SPECIAL: AREA DVD-Lautsprecherlexikon - Tipps+Erklärungen rund um das Thema Lautsprecher
26.04.2010 (cr)
Die Themen Lautsprecherkauf, Lautsprecheraufstellung und
Lautsprecher-Verwendung in der Praxis sind gerade für weniger versierte
Anwender ein "Buch mit sieben Siegeln". Wir möchten in diesem Special
etwas Licht ins Dunkel bringen und erklären in alphabetischer Reihenfolge
wichtige Begriffe, die mit dem Themenkomplex Lautsprecher zusammenhängen, und
geben Ratschläge für die Anwendung in der Praxis.
Aktiver Lautsprecher
Lautsprecher mit eingebauter Endstufe, entsprechend: Aktiver Subwoofer,
Basslautsprecher mit eingebauter Endstufe. Ein aktiver Subwoofer findet bei
5.1-, 6.1- oder 7.1.Heimkinosystemen Verwendung. Der aktive Subwoofer ist durch
den .1-Kanal gekennzeichnet, ihm werden nur die tiefen Frequenzen zugeführt.
Daher ist der .1-Kanal kein Vollfrequenzkanal.
Aktiver Subwoofer

Aktiver Subwoofer des Teufel Theater 200
Der aktive Subwoofer ist Bestandteil bei einem Großteil an
Mehrkanal-Lautsprechersystemen. Er verfügt über eine eingebaute Endstufe, die
dem AV-Verstärker oder -Receiver Arbeit im leistungsintensiven Bassbereich
abnimmt. Der aktive Subwoofer wird überlicherweise mit dem
Sub-Vorverstärkerausgang am AVV oder AVR verbunden. Es gibt verschiedene Arten
aktiver Subwoofer: Geschlossene Gehäuse und Bassreflexwoofer, Subwoofer, deren
Membran nach vorn abstrahlt (Frontfire) oder nach unten (Downfire sowie
Subwoofer, die noch eine 2. passive Membran besitzen. Der aktive Subwoofer
sollte im der Theorie nur Frequenzen wiedergegeben, die so tief sind, dass das
menschliche Ohr den Ursprungsort nicht mehr orten kann. Ergo - sollte man den
aktiven Subwoofer auch frei im Raum platzieren können. Das ist in der Praxis
aber nicht immer so - oftmals kann der aktive Subwoofer geortet werden, was für
ein unausgewogenes Klangbild sorgt. Dies ist gerade bei falscher Eingepegelung
sowie falscher Justage der Übernahmefrequenz der Fall. Auch sehr
leistungsschwache Exemplare, die sich ständig im Grenzbereich bewegen und dabei
Verzerrungen produzieren, sind einfach im Raum akustisch zu orten. Wir
raten zudem nicht zu einer Aufstellung direkt in der Raumecke, da die
Bassintensität zwar zunehmen wird, sich aber durch die Aufstellung bedingte
Unsauberkeiten und Präzisionsverluste ins Klangbild mischen. Am besten ist der
aktive Subwoofer vorn zwischen den beiden Front-LS aufgehoben. Man kann auch 2
aktive Subwoofer verwenden. 2 Subwoofer, vorn jeweils anschliessend an die Innenseite der Fronts
untergebracht, bieten eine homogenere Bassausbreitung mit höherer Intensität. Weiterer Vorzug: es können 2 kompakte und leicht unterzubringende Subwoofer anstatt eines großen verwendet werden. Und: Es agieren die beiden kleinen Subs auch schneller, da sich die meist kleinere Membranfläche beim Erhalt des Impulses schneller in Bewegung setzt und weniger zum
Nachschwingen neigt.
Anpassung der Klangcharakteristik

Kippschalter bei der Nubert nuVero14
Wer die Klangcharakteristik seiner Box mit dem eigenen Geschmack und mit dem Hörraum in einklang bringen möchte, kann sich mit verschiedenen Nubert-Modellen anfreunden. Je nach Serie können Hochton-, Mittelon- und Tieftonbereich per Kippschalter angepasst werden (bei verschiedenen nuVero Modellen sogar alle 3 Frequenzbereiche).
Arbeitsprinzip des Lautsprechers
Bei fast allen Arten von Lautsprechern übernimmt eine schwingende Membran die Abstrahlung des Schalls. Die Form der Membran kann unterschiedlich sein, in der Praxis gebräuchliche Formen sind beispielsweise die Kalotte, der Konus oder die
Flachmembran sowie das Bändchen. Die Membranen Membranen bestehen aus
unterschiedlichen Materialen bzw. Material-Mixen. Hier kochen die Hersteller
meist ihr eigenes "Süppchen", jeder nimmt für sich in Anspruch,
enorm leichte und gleichzeitig hochfeste Membranen zu konstruieren. Beides ist
wichtig - die Leichtigkeit vor allem deshalb, da die Impulstreue besser ist,
wenn nur wenig Gewicht in Bewegung bzw. in Schwingungen versetzt werden muss. So
kann der anliegende Impuls ohne Verzögerung umgesetzt werden. Für Präzision
und Belastbarkeit ist dann die Steifigkeit wichtig. Sehr oft findet man
Kalotten-oder Konus-Konstruktionen vor. Meist sind Membranen flach trichterförmig
zulaufende Gebilde, die am Rand eine Verdickung aufweisen. Das Zentrum wölbt
sich typischerweise in Form einer Kugel nach außen.

Hochtonkalotte mit Abdeckung bei der Nubert nuVero14

Auch Konusmembranen kommen oft zum Einsatz (Im Bild: KEF
XQ40)
In den meisten Fällen soll die Membran ganzflächig und gleichmäßig bewegt
werden. Die beabsichtige Arbeitsweise ist jedoch in allen Fällen ähnlich: Die Membran arbeitet wie ein Kolben, der vor- und zurückschwingt. Dabei verdichtet und entspannt die Membran die angrenzende Luft, so dass Schallwellen entstehen und nach den anfänglich genannten Prinzipien ausbreiten.
Dieses Verhalten wird im Allgemeinen nur bei - in Relation zur Membranfläche -
tiefen Frequenzen erreicht. Bei höheren Frequenzen hingegen befinden sich bei
höheren Frequenzen in Gebieten, in denen eine saubere kolbenförmige
Ausführung bei der Hubbewegung nicht mehr gewährleistet ist. Dieses Phänomen
ist als Partialschwingung bekannt. Die Partialschwingungen setzten somit auch
eine Grenze für den Nutzungsbereich der jeweiligen Membran. Wenn Bündelungs-
und Resonanzerscheinungen massiv zunehmen, kann man die Membran im Sinne eines
guten Klangbildes nicht mehr weiter arbeiten lassen. Durch eine geschickte
Auswahl des verwendeten Werkstoffs können Membranen ein hohes Maß an innerer
Dämpfung aufweisen, die für ein effektives Verringern der ungewünschten
Partialschwingungen sorgt. Die obere Nutzungsgrenze der Membran wird dann nicht
mehr durch etwaige Partialschwingungen definiert, sondern durch die durch die
Geometrie begründete Schallbündelung oder durch Gegebenheiten, die mit dem
magntischen Antrieb zu tun haben. Dämpft man Partialschwingungen sehr effektiv,
sinkt aber der Wirkungsgrad (siehe weiter unten) der Box.
Physikalisch betrachtet, entzieht eine schwingende Membran, die elektrische Energie in Form von akustischer Energie an die Luft abgibt, einem schwingenden System Energie. Die Auswirkungen sind vergleichbar mit denen eines Widerstands, der elektrische Energie in Wärmeenergie umwandelt, Folge ist in diesem Fall die Abstrahlung von Wärme. Die Energieumwandlung kann verschieden effektiv geschehen, auch bei der Membran. Hier dient die physikalische Größe des Strahlungswiderstandes (Zr) zur Umschreibung der Effektivität beim Umwandeln von mechanischer Energie (die Schwingungen) in akustische Energie (der Schall, den wir letztendlich auch hören). Hierbei ist zu beachten, dass sich der Strahlungswiderstand in zwei Einzelkomponenten auftrennen lässt: Den Wirkanteil, identisch mit der Schallabstrahlung, und dem Blindanteil. Letzterer ist einfach wahrnehmbar: Wer schon mal die Hand vor einem Subwoofer gehalten hat, spürte den, je nach Lautstärke, durchaus kräftigen Luftzug. Beim Blindanteil schiebt die Membran also auch Luft hin und her, die nichts zum eigentlichen Schallabstrahlung beiträgt. So mehr Luftmasse insgesamt hin und her geschoben wird, umso größer wird der Blindanteil. Dies ist besonders bei kleinen Membrandurchmessern, die einen großen Hub ausführen müssen, der Fall, während bei großen Membrandurchmessern mit entsprechend kleinem Hub der Blindanteil gering und der Wirkanteil sehr groß ist. Die Änderung des Strahlungswiderstands ist frequenzabhängig und hat somit einen deutlichen Einfluss auf den Frequenzgang eines Lautsprechers. Ebenso ist Z von der Membranfläche abhängig, so größer die Membranfläche wird, so größer wird auch der Strahlungswiderstand.
Die von der Membran abgestrahlte Leistung ist, abgesehen vom eben behandelten Strahlungswiderstand, noch von weiteren Faktoren abhängig. Wie bei den schon erwähnten Luftmolekülen, bei denen die Schallschnelle die Geschwindigkeit charakterisierte, mit der die Moleküle um ihre Ruhestellung schwingen, gibt es auch eine Größe, die umschreibt, mit welcher Geschwindigkeit die Membran um ihre Ruhestellung schwingt: Die Membrangeschwindigkeit v, die ihr Maximum bei der Resonanzfrequenz fs erreicht. Unterhalb der Resonanzfrequenz steigt v proportional mit der Frequenz an, oberhalb von fs nimmt die Geschwindigkeit mit 1/f wieder ab. Will man nun die akustische Leistung ermitteln, so gehen die beschriebenen Parameter in die dafür bestimmte Gleichung mit ein, also sowohl der Strahlungswiderstand, der sich, wie erläutert, in Blind- und Wirkanteil gliedert, und das Quadrat der Membrangeschwindigkeit v: Die akustische Leistung (Leistung wird in der Physik immer mit der Größe P umschrieben, hier wegen der „akustischen“ Leistung P(aK) ist proportional zum Strahlungswiderstand, multipliziert mit dem Quadrat der Membrangeschwindigkeit: P(aK) ~ Zr x v2 . Da v quadratisch in diese Gleichung mit eingeht, wirkt sich diese Größe und deren Frequenzabhängigkeit in Bezug auf P(aK) noch stärker aus. Entgegengesetzt verläuft der Strahlungswiderstand: Er steigt quadratisch mit der Frequenz an: Zr ~ f2. Mittels dieser zwei Gleichungen kann man nun sehr interessante Untersuchungen durchführen, um den Arbeitsbereich eines Lautsprechers näher zu bestimmen.
Zwei Fälle sind zu unterscheiden, will man die Gleichung untersuchen, und zwar zum ersten das Verhalten unterhalb der Resonanzfrequenz fs und zum zweiten das Verhalten oberhalb von
fs.
- Die Membrangeschwindigkeit ist zu f proportional, dies fand bereits Erwähnung – also v ~ f. Wie wir ebenfalls wissen, ist Zr ~ f2. Beides in die Gleichung Zr x v2 eingesetzt, ergibt P(aK) ~ f2 x f2. Unterhalb der Resonanzfrequenz steigt die akustische Leistung also mit der 4. Potenz der Frequenz, das heißt mit 12 dB pro Oktave an.
- Die Membrangeschwindigkeit nimmt proportional mit f ab, wie schon erwähnt: f ~ 1/f. Dieses in die Gleichung von oben eingesetzt, ergibt folgendes: P(aK) ~ f2 x 1/ f2 = 1.
- Dies zeigt nun, dass die akustische Leistung oberhalb der Resonanzfrequenz nicht mehr frequenzabhängig ist. Darum ist dies der eigentliche Arbeitsbereich eines Lautsprechers, der somit mit der Resonanzfrequenz beginnt und dort endet, wo der Strahlungswiderstand nicht mehr mit der Frequenz ansteigt.
Somit kann man festhalten: Beim Lautsprecher wird elektrische Energie, die
vom Verstärker zugeführt wird, in Schallwellen, die für das menschliche Ohr
hörbar sind, umgewandelt. Daher spricht man auch von "Schallwandler".

Bändchenhochtöner beim Quadral Chromium Style 5.1-Surroundset
Kommen wir nun zum Antrieb der Membranen - die überwiegende Bauform ist der
elektrodynamische Lautsprecher mit zentralem Antrieb. Hier wird die Membran
durch die Wechselwirkung zwischen elektrischem Strom und einem magnetischen
Gleichfeld angetrieben. Die Schwingspule, von Strom durchflossen, befindet sich
im Gleichfeld eines Magneten. Der klassische elektrodynamische LS hat eine
zentrale Schwingspule. Die Schwingspule befindet sich auf einem
Spulenträger, dieser ist seinerseits an der Membran befestigt. Wird ein
Wechselstrom durch die Spule geleitet, findet eine durch die Lorenzkraft
begründete Kraft auf die Membran statt. Durch diese wird die Membran zum
Schwingen angeregt. Spule und Membran bewegen sich im Magnetfeld bevorzugt in
der Richtung senkrecht zum Feldverlauf hin und her. Für die Rückführung der
Membran in die Ruhelage sind Zentrierspinne und Sicke verantwortlich. Durch die
Sicke wird zudem ein direkter Luftaustausch zwischen Vorder- und Rückseite
verhindert. Elektrostatische und magnetostatische Lautsprecher sind weniger
verbreitet. Magnetostaten weisen einen dezentralen Antrieb auf , sie sind eine
Form von Flächenstrahlern. Der Antrieb ist hier auf der ganzem Membran verteilt
(Folien-Magnetsostaten) oder die Membtan selber ist der Antrieb (klassisches
Bändchen). Derartige Konstruktionen finden sich vor allem im oberen
Frequenzbereich als Hochtöner. Wer auf einen leicht sanften, räumlich
intensiven Hochtonbereich Wert legt, kann zu LS mit Bändchenhochtönern greifen
- Quadral und Aurum z.B bieten verschiedene LS mit Bändchen an.
Aufstellung

Großer Abstrahlwinkel: Nubert
nuVero 7
Aufstellung - Lautsprecher mit Bassreflexöffnung hinten sollten nicht direkt an der Wand platziert werden. Ein Abstand von mindestens 1 Meter sollte eingehalten werden. Der Center in einem Surroundsystem sollte so angewinkelt werden, dass er in Richtung Ohrhöhe des Zuhörers abstrahlt. Beim Kauf des Centers ist der horizontale Abstrahlwinkel zu beachten. Gerade dann, wenn man öfters mit mehreren Personen hört, sollten auch die außen und nicht zentral positionierten Hörer ins klangliche Geschehen integriert werden.
Dipole für den Surroundbereich werden Links und rechts neben den Zuschauerplätzen in mindestens 1,2, besser 1,5 Meter Entfernung in Ohrhöhe oder etwas darüber aufgestellt. Zum System gehörende Back Surround Lautsprecher sollten untereinander nicht mehr als 1,2 Meter Abstand aufweisen. Vom Hörer sollten es mindestens 1 Meter Abstand sein. Die Back Surrounds sollten sich auf der gleichen Höhe befinden wie die Surround Dipole. Werden für hinten Direktstrahler verwendet, so kann man diese auch mit der Schallwand aufs Publikum zielend ca. in Ohrhöhe oder etwas darüber
aufstellen.
Bassreflexlautsprecher

Gleich 2 Bassreflexöffnungen bei der Heco Celan XT 901
Mit Hilfe einer auf der Gehäuserückseite oder manchmal auch auf der Front
oder unter der Box befindlichen Austrittsöffnung wird der nach hinten
austretende Schall des Basschassis genutzt. Um eine optimale Wirkung zu
erzeugen, ist die Austrittsöffnung speziell an die jeweiligen Eigenschaften des
Basschassis angepasst. Vorteile eines nach dem Bassreflexprinzip arbeitenden
Lautsprechers: Weniger Verzerrungen im Bassbereich, besseres Volumen und höherer
Wirkungsgrad
Bi-Amping

Hochwertige Bi-Amping-Terminals - hier bei der Aurum Montan VIII
- gehören bei edlen Boxen zum "guten Ton"
Bi-Amping: bei dieser Variante werden 2 Endstufen der Verstärkereinheit für einen Frontlautsprecher bereit gestellt. Somit steht für den leistungsintensiven Bassbereich eine eigene Endstufe zur Verfügung. Hinten am LS müssen die Brücken zwischen den Anschlüssen entfernt werden. Bi-Amping ist nur dann eine Option, wenn man über leistungsfähige Front-LS verfügt. Der Vorteil von Bi-Amping: große belastbare Fronts können sich souveräner entfalten, der Klang wird kräftiger, klarer und präziser.
Chassis

Ausgebautes Lautsprecher-Chassis - hier beim Klipsch Reference
RW-10D

Chassis der Canton Chrono
SL590DC
Ein Chassis ist ein einzelner Lautsprecher ohne Gehäuse, bestehend aus
Lautsprecherkorb, Schwingspule, Magnet, Membran und Sicke.
Dipole

Dipol beim Focal Chorus 7.1 Surround-Set
Dipole, heute nur noch selten anzutreffen, weisen zwei voneinander getrennte
Chassiskonstruktionen auf. Diese strahlen nach vorn und nach hinten gleichzeitig
ab und erzeugen dadurch ein weitläufiges, diffuses Klangbild. Aufgrund des
niedrigeren Wirkungsgrades müssen Dipole mit höherem Pegel eingepegelt werden.
Dipole sind eine gute Wahl für Cineasten. Für größtmögliche Flexibilität (Anhören von Musik) sollten sich die hinteren Chassis per Kippschalter deaktivieren lassen
Dolby Pro Logic IIz/Audyssey DSX/Yamaha Presence Lautsprecher
PLIIz bietet einen eher subtilen Effekt zusätzlicher räumlicher Weitumg in der Vertikalen. Es ist zu beachten, dass die dafür verwendeten Front High Lautsprecher in gebührendem Abstand von den Front LS direkt unter der Hörraumdecke platziert werden. Wer vorn drei identische LS einsetzt kann diese querformatigen Boxen im Idealfall um 2 weitere identische Modelle für Front High ergänzen. Wer ein
Standlautsprecher/Center/ Regallautsprechersystem verwendet, kann sich den gleichen Regallautsprechertyp wie für die Rears für Front High kaufen. Diese Tipps gelten auch für die ähnlich, aber mit intensiverer Wirkung arbeitenden Systeme von Yamaha (Front Presence LS) und Audyssey (DSX).
Bei DSX gibt es des Weiteren noch die "Front Wide" Option zur horizontalen Weitung des Klangbildes. Hier werden im Abstand von ca.
1,2 bis 1,5 Meter Lautsprecher aus räumlicher Sicht außen auf die Achse der normalen Fronts gestellt. Hier kann man, wenn Standlautsprecher als Fronts zum Einsatz kommen, Regallautsprecher mit breitem horizontalen Abstrahlwinkel auf einem entsprechenden Lautsprecherständer verwenden.
Drei identische Frontlautsprecher im Querformat

Drei identische Frontlautsprecher finden sich z.B. beim Teufel 5.2-LS-Set System 5 THX Select 2
Wer häufig Kinofilme betrachtet, kann ein System mit 3 identischen Front LS wie von Teufel z.B. angeboten verwenden. Alle 3 Frontlausprecher sollten sich aber im Sinne eines einheitlichen Klangbildes auf gleicher Höhe befinden.
Flankensteilheit
Wichtig im Zusammenhang mit der Frequenzweiche. Beim Erreichen ihrer
Grenzfrequenz dämpft die Frequenzweiche die Signalanteile, die nicht mehr durch
sie geschleust werden sollen, ab. Wie stark diese Dämpfung ist, hängt von der
jeweiligen Filterauslegung ab. Jeder Hoch- oder Tiefpassfilter besteht aus
verschiedenen Baugruppen, deren Anzahl die Ordnung und die Stärke der Signaldämpfung,
die Flankensteilheit, festlegt. Jedes sogenannte komplexe Bauelement (Induktivitäten,
Kapazitäten) verstärkt die Dämpfung um 6 dB pro Oktave, das heißt ein Filter
1. Ordnung (ohne vorgeschaltetes anderes Bauelement) besitzt eine
Flankensteilheit von 6 dB pro Oktave, ein Filter 2. Ordnung dann folgerichtig
eine Flankensteilheit von 12 dB pro Oktave
Frequenzweiche

Frequenzweiche der Nubert nuVero 4

Frequenzweiche der Heco Metas XT-501
Bei Mehrweg-Lautsprechersystemen übernimmt die Frequenzweiche die Aufgabe,
die Tonfrequenzen in verschiedene Bereiche aufzuteilen. In der Praxis sieht das
so aus, dass jedes Lautsprecher-Chassis (Tieftöner, Hochtöner, Mitteltöner)
den Frequenzbereich zugeteilt bekommt, in dem es optimal arbeitet. Zu
unterscheiden sind passive Frequenzweichen und aktive Frequenzweichen. Die
passive Variante werden zwischen Verstärkerausgang und Lautsprecher geschaltet
und arbeiten mit Spulen, Kondensatoren und Widerständen. Hier ist auf
hochwertige Baugruppen und auf eine möglichst geringe Anzahl an Bauteilen zu
achten, denn im Idealfall soll sich das Tonfrequenzsignal durch das Passieren
einer Frequenzweiche nicht qualitativ verschlechtern. Die aktive Frequenzweiche
nimmt die schon erwähnte Aufteilung der Frequenzbereiche mit Hilfe einer Verstärkerendstufe
für jedes Frequenzband vor.
HD-Tonformate

Die HD-Tonformate stellen höhere Ansprüche an das
Lautsprechersyste3m
Seit einiger Zeit haben sich die HD-Tonformate Dolby Digital Plus, Dolby
TrueHD, DTS-HD High Resolution Audio sowie DTS-HD Master Audio auf dem Markt
etabliert. Besonders TrueHD und Master Audio sind in der Lage, eine hörbar
bessere Klangqualität zu ermöglichen, denn es handelt sich um verlustfrei
komprimierte Codecs. Bei Dolby Digital Plus und DTS-HD HRA wird noch
verlustbehaftet komprimiert. DTS-HD MA sowie Dolby TrueHD sind in der Lage,
durch eine erhöhte Abtastfrequenz und eine erhöhte Bittiefe auf allen Kanälen
mehr Gesamtdynamik, Feindynamik, Präzision und Klarheit zu offerieren. Damit
man diese Vorzüge ausnutzen kann, sollte das Lautsprechersystem allerdings
entsprechend hochwertig ausfallen - LS-Sets ab ca. 1000 EUR können in
eingeschränkter Form aber bereits die Vorzüge der neuen HD-Tonformate erahnen
lassen.
Impedanz

Hinten bei den Lautsprecherkabel-Anschlussterminals findet
sich meist ein Hinweis auf die Impedanz
In der Einheit Ohm angegebener Stromwiderstand. Bei Lautsprechern kann aus dem Ohm-Wert geschlossen werden, wie stark ein Lautsprecher den Verstärker in Abhängigkeit zu dessen Ausgangsimpedanz (Innenwiderstand, gibt den Stromwiderstand an, der am Lautsprecherausgang eines Verstärkers anliegt) belastet. Ein Verstärker, der z.B. eine Ausgangsimpedanz von 8 Ohm hat, wird beispielsweise von Lautsprechern mit nur 2 Ohm Impedanz sehr stark belastet. Daher sind Verstärker mit niedriger Ausgangsimpedanz von Vorteil, da diese Verstärker auch 2- oder 4-Ohm-Lautsprecher mit hohen Stromstärken versorgen können. Besondere Anforderungen an die Hochstromfähigkeit des Verstärkers stellt beispielsweise die THX Ultra Norm. Übliche Impedanzwerte sind 4, 6 oder 8 Ohm.
Lautsprecherkabel

Bananenstecker
Wir raten zum Kauf eines Kabels mit 2,5 mm Querschnitt, welches für die meisten Anwendungen ausreicht und zudem flexibel zu verlegen ist, was gerade für den Surround- und Back Surround Bereich von Interesse ist. Normale Standard-Markenware reicht für viele Anwendungen aus. Im Sinne optimaler Kontakt- und Verbindungssicherheit raten wir zur Verwendung von Bananensteckern. Bevor man diese erwirbt, sollte man aber Erkundigungen einziehen, ob man sie an den LS und am AVR auch verwenden kann. Gerade sehr preiswerte Sub/Sat-Sets und Einsteiger AVRs haben oftmals nicht durchgängig die für Bananas notwendigen Schraubanschlüsse.
Lautsprecher-Komponenten-Systeme
Lautsprecher-Komponenten-Systeme: Zweiweg- oder Dreiweg-Systeme sind die üblichsten,
hier werden in ein Lautsprechergehäuse verschiedene Chassis eingebaut, die sich
dann jeweils den entsprechenden Frequenzspektren annehmen (z.B. Dreiwege-System
mit separatem Hoch-/Mittel-/Tieftöner).
Lautsprecherkorb
Er übernimmt die Aufgabe, den Schwingspule und das Magnetsystem aufzunehmen.
Er wird dann mit "Inhalt" in das Gehäuse eingebaut.
Luftspalt
Schmale Einbuchtung im Dauermagneten einer Lautsprechereinheit, in der die
Schwingspule schwingt
Menschliches Gehör
Das menschliche Gehör ist im besonderen auf die Aufnahme von Frequenzen
zwischen 700 und 6000 Hz vorbereitet, denn um Schwingungen in diesem
Frequenzspektrum hörbar zu machen, genügt schon ein verhältnismäßig
geringer Schalldruck. Im Bereich sehr tiefer Frequenzen hingegen, wie sie
beispielsweise von einem aktiven Subwoofer übertragen werden (Übertragungsbereich
liegt meist grob zwischen 20 und 200 Hz), ist hingegen ein größerer
Schalldruck vonnöten. Diese Auslegung des Gehörs entspricht den Gegebenheiten
des Alltags: So sind in unserer Umgebung die tieffrequenten Schallanteile mit
sehr hohem Schalldruck vertreten. Bei tiefen Frequenzen beispielsweise erzeugt
eine mit Wucht zugeschlagene Tür einen sehr hohen Schalldruck. Diese tiefen
Frequenzen sind aber nicht so wichtig fürs tägliche Hören wie die mittleren,
die oben erwähnt wurden und für die das Gehör deshalb auch besonders empfänglich
ist – ein Beispiel für die Anpassungsfähigkeit des Menschen an seine Umwelt.
Wäre unser Gehör für die tiefen Frequenzen genauso empfänglich wie für die
angesprochenen mittleren, dann hätte dies katastrophale Folgen: Das Gehör wäre
permanent übersteuert und würde als Folge dessen sekundenlang völlig
ausfallen.
Im Zusammenhang mit dem menschlichen Gehör sind noch die die frequenzabhängigen
Begriffe Hörschwelle und Schmerzschwelle zu klären. Die Hörschwelle ist die
unterste noch wahrnehmbare Schallpegelgrenze, während die Schmerzschwelle eine
Schallempfindung umschreibt, die schon Schmerz auslöst. Hierbei ist zu
beachten: Zwei Töne mit gleichem Schallpegel wertet das menschliche Gehör
nicht automatisch als gleich laut. So wird ein Basston von 50 Hz bei einem
Schalldruckpegel von 50 dB genauso laut wahrgenommen wie ein höherfrequenter 4
kHz-Ton (hier liegt die größte Empfindlichkeit des menschlichen Gehörs) mit
lediglich 12 dB. Beide Töne erzeugenden die gleiche empfundene Lautstärke.
Gegen die tiefen Töne nimmt die Empfindlichkeit stark ab, während sie bei
Frequenzen, die oberhalb der erwähnten 4 kHz liegen, in weniger starkem Maße
ab- über 8 kHz sogar wieder leicht zunimmt. Mit zunehmender Lautstärke
verringert sich dieses Verhältnis.
Nenn- und Maximal (Musik-) Belastbarkeit
Die in Watt angegebene Nennbelastbarkeit des Lautsprechers gibt an, welche
elektrische Leistung der Lautsprecher im Dauerbetrieb aufnehmen kann. Die
Nennbelastbarkeit ist nach DIN-Norm exakt festgelegt, mit einem speziellen
Rauschsignal im 1. Min.-An-/2-Min.-Aus-Takt über einen Zeitraum von 300 Std.
wird die Nennbelastbarkeit ermittelt. Der Rhythmus des Rauschsignals soll ein
typisches Musikprogramm simulieren, hohe Frequenzen sind weitaus schwächer
vertreten als tiefe. Die Maximalbelastbarkeit/Musikbelastbarkeit/Short Term
Power umschreibt diejenige kurzfristige (max. 2 Sekunden) Impulsbelastbarkeit,
die der Lautsprecher ohne Schäden am Material bewältigen kann. Die
Wiedergabequalität soll nicht nachhaltig beeinträchtigt werden.
Oktave
Der musikalische Abstand zwischen einer Frequenz und dem doppelten dieser
Frequenz. Der Bereich des menschlichen Gehörs, in dem Töne wahrgenommen
werden, liegt etwa zwischen 20 Hz und 20 kHz (bei einem Baby bis 20 kHz, bei
einem erwachsenen Menschen bis 16 kHz) und umfasst somit 10,5 Oktaven.
Schallausbreitung
Eine punktförmige Schallquelle sendet Kugelwellen aus - von punktförmigen
Schallquellen kann man sprechen, wenn die Ausdehnung der Schallquelle sehr viel
kleiner ist als die Wellenlänge des Schalls. Möchte man die Wellenlänge
ermitteln, kann man sich folgender Formel bedienen: v (Schallgeschwindigkeit,
hier in Luft, 343 m pro s) = Wellenlänge l (in m) X Frequenz (1/s). Daraus
ergibt sich für die Wellenlänge: Schallgeschwindigkeit/Frequenz. Durch die
Unterschiede in der Wellenlänge (tiefe Frequenzen haben eine größere Wellenlänge)
kann man bei einem Tieftonlautsprecher mit normalem Membrandurchmesser (30 bis
40 cm) durchaus von einer punktförmigen Schallquelle sprechen. Bei einem
Hochtonlautsprecher hingegen, der bei seinen hochfrequenten Übertragungsbereichen
eine weitaus kürzere Wellenlänge erzeugt, ist die Definition als punktförmige
Schallquelle nur dann gegeben, wenn die Membran extrem kleine Abmessungen
aufweist. Ist die Abmessung der Membran (und damit die Ausdehnung der
Schallquelle) größer als die Wellenlänge, dann erfolgt die Schallabstrahlung
gerichtet.
Wichtig in diesem Zusammenhang ist noch die Beugung von Schall sowie die
Reflexion. Zum ersten Begriff: Trifft eine Schallwelle auf eine Öffnung in
einer Wand, so breiten sich die Schallwellen dahinter kugelförmig aus -
allerdings nur unter der Voraussetzung, dass die Öffnung der Wand kleiner ist
als die Wellenlänge (siehe Beginn des vorherigen Abschnitts). Dabei kann die Öffnung
als neue punktförmige Schallquelle angesehen werden. Ist die Öffnung größer
als die Wellenlänge , breiten sich die Schallwellen hinter der Öffnung gleichförmig
aus. (Skizzen!!!). Bei der Schallreflexion treffen Schallwellen auf ein
Hindernis, in einem Hörraum beispielsweise auf einen Schrank oder eine Wand.
Der Schrank oder die Wand reflektieren die ursprüngliche Schallwelle, mit
diesem Prozess wird eine neue Schallwelle, die des reflektieren Schalls,
gebildet. Die ursprüngliche und die reflektierte Welle begegnen sich, und es
kommt zur Ausbildung sogenannter Stehender Wellen, sollten die Raummaße in
einem ganzzahligen Verhältnis zur halben Wellenlänge stehen. Dies ist z.B. der
Fall, wenn die halbe Wellenlänge zwischen die Wände eines Hörraums passt. Ist
der Abstand zwischen den Wänden beispielsweise 5 Meter, so muss die Wellenlänge
5 x 2 m sein, also 10 Meter. Stehende Wellen spielen in der Akustik eine große
Rolle, so sind sie beispielsweise verantwortlich für unschöne Raumresonanzen,
die bei ungünstiger Schallreflexion entstehen können. Man kann die
Grundresonanz nach der folgender Formel berechnen:
Frequenz der stehenden Welle f(r) = c/ l = 343/10 m/m x s.
Schalldruckpegel
Schalldruckpegel, auch SPL( Sound Pressure Level): Umschreibt den von den
Lautsprechern erzeugten Lautstärkepegel. Der SPL wird in Dezibel (dB) bei 1
Watt Eingangsleistung in 1 Meter Entfernung gemessen.
Schwingspule
An der Membran befestigt, taucht die Schwingspule in den Luftspalt des
Magneten ein. Durch den Stromdurchfluss wird ein magnetisches Wechselfeld
aufgebaut, das die Membran nach vorn und hinten bewegt. So werden
Stromschwingungen in Luftschwingungen umgesetzt.
Subwoofer-/Satellitensysteme

Tadelloses kleinen Sub-/Satellitensystem: Klipsch
HD Theater 500
Subwoofer-/Satellitensysteme bestehen meist aus vier identischen Satelliten,
einem etwas größeren querformatigen Center und einem aktiven Subwoofer.
Bereits ab rund 200 EUR kann man für den Heimgebrauch an der AV-Anlage
konzipierte (und nicht nur für den PC/Multimediabereich ausgelegte Pakete)
erwerben. Allerdings sind diese Systeme, deren Satelliten meist sehr klein sind,
nur für kleine Hörräume um die 15 Quadratmeter und nur für die
Zusammenarbeit mit AV-Receiver der Einsteigerklasse vorgesehen. Für größere
Hörräume sollte man zu leistungsfähigeren Kombinationen greifen. Problemfall
bei manchem Subwoofer-/Satellitensystem ist die oberste Übernahmefrequenz des
aktiven Subwoofers und die unterste mögliche Übertragungsfrequenz der
Satelliten - hier können unschöne klangliche Löcher entstehen, die gerade
beim Anhören von Musik für ein nicht komplettes Klangbild sorgen. Bei Filmton
fällt diese "Lücke" oftmals nicht so auf. Bei großen Satelliten,
die auch tiefere Frequenzen wiedergeben können, ist diese Thematik kaum noch
ausgeprägt.
Superposition
Die Superposition (= Überlagerung) aller Frequenzen inklusive der einzeln
nicht hörbaren Obertöne bestimmen die Klangfarbe des jeweiligen
Musikinstruments. Das heißt: Auch wenn man die einzelnen Obertöne nicht direkt
mit dem menschlichen Gehör (das, wie bereits aufgeführt, Töne von 20 Hz bis
ca. 16 kHz aufnehmen kann) wahrnehmen kann, sind sie für den gesamten Klang
eines Instruments mit verantwortlich und können so die gesamte, für das
jeweilige Instrument typische Klangcharakteristik erst exakt herausstellen. Je
nach dem, WIE ein Instrument gespielt wird, ändern sich die Superposition
ebenfalls, will heißen: Wenn ich eine beschwingte Symphonie höre, spielt der
Geiger sein Instrument anders als bei einem schwermütig-melancholischen Stück,
dadurch verändert sich auch die Klangcharakteristik. Dass die Obertöne oder
Oberwellen, deren Frequenz über dem obersten direkt hörbaren Frequenzbereich
liegen, eine wichtige Rolle spielen, zeigt sich daran, dass eine hohe
Sinusfrequenz anders klingt als eine Dreieck-, Sägezahn- oder
Rechteckschwingung. Aus diesem Grunde sind auch manche HiFi-Fans der Überzeugung,
dass die Schallplatte besser klingt als die CD, weil die Schallplatte eine
andere Verteilung und einen anderen Pegel der Oberwellen hat. Dieses Wissen begründet
auch die Schaffung hochauflösender Tonformate wie den HD-Tonformaten, DVD Audio
oder SACD. Wenn man Signale aus Summe von Sinusschwingungen darstellt, ist
festzustellen, dass, je steiler ein Anstieg im Zeitbereich ist (Beispiel: Flanke
eines Rechtecksignals), umso größer muss die Bandbreite sein, um dieses Signal
in seiner vollen Charakteristik inklusive der Obertöne zu übertragen. Damit
spielt nicht nur die Frequenz als solche, sondern auch der Anstieg der Flanke
eine Rolle für die notwendige Bandbreite. Im Extremfall hieße das: Bei einem
Impuls mit einem unendlich steilen Anstieg müsste auch die Bandbreite des Übertragungskanals
unendlich sein, um am Ausgang exakt den selbem Impuls zu erhalten, auch wenn die
eigentliche Frequenz weitaus niedriger ist. Letztendlich ist festzuhalten, dass
für eine möglichst originalgetreue Reproduktion inklusive den Oberwellen die
hochauflösenden Tonformate besser geeignet sind als beispielsweise die herkömmliche
CD, deren weitaus geringeres Frequenzspektrum nicht in dem Maße geeignet ist,
die Obertöne ins akustische Gesamtprofil einzuarbeiten.
Transmissionline-Prinzip
Bei einem Lautsprecher, der nach diesem Prinzip arbeiten, wird dem
Lautsprecher ein Resonator angekoppelt - der Resonator ist ein Rohr mit einem
großen Durchmesser, einseitig offen und auf der anderen Seite zu. Resonanzen
treten bei diesem Arbeitsprinzip dann auf, wenn die Rohrlänge einem Viertel der
Wellenlänge des Schalls und ungeradzahligen Vielfachen davon entspricht. Durch
Bedämpfung der Line lassen sich deren akustische Eigenschaften beeinflussen,
was recht aufwändig ist und viele Tests erfordert. Möchte man mit einer
Transmission-Line sehr tiefe Frequenzen wiedergeben, erreicht diese leicht eine
Länge von mehreren Metern. Hier kann die Konstruktion dann gefaltet werden.
Wichtige physikalische Größen zur Bestimmung von Schall, Ton
und Klang
Ein Schallfeld bezeichnet in der Akustiklehre einen Raum, in dem sich
Schallwellen ausbreiten können. Um dieses Schallfeld allerdings näher
charakterisieren zu können, sind verschiedene physikalische Größen zur
exakten Beschreibung nötig. So beispielsweise der Schallpegel, der als die
Druckänderung, die durch die schwingenden Luftmoleküle verursacht werden,
definiert ist. Der Schalldruckbereich, den das menschliche Gehör aufnehmen
kann, liegt zwischen 2 x 10-5 N/m2 und 20 N/ m2 (bei 1000 Hz). Das entspricht
einem Faktor von 1.000.000. Damit dieser sehr große Bereich mathematisch
leichter erfasst werden kann, führte man die logarithmische Verhältnisgröße
Dezibel (dB) ein: Den Schallpegel. So entspricht ein Schalldruck von 2 x 10-5
N/m2 einem Schallpegel von 0 dB, auf der anderen Seite ein Schalldruck von 20
N/m2 einem Schallpegel von 120 dB. Zur richtigen Einordnung einige Beispiel: Ein
in normaler Zimmerlautstärke geführtes Gespräch erzeugt in 1 Meter Abstand
einen Lautstärkepegel von etwa 60 dB. In der Disco wird hingegen nicht selten
die maximale Schmerzgrenze erreicht, ebenso bei der Ausübung verschiedener
Berufe. Darum tragen beispielsweise Bauarbeiter, die den Presslufthammer
bedienen, oder Waldarbeiter, die mit der Kettensäge arbeiten, Gehörschutz. Bei
der Verwendung der Maßeinheit Dezibel muss man sich aber auch klarmachen, was
nominell gar nicht so große Schalldruckänderungen für tatsächliche Wirkungen
haben auf unser Gehör haben: So wird ein Unterschied von 10 (nominell gar nicht
so viel) dB im Schalldruckpegel vom menschlichen Gehör bereits als Verdopplung
der Lautstärke wahrgenommen, und schon Unterschiede um die 3 bis 4 dB sind
deutlich in Form einer gut wahrnehmbaren Lauter- bzw. Leiser-Empfindung
auszumachen. Dies liegt darin begründet, dass die Maßeinheit dB, wie schon erwähnt,
ein logarithmisches Maß ist. Werden die dB-Unterschiede hingegen kleiner als
die eben angesprochenen 3 bis 4 dB, sind sie nur noch im direkten Vergleich zu
differenzieren. Zu den Größen, die ein Schallfeld bestimmen, gehört auch die
Schallgeschwindigkeit, die unabhängig von der Frequenz und abhängig vom
Medium, in dem sich der Schall ausbreitet, ist. In der Luft beispielsweise
breitet sich der Schall mit 343 Meter pro Sekunde aus, in Wasser mit 1440 Meter
pro Sekunde, und in Aluminium gar mit 6260 Metern in der Sekunde. Die
Schallschnelle, ebenfalls im m/sec. gemessen, ist nicht identisch mit der
Schallgeschwindigkeit. Die Schallschnelle charakterisiert die Größe der
Geschwindigkeit, mit der die Luftmoleküle um ihre Ruhestellung schwingen.
Weitere deskriptive Messeinheit ist die Schalleistung, die in Watt (W) angegeben
wird. Hier ist interessant, wie gering die Schalleistungen verschiedener
Musikinstrumente selbst im Vergleich zu einem sehr bescheidenen Verstärker
sind: So bringt es ein ganzes Symphonieorchester auf 70 W, eine Pauke gerade mal
auf 12 W, ein Piano auf 0,5 W.
Wirkungsgrad
Der Wirkungsgrad definiert sich als das Verhältnis von abgegebener Leistung
zu zugeführter Leistung - einfach ausgedrückt: Welche Pegel sind mit der vom
Verstärker oder Receiver zugeführten Leistung möglich. Boxen mit schlechtem
Wirkungsgrad brauchen demnach einen starken Verstärker, sollen hohe Pegel
erzielt werden. Boxen mit sehr hohem Wirkungsgrad können auch mit schwächeren
AVVs und AVRs zusammenarbeiten. Gemessen wird der Wirkungsgrad meist mit dem
Schalldruckpegel bei einer elektrischen Leistung von 1 Watt der in 1 Meter
Entfernung im Freifeld gemessen wird (dB/W/m).
Text: Carsten Rampacher
26. April 2010
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