IFA: Unsere Eindrücke der ersten beiden Tage der IFA 2010
03.09.2010 (cr)
Die IFA 2010 hat begonnen – eine ganz besondere Messe,
denn sie wird dieses Jahr genau zum 50. Mal ausgetragen und nimmt somit weltweit
schon eine als legendär zu bezeichnende Stellung ein. Was hat der Besucher
davon? Wir haben den Eindruck, dass diese IFA auf dem Gebiet der
Unterhaltungselektronik aus thematischer Sicht durchaus als spannend zu
bezeichnen ist.
Es gibt technische Neuerungen und Weiterentwicklungen, die
die Trends der folgenden Jahre deutlich beeinflussen dürften. Beispiele können
wir zur Genüge nennen – so die 3D-fähigen OLED Displays bei LG, die ein
ultradünnes Gehäuse mit tollem 3D Feeling zu verbinden wissen. Das Bild ist
scharf und klar, die Farben brillant und doch realistisch. 3D ohne Brille ist
auch nicht nur noch Vision, sondern bei Samsung Realität und in Halle 20 zu
bewundern. Dort steht auch ein 3D-fähiger Blu-ray-Recorder mit Festplatte. Auch
3D-fähige Beamer sind bei LG und Samsung im Mittelpunkt des Interesses. Das
Feature 3D erobert den TV-Markt mehr und mehr, so bleibt zu hoffen, dass
Sendeanstalten und Softwareindustrie diesen Boom mitgehen und auch nativen 3D
Content mehr und mehr bereitstellen. Die TVs der zweiten Generation jedenfalls
bieten durch höhere Rechenleistungen und optimierte 3D Engines ein
Seh-Erlebnis, das mit deutlich weniger in Kauf zu nehmenden Fehlern wie Ruckeln
bei Bewegungen oder Ghosting verbunden ist.
Alle großen Anbieter, an der Spitze Panasonic, Sony,
Samsung und LG, bringen mehr und mehr
Online-Inhalte, abrufbar z.B. für TVs und BDPs mit Netzwerkschnittstelle bzw.
WLAN-Modul, ins Wohnzimmer des Endkonsumenten. Einfach in der Handhabung und bei
entsprechender Internetverbindung mit relativ schnellen Ladezeiten, erobern die
Plattformen mehr und mehr Haushalte in Deutschland. Erweiterte, bereits fertig
definierte Inhalte, die um Musik- und Video on Demand Möglichkeiten erweitert
werden, sorgen ebenso für Furore wie die Möglichkeit, den Flachbildfernseher
mittels Webbrowser als Internet Machine einsetzen zu können. Die gesamte
multimediale Welt wächst mehr und mehr zusammen, das beweist auch das auf
dieser IFA sehr wichtige Thema Streaming. Die netzwerkbasierte schnelle Übertragung
von Film-, Musik- und Fotodateien umfasst immer mehr Formate, somit steigt das
Interesse von der Anwenderseite deutlich. Auch
wächst das Angebot an bezahlbaren Home Servern und NAS-Festplatten-Devices
(Buffalo, LG z.B.), so dass immer mehr multimedial ausgerichtete Anwender ihren
Data Tank einfach kaufen, installieren und aufgrund der geringen Baugrößen
auch unterbringen können.
Die IFA 2010 ist ein Mekka für Bildfans – Klangliebhaber
kommen zwar auch auf ihre Kosten, hier steht aber ein imposanter akustischer
Gesamtauftritt vor Brillanz im Detail. Massive Bässe und nachdrückliche
Effekte treffen den Geschmack des normalen Konsumenten, der multikanaliges
Donnerwetter endlich mal mit entsprechendem Pegel erleben möchte, ohne die
Karte fürs moderne Multiplexkino lösen oder Ärger mit den Nachbarn riskieren
zu müssen. IFA als Erlebnis und Highlight-Ausflug inklusive Kugelschreiber- und
Accessoire-Sammeln - hier hat sich
nichts geändert, viele möchten einfach einen ereignisreichen Tag wie beim
Familienausflug in den Freizeitpark erleben. Und Gigantismus pur bekommen die
Massen auch – riesige LCD-Wände, alle Vorstellungen sprengende Plasmas in
enormen Bildschirmdiagonalen, der ständige Wettkampf „wer bietet die weltweit
größte Diagonale und den dünnsten Flatscreen“ nimmt auch 2010 seinen Lauf.
Wir freuen uns jedenfalls auf die weiteren Tage in Berlin,
nach wie vor bietet die IFA einen immensen Erlebnisfaktor, den wir Ihnen in Form
umfangreicher Berichterstattung auch dann vermitteln möchten, wenn Sie nicht
die Möglichkeit haben, direkt nach Berlin in die Hauptstadt zu kommen und
Messeluft „live“ zu schnuppern. Wir wünschen Ihnen viel Freude beim
Betrachten der AREA DVD IFA-Berichterstattung 2010.
Text: Carsten Rampacher
03.09.2010
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