TEST: Denon Cara S-5BD - Vollwertiger 5.1 Receiver mit Blu-ray Player für exzellente AV-Ergebnisse

06.07.2010 (phk)

Einleitung

Die Denon Cara ist eine Kombination aus einem vollwertigen 5.1 AV-Receiver und integriertem BD-Player. Mit 5 x 75 Watt Digital-Endstufen für hochwertigen Surround-Sound plus Audyssey MultEQ-Raumanpassung oder einer optimierten 2.1-Wiedergabe mit Dolby Virtual Speaker ist die Cara für exzellenten Heimkino-Sound gerüstet. Weitere Features sind Audyssey Dynamic Volume zur Pegelanpassung verschiedener Quellen und sogar Dolby Pro Logic IIz für erweiterbare Front-High-Lautsprecher über Vorverstärkerausgänge. Selbstverständlich werden die neuen HD-Tonformate DTS-HD Master und Dolby TrueHD von der Cara dekodiert. Im Multimedia-Segment dienen ein USB-Anschluss und SD-Kartenslot an der Frontseite für die Wiedergabe von Bild-, Audio- und Videodateien. Neben den umfangreichen Features glänzt das kompakte Gerät auf den ersten Blick als raumökonomische Lösung und soll durch eine höchst einfache Installation keinen Anwender vor Probleme stellen. Den Redaktionsbericht der für 1.999 Euro UVP erhältlichen Cara AV-Kombi lesen Sie hier.

Verarbeitung

Detailverarbeitung

Lautstärkedrehregler

Bedienelemente oben

Oberfläche

Standfuß

Vorderseite der Fernbedienung

Beleuchtung Vorderseite

Rückseite

Bedenkt man, was in der Denon S-5BD Cara steckt, ist das Gerät höchst kompakt. Rundum in Kunststoffummantelung kann das Gerät zwar nicht den allerhöchsten Ansprüchen genügen, die Passungen sitzen aber allesamt perfekt und das ausgewählte Material zeichnet sich durch eine kratzunempfindliche Oberfläche aus. Die Standfüße sind großzügig dimensioniert und sorgen für perfekten Stand. Das große Display ist bei heller Umgebung nicht tadellos ablesbar, bei leichter Verdunkelung hingegen auch aus einiger Entfernung. Im Innenleben herrscht tadellose Verarbeitung. Eine saubere Aufteilung der Audio- und Videosektion und eine tadellose Verkabelung größtenteils mit Flachband. Die Fernbedienung ist sehr gewöhnungsbedürftig mit elementaren Funktionstasten auf der Rückseite, sehr gut ist aber die fluoreszierende Beleuchtung. Gesamtnote in Relation zur Preisklasse: Ausgezeichnet.

Video Front

 

Anschlüsse

Anschlüsse linksseitig und

rechtsseitig des aktiven Lüfters

Hinten:

  • HDMI In 2x

  • HDMI Out

  • Component In

  • S-Video

  • Coax Digital Audio In 1x

  • Toslink Digital Audio In 2x

  • FBAS Zone 2

  • Stereo Cinch Zone2

  • 7.1 Multikanal Ausgang

  • Ethernet

  • Serielle Schnittstelle

  • FM/AM Ant

Vorne:

  • HDMI

  • Ethernet

  • USB

  • Headphones

Die mit Anschlüssen üppig bestückte AV-Kombination lässt keine Kritik zu. 1080p-Ausgabe via HDMI kann von jeder Quelle hochskaliert und ausgegeben werden, durch die 1.4-Zertifizierung ist ein Audio Return Channel vorprogrammiert. Aber auch ein optischer TOSLINK und ein koaxialer Digital-Eingang ist obligatorisch noch vorhanden. Die Ethernet-Schnittstelle dient durch die Integration ins eigene Netzwerk für Firmware-Updates und BD-Live, ein Streaming-Client ist in der Cara nicht integriert. Für die Wiedergabe verschiedener Dateiformate in dieser Sektion ist der USB-Slot und SD-Karteneingang zu verwenden. Jegliche Anschlüsse rück-sowie frontseitig sitzen passgenau und lassen sich keinen mm verrücken. Gesamtnote Anschlüsse in Relation zur Preisklasse: Hervorragend.

Konfiguration, Setup und Bedienung

Menü

Einstellung der Ausgabe-Optionen

Das OSD ist auch in Deutsch verfügbar

Firmware-Update via USB oder Netzwerk

Wer DENON-Komponenten kennt, wird sich sehr schnell im OSD der Cara zurechtfinden, aber auch ohne Vorkenntnisse ist die Navigation und Bedienung kein Problem. Einziges Manko ist das etwas träge Ansprechverhalten, die Navigation von Punkt zu Punkt kann schon bis zu einer Sekunde in Anspruch nehmen. Die Fernbedienung ist etwas gewöhnungsbedürftig, Vorder- und Rückseite sind zur Nutzung aller Einstellmöglichkeiten nötig, so ist die Setup-Taste zur Anzeige des OSD hinter der rückseitigen Blende versteckt. Bei einem Druck auf Setup öffnen sich die Einstellung für die Videosektion, bei erneutem Druck öffnen sich die Klangeinstellungen. Die Übersetzung des Menüs ist absolut gelungen, es finden sich keine kryptischen Begriffe.

Audyssey Setup

Das Einmess-Setup startet automatisch

Anzeige der Ergebnisse nach der Messung

Hinter der linken Frontblende versteckt sich der Slot für das Setup-Mikrofon, nach Anschluss öffnet sich das Audyssey Auto Setup, an bis zu 6 Hörpositionen kann eingemessen werden. Das Setup erkennt einen falschen Phasenanschluss und gibt nach Fertigstellen der Messung die Möglichkeit einer wiederholten Durchführung. Sind alle Hörpositionen durchgespielt worden, kann "Calculating" gewählt werden und damit die interne Berechnung gestartet werden. Nach der Berechnung können die Ergebnisse noch einmal einzeln betrachtet  (Abstand, Pegel, LS-Größe) und gespeichert werden.

Einbindung ins Netzwerk

Aktuelle Firmware auf der Cara

Die Netzwerkverbindung gelingt sehr schnell, bei deaktiviertem DHCP ist die Eingabe der IP, des DNS-Servers und des Internet-Gateways mit der Fernbedienung etwas mühselig. Wird die automatische Konfiguration gewählt muss nach Anschluss des Ethernet-Kabels der DHCP aus- und wieder eingeschaltet werden, die Parameter werden dann automatisch eingestellt. Gesamtnote Bedienung in Relation zur Preisklasse: Sehr gut - Ausgezeichnet.

Laufwerk, Ladezeiten und Betriebsgeräusche

Einlesezeiten:

  • Fluch der Karibik 1: 50 Sekunden zur Sprachwahl
    Casino Royale: 45 Sekunden bis zum Sony-Logo
    Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels: 50 Sekunden bis zum Paramount-Logo
    Stirb Langsam 4.0: 70 Sekunden zum FOX-Logo
    Sahara DVD: 25 Sekunden bis zur Sprachauswahl
    Star Wars Episode  DVD: 30 Sekunden bis zum Warning

  • Booten: 55 Sekunden

Layerwechsel:

  • Top Gun DVD, Kapitel 17 auf Kapitel 18: Tadellos.

Fazit

Die Cara geht mit sehr gemäßigter Geschwindigkeit an die Einlesevorgänge, leider mussten wir bei Stirb Langsam 4.0 auch erst einen "Totalausfall" hinnehmen und auch nach der intensiven Reinigung benötigte die S-5BD über eine Minute bis zur Wiedergabe. Abgesehen davon hatten wir keine Probleme, das Laufwerk ist erfreulicherweise sehr leise. Der aktive Lüfter auf der Rückseite ist zu unserer Begeisterung auch sehr zurückhaltend und fällt bei einer Entfernung ab 1m eigentlich gar nicht mehr negativ auf. Der DVD-Layerwechsel fällt nicht auf, die Kapitel gehen nahtlos ineinander über. Gesamtnote in Relation zur Preisklasse: Gut - Sehr gut.

Netzwerk und Multimedia

BD Live

Die BD-Live Funktion stellte uns vor einige Hindernisse. Erst nach mehreren Anläufen funktionierte das Feature. Zunächst muss die SD-Karte formatiert und initialisiert werden, hier ist aber folgendes zu beachten: Die Karte kann nur von der Cara formatiert werden, wenn sie im Standby-Modus des Geräts eingelegt wird. Ist dies nicht der Fall, wird die Karte zwar erkannt und kann gelesen werden, ist aber für die BD-Live Funktion nicht verwendbar. Ist diese Hürde überwunden, muss die Internetverbindung sichergestellt werden und die BD-Live Inhalte werden geladen.

SD-Karte & USB

MP3-Wiedergabe vom USB-Stick

Nach Einlegen der SD-Karte auf der Vorderseite kann die SD-Quelle mittels der FB-Taste "Source Select" ausgewählt werden. Es öffnet sich eine Ordnerübersicht, eine Aufteilung nach Musik/Video und Foto muss nicht vorgenommen werden. Entsprechend der Angabe des Herstellers werden JPEG-Bilddateien und Divx-Avi-Videodateien problemlos wiedergegeben. Im Audio-Bereich neben MP3 sogar WMA und DRM-freie AAC-Dateien. Die gleiche Formatvielfalt gilt auch für den USB-Stick, auch die Ordneransicht stimmt überein.

Fazit

Problemlose Bedienung und Wiedergabe der angegebenen Formate ist mit der Cara möglich. BD-Live konnten wir - wie fast immer - erst nach mehreren Versuchen erfolgreich durchführen. Weitere multimediale Features wie Internet-Radio und iPod-Konnektivität können nur mit einem separat erhältlichen iPod-Dock ASD-51/NW genutzt werden. Gesamtnote in Relation zur Preisklasse: Sehr gut.

Testequipment
Bild

Blu-ray

Casino Royale, Kapitel 1, 1080p24

Die Cara beginnt mit einer tollen Darstellung der Draufsicht auf die Kampfarena. Bis zu den äußeren Bereichen werden die Wellblechhütten und zerstörten gemauerten Häuser plastisch dargestellt und weisen detaillierte Abnutzungserscheinungen auf. Der Schwenk wirkt sich nicht negativ auf geschwungene Linien wie das gelbe Leintuch im rechten unteren Bereich aus, auch das Kampfgeschehen zwischen Schlange und Frettchen ist tadellos weiter zu verfolgen. Die Körperplastizität der Schlange ist auch von dieser Entfernung sehr schön zu erkennen. Als der Gejagte eine SMS-Nachricht erhält und wir das Handy in Großaufnahme betrachten können, fällt eine sehr scharfe Darstellung auf, ohne die klaren Linien zu Doppelkonturen auszuprägen. Die Szene, in der 007 am Holzbalken lehnt glänzt mit einer exzellenten Kontrastdarstellung, auch im Nackenbereich des Hemdkragens sind die leichten Hautirritationen an Bonds Hals fein auszumachen. Die Jagd durch den Dschungel, die ohne Nachzieheffekte oder Kantenzittern ausgezeichnet wiedergegeben wird, endet auf der rostroten Baustelle, an der die Farben leider minimal überzogen wirken. Ganz oben angekommen empfängt uns eine tadellose Tiefenstaffelung der beiden Kranausleger, die vor dem glitzernden Ozean eine stabile Kamerafahrt zitterfrei überstehen.

Fluch der Karibik, Kapitel 1+2, 1080p24

Das pompöse Galionsschiff erhebt sich in exzellenter 3D-Manier aus dem wabernden Nebel, die Schwaden selbst wirken nicht auf das Bild gesetzt sondern kommen sehr authentisch und plastisch rüber. Als die Kamera auf die junge Ms. Swan an der Reling auffährt ist die Holzstruktur nicht perfekt modelliert sondern wirkt ein wenig schwammig. Gegenteilig aber die darauffolgenden Aufnahmen der Gesichter der Darsteller, sowohl der Commodore als auch der erste Maat wirkt exzellent durchzeichnet. Die Schwarz/Grau-Differenzierung am Hut von Commodore Norrington ist leicht zurückhaltend, das seidene Bändchen haben wir schon deutlicher abgesetzt gesehen, ebenso ist das Marine-Blau der Uniform minimal zu satt. Beim Sprung auf das zweite Kapitel kann der BD-Player der Cara wieder voll punkten, die Gesichtsdetails von Jack Sparrow werden tadellos dargestellt, auch der Hut glänzt mit perfekter Durchzeichnung der Abnutzungserscheinungen und blässlichen Verwaschungen. Die Fahrt vorbei an den drei aufgeknüpften Piraten ist kontraststark und von keinerlei Zittern an den Objektkanten der Skelette und des Holzschildes geprägt.

DVD

Star Wars Episode III, Kapitel 1+2, Upscaling/DeInterlacing 576i -> 1080p

Tolle Performance beim Filmmaterial. Die gelbe Laufschrift läuft sehr stabil und ruhig - ohne Zittern und Flackern nach hinten ab, Wellenbildung können wir bis in die hintersten Ebenen keine erkennen. Auch das Gelb bleicht nicht zu den Buchstabenrändern hin aus sondern bleibt seiner satten Ausprägung treu. Als die Kamera auf den Sternzerstörer schwenkt ist in der ersten Aufnahme ein leichtes Zittern der oberen Linie zu erkennen, dass sich aber in sekundenschnelle einstellt. Farbrauschen des roten Bereichs können wir erfreulicherweise nicht erkennen, auch die schnellen Manövrierbewegungen der beiden kleinen Raumjäger, die nach Coruscant abknicken bleiben artefaktfrei. Beim Blick auf die Planetenoberfläche und die darüber schwebenden imperialen Streitkräfte sehen wir eine sehr plastische Darstellung der Schiffe. Nach einer weiteren kurzen Flugeinheit sehen wir die Protagonisten in Großaufnahme, gute Detailtreue bei Anakin und eine Differenzierung der Barthaare von Obi-Wan wirkt sehr authentisch. Während den Kampfeinlagen mit den Buzz-Droiden sehen wir wiederum zitterfreie Linien und eine stabile Gesamtdarstellung.

AVEC Professional Test DVD

  • Laufschriften in verschiedener Geschwindigkeit: Die Laufschriften sind in allen Geschwindigkeiten sehr gut ablesbar, leichtes Zittern ist aber zweiten Geschwindigkeit zu erkennen. Nachzieheffekte sind kaum zu erkennen. Die Farbtrennung gelingt gut, Blau-Rot ist nicht ganz tadellos, eine Pixellinie scheint durch.

  • Schwingendes Pendel: Das Pendel gelingt ebenfalls sehr gut, ab den mittleren Balken kann nicht mehr perfekt differenziert werden, Nachzieheffekte sind bis auf die Pendelspitze wiederum sehr wenig zu erkennen.

  • Stadtbild Esslingen: Sehr gutes Ergebnis in Esslingen. Die Fahrt über die Mauerlinie gelingt stabil und ohne Zittern, auch bei den Hausdächern sind beinahe keine Skalierungsartefakte zu sehen. Die Rasen- und Pflastersteinstruktur ist gut ausgeprägt. Das Grün der Blätter wirkt satt.

Fazit Bildqualität

Der integrierte BD-Player der Cara-AV-Kombination ist von hoher Güte, eine leicht satte Farbdarstellung ist fast der einzige Minuspunkt in diesem Bereich. Besonders die Bildstabilität und die hohe Bildschärfe ohne überzogen zu wirken sind die Stärken der S-5BD. Im DVD-Bereich stellen sich ähnlich gute Ergebnisse ein, insbesondere wieder die Stabilität müssen wir loben. Video- und Filmmaterial wird mit ähnlich hoher Performance ans Display geliefert. Gesamtnote in Relation zur Preisklasse: Hervorragend.

Klang

2L - The Nordic Sound, DTS-HD Master

Sehr fein aufgelöst und mit breiter Bühne gelingen die Orchesterdarstellungen, bei Beisein eines Chors gelingt eine exzellente räumliche Darstellung und Differenzierung der Solisten. Die einzelnen Klangelemente werden ohne Frequenzlücken herausgearbeitet, minimal klarer könnten wir den Hochtonbereich noch vertragen, insgesamt aber ein angenehmes Hörerlebnis. Schwierige Piano-Anschläge gelingen sogar mit sauberer Feindynamik und wirken sehr realistisch.

The Dark Knight, Kapitel 1, Dolby TrueHD 5.1

Der Paukenschlag hier am Anfang zeigt sofort, dass die Cara durchaus über Power verfügt, aber nicht nur Kraft zeichnet das Gerät aus: Das Heraussprengen des Fensters gelingt mit der neuen Tonspur differenziert und wird nicht zu einem matschigen Schlag zusammengeworfen. Als die beiden Clowns den Enterhaken auf das gegenüberliegende Dach schießen, müssen wir eine minimale Einschränkung im Hochtonbereich hinnehmen, der letzte Tick eines aggressiven Klicks fehlt uns, dasselbe beobachten wir bei den UZI-Schüssen als die übrigen Schurken die Bank betreten. Zurück auf dem Bankgebäude wird die Alarmanlage außer Gefecht gesetzt, die Stimmwiedergabe der beiden sich unterhaltenden Clowns ist exzellent und durch die Masken hindurch leicht dumpf, einziger Minuspunkt das etwas zurückhaltende Tuten des blauen digitalen Werkzeugs, das zwischen den anderen Hintergrundgeräuschen etwas untergeht. Das wars dann aber mit Kritik, wir finden uns während der gesamten Szene in einem breiten Raum, der voluminös ausgefüllt wird. Als der Bankangestellte William Fichtner sein letztes As zieht und die Bank mit der Schrotflinte verteidigen möchte können wir nochmals die kräftigen digitalen Endstufen der Cara bewundern, mit brachialer Gewalt fegt der letzte Schuß der Pump-Action-Shotgun einen der Clowns von den Beinen und bringt bei hohem Pegel unsere Redaktion zum Beben.

Harry Potter and The Order of The Phoenix, Kapitel 29, PCM 5.1

Die Cara liefert hier eine exzellente Performance, die hallende Stimmwiedergabe als Voldemort erscheint erklingt sehr räumlich und markant. Außergewöhnlich kraftvoll marschiert die Cara, mit tadellosem Tiefgang werden uns die brachialen Zaubersprüche um die Ohren gehauen, der Feuerdrache erhebt sich regelrecht im Raum. Zuvor flieht Bellatrix Lestrange durch das Floo Network, hier ist ein kleiner Schwachpunkt auszumachen, die Klangkulisse bleibt etwa auf gleicher Höhe und verschwindet nicht nach oben hin weg. Das fällt auch zu Beginn der Szene auf, als Voldemort Harry seinen Zauberstab aus der Hand schlägt, das Abrollen nach rechts ist zwar gut auszumachen, allerdings löst sich das gesamte Geschehen etwas zu dürftig vom Center-Lautsprecher. Hier sprechen wir aber schon von Kritik auf hohem Niveau. Der Hochtonbereich ist klar, gut zu erkennen an den zersplitternden Glasscheiben des Ministry of Magic, trotzdem wirkt das Ganze nicht aggressiv sondern authentisch hart. Die Kraft im LFE-Bereich wird noch einmal deutlich, als Dumbledore den dunklen Lord in dem ball-ähnlichen Wassergebilde gefangen hält, das tiefgründige Grollen wird sehr druckvoll an den Hörplatz getragen und begeistert durch maßlosen Krafteinsatz. Gesamtnote Klangqualität: Hervorragend.

Fazit


Die Denon Cara ist als vollwertige AV-Kombi uneingeschränkt einsetzbar. Mit exzellenter Wiedergabe von Blu-ray und DVDs ist der integrierte Player eine ausgezeichnete Wahl, lediglich das Laufwerk gefällt uns mit den schwachen Einlesezeiten und einer nicht perfekten Betriebssicherheit weniger, die Probleme mit dem Layerwechsel scheinen aber endgültig ausgemerzt. Klanglich spielt die S-5BD Cara absolut in der oberen Liga mit, eine kraftvolle Tieftonausgabe mit stimmiger Feindifferenzierung und hoher Geschwindigkeit zeichnen die digitalen Endstufen des Denon Gerätes aus. Stimme und Hochtonbereich sind ähnlich hoch zu bewerten, auch wenn hier und da einmal ein paar Details ausbleiben. Wer die Cara mit einem hochwertigen Lautsprecher-Ensemble verbindet, wird sowohl bei Musik als auch im Filmbetrieb selbst bei hohem Anspruch wenig vermissen. Die Bedienung hingegen müssen wir kritisieren, das Denon-typische, übersichtliche Menü stört uns keinesfalls - im Gegenteil ist die tadellose Übersetzung lobenswert - , die träge Bedienung aber schon. Teilweise vergehen Sekunden, bis das Gerät auf unsere FB-Befehle reagiert. Der Multimedia-Bereich ist auch nicht überaus umfangreich, die vorhandenen Features funktionieren aber ohne Probleme und können durch separat erhältliche Geräte dank der üppigen Anschlussbestückung erweitert werden.

Hohe Bildgüte und exzellente Klangwiedergabe zeichnen Denons eleganten 5.1 Blu-ray-Receiver aus

Blu-ray Player Obere Mittelklasse
Test: 06. Juli 2010

+ Extrem scharfes und stabiles Bild im BD-Betrieb
+ Hervorragende Upconversion von Film- sowie Videomaterial DVD
+ Sehr räumliche Klangwiedergabe
+ Viel Kraft im Tieftonbereich
+ Leiser Betrieb Lüfter sowie Laufwerk

- gewöhnungsbedürftige Fernbedienung
- langsames Laufwerk
- träge Bedienung

Technische Daten: http://www.denon.de/

Test: Philipp Kind
Fotos: Frank Querfurth
Datum: 06.07.2010

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