SPECIAL: Die von uns getesteten Blu-ray-Player zwischen 100 und 500 EUR im Vergleich

10.12. 2010 (cr)

In diesem Special möchten wir die Vorzüge und Nachteile der in den letzten Monaten getesteten Blu-ray-Player in Preisklassen zwischen 100 und 500 EUR in einem übersichtlichen Text miteinander vergleichen - wir beginnen mit dem preiswertesten Player und enden mit dem kostspieligsten Gerät. 

Auf einem schmalen Marktpreis von gut 100 EUR kommt der Toshiba Blu-ray-Player BDX1100KE. Er offeriert für einen geringen Kaufpreis eine prima Leistungsfähigkeit. Das Blu-ray-Bild ist tadellos, und auch die Upconversion von 576i DVD-Signalen auf 1080i ist gut. Akustisch leistet sich der Toshiba ebenfalls keinen "Durchhänger". Die Bedienung ist einfach und übersichtlich, gut ist, dass sogar Basis-Videoeinstellparameter mit an Bord sind. Es findet sich keine USB-Buchse, und über den Netzwerkanschluss kann lediglich BD-Live genutzt werden, es gibt keine Streamingfunktionen. Über den SD-Karteneinschub werden viele gängige Formate akzeptiert. Das Laufwerk ist sehr zuverlässig und relativ zügig. Allerdings könnte die Geräuschkulisse noch etwas niedriger ausfallen. Top ist der unsichtbare Layerwechsel, als Minuspunkt müssen wir das schlechte Gerätedisplay nennen. 

Der MEDION Blu-ray-Player LIFE P71006 kommt auf rund 120 EUR und verdeutlicht sehr schön den aktuellen Aufstieg der Marke MEDION zu einem Anbieter, der zum fairen Preis technisch ausgereifte, optisch attraktive Geräte mit tadelloser Bild- und Tonqualität anbietet. Der LIFE P71006 muss sich vor den besten Kontrahenten seiner Preisregion keinesfalls verstecken, sondern liegt mit ihnen auf Augenhöhe. Die sehr gute Bildqualität im DVD- und im Blu-ray-Betrieb, das schnelle Laufwerk, der klare, angenehme Ton und die einfache Bedienung sorgen dafür, dass man den LIFE P71006 dem qualitätsbewussten Ein- und Aufsteiger als problemloses, zuverlässiges und audiovisuell starkes Gerät bedenkenlos empfehlen kann. Im Vergleich zum Toshiba wirkt er für den kleinen Mehrpreis optisch gediegener und weist ein besseres Gerätedisplay auf.

Rund 130 EUR, kostet der Samsung Blu-ray-Player BD-C5500 auf dem Markt. Für das mehr investierte Geld bekommt der Käufer neben einem geringfügig aufwändigeren Design umfangreichere Multimediaeigenschaften, die auch eine Streamingmöglichkeit für Dateien, die sich auf PCs oder Servern  aus dem Heimnetzwerk befinden, umfasst. Das fehlt dem günstigeren LG. Zudem steht über Internet @ TV eine Vielzahl an internetbasierten Diensten bereit. Das schnelle Laufwerk und das niedrige Geräuschniveau ist sehr gut, und auch das Bild gefällt. Im Vergleich zu früheren Samsung BD-Playern der unteren Mittelklasse ist die 24p Stabilität sichtbar besser geworden, das Schwarz wirkt zudem tief und satt. Dass DVD-Signale prima von 576i auf 1080p hochgerechnet werden, ist auch löblich. Insgesamt ist der Samsung den Mehrpreis gegenüber dem LG Wert - wenn man das Mehr an multimedialen Features braucht. Nachteile des BD-C5500: Kein Video-EQ und ein beschränkter Arbeitswinkel der Fernbedienung.

Nicht mehr so preiswert, nämlich für rund 140 EUR (Marktpreis) kommt man derzeit an den LG BD560, der erfreulicherweise deutlich mehr als die Grundbedürfnisse befriedigt. Das Blu-ray-Bild reicht ohne Probleme aus, um auf einem guten 40 bis 42 Zoll LCD oder Plasma der Mittelklasse für Furore zu sorgen. Die 24p Signalausgabe ist relativ stabil, wenngleich der Kenner sieht, dass hier noch mehr geht. Das gilt auch für Detailschärfe und Kontrastdynamik bei kleinen Kontrastdifferenzen - aber für den Kauf- bzw. Marktpreis kann man kaum mehr erwarten. Die Upconversion von DVD-Material von 576i auf 1080p gelingt ebenfalls ordentlich. Über USB akzeptiert der LG zudem viele Formate, eine Möglichkeit, Dateien von Servern oder PCs im Netzwerk zu streamen, ist aber nicht vorhanden. Sehr erfreut hat uns das schnelle und leise Laufwerk, das zudem - alles andere als selbstverständlich - bei unserem Test auch zuverlässig agierte. Im BD 560 sorgt kein Lüfter für akustische Dissonanzen. Der Klang bei Ausgabe über die HDMI-Buchse überzeugt ebenfalls, und selbst weniger erfahrene Anwender kommen dank der einfachen Bedienung prima mit dem BD560 klar. 

Der Toshiba BDX-3100KE ist ein solider, preiswerter 3D-Player. Zum günstigen Kaufpreis wird native 3D-Wiedergabe, einfache Inbetriebnahme und saubere Verarbeitungsqualität geboten. Gute Wiedergabequalitäten von Blu-ray und das - gemessen an der Preisklasse - sehr gute Scaling- und DeInterlacing zeichnen den Toshiba aus. Hinzu kommt ein sehr geringes Betriebsgeräusch dank dem passiven Kühlkörper und ein schnelles Laufwerk. Die Multimedia-Features wirken eher rudimentär, auch wenn im Video-Bereich vom USB-Medium eine große Formatvielfalt vorherrscht. Wer ohne großes finanzielle Investment in die 3D-Welt einsteigen möchte, kann bedenkenlos einen Blick auf den neuen Toshiba BDX3100KE werfen.

Auf einen Marktpreis von 179 EUR kommt der Sony Blu-ray-Player BDP-S470 und bietet dafür eine tolle Performance. Erwirbt man optional das Dongle UWA-BR100 Dongle hinzu, ist der Player auch WLAN-fähig (inklusive WPS). Nach entsprechendem Update ist der 470er in der Lage, auch 3D Signale von entsprechenden Blu-rays auszugeben - und er tut dies in sehr erfreulicher Form. Das scharfe, farbneutrale und kontrastreiche Bild zeichnet den kleinen Sony schon im 2D Modus aus. Sehr sauber konvertiert der BDP-S470 576i-Signale in 1080p-Signale. Im Vergleich zu den beiden oben besprochenen koreanischen Einstiegs- und untere Mittelklasse-Playern wirkt das hochkonvertierte Bild noch schärfer, sauberer und stabiler, was den Mehrpreis rechtfertigt für Anwender, die einen guten 46 oder 50 Zöller betreiben und eine größere DVD-Sammlung besitzen. Super sind die Multimediaeigenschaften - nicht nur, dass man sich in Apples AppStore eine kostenlose Applikation zur Steuerung der wichtigsten Funktionen des BDP-S470 mittels iPod Touch oder iPhone herunterladen kann, auch das Dateienstreaming und die Bravia Internet TV internetbasierten Dienste sind sehr gut integriert. Mittlerweile aber sollte die Anzahl der Formate, die beim Streaming erkannt und wiedergegeben werden, noch etwas höher sein. Das Laufwerk ist zudem zuverlässig, aber nicht sonderlich schnell. 

Teurer ist der Sony Blu-ray-Player BDP-S570, ebenfalls 3D-fähig und auf dem freien Markt für rund 250 EUR zu bekommen. Ein WiFi-Modul ist im Preis enthalten. Dank WPS (WPS-fähiger Router vorausgesetzt) ist der Player schnell im WLAN eingebunden. Die Multimediaeigenschaften entsprechen in weiten Zügen denen des kleineren BDP-S470. Die Bildgüte ist beim 570 noch etwas höher, im BD-Betrieb liegt die Bildschärfe auf einem Level, den vor einem Jahr noch mancher 500 EUR Player nicht erzielt hätte. Die Upconversion von 576i Signalen auf 1080p erledigt der 570er noch eine Idee sauberer. Leider ist das Laufwerk auch beim größeren Sony nicht wirklich schneller, der Layerwechsel könnte zudem flüssiger ausfallen. 

Gleich teuer laut Marktpreis ist der Panasonic Blu-ray-Player DMP-BD85, der im Gegensatz zum Sony aber keine 3D-Signale ausgibt. Auch ist das Laufwerk sogar noch träger als das des Sony-Duos. Die Verarbeitung wirkt nicht hochwertiger, wie gedenkt der DMP-BD85 dann, den gleichen Preis zu rechtfertigen? Antwort: Durch das überragende Bild, das echtes Kinoflair vermittelt und durchaus den Ergebnissen ebenbürtig ist, die bis vor nicht allzu langer Zeit teure Oberklasseboliden zur Verfügung gestellt haben. Das satte Schwarz, die extrem hoch liegende 24p Stabilität und der hervorragende Klang über HDMI zeigen, dass man vom eher biederen Äußeren des Panasonic keinesfalls auf die inneren Qualitäten schließen sollte. Der effektiv arbeitende Video-EQ ist ein weiterer Vorzug des zuverlässigen Panasonic. 

Der Samsung BD-C6800 Blu-ray-Player kommt auf einen Marktpreis von rund 200 EUR und offeriert dafür hervorragende Leistungswerte, die nur knapp unter denen des Panasonic DMP-BDT100EG liegen. Der BD-C6800 brilliert mit sehr guter BD-Wiedergabe, ganz gleich, ob 2D oder 3D Signale ausgegeben werden. Die hervorragende Bildschärfe, das tiefe Schwarz und die sehr gute Detaillierung sind zusammen mit der tadellosen Bildstabilität besonders hervorzuheben. Gut, aber nicht perfekt ist die Farbtreue. Hat der BD-C6800 die Aufgabe, DVD-Signale von 576i auf 1080p hoch zu rechnen, so kommt er seinem Job prima nach – Verbesserungsbedarf findet sich allenfalls im Detail. Der klare Klang über HDMI ist ebenso löblich wie die Multimediaeigenschaften. Sogar ein WiFi-Modul ist mit eingebaut. Die Bedienung ist insgesamt einfach, und die schicke Optik bringt dem 3D BD-Spieler ebenfalls Pluspunkte ein.

Samsung BD-C6900 - ultraflaches 3D Talent

Ein Gewinnertyp ist der 3D-Player Samsung BD-C6900, der sich als moderner, zeitgemäß  und reichhaltig ausgestatteter Blu-ray-Player präsentiert, der zudem für etwas über 250 EUR Marktpreis erhältlich ist - wenig Geld für üppige Ausstattung. Der 6900er spricht denanspruchsvollen Multimediaanwender ebenso an wie die den High-Tech-verliebten 3D Early Adpoter. Die hervorragend integrierten Multimediafeatures sorgen für Freude - Internet @ TV sowie das einfache Streamen von Dateien sind große Vorzüge des flachen Players. Die stabile Ausgabe von 3D-Signalen ist ebenso zu loben wie das ausgezeichnete 2D-Bild. Die natürliche Bildschärfe, die angenehme Farbgebung und der sehr gute Kontrast sprechen für den BD-C6900. Mittels vorprogrammierter Bildfelder oder einem kleinen Video-EQ kann man das Bild gut auf Quellmaterial oder individuelle Ansprüche trimmen. Vergleichen wir mit den obigen Kontrahenten, so bietet er nicht ganz den Filmlook, den der Movieliebhaber beim DMP-BD85 sehr schätzen wird - hier setzt der Samsung eher auf intensiv gesättigte Farben und viel HD-Brillanz. Die Sony-Flotte gibt Bilder ebenfalls farblich neutraler wieder, die enorme visuelle Dynamik, die der 6900 entfesselt, bieten beide Sonys aber nicht ganz. Somit ist klar, dass der an Authentizität gewohnte anspruchsvolle Filmkenner sich lieber bei Sony oder Panasonic bedient, der Anwender aber, der einen maximalen Erlebnisfaktor aus seinem Filmabend herausholen möchte, sich denn Samsung kauft. Im Vergleich zu den günstigeren Einstiegsgeräten offeriert der 6900 mehr 24p Stabilität und eine Upconversion mit toller Bildruhe und viel Detailfreude. Der BD-C6900 schneidet aber auch in Wertungen gut ab, die bislang redaktionsintern als äußerst problematisch galten: Die enorm schnellen Einlesezeiten sowie das sehr niedrige Betriebsbgeräusch beweisen, dass Samsung Schwachstellen gezielt ausgemerzt hat. Die Tonsignalsaugabe über HDMI ist frei von Mängeln und gefällt mit guter Dynamik. Noch zu verbessern wäre die Anmutung im Detail, das Bedienkonzept ist jetzt schon tadellos: Auch weniger versierte Anwender finden sich beim BD-C6900 dank der attraktiven, übersichtlichen Menüs und der komfortablen Fernbedienung praktisch sofort zurecht. 

Der Panasonic DMP-BDT100EG für 299 EUR bietet in seiner Preisklasse eine beispielhafte Performance in der Wiedergabe von nativen HD-Signalen von Blu-ray, absolut stabil wirken die Signale in 24p, dazu scharf und detailreich. Eine dynamische, aber nicht zu intensive Farbgebung rundet das ausgezeichnete Gesamtergebnis ab. Auch die DVD-Upconversion gelingt in der Preisklasse des BDT100 mit enormer Bildruhe und HD-Feeling. Wer noch über viele DVDs im Archiv sein Eigen nennt und im nicht allzu teuren Preisklassen-Segment nach hochqualitativem Scaling & DeInterlacing sucht, kommt an den aktuellen Panasonic Playern kaum vorbei. Hausintern liegt der BDT100 in Bezug auf die Bildqualität beinahe auf einem Level mit dem für 499 Euro erhältlichen DMP-BDT300, dieser bietet allerdings schon WLAN-Fähigkeit in der Grundausstattung, einen analogen Audioausgang und zwei HDMI-Ausgänge. Wer also 3D und verlustfreie Tonformate genießen möchte, benötigt beim BDT100 schon einen mit HDMI 1.4 ausgestatteten AV-Receiver. Anwender, die dies schon von sich behaupten können und weder auf WLAN noch analoge Audioausgabe Wert legen, profitieren am meisten von der exzellenten Performance der Bildwiedergabe. Im Multimedia-Betrieb zeigt sich der BDT100 flexibel, besonders im Video-Bereich ist die Formatvielfalt fast nicht mehr zu beanstanden. Zuletzt sollten auch noch die flotte Einlesegeschwindigkeit und das extrem leise Betriebsgeräusch dank des passiven Kühlkörpers erwähnt werden. 

Philips Blu-ray-Player BDP8000 - elegantes und zuverlässiges Medien-Talent

Gäbe es einen Preis für schöne Optik, der Philips Blu-ray-Player BDP8000 hätte ihn beinahe sicher. Schick sieht er aus, der 350 EUR kostende Player mit den beleuchteten Touch-Bedienelementen auf der Gerätefront - und er ist ein multimediales Ass. Philips hat mittlerweile ein großes Angebot an onlinebasierten Diensten mit in den Player gepackt, und als weiteren Benefit gibt es die Möglichkeit, mit dem BDP8000 ins offene Internet zu gehen und Adressen gewünschter Seiten einzugeben. Dateistreaming von PCs und Servern aus dem Heimnetzwerk ist auch möglich, optional ist der BDP8000 auch WiFi-fähig. Und natürlich gibt er auch, geschliffen und scharf, 3D-Signale aus. 2D Blu-rays werden auch scharf, plastisch und dynamisch wiedergegeben. Weniger euphorisch fällt unsere Beurteilung bei den Qualitäten der 576i auf 1080p Upconversion aus - hier geht hinsichtlich Bildstabilität, Detailschärfe und Flüssigkeit der Bewegungsabläufe noch sichtbar mehr. 

Ein Könner: Der Panasonic Blu-ray-Player DMP-BDT300

Einer der derzeit wohl besten BD-Player auf dem deutschen Markt ist der mit zwei HDMI 1.4 Ausgängen versehene Panasonic DMP-BDT300 - obwohl er schon einige Zeit auf dem Markt ist und durch den Panasonic DMP-BDT100EG Konkurrenz aus eigenem Hause erhält. Derzeit ist das optisch schlicht gehaltene Gerät mit den enormen inneren Werten für einen Marktpreis von rund 430 EUR erhältlich. Das kristallklare, extrem saubere, detailreiche und farblich gefällige, über alle Maßen stabile BD-Bild begeistert ebenso wie das präzise und scharf hochkonvertierte DVD-Bild. Hier  muss sich die starke, in diesem Vergleich genannte Konkurrenz hinten anstellen, denn der beinahe makellose, "cleane" Touch des auf 1080p hochgerechneten Bildes begeistert. Der effektive Video-EQ glänzt mit sinnvollen Einstellparametern. Insgesamt setzt der DMP-BDT300 visuell neue Bestmarken, die nicht nur die unmittelbare Preisklassen-Konkurrenz wachrütteln sollten – auch Luxus- und Oberklasse-Hersteller müssten dieses clever entwickelte Produkt scharf im Auge behalten, denn auf der Ebene purer visueller Performance haben auch deutlich teurere Player der Leistungsstärke des Panasonic zumindest aktuell wenig entgegen zu setzen. Die Akustik ist tadellos, hier aber beweisen teure Oberklasse-Player, dass gerade bei der klanglichen Finesse im Detail noch deutlich mehr geht, und zwar sowohl im HDMI Digital- als auch im Analog-Betrieb. Für Heimkinoanwendungen und normale Musikanwendungen reicht das, was der DMP-BDT300 bietet, aber locker aus. Perfekt ist die Anschlussausstattung des flachen BD-Players, sogar zwei HDMI-Ausgänge sind vorhanden. So kann der Multichannelfan seinen HDMI 1.3 AV-Receiver weiter verwenden, ohne auf die Einspeisung nativer 3D-Sigale in den 3D-Flachbildschirm verzichten zu müssen. Mit beiliegendem WLAN-Adapter ist die schnelle Einbindung in drahtlose Netzwerke möglich. Hier sind wir dann auch schon beim nächsten Punkt – der DMP-BDT300 offeriert auch multimedial orientierten Anwendern ein breites Funktionsspektrum. Internetbasierte VieraCast-Dienste, SD-Karte, USB-Stick und DLNA-basiertes Streaming von PCs und Servern im Heimnetzwerk – der DMP-BDP300 erweist sich als flexibler Medienarbeiter mit vielfältigen Einsatzmöglichkeiten. Die Anzahl der abspielbaren Formate könnte aber noch höher liegen. Bilanzierend ist festzuhalten, dass man mit dem Kauf des DMP-BDT300 einen Volltreffer landet – die Materialanmutung wirkt zwar etwas einfach, auch beim Finish darf man keine Opulenz erwarten – aber die Leistungsfähigkeit des Blu-ray-Players ist auf absolutem Premium-Niveau. 

Der Denon Universalplayer DBP-1611UD stellt sich für knapp 420 EUR als echtes Multitalent dar, denn er spielt neben DVDs, CDs und Blu-rays auch SACDs und DVD-A-Scheiben ab. Er überzeugt ferner durch die gediegene Verarbeitung und den tollen Klang über den HDMI-Ausgang: Detailreich, rund, feinfühlig, beweist der 1611, dass es durchaus an gutem Equipment nachvollziehbare akustische Differenzen gibt. Visuell begeistert uns der Video-EQ mit gleich 5 Speicherplätzen. Das Bild ist gerade im Blu-ray-Betrieb scharf, natürlich und sauber. Geht es um das Upscaling von 576i DVD-Signalen, bietet der Denon eine wirklich gute, aber nicht neue Maßstäbe setzende Leistung und muss sich hier der Panasonic-Armada knapp geschlagen geben. 3D-Support kommt mittels neuer Firmware ebenso wie YouTube-Streaming im Frühjahr 2011. Schon jetzt können Video/Foto/Musikdateien von Servern und PCs gestreamt werden. Auch über einen USB-Eingang verfügt der 1611. Praktisch ist die direkte Umschaltmöglichkeit der Ausgabeauflösung über die Fernbedienung. 

Harman/Kardon BDP 10 - erster HK Blu-ray Player in zeitloser Eleganz

Harman/Kardon möchte optisch exklusives Flair mit dem für einen Marktpreis von nicht eben geringen 470 EUR erhältlichen BDP 10 verbreiten. Der hervorragend klingende Player eignet sich mit seinen hochwertigen D/A-Wandlern nicht nur als BD- und DVD-Player, sondern auch als CD-Player-Ersatz. Ansonsten gefällt die einfache Bedienung und ein bilanzierend sehr gutes Bild im Blu-ray und DVD- Betrieb. Die Menüführung ist übersichtlich und auch für Laien ist der BDP10 problemlos konfigurierbar. Die Abwesenheit eines Video-Equalizers ist zwar in dieser Preisklasse eigentlich zu bemängeln, vereinfacht aber dem Laien die Einrichtung seines Bildwiedergabegerätes deutlich - die werksseitige Einstellung erscheint sehr professionell und gekonnt. Im Multimedia-Bereich wird nicht nur BD-Live angeboten, auch Medienwiedergabe über USB ist möglich: Fotos, Musik und Videos spielt der BDP 10 von einem Speicherstick ab. Alle Multimedia-Features überzeugen durch die hohe Betriebssicherheit. Über DLNA-Streaming oder einen SD-Kartenslot verfügt der HK Blu-ray Player aber nicht.

Fazit

Es ist sehr beeindruckend, welche Performance auch preiswerte Blu-ray-Player mittlerweile an den Tag legen. Ganz gleich, ob im Blu-ray- oder DVD-Betrieb, die Leistungen schon eines BD-Players mit einem Marktpreis von gut 100 EUR sind als wirklich gut zu bezeichnen und reichen für normale Ansprüche ohne Probleme aus. Natürlich geht deutlich mehr, das beweisen uns Player für rund 180 bis 250 EUR, die noch mehr Bildschärfe, Klarheit, Farbneutralität und Feindynamik offerieren. Viele BD-Spieler sind in der Lage, 3D-Signale auszugeben, was meist ohne Probleme vonstatten geht. Multimedial sind in Großteil der Player ebenfalls talentiert, wenngleich die Anzahl der abspielbaren Formate noch deutlich höher liegen könnte.

Text: Carsten Rampacher
Datum: 07. Dezember 2010

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