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 HARDWARE-TESTS

HighEnd: Neues von Arcam und KEF

10. Mai 2010 (th)

Arcam und KEF präsentierten sich auf der diesjährigen High End wie gewohnt gemeinschaftlich und großflächig. Der optisch ansprechend gestaltete Stand war einer der wenigen Möglichkeiten auf der diesjährigen Messe einen Projektor in Aktion zu erleben - wobei der Sim2 nur "unterstützende" Funktion bei der Vorführung der KEF Reference Mehrkanalvorführung hatte. KEF hielt sich mit Neuerungen bedeckt, wohingegen bei Arcam erstmals ein Blick auf den kommenden Blu-ray Player geworfen werden konnte und der Solo Neo im Fokus stand.

KEFs Toplinie wartet neuerdings mit individuellen Gestaltungsmöglichkeiten auf: Gegen einen Aufpreis von 25% kann man einen Klavierlack in 12 RAL-Farben ordern. Dies ist nur auf Vorbestellung möglich und wird einige Wochen bis zur Lieferung dauern. Die vorgeführten Modelle in grün und orange hinterließen einen bleibenden Eindruck - doch sehen Sie selbst:

Die Farbpalette der KEF Reference

Arcam hat 2004 den Solo Music eingeführt, wobei es sich um einen Stand-Alone CD-Receiver handelt. Mit dem Solo Neo kommt in diesen Wochen eine überarbeitete, funktional erweiterte Version auf den Markt. Seitens der Geräte-Hardware wurde laut Hersteller das Schaltungs-Design optimiert und neue Wolfson D/A-Wandler verbaut. Funktional ist der Solo Neo nun vollkommen in der digitalen Welt angekommen: Über das integrierte WLAN-Modul oder ein Netzwerkkabel lassen sich Internet-Radio-Stationen aufrufen, Audio-Dateien (mp3, aac, wav, ogg, vorbis, flac - nicht HighResolution) im heimischen Netzwerk anwählen und per USB-Schnittstelle Festplatten und Sticks anbinden. Das optional erhältliche iPod-Dock erlaubt den Zugriff auf die Player aus dem Hause Apple. Neben dem konventionellen Tuner bringt der Solo Neo auch eine DAB-Version mit. Auf der Rückseite findet man neben den üblichen Anschlussbuchsen auch ein Paar Vorverstärker-Ausgänge, so dass externe Endstufen angeschlossen werden können, wenn die internen 50W an 8 Ohm nicht reichen. Der erste Eindruck vermittelt eine hochwertige Verarbeitungsqualität des Metallgehäuses. Der Solo Neo ist ab sofort lieferbar zu einem UVP von 1799,- EUR. 

Der Solo Neo in der Vorführung auf der High End 2010 ...

... und in der Ausstellung. 

Das Display gefällt mit guter Ablesbarkeit.

Kühlkörper, zahlreiche Anschlüsse und integriertes WLAN-Modul. 

Die kleine Variante ohne Netzwerkanbindung: Solo Mini

Nach dem Erfolg des Mehrkanalvollverstärkers AVR600 offeriert Arcam nun auch eine Vor- Endstufen-Kombination bestehend aus dem Prozessor AV888 und der 7-Kanal Endstufe P777, welche 230 Watt an 4 Ohm liefern soll. Zwei Ringkerntrafos und eine genaue Überwachung der Leistungstransistortemperatur sollen für guten, stabilen Klang bei hohen Pegeln sorgen. Nach unseren Erfahrungen mit dem Vorgänger-Model P7 trauen wir dies der P777 durchaus zu. Die Vorstufe AV888 ist mit D/A-Wandlern vom Typ Wolfson 8741, vollsymetrischen XLR- und zwei HDMI 1.3a Ausgängen ausgestattet. Wie auch schon der Vollverstärker AVR600 ist die AV888 in der Lage Videosignale auf 1080p zu skalieren und über die Netzwerkschnittstelle Internetradio wiederzugeben. Der Preis der Kombination liegt bei 10.000,-EUR und ihre Qualität werden wir sobald wie möglich in einem ausführlichen Test eruieren. 

Neben dem geöffneten AVR600 die VE-Kombi AV888 / P777

Vorstufe AV888 für 5.499,- EUR und 7-Kanal Endstufe P777 für 4.499,- EUR

Die Vorstufe nimmt es auch mit umfangreichen Geräteparks auf und die Endstufe lässt einem die Wahl zwischen Chinch- und XLR-Verkabelung

2009 erfolgte der erste Schritt in Richtung zeitgemäßer Heimkino-Ausstattung durch Einführung des AVR600. Auch wurde letztes Jahr bekannt gegeben, dass an einem passenden Blu-ray Player gearbeitet wird. Die Arbeiten an dem noch namenlosen Player verzögerten sich und so wird er erst im September 2010 auf den Markt kommen. Trotz intensiver und eindringlicher Befragung des englischen Entwicklers war es nicht möglich genauere Spezifikationen oder einen genauen Preis in Erfahrung zu bringen. Lediglich soviel: Angepeilt wird eine UVP von 1.500,- EUR und es ist angedacht den BD-Player per Upgrade 3D-fähig zu machen, was eine gute Nachricht ist. Das ausgestellte Model ist eins der beiden existenten Entwicklungsmuster und bringt ein gut lesbares Display mit.

 

Optisch nicht auf neuwertigen Niveau: Entwicklungsmuster des kommenden Arcam Blu-ray Players

Lade und Display - Die Lesbarkeit verspricht gut zu werden

Neben dem klassischen Stereo und Surround möchte Arcam auch die wachsende Schar von iPod- und iPhone Nutzern bedienen. Zu diesem zweck wird diesen Sommer der Cube eingeführt. Hierbei handelt es sich um einen kompakten Würfel, in schwarz oder weiß gefertigt, mit integriertem Akku und Tragemulde hinter der Docking-Station. Zwei integrierte Hoch-Mittel-Töner sollen eine Stereo-Wiedergabe ermöglichen und die mobile Betriebsdauer soll bis zu 8 Stunden betragen. Die UVP soll zum Marktstart bei 699,- EUR liegen. Auf einer belebten Messe belastbare Klangeindrücke zu sammeln fällt stets schwer, aber einen positiven Vorgeschmack konnte der Cube hinterlassen. Auf die Performance eines Serienmusters in unseren Räumlichkeiten sind wir schon sehr gespannt. 

Black & White - Der schicke Würfel ist auch für den mobilen Einsatz gedacht.

Die USB-Schnittstelle wird leider nicht zum Anschluss weiterer Quellen dienen.

 

Text: Thomas Hermsen
10. Mai 2010

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