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 HARDWARE-TESTS

PREVIEW: Plasma-TV LG 60PK950 - Cinema-Feeling im heimischen Wohnzimmer?

13.07.2010 (phk)

Einführung

Für rund 2000 Euro Marktpreis erhält man das 60 Zoll-Plasma LG PG950 in FullHD-Auflösung, mit THX-Zertifizierung und extrem hohen Kontrastverhältnis. Nicht nur authentische Kinofilmwiedergabe wird vom Koreaner versprochen, multimediale Vielfalt mit Bluetooth, DLNA-Streaming und LGs Netcast stecken in dem knapp 50kg schweren Gerät. Energiesparern wird der automatische Standby-Modus und der Intelligent Sensor zusagen, dynamisch wird die Bildhelligkeit bei gedimmten Lichtverhältnissen gesenkt und der Stromverbrauch gemindert. Für den TV-Genuß ist ein Hybridtuner integriert.

Verarbeitung

Gut dimensionierter Glasfuß

Touch-Bedienelemente

Front

Rückseite

Glasfuß im Detail

Kunststoffsockel Rückseite

Fernbedienung

Der LG gefällt durch den simplen und eleganten Auftritt, um den schwarzen Rahmen trägt ein 1cm Kunststoffrand zur schicken Erscheinung bei. Der schwere und ausladende Glasfuß schafft stabilen Halt und wirkt sehr hochwertig, durch den Plexiglas-Sockel ist der TV um etwa 30 ° schwenkbar. Die Fernbedienung liegt gut in der Hand und ist mit groß beschrifteten Tasten versehen, durch das Navigationskreuz und die umliegenden Funktionstasten ist die Konfiguration und der Zugriff auf bestimmte Features komfortabel und problemlos. Auch eine Beleuchtung für die Fernbedienung ist vorhanden. 

Anschlüsse

Rückseite

  • HDMI 3x

  • Komponente

  • Scart

  • Stereo Cinch

  • TOSLINK

  • Digital Coaxial Audio

  • VGA

  • RS232

Seite

  • HDMI 1x

  • FBAS

  • Stereo Cinch

  • CI Schacht

  • USB 2x

Praxisgerechte Anschlussbestückung mit vier HDMI-Eingängen und den übrigen oft benötigten Anschlussvarianten. Da der LG PK950 DD dekodiert, kann auch mittels Toslink oder Koaxialkabel ein Audiosignal zugeführt werden.

Multimedia

Netzwerkstatus

Automatische Software-Aktualisierung

Netzwerkverbindung

Bei aktivem DHCP richtet der LG TV automatisch und flott die Netzwerkverbindung ein. Auch manuell gelingt nach Eingabe von IP, DNS und Gateway - Parametern die Verbindung problemlos. 

DLNA-Streaming & USB

Serverauswahl DLNA

MP3-Trackübersicht in Ordner

Filmliste

h.264-Datei mit hoher Datenrate im MKV-Container

Quicktime-Trailer

Der PK950 begeistert uns im DLNA-Betrieb auf ganzer Linie. Nicht nur werden alle im Netzwerk vorhandenen DLNA-Server erkannt, der TV spielt auch sämtliche Formate mit Bravour ab. Die Auswahl des USB-Sticks erfolgt über die Serveranwahl. Ohne Verzögerung werden Photos, Musikdateien und Videos wiedergegeben. Im Audio- und Photobereich werden MP3/WMA- und JPEG-Dateien abgespielt, im Videobereich ist die Vielfalt am größten: WMV, MPEG, und DiVX-Dateien bereiten keine Probleme, h264-Dateien ob SD oder HD im MKV-Container werden ebenso fix dargestellt. Auch Quicktime 1080p-Trailer sind kein Problem.

Netcast

Picasa

Youtube-Videos

LGs Netcast bietet mit Youtube, Picasa und mehr eine komfortable Umgebung für Couch-Surfer. Die Ladezeiten halten sich selbst bei unserer Geschwindigkeit (DSL 6000) absolut in Grenzen und mindern in keiner Weise die Nutzung des Internetangebots.

Bildqualität

Video-EQ

  • Bildmodus: Lebhaft, Standard, APS (automatische Einstellung), THX Kino, THX Bright Room, Sport, Spiel, isf Expert 1, isf Expert 2
  • Kontrast, in 1er Schritten von 0 bis 100 einzustellen
  • Helligkeit, in 1er Schritten von 0 bis 100 einzustellen
  • Farbe, in 1er Schritten von 0 bis 100 einzustellen
  • Tint, in 1er Schritten von 50/rot bis 50/grün zu justieren
  • Farbtemperatur, W50 - C50
  • Schärfe, in 1er Schritten von 0 bis 100 einzustellen

Erweitert:

  • Dynamischer Kontrast, Aus/Tief/Hoch
  • Dynamische Farbe, Aus/Tief/Hoch
  • Rauschunterdrückung, Aus/Tief/Mittel/Hoch
  • Farbskala, Standard/Hoch
  • Filmmodus, Aus/Ein
  • Konturenverstärkung, Aus

Blu-ray, Casino Royale, Kapitel 1, 1080p24

Die Szene auf Madagaskar gibt der 60-Zöller mit sehr sauberen Farben und einer guten Gesamtbildruhe wieder. Auf den ersten Blick wirkt die Plastizität und Tiefenstaffelung etwas zurückhaltend, die Abgrenzung der Gummireifen auf den Wellblechhütten haben wir schon etwas besser gesehen, auch die Schlange in der Mitte hebt sich zwar gut, aber nicht absolut prägnant vom sandigen Untergrund ab. Linien der Schatten spendenden Spanntücher bleiben während des Kameraschwenks zitterfrei. Als die Kamera auf den erbitterten Kampf zwischen Schlange und Frettchen zoomt, ist eine tadellose Detail- und Schärfewiedergabe zu erkennen. Hier ist aber zu beachten, dass wir im THX- sowie isf-Modus unbedingt empfehlen den Konturenverstärker zu deaktivieren, da sonst Doppelkonturen sofort erkennbar werden und störend in die Wiedergabe eingreifen. Schwarz- und Kontrastwerte liefern sehr positive Ergebnisse, selbst in heller Umgebung kann mittels THX Brightroom-Einstellung ein guter Schwarzwert und eine saubere Kontrastdynamik erzielt werden. Sehr deutlich fällt das an der kurz darauf folgenden Szene des verkohlten Holzbalkens neben Bond auf, der sehr detailliert durchzeichnet am Display abgebildet wird. Während der Verfolgungsjagd sind minimal Ruckler zu erkennen, die wir auf etwas sensible 24p-Stabilität zurückführen, Nachzieheffekte an Objektkanten sehen wir keine. Sehr gut gelingt wiederum die Farbdarstellung, sehr gut zu erkennen am authentischen Grün der Dschungelpflanzen und das Rostrot der T-Träger der Rohbaustelle, der THX-Modus gefällt hier noch mit leicht besseren Ergebnissen als die isf-Modi. Die zwei Kranausleger grenzen sich gut von dem dahinter liegenden Rohbau ab und zeigen uns eine etwas schöner gestaffelte Tiefe als noch in der ersten Szene, der Ozean rückt gut in den Hintergrund und zeigt gleichzeitig sehr brilliantes Glitzen der Wasseroberfläche.

De-Interlacing/Upscaling Filmmaterial, DVD, Star Wars Episode III:

Bei der sehr guten Blu-ray Wiedergabe waren wir natürlich auf die Skalierungs- und Deinterlacing-Fähigkeiten des großen Plasmas gespannt. Die Farbwiedergabe müssen wir auch erwartungsgemäß kaum bemängeln, ein leichter Stich ins Orange ist an der Schrift zu erkennen. Leider ist die Bildstabilität eher schwach zu bewerten, an jeder Buchstabenkante ist Zittern zu erkennen, der gesamte Text wirkt sehr unruhig. Wellenbewegungen sind auch zu erkenne, treten aber nur im hintersten Bereich der Bildebene auf. Auch im weiteren Filmverlauf der nächsten Szene stellen sich Objektkanten unruhig und flackernd dar, so erscheint der gesamte Sternzerstörer unruhig, Farbrauschen ist keines vorhanden. Beim Abknicken auf Coruscant sind die verschiedenen Schiffe von der Planetenoberfläche abgegrenz wirken aber bezüglich der Körperplastizität ein wenig flach. Die Objektkanten der kleinen Räumjäger von Obi-Wan und Anakin und der schwarzen Flug-Droiden bleiben vergleichsweise stabil, in der Nahaufnahme der Protagonisten ist aber wieder eine unruhige Linie und sogar Treppenstufenbildung am goldenen Mikrofon zu sehen. Die Detaillierung ist ordentlich, konnten wir aber auch schon feiner erkennen, die Barthaare des Jedi-Lehrers werden nicht prägnant differenziert. 

De-Interlacing/Upscaling Videomaterial, DVD, AVEC Professional Test DVD:

  • Laufschriften vor verschieden farbigem Hintergrund: Gute Performance bei Videomaterial, leider gelingt die Farbtrennung besonders im blauen und weißen Bereich nicht so tadellos, schon in der ersten Geschwindigkeit ist ein negatives Einwirken zu erkennen. Ablesbar sind alle Geschwindigkeiten ohne Ausprägung von Artefakten, Nachzieheffekte aber ab der zweiten Geschiwndigkeit zu erkennen. Leichtes Ruckeln auch schon in Geschwindigkeit 1
  • Schwingendes Pendel: Leider sind hier bis zur oberen Kante des Pendels Nachzieheffekte zu sehen, die Balken bleiben im oberen Drittel noch differenziert, im zweiten und dritten Abschnitt ist ein Differenzieren aber kaum mehr möglich, auch die Balken prägen hier deutliche Nachzieher aus
  • Stadtbild von Esslingen: Nach all der Kritik ist kaum ein sehr gutes Ergebnis zu erwarten. Subjektiv gelingt hier die Darstellung am besten, die Kamerafahrt an der Mauer gelingt fließend und die Ausprägung von Scalingrauschen an den Hausdächern ist nicht übermäßig. Rasen- und Pflasterstruktur ist gut zu erkennen.

Tuner DVB-T/DVB-C

Der Tuner im LG Plasma zeigt eine gute Farbdarstellung, ordentliche Schärfe und dem Ausgangsmaterial entsprechendes Detail. Etwas unruhig zeigt sich auch hier die Bildstabilität und es zeigen sich auch trotz Deaktivierung aller elektronischen Hilfen etwas Zittern an Objektkanten. Ist die DVB-T Sendequalität stabil, zeigen sich etwas bessere Ergebnisse als bei DVB-C, große Unterschiede gibt es aber nicht. Panelrauschen hält sich, besonders bei etwas besserem Ausgangsmaterial (ZDF) bedeckt. Wir empfehlen, gerade bei dieser Panelgröße, aber definitiv ein Upgrade auf DVB-S2/HDTV.

Erster Eindruck

Unser erstes Fazit attestiert dem koreanischen Bildriesen exzellente Wertungen besonders im Blu-ray Betrieb. Bei hochqualitativem Ausgangsmaterial schafft der Plasma-TV eine saubere, größtenteils stabile Bildwiedergabe mit stimmiger Farbdarstellung dank THX-Modus und guter Bildschärfe bei hoher Detaillierung. Besonders in Bezug auf die Relation Bilddiagonale-Preissegment findet sich ein geeigneter Konkurrent nur schwer. Im DVD-Betrieb kann der Koreaner die ausgezeichnete Performance aber leider nicht fortsetzen, wer also noch über eine große Sammlung SD-Materials verfügt und zusätzlich keinen hochwertigen Player, der die Upconversion übernehmen kann, sein Eigen nennt, wird mit dem LG allein nicht hundertprozentig glücklich werden. Im Multimedia-Bereich schlägt der TV aber wieder voll zu und glänzt mit einer überaus umfangreichen Formatvielfalt, zudem automatische Software-Aktualisierung und die Internet-Angebote von LGs Netcast. Das endgültige Review in Kürze.

Text: Philipp Kind
Datum: 13. Juli 2010

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