SPECIAL: Unsere Audio-/Video-Favoriten vor der IFA 2010
10. August 2010 (cr)
Einführung
Die IFA in Berlin steht vor der Tür - doch wer sich bereits jetzt neue
AV-Komponenten kaufen möchte, braucht gar nicht mehr länger zu warten. Zum
einen, weil sich auf der IFA gezeigte Neuheiten schon in Kürze im Handel
befinden, zum anderen, weil es auch enorm empfehlenswerte Geräte gibt, die
schon längere Zeit im Handel erhältlich sind. Wir haben Ihnen unsere großen
Empfehlungen, Stand August 2010, in diesem Special zusammengetragen. Die
Reihenfolge richtet sich nach dem Preis - die günstigsten Komponenten zuerst,
die teuersten zum Schluss. Wir wünschen viel Freude beim Lesen.
Unsere Favoriten in preislicher Reihenfolge

Ein preiswerter und rundherum guter Blu-ray-Player ist der LG BD560
für 130 EUR Marktpreis. Im Blu-ray-Betrieb ist das Bild scharf und mit
guter 24p Stabilität versehen, die Upconversion von DVD-SD-Signalen auf 1080p
ist für ein so günstiges Gerät erstaunlich gut. Das Betriebsgeräusch ist
niedrig, da erfreulicherweise kein störender Lüfter verbaut ist. Das Laufwerk
ist schnell und leise, somit wird auch durch dieses die Geräuschemission nicht
unnötig angehoben. Viele Formate können von einem angeschlossenen USB-Stick
abgespielt werden. Leider ist kein Netzwerk-Streaming möglich.

Die Regallautsprecher Magnat Quantum 553
bringen für einen Paarpreis von rund 200 EUR (Marktpreis) viele positive
Eigenschaften mit und sollten vom preisbewussten Stereoliebhaber bei der Wahl
eines Stereo-Regalboxenpaares unbedingt mit in Betracht gezogen werden. Sie
liefern grade im nicht-klassischen Musikbereich ein überzeugendes Hörerlebnis
- mehr Klangtiefe und mehr Ebenen kann man von einem 2-Wege System in dieser
Preisklasse fast nicht erwarten. Wünschenswert wäre dennoch ein etwas
harmonischerer Hochtonbereich bei größerer Lautstärke. Der
Bass ist gut gelungen und kräftig genug. Wer jedoch besonders Wert auf enormen
Tiefgang legt, sollte sich noch zusätzlich einen aktiven Subwoofer anschaffen
und die Quantum in einer 2.1 Anordnung betreiben. Prima sind Mitteltonbereich
mit guter Stimmverständlichkeit und Impulstreue. Die Bassreflexöffnung stört
nicht durch Strömungsgeräusche.

Was der Sony Blu-ray-Player BDP-S570
für rund 270 EUR leistet, verdient höchsten Respekt. Man fragt sich
zurecht, ob man noch "mehr Blu-ray-Player" braucht - der BDP-S570
beherrscht sein Fach exzellent. Doch nicht nur die stabile, scharfe und
detailreiche Ausgabe von BD-Signalen im 2D und im 3D Betrieb nehmen für den
Sony ein - auch die überragende Umwandlung von 576i Signalen nach 1080p sorgt für
große Freude auch beim erfahrenen Anwender, der trotz aller Ansprüche das
Preis-/Leistungsverhältnis fest im Fokus hat. Stabil, mit sehr geringer
Rauschneigung und neutralen Farben, werden hier Werte erreicht, die mancher nur
1 Jahr alter Luxusplayer nicht mehr schafft. Die umfangreichen, praxisgerechten
Multimediafeatures inklusive Bravia Internet Video, Datei-Streaming von PCs
sowie Servern und die Steuerungsmöglichkeit über iPhone/iPod Touch dank
funktionaler App verdienen ebenfalls Befall. Ausgezeichnet ist auch, dass man
den BDP-S570 wahlweise drahtlos oder konventionell drahtgebunden ins Netzwerk
einbinden kann. Bei der drahtlosen Variante wird sogar WPS beherrscht, was in
der Praxis sehr einfach und einwandfrei funktioniert. Die gelungene Akustik und
die einfache Bedienung sind weitere Pluspunkte - so lässt sich bis auf das
nicht Rekord-schnelle Laufwerk kein echter Minuspunkt ausmachen.

Onkyo 2.1 Digital Surround System HTX-22HDX mit HDMI 1.4:
Hier kommt ein echter Preis-/Leistungs-Hammer - mehr Sound und Ausstattung fürs
Geld ist kaum möglich, und gerade für kleinere bis mittelgroße
Räumlichkeiten stellt das HTX-22HDX eine hochinteressanter Lösung dar. Die
Systemlösung präsentiert sich als schick gestaltetes Kompaktsystem, dass die
wesentlichen Aufgaben einer Schaltzentrale übernimmt. Die Option zur
Erweiterung auf 5.1 gibt dem Kunden zu Möglichkeit, bei Gefallen und Interesse
ohne großen Aufwand aufzurüsten. Funktional steht das System aktuell weit
oberhalb seiner Preis- und Typklasse und ist dank der HDMI 1.4a Schnittstellen
zukunftssicher: Ganz gleich, ob irgendwann 3D oder der AudioReturnChannel
genutzt werden sollen, man ist mit dem HTX-22 gerüstet. Mankos wie eine
fehlende analoge Videoverarbeitung oder eine nur mäßig funktionsfreundliche
Fernbedienung sind unter objektiver Betrachtung des Gesamtpakets leicht zu
verschmerzen. Besonders in Anbetracht der akustischen Leistung: Neben der
famosen Ausstattung, welche erkennen lässt, dass Onkyo ein Schwergewicht im
Receivermarkt ist, wurde hier ein Kompaktset erschaffen, dass seiner Gattung
weit entrückt ist, gerade unter Berücksichtigung des mehr als fairen
Kaufpreises. Bisher hat die Redaktion von AREA DVD noch kein System in dieser
Preisklasse gehört, dass derart ambitioniert und talentiert zu Werke geht. Die
neutrale Abstimmung, die Detailtreue und die Pegelfestigkeit zeigen, dass Onkyo
mit dem HTX-22 eine Kampfansage ausgesprochen hat. Der Markt günstiger und
kompakter System muss sein Koordinatensystem neu bestimmen - große
Kaufempfehlung fürs kleine Budget.

Eine erstklassige Stereoperformance zum kleinen Preis (das Paar
kommt auf 398 EUR) - das ist die große Spezialität der Standlautsprecher Teufel Ultima 60.
Bis auf kleine Verarbeitungsmängel die Folierung betreffend kann man keinerlei
Schwachpunkte an den Berliner Klangexperten ausfindig machen. Kraftvoll, klar
und räumlich ist der Sound, der den beiden schicken Standlautsprechern
entweicht. Selbst die Detaillierung erstaunt - so feinsinnig spielt manche
doppelt so teure Box nicht. Gratulation an den Direktvertreiber - mehr
Schallwandler fürs Geld geht kaum noch.

Maximaler Klang aus einem Regallautsprecher, der zudem mit 235
EUR/Stück (470 EUR Paarpreis) auch noch angenehm preisgünstig ist: Die Nubert
nuJubilee 35 überzeugt durch Dynamik, Kraft und Sinn fürs Feine. Optisch
flexibel durch die verschieden farbigen Lautsprecher-Gitter aus Metall,
beeindrucken die pegelfesten und räumlich intensiv aufspielenden Schallwandler
im Testbetrieb immer wieder aufs Neue. Kombiniert mit einem kraftvollen
Stereo-Verstärker, steht lang anhaltendem Hörspaß nichts mehr im Wege, auch
dann nicht, wenn man keinen Platz hat, große Standlautsprecher
aufzustellen.

Für knapp 500 EUR kauft sich der ambitionierte Heimkino Ein-
und Aufsteiger mit dem Pioneer 7.1 AV-Receiver VSX-920
einen akustisch wie visuell ausgezeichneten Mittelpunkt der AV-Anlage. Der
hochglanzschwarze Freudebringer punktet mit hervorragender Ausstattung inklusive
1080p Upscaling und umfangreichen Multimedia-Features. Das bei unserem
Testkandidaten verbaute Advanced MCACC-Einmesssystem verweist die gesamte
Konkurrenz auf die Plätze. Nicht nur, dass das System mit Abstand die besten
akustischen Ergebnisse bringt - auch die Nachbearbeitungsmöglichkeiten und
deren Effektivität sind beispielhaft. Nur die Bedienung der
MCACC-Ausstattungsmerkmale ist für weniger versierte Anwender aufgrund der
Funktionsvielfalt etwas komplex. Die Upconversion von Filmmaterial ist
exzellent, die Leistungen beim Hochrechnen von 576er Videomaterial hinkt etwas
hinterher, Bildzittern verhindert hier ein noch besseres Resultat. Top sind auch
die Multimediaeigenschaften: Mittels des iPhone oder des iPod Touch lässt sich
der AVR bequem steuern. Das leistungsfähige Tool steigert den Bedienkomfort
weiter. Zudem kann man einen iPod direkt mittels eines normalen
USB-Verbindungskabels anschließen. Ein teures, optional zu erwerbendes Dock ist
nicht mehr nötig. Optional kann man dafür einen Bluetooth-Adapter kaufen,
mittels diesem kann Musik sogar via Bluetooth gestreamt werden. Hinzu kommt ein
USB-Eingang, bei Anschluss eines USB-Sticks werden die wichtigsten Formate
wiedergegeben. Nicht überzeugen kann die Internet Radio-Option, im jetzigen
Zustand ist das Feature nicht zu gebrauchen. Hier wünschen wir uns eine
Integration z.B. des vTuner-Services für schnell, komfortable Bedienung und
Direktzugriff auf tausende Sender. Klanglich macht sich der kleine
Siebenkanal-Receiver hervorragend - deutlich harmonischer, schlüssiger und
angenehmer klingt er, zudem bringt er eine exzellente räumliche Darstellung
mit. Grob- und Feindynamik sowie die Stimmdarstellung bringen weitere Punkte
aufs Pioneer-Konto. Die Verarbeitung ist hochwertig, innen wie außen, und die
OSD-Menüs sind schön gestaltet. Die sauber verarbeitete Fernbedienung mit zu
kleinen und zu umfangreichen Beschriftungen aber ist nicht der Weisheit
letzter Schluss. Hier wären mehr Übersichtlichkeit und mehr Struktur gefragt.
Bezüglich der Anschlüsse wird eine gute Auswahl geboten - bei manchen,
eigentlich üblichen Anschlussformen wurde jedoch der Rotstift angesetzt.
Insgesamt ist der VSX-920 ein schicker, üppig ausgestatteter AV-Receiver mit
tollem Klang.

Ein komplettes, vollwertiges 5.1 System für schmale 599
EUR - das Panasonic SC-BT330 - 5.1 Heimkinosystem
weiß auch Sparfüchse zu begeistern. das davor Gebotene kann sich ohne
Zweifel "sehen" lassen, besonders visuell kann der BD-Player glänzen.
Und zwar sowohl im Blu-ray Betrieb als auch in der Upconversion. Besonders bei
Filmmaterial skaliert und de-interlaced der Player des SC-BT330 tadellos und
verursacht beinahe keine Artefakte. Auch klanglich ist das 5.1-System alles
andere als eine billige Übergangslösung. Mit Kraft, Grobdynamik und Räumlichkeit
wird eine überzeugende klangliche Kombination geboten. Nur bei Brillanz,
insbesondere im Hochtonbereich, und Feindynamik sind Einschränkungen
hinzunehmen. Bezüglich der Einlesegeschwindigkeit sind keine klaren
Fortschritte zu erkennen, der Startvorgang aber ist mit nicht einmal 2 Sekunden
rekordverdächtig, auch bei den neuen dedizierten Blu-ray Playern hat Panasonic
eine Verbesserung in dieser Richtung versprochen. In der Preisklassen-Relation
sind die verwendeten Kunststoff-Materialien nicht zu beanstanden, das
BD-Grundgerät wirkt sogar vergleichsweise hochwertig. Die
Multimedia-Eigenschaften sind gelungen (Netzwerk, iPod/iPhone, USB, SD-Card), könnten
aber bezüglich der Formate noch etwas vielfältiger werden.

Medion ist zu einer Marke geworden, die mehr und mehr auch für
versierte Anwender interessant wird - bester Beweis ist der 40-Zoll Edge-LED-TV Life S16000.
Er führt sich glänzend in unserer Redaktion ein und kann sich mit den besten
Konkurrenten erstaunlich souverän messen. Der prima Schwarzwert, die stabile
Wiedergabe von 24p-Signalen, die ausgezeichnete Farbtreue, die hervorragende
Plastizität und der sehr breite Blickwinkel des Displays sorgen für reichliche
Punkte auf dem Konto unseres Testkandidaten. Die einfache Bedienung, die
tadellose Verarbeitung und die praxisgerechte Ausstattung sind ebenfalls zu
loben. Abzüge gibt es für den fehlenden HD-Sat-Tuner und die etwas schmal
bemessene Multimedia-Ausstattung.

Er hat das Zeug zum absoluten Beststeller - der Samsung 50 Zoll
Full-HD-Plasma PS50C679 bietet für Marktpreise um die 1200 EUR ein pralles
Ausstattungspaket, zu dem auch ein HD-Satellitentuner gehört, und ein tolles
Bild, bei dem besonders Schwarzwert und Dynamik ins Auge stechen. Prima gelingt
die Upconversion von 576i Signalen auf 1080p. Auch die vielfältigen
Multimediaeigenschaften und der umfangreiche Video-EQ sind zu loben. Das Gerät
ist sehr hochwertig verarbeitet, die Bedienung ist relativ einfach und
komfortabel. Sogar klanglich schlägt sich der PS50C679 recht ordentlich,
so dass man dem preisgünstigen Plasma gerade für preis-/leistungsbewusste
Anwender, die viel Qualität fürs Geld suchen, eine Empfehlung aussprechen
kann.

Die Philips HTS9140 Hightech
Soundbar ist zu Marktpreisen von rund 1000 EUR zu bekommen. Sie beeindruckt
durch das scharfe und stabile Blu-ray-Bild über alle Maßen. Die erzielten
Werte sind so gut, dass die Soundbar sich in direkte Konkurrenz zu exzellenten
Standalone-Playern der oberen Mittelklasse begibt. Farbsättigung,
Farbtemperatur, Detailwiedergabe und Kontrastumfang sind ohne Einschränkungen
als hervorragend zu bezeichnen. Bis auf kleinere Detailprobleme ist auch die
Upconversion von 576i Material auf hohem Niveau. Besonders Videomaterial wird
exzellent aufbereitet. Klanglich lässt es der Grundtonbereich an Ausformung
missen, zudem ist die Akustik kurz vor Arbeitsübernahme durch den Subwoofer
nicht ganz homogen. Ansonsten gefallen Kraft, Dynamik und Räumlichkeit. Auch in
anderen Disziplinen hat uns die Philips-Soundbar überzeugt. Das leise Laufwerk
weist gute Einlesezeiten auf und beeindruckt mit nahtlosem Layerwechsel. Discs
werden problemlos eingelesen, die beiden Lüfter auf der Rückseite der Soundbar
sind schon aus 30 cm Entfernung praktisch nicht mehr wahrnehmbar. Für das
Gerät ist zudem ein Firmware-Update geplant, danach ist die HTS9140 auch
fähig, 3D-Signale auszugeben.

Denons neuester Coup ist der 1399 EUR kostende, voll
ausgestattete AVR-3311, der sich im Test als neuer Klassenprimus der Preisliga bis 1500 EUR
in Höchstform präsentieren konnte. Schwächen kennt der
Siebenkanal-AV-Receiver nicht. Im Gegenzug brilliert er mit zahlreichen Stärken.
Der differenzierte, räumliche und kräftige Klang wird von uns mit Bestnoten
belohnt, Grob- und Feindynamik sind überragend. Bilanzierend ist hier aus
akustischer Sicht schon beinahe ein kleiner Bolide entstanden, der auch durch
die exzellente Ansteuerung des aktiven Subwoofers punkten kann. Die erstklassige
Videosektion mit leistungsstarker Upconversion auf 1080p und kleinem, aber
effektivem Video-EQ überzeugt ebenfalls. Multimedial ist die
Ausstattungsvielfalt beeindruckend, das Einzige, was fehlt, ist eine Streamingmöglichkeit
für Videodateien. Die Bedienung gelingt dank des übersichtlichen Graphical
User Interfaces selbst weniger erfahrenen Anwendern. Die saubere Verarbeitung
ist typisch für Denon AV-Receiver. Mit der großen Anschlussvielfalt und dem
fairen Kaufpreis vermag der AVR-3311 letzten Endes auch sehr kritische
Zeitgenossen vollends zu überzeugen.

Er ist unter Berücksichtigung der Preisklasse einer der besten
Flachbildschirme auf dem gesamten deutschen Markt: Der
Sony 3D-TV KDL-40HX805 mit Dynamic EDGE LED setzt die versammelte Konkurrenz
massiv unter Druck. Für 1999 EUR wird hier Technik vom Feinsten geboten -
bereits mit der preisgünstigsten 3D-TV-Serie des Hauses bleibt kaum ein Wunsch
unerfüllt. Die hervorragende Bildqualität bereits im 2D-Betrieb qualifiziert
den Flachbildschirm auch für Anwender, die 3D eher als "nice to have",
aber nicht als unbedingte Notwendigkeit ansehen. Plastisch, detailscharf und
rauscharm, begeistert der 40-Zöller über alle Maßen und trumpft mit dem
besten Schwarzwert auf, den wir bislang bei einem Edge LED-TV gesehen haben.
Auch der Kontrast überzeugt rundherum - Beweis dafür, dass Sonys Dynamic
Edge-Technologie tadellos arbeitet. Die Umwandlung von 2D- in 3D-Material
gelingt sehr gut und weist nur noch sehr geringe Schwächen auf. Dafür, dass
2010 die erste Generation von 3D TVs mit diesem zusätzlichen Feature auf den
Markt gekommen ist, sind die Leistungen beeindruckend. Überragend ist die
Darstellung von nativem 3D-Material - tolle Bewegungswiedergabe, kaum Ghosting
und eine herausragende Bildschärfe bis in die hinteren Ebene sorgen zusammen
mit dem auch im 3D-Betrieb hellen und kontrastreichen Bild für Freude beim
Betrachter. Die auftretenden, durch die aktive Shutterbrille bedingten Farbverfälschungen
halten sich ebenfalls in Grenzen. Als Hauptnachteile müssen der zu geringe
Betrachtungswinkel und die Empfindlichkeit gegen Kopfbewegungen im 3D-Betrieb
angeführt werden - Sony nahm diese beiden Faktoren in Kauf, um dafür bei allen
anderen Parametern zu glänzen, irgendeine "Achillesferse" hat jedes
noch so gut und schlüssig konstruierte System. Die mitgelieferten
3D-Shutterbrillen sind bequem und auch für Brillenträger geeignet. Fernab der
3D-Qualitäten beweist der 40HX805 auch mit einer praktisch fehlerfreien
Upconversion von eingehenden 576i Signalen auf 1080p seine Klasse. Der effektiv
arbeitende Video-EQ ist ein weiterer Pluspunkt. Die Multimediaeigenschaften sind
mit Bravia Internet Video (sehr reichhaltiges Serviceangebot) und verschiedenen
Streamingmöglichkeiten prima, allerdings vermissen wir die Möglichkeit, die
immer beliebter werdenden MKV-Dateien zu streamen. Die sehr gute Verarbeitung
und die größtenteils schlüssige Bedienung sprechen genauso für den eleganten
Sony TV, der somit zu einem absolut vertretbaren Preis schon beinahe
sinnbildlich die Rolle des modernen Hightech-Flachbildschirms spielt.

Exzellente Technologie und enorme Bildgüte vereinen sich im
55-Zöller Toshiba 55SV685D zu einem
Kino-ähnlichen, tiefgreifenden Filmerlebnis. Leider läuft der Bildgigant aus,
ist aber zu sehr fairen Marktpreisen von rund 2350 EUR noch vereinzelt
erhältlich. Die für einen LCD-TV erstaunlich ruhige und kontraststarke
Bildwiedergabe gerade im Blu-ray Betrieb ist schon bemerkenswert. Für
diejenigen, die dem 24p-Filmlook nicht so positiv gesonnen gegenüber stehen,
stellt die wirksame Nachbearbeitung mittels Active Vision M200
Frameinterpolationstechnik und Blinking Backlight "Filmstabilisierung"
das i-Tüpfelchen dar: Mit beinahe artefaktfreier und judderloser Darstellung
wartet der TV bei Inbetriebnahme der Postprocessing-Elektronik auf und kann
einen großen Teil der Konkurrenz ausstechen. Wer auf ein cinema-ähnliches,
authentisches Filmerlebnis besonders bei hochqualitativer Zuspielung steht, auch
von einem LCD ein sattes Schwarz erwartet, findet im 55SV685D möglicherweise
seinen Traum-LCD. Nicht einmal der im 55" verbauten Lüfter kann das
Ergebnis schmälern, er ist zwar bei nahem Sitzplatz (kleiner als 1,5m) hörbar,
allerdings setzt die 140cm Bilddiagonale sowieso einigen Abstand voraus: Im
normalen Praxisbetrieb sehen wir somit keinen Nachteil.

Bildqualität am Maximum offeriert für 2599 EUR der Panasonic 3D-Plasma TX-P50VT20.
Das optisch schicke und gut verarbeitete 50 Zoll-Plasma versteht sich dabei
keinesfalls als eine nur auf die lupenreine 3D-Wiedergabe getrimmte
Hightech-Maschine, sondern als allumfassender Bild- und Medienkönner. Er ist
das bezüglich der nach wie vor grundsätzlich wichtigen 2D-Bildwiedergabe beste
Plasma, das Panasonic bislang auf den Markt gebracht hat. Bildstabilität,
Kontrastdynamik, Schwarzwert und Plastizität sind als vorbildlich zu
bezeichnen. Herausragend schlägt sich der VT20, wenn natives 3D Material in
Full-HD-Auflösung zugespielt wird. Körper- und Gesamtplastizität sind auf
hohem Level, es kommt kaum zu Ghosting. Die Farbverfälschung durch die aktive
Shutterbrille ist zwar spürbar, aber geringer als bei der Konkurrenz. Zudem ist
Panasonics 3D-Technik weitgehend unempfindlich gegen Kopfbewegungen während des
Filmgenusses. Der Video-EQ weist zwar nicht übertrieben viele Einstelloptionen
auf, die enthaltenen sind aber einfach zu bedienen und sinnvoll. Zudem sind die
Werksbildfelder schon so gut, dass kaum noch jemand manuell optimieren möchte.
Wer ein 576i Signal einspeist, darf sich auf eine exzellente Upconversion
freuen. Dabei ist es ganz gleich, ob das Material im Film- oder Video-Format
vorliegt. Immer begeistern Scalingqualität und das saubere De-Interlacing für
flüssige Bewegungsdarstellung. Auch als Multimedia-Meister hat sich der
TX-P50VT20 von seiner besten Seite gezeigt: Keine Fehlermeldungen, viele mögliche
Wege zur Medienwiedergabe (Streaming vom Server, USB-Stick, SD-Card) sowie eine
ordentliche Formatvielfalt sprechen für den Flachbildschirm. Die Bedienung ist
trotz des Funktionsumfangs recht einfach. Somit können auch weniger versierte
Anwender schon nach kurzer Zeit das volle Potential des TX-PVT20 nutzen.
Insgesamt ist der VT20 ein Bildwiedergabegerät mit bestechenden Eigenschaften -
nur das Fehlen einer Wandlung von 2D-Bildsignalen in 3D verhindert das "Masterpiece"
für den Ausnahme-Flachbildschirm.

Beinahe schon High End Stereosound für einen Paarpreis von 3000
EUR - die Stereo-Standlautsprecher Teufel Ultima
800 beeindrucken tief. Schon die exklusive, im zurückhaltenden Sinne
ausgefallene Optik zieht die Blicke auf sich. Dadurch, dass die Ultima 800 aber
nicht als schwer zu platzierende Riesen-Box mit gigantischem Gehäuse, sondern
als voll wohnraumkompatibler Klang-Lieferant ausgelegt wurde, eröffnen sich in
der Praxis zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten, ohne dass der versierte Stereohörer
um den Fortbestand seiner Ehe fürchten muss. Und nicht nur aus optischen,
sondern auch aus finanziellen Beweggründen stellt die Ultima 800 eine
Investition dar, die beim Finanzvorstand durchgehen dürfte. Ein Paarpreis von
glatten 3000 EUR ist wirklich mehr als fair. Die Verarbeitung ist sehr gut, nur
kleine Dinge wie die etwas windig wirkenden Abdeckgitter sind zu beanstanden.
Klanglich begeistert die Ultima 800 auf der ganzen Linie: Dynamisch, räumlich
sehr intensiv, schön auflösend, tonal neutral und ausgesprochen pegelfest.
Daher sind wir uns sicher: Nicht nur als Marke für hochwertige, preislich faire
Heimkino-Lautsprechersysteme wird Teufel den erfolgreichen Weg fortgehen,
sondern auch als Anbieter technisch aufwändiger, finanziell erschwinglicher und
enorm gut klingender Stereo-Boxen.

Der Arcam AV-Receiver AVR500
für 3199 EUR ist nur auf den ersten Blick ein sehr teurer AVR. Auf den zweiten
Blick entpuppt sich der Arcam als Top-Alternative für verwöhnte Anwender, die
nicht gewillt sind, Beträge von 5000 EUR und mehr in einen AV-Boliden oder in
AV Vor-/Endstufenkombinationen zu investieren. Wer den AVR500 sein eigen nennt,
wird ein Leistungsniveau auf akustischem Gebiet erreichen, das dem mancher
AV-Boliden der Luxusklasse durch tonale Neutralität und enorme Dynamik sogar überlegen
ist. Klar und kraftvoll spielt der AVR500 noch bei sehr hohem Pegel auf -
Verzerrungen oder Komprimierungen sind im weitestgehend unbekannt. Mit
zeitlos-eleganter Optik und tollem inneren Aufbau brilliert der Arcam in der
Verarbeitungswertung. Hier bietet er das identische Finish-Niveau wie der
teurere AVR600. Bei der Anschlussbestückung
tun sich verschiedene Defizite auf, und dass Netzwerkfunktionen und DAB-Tuner
nur optional erhältlich sind, findet ebenfalls nicht unsere Zustimmung.
Insgesamt aber bietet der AVR500 ein enorm großes klangliches Potential und
eine hohe Produktqualität.

Wer es mit dem Begriff "Heimkino" sehr wörtlich
nimmt, sollte das überragende Jamo D 500 THX Select 2
für 3750 EUR mit ins Kalkül ziehen. Durch die elegante Optik und die recht
kompakten Gehäuse bietet das D 500 exzellente Heimkino-Akustik im modernen Wohnzimmer.
Wir waren uns sicher, dass der schlichte Auftritt in Hochglanz-Schwarz und
kubischem Design den Weg in moderne Wohnzimmerumgebungen ebnet. Dass das
skandinavische Ensemble aber auch akustisch eine solch gnadenlose Performance
hinlegt, damit hätten wir nicht gerechnet. Begeisternde Homogenität der
gesamten Klangkulisse, exzellente Pegelfestigkeit und überdurchschnittliche
Harmonie im Zusammenspiel der LCR/Dipole mit den beiden D 500 Subwoofern ist nur
der erste Vers unserer Lobeshymne. Die Tieffrequenzemitter verdienen eigentlich
eine komplett eigene Strophe durch ihre tadellosen Stärken in puncto
Geschwindigkeit, Präzision und Tiefgang. Das gesamte D 500 Set spielt mit einer
atmosphärischen Räumlichkeit in Weite und Tiefe auf und lässt den Hörer ins
Filmgeschehen eintauchen. Besonders die tollen Eindrücke im Musikbetrieb
stellen aber das THX Heimkino-Set nochmals in den Vordergrund, schnelle
Party-Musik aber auch feingeistigere Klassik-Klänge können den geneigten Käufer
des skandinavischen Lautsprecher-Sets begeistern. antworten, fest

Für 3999 EUR strahlt der JVC Full-HD D-ILA Beamer DLA-HD550
eine enorme visuelle Faszination aus. Der JVC DLA-HD550 ist zudem ein überragend
verarbeitetes Gerät, dass mit zeitloser und eleganter Optik auftritt. Die
Ausstattung ist seitens der Menüs gut, lässt aber aus Sicht ambitionierter
Anwender ein CMS vermissen. Die Bedienung geht schnell und logisch vonstatten
und die Bedienungsanleitung ist eine der besten, die AREA DVD jemals lesen
durfte. Die mechanisch Installation ist dank motorischer Stellregler bequem,
flexibel, zeitgemäß und schnell erledigt. Die Lautstärke des JVC ist in hoher
Lampenstellung nicht die geringste, aber durchaus akzeptabel. Die Bildqualität
ist beeindruckend und fasziniert mit sattem Schwarz, großer Helligkeit und
einem sensationellen Kontrast. Sogar die Farbwiedergabe ist im Rahmen der
Ausstattung als äußerst natürlich zu bezeichnen. Im SD-TV-Betrieb gefällt
die Zwischenbildinterpolation Clear Motion Drive ausgezeichnet, wobei der Scaler
nach Möglichkeit umgangen werden sollte. Würde dieser auf adäquatem Level
arbeiten und wäre ein Farbmanagementsystem mit an Bord, hätte der DLA-HD550
ein klares Referenzprädikat erhalten - in der aktuellen Version verfehlt der
talentierte D-ILA-Beamer dieses knapp.

Stereoklang für Ästheten: Die bildschöne, handwerklich
meisterlich gefertigte Stereo-Kombination Pathos Classic One MkIII Verstärker plus Digit CD-Player
besticht durch feinste Materialwahl und exquisiten Sound. Für einen Gesamtpreis
von 5400 EUR stellt die Pathos-Kombination eine enorm fein und gefällig
aufspielende Verlockung für die italienischen Momente im Leben dar. Für den
zugegebenermaßen nicht eben geringen Kaufpreis erhält der Kunde einen
Gegenwert, der nicht nur Jahre, sondern vermutlich Jahrzehnte an freudigem,
emotionalem Hören ermöglicht. Mit Liebe und Sorgfalt schafft Pathos kleine
Meisterwerke mit ganz eigener Prägung - passend zum Ferrari in der Garage oder
als Ergänzung für Spider-süchtige Alfisti. Oder einfach als hochklassige
Musikanlage für den erfahrenen Hörer, der seine akustischen Träume auch
optisch erleben möchte.
Fazit
Insgesamt bietet der Markt zurzeit einen großen
Facettenreichtum, ganz gleich, ob preissensibler Anwender, Hightech-Liebhaber
oder Traditionalist, für alle Ansprüche finden sich die entsprechenden
Komponenten. Lässt man sich etwas Zeit bei der Suche, ist es so problemlos
möglich, zum Traumgerät zu kommen.
Redaktion: Carsten Rampacher
10. August 2010
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