XXL-SPECIAL und TEST: Nubert nuVero-Baureihe: nuVero 4/5/7/11/14 im großen Mehrkanal-Check

20. Januar 2010 (phk/cr)

Noblesse und High-Tech miteinander gepaart

Großer Sound aus hoch belastbaren Boxen - nuVero 14, 11 und 7

Kompakt und leistungsstark - nuVero 4 und nuVero 5

Einführung

"High End erschwinglich" lautet Nuberts Kurzcharakterisierung der nuVero Lautsprecherserie, bezüglich der beiden Flaggschiffe nuVero14 und nuVero11 können wir den "wahrhaftigen Sound aus ehrlichen Lautsprechern" auch bestätigen. Besonders im Stereobetrieb konnten uns die schwäbischen nuVero Schallwandler durch ihre authentische und souveräne Spielweise begeistern, gepaart mit dem bodenständigen Preisniveau sind sie auch weit mehr als nur einen zweiten Blick Wert. Nubert sieht aber die Einsatzmöglichkeiten durchaus auch im Mehrkanal-Betrieb, mit nuvero 14/11 und 5 für den Einsatz als Front- und Surroundlautsprecher und der nuvero 7 als Center-Speaker oder auch als Box für Front/Surround/Back Surroundist hier auch ausreichend Munition vorhanden. Die neue nuVero 5 mit kompakten Abmessungen, geschlossenem Gehäuse und der Möglichkeit zur Wandbefestigung eröffnet die Möglichkeit, auch unter räumlich komplexeren Bedingungen diese Box vor allem im Surround- und Back Surround-Bereich einzusetzen. Der Regallautsprecher nuVero 4 komplettiert die nuVero-Serie - er spielt in kleineren Räumen als gleichermaßen kompakte wie leistungsstarke Stereo-Box auf und macht sich auch gut als Surroundlautsprecher im Mehrkanal-Betrieb. Wir stellen Ihnen die nuVero-Baureihe und die Sinn machenden Mehrkanal-Kombinationsmöglichkeiten in diesem Special vor. 

Preise (Stückpreise)
  • nuVero 4: 570 EUR
  • nuVero 5: 595 EUR
  • nuVero 7: 1085 EUR
  • nuVero 11: 1345 EUR
  • nuVero 14: 1940 EUR
Komplettpreise Beispielkonfigurationen
  • Surround-Sound der angehenden Oberklasse: 2 x nuVero 11, 1 x nuVero 7, 2 x nuVero 5, 5.0 Surroundset: 4965 EUR
  • Surround-Sound der Oberklasse: 2 x nuVero 11, 1 x nuVero 7 Center, 2 x nuVero  7 Surround, 2 x nuVero 5 Back Surround: 7135 EUR
  • 5.0 Mehrkanal-Set für anspruchsvolle Anwender, die kein 7.0 stellen können und hinten keine Standlautsprecher stellen können: 2 x nuVero 14, 1 x nuVero 7 Center, 2 x nuVero 7 Surround: 7135 EUR
  • Surround-Sound der Spitzenklasse: 2 x nuVero 14, 1 x nuVero 7, 2 x nuVero 11 (Surround), 2 x nuVero 5 /Back Surround als 7.0 Set: 8845 EUR
Lieferbare Farben
  • Perlweiß
  • Mocca
  • Anthrazit
Verarbeitung und Technik

Verarbeitung

Die Verarbeitung aller nuVero-Komponenten gehört mit zum Besten, was der gesamte Lautsprechermarkt zu bieten hat. In Relation zu den Kaufpreisen der Lautsprecher kann man hier getrost von einer sensationellen Performance sprechen. Bereits die Oberflächengüte der verwendeten Materialien ist hervorzuheben. Die Nextel Oberfläche des Gehäuses und die metallicfarbene Schallwand vorn sorgen für ein interessantes Zusammenwirken verschiedener Oberflächen. Die geschickte Kombination der unterschiedlichen Werkstoffe ruft einen edlen Eindruck hervor - auch haptisch überzeugen die Oberflächen und erweisen sich als Handschmeichler. Die gerundeten Gehäusecken sorgen für optische Noblesse und für die Abwesenheit  potentieller Verletzungsrisiken beim Aufbau. Diese Eindrücke werden von den überdurchschnittlich soliden und zugleich formschönen Metallgittern weiter unterstützt. Trotz ihrer Solidität sind sie so geschickt konstruiert, dass sie den Klangfluss nicht negativ beeinträchtigen. Die Passungen der Chassis im Gehäuse sind hervorragend - es sind praktisch keine Spaltmaße rund um die Chassis zu sehen. Die Schrauben sind akkurat angezogen und sorgen für optimalen Halt. Das mit großen Schraubanschlüssen versehene Bi-Ampingterminal bei den nuVeros besticht durch Leichtgängigkeit ebenso wie durch Solidität. Ein Blick  ins Innenleben der schwäbischen Klangkünstler offenbart keinesfalls Schlamperei auf den zweiten Blick, sondern weitere Highlights. Schon die aus massivem MDF gefertigen und somit "aus dem Vollen" gefrästen Gehäuse füllen das ohnehin schon gut bestückte Punktekonto der nuVero-Lautsprecher weiter an. Das gesamte Gehäuse bekommt durch den aufwändigen Aufbau viel Steifigkeit, was für Verzerrungs- und Resonanzarmut im täglichen Betrieb sorgt. Die für die nuVero-Serie neu entwickelten Lautsprecherchassis weisen große und dementsprechend leistungsfähige Magnete auf. Die aus hochwertigem Material konstruierten Lautsprecherkörbe und die leichten, aber hochfesten Membranen bringen Impulstreue und Stabilität. Krönung der Konstruktion ist bei allen Modellen die aufwändige Frequenzweiche, die aus vielen Bauteilen besteht und zugleich ein aufwändiges Filternetzwerk beherbergt (Anpassungsmöglichkeiten der Klangcharakteristik mittels Kippschaltern auf der Lautsprecherrückseite). Nur langzeitstabile Bauteile mit hoher Effizienz  kommen zum Einsatz, und das sind keine leeren Worte - schon vom Platinenmaterial angefangen, überzeugen die Frequenzweichen durch enorme Hochwertigkeit. 

Nubert nuVero 14

nuVero 14 damals im Stereotest

Detailansicht Lautsprechergitter

Asymmetrischer Hochtöner der nuVero Serie im Detail

Mitteltöner mit Glasfasermembran der nuVero

Chassis-Öffnung mit Blick auf Bassreflexrohr

  • Bestückung: 1x Hochton-Seidengewebekalotte 26 mm, 2x Mitteltöner 70/112 mm mit Glasfasermembrane, 4x Ultra-Longstroke-Tieftöner 180 mm mit Glasfaser-Sandwichmembrane, Großes Bi-Wiring-Terminal
    Impedanz: 4 Ohm
    Belastbarkeit: 440/600 W (Nenn/Musik)
    Absicherung: Hoch-, Mittel-, Tieftöner und Weiche gegen Überlastung geschützt
    Frequenzgang: Bassschalter neutral: 28–25.000 Hz ±3 dB, mit ATM 26-25.000 Hz / Bassschalter voluminös: 26–26.000 Hz ±3 dB
    Wirkungsgrad: 85,5/83 dB/1w/1m (schaltbar)
    Abmessungen: Höhe 141/142,5 cm ohne/mit Füßen, Breite 23,4 cm, Tiefe 42,5/44,5 cm ohne/mit Gitter
    Ausführungen: Anthrazit – Front Metallic/Korpus samtig-mattes Nextel®, Perlweiß – Front Metallic/Korpus samtig-mattes Nextel®, Mocca – Front Metallic/Korpus samtig-mattes Nextel
    Gewicht: 52 kg

Optisch beeindruckt und beängstigt die Anzahl der verbauten Chassis - sie beeindruckt deshalb, weil die doppelte D'Appolito-Gruppe, in der die neu entwickelte Hochton-Seidenkalotten von jeweils zwei Mittel- und zwei Tieftönern eingebunden wird, eine Menge hochkarätiger Technik suggeriert. Die beiden unteren Basschassis stellen nochmals zusätzliche Membranfläche zur Verfügung und sichern eine immense Basskraft bei gleichzeitiger Schnelligkeit, denn mehrere kleinere Basschassis können schneller agieren als ein großes - bedingt durch das höhere Gewicht und die höhere Trägheit einer großen Membran, treten gerade bei der Musikwiedergabe nicht selten Schwierigkeiten auf, die man mit dem Einsatz mehrerer kleineren Bassschassis geschickt umgeht . Beängstigend ist aber, dass viele Chassis auch entsprechend koordiniert und abgestimmt werden müssen - ansonsten kommt es z zu unschönen akustischen Einfärbungen im Mitteltonbereich. Dieses Merkmal sorgt dafür, dass 3-Wege-Konstruktionen nicht unumstritten sind, obwohl sie als Vorteil das im Vergleich zu einem Zweiwege-System gleichmäßigere horizontale Abstrahlverhalten in die Waagschale werfen können. Die Einfärbungen sind das Resultat der hohen Laufzeiten üblicher Dreiwege-Frequenzweichen. Durch nicht stimmig angepasste Filterflanken der Frequenzweiche und die Wechselwirkungen mit den Chassis steigen die Gruppenlaufzeiten und sorgen dafür, dass keine tonale Reinheit bei der Mitteltonwiedergabe garantiert werden kann. Durch die von Günther Nubert und Thomas Bien entwickelte, zum Patent angemeldete neue Filteranordnung glänzt unter anderem durch deutlich geringere Laufzeiten, das komplexe, aufwändige Layout der aus über 70 Bauteilen bestehenden Frequenzweiche vermeidet bei ihrer Arbeitsweise zu einem großen Teil die spürbaren Laufzeitunterschiede früherer Dreiwege-Konstruktionen.

Natürlich können die Vorzüge der neuen Technik nur in Verbindung mit entsprechend hochwertigen Chassis voll zum Tragen kommen. Daher wurden die eingebauten Chassis komplett neu entwickelt. Der mit einer 26 mm-Seidenkalotte ausgestattete Hochtöner brilliert mit einem extrem breiten Rundstrahlverhalten, in unseren Testreihen waren wir von der räumlichen Auflösung und der unkritischen Aufstellung begeistert. Auch bei außermittiger Hörposition waren die Rauminformationen im Hochtonbereich noch exakt zu vernehmen. Damit der Übergang vom Hoch- in den Mitteltonbereich besonders sanft und somit praktisch unmerklich verläuft, haben die Nubert-Entwickler die Bedämpfung des angekoppelten Volumens hinter der Kalottenmembran fokussiert. Der Mitteltöner ist bezüglich des Rundstrahlverhaltens ebenfalls optimiert, der Durchmesser der Glasfasermembran wurde mit nur 7 cm bewusst deutlich kleiner als der Korbdurchmesser gewählt. Um eine exzellente Bassperformance sicher zu stellen, mussten sich teils widersprechende Faktoren miteinander vereint werden. Auf der einen Seite sollte die Membranfläche nicht zu groß ausfallen, damit sich die Basschassis nicht gegenseitig Volumen für einen exzellenten Tiefgang rauben, auf der anderen Seite sollte der Faktor "Membranfläche x Hub" so groß sein, dass auch enorme Dynamikattacken ohne Verzerrungen erfasst werden können. Die Fähigkeit, mit enormer Dynamik fertig zu werden, prädestiniert die nuVero 14 auch für den Einsatz in einer Hightech-Surroundanlage, die die neuen Tonformate DTS-HD Master Audio und Dolby TrueHD, zu deren akustischen Vorteilen ein deutlich gestiegener Dynamikumfang gehört, hervorragend wiedergeben kann. 

Zurück zu den Bass-Fähigkeiten der nuVero 14. Um den geforderten Dynamikspielraum auch mit Verstärkern der oberen Mittelklasse  - also im Zusammenspiel mit Geräten, die keine exorbitant hohe Ausgangsleistung aufweisen - garantieren zu können, mussten die Tieftöner einen überdurchschnittlichen Wirkungsgrad aufweisen. Ansonsten wäre der Bassbereich "verhungert", das heißt, er wäre kraftlos und schmal, wenn kein Highend-Verstärker oberster Preisklassen zum Einsatz kommt. Die teils extremen Parameter, die gefordert werden, um alle Einsatzbedingungen zu erfüllen, konnten nach intensiver Forschungs- und Entwicklungsarbeit letztendlich realisiert werden. Das Ergebnis ist ein 6,5 Zoll-Hochleistungswoofer, dessen Sandwich-Membran (Glasfaser-Zellstoff-Glasfaser) mit maximalen Auslenkungen von über 3 cm extreme Werte erreicht. Pro nuVero 14 stellen vier dieser Hochleistungstreiber eine gesamte Membranfläche auf dem Level eines 30 cm Basstreibers zur Disposition. Durch diese technische Voraussetzung schafft die nuVero 14 eine enorme untere Grenzfrequenz von 28 Hz bei - 3 dB bei hohem Pegel und lässt dadurch viele leistungsfähige Subwoofer im direkten Vergleich alt aussehen. Die vertikale Ausdehnung der Chassis-Reihe verhindert das Aufkommen von Raummoden zwischen Boden und Decke sehr effektiv. Die neuartige Chassisanordnung und die Dimensionierung ermöglicht in Zusammenarbeit mit der speziellen Filtertechnik der verbauten Frequenzweiche ein außergewöhnlich breites Abstrahlverhalten im Mitteltonbereich. 

Nubert nuVero 11

nuVero 11 hier in Ausführung schwarz

Hochwertige Detailverarbeitung

Sehr gute Oberflächenqualität

Die nuVero 11 lagern auch auf massiven Edelstahlfüßen

  • Bestückung: 1x Hochton-Seidengewebekalotte 26 mm, 2x Mitteltöner 70/112 mm mit Glasfasermembrane, 3x Ultra-Longstroke-Tieftöner 150 mm mit Glasfaser-Sandwichmembrane, Großes Bi-Wiring-Terminal
    Impedanz: 4 Ohm
    Belastbarkeit: 360/520 W (Nenn/Musik)
    Wirkungsgrad: 85/82,5 dB/1w/1m (schaltbar)
    Absicherung: Hoch-, Mittel-, Tieftöner und Weiche gegen Überlastung geschützt
    Frequenzgang: Bassschalter neutral: 32–25.000 Hz ±3 dB, mit ATM 30-25.000 Hz / Bassschalter voluminös: 30–26.000 Hz ±3 dB
    Abmessungen: Höhe 112/113,5 cm ohne/mit Füßen, Breite 20,3 cm, Tiefe 37/39 cm ohne/mit Gitter
    Ausführungen: Anthrazit – Front Metallic/Korpus samtig-mattes Nextel®, Perlweiß – Front Metallic/Korpus samtig-mattes Nextel®, Mocca – Front Metallic/Korpus samtig-mattes Nextel®
    Gewicht: 29 kg

In jeder nuVero11 findet sich ebenfalls eine mehrteilige Frequenzweichensektion mit der rekordverdächtigen Anzahl von insgesamt über 50 (!) hochwertigen Bauteilen, die für ein herausragendes Klangerlebnis sorgen möchten. Nebenher besitzt die Frequenzweiche auch einen selbstrückstellenden Überlastungsschutz sowie verschiedene Möglichkeiten zur Klanganpassung über 3 Schalter mit insgesamt 12 Kombinationsmöglichkeiten. Mit dieser aufwändigen Konstruktion verbunden ist der gestiegene Leistungsbedarf bei solch komplexer Frequenzweichentechnologie, was bereits die Nubert Werksangabe von 85db/1 Watt/1Meter erahnen lässt. In der Praxis wirkt sich dieser Umstand jedoch höchstens dahingehend aus, dass besonders leistungsärmere Röhrenverstärker nicht für Pegelorgien geeignet sind. Fast alle aktuellen Stereoverstärker auf Transistorbasis sind diesbezüglich als völlig unkritisch anzusehen. 

Ansonsten wurde fast ein ähnlich hoher Aufwand betrieben wie bei der nuVero 14. Für Bass-Chassis und die Mittel-/Hochteinheit steht jeweils eine eigene Kammer zur Verfügung, was die Interferenzen zwischen den beiden Bereichen deutlich reduziert. Die Tieftonregion wird mit Hilfe von zwei großen Bassreflexrohren ventiliert. Die beeindruckend massive Bauweise des nuVero11-Gehäuses (Gesamtgewicht pro Box ca. 29 kg) indiziert, dass Nubert auf einen bewährten/klassischen Aufbau mit hohem Materialeinsatz setzt. Für optimale Gehäuseeigenschaften setzt er auf ausgetüftelte, partial angebrachte Versteifungen. Auf diese werden (laut Nubert) die Resonanzen deutlich besser in den Griff bekommen, als bei gerundeten Gehäuse, die zumeist ohne entsprechende Versteifungselemente ausgestattet sind. Damit sich die Eigenschaften von Frequenzweiche und Chassis in einem möglichst guten Klangbild niederschlagen können, benötigt die nuVero11 selbstverständlich auch leistungsfähige Chassis. Nubert greift hierfür im Bassbereich auf drei hoch belastbare 5-Zoll Langhubchassis mit "Sandwich-Membranen" (Glasfaser-Zellstoff-Glasfaser) zurück. Dank einer Maximalauslenkung von bis zu 3 Zentimenten, sowie einer Gesamtmembranfläche in der Größenordnung potenter Subwoofer ist ein Paar nuVero11 in der Lage, eine erstaunliche Bass-Performance abzurufen. Trotz ihrer zierlichen Erscheinung kann sie somit physikalisch in Bezug auf Tiefgang, Belastbarkeit und Präzision erstklassige Voraussetzungen vorweisen. Aus raumakustischer Sicht besitzt die hier implementierte Lösung (gegenüber einem einzelnem großen Chassis) außerdem noch den Vorteil einer gleichmäßigeren Raumanregung, so dass weniger kritische Dröhneffekte im Hörraum erzeugt werden. Im Hoch-/Mitteltonbereich arbeitet die nuVero11 auf Basis einer stehenden D'Appolito Anordnung. Durch die symmetrische Anordnung über sowie unterhalb des Hochtöners, werden die abgestrahlten Schallanteile vorteilhafter in den Raum gegeben. Der Klang breitet sich in der horizontalen Ebene besser aus, außerdem werden Decken- und Fußbodenreflexionen sowie Phasenverschiebungen und Interferenzeffekte minimiert. Bei einer guten Umsetzung kann ein solches Konstruktionsprinzip zu einer deutlich besseren Raumauflösung führen. Andererseits haben wir in der Vergangenheit bei manchen solcher Systeme eine Vergrößerung des akustischen Zentrums beobachten können, was gleichzeitig auch eine Minimierung der Ortungsschärfe mit sich brachte. 

Die Mitteltöner sind bewusst sehr klein gehalten, um ein optimales Rundstrahlverhalten zu erzielen. Große Aufmerksamkeit widmete man sich bei der Entwicklung dem Verhältnis aus Korbdurchmesser und den Strömungsbedingungen in Relation zwischen Schallwand und Mitteltönergehäuse. Als Membranmaterial kommt ein ähnlicher Glasfaser-Materialmix wie im Tieftonbereich zum Einsatz. Mit großem Stolz präsentiert Nubert den integrierten Hochtöner. Die nuVero11 verfügt über eine neue 26mm Seidenkalotte, welche von einem renommierten norwegischen Spezialanbieter exklusiv für die nuVero-Serie entwickelt wurde. Hierbei standen neben den primären Klangaspekten insbesondere die Abstrahlcharakteristiken im Vordergrund, um die Hochtonwiedergabe über einen möglichst breiten Bereich zu perfektionieren. Für die ideale Kombination zu den Mitteltönern achteten die Entwickler auf eine harmonierende Ankopplung des Membranvolumens. Aus klanglichen Gründen verfügen die Hochtöner über eine asymmetrische Integration. Nubert will mit Hilfe von versetzt platzierten Hochtönern (also nicht direkt mittig auf der Schallwand) Vorteile in Bezug auf das Abstrahlverhalten erreichen. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass die Lautsprecher auch richtig aufgestellt werden und die Hochtöner jeweils zueinander (also zur Mitte hin) gerichtet sind. Etwas ungewöhnlich in dieser Preisklasse ist die feste Integration eines kleinen Schutzgitters vor der Membran. 

Nubert nuVero 7

nuVero 7 mit seitlicher Bassreflexöffnung

nuVero 7 - Prototyp eines Fusses aus Acrylglas

mit Bassreflexöffnung

Mitteltöner Chassis nuVero 7 - großer Magnet, verwindungssteifer Korb

Prototyp aus Kunststoff mit Bassreflexöffnung

Detailansicht Prototyp

  • Nennbelastbarkeit: 280 Watt (nach DIN EN 60268-5, 300-Std.-Test)
    Musikbelastbarkeit: 370 Watt
    Absicherung: Hoch-, Tieftöner und Weiche gegen Überlastung geschützt (selbstrückstellende Sicherungen)
    Impedanz: 4 Ohm
    Frequenzgang: 41-25.000 Hz +/- 3 dB (Aufstellungsschalter „Frei aufgestellt“)
    Wirkungsgrad: 84,5 dB (1 Watt / 1 m)
    Abmessungen: 20,3 x 72 x 28/30 cm H x B x T (ohne/mit Gitter)
    Ausführungen: Anthrazit – Front Metallic/Korpus samtig-mattes Nextel®, Perlweiß – Front Metallic/Korpus samtig-mattes Nextel®, Mocca – Front Metallic/Korpus samtig-mattes Nextel®
    Gewicht: 19 kg

Die 3-Wege-Technologie in D'Appolito-Chassis-Anordnung der nuVero 7 verfügt über dieselben Tief- Mittel- und Hochtöner der nächstgrößeren nuVero 11. 19 kg Gesamtgewicht bringt der Lautsprecher auf die Waage, 30mm MDF vorne und 19mm Gehäusewände seitlich und hinten werden von den gerundeten Kanten formschön vollendet. Die Hochwertigkeit der äußerlichen Materialien setzt sich im Inneren fort, eine Frequenzweiche mit 3 Platinen und etwa 50 erlesenen Bauteilen. Die nuVero 7 verfügt über eine seitliche Bassreflexöffnung und kann somit auch wandnah aufgestellt werden, trotzdem ist die Aufstellung nicht völlig unproblematisch. Um die letzten Mängel auszumerzen hat Nubert ein schaltbares Filternetzwerk integriert. Die Hochtoncharakteristik kann in drei Stufen verändert, die Mitten können in ihrer Präsenz angehoben werden und ein Aufstellungsschalter differiert eine wandnahe oder freie Aufstellung. Die nuVero 7 ist eigentlich als liegender Center-Speaker konzipiert, für diesen Einsatz liegen auch Edelstahlfüße bei. Ein Einsatz im stehenden Zustand ist aber auch angedacht, aber problematisch aufgrund der seitlichen Bassreflexöffnung. Hierfür hat Nubert spezielle Kunststofffüße entwickelt, die mittig mit einem Loch versehen sind.

Nubert nuVero 5

Nubert nuVero 5 Frontansicht - in schickem Mocca

Metallfuss der nuVero 5 - Hochwertigkeit der Extraklasse

LS-Anschlüsse nuVero 5

  • Bestückung: 1x Hochton-Seidengewebekalotte 26 mm, 2x Ultra-Longstroke-Tieftöner 150 mm mit Glasfaser-Sandwichmembran, Großes Bi-Wiring-Terminal
    Impedanz: 4 Ohm
    Nennbelastbarkeit: 180 Watt (nach DIN EN 60268-5, 300-Std.-Test)
    Musikbelastbarkeit: 280 Watt
    Absicherung: Hoch-, Tieftöner und Weiche gegen Überlastung geschützt (selbstrückstellende Sicherungen)
    Frequenzgang: Frei aufgestellt 90 – 25 000 Hz ± 3 dB, Wandnah 72 – 25 000 Hz ± 3 dB
    Wirkungsgrad: 84,5 dB (1 Watt / 1m)
    Abmessungen: 47 x 20,3 x 13/15 cm H x B x T (ohne/mit Gitter)
    Ausführungen: Anthrazit – Front Metallic/Korpus samtig-mattes Nextel®, Perlweiß – Front Metallic/Korpus samtig-mattes Nextel®, Mocca – Front Metallic/Korpus samtig-mattes Nextel®
    Gewicht: 9 kg

Der universell einsetzbare nuvero 5 Lautsprecher ist als geschlossene 2-Wege-Konstruktion konzipiert und ist daher auch für die wandnahe Aufstellung geeignet. Die beeindruckenden 72 Hz werden durch zwei 15cm Longstroke-Woofer mit Glasfaser-Zellstoff-Glasfaser Sandwichmembran erreicht. Der Hochtöner, eine 26mm-Seidengewebenkalottenkonstruktion, wird von einem norwegischen Hersteller exklusiv für Nubert gefertigt. Die Front ist aus 30mm starkem MDF und bezüglich der Oberflächenqualität entsprechend den größeren Geschwistern tadellos. Auch die Chassis sitzen absolut perfekt im MDF-Gehäuse, das davor liegende Lautsprechergitter entspricht denen der anderen Nubert Komponenten. Die Bi-Wiring Terminals auf der Rückseite sind hochwertig, die goldenen Schraubanschlüsse sind mit einer Kunststoff-Ummantelung versehen und problemlos für größere Kabelquerschnitte zu verwenden. Die für Nubert typische Filterschaltung ist auch in der nuvero 5 integriert und liefert durch ein komplexes Filternetzwerk mit hochwertigen Folienkondensatoren einen anpassungsfähigen, universell einsetzbaren Lautsprecher. Das schwingungsarme Gehäuse wird bei horizontaler Aufstellung von einem massiven Edelstahlfuss getragen, schlicht und schick eignet sich dieser hervorragend als Aufstellungshilfe. Zur Schonung des Aufstellungsuntergrunds sind gut dimensionierte Filznoppen angebracht.

Nubert nuVero 4

Leistungsstarker Regallautsprecher - geeignet für kleinere Stereoanlagen und für die Verwendung als Fronts in kleineren und als Surrounds in größeren Mehrkanal-Ensembles

Hochwertige Chassis

Nubert-typisch - Frequenzweiche mit ausgesuchten Bauteilen und cleverem Filternetzwerk

  • Bestückung: 1x Hochton-Seidengewebekalotte 26 mm, 1x Tief/Mitteltöner 180 mm mit Glasfaser-Verbund-Membrane, Großes Bi-Wiring-Terminal 
    Impedanz: 4 Ohm 
    Belastbarkeit: 160/220 W (Nenn/Musik) 
    Absicherung: Hoch-, Tieftöner und Weiche gegen Überlastung geschützt 
    Frequenzgang: Bassschalter neutral: 49–25.000 Hz ±3 dB, 42–27.000 Hz –6 dB, mit ATM 40-25.000 Hz / Bassschalter voluminös: 43–26.000 Hz ±3 dB, 37–28.000 Hz -6 dB 
    Wirkungsgrad: 85/82,5 dB/1w/1m (schaltbar) 
    Abmessungen: 40 x 23,4 x 35,5/36,5 cm H x B x T (ohne/mit Gitter) 
    Ausführungen: Anthrazit – Front Metallic/Korpus samtig-mattes Nextel®, Perlweiß – Front Metallic/Korpus samtig-mattes Nextel®, Mocca – Front Metallic/Korpus samtig-mattes Nextel® 
    Gewicht: 11,5 kg 

Die Nubert nuVero 4 punktet mit wohnraumkompatiblen Abmessungen von 40 x 23,4 x 35,5/37 cm H x B x T (ohne/mit Gitter) und bietet mit einer Nennbelastbarkeit von 160 sowie einer Musikbelastbarkeit von 220 Watt tadellose Werte - auch in größeren Hörräumen kann mit beträchtlichem Pegel gehört werden. Dass die kompakte Box kein "Papiertiger" ist, wird sich später in den Klangtestreihen herausstellen. Der wirkungsgrad wird mit 85 dB (1 W, 1 m) bei neutraler Schalterstellung angegeben. Der 26 mm Hochtöner mit speziell beschichteter Gewebekalotte zeichnet sich durch ein hervorragendes Rundstrahlverhalten aus. Das hat zur Folge, dass Räumlichkeit und Sensibilität der nuVero 4 zumindest den konstruktiven Rahmenbedingungen gemäß sehr gut ausfallen müssten. Ferner ist die nuVero 4 nicht nur für eine "One-Woman-Show" oder eine "One-Man-Show" ausgelegt, sondern bereitet auch mehreren Zuhörern viel akustisches Vergnügen - der Hochtöner garantiert auch außerhalb der Mittenachse sitzenden Zuhörern einen ungetrübten Musikgenuss. Der enorme Frequenzgang des Hochtöners erlaubt eine verhältnismäßig tiefe Ankopplung des Tief-/Mitteltöners, so dass dieser stets im optimalen Arbeitsbereich operieren kann. Frequenzen, die er prinzipbedingt gebündelt wiedergeben müsste, bleiben ihm erspart. Typisch für Nubert ist auch die nuVero 4 mit einer enorm aufwändigen Frequenzweiche inklusive selbstrückstellenden Schutzsicherungen für den Fall der Überlastung ausgestattet. Um nachzuprüfen, was sich tatsächlich in der nuVero 4 befindet, haben wir die Frequenzweichen-/Schaltermimik ausgebaut. Das hochwertige Platinenlayout und die tadellose Qualität der verwendeten Bauteile sind für die Preisklasse, in der sich die nuVero 4 befindet, außergewöhnlich gut. Das gesamte innere Layout mit sorgfältiger Auskleidung mit Dämmwolle überzeugt, die Dicke des Gehäuses fällt üppig aus. 

Fazit

Das Niveau bezüglich Technik und Verarbeitung ist als vorbildlich einzustufen - hochwertiger Boxenbau in Reinkultur, der allerdings keine negativen Auswirkungen auf den Preis der jeweiligen Lautsprecherbox. Die abgerufenen Kaufpreise sind als ausgesprochen fair einzustufen. Der Aufwand, der aus technischer Sicht betrieben wurde, ist immens - Nubert bietet nicht nur ehrliche Lautsprecher, sondern auch eine geballte Ladung High-Tech an. Gesamtnote in Relation zum Kaufpreis: Hervorragend - perfekt. 

Testequipment
Klang

Anpassungsmöglichkeiten Klang nuVero 11 und nuVero 14: 

Betrachtet man die nuVero von hinten, fallen nicht nur die hochwertigen Bi-Wiring-Terminals ins Auge, sondern auch die drei Kippschalter. Diese haben es im wahrsten Wortsinne in sich, denn durch verschiedene Klangcharakteristik-Wahlmöglichkeiten im Tief-, Mittel- und Hochtonbereich lassen sich die nuVero 11 und 14 individuell an den Hörraum und an die Wünsche des Anwenders anpassen. Der Hochtonbereich lässt sich anheben (das empfiehlt sich beispielsweise in akustisch eher toten, stark bedämpften Räumen, hier herrscht ansonsten ein etwas muffiger, bedeckter Hochtonbereich) oder absenken (dies ist ratsam in akustisch lebendigen, hellhörigen Räumen, dort klingen die Höhen ansonsten etwas grell und metallisch). Die dritte (für viele normal bedämpfte Lokalitäten zu empfehlen) Möglichkeit besteht in einer neutralen Höhenwiedergabe. Betätigt man den Mitten-Schalter, lassen sich die ohnehin schon geringen Kantendispersionen gehörmäßig praktisch perfekt kompensieren. Der innovative Bassschalter stellt das Highlight dar. Aufgrund der Art des menschlichen Hörens werden tiefe Frequenzen bei sehr geringen Lautstärken im Verhältnis zu den restlichen Klanganteilen als zu leise empfunden – anders ausgedrückt: Bei gedämpfter Musik im Hintergrund scheinen Basselemente beinahe gänzlich zu fehlen. Die clevere Filterkonstruktion senkt den Gesamtwirkungsgrad der Box im Mittel- und Hochtonbereich ab, führt im Tiefbassbereich aber keine Veränderungen durch. Daher kann auch bei leisem Hören Musik in vollem Umfang genossen werden, ohne Verluste im Bassbereich. 

Anpassungsmöglichkeiten Klang nuVero 4und 7: 

sind die drei Kippschalter, die hinten am Bi-Ampingterminal verbaut sind, Kennzeichen der nuVero 4 sowie der nuVero 7. Der Lautsprecher kommt mit einer neuartigen zweistufigen Schaltung, die dafür sorgt, dass bei niedriger Lautstärke der Wirkungsgrad der Box im Mittel- und Hochtonbereich abgesenkt wird. Dadurch klingt die nuVero 4 nach dem Umschalten zwar zunächst leiser, dies kann man aber durch den Lautstärkeregler am Verstärker problemlos ausgleichen. Anschließend aber erscheint das Klangbild schon bei niedrigem Pegel komplett und kräftig, denn alle Frequenzbereiche werden nun auch bei geringer Lautstärke gleich behandelt, und ein satter Bass ist zu vernehmen. Mittels eines weiteren Schalters kann auch der Hochtonbereich in drei Stufen angepasst werden, und ein dritter Schalter kümmert sich um den Mitteltonbereich.

Erklärung auf der Box für die Funktion der Schalter

Anpassungsmöglichkeiten Klang nuVero 5:

Die nuVero 5 verfügt ebenfalls über einen Schalter zur Beeinflussung der Hochton-Charakteristik (sanft/neutral/brillant), es fehlen aber Schalter für die Bass- und Mitteltonwiedergabe. Dafür ist ein anderer Schalter ("Aufstellung") vorhanden, hier kann man zwischen freier und wandnaher Aufstellung wählen. 

Mehrkanal-Kombinationsmöglichkeiten

Wir haben unsere nuVero-Lautsprecher in unterschiedlichen Konfigurationen betrieben und schildern Ihnen in diesem Bericht unsere Erfahrungen.

  • 5.0 Set: nuVero 11/nuVero 7 Center/nuVero 7 Surround: Verwenden wir vorn die nuVero11, als Center die nuVero 7 und im Surroundbereich ebenfalls zweimal die nuVero 7, dann haben wir ein schlagkräftiges 5.0 Surroundensemble, das in nahezu allen Belangen restlos überzeugt. Verwundert waren wir über den trockenen und zugleich harten Bass, den diese Konfiguration bei der DTS-HD Master Audio-Tonspur ermöglicht. Der Tiefgang, wie sich im 5. Kapitel nachvollziehen lässt, ist für eine recht schlanke Standbox ausgezeichnet. Bei geringeren Lautstärken lässt sich die Bassintensität durch das Anpassen der Basscharakteristik (Schalter auf "voluminös") erhöhen. Dies gelingt sehr überzeugend. Wir möchten aber an dieser Stelle hinzufügen, dass absolute Tiefton-Liebhaber die nuVero 11 entweder um einen aktiven Subwoofer ergänzen (auch, wenn es noch keinen nuVero-Subwoofer aktuell gibt - der nuLine AW-1500 ist eine leistungsstarke und sinnvolle Ergänzung) oder aber gleich die nuVero 14 kaufen. Zurück zum gerade besprochenen Ensemble. Bei "Stirb Langsam 4.0" wird die spektakuläre Schlacht in und um die Wohnung von Matthew Farrell eindrucksvoll wiedergegeben. Hervor stechen die neutrale Tonalität aller nuVeros und die exzellente Grobdynamik, die die massiven Schusswechsel zu einem cineastischen Erlebnis werden lassen.  Details wie das Wechseln des Magazins an McLanes Handfeuerwaffe oder aber die Räumlichkeit beim Zersplittern des Fensterglases, als sich Gabriels Scherge unfreiwillig in den freien Fall begibt, arbeitet das 5.0-Set sehr gut heraus. Die nuVero 7 sind auch im Surroundbereich hoch effizient und ermöglichen eine authentische Weite und eine ausgezeichnete Tiefenstaffelung. Frequenzen bis ca. 60/70 Hz werden von den leistungsstarken nuVero 7 erfolgreich erfasst. Die Pegelfestigkeit aller Komponenten ist erstklassig, auch bei hohen Lautstärken werden große und kleine Effekte sowie Stimmen sauber voneinander getrennt. Diese Gabe sorgt auch bei "Melodramma" (PCM 5.1, Andrea Bocelli, Vivere - Live in Tuscany) für viel Freude. Schon zu Beginn der Blu-ray wird Bocellis Stimme sehr realistisch erfasst, das Läuten der Glocken im Hintergrund sowie das Zwitschern der Vögel wird akkurat eingearbeitet. Als dann das eigentliche Konzert beginnt, ist die Räumlichkeit, hervorgerufen durch den aufbrandenden Publikumsbeifall, im Surroundbereich als hervorragend einzustufen, mit den nuVero 7 ist bereits großes Kino möglich - zum relativ kleinen Preis. Auch als Center schlägt sich dieser flexible Lautsprecher bravourös und liefert eine detailreiche und tonal neutrale, feindynamisch überzeugende Darstellung von Andreas vokaler Präsenz. 
  • 7.0 Set: nuVero 11/nuVero 7 Center/nuVero 7 Surround/nuVero 5 Back Surround: Diese Konstellation ist dann sinnvoll, wenn man die beiden Back Surround Lautsprecher an der hinteren Wand des Hörraums befestigt, das geschlossene Gehäuse und die entsprechende Schalterstellung auf der Rückseite der nuVero 5 sorgen dann für passende Rahmenbedingungen. Zu bedenken ist, dass viele derzeit auf BDs enthaltende Dolby TrueHD- und DTS-HD Master Audio-Tonspuren nur in 5.1 vorhanden sind. Um vollen 7.1 Surroundsound genießen zu können, muss daher die Dolby Pro Logic IIx Matrix im AVR oder im AV-Verstärker aktiviert werden. Das Klangerlebnis kann sich bei "Iron Man" hören lassen. Hinter dem Zuhörer passiert nun noch deutlich mehr, vor allem die Räumlichkeit und die Staffelung sowie Positionierung der Effekte sorgen für einen erhöhten Hörgenuss. Wichtig ist, die beiden nuVero 5 im geringen Abstand (rund 1 bis 1,2 Meter) voneinander aufzustellen, zur Hörposition sollte der Abstand idealerweise bei mindestens 1,2 Meter liegen. Die Impulstreue und die Fähigkeit zum Aufbau eines dichten räumlichen Klangbildes sind auch Merkmale der nuVero 5. Für Liebhaber enormer Räumlichkeit und eines 360 Grad Panoramas ist diese Variante sehr empfehlenswert. 
  • 7.0-Set: nuVero 14/nuVero 7 Center/nuVero 11 Surround/nuVero 5 Back Surround: Mit diesem Set dringt man in höchste Surround-Sphären vor, wer akustisch hörbar nachlegen möchte, sollte zuvor mit dem Kreditberater der Bank des Vertrauens sprechen. Mit extremer Grobdynamik arbeitet dieses Ensemble bei "Iron Man" den entschlossene Flug von Tony Stark ins Krisengebiet heraus. Das dortige Gefecht kommt mit Präzision und Nachdruck zur Geltung. Die beiden nuVero 14 entfesseln wahre Höllenkräfte und beeindrucken mit einem Tiefgang, den selbst viele sehr gute externe Subwoofer nicht aufweisen. Die Charakteristik des Basses bringt HiFi-Ideale ins Surround-Business: Trocken, hart, klar - unter streng audiophiler Betrachtung eine Ausnahmeleistung. Wabern, Indifferenz und ein aufgedickter Charakter  - von all diesen Eigenschaften entfernt sich die nuVero 14 so weit wie Tony Stark von seinem früheren Partner, der ihm nun im gigantischen Roboter-Anzug nach dem Leben trachtet, um seine düsteren Geschäftsmodelle durchzusetzen. Klar, dass die nuVero 14 auch die Bestrebungen John McLanes, den Computerhacker Matthew Farrell lebend und in einem Stück in Sicherheit zu bringen, besonders gekonnt ausmalt. Bei all dem frontalen Treiben aber darf man nicht vergessen, wie gekonnt sich die nuVero 11 im Surroundbetrieb einbringen. Sie schleudern Effekte mit viel Nachdruck ins virtuelle Schlachtfeld, kokettieren aber gleichzeitig mit ihrer Präzision. Der Flug jeder einzelnen Scherbe wird nachvollziehbar, als Gabriels Scherge aus dem Fenster fliegt. Hinter dem Auditorium bringen sich die beiden nuVero 5 mit ihrer Impulstreue und Weitläufigkeit Gewinn bringend ein. Ihren Tiefgang stellen die nuVero 14 im 5. Kapitel von "Baraka" (DTS-HD Master Audio) unter Beweis - hier werden selbst subtile Bassanteile klar und sauber erfasst, wie eine mächtige, aber kontrollierte Woge brandet der Bass im Hörraum. Dass man mit diesen feinen Boxen auch für die herkömmlichen Tonformate bestens gerüstet ist, beweist die deutsche Dolby Digital Tonspur von GI Joe (Blu-ray): Der Tiefgang der nuVero 14 sichert gemeinsam mit der staubtrockenen Ausprägung einen harten, verzerrungsarmen Bass. Die Kombination aus nuVero 11 und nuVero 5 sichert eine facettenreiche Surround-/Back Surround-Klangkulisse, bei der jede feindynamische Bewegung in der Vertikalen und Horizontalen mit der Präzision eines Seismographen festgehalten wird. Wer keine Back Surrounds stellen kann, fährt auch mit der 5.0-Variante dieses Ensembles sehr gut und muss nur gewisse Räumlichkeitsverluste direkt hinter dem Auditorium in Kauf nehmen. 

Weitere denkbare Varianten - "nuVero Extrem":

  • Für den DVD Audio- und SACD-Liebhaber: Viermal die nuVero 11 und einmal die nuVero 7 sichern ein hohes musikalisches Potential bei noch vertretbarer Dimensionierung. Die schlanken nuVero 11 machen sich auch im Wohn- oder Musikzimmer unter ästhetischen Betrachtungen sehr gut. Der Preis für 5.0 Hörfreude vom Feinsten: 6465 EUR. 
  • Für den extrem großen Hörraum (ab 60 Quadratmeter) mit hohem Pegel- und Präzisionsanspruch bei gleichzeitiger Verwendung eines Beamers mit akustisch transparenter Leinwand: Fünfmal oder gar siebenmal die nuVero 14 (problemlos möglich, da stückweiser Verkauf) einsetzen - und ein akustisches Erlebnis der Extraklasse beginnt. Gleiche Effektwiedergabe auf allen Kanälen durch fünf- oder siebenmal die identische Box, eine Leistungsbereitschaft, die nicht enden möchte - wer diese Kombination antreiben möchte, sollte aber auf externe Endstufen wie die Arcam Siebenkanal-THX-Endstufe FMJ P7 zurückgreifen, AV-Vollverstärker liefern nicht genug Power für den hochpegeligen Dauerbetrieb. Preis dieser Version: 9700 EUR (5.0) beziehungsweise 13580 (7.0).
  • Fürs anspruchsvolle Heimkino zwischen 25 und 45 Quadratmeter und hohem Hightech-Anspruch empfehlen wir die folgende 9.2 Konfiguration: Fünfmal die nuVero 7 für Front, Center und Surround, viermal die nuVero 5 für den Back Surround- und Front High-Ensatz. Den Bassbereich managen zwei nuLine AW-1000. Mit dieser Kombination nutzt man alle Benefits moderner Home Theatre AVRs und AV-Verstärker voll aus. Preis 9.2 komplett: 9533 EUR.

Klangliche Charakterisierung:

  • Tonalität: Sehr neutral spielen die nuVero Sets in jeglicher Kombination auf. Mit einer stets natürlichen Stimmcharakteristik und Ausgewogenheit im gesamten Klangbild sind die Schwaben Garanten für authentische Klangwiedergabe. Die nuVeros sind weder sanft noch scharfausgelegt, sondern besitzen eine klare, direkte Neutralität.
  • Stimmwiedergabe: Sehr charakteristisch und stets authentisch werden die Vokalstimmen klar zu uns getragen
  • Loslösung des Klangs vom Lautsprecher: Erstklassig, selbst bei den kleineren nuVeros. Feine Verteilung des Klangs im gesamten Hörraum.  
  • Grob- und Feindynamik: Was das nuVero-Ensemble in dieser Kategorie bietet, verdient beinahe schon eine Auszeichnung höchsten Grades. Wie prädestiniert fürs Kammerkonzert und für das Action-Spektakel im Bolckbuster.
  • Räumlichkeit im Front- und im Surroundbereich: Wunderbar homogen wird uns eine breite und tiefe Bühne suggeriert, schnell und präzise verlaufen die Frequenzübergänge.
  • Pegelfestigkeit: Hervorragend. Die Nubert nuVero sollten ohnehin mit einem kräftigen AVR betrieben werden, dann halten sie aber auch einiges aus - mehr als unsere Ohren. 
  • Wirkungsgrad: Wie eben angesprochen ist der Wirkungsgrad eher anspruchsvoll, eine gute Investition in einen kräftigen AVR lohnt umso mehr. 
  • Aufstellung/Raumakustik: Aufgrund der komplexen und hochwertigen Filterschaltungen der schwäbischen Lautsprecherhersteller können diverse, in die Akustik eingreifende, Maßnahmen ergriffen werden.

Kurzcharakteristik

  • nuVero 4: Für den Aufbau einer Surroundanlage kann man diese Box getrost außen vor lassen. Die nuVero 4 entfaltet ihre volle Wirkung, die sich durch untadelige Präzision und erstaunlichen Nachdruck bemerkbar macht, am besten in einem 2.0 oder 2.1 Stereo-Setup in Hörräumen um die 15 bis 20 Quadratmeter. Durch den erstaunlichen Tiefgang und den überraschenden Nachdruck spielt die nuVero 4 sogar ohne zusätzlichen aktiven Subwoofer stark auf. 
  • nuVero 5: Sehr flexibel einzusetzender Lautsprecher, der sich hervorragend als Back Surround Box auch in großen Surroundanlagen macht. Durch die geschlossene Konstruktion ist eine wandnahe Aufstellung möglich, was gerade im Back Surround-Betrieb die Anwendung erleichtert. Mit der ausgezeichneten Räumlichkeit und der ebenfalls sehr guten Dynamik kann man den formschönen Schallwandler praktisch bedenkenlos empfehlen - auch für den Surroundbetrieb. Weitere Einsatzmöglichkeit: Als "Front High" bei Dolby Pro Logic IIz oder Audyssey DSX. Mit dem breiten Abstrahlwinkel und den sehr guten Befestigungsmöglichkeiten wird auch hier eine exzellente Eignung von unserer Seite attestiert. Für kleinere 2.1 Stereolösungen macht die nuVero 5 auch eine sehr gute Figur - optisch elegant, überzeugen Klarheit und Präzision. Aufgrund der konstruktiven Merkmale sollte aber ein zusätzlicher aktiver Bass zum Einsatz kommen. 
  • nuVero 7 - ein schwäbisches Ausnahmetalent. Als Center sehr begabt, mit breitem Abstrahlwinkel, feiner Staffelung und exzellenter Stimmverständlichkeit. Aber auch als edler Surroundspeaker nicht zu verachten, die Räumlichkeit ist auf Oberklasseniveau, die Grob- und Feindynamik begeistert. Für den Back Surround-Betrieb beinahe schon eine Verschwendung - es sei denn, im großen Hörraum wird in 7-Kanal-Stereo mit einem leistungsstarken Verstärker gefahren. Sogar in einem 2.0 System ist der kraftvoll und nuanciert aufspielende Schallwandler eine verheißungsvolle Option. 
  • nuVero 11 - schlank und elegant, begeistert die unmittelbare, impulstreue Wiedergabe, in Verbindung mit der Nubert-typisch hohen Pegelfestigkeit entsteht das Bild eines akustisch hoch talentierten Lautsprechers, der als "Kopf" einer Mehrkanalanlage ebenso Sinn macht wie als tonal neutraler, feiner Stereolautsprecher.
  • nuVero 14 - der Imperator. Managt jeden Pegel, fasziniert durch einen Tiefgang, den viele hochwertige Subwoofer nicht erreichen. Der Bass kommt trocken und präzise zur Geltung, trotz der vielen Chassis sind die Gruppenlaufzeiten penibel genau - impulstreu und lebendig, kommt die große nuVero-Box mit jeder Herausforderung klar. 

Die nuVero-Serie und die HD-Tonformate - "Nubert HD-Surround"

  • Alle Vertreter der nuVero-Serie sind kompromisslos auch für die Wiedergabe der aktuellen HD-Tonformate ausgelegt  - damit übertreffen die Schallwandler den von Nubert selbst auferlegten Standard "HiFi-Surround" deutlich - denn würde man die für die damalige HiFi-Norm erforderlichen Lautsprechereigenschaften auf die heutige Zeit übertragen, würde das Gebotene nicht ausreichen, um die Vorzüge von PCM Mehrkanal, Dolby TrueHD und DTS-HD Master Audio akustisch eindrucksvoll zu untermalen. Die nuVero Lautsprecher aber schaffen dies in souveräner Manier - durch den hohen Dynamikumfang, den präzisen Bass, die sensible Detaillierung und die sich fein ausbreitende Räumlichkeit. Zu bedenken ist aber, dass nur in Verbindung mit einem entsprechend leistungsfähigen AV-Verstärker oder -Receiver diese Vorteile auch klanglich zum Tragen kommen.

Konkurrenzvergleich

  • Heco Celan 5.1-Mehrkanalset XT 701/XT Center 4/XT 301/Sub 32 A: Weich, samtig und angenehm, dabei pegelfest und glänzend verarbeitet: Wer gern genießt, Wellness und mehrgängige Menüs im Spezialitätenrestaurant liebt sowie die üppige Akustik mach alten Opernhauses schätzt, findet hier einen Lautsprecher-Spielpartner. Die Trennschärfe und Klarheit eines nuVero-Ensembles wird nicht erreicht, auch nicht die enorme Detailtreue der schwäbischen Schallwandler. 
  • Klipsch Reference 7.2 Set (RF-83/RC-64/RS-62/RB-61/RW-10D): Für unter 5000 EUR Marktpreis in 7.2 Konfiguration übernimmt das Klipsch-Set in diesem Vergleichsfeld die Rolle des Schnäppchens. Gerade Heimkino-Freude mit erhöhtem Grobdynamik- und Pegelbedarf können hier bedenkenlos zugreifen und sich an einem nachdrücklichen Effekt-Spektakel erfreuen. Für den Preis gibt es viel Gegenwert - da macht den Klipsch Reference Boxen kaum ein Konkurrent etwas vor. Der sehr groß dimensionierte Center ist auch bei hohem Pegel voll mit dabei und schleudert frontale Effekte mit Wucht in den Hörraum. Ein vergleichbares nuVero-Ensemble kostet deutlich mehr (Surround-Sound der Oberklasse: 2 x nuVero 11, 1 x nuVero 7 Center, 2 x nuVero  7 Surround, 2 x nuVero 5 Back Surround: 7135 EUR)  und bringt keinen aktiven Bass mit. Aber - die nuVero-Alternative ist jeden Cent ihres Kaufpreises Wert, tonal neutral und mit hoher Finesse im akustischen Detail gesegnet, bringt dieses Setup klassische HiFi-Ideale in bravouröser Manier ins Surround-Metier. 
  • Nubert nuLine 120/CS-70/DS-60/AW-1500: Mehrere Jahre zurück liegt schon der Test dieses hochwertigen nuLine-Ensembles. Im Gegensatz zu manch anderen AV-Komponenten können aufwändig und clever konstruierte Lautsprechersysteme auch nach einigen Jahren noch problemlos mit dem heutigen Angebot auf dem Markt mithalten. Die vorbildliche Pegelfestigkeit, die neutrale Klangcharakteristik und die natürliche Räumlichkeit sind nach wie vor Vorteile der nuLine-Boxen - nicht umsonst hält der Erfolg der optisch gleichermaßen schlichten wie schönen Baureihe unvermindert an. Wer einen AV-Receiver der Mittelklasse/oberen Mittelklasse betreibt, wird an diesem Set seine besondere Freude haben, allerdings ist der AW-1500 mittlerweile nicht mehr lieferbar. Zwei AW-1000 aber entfachen eine ebenfalls immense Bassgewalt, sogar mit noch mehr Homogenität bei der Bassverteilung im Hörraum. Im direkten Vergleich aber erzielt eine nuVero 14, betrieben allerdings an einem entsprechend potenten AV-Verstärker, praktisch den identischen Tiefgang. Insgesamt bieten alle nuVeros, bedingt durch den für diese Serie neu entwickelten Hochtöner, mehr Brillanz im Hochtonbereich, auch der Übergang Hochton-/Mitteltonbereich kommt noch eine Idee geschliffener daher. Für den detailverliebten Gourmet stellen die nuVeros somit die erste Wahl dar, besonders dann, wenn überwiegend Musikalisches konsumiert wird. Pegelliebhaber mit großen Effekt-Ambitionen werden aber mit einem großen nuLine-Set nach wie vor sehr glücklich, und auch der Detail-Freund wird kaum etwas vermissen, wenn er die nuLiner mit den meisten Konkurrenten vergleicht. Nur dann, wenn ein großes nuVero Set aufzuspielen beginnt, werden im Vergleich die Vorzüge greifbar. 
  • B&W Custom Theatre 700 7.2: Die britischen Schallwandler können bezüglich der Klangqualität des Nubert Ensembles beinahe mithalten. Besonders im Filmbetrieb schenken sich die beiden Sets nur wenig: hohe Präzision, Detaillierung und ungebrochene Pegelfestigkeit zeichnen die Komponenten beider Hersteller aus. Will man bei cineastischen Höchstansprüchen dasselbe Volumen und die identische Homogenität muss man in der nuVero-Serie schon auf die Kombination 14/7/11/5 zurückgreifen, dann aber muss sich auch das Hollywood-Set der Briten warm anziehen. Die B&W Vertreter dürfen sich eine leicht homogenere und fülligere Bühne nachsagen lassen, dafür legen die Nubert Wandler in puncto Durchhörbarkeit und Feindynamik noch eine Schippe obenauf. Im Musikbetrieb ziehen die schwäbischen Lautsprecher dann etwas einfacher vorbei: Trotz des hochwertigen Subwoofers im B&W Set ist der hochpräzise, trockene Bass v.a. der nuVero 14 im Frontbereich noch einen Deut besser, zudem scheint den Schwaben durch die neutrale Auslegung das perfekte Zusammenspiel von Brillianz und Samtigkeit gefunden zu haben. Ein optischer Vergleich fällt schwer: wo das britische Set auf ein solides, schlichtes Äußeres in Anlehnung an professionelles Kino-Equipment wert legt, sind die Schwaben durchaus für die Aufstellung in der Wohnumgebung geeignet, in Mocca, Anthrazit oder schwarz sind die üppig dimensionierten Standlautsprecher von Nubert erhältlich, die B&Ws hingegen nur in schwarz. Für den Antrieb sollten beide Sets mit vergleichsweise kräftigen AV-Receivern betrieben werden, das B&W Ensemble ist zwar mit 92dB etwas weniger anspruchsvoll, aber auch nicht absolut bescheiden.
  • Monitor Audio Silver-RX 5.1-Surroundsystem: Das Monitor Audio Silver-RX Set stellt ein nicht ganz so starkes Konkurrenzensemble dar, allerdings empfehlen sich die MA-Boxen auch für den etwas kleineren Geldbeutel. Verarbeitungstechnisch gesehen muss sich kein Hersteller eine Blöße geben. Mit der Grobdynamik und Pegelfestigkeit der Schwaben kann die Silver-RX Reihe nicht mithalten, allerdings verfügt ein nuVero Ensemble auch über die nötige Präzision und Schnelligkeit, so dass die Silver-RX nur wenig entgegenzusetzen haben. Auch im Tieffrequenzbereich kann Monitor Audio die Nuberts nicht in Verlegenheit bringen, der RXW-12 im Monitor Audio Set ist zwar auch im Musikbetrieb ein solider Zeitgenosse, die druckvollen Kraftsalven beispielsweise einer nuVero 14 bringt er aber nicht mit derselben Präzision ins Klangbild. Im Surroundbereich arbeitet Monitor Audio im Gegensatz zu den Nubert Lautsprechern mit Dipolen. Obwohl die Dipole RX-FX deutlich authentischer und weniger diffus klingen als manch andere, können die Monitor Audio Speaker nicht alle negativen Eigenschaften ausmerzen. Natürlichkeit und Ortbarkeit trotz eines voluminösen und räumlichen Klangbildes zeichnen die nuVero Direktstrahler aus. Einzig der Wirkungsgrad verhindert den Kantersieg der Schwaben, hier sind die Silver-RX mit 89dB etwas anspruchsloser.

Passende AVRs und AV-Verstärker: 

  • Surround-Sound der angehenden Oberklasse: 2 x nuVero 11, 1 x nuVero 7, 2 x nuVero 5, 5.0 Surroundset: 4965 EUR - unser Tipp: Onkyo TX-NR5007. Dank neun Endstufen auch für spätere Erweiterungen offen und mit dem schönen, feinen Klangbild geeignet, auch Zwischentöne ansprechend zu betonen. 
  • Surround-Sound der Oberklasse: 2 x nuVero 11, 1 x nuVero 7 Center, 2 x nuVero  7 Surround, 2 x nuVero 5 Back Surround: 7135 EUR - hierzu empfehlen wir den Denon AVR-4810 als voll ausgestattete, klar und angenehm klingende AV-Schaltzentrale. 
  • 5.0 Mehrkanal-Set für anspruchsvolle Anwender, die kein 7.0 stellen können und hinten keine Standlautsprecher stellen können: 2 x nuVero 14, 1 x nuVero 7 Center, 2 x nuVero 7 Surround: 7135 EUR: Empfehlung ist hier der Yamaha DSP-Z11. Dank der erweiterten Räumlichkeit der Maßstäbe setzenden DSPs kann das Fehlen der Back Surrounds teilweise kompensiert werden. 
  • Surround-Sound der Spitzenklasse: 2 x nuVero 14, 1 x nuVero 7, 2 x nuVero 11 (Surround), 2 x nuVero 5 /Back Surround als 7.0 Set: 8845 EUR - hierzu empfehlen wir den Denon AVC-A1HDA mit Denon Link 4th für Harmoniebewusste und den Pioneer Susano SC-LX90 für kompromisslose Dynamiker. 
Fazit und absolute Einordnung

Die gesamte nuVero-Serie erfreut mit einer beispielhaften Performance, die bereits bei der zeitlos-eleganten Optik beginnt, mit der enorm aufwändigen Technik weitergeht und bei der Maßstäbe setzenden akustischen Performance endet. Ganz gleich, welchen nuVero-Schallwandler man sich aus dem Portfolio aussucht, man erwirbt stets ein Produkt, das zum ausgesprochen günstigen Kaufpreis mit einer Leistungsfähigkeit aufwartet, die man ansonsten nur aus hohen Preisklassen kennt. Durch die enorme Flexibilität, die insbesondere die Typen 5 und 7 an den Tag legen, kann sich der Anwender seine Traum-Anlage konfigurieren. Die Tatsache, dass aktuell noch kein nuVero-Aktivsubwoofer verfügbar ist, vermag das positive Ergebnis kaum zu beeinflussen, da Nubert in anderen Modellreihen (nuLine) gleichermaßen sauber verarbeitete wie leistungsstarke Alternativen offeriert (nuLine AW-1000 oder 2 x AW-560). Außerdem stehen mit den Versionen 11 und selbstverständlich 14 leistungsfähige Standlautsprecher mit ausgezeichneten Bass-Eigenschaften zur Wahl, die die Verwendung eines aktives Subwoofers bei der Nutzung eines kraftvollen AV-Verstärkers oder -Receivers praktisch überflüssig machen. Mit dem Kauf eines nuVero-Ensembles beginnt der preisgünstige Einstieg in die "Champions League" - natürlich bleibt noch Luft nach oben, aber zu welchem Preis: Dann muss man bei der gesamten AV-Kette andere Maßstäbe anlegen und sich mit den deftigen Kaufpreisen edler Vor-/Endstufenkombinationen anfreunden. Addiert man zu diesem finanziellen Mehraufwand noch die für ein nochmals detaillierter und feinsinniger aufspielendes Boxenset anfallenden Aufpreise hinzu, gelangt man in Dimensionen, in die selbst versierte Mehrkanal-Anwender kaum vordringen werden. Jeder muss letzten Endes für sich selbst entscheiden, ob die letzten Meter zum akustischen Gipfel nochmals einen doppelten bis dreifachen Mehrbetrag für die dafür erforderliche Ausrüstung Wert sind. 

Lautsprecherbau vom Feinsten: Die Mitglieder der nuVero-Serie sind faszinierende Klang-Kunstwerke mit Maßstäbe setzender akustischer Leistungsfähigkeit und zeitlos ästhetischer Optik

Mehrkanal-Lautsprecher-Systeme Oberklasse
Test 20. Januar 2010

+ Tonal neutral und grob- wie feindynamisch ausgezeichnet
+ Sehr flexible Einsatzmöglichkeiten von nuVero 5 und 7
+ Überragende Bass-Performance bei nuVero 11, sensationelle Bass-Leistung bei nuVero 14
+ Exzellente Pegelfestigkeit
+ Exzellente Räumlichkeit bei allen nuVero-Komponenten
+ Aufwändige Konstruktion
+ Flexible Anpassungsmöglichkeiten der Klangcharakteristik
+ Referenz-Verarbeitung aller nuVero-Boxen
+ Sehr günstiger Kaufpreis
+ Sehr schöne Farbauswahl

- aktuell kein nuVero-Aktivsubwoofer verfügbar

Test: Philipp Kind, Carsten Rampacher
Datum: 20. Januar 2010

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