  • SD-Kartenleser (SDXC und SDHC)
  • 5.1 Mehrkanalausgang (Cinch-analog), kann in Verbindung mit dem normalen 2ch Audioausgang als 7.1 Ausgang genutzt werden. Im Menü unter dem Punkt "Analoge Audioausgabe" wird die entsprechende Zuordnung vorgenommen. 
  • 2-Kanal Cinch-Audioausgang
  • Optischer und koaxialer Digitalausgang
  • Netzwerkschnittstelle
  • WLAN-fähig durch beiliegendes Dongle

Eine nahezu perfekte Anschlussbestückung zeichnet den Panasonic DMP-BD85 aus. Nichts wird vermisst - und mit dem beliegenden WLAN-Dongle offeriert der Player einen echten Mehrwert. Gesamtnote in Relation zur Preisklasse: Perfekt. 

Menü - Video Overview

 

Menü-Screenshots

Setup - Übersicht

HDMI-Setup

Setup für analoge Audioausgabe

Die Menüs sind im typischen Panasonic-Stil gehalten und bieten praxisgerechte Einstellmöglichkeiten. Alle Zusatzfunktionen lassen sich einfach nutzen. Die Einbindung ins Netzwerk gestaltet sich einfach. Die Funktion "Hoe Klangklarheit" im Audiomenü soll die Klangqualität bei der HDMI-Signalübertragung nochmals steigern. Drückt man die "Display" Taste bei eingelegter Disc auf der Fernbedienung, öffnet sich ein weiteres Menü, unter anderem auch mit Video EQ (weiter unten besprochen) und Audiofeatures. Hier finden sich unter anderem eine schaltbare Dialoganhebung und auch hier kann man die "Hohe Klangklarheit" einstellen. Drei Remaster-Schaltungen sind ebenfalls vorhanden, diese nehmen sich Musikstücken in verschiedenen Tempi und Ausprägungen an, indem sie den Oberwellenbereich beeinflussen. Auch eine "Nacht Surround Schaltung" ist vorhanden. Hinzu kommen 3 "Digital Tube Sound" Presets (geben dem Klang eine warme Note wie von einem Röhrenverstärker).  Insgesamt weist der Panasonic klar verständliche, sauber gestaltete Menüs auf - sehr erfreulich. Gesamtnote in Relation zur Preisklasse: Ausgezeichnet - hervorragend. 

Einlesezeiten & Betriebsgeräusch

Leises Laufwerk, das Einlesen könnte aber noch schneller gehen

Ermittelt mit neuester Firmware (Update wurde vor den Testreihen durchgeführt).

Booten:

  • Schon nach 2 Sekunden (!) ist der Player hochgefahren. Das ist rekordverdächtig. 

Einlesezeiten:

  • BD, Casino Royale: 35 Sekunden
  • BD, Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels: 29 Sekunden
  • BD, Fluch der Karibik 1: 40 Sekunden
  • DVD, Star Wars Episode III: 22 Sekunden

Insgesamt besteht hier noch Verbesserungspotential - auch wenn der DMP-BD85 extrem schnell bootet, verpasst er es, bei den Einlesezeiten ganz vorn mitzuspielen. 

Layerwechsel:

  • Top Gun, Kapitel 18 auf 19: Ein sichtbares Stehen Bleiben des Bildes ((rund 1,5 Sekunden) ist nicht mehr zeitgemäß. 

Laufgeräusch von Lüfter und Laufwerk

  • Laufwerk: Recht leise, zu hören eigentlich nur während des Einlesevorgangs. Im Betrieb geringe Geräuschkulisse
  • Lüfter: Der DMP-BD85 besitzt einen permanent, aber leise und gleichmäßig laufenden Lüfter. 

Gesamtnote: Sehr gut - ausgezeichnet. 

Netzwerk und Multimedia

Viera Cast

 

Serverzugriff und Videowiedergabe

 

Der DMP-BD85 wartet mit umfangreichen Multimediafeatures auf:

  • Einbindung ins Netzwerk wahlweise drahtlos mittels beiliegendem WLAN-Adapter oder kabelgebunden
  • Mittels Viera Cast kann direkt auf verschiedene vorkonfigurierte Internetinhalte (z.B. Picasa, YouTube, Bloomberg TV, tagesschau.de, bild.de, Wettervorhersage) zugegriffen werden. Voraussetzung ist eine bestehende Internetverbindung. Die Ladezeiten liegen im vertretbaren Rahmen. 
  • Mittels DLNA kann auf verschiedene Server und PCs, die sich im Heimnetzwerk befinden, zugegriffen werden. In unseren Testreihen fand der Panasonic Win7-basierte PCs, einen unter Windows Home Server laufenden Server sowie einen Server, auf dem Twonky Media installiert war. Bild-, Video- und Fotodateien können wiedergegeben werden, die Anzahl der darstellbaren Formate ist allerdings nicht allzu groß. Das Laden von Inhalten geschieht recht schnell, wenn die Datei nicht allzu groß ist. 
  • 2 USB-Eingänge: Wiedergegeben werden können: MP3, JPEG, DivX, DivX HD. 
  • SD-Kartenslot, auch für SDHC/SDXC-Karten geeignet, wiedergegeben werden können: MPEG2, AVCHD

Gesamtnote in Relation zur Preisklasse: Hervorragend. 

Bild

Video-EQ

 

Nach Drücken der Taste "Display" auf der Fernbedienung wählt man den Punkt "Video" an. Hier kann man sich zwischen verschiedenen Bildfeldern entscheiden:

  • Normal
  • User: Hier kann der User selber verschiedene Parameter justieren: Kontrast (-7 bis +7), Helligkeit (0 bis +15), Schärfe (-6 bis +6), Farbkontrast (-7 bis +7), Schwarzpegel (0 bis +5), 3D Noise Reduction (0 bis +4), integrierte Noise Redction (0 bis +4)
  • Cinema: Augenfreundliches Bild mit kinogerechter Helligkeit, gutem Kontrast und angenehm natürlicher Schärfe
  • Fine: Sehr scharfes Bild mit feiner Detaillierung, wirkt manchmal schon zu scharf, als Folge bilden sich Doppelkonturen
  • Soft: Leicht weichgezeichnetes Bild, das etwas an Prägnanz und Ausdruckskraft verliert. Dann geeignet, wenn das Ausgangsmaterial qualitativ nicht ganz überzeugt. 

Ebenfalls findet sich hier das Submenü "Einstellungen erweitert":

  • Chrominanz-Prozess (normal, erweitert, aus)
  • Detailschärfe (in 1er Schritten schaltbar von aus bis 3)

Verfügbar ist auch eine Wahlmöglichkeit für den gewünschten De-Interlacing-Modus: Auto, Video oder Film. 

Blu-ray, Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels

Gleich zu Beginn des Films überzeugt die ausgezeichnete Plastizität, als das Hod Rod mit den beiden jungen Paaren durch die weite Landschaft düst. Die Bewegungen werden flüssig und scharf wiedergegeben - dann kommt der Armeekonvoi  ins Spiel, und eine kleine Verfolgungsjagd zwischen Hot Rod und Armeelimousine beginnt. Hier fällt auf, dass der DMP-BD85 die Straßenoberfläche stets scharf und detailreich zeigt, obwohl die Fahrzeuge in hoher Geschwindigkeit unterwegs sind. Der Blick aus dem Armeelastwagen hinaus zeigt viele Einzelheiten am Hot Rod, so die vordere Aufhängung und den Kühlergrill. Obwohl wir hier ein sehr drastisches Kontrastverhältnis vorfinden - unter der Plane des LKWs beinahe völlige Dunkelheit, draußen scheint die Sonne - arbeitet der Panasonic die Gesichter und die Uniformen der Soldaten im Inneren des Lastwagens ausgezeichnet heraus. Als das Gesicht des Fahrers der Armeelimousine, die in die Verfolgungsjagd verwickelt ist, seitlich gezeigt wird, beweist der Blu-ray-Player sein Talent bei der facettenreichen Durchzeichnung der gebräunten Haut des Fahrers. Im Modus "Cinema" beobachten wir einen leicht warmen Einschlag. Ganz geht dieser auch im Modus "normal" nicht verloren - aber das Ergebnis wirkt nie überzogen, sondern Kino-gemäß, augenfreundlich und gelungen. Als das Gesicht des Fahrers gezeigt wird, bringt der DMP-BD85 wiederum seine erstklassige Plastizität ins Spiel - die beiden Frauen auf den Rücksitzen des Hot Rod sind räumlich genau einzuordnen, die hohe Detailtreue zeigt sich darin, dass sogar das Gestell der Sonnenbrille der braunhaarigen Frau prima erkennbar ist, auch die Spieglung der Sonne im Metall des Gestells. Dann sind die Pedale im etwas verstaubten Fußraum der Limousine zu sehen - auch hier bringt der DMP-BD85 wieder ein knackig scharfes, sehr plastisches Bild zustande. Nun biegt der Konvoi in Richtung AREA 51 ab, um sich dort mit Waffengewalt Zutritt zu einem geheimen Hangar zu beschaffen. Der Kontrollposten, der sich ins Auto lehnt, wird scharf und klar dargestellt, Lippen und Zähne sehen sehr realistisch aus. Als der Konvoi weiter in Richtung des Stützpunktes fährt, gefällt die enorme räumliche Weite, die der Panasonic erzeugt - so bekommt der Zuschauer einen genauen Eindruck der wirklichen Zustände. 

In  Verbindung mit unserem Panasonic TX-P46Z1E konnten wir 2 Bildmodi-Kombinationen als hervorragend bewerten:

  • Plasma im THX-Bildmodus, BDP im Bildfeld "normal"

  • Plasma im normalen Bildmodus, BDP im Bildfeld "cinema".

Mit beiden Kombinationen lässt sich schon so eine Bildqualität verwirklichen, dass man kaum noch selber im EQ des DMP-BD85 "Hand anlegen" muss. Nun fahren wir mit der Bewertung der Filmwiedergabe fort. Als Indy und sein Freund aus der Limousine gezerrt werden, wird die verstaubte, abgenutzte Außenhaut des Fahrzeugs ebenso gut gezeigt wie der charakteristische Hut von Indy, der mit scharfer Kontur klar auszumachen ist. Der Dreitagebart von Indy, sein verschmutzter Hemdkragen und der Riemen seiner Umhängetasche kommen erneut in feiner Detaillierung zur Geltung. Als der brutale Soldat seine Faust erhebt, um Indy ins Gesicht zu schlagen, wird die sichtbare Gesichtshälfte des Ganoven mit genaust herausgearbeiteter Hautoberfläche auf den Bildschirm gebracht. Als sich kurze Zeit später die Hangartür öffnet, stellt der Panasonic die Wellblechoberfläche der Schiebetür sehr genau dar, die Bewegung der Tür wird ohne Flimmern  oder Ruckeln wiedergegeben. Das Innere der Halle beweist, dass der DMP-BD85 auch Kontrastdynamik i m Detail sehr gut beherrscht - viele Einzelheiten der im halbdunkeln liegenden Kisten im Hangar werden herausgearbeitet. 

Blu-ray, Fluch der Karibik 1

Hier haben wir direkt den Filmbeginn unter die Lupe genommen, als das große Galionsschiff aus der Nebelwand herausfährt. Der Bewegungsablauf ist ruhig und sicher, die Bewegung des Schiffes ist gleichmäßig. Der Rumpf wird detailliert wiedergegeben, an den Segeln sind die Gebrauchsspuren gut zu erkennen. Die Galionsfigur ist sauber strukturiert  und die kleine Elisabeth ist detailreich zu erkennen: Der seidig glänzende Stoff des edlen Kleides und auch Einzelheiten des Gesichts. Den Nebel stellen teurere BDPs noch etwas plastischer und feiner dar, mit der Leistung des Panasonic kann man für die Preisliga aber sehr zufrieden sein. Die Farbwiedergabe ist sehr angenehm und entspricht dem Eindruck, den man in einem sehr guten Kino von der Darstellung der Farbtöne hat. Im 2. Kapitel nimmt Captain Jack Sparrow Kurs auf Port Royal. Sehr gut modelliert der DMP-BD85 die gehängten Piraten vor den Felsen heraus. Man kann die verschiedenen räumlichen Ebenen prima voneinander unterscheiden. Kleine Differenzen in der Kontrastdynamik werden sehr gut erkannt. Der Korb, der links auf dem Landungssteg steht, kommt flimmerfrei und detailreich zur Geltung. Auch das mehrmals in Großaufnahme erscheinende Gesicht von Sparrow erscheint scharf und klar. Nicht perfekt ist lediglich der Schwenk über die Festungsanlaoge. Hier kommt es zu leichtem Bildzittern, was gut am Wachsoldaten auf dem Turm zu erkennen ist. 

DVD

Star Wars Episode III - Die Rache der Sith, Kapitel 1, Upconversion 576i->1080p

  • Star Wars-Laufschrift in Gelb zu Beginn: Exzellentes, tiefes Schwarz, sattes Gelb der Laufschrift, die Schrift läuft sehr stabil und ruhig, auch in den hinteren Ebenen. Zudem werden viele Sterne herausgearbeitet. 
  • Sternzerstörer, der durchs Bild fliegt: Nur  minimales Zittern - dann ist die Bildgüte erstklassig. Scharf werden die Konturen des großen Raumschiffes gezeigt, auch der Flügel, der auf der von der Sonne abgewandten Seite liegt. Sehr räumlich erscheint die Gesamtdarstellung mit der unter dem Raumschiff sichtbaren Planetenoberfläche. 
  • Raumjäger - Flug um den Sternzerstörer herum, Abknicken in die Schlacht: Mit sehr hoher Bildstabilität wird der Flug der beiden Raumjäger dargestellt. Der sich langsam bewegende Sternzerstörer und die schnell im Raum manövrierenden Jäger werden in einwandfreier Bewegungstrennung wiedergegeben. Als die beiden kleinen Raumjäger nach unten in die Schlacht abknicken, eröffnet sich dem Betrachter ein detailliertes, bis in die unteren Bildebenen durchmodelliertes Panorama. 
  • Darstellung der Geschehnisse in der Schlacht (zerberstende Raumschiffe, Bewegungsabläufe): Detailreich werden die unzähligen Raumschiffe und Raumstationen, die sich im Schlachtgetümmel aufhalten, auf den Bildschirm gebracht. Es kommt kaum zu Bewegungsunschärfen oder Nachziehern. Das Bild ist auch bei vielen parallel gezeigten Bewegungsvorgängen stabil und zittert nicht. Auffällig ist das sehr geringe Scalingsrauschen. 

AVEC Professionel Test DVD, Upconversion 576i->1080p

  • Laufschriften in verschiedenen Geschwindigkeiten: Sehr scharf, nur geringe Neigung zur Artefaktebildung, leichte Doppelkonturen, gute Farbtrennung - aber nicht überragend. Kaum Nachzieheffekte. 
  • Schwingendes Pendel: Eine hervorragende Leistung - das Pendel schwingt ruhig und nahezu frei von Nachziehern. Nur an der Spitze, die ansonsten gut durchzeichnet ist und keine Treppenstufen aufweist, sind leichte Nachzieheffekte sichtbar. Die Linie, über die das Pendel schwingt, steht stabil. Die Struktur im Inneren des Pendels ist allzeit perfekt zu erkennen,.
  • Stadtbild Esslingen: Die sehr gute Bildschärfe und die natürliche Farbgebung gefällt - das Grün der Wiesen und Bäume wirkt realistisch. An den Hausdächern ist nur minimales Flimmern auszumachen. Die Bildplastizität ist ausgezeichnet. 

Fazit Bildqualität

Der Panasonic DMP-BD85 bietet noch mehr Bildschärfe als seine Vorgänger, auch die Bildplastizität konnte nochmals leicht gesteigert werden. An der 24p-Stabilität gab es schon bei den Vorgängern nichts auszusetzen. Das De-Interlacing erscheint noch eine Spur sauberer, das Upscaling zeigt noch weniger Rauschen rund um kleine Bilddetails. Insgesamt ein erstaunlicher Sprung nach vorn gegenüber den 2009er Modellen, die schon mit einem hohen Standard aufwarten konnten. Gesamtnote in Relation zur Preisklasse: Hervorragend.

Klang
  • HDMI - digital: Der Klang über HDMI ist von angenehm homogenen Charakter. Details kommen gut heraus, der Fokus liegt aber auf harmonischen Übergängen und einem stets klar durchschaubaren Gesamtcharakter. Der Bass wirkt präzise und bringt Volumen mit, welches allerdings stets authentisch erscheint und nicht künstlich aufgeblasen wirkt. Verschiedene musikalische Ebenen werden sehr schön voneinander getrennt.
  • Analog: Hier ist die Klanggüte für normale Anwendungen ausreichend. Die Detaillierung nimmt ab, auch löst sich der Klang weniger gut vom Lautsprecher als bei der digitalen Audiosignalausgabe über HDMI. Auch wirkt der Hochtonbereich bedeckter. Das Klangbild ist aber auch bei der analogen Signalausgabe von angenehm ruhigen, entspannendem Charakter. 

Gesamtnote in Relation zu Preisklasse und Gerätekategorie: Ausgezeichnet - hervorragend. 

Konkurrenzvergleich
  • Sony BDP-S470: Mehr BD-Player für weniger Geld geht kaum noch - für Einsteiger ist der Sony unser klarer Favorit derzeit. Zudem steht sogar eine leicht zu handhabende iPhone/iPod Touch App zur Verfügung, mit der der Player gesteuert werden kann. Bei der Bildqualität tastet sich der preiswerte Sony an den Panasonic heran - aber hier spielt der DMP-BD85 letzten Endes doch eine Liga höher: Noch mehr Plastizität, noch mehr Feindynamik im Kontrast und eine noch schärfere sowie nahezu rauschfreie 1080p Upconversion sind an Vorzügen zu nennen. 
  • Samsung BD-C6900: Der etwas teurere Samsung beherrscht sogar die 3D-Signalausgabe und ist insgesamt ein hervorragender Player. Das Laufwerk ist noch etwas schneller, hinzu kommen Multimedia-Features, die sich mit denen des Panasonic auf Augenhöhe messen. Die Kino-gerechtere Bildwiedergabe, die angenehmeren Farben und das noch etwas plastischere BD-Bild sprechen zusammen mit der nochmals eine Idee schärferen, feineren Upconversion für den Panasonic. 
  • Harman/Kardon BDP 10: Der Harman Kardon ist ein optisch exklusiver BD-Spieler mit überragenden Audioeigenschaften. Der analoge Sound und der Klang über HDMI ist der beste in diesem Umfeld. Was die Bildqualität bei BDs und DVDs angeht, muss der Harman Kardon aber der Konkurrenz den Vortritt lassen. Das gilt auch für die Multimedia-Eigenschaften. 
Fazit

Der Panasonic DMP-BD85 vereint einen ausgereiften, durchdachten Auftritt mit einem hohen Maß an zeitgemäßen Ausstattungsmerkmalen. Das plastische und scharfe Bild, die sehr gute Upconversion von DVD-Signalen und der gut ausgestattete Video-EQ sind wichtige Faktoren, die für den preislich fair kalkulierten Blu-ray-Player sprechen. Die üppige Anschlussbestückung und die umfangreichen Multimedia-Möglichkeiten sorgen dafür, dass man den ordentlich verarbeiteten Player kaum auf dem "falschen Fuß" erwischen kann. Nur die Einlesezeiten des leisen Laufwerks und der Layerwechsel könnten noch eine Optimierung vertragen - die Boot-Zeiten sind jetzt schon überragend.  Akustisch kann der Panasonic ebenfalls überzeugen, und die Verarbeitung ist solide - so kann man zusammenfassen: Wer auf die Ausgabe von 3D-Signalen über HDMI 1.4 keinen Wert legt, sondern einen visuell und multimedial exzellenten Blu-ray-Player sucht, der nicht nur beim BD-Bild, sondern sogar auch beim DVD Bild (hochgerechnet auf 1080p) schon Kontakt zur Oberklasse aufnimmt  und auch mit einem sehr guten Video-EQ aufwarten kann, landet mit dem Kauf des DMP-BD85 mit Sicherheit einen Volltreffer. 

Visuell exzellenter Blu-ray-Player mit ausgezeichneten Multimedia-Eigenschaften und durchdachter Bedienung

Blu-ray-Player Mittelklasse
Test 29.05.2010

+ Sehr plastisches, natürliches und farblich angenehmes Blu-ray-Bild
+ Ausgezeichnete Upconversion von 576i Material auf 1080p
+ Umfangreiche Multimediafeatures mit hohem Nutzwert
+ Einfache Bedienung
+ Gute Akustik

- Laufwerk könnte noch schneller sein

Text: Carsten Rampacher
Fotos: Sven Wunderlich

29. Mai 2010

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